Untersuchung Zettelbanken Kurzfassung: 6

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Der Veteran Büsch,[1] welcher aus langjährigem Studium der Geschichte der Banken sein Urteil über sie fällte:

"Eine Zettelbank ist eine sehr bedenkliche Sache für je-
des Volk, das nicht entschiedene Vortheile in seiner
Handelsbilanz für sich hat."

Die Ausweitung der Geldmenge (Bargeld und Papiergeld) eines Volkes zeigt ähnliche Auswirkungen wie die Aneignung von Immobilien und Waren, jedoch in einem anderen Zeitfenster. Banknoten wie auch werthaltiges Münzgeld eröffnen dem Besitzer die direkte Möglichkeit des Konsums. Imobilien und Waren müssen erst in Geld umgetauscht werden bevor ein direkter Konsum möglich ist.


Der Wohlstand eines Volkes wächst mit der Ausweitung der Geldmenge durch:

  • Zahlung der Staatsschulden mit Banknoten,
  • übertiebene Beleihung von Imobilien,
  • übertiebene Beleihung von Waren,

wobei das nutzbare Eigentum in Banknoten umgewandelt wird. Diejenigen Werte aus Vermögen und Waren, die zwar einen Wert darstellen aber kein Geld sind, werden über diesen Umweg als Banknotengeld in Umlauf gebracht.

Sind die Gegenstände des Wohlstandes im eigenen Land produziert worden, so wird ein um so regerer Geldumlauf einsetzen. Sind diese jedoch im Ausland produziert worden und es existiert kein Handelsbilanzausgleich auf anderem Wege, so wird das bare Geld unweigerlich ins Ausland fließen und dort für einen regeren Handel sorgen.



Hinweise

  1. Johann Georg Büsch, 1824, Abhandlungen über Banken und Münzwesen, Band 3, Seite 95