Nachhaltige Energie: Buch, Teil 2: Unterschied zwischen den Versionen

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Aktuelle Version vom 10. März 2012, 20:28 Uhr



Teil 2: Die Energiewende

(Seite 129 bis 274)

Nachdem in Teil 1 festgestellt wurde, dass unser derzeitiger Lebensstandart noch nicht einmal durch eine großflächige, energiepolitische Industrialisierung unseres Landes durch „erneuerbare“ Energien gedeckt werden kann, widmet sich Teil 2 den realistischen Einsparmöglichkeiten.

Klein bringt Klein! Wenn jeder sein Handyladegerät bei Nichtbedarf (1 Watt Leerlaufleistung) ausschaltet, können durch die Einsparung 66.000 Haushalte mit Strom versorgt werden.

66.000? Wow, so viele Haushalte? Schaltet sofort eure Handyladegeräte aus!

Große Zahl, kleine Wirkung. Bei 25 Millionen Ladegeräten (in Deutschland etwas mehr) währen das 219 GWh/a. Das sind gerade einmal 0,25% des durchschnittlichen Haushaltsbedarfes. Die „wenn-jeder“ –Masche (wenn jeder einen kleinen Beitrag leistet), ist eine ärgerliche Sache. Sie lenkt die Aufmerksamkeit von 25 Millionen Haien auf ebenso viele Goldfische. Es bringt also nichts, sich mit Kleinkram (Energiesparlampen etc.) zu befassen. Um wirklich etwas nennenswertes zu erreichen, müssen wir uns den großen Verbrauchspotentialen zuwenden.

Nur groß bringt Groß!

In 4 Kapiteln werden die technischen Möglichkeiten, sowie das Sparpotential durch Änderung der Wirtschafts- und Lebensgewohnheiten untersucht. Besondere Aufmerksamkeit verdient dabei die Betrachtung, dass hier die Einsparung nicht auf Kosten der Energiebilanz eines anderen Landes (Produktionsverlagerung = graue Energie) geschieht. Im Gegenteil würde hierbei die weltweite Energiebilanz durch erhöhten Transportbedarf sogar kontraproduktiv belastet.

Weitere 6 Kapitel befassen sich mit der Energieproduktion im In- und Ausland. Hierzu zählen nachhaltige Brennstoffe (auch Biodiesel und Ethanol) genauso, wie Pumpspeicher in Norwegen und Solarstrom aus der Wüste.

In den letzten 4 Kapiteln geht es um Energiepläne und Kosten. Wobei dieser Abschnitt durch technische Neuerungen und Veränderungen in den Produktionskosten, sich nur als Orientierungshilfe eignet.


Teil 3: Technischer Anhang (Seite 275 bis 357) Teil 4: Nützliche Daten (Seite 358 bis 388)


Wie setzt sich McKay’s 175 kWh/d/P zusammen?

Verbraucher Energieverbrauch
Auto 40 kWh/d/P
Fliegen 20 kWh/d/P
Heizung 37 kWh/d/P
Licht 4 kWh/d/P
Elektronik 5 kWh/d/P
Landwirtschaft 15 kWh/d/P
Güterproduktion 38 kWh/d/P
Gütertransport 12 kWh/d/P
Rüstung 4 kWh/d/P
Summe 175 kWh/d/P


Wie man sieht ist es nur ein grobes Schaubild, in dem aber erkennbar wird, in welchen Bereichen jeder einzelne von uns Einfluss nehmen kann. Wie gering diese Möglichkeiten tatsächlich sind, wird uns erst klar, wenn wir die Berechnung der einzelnen Positionen nachvollziehen (siehe Vergleichsrechnungen). Der letztangeführte Posten „Rüstung“ müsste meines Erachtens auf den gesamten öffentlichen Haushalt erweitert werden. Wobei die Rüstung an sich komplett verschwinden sollte.

Zitat von Präsident Dwight D. Eisenhower – April 1953
"Jedes produzierte Gewehr, jedes vom Stapel gelassene Kriegsschiff, jede abgefeuerte Rakete steht letztendlich für einen Diebstahl an denjenigen, die hungern und nicht gespeist werden, die frieren und nicht gekleidet werden.
Die bewaffnete Welt vergeudet nicht nur Geld, sie vergeudet auch den Schweiß ihrer Arbeiter, den Geist ihrer Wissenschaftler, die Hoffnungen ihrer Kinder."


Im Gegenzug zur Verbrauchsseite steht eine Zusammenfassung technisch machbarer Produktion von nachhaltiger Energie (mit Gültigkeit allerdings nur für englische Voraussetzungen).

Energieerzeuger erzeugbare Energie
Wind / Inland 20 kWh/d/P
Wind / Offshore 13 kWh/d/P
Solarthermie 17 kWh/d/P
Photovoltaik / Dach 7 kWh/d/P
Photovoltaik / Freifläche 50 kWh/d/P
Biomasse 24 kWh/d/P
Wasser / Inland 3 kWh/d/P
Wellen und Gezeiten 3 kWh/d/P
Geothermie 20 kWh/d/P
Summe 157 kWh/d/P

Technisch machbar heißt allerdings noch lange nicht wirtschaftlich tragfähig. Wegen der natürlichen Fluktuation von Wind und Solar/Photovoltaik sind auch gigantische Energiespeicher oder Schattenkraftwerke erforderlich. Unberücksichtigt bleiben dabei auch alle Bedenken zum Landschafts-, Umwelt- und Naturschutz. Allein die nötigen Eingriffe in das Landschaftsbild für Windparks und Freiflächen-Photovoltaik sowie die dazugehörigen Stromnetze rufen regelmäßig unsere Naturschützer auf den Plan. Welche Baumaßnahmen erforderlich wären und was realistisch (von der Bevölkerung akzeptiert) umsetzbar ist, werde ich im Artikel „Umsetzung“ darstellen.