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		<title>um-bruch - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-07-26T22:26:55Z</updated>
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		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Gewinn_der_Zentralbank&amp;diff=1747</id>
		<title>Das Geldrätsel: Gewinn der Zentralbank</title>
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				<updated>2024-12-11T11:10:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Geldschöpfungsgewinn&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geldschöpfung&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Gewinn der Zentralbank&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geldschöpfungsgewinn durch die Herstellung von Münzen durch den Staat kommt, wie im letzten Kapitel beschrieben, diesem direkt selbst zugute.&lt;br /&gt;
Welchen Gewinn aber kann die Zentralbank erzielen und was geschieht mit diesem Gewinn? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Geldschöpfungsgewinn einer Zentralbank zu untersuchen erscheint es sinnvoll, unterschiedliche Währungssysteme näher zu betrachten. Auch wenn die Anmerkungen zu vergangenen Systemen teilweise nur noch theoretischer Natur sind, helfen sie doch, die aktuellen Systeme besser zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Goldwährung ==&lt;br /&gt;
Bei der reinen Goldwährung werden als Zahlungsmittel nur vollwertige Goldmünzen (Kurantmünzen) verwendet. Damit ist nur eine Prägeanstalt mit &amp;quot;freiem Prägerecht&amp;quot; erforderlich, um ein Währungssystem zu installieren. Jeder private Goldbesitzer kann Gold in unbeschränktem Umfang zur Umwandlung in Goldmünzen bei der staatlichen Prägeanstalt abliefern. Diese prägt unentgeltlich oder gegen Erstattung der geringen Prägekosten das abgelieferte Gold zu Goldmünzen. Ein Gewinn des Staates aus der Münzprägung ist nicht vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor   = Karl Helfferich&lt;br /&gt;
| Titel   = Das Geld &lt;br /&gt;
| Auflage = 4 &lt;br /&gt;
| Verlag  = Hirschfeld&lt;br /&gt;
| Ort     = Leipzig &lt;br /&gt;
| Jahr    = 1919&lt;br /&gt;
| ISBN    = &lt;br /&gt;
| Seiten  = &lt;br /&gt;
}} [http://visuallibrary.net/ihd/content/pageview/11971 Seite 395]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.um-bruch.net/uwiki/index.php/Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geschichte:_Bank_von_England:_2#Free_Coinage_Act.2C_1666 Free coinage Act, 1666] Abgerufen 24.06.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor der Goldwährung bestand die Währung in vielen Staaten der Welt aus Silber. Auch für Silber existierte vielfach bereits ein freies Prägerecht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Goldkernwährung ==&lt;br /&gt;
Werden neben den Goldmünzen auch in Gold einlösbare Banknoten, Schecks oder Buchgeld als Zahlungsmittel verwendet, spricht man von einer Goldkernwährung. Das &amp;quot;echte Geld&amp;quot; in Form von vollwertigen Goldmünzen stellt nur noch einen Teil der gesamten Geldmenge dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen Reich galt zum Beispiel ab 1875 die Dritteldeckung, dass heißt, die umlaufende Geldmenge durfte maximal dreimal so groß sein wie der Goldbestand der Notenbank.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GerhardRuebel&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Rübel: ''Grundlagen der monetären Außenwirtschaft'', Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2009, ISBN 978-3-486-59081-4, S.157 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Gold war der &amp;quot;Kern&amp;quot;, der Anker dieses Geldsystems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde ein nahezu vollgedecktes System angestrebt, wie dies in der &amp;quot;Peelschen Bankakte&amp;quot; von 1844 geschah, näherte sich die Goldkernwährung dem System der Goldwährung. Jede Banknote sollte durch Gold gedeckt sein und nur eine bestimmte Anzahl an ungedeckten Banknoten durfte in Umlauf gebracht werden. Die Goldkernwährung endete 1971, als Nixon die Zusage Amerikas von &amp;quot;Bretton Woods&amp;quot; zurückzog, jederzeit Gold gegen US-Dollar einzutauschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geldschöpfung====&lt;br /&gt;
[[Datei:10Pfund2038 2042.png|rechts]]Wie kann man sich die Dritteldeckung im Deutschen Reich vorstellen? Existierten drei Banknoten gleichen Wertes in der Wirtschaft, so war nur eine dieser Banknoten durch den Goldvorrat im Bankensystem gedeckt. Dies legt den Verdacht nahe, dass es sich bei den beiden anderen Banknoten um Falschgeld handeln müsse oder um eine Schöpfung von Geld aus dem &amp;quot;Nichts&amp;quot;. An den Banknoten selbst konnte man dies nicht erkennen, da es sich um gesetzlich einwandfreie Noten handelte. Der Bankkunde musste davon ausgehen, dass er bei Vorlage der drei Banknoten auch den tatsächlichen Gegenwert in Goldmünzen ausgehändigt bekam. Wenn nur einzelne  Bankkunden ihre Banknoten umtauschen wollten, so stellte dies für die Bank kein Problem dar. Hätten aber sämtliche Bankkunden einer Bank ihre Banknoten gleichzeitig umtauschen wollen, so wäre die Bank zahlungsunfähig gewesen. Sie hätte den berechtigten Zahlungswünschen ihrer Kunden nicht mehr nachkommen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhaber-Schuldverschreibung====&lt;br /&gt;
Wie [[Datei:10Pfund.png|right]]lässt sich dieses ungesetzlich erscheinende Verhalten der Banken erklären? Ungesetzlich deshalb, da die Bank offensichtlich Banknoten für nicht vorhandenes Gold ausstellte. Der genaue Wortlaut auf den Banknoten definierte diese als Inhaber-Schuldverschreibungen, ausgestellt von der Bank. Dem Besitzer der Banknote verspricht die Bank die Auszahlung von werthaltigen Goldmünzen, gegen Rückgabe der Banknote.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Banknote lautete hier noch auf 10 Pfund Sterling, ursprünglich ein Silbergewicht. Bei der Umstellung auf die Goldwährung wurde diese Bezeichnung jedoch beibehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hintergründe dieser ungesetzlich erscheinenden Geldschöpfung erschließen sich erst, wenn auch die bankinternen Abläufe beachtet werden. Wird die Bank die beiden zusätzlichen Banknoten nur einfach ohne Gegenleistung an nachfragende Kunden verteilen? In der Regel wird sie diese Banknoten nur auf dem Wege einer vertraglich festgelegten Kreditvergabe ausreichen. Der Kreditnehmer verpflichtet sich, die Banknoten nach der im Kreditvertrag vereinbarten Zeit wieder an die Bank zurückzugeben. Als Sicherheit für die Einhaltung dieses Vertrages verlangt die Bank vielfach ein Pfand. Dieses kann aus einer Grundschuldeintragung bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde die erste Banknote als Gegenwert für eine Goldmünze ausgegeben, so kann man bei den beiden anderen Banknoten den Gegenwert in der Forderung aus dem Kreditvertrag gegen den Kreditnehmer sehen, diese wiederum besichert durch die Grundschuldeintragung. Dass diese beiden Banknoten ohne Gegenwert, also aus dem &amp;quot;Nichts&amp;quot; geschaffen wurden, ist somit nicht nachvollziehbar. Kommt der Kreditnehmer seiner vertraglichen Rückzahlungsverpflichtung trotz Aufforderung nicht nach, kann die Bank das Pfand monetisieren, dass heißt zu Geld machen. Sie versteigert den Pfandgegenstand. Irreführend bleibt in jedem Fall die ursprüngliche Anweisung auf der Banknote, in Gold zu zahlen. Gold existierte nur für einen Teil der ausgegebenen Banknoten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich bleibt zu erkennen, dass der Kreditnehmer sich gegenüber der Bank verschuldete und diese sich im Gegenzug durch die Ausgabe der beiden zusätzlichen Banknoten gegenüber dem Besitzer dieser Noten verschuldete. Auch die erste Banknote stellte einen Schuldschein der Bank dar jedoch mit dem Unterschied, dass für diese Banknote tatsächlich Gold im Tresor der Bank vorhanden ist. Für diese Banknote bestand jedoch keine Kreditforderung gegen eine Nichtbank. Die Bank hatte die Goldmünze gekauft und mit einem Schuldschein, einer &amp;quot;Forderung gegen sich selbst&amp;quot; bezahlt. Banknoten sind also Schuldscheine der Bank. Heute muss diese Aussage auf die Zentralbank beschränkt werden, da Geschäftsbanken keine Banknoten mehr herausgeben dürfen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zentralbank-Buchgeld==&lt;br /&gt;
Die Zentralbank kann, wie im letzten Artikel „Geldschöpfungsgewinn“ beschrieben, durch die Kreditvergabe an Geschäftsbanken und den Ankauf von Aktiva Zentralbank-Buchgeld schöpfen. Besteht in einem ersten Schritt das Zentralbankgeld nur aus Buchgeld, einer beleglosen Schuld der Zentralbank gegenüber den Geschäftsbanken, kann es in einem zweiten Schritt in Banknoten umgetauscht werden. Während Zentralbank-Buchgeld die Konten bei der Zentralbank nicht verlassen kann, ist die Weitergabe von Banknoten (Inhaber-Schuldverschreibungen der Zentralbank) auch an Nichtbanken möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentralbank-Buchgeld wird von den Geschäftsbanken desweiteren für die Erfüllung der Mindestreserve sowie auch teilweise für den Zahlungsverkehr benötigt&amp;lt;ref&amp;gt;Wird im Englischen als „reserve“ bezeichnet und wurde auch vielfach in der deutschen Fachliteratur mit „Reserve“ übernommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Erwirbt die Zentralbank Vermögenswerte wie Wertpapiere, Staatsanleihen oder ähnliche, so bezahlt sie auch diese mit Zentralbank-Buchgeld. Gleiches gilt für die Zahlung von Dienstleistungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erlöse==&lt;br /&gt;
Die Geschäftsbanken müssen der Zentralbank Zinsen für aufgenommene Kredite zahlen. Benötigt die Geschäftsbank für 1 Million € Banknoten, muss sie zuerst einen Kredit über diese Summe bei der Zentralbank aufnehmen. Hierfür werden bei einem angenommenen Zinssatz von 3 % in einem Jahr 30.000 € an Zinsen fällig. Den Kredit lässt sich die Geschäftsbank nun in Banknoten auszahlen. Da die Zentralbank die Banknoten selbst herstellt, muss sie niemandem Zinsen für dieses &amp;quot;selbstgeschöpfte Geld&amp;quot; zahlen. Aus der Kredit- Bargeldschöpfung erzielt die Zentralbank einen Gewinn in Höhe von 30.000 € in einem Jahr (abzüglich anteiliger Kosten für Personal, Gebäude, Herstellungskosten für die Banknoten, Transport ...).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit, Juli 2015, beträgt der Zinssatz für Kredite an Geschäftsbanken jedoch nur 0.05 % (kein Schreibfehler!), d. h. bei 1 Mio € Kredit und einem Zinssatz von 0,05 % fallen in einem Jahr nur 500 € Zinsen an. Dieser Zinssatz erzeugt bei diesen Krediten jedoch keinen Gewinn mehr. Bei Herstellungskosten von 16 Eurocent für eine 100 € Banknote entstehen bei einem Volumen von 1 Million € Bargeld bereits Kosten in Höhe von 1.600 €. Erst nach ca. 3 Jahren können somit zumindest die Herstellungskosten erwirtschaftet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zuvor erwähnt kauft die Zentralbank auch andere zinsbringende Aktiva und bezahlt diese mit Zentralbank-Buchgeld, d. h. mit Forderungen auf sich selbst. Da sie für Zentralbank-Buchgeld keine Zinsen zahlen muss, entstehen ihr aus diesen Geschäften Zinsgewinne, welche zur Zeit jedoch wegen des allgemein niedrigen Zinsniveaus recht mager ausfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zentralbankbilanz==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zentrakbankbilanz01.png|rechts]]Die oben erwähnte Systematik von Guthaben und Schulden lässt sich in der nebenstehenden vereinfachten Bilanz einer Zentralbank gut wiederfinden. Wie bei jeder Bilanz zeigt die linke Seite (Aktiva) das Vermögen und die rechte Seite (Passiva) die Schulden und das Eigenkapital auf.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Aktiva'''&lt;br /&gt;
# An erster Stelle auf der Aktivaseite werden die Devisen und der Goldbesitz aufgeführt. Bei den Devisen handelt es sich um Zahlungsmittel von Staaten außerhalb des Euroraums. Devisen und auch der Goldbesitz erzielen keinen Zinsertrag. &lt;br /&gt;
# Die Forderungen an Geschäftsbanken enthalten die Kredite an Geschäftsbanken, mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinssätzen. Die Zinsen tragen zum Ertrag der Zentralbank bei.&lt;br /&gt;
# Von der Zentralbank gekaufte Wertpapiere werden unter Punkt 3 genannt. Dies können Staatsanleihen sowie auch von der Zentralbank akzeptierte Anleihen von Unternehmen sein. Auch diese Wertpapiere tragen mit einem Zinserlös zum Ertrag der Zentralbank bei.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Passiva'''&lt;br /&gt;
# Die Passivseite beginnt mit der Position Bargeld. Damit sind die Banknoten gemeint, die sich nicht im Besitz der Zentralbank befindet. Da Bargeld von der Zentralbank nur an die Geschäftsbanken ausgegeben wird, sind es somit Schulden der Zentralbank gegenüber den Geschäftsbanken. Die Zentralbank muss für diese &amp;quot;Inhaber- Schuldverschreibungen&amp;quot; keine Zinsen zahlen. &lt;br /&gt;
# Unter Punkt 2 sind die Verbindlichkeiten der Zentralbank gegenüber den Geschäftsbanken aufgeführt. Dies sind die Buchgeldkonten der Geschäftsbanken. Für die in diesem Posten enthaltene Mindestreserve zahlt die Zentralbank Zinsen gemäß dem durchschnittlichen marginalen Zinssatz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:JOL_2014_168_R_0015&amp;amp;from=DE Beschluss der europäischen Zentralbank vom 5. Juni 2014 über die Verzinsung von Einlagen, Guthaben und Überschussreserven]&amp;lt;/ref&amp;gt; . Die Geschäftsbank muss für die Mindestreserve einen Kredit bei der Zentralbank aufnehmen und Zinsen für diesen Kredit zahlen. Guthaben der Geschäftsbank, die über das Mindestreserve-Soll hinausgehen, werden mit null Prozent oder zum Einlagesatz verzinst, je nachdem, welcher dieser Zinssätze niedriger ist. Zur Zeit (6.7.2015) beträgt der Einlagezinssatz -0,3 %, dass heißt, Geschäftsbanken werden dafür bestraft, dass sie über Nacht Geld bei der Zentralbank parken.&lt;br /&gt;
# Das Eigenkapital ergibt sich, wenn vom Vermögen (Aktiva 1-3) die Schulden (Passiva 1-2) abgezogen werden. Aufwendungen für Zinsen vermindern das Eigenkapital während Zinserträge das Eigenkapital erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gewinnausschüttung==&lt;br /&gt;
[[Datei:GuV_Bundesbank.png|right|600px]]Das Ziel der Bundesbank ist nicht die Gewinnerzielung sondern die Verfolgung geldpolitischer Ziele wie die Sicherstellung einer stabilen Währung und Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs. Dennoch kann sie auch Gewinne erzielen. Aus sämtlichen Erträgen, hier kommen noch gegebenenfalls Gewinne aus Devisengeschäften, Goldverkäufen und weitere hinzu,  muss die Zentralbank ihre gesamten Aufwendungen zahlen.  Entsteht danach noch ein Überschussbetrag so führt sie diesen, nach Abzug von Rücklagen, als &amp;quot;Bundesbankgewinn&amp;quot; an das Bundesfinanzministerium ab. Damit kommen diese Gewinne allen Staatsbürgern zugute.&lt;br /&gt;
In dem Diagramm &amp;quot;Gewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Bundesbank&amp;quot; sind einige Zahlen aus den Jahresabschlüssen der Deutschen Bundesbank dargestellt. &amp;lt;ref&amp;gt;Aus jeweiligem [https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Veroeffentlichungen/Geschaeftsberichte/geschaeftsberichte.html &amp;quot;Jahresabschluss der Deutschen Bundesbank&amp;quot;], Abschnitt &amp;quot;Gewinn- und Verlustrechnung&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die eingerechneten Risiko-Rückstellungen sowie sonstige Erträge und Aufwendungen stellen den Differenzbetrag zwischen Nettozinsertrag und Bundesbankgewinn dar. So wurde im Jahr 2012 trotz eines Nettozinsertrages von 8,3 Mrd. €, bedingt durch Rückstellungen in Höhe von 6,7 Mrd. € und sonstige Aufwendungen, nur ein Bundesbankgewinn von 0,7 Mrd. € ausgewiesen. Umgekehrt wurde in 2001 durch Auflösung von Rückstellungen und realisierte Gewinne bei Fremdwährungen und Wertpapieren ein Bundesbankgewinn von 11,2 Mrd. € bei einem Nettozinsertrag von nur 7,2 Mrd. € erzielt. Eine Abhängigkeit zwischen Bundesbankgewinn und Nettozinsertrag ist vorhanden, jedoch kann keineswegs aus der Höhe des Gewinns auf den Anteil des Nettozinsertrages geschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alternative Berechnungskonzepte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisherigen Ausführungen orientierten sich streng an den Bankbilanzen sowie an der zugrunde liegenden Bankbuchführung. Die Gewinnermittlung einer Bank unterscheidet sich danach nicht grundsätzlich von der Gewinnermittlung eines Unternehmens nach dem Handelsgesetzbuch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu etwas anderen Sichtweisen gelangen Wirtschaftswissenschaftler,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Werner Sinn, Carsten Lange, &amp;lt;/ref&amp;gt; wenn die besonderen Reglungen, Eigenschaften und Funktionen einer Zentralbank innerhalb einer Volkswirtschaft mit einbezogen werden. Einheitliche Definitionen dieser alternativen Konzepte bestehen jedoch nicht. Mit dem Ursprung der Seigniorage, dem Münzgewinn des Seigneurs bei der Münzherstellung, haben diese Berechnungskonzepte nur noch sehr wenig zu tun. An bekannten alternativen Modellen wären zu nennen: &lt;br /&gt;
*Monetäre Seigniorage&lt;br /&gt;
*Opportunitätskosten Seigniorage&lt;br /&gt;
*Fiskalische Seigniorage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Monetäre Seigniorage===&lt;br /&gt;
Die Zunahme von Basisgeld, verringert um einen Inflationsabschlag, wird als monetäre Seigniorage bezeichnet.  Basisgeld besteht aus dem in Umlauf befindlichen Bargeld sowie den Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank, d. h. den Positionen 1 und 2 der Passivseite, der im vorletzten Absatz dargestellten Zentralbankbilanz. &amp;lt;ref name = Lange&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Carsten Lange&lt;br /&gt;
 | Titel=Seigniorage&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag= Duncker &amp;amp; Humblot&lt;br /&gt;
 | Ort=Berlin&lt;br /&gt;
 | Jahr=1995&lt;br /&gt;
 | ISBN=342848441X, 9783428484416&lt;br /&gt;
}} Seite 16, “''Der monetäre Seigniorage ist als der reale Gegenwert des in einer Periode emittierten Zentralbankgeldes definiert. Bei Zentralbankgeld handelt es sich in fast allen entwickelten Volkswirtschaften um ungedecktes und unverzinsliches Kreditgeld. De jure stellt es für den Besitzer zwar eine Forderung dar, doch erwachsen dem Staat aus der Zentralbankgeldmenge weder Zins noch Rückzahlungsverpflichtungen. Eine Erhöhung der Zentralbankgeldmenge gibt brutto, d. h. vor Abzug der Geldschöpfungskosten, den nominalen Geldschöpfungsgewinn des Staates wieder, dessen Realwert dem monetären Seigniorage entspricht.''“&amp;lt;/ref &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept der monetären Seniorage geht davon aus, dass es sich beim Zentralbankgeld um unverzinsliches und ungedecktes Kreditgeld handelt. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass sich die Basisgeldmenge stets vergrößert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Unverzinsliches Kreditgeld====&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurde „Papiergeld“ sowohl von Banken wie auch von einzelnen Staaten herausgegeben. Banknoten waren das Papiergeld der Banken während die Staaten Kassenanweisungen, Kassenscheine oder einfach &amp;quot;Papiergeld&amp;quot; herausgaben. Das Papiergeld der Staaten war teilweise mit Kuponscheinen gekoppelt, die für den Besitzer eine Zinseinnahme garantierten. Obwohl dieses Papiergeld eher als Staatsanleihe zu bezeichnen wäre, zirkulierte es wie Bargeld in der Wirtschaft. Vergleicht man dieses Papiergeld mit unseren heutigen Banknoten, so fehlt letzteren der Zinskupon, es ist also unverzinsliches Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ungedecktes Kreditgeld====&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der Goldkernwährung konnte eine Geschäftsbank von der Zentralbank den Tausch von Zentralbankgeld gegen deren Gold verlangen. Das Zentralbankgeld war, zumindest teilweise, durch das Gold der Zentralbank gedeckt. Bringt eine Geschäftsbank heute Bargeld zur Zentralbank, so kann sie dafür nur ihr Guthaben bei der Zentralbank erhöhen oder aber das Bargeld gegen neue Scheine tauschen. Ein Anspruch, auf das immer noch im Eigentum der Zentralbank befindliche Gold, besteht nicht mehr. Die Zentralbank könnte also theoretisch Gold kaufen und dieses mit selbstgeschöpftem Geld bezahlen. Zum umgekehrten Vorgang, dem Verkauf von Gold, kann niemand die Zentralbank zwingen. &lt;br /&gt;
So wie sie Gold kaufen könnte, kann sie auch andere Aktiva in beliebiger Höhe mit Zentralbankgeld ankaufen oder auch entstandene Kosten für Personal und Sachgüter mit selbst geschöpftem Geld bezahlen. Sie kann gegenüber ihrem Währungsraum nie zahlungsunfähig werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bargeldbesitzer haben somit zwar Schuldscheine der Zentralbank in der Hand, können daraus jedoch keinen gesetzlichen Anspruch auf die Aktiva der Zentralbank ableiten. Das Konzept der &amp;quot;monetären Seigniorage&amp;quot; sieht darin die fehlende Deckung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Stetige Zunahme====&lt;br /&gt;
[[Datei:Basisgeld EWU.png|rechts|500px|Basisgel]]Betrachtet man die Entwicklung des Basisgeldes in der „Europäischen Währungsunion“, stellt man nur streckenweise eine stetige Zunahme fest. Der unstetige Verlauf vor 2002 ist auf die Einführung des Euro zum 1.1.2002 zurückzuführen. Nach 2008, Der Lehmann-Pleite, schwand das Vertrauen der Geschäftsbanken untereinander teilweise so stark, dass diese sich zum Erhalt ihrer Liquidität ein Polster in Zentralbankgeld zulegten. Ein Mitte 2012 erreichter Maximalwert von über 1,7 Billionen € ist jedoch wieder auf einen Betrag von 1,3 Billionen € geschrumpft. Hierzu hat auch die EZB mit dem negativen Zinssatz von - 0,2 % auf Zentralbank-Buchgeld seit  10.09.2014 beigetragen.&lt;br /&gt;
Weiterhin ist zu beachten, dass ein Teil der Zentralbank-Aktiva aus Wertpapieren oder Kreditverträgen mit Laufzeitvereinbarungen besteht. Zum Ende der Laufzeit dieser Papiere muss die Zentralbank diese Aktiva, gegen Rückzahlung von Zentralbankgeld, auch wieder zurückgeben. Werden nicht gleichzeitig ähnliche neue Aktiva durch die Zentralbank gekauft, wird die Basisgeldmenge dadurch vermindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zunahme der Basisgeldmenge als monetären Geldschöpfungsgewinn der Zentralbank zu definieren erscheint deshalb nach einem Blick auf die Basisgeldentwicklung wenig sinnvoll, da die Basisgeldmenge nur ab 2002 bis 2008 einen annähernd stetigen Verlauf aufzeigt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opportunitätskosten-Seigniorage==&lt;br /&gt;
Bei der Opportunitätskosten-Seigniorage wird ermittelt, welche Zinskosten entstanden wären, hätte die Zentralbank nicht selbst Geld geschöpft sondern dieses auf dem Geld- und Kapitalmarkt verzinst aufgenommen. Dies kann mit der Aufbewahrung von Bargeld unter dem Kopfkissen verglichen werden und der anschließenden Frage, auf welchen Zinsgewinn durch die Nichtanlage dieses Geldes auf dem Geldmarkt verzichtet wird. Während bei der monetären Seigniorage nur die Zunahme der Basisgeldmenge herangezogen wird, bezieht sich die Opportunitätskosten-Seigniorage auf die gesamte Menge an Basisgeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fiskalische Seigniorage==&lt;br /&gt;
Die tatsächlich dem Staat zufließenden Mittel aus dem Geldschöpfungsgewinn werden als &amp;quot;Fiskalische Seigniorage&amp;quot; bezeichnet. Hierzu existieren wiederum unterschiedliche Berechnungsmethoden, deren Ergebnisse jedoch mit dem tatsächlich an den Staat überwiesenen Zentralbankgewinn wenig zu tun haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anwendung der alternativen Berechnungskonzepte==&lt;br /&gt;
Allen hier vorgestellten alternativen Berechnungskonzepten liegen rein theoretische Modellvorstellungen zugrunde. Verwandt werden diese Berechnungen für volkswirtschaftliche Untersuchungen. So zum Beispiel zur Untersuchung über die Aufteilung der Seigniorage bei der Gründung des gemeinsamen Europäischen Währungsraumes. Hierzu wurden die beiden Sektoren &amp;quot;Staat&amp;quot; und &amp;quot;Zentralbank&amp;quot; zusammengefasst und die Aufteilung der Geldschöpfungsgewinne der Europäischen Zentralbank auf die einzelnen Länder betrachtet. Im Endeffekt ging es um die Frage, welche finanziellen Vor- oder Nachteile Deutschland hieraus erwachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Lange, Florian Nolte, [http://diskussionspapiere.wiwi.uni-hannover.de/pdf_bib/dp-205.pdf &amp;quot;Geldschöpfungsgewinne in einer Europäischen Währungsunion&amp;quot;] Diskussionspapier Nr. 205 Juli 1997, Abgerufen 31.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Geldschöpfungsgewinn&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geldschöpfung&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Gewinn der Zentralbank&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldsch%C3%B6pfung&amp;diff=1746</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geldschöpfung</title>
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				<updated>2024-12-11T10:59:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Liquiditätsrisikomanagement&lt;br /&gt;
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|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Banklizenz&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Banklizenz|Banklizenz]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Kreditvermittlung|Kreditvermittlung]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Kreditschöpfung|Kreditschöpfung]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Kreditschöpfungskapazität|Kreditschöpfungskapazität]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Mindestreserve|Mindestreserve]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Barreserve|Barreserve]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Multiplikatormodell|Multiplikatormodell]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Eigenkapital|Eigenkapital]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Fristenspekulation|Fristenspekulation]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Vermittler oder Schöpfer|Vermittler oder Schöpfer?]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Geldschöpfungsgewinn|Geldschöpfungsgewinn]]&lt;br /&gt;
# [[Das Geldrätsel:_Gewinn der Zentralbank|Gewinn der Zentralbank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Liquiditätsrisikomanagement&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Korrespondenzbanken&amp;diff=1745</id>
		<title>Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Korrespondenzbanken&amp;diff=1745"/>
				<updated>2020-10-22T16:12:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Toter Link&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Das Geldrätsel: Teilnehmer am Geldsystem&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Korrespondenzbankgeschäfte sind wesentlicher Bestandteil sowohl des Inlands- wie auch des Auslandszahlungsverkehrs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inlandszahlungsverkehr==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Bundesbank stellt die  große Bedeutung von Korrespondenzbankgeschäften im Rahmen des Inlandzahlungsverkehrs heraus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/unbarer-zahlungsverkehr/ueberwachung/ueberwachung-642858?index=3#dossierItem Deutsche Bundesbank, Überwachung des Zahlungsverkehrs und der Wertpapierabwicklung, Korrespondenzbankgeschäft] Abruf 02.10.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|“In Deutschland ist das Korrespondenzbankgeschäft auch im Rahmen des Inlandszahlungsverkehrs von großer Bedeutung. Im Bereich der Sparkassen und Genossenschaftsbanken werden Zahlungen i.d.R. zunächst sektorintern über Korrespondenzbankkonten bei den jeweiligen Zentralinstituten verrechnet.“ }}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die nachfolgende Abbildung mit einer Überweisung von einem Kunden der Kreissparkasse A (KSK A) an einen Kunden der Kreisparkasse B, mittels der Girozentrale der Sparkasse, verdeutlicht die Aussage der Deutschen Bundesbank. Die Girozentrale führt sowohl für die KSK A wie auch für die KSK B ein Konto&amp;lt;ref&amp;gt; In der Fachsprache werden die Konten bei der Girozentrale, also bei der kontoführenden Bank, als „Lorokonten“ bezeichnet und die Kontrollkonten bei den KSK als „Nostrokonten.“  &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Zahlen und die Pfeile zeigen die Reihenfolge und Richtung der Aktivitäten bei dieser Überweisung. Bei KSK A wird das Konto des Zahlers verringert und gleichzeitig das Kontrollkonto Girozentrale um den Überweisungsbetrag erhöht. Dieses Kontrollkonto zeigt die Verbindlichkeit gegenüber der Bank B auf. Es folgt eine Anweisung an die Girozentrale, dort das Konto der KSK A um den Überweisungsbetrag zu belasten zu Gunsten des Kontos der KSK B. Die Girozentrale teilt der KSK B die vorgenommene Erhöhung ihres Kontostandes zu Gunsten einer Überweisung an den Empfänger mit. Bei KSK B erfolgt eine Erhöhung des Kontos des Empfängers in Höhe des Überweisungsbetrages wie auch eine Anpassung des Kontrollkontos. Sollten die oben beschriebenen Aktionen nicht direkt nachvollziehbar sein, können im Beitrag [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] die einzelnen Schritte detailliert nachgelesen werden. &amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank4.png|600px]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Abwicklungsschritte sind auch bei anderen Gironetzen so vorhanden. Zwischen den einzelnen Gironetzen werden diese Korrespondenzbankbeziehungen ebenfalls angewendet, sodass auch eine Überweisung von einem Sparkassenkunden an einen Kunden der Raiffeisenbank ganz ohne Einschaltung einer außenstehenden Verrechnungsstelle vorgenommen werden kann. In die Überweisungskette wird lediglich die &amp;quot;DZ Bank&amp;quot; zusätzlich eingefügt, das Zentralinstitut der Genossenschaftsbanken. Das zuvor genannte Verfahren beschreibt auch die Deutsche Bundesbank unter [[Korrespondenzbankgeschäfte#Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr 2015|Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr]] detailliert so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auslandszahlungsverkehr==&lt;br /&gt;
Korrespondenzbankgeschäfte sind Bestandteil des globalen Zahlungssystems für grenzüberschreitende Transaktionen. Die Deutsche Bundesbank hierzu:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Bundesbank/die_deutsche_bundesbank.pdf?__blob=publicationFile Die Deutsche Bundesbank]Publikation der Deutschen Bundesbank von 2016, Abruf 18.08.2017 (Seite nicht mehr erreichbar)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Grenzüberschreitende Zahlungen in den jeweiligen Währungen verrechnen Banken mit ausländischen Korrespondenzbanken über eine gegenseitige Kontoverbindung. Zentralbanken beobachten das Korrespondenzbankgeschäft, da die Umsätze sehr hoch sind und Schieflagen großer Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
zu einer Beeinträchtigung des Zahlungsverkehrs führen und negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Abbildung skizziert die einzelnen Schritte  bei Zahlungen im Korrespondenzbankgeschäft und die Wechselwirkungen zwischen Korrespondenzbankleistungen und einem Zahlungsverkehrssystem. Sie zeigt die Zahlung von Bank A an Bank C mittels einer Korrespondenzbank. Da die Banken A und C keine direkte Geschäftsbeziehungen mit gegenseitigen Konten unterhalten, wird die Bank B als Vermittler eingeschaltet. Während in einem Fall (A) die Zahlung nur mittels Korrespondenzbankkonten geschieht, erfolgt im anderen Fall die Zahlung zwischen Bank B und C über ein Zahlungsverkehrssystem, an welchem sowohl die Bank B wie auch Bank C teilnimmt. Die Banken A, B und C sind zumeist in zwei oder mehr unterschiedlichen Staaten angesiedelt, und damit auch in unterschiedlichen Rechtssystemen. Es können aber auch noch andere Banken sowohl auf der Zahler-Seite wie auch auf der Empfänger-Seite an der Korrespondenzbank-Zahlungskette beteiligt sein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bis.org/cpmi/publ/d147.pdf Correspondent banking vom Committee on Payments and Market Infrastructures, July 2016] Bank for International Settlements, Abruf 20.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank2.png|700px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obenstehende Abbildung zeigt den Überweisungsweg mit Einschaltung einer Korrespondenzbank, der Bank B. Dieser Zahlungsweg wird üblicherweise für zeitunkritische Handelsgeschäfte verwendet. Um jedoch Ausfallrisiken beim Devisen-, Wertpapier- und Derivatehandel zu beschränken, wird vielfach ein Zahlungsverkehrssystem mit eingeschaltet. In diesem Zahlungsverkehrssystem wird dann sowohl die Kaufsache wie auch die entsprechende Zahlung zeitsynchron abgehandelt. Dies verhindert den als Herstatt-Risiko&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Herstatt-Risiko Herstatt-Risiko], Wikipedia, Abruf 19.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannten Verlust durch Ausfall eines Vertragspartners.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.snb.ch/de/mmr/reference/continuous_linked_settlement/source/continuous_linked_settlement.de.pdf Das Devisenabwicklungssystem Continuous Linked Settlement (CLS) ] Schweizer Nationalbank, Abruf 19.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung====&lt;br /&gt;
Reine Korrespondenzbankgeschäfte werden sowohl im Inlands- wie auch im Auslandszahlungsverkehr ohne Einschaltung einer Zentralbank getätigt und benötigen auch kein Zentralbankgeld für einen Zahlungsvorgang. Anlässlich der Vorstellung von TARGET2-Securities (T2S)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Aufgaben/Unbarer_Zahlungsverkehr/Target2-Securities/informationsblatt_target2.pdf?__blob=publicationFile TARGET2-Securities (T2S)] Deutsche Bundesbank, Informationsblatt März 2017, Abruf 22.08.2017 (Seite nicht mehr erreichbar)&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Abwicklungsplattform für Wertpapiergeschäfte auf Zentralbankebene, erklärt Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|„Die Abwicklung wird zukünftig deutlich sicherer. Ländergrenzen überschreitend wird mit Zentralbankgeld gearbeitet und das ist viel sicherer, als wenn das nur mit dem Geld der Geschäftsbanken erfolgt.“}}Das &amp;quot;Geld der Geschäftsbanken&amp;quot; beinhaltet die Zahlung über Korrespondenzbankkonten, im oben gezeigten Beispiel das Buchgeld der Bank B. Mit TARGET2-Securities übernimmt nun die Zentralbank die Funktion der Bank B und führt die Zahlungen mit ihrem eigenen Buchgeld, dem Zentralbank-Buchgeld durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie groß ist jetzt der Anteil an Zahlungen mittels Geschäftsbanken-Buchgeld gegenüber von Zahlungen mit Zentralbank-Buchgeld?&lt;br /&gt;
Werden Zahlungen nur über Korrespondenzbanken abgewickelt, ist am Zahlungsvorgang nur Geschäftsbanken-Buchgeld beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Genaugenommen wird nicht mit Geschäftsbanken-Buchgeld gezahlt sondern die Banken nehmen gegenseitig Kredite auf und übertragen anschließend entsprechende Verpflichtungen. Gegenseitige Verpflichtungen von Geschäftsbanken werden nicht als Geld angesehen, zumindest nicht in den Modellen der Volkswirtschaftslehre.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der obenstehenden Abbildung gezeigt, werden jedoch auch Zahlungsverkehrssysteme bei zeitkritischen Überweisungen eingeschaltet. Da auch viele Zahlungen durch Verrechnung von gegenseitigen Forderungen/Verbindlichkeiten erfolgen, ist eine quantitative Aussage über Anteile der einzelnen Zahlungsmittel kaum möglich. Einen Eindruck über Größenordnungen vermittelt jedoch die Angabe, dass im Devisenhandels-Zahlungsverkehr mittels Zahlungsverkehrssystemen nur ein Anteil von 2&amp;amp;nbsp;% Zentralbankgeld für die Abwicklung benötigt wird. Somit steht die Verrechnung und die Korrespondenzbankbeziehung im Vordergrund, wenn es um den internationalen Zahlungsverkehr geht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch:==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] [[Es werde Geld]]; Untersuchung zu &amp;quot;Staatsgeld oder Kreditgeld?&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] [[Korrespondenzbankgeschäfte]]; Ergänzende Infos aus Presse und Fachbüchern zu Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Das Geldrätsel: Teilnehmer am Geldsystem&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siehe auch====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Korrespondenzbanken&amp;diff=1744</id>
		<title>Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Korrespondenzbanken&amp;diff=1744"/>
				<updated>2020-10-22T15:59:26Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Korrespondenzbankgeschäfte sind wesentlicher Bestandteil sowohl des Inlands- wie auch des Auslandszahlungsverkehrs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inlandszahlungsverkehr==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Bundesbank stellt die  große Bedeutung von Korrespondenzbankgeschäften im Rahmen des Inlandzahlungsverkehrs heraus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/unbarer-zahlungsverkehr/ueberwachung/ueberwachung-642858?index=3#dossierItem Deutsche Bundesbank, Überwachung des Zahlungsverkehrs und der Wertpapierabwicklung, Korrespondenzbankgeschäft] Abruf 02.10.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|“In Deutschland ist das Korrespondenzbankgeschäft auch im Rahmen des Inlandszahlungsverkehrs von großer Bedeutung. Im Bereich der Sparkassen und Genossenschaftsbanken werden Zahlungen i.d.R. zunächst sektorintern über Korrespondenzbankkonten bei den jeweiligen Zentralinstituten verrechnet.“ }}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die nachfolgende Abbildung mit einer Überweisung von einem Kunden der Kreissparkasse A (KSK A) an einen Kunden der Kreisparkasse B, mittels der Girozentrale der Sparkasse, verdeutlicht die Aussage der Deutschen Bundesbank. Die Girozentrale führt sowohl für die KSK A wie auch für die KSK B ein Konto&amp;lt;ref&amp;gt; In der Fachsprache werden die Konten bei der Girozentrale, also bei der kontoführenden Bank, als „Lorokonten“ bezeichnet und die Kontrollkonten bei den KSK als „Nostrokonten.“  &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Zahlen und die Pfeile zeigen die Reihenfolge und Richtung der Aktivitäten bei dieser Überweisung. Bei KSK A wird das Konto des Zahlers verringert und gleichzeitig das Kontrollkonto Girozentrale um den Überweisungsbetrag erhöht. Dieses Kontrollkonto zeigt die Verbindlichkeit gegenüber der Bank B auf. Es folgt eine Anweisung an die Girozentrale, dort das Konto der KSK A um den Überweisungsbetrag zu belasten zu Gunsten des Kontos der KSK B. Die Girozentrale teilt der KSK B die vorgenommene Erhöhung ihres Kontostandes zu Gunsten einer Überweisung an den Empfänger mit. Bei KSK B erfolgt eine Erhöhung des Kontos des Empfängers in Höhe des Überweisungsbetrages wie auch eine Anpassung des Kontrollkontos. Sollten die oben beschriebenen Aktionen nicht direkt nachvollziehbar sein, können im Beitrag [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] die einzelnen Schritte detailliert nachgelesen werden. &amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank4.png|600px]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Abwicklungsschritte sind auch bei anderen Gironetzen so vorhanden. Zwischen den einzelnen Gironetzen werden diese Korrespondenzbankbeziehungen ebenfalls angewendet, sodass auch eine Überweisung von einem Sparkassenkunden an einen Kunden der Raiffeisenbank ganz ohne Einschaltung einer außenstehenden Verrechnungsstelle vorgenommen werden kann. In die Überweisungskette wird lediglich die &amp;quot;DZ Bank&amp;quot; zusätzlich eingefügt, das Zentralinstitut der Genossenschaftsbanken. Das zuvor genannte Verfahren beschreibt auch die Deutsche Bundesbank unter [[Korrespondenzbankgeschäfte#Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr 2015|Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr]] detailliert so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auslandszahlungsverkehr==&lt;br /&gt;
Korrespondenzbankgeschäfte sind Bestandteil des globalen Zahlungssystems für grenzüberschreitende Transaktionen. Die Deutsche Bundesbank hierzu:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Bundesbank/die_deutsche_bundesbank.pdf?__blob=publicationFile Die Deutsche Bundesbank]Publikation der Deutschen Bundesbank von 2016, Abruf 18.08.2017 (Seite nicht mehr erreichbar)&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Grenzüberschreitende Zahlungen in den jeweiligen Währungen verrechnen Banken mit ausländischen Korrespondenzbanken über eine gegenseitige Kontoverbindung. Zentralbanken beobachten das Korrespondenzbankgeschäft, da die Umsätze sehr hoch sind und Schieflagen großer Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
zu einer Beeinträchtigung des Zahlungsverkehrs führen und negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Abbildung skizziert die einzelnen Schritte  bei Zahlungen im Korrespondenzbankgeschäft und die Wechselwirkungen zwischen Korrespondenzbankleistungen und einem Zahlungsverkehrssystem. Sie zeigt die Zahlung von Bank A an Bank C mittels einer Korrespondenzbank. Da die Banken A und C keine direkte Geschäftsbeziehungen mit gegenseitigen Konten unterhalten, wird die Bank B als Vermittler eingeschaltet. Während in einem Fall (A) die Zahlung nur mittels Korrespondenzbankkonten geschieht, erfolgt im anderen Fall die Zahlung zwischen Bank B und C über ein Zahlungsverkehrssystem, an welchem sowohl die Bank B wie auch Bank C teilnimmt. Die Banken A, B und C sind zumeist in zwei oder mehr unterschiedlichen Staaten angesiedelt, und damit auch in unterschiedlichen Rechtssystemen. Es können aber auch noch andere Banken sowohl auf der Zahler-Seite wie auch auf der Empfänger-Seite an der Korrespondenzbank-Zahlungskette beteiligt sein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bis.org/cpmi/publ/d147.pdf Correspondent banking vom Committee on Payments and Market Infrastructures, July 2016] Bank for International Settlements, Abruf 20.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank2.png|700px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obenstehende Abbildung zeigt den Überweisungsweg mit Einschaltung einer Korrespondenzbank, der Bank B. Dieser Zahlungsweg wird üblicherweise für zeitunkritische Handelsgeschäfte verwendet. Um jedoch Ausfallrisiken beim Devisen-, Wertpapier- und Derivatehandel zu beschränken, wird vielfach ein Zahlungsverkehrssystem mit eingeschaltet. In diesem Zahlungsverkehrssystem wird dann sowohl die Kaufsache wie auch die entsprechende Zahlung zeitsynchron abgehandelt. Dies verhindert den als Herstatt-Risiko&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Herstatt-Risiko Herstatt-Risiko], Wikipedia, Abruf 19.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannten Verlust durch Ausfall eines Vertragspartners.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.snb.ch/de/mmr/reference/continuous_linked_settlement/source/continuous_linked_settlement.de.pdf Das Devisenabwicklungssystem Continuous Linked Settlement (CLS) ] Schweizer Nationalbank, Abruf 19.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung====&lt;br /&gt;
Reine Korrespondenzbankgeschäfte werden sowohl im Inlands- wie auch im Auslandszahlungsverkehr ohne Einschaltung einer Zentralbank getätigt und benötigen auch kein Zentralbankgeld für einen Zahlungsvorgang. Anlässlich der Vorstellung von TARGET2-Securities (T2S)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Aufgaben/Unbarer_Zahlungsverkehr/Target2-Securities/informationsblatt_target2.pdf?__blob=publicationFile TARGET2-Securities (T2S)] Deutsche Bundesbank, Informationsblatt März 2017, Abruf 22.08.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Abwicklungsplattform für Wertpapiergeschäfte auf Zentralbankebene, erklärt Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|„Die Abwicklung wird zukünftig deutlich sicherer. Ländergrenzen überschreitend wird mit Zentralbankgeld gearbeitet und das ist viel sicherer, als wenn das nur mit dem Geld der Geschäftsbanken erfolgt.“}}Das &amp;quot;Geld der Geschäftsbanken&amp;quot; beinhaltet die Zahlung über Korrespondenzbankkonten, im oben gezeigten Beispiel das Buchgeld der Bank B. Mit TARGET2-Securities übernimmt nun die Zentralbank die Funktion der Bank B und führt die Zahlungen mit ihrem eigenen Buchgeld, dem Zentralbank-Buchgeld durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie groß ist jetzt der Anteil an Zahlungen mittels Geschäftsbanken-Buchgeld gegenüber von Zahlungen mit Zentralbank-Buchgeld?&lt;br /&gt;
Werden Zahlungen nur über Korrespondenzbanken abgewickelt, ist am Zahlungsvorgang nur Geschäftsbanken-Buchgeld beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Genaugenommen wird nicht mit Geschäftsbanken-Buchgeld gezahlt sondern die Banken nehmen gegenseitig Kredite auf und übertragen anschließend entsprechende Verpflichtungen. Gegenseitige Verpflichtungen von Geschäftsbanken werden nicht als Geld angesehen, zumindest nicht in den Modellen der Volkswirtschaftslehre.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der obenstehenden Abbildung gezeigt, werden jedoch auch Zahlungsverkehrssysteme bei zeitkritischen Überweisungen eingeschaltet. Da auch viele Zahlungen durch Verrechnung von gegenseitigen Forderungen/Verbindlichkeiten erfolgen, ist eine quantitative Aussage über Anteile der einzelnen Zahlungsmittel kaum möglich. Einen Eindruck über Größenordnungen vermittelt jedoch die Angabe, dass im Devisenhandels-Zahlungsverkehr mittels Zahlungsverkehrssystemen nur ein Anteil von 2&amp;amp;nbsp;% Zentralbankgeld für die Abwicklung benötigt wird. Somit steht die Verrechnung und die Korrespondenzbankbeziehung im Vordergrund, wenn es um den internationalen Zahlungsverkehr geht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch:==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] [[Es werde Geld]]; Untersuchung zu &amp;quot;Staatsgeld oder Kreditgeld?&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] [[Korrespondenzbankgeschäfte]]; Ergänzende Infos aus Presse und Fachbüchern zu Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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====Siehe auch====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geld,_Kredite_und_Forderungen&amp;diff=1743</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geld, Kredite und Forderungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geld,_Kredite_und_Forderungen&amp;diff=1743"/>
				<updated>2019-12-04T15:51:00Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Links bereinigt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Das Geldrätsel: Geldfunktionen&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geld&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Geschichte der Banken&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Begriffe hängen irgendwie zusammen, sind aber auch Anlass für viele Missverständnisse, wenn ihre unterschiedliche Bedeutung nicht klar herausgestellt wird. Was bedeutet zum Beispiel die Zahl auf unserem Kontoauszug? Stellt sie „Geld“ dar, ist es ein „Kredit“, ein Vermögenswert, eine &amp;quot;Forderung&amp;quot; oder aber ein „Recht“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solch unterschiedlichen Auffassungen? Betrachten wir ein Giroguthaben bei der Geschäftsbank. Banktechnisch gesehen handelt es sich bei den Giroguthaben auf der Passivseite der Bankbilanz um „Verbindlichkeiten der Bank gegenüber Kunden“, vereinfacht gesagt um Schulden der Bank. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Wie aber kann ich mit Schulden der Bank meine Rechnung bezahlen oder wie können Schulden der Bank zur Deckung eines Kredites verwendet werden?}}&lt;br /&gt;
Die Verwirrung entsteht durch die weit verbreitete Auffassung, dass auf den Girokonten „Geld“ liegen würde. Da dieses „Geld“ der Kunden zu einem Großteil auf den Girokonten verbleibt, kann es für Kredite verwendet werden? Dann müsste es bei der Auszahlung von Krediten jedoch auch entsprechend verringert werden, was ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Im Gegenteil, bei Krediten der Bank steigen die Giroguthaben insgesamt an. Wie lässt sich dieses Rätsel lösen? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Banker und Volkswirte leben überwiegend in jeweils eigenen Begriffswelten. Nachfolgend wird versucht, diese unterschiedlichen Denkebenen zu untersuchen und zu vergleichen. Dabei wird unterschieden in eine &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; und eine &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben gestellte Frage &amp;quot;Wie aber kann ich mit Schulden der Bank meine Rechnung bezahlen oder wie können Schulden der Bank zur Deckung eines Kredites verwendet werden? &amp;quot; resultiert  aus der Sichtweise der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot;. Geld muss ein Ding sein, dessen Menge in den Kontenbüchern notiert wird. Diese Betrachtung führt zwangsläufig vielfach in die Irre, da in einer Bilanz kein &amp;quot;Geld&amp;quot; notiert wird sondern lediglich Sachvermögen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten oder auch Guthaben und Schulden. Aus juristischer Sicht kann man auch von Rechten sprechen. &lt;br /&gt;
Bewegt man sich deshalb auf der Ebene von Bankbilanzen und der Bankbuchführung, sollte man sich bewusst sein, dass unsere heutigen Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen. Dies ist keine neue Erkenntnis sondern wurde bereits 1952 von Erich Schneider, einem Volkswirt, so formuliert. Unser Giralgeld besteht aus Forderungen an die Bank. Es ist unser Guthaben gegenüber der Bank. Entsprechend bezeichnet die Bank sie als eigene Verbindlichkeit (Schuld) gegenüber den Bankkunden. Wir befinden uns damit auf der &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot; in welcher nur Forderungen als Zahlungsmittel angesehen werden. Es erscheint jetzt auch logisch, dass mit Schulden keine Kredite finanziert oder Rechnungen bezahlt werden können . Eine ernsthafte  Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Sichtweisen hilft, Fehlschlüsse der vorgenannten Art zu vermeiden. Dazu werden beide &amp;quot;Ebenen&amp;quot; nachfolgend ausführlich beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ding-Geld-Ebene====&lt;br /&gt;
Beginnen wir mit der allgemeinen Auffassung von Geld. Oft wird nur das Bargeld als tatsächliches Geld angesehen&amp;lt;ref&amp;gt; Georg Friedrich Knapp stellt in seinem Werk „Staatliche Theorie des Geldes&amp;quot;, (S.144) noch fest, dass [[Georg_Friedrich_Knapp:_Banknoten_und_Girozahlung|Bankguthaben kein Geld darstellen.]] &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist wohl im Wesentlichen noch auf die Goldwährungszeit zurückzuführen in der nur werthaltige Gold- und Silbermünzen „echtes Geld“ darstellten. Das später eingeführte Papiergeld stellte nur einen Ersatz für das der Bank übergebene „echte Geld“ dar. Die Bank verpflichtete sich auf der Banknote den Banknotenwert in Gold- oder Silbermünzen auszuzahlen, wenn die Banknote am Bankschalter vorgelegt wurde. Die Banknote war ein Schuldschein der Bank. Noch wirkungsvoller für den Zahlungsverkehr waren Bankguthaben, mit denen Zahlungen sehr erfolgreich und effektiv, ohne jegliche Bewegung von Gold– oder Silbermünzen aber auch ohne die Verwendung von Banknoten, getätigt werden konnten. Ein frühes Beispiel für eine weitgehend reine Überweisungsbank war die [[Das Geldrätsel: Amsterdamer Wechselbank|Amsterdamer Wechselbank]]. Sie nahm Gold- und Silbermünzen entgegen und schrieb sie als Bankgulden, eine interne Verrechnungseinheit, gut. Zahlungen konnten fortan mit der Überweisung von Bankgulden von einem Konto auf ein anderes Konto getätigt werden. Die Bankgulden, die Zahlen auf den Kontenblättern der Bank, standen somit stellvertretend für das eingezahlte „echte Geld“. Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden die werthaltigen Münzen wie auch jeder Bezug zu Gold und Silber aus den Währungssystemen. Unser heutiges Geldsystem besteht nur noch aus Scheidemünzen&amp;lt;ref&amp;gt;Scheidemünzen sind im Gegensatz zu werthaltigen Gold- und Silbermünzen aus minderwertigen Materialien hergestellt. Ihr Wert wird nicht durch das in ihnen enthaltene Metall bestimmt sondern durch die staatliche Festlegung, das es sich bei den Münzen um gesetzliche Zahlungsmittel handelt. Sieh auch [[Das Geldrätsel: Geldarten|Geldarten.]] &amp;lt;/ref&amp;gt;, Geldscheinen und Kontoguthaben. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Aus ehemaligen Ansprüchen auf Gold- und Silbermünzen sind nur noch Ansprüche auf die Vermögenswerte der Geschäftsbanken und der Zentralbank geblieben.}}&lt;br /&gt;
Diese Aussage mag etwas verunsichern und wird deshalb nachfolgend noch näher erläutert. Geblieben aus der Goldwährungszeit ist jedoch das Vorstellungsmodell von Geld als einem Sachgut. Münzen und Geldscheine wie auch die Kontoguthaben bei der Bank werden als „Geld“ wahrgenommen. Die Kontoguthaben stellen lediglich eine andere Form von „Geld“ dar. Mit diesem „Geldmodell“ kann man sehr viele Funktionen und Wirkungsweisen unseres Wirtschaftssystems „begreiflich“ machen, da die Grundeinheit quasi ein &amp;quot;Stück Geld“ darstellt.&lt;br /&gt;
Die Volkswirte benutzen dieses Modell für allgemeine Aussagen über die Wirtschaft und die Rolle, welche die Banken dabei spielen. Die Deutsche Bundesbank hierzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Banken spielen eine wichtige Rolle als Geldvermittler in der Wirtschaft. Auf der einen Seite nehmen sie das Geld von Sparern entgegen. Auf der anderen Seite geben sie es in Form von Krediten an Unternehmen oder Privatpersonen weiter, die damit beispielsweise neue Maschinen oder Immobilien kaufen können. &amp;lt;ref&amp;gt; Aus Schule und Bildung für die Sekundarstufe I, [https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Service/Schule_und_Bildung/die_banken_und_das_eurosystem.pdf?__blob=publicationFile Original] Abruf 24.06.2017, Seite nicht mehr abrufbar 09.10.2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Geld und Geldplitik, ein Schülerbuch der Deutschen Bundesbank für die Sekundarstufe II. &lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Das Finanzsystem umfasst die Finanzintermediäre ( insbesondere Banken ), die Finanzmärkte und die finanzielle Infrastruktur. Aufgabe des Finanzsystems ist es, die Anbieter von Kapital mit den Nachfragern nach Kapital zusammenzubringen und dessen Austausch zu erleichtern.&lt;br /&gt;
Das Banken- und Finanzsystem. (Seite 130)}}&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|4.1 Funktionen des Banken- und Finanzsystems&lt;br /&gt;
Kaum jemand – ob Einzelperson, Unternehmen oder öffentlicher Haushalt –&lt;br /&gt;
wird jederzeit exakt genauso viel Geld einnehmen wie ausgeben. Jeder baut&lt;br /&gt;
also ständig Geldvermögen auf oder ab. Wer überschüssiges Geld hat, kann&lt;br /&gt;
dieses gewinnbringend anlegen und wird so zum Anbieter von finanziellen&lt;br /&gt;
Mitteln. Gleichzeitig gibt es Unternehmen, die investieren, indem sie beispielsweise&lt;br /&gt;
Maschinen kaufen, und Privatpersonen, die große Anschaffungen&lt;br /&gt;
finanzieren wollen. Sie benötigen häufig mehr Geld als sie besitzen. Indem&lt;br /&gt;
sie zusätzliches Geld aufnehmen, werden sie zu Nachfragern von finanziellen&lt;br /&gt;
Mitteln.&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Finanzsystems besteht darin, das Weiterleiten finanzieller&lt;br /&gt;
Mittel von Anbietern zu Nachfragern zu erleichtern. (Seite 88)}}&lt;br /&gt;
[https://www.bundesbank.de/resource/blob/606038/c0364dd6034eb7e0c9230b77ed995c06/mL/geld-und-geldpolitik-data.pdf Geld und Geldpolitik] Abruf 09.10.2019.}}&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Eine plausibel erscheinende Funktionsbeschreibung der Banken, die auch für viele Erklärungen der Volkswirte über unser Wirtschaftssystem ausreichen mag. Die Bank wird dabei als eine &amp;quot;Black Box&amp;quot; angesehen, deren Eigenschaften man anhand der Auswirkungen auf das jeweilige Wirtschaftsmodell beschreibt. Geht es jedoch an die Untersuchung von bankinternen Vorgängen erweist sich diese vereinfachte Darstellung als fatal, da sie die Ursache für viele Missverständnisse ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schuld-Geld-Ebene====&lt;br /&gt;
In der Sprache der Bankbuchhalter haben wir es im Wesentlichen mit Forderungen und Verbindlichkeiten zu tun, wenn Außenstehende über Geld sprechen. Hierzu wieder ein Rückgriff auf die Amsterdamer Wechselbank. Zuvor wurde erklärt, dass sie Gold- und Silbermünzen annahm und dem Einlieferer Bankguthaben gutschrieb. Als Werteeinheit benutzte sie den &amp;quot;Bankgulden&amp;quot; eine interne Verrechnungseinheit, die nie als Münze existierte. Es stellt sich unweigerlich die Frage, wem denn die eingelieferten Gold- und Silbermünzen gehörten. Sie gehörten der Bank. Der Kontoinhaber erhielt als Gegenleistung ein Bankguthaben. Was stellte jetzt dieses Bankguthaben dar? {{Kasten hellbraun|Ein Guthaben bedingt grundsätzlich auch das Vorhandensein einer Schuld. Das Bankguthaben eines Kunden stellt somit auch gleichzeitig die Schuld der Bank gegenüber dem Kunden dar.}}&lt;br /&gt;
Wenn ich bei jemandem ein Guthaben besitze, gleichgültig ob es sich um Geld, Mehl oder Arbeitsstunden handelt, ist mein Gegenüber mir Geld, Mehl oder Arbeitsstunden &amp;quot;schuldig&amp;quot;. So verhält es sich auch bei dem Bankguthaben. Die Amsterdamer Wechselbank war die Lieferung von Gold- oder Silbermünzen schuldig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt also auf den Standort bei der Betrachtung an, was die Zahl auf dem Kontoauszug bedeutet. Als Kunde der Bank stellt das Bankguthaben eine Forderung an die Bank dar. Andere, allgemein übliche Bezeichnungen sind Buchgeld oder Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Unterscheidung von den &amp;quot;Reserven&amp;quot;, dem Buchgeld der Zentralbank die aussagekräftigeren Formulierungen &amp;quot;Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;quot; und &amp;quot;Zentralbank-Buchgeld&amp;quot;. &amp;lt;/ref&amp;gt;, Giralgeld, Giroguthaben, Sichteinlagen&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff Sichteinlagen stammt aus der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; und lässt vermuten, dass etwas bei der Bank &amp;quot;eingelegt&amp;quot; wird. Dem ist jedoch nicht so. Die Sichteinlage repräsentiert nur eine Schuld der Bank.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Bankguthaben ist für den Bankkunden genau so ein Zahlungsmittel wie es auch sein Bargeld ist. Er kann dieses Zahlungsmittel auch beliebig bei der Bank in das jeweilig andere Zahlungsmittel umtauschen lassen. Sie sind gleichwertig, d. h. 1 € &amp;quot;Bargeld&amp;quot; ist genau so viel wert wie 1 € &amp;quot;Giralgeld&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der Bank ist das Bankguthaben ihres Kunden jedoch ihre Schuld gegenüber dem Kunden. In den Bankbilanzen werden deshalb auch die Kundenguthaben als „täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ aufgeführt. „Täglich fällig“ bedeutet dabei, dass der Bankkunde „sofort“ die Auszahlung seines Guthabens mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel, dem Bargeld, verlangen kann. Verbindlichkeit steht für „Schuld“. Somit handelt es sich um eine sofort fällige Schuld der Bank gegenüber dem Inhaber eines Bankguthabens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kredite====&lt;br /&gt;
Bei der Kreditvergabe von Banken wird ein Schuldenpaar erzeugt. Der Kreditnehmer verschuldet sich im Kreditvertrag gegenüber der Bank und diese verschuldet sich im Gegenzug gegenüber dem Kreditkunden durch die Erhöhung der &amp;quot;täglich fälligen Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditkunden&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch sind jetzt die &amp;quot;Verbindlichkeiten gegenüber dem Kunden&amp;quot; gedeckt? Durch Forderungen der Bank auf ihrer Vermögensseite.  &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Schulden gegenüber den Kunden auf der Passivseite werden durch Vermögenswerte auf der Aktivseite gedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Auf der Passivseite der Bilanz werden die Schulden aufgeführt und auf der Aktivseite die Vermögenswerte&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Es wird offensichtlich, dass ohne klare Ebenenzuordnung es in einer Diskussion über „Geld“ und „Forderungen/Verbindlichkeiten“ zwangsläufig zu Missverständnissen kommen muss. In der Literatur wird überwiegend auf der „Ding-Geld-Ebene“ diskutiert, d.h. auf der Passivseite steht Geld, mit welchem Kredite auf der Aktivseite finanziert werden. Dies ist ein Trugschluss, der immer wieder zu Verwirrungen führt . Richtig ist:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Passivseite (Schuldenseite) der Bank finanziert keine Kredite oder sonstigen Vermögenswerte der Bank, sondern sie ist nur eine Auflistung, von wem die Bank finanzielle Mittel erhalten hat und folglich auch, wem sie etwas schuldet.}}&lt;br /&gt;
Wie werden aber jetzt mit Schulden der Bank Rechnungen bezahlt? Der Rechnungsempfänger besitzt ein Bankguthaben = eine täglich fällige Schuld der Bank. In Höhe des Rechnungsbetrages überträgt er einen Teil dieser Schuld an den Rechnungssteller und bezahlt damit seine Rechnung. Sein Bankguthaben wird geringer und das Bankguthaben des Rechnungsstellers wird größer. Da unsere heutigen Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen kann auch gesagt werden:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Bezahlung der Rechnung geschieht durch die Übertragung einer Forderung vom Rechnungsempfänger, in Höhe des Rechnungsbetrages, an den Rechnungssteller.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher nicht erwähnt wurde ein wichtiger Unterschied zwischen dem Schuldversprechen des Kreditnehmers gegenüber der Bank und dem Schuldversprechen der Bank gegenüber dem Kreditnehmer. Auch wenn die Betragshöhe beider Versprechen gleich ist, besteht doch ein wesentlicher Unterschied in den zugrunde liegenden Fristen. Während das Schuldversprechen des Kreditnehmers die Rückzahlung des Kredites nach z. B. 1 Jahr vorsieht, ist das Schuldversprechen der Bank gegenüber dem Kreditnehmer sofort fällig. In den Artikeln [[Das Geldrätsel: Fristenspekulation|Fristenspekulation]] und [[Das Geldrätsel: Bodensatztheorie|Bodensatztheorie]], welche eng miteinander verwoben sind, wird auf diese Thematik näher eingegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fazit====&lt;br /&gt;
Die eingangs gestellte Frage nach der Bedeutung der Zahl auf dem Kontoauszug kann nun beantwortet werden&lt;br /&gt;
* Die Zahl auf dem Kontoauszug stellt für den Bankkunden die Höhe seines Kontoguthabens und damit seinen Bestand an Giralgeld dar. &lt;br /&gt;
* Das Bankguthaben bedeutet gleichzeitig, dass die Bank eine Schuld gegenüber dem Kunden hat. Somit besitzt dieser eine Forderung an die Bank.&lt;br /&gt;
* Für die Bank stellt das Bankguthaben keinesfalls einen Vermögenswert dar, sondern eine Schuld gegenüber dem Kunden. In der Bilanz des Kunden ist es hingegen ein Vermögenswert.  &lt;br /&gt;
* Das Bankguthaben stellt auch einen Kredit des Kunden an die Bank dar. Das Guthabenkonto beinhaltet noch nicht erfüllte Forderungen an die Bank, somit hat die Bank einen Kredit erhalten. Die Banken bezeichnen ihre Gläubiger auch entsprechend als Kreditoren und ihre Schuldner als Debitoren.&lt;br /&gt;
* Aus juristischer Sicht verkörpert das Bankguthaben Rechte gegenüber der Bank, hier ein unverbrieftes Forderungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit sind sämtliche aufgeführten Bedeutungen zutreffend, je nach Standort des Beobachters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Bei Untersuchungen des Geldsystems ist zu fragen, ob das vereinfachte Modell der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; mit dem Geld als Sachgut ausreichend ist. Tiefergehende Betrachtungen auch der internen Vorgänge in den Banken benötigen zwingend das Modell der &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot;, in welchem Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen. In Argumentationen darf nun die Begriffsebene nicht beliebig gewechselt werden, sondern man muss konsequent auf der angefangenen Ebene bleiben, will man Fehlschlüsse, wie anfangs erwähnt, vermeiden.}}    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Geldfunktionen&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geld&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Geschichte der Banken&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Vermittler_oder_Sch%C3%B6pfer&amp;diff=1742</id>
		<title>Das Geldrätsel: Vermittler oder Schöpfer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Vermittler_oder_Sch%C3%B6pfer&amp;diff=1742"/>
				<updated>2019-11-13T15:59:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Link BuBa aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Durchlesen der vorhergehenden Seiten ab [[Das Geldrätsel: Liquidität der Banken|&amp;quot;Liquidität der Banken&amp;quot;]] erleichtert gegebenenfalls das Verstehen des nachfolgenden Textes. &lt;br /&gt;
==Vermittler==&lt;br /&gt;
Der überwiegende Teil der volkswirtschaftlichen Literatur sieht die Geschäftsbanken, nachfolgend nur als Banken bezeichnet, in der Funktion als Geldvermittler (Intermediär). Diejenigen, die Geld übrig haben leihen es denjenigen, die Geld benötigen. So fügen die Banken sich auch schön in die Kreislaufmodelle der Volkswirtschaftslehre ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schöpfer==&lt;br /&gt;
„Um Kredite zu vergeben, benötigt eine Bank keine Sparer.“ So oder ähnlich lauten die Schlussfolgerungen derjenigen, die davon ausgehen, dass &amp;quot;Banken Geld aus dem Nichts schöpfen können&amp;quot;. Es entsteht dabei &amp;quot;Geld&amp;quot;, das vorher nicht da war und es ist auch kein Zentralbankgeld oder Spargeld dazu erforderlich&amp;lt;ref&amp;gt;Die „Geldschöpfung der Banken aus dem Nichts“ wird vermehrt als ernstzunehmende neue Erkenntnis propagiert.&lt;br /&gt;
* Bank of England [https://www.bankofengland.co.uk/quarterly-bulletin/2014/q1/money-creation-in-the-modern-economy Money creation in the modern economy]&lt;br /&gt;
* Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 04/2017 [https://www.bundesbank.de/resource/blob/614448/c0acb63e33120467bbb3615c63dc7e1a/mL/2017-04-geldschoepfungsprozess-data.pdf Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess]&lt;br /&gt;
* Norbert Häring [http://norberthaering.de/de/27-german/news/818-bundesbank-geldschoepfungDie Bundesbank versucht über Geldschöpfung aus dem Nichts aufzuklären – vergeblich ]&lt;br /&gt;
* weitere Autoren mit dieser Ausrichtung: Mathias Binswanger, Josef Huber, Bernd Senf, Christoph Pfluger, Christoph Binswanger, Dirk Ehnts, Richard Werner und viele andere. &amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wesentliche Aussage: &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Geschäftsbanken leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues Geld durch Kreditvergabe.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
lässt sich anhand von Buchungssätzen für den Einzelfall nachweisen. Geld steht hier für die Sichteinlagen bei Geschäftsbanken. Im Kreditvorgang entstehen bei den Banken &amp;quot;Sichteinlagen aus dem Nichts&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Erwerb von Vermögenswerten wie auch bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen „bezahlt“ die Bank ebenfalls mit „Geschäftsbanken-Sichteinlagen&amp;quot;, mit Giralgeld. Auch diese Sichteinlagen entstehen aus dem Nichts. Auf der Passivseite der Bankbilanz müssten folglich nur drei Positionen auftauchen, das Eigenkapital der Bank und die Sichtguthaben der Bankkunden sowie noch die Position &amp;quot;Einlagen von Banken&amp;quot;, welche die Verbindlichkeiten der Banken untereinander beinhaltet. &lt;br /&gt;
Betrachtet man sich die Passivseite der konsolidierten Bilanz der deutschen Banken [[Datei:Konsolidierte Bilanz 06 2014.png|rechts|450px]] stellt man jedoch fest, das die Position „Sichteinlagen“ nur noch einen Anteil von 20 % an der Passivseite innehält. Hier tauchen jetzt die Positionen Termineinlagen, Spareinlagen und Schuldverschreibungen auf. Die Bank hat also Sichteinlagen, welche „sofort fällig“ sind in Einlagearten mit längeren Fristen umgewandelt. Dies kann die Bank natürlich nicht eigenständig bewirken. Voraussetzung ist, dass ihre Kunden bei ihr Geld anlegen wollen. Hierzu  bietet sie ihren Kunden die Umwandlung von Giralgeld in Spargeld als vorteilhaftes Geschäft an. Sie bietet ihnen Guthabenzinsen auf die vorgenannten Spareinlagen. Weshalb aber zahlt die Bank freiwillig Zinsen auf diese Einlagearten, wenn ihnen die Sichtguthaben der Kunden doch kostenlos zur Verfügung stehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre die Geschäftsbank die [[Das Geldrätsel: Wicksellsche Idealbank|einzige Bank in einem Land]], so könnte sie tatsächlich die ganze Passivseite aus Sichtverbindlichkeiten gegenüber ihren Kunden bestehen lassen. Bei mehreren Banken in einem Land, welche im Wettbewerb stehen, ergeben sich jedoch automatisch Zwänge bezüglich der Kundenbindung und der Bewirtschaftung von Mitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bietet nur die Bank A ihren Kunden Zinsen auf Sparguthaben, werden die Kunden sämtlicher anderer Banken versuchen, ihr Spargeld bei Bank A anzulegen. Wollen die anderen Banken &lt;br /&gt;
ihre Kunden auch im Spargeschäft behalten sind sie gezwungen, ihren Kunden auch ähnliche Sparangebote zu unterbreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dies ist nur ein Aspekt für das Sparangebot der Banken. Wichtiger erscheint der Verlust von Liquidität bei Überweisung von Spargeldern an Bank A. Die überweisende Bank B muss bei der Bank A einen Kredit aufnehmen, um diese dazu zu bewegen, für den Sparkunden ein Sparguthaben anzulegen. Details hierzu sind im Artikel [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] erklärt. Bank B wechselt also ihre Sichtverbindlichkeit gegenüber ihrem Kunden in eine Verbindlichkeit gegenüber Bank A. Dieser muss sie jedoch Zinsen zahlen und gegebenenfalls auch noch Sicherheiten hinterlegen. Also wird sie versuchen, ihren Kunden zu bewegen, sein Sichtguthaben direkt bei ihr, Bank B, als Spargeld anzulegen, Diesem muss sie zwar auch Zinsen zahlen, in der Regel aber weniger als bei einem Kredit von Bank A. Zudem verlangt ihr Kunde ja keine Sicherheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Konkurrenzverhältnis der Banken untereinander resultiert eine Aufteilung der Pasivseite wie in der Abbildung oben gezeigt. Die jeweiligen Rentabilitäts- und Liquiditätsgesichtspunkte einer Bank bestimmen deren individuelle Aufteilung der Aktiv- und Passivseite.&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Bankdevise: „So liquide wie nötig, so rentabel wie möglich“ verdeutlicht diese Problematik.&amp;quot;''}} &lt;br /&gt;
Möglichst liquide zu sein verursacht Kosten durch zu zahlende Zinsen, entweder für Zentralbankgeld, Kredite bei anderen Banken, Bankschuldverschreibungen oder aber für Spar- und Terminguthaben von Kunden. Können nur wenig Mittel zu anderen Banken abfließen ist eine Bank stabil und zahlungsfähig. Dies steht aber dem Ziel der Gewinnmaximierung, also möglichst rentabel zu arbeiten, entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Geschäftsbanken grundsätzlich durch Kreditvergabe oder den Ankauf von Vermögenswerten neues Geld schaffen, erfolgt doch größtenteils alsbald eine Refinanzierung dieses neu geschaffenen Geldes. Die  möglichen Sparaktionen wurden zuvor beschrieben und in der oben gezeigten Grafik zur konsolidierten Bankenbilanz auch quantitativ aufgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satz: &amp;quot;Die Geschäftsbanken leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues Geld durch Kreditvergabe.&amp;quot; trifft nur für Augenblick der Schaffung von Geschäftsbanken-Buchgeld zu. Die zwangsweise danach erforderliche Refinanzierung wird dabei ausgeblendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bankpraxis zeigt, dass im Bankbetrieb Spargelder sehr wohl noch benötigt werden. Dass diese erst nach der Kreditvergabe erforderlich werden, ist für den Bankbetrieb von untergeordneter Bedeutung. Die Schaffung von Krediten ohne Spargelder trifft somit nur für die 20 % der Sichteinlagen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''Die &amp;quot;Geldschöpfung aus dem Nichts&amp;quot; erweist sich als schwerwiegender Fehlschluss, weil aus einem einfachen Buchungssatz auf die Funktion des gesamten Bankbetriebes geschlossen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Jedoch ist auch die Aussage, dass Banken das Geld von Sparern verleihen, ein Fehlschluss. Eine Aussage aus Zeiten der Goldwährung wurde in unser heutiges Schuld-Geld-System übernommen, ohne anzumerken, dass eine  Refinanzierung&amp;lt;ref&amp;gt;Da es nicht &amp;quot;Finanzierung&amp;quot; sondern &amp;quot;Refinanzierung&amp;quot; heißt, kann aus dem Wort schon der Hinweis auf eine zeitlich nachgeordnete Aktion erkannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; nur für einen Teil der erteilten Kredite erforderlich ist und diese Refinanzierung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.''}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vermittlerfunktion darf man deshalb nicht wörtlich in Buchungssätzen suchen sondern kann diese erst im gesamten Bankengeschäft erkennen. Einen guten Überblick bietet dazu die konsolidierte Bankenbilanz. Die Banken vergeben Kredite und benötigen aber auch Kredite von ihren Kunden. Nur ein Teil von etwa 20 % der Bilanzsumme kann als Geldschöpfung der Banken ohne zeitlich nachgeordnete Sparaktionen angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Fristenspekulation&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Vermittler_oder_Sch%C3%B6pfer&amp;diff=1741</id>
		<title>Das Geldrätsel: Vermittler oder Schöpfer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Vermittler_oder_Sch%C3%B6pfer&amp;diff=1741"/>
				<updated>2019-11-13T15:50:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Link BoE aktualisiert&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Durchlesen der vorhergehenden Seiten ab [[Das Geldrätsel: Liquidität der Banken|&amp;quot;Liquidität der Banken&amp;quot;]] erleichtert gegebenenfalls das Verstehen des nachfolgenden Textes. &lt;br /&gt;
==Vermittler==&lt;br /&gt;
Der überwiegende Teil der volkswirtschaftlichen Literatur sieht die Geschäftsbanken, nachfolgend nur als Banken bezeichnet, in der Funktion als Geldvermittler (Intermediär). Diejenigen, die Geld übrig haben leihen es denjenigen, die Geld benötigen. So fügen die Banken sich auch schön in die Kreislaufmodelle der Volkswirtschaftslehre ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schöpfer==&lt;br /&gt;
„Um Kredite zu vergeben, benötigt eine Bank keine Sparer.“ So oder ähnlich lauten die Schlussfolgerungen derjenigen, die davon ausgehen, dass &amp;quot;Banken Geld aus dem Nichts schöpfen können&amp;quot;. Es entsteht dabei &amp;quot;Geld&amp;quot;, das vorher nicht da war und es ist auch kein Zentralbankgeld oder Spargeld dazu erforderlich&amp;lt;ref&amp;gt;Die „Geldschöpfung der Banken aus dem Nichts“ wird vermehrt als ernstzunehmende neue Erkenntnis propagiert.&lt;br /&gt;
* Bank of England [https://www.bankofengland.co.uk/quarterly-bulletin/2014/q1/money-creation-in-the-modern-economy Money creation in the modern economy]&lt;br /&gt;
* Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 04/2017 [https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/2017/2017_04_geldschoepfungsprozess.pdf?__blob=publicationFile Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess]&lt;br /&gt;
* Norbert Häring [http://norberthaering.de/de/27-german/news/818-bundesbank-geldschoepfungDie Bundesbank versucht über Geldschöpfung aus dem Nichts aufzuklären – vergeblich ]&lt;br /&gt;
* weitere Autoren mit dieser Ausrichtung: Mathias Binswanger, Josef Huber, Bernd Senf, Christoph Pfluger, Christoph Binswanger, Dirk Ehnts, Richard Werner und viele andere. &amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wesentliche Aussage: &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Geschäftsbanken leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues Geld durch Kreditvergabe.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
lässt sich anhand von Buchungssätzen für den Einzelfall nachweisen. Geld steht hier für die Sichteinlagen bei Geschäftsbanken. Im Kreditvorgang entstehen bei den Banken &amp;quot;Sichteinlagen aus dem Nichts&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Erwerb von Vermögenswerten wie auch bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen „bezahlt“ die Bank ebenfalls mit „Geschäftsbanken-Sichteinlagen&amp;quot;, mit Giralgeld. Auch diese Sichteinlagen entstehen aus dem Nichts. Auf der Passivseite der Bankbilanz müssten folglich nur drei Positionen auftauchen, das Eigenkapital der Bank und die Sichtguthaben der Bankkunden sowie noch die Position &amp;quot;Einlagen von Banken&amp;quot;, welche die Verbindlichkeiten der Banken untereinander beinhaltet. &lt;br /&gt;
Betrachtet man sich die Passivseite der konsolidierten Bilanz der deutschen Banken [[Datei:Konsolidierte Bilanz 06 2014.png|rechts|450px]] stellt man jedoch fest, das die Position „Sichteinlagen“ nur noch einen Anteil von 20 % an der Passivseite innehält. Hier tauchen jetzt die Positionen Termineinlagen, Spareinlagen und Schuldverschreibungen auf. Die Bank hat also Sichteinlagen, welche „sofort fällig“ sind in Einlagearten mit längeren Fristen umgewandelt. Dies kann die Bank natürlich nicht eigenständig bewirken. Voraussetzung ist, dass ihre Kunden bei ihr Geld anlegen wollen. Hierzu  bietet sie ihren Kunden die Umwandlung von Giralgeld in Spargeld als vorteilhaftes Geschäft an. Sie bietet ihnen Guthabenzinsen auf die vorgenannten Spareinlagen. Weshalb aber zahlt die Bank freiwillig Zinsen auf diese Einlagearten, wenn ihnen die Sichtguthaben der Kunden doch kostenlos zur Verfügung stehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre die Geschäftsbank die [[Das Geldrätsel: Wicksellsche Idealbank|einzige Bank in einem Land]], so könnte sie tatsächlich die ganze Passivseite aus Sichtverbindlichkeiten gegenüber ihren Kunden bestehen lassen. Bei mehreren Banken in einem Land, welche im Wettbewerb stehen, ergeben sich jedoch automatisch Zwänge bezüglich der Kundenbindung und der Bewirtschaftung von Mitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bietet nur die Bank A ihren Kunden Zinsen auf Sparguthaben, werden die Kunden sämtlicher anderer Banken versuchen, ihr Spargeld bei Bank A anzulegen. Wollen die anderen Banken &lt;br /&gt;
ihre Kunden auch im Spargeschäft behalten sind sie gezwungen, ihren Kunden auch ähnliche Sparangebote zu unterbreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dies ist nur ein Aspekt für das Sparangebot der Banken. Wichtiger erscheint der Verlust von Liquidität bei Überweisung von Spargeldern an Bank A. Die überweisende Bank B muss bei der Bank A einen Kredit aufnehmen, um diese dazu zu bewegen, für den Sparkunden ein Sparguthaben anzulegen. Details hierzu sind im Artikel [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] erklärt. Bank B wechselt also ihre Sichtverbindlichkeit gegenüber ihrem Kunden in eine Verbindlichkeit gegenüber Bank A. Dieser muss sie jedoch Zinsen zahlen und gegebenenfalls auch noch Sicherheiten hinterlegen. Also wird sie versuchen, ihren Kunden zu bewegen, sein Sichtguthaben direkt bei ihr, Bank B, als Spargeld anzulegen, Diesem muss sie zwar auch Zinsen zahlen, in der Regel aber weniger als bei einem Kredit von Bank A. Zudem verlangt ihr Kunde ja keine Sicherheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Konkurrenzverhältnis der Banken untereinander resultiert eine Aufteilung der Pasivseite wie in der Abbildung oben gezeigt. Die jeweiligen Rentabilitäts- und Liquiditätsgesichtspunkte einer Bank bestimmen deren individuelle Aufteilung der Aktiv- und Passivseite.&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Bankdevise: „So liquide wie nötig, so rentabel wie möglich“ verdeutlicht diese Problematik.&amp;quot;''}} &lt;br /&gt;
Möglichst liquide zu sein verursacht Kosten durch zu zahlende Zinsen, entweder für Zentralbankgeld, Kredite bei anderen Banken, Bankschuldverschreibungen oder aber für Spar- und Terminguthaben von Kunden. Können nur wenig Mittel zu anderen Banken abfließen ist eine Bank stabil und zahlungsfähig. Dies steht aber dem Ziel der Gewinnmaximierung, also möglichst rentabel zu arbeiten, entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Geschäftsbanken grundsätzlich durch Kreditvergabe oder den Ankauf von Vermögenswerten neues Geld schaffen, erfolgt doch größtenteils alsbald eine Refinanzierung dieses neu geschaffenen Geldes. Die  möglichen Sparaktionen wurden zuvor beschrieben und in der oben gezeigten Grafik zur konsolidierten Bankenbilanz auch quantitativ aufgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satz: &amp;quot;Die Geschäftsbanken leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues Geld durch Kreditvergabe.&amp;quot; trifft nur für Augenblick der Schaffung von Geschäftsbanken-Buchgeld zu. Die zwangsweise danach erforderliche Refinanzierung wird dabei ausgeblendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bankpraxis zeigt, dass im Bankbetrieb Spargelder sehr wohl noch benötigt werden. Dass diese erst nach der Kreditvergabe erforderlich werden, ist für den Bankbetrieb von untergeordneter Bedeutung. Die Schaffung von Krediten ohne Spargelder trifft somit nur für die 20 % der Sichteinlagen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''Die &amp;quot;Geldschöpfung aus dem Nichts&amp;quot; erweist sich als schwerwiegender Fehlschluss, weil aus einem einfachen Buchungssatz auf die Funktion des gesamten Bankbetriebes geschlossen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Jedoch ist auch die Aussage, dass Banken das Geld von Sparern verleihen, ein Fehlschluss. Eine Aussage aus Zeiten der Goldwährung wurde in unser heutiges Schuld-Geld-System übernommen, ohne anzumerken, dass eine  Refinanzierung&amp;lt;ref&amp;gt;Da es nicht &amp;quot;Finanzierung&amp;quot; sondern &amp;quot;Refinanzierung&amp;quot; heißt, kann aus dem Wort schon der Hinweis auf eine zeitlich nachgeordnete Aktion erkannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; nur für einen Teil der erteilten Kredite erforderlich ist und diese Refinanzierung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.''}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vermittlerfunktion darf man deshalb nicht wörtlich in Buchungssätzen suchen sondern kann diese erst im gesamten Bankengeschäft erkennen. Einen guten Überblick bietet dazu die konsolidierte Bankenbilanz. Die Banken vergeben Kredite und benötigen aber auch Kredite von ihren Kunden. Nur ein Teil von etwa 20 % der Bilanzsumme kann als Geldschöpfung der Banken ohne zeitlich nachgeordnete Sparaktionen angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Fristenspekulation&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geldschöpfung&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Geldschöpfungsgewinn&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geld,_Kredite_und_Forderungen&amp;diff=1740</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geld, Kredite und Forderungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geld,_Kredite_und_Forderungen&amp;diff=1740"/>
				<updated>2019-10-09T12:14:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Geldfunktionen&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geld&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Geschichte der Banken&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Begriffe hängen irgendwie zusammen, sind aber auch Anlass für viele Missverständnisse, wenn ihre unterschiedliche Bedeutung nicht klar herausgestellt wird. Was bedeutet zum Beispiel die Zahl auf unserem Kontoauszug? Stellt sie „Geld“ dar, ist es ein „Kredit“, ein Vermögenswert, eine &amp;quot;Forderung&amp;quot; oder aber ein „Recht“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solch unterschiedlichen Auffassungen? Betrachten wir ein Giroguthaben bei der Geschäftsbank. Banktechnisch gesehen handelt es sich bei den Giroguthaben auf der Passivseite der Bankbilanz um „Verbindlichkeiten der Bank gegenüber Kunden“, vereinfacht gesagt um Schulden der Bank. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Wie aber kann ich mit Schulden der Bank meine Rechnung bezahlen oder wie können Schulden der Bank zur Deckung eines Kredites verwendet werden?}}&lt;br /&gt;
Die Verwirrung entsteht durch die weit verbreitete Auffassung, dass auf den Girokonten „Geld“ liegen würde. Da dieses „Geld“ der Kunden zu einem Großteil auf den Girokonten verbleibt, kann es für Kredite verwendet werden? Dann müsste es bei der Auszahlung von Krediten jedoch auch entsprechend verringert werden, was ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Im Gegenteil, bei Krediten der Bank steigen die Giroguthaben insgesamt an. Wie lässt sich dieses Rätsel lösen? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Banker und Volkswirte leben überwiegend in jeweils eigenen Begriffswelten. Nachfolgend wird versucht, diese unterschiedlichen Denkebenen zu untersuchen und zu vergleichen. Dabei wird unterschieden in eine &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; und eine &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben gestellte Frage &amp;quot;Wie aber kann ich mit Schulden der Bank meine Rechnung bezahlen oder wie können Schulden der Bank zur Deckung eines Kredites verwendet werden? &amp;quot; resultiert  aus der Sichtweise der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot;. Geld muss ein Ding sein, dessen Menge in den Kontenbüchern notiert wird. Diese Betrachtung führt zwangsläufig vielfach in die Irre, da in einer Bilanz kein &amp;quot;Geld&amp;quot; notiert wird sondern lediglich Sachvermögen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten oder auch Guthaben und Schulden. Aus juristischer Sicht kann man auch von Rechten sprechen. &lt;br /&gt;
Bewegt man sich deshalb auf der Ebene von Bankbilanzen und der Bankbuchführung, sollte man sich bewusst sein, dass unsere heutigen Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen. Dies ist keine neue Erkenntnis sondern wurde bereits 1952 von Erich Schneider, einem Volkswirt, so formuliert. Unser Giralgeld besteht aus Forderungen an die Bank. Es ist unser Guthaben gegenüber der Bank. Entsprechend bezeichnet die Bank sie als eigene Verbindlichkeit (Schuld) gegenüber den Bankkunden. Wir befinden uns damit auf der &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot; in welcher nur Forderungen als Zahlungsmittel angesehen werden. Es erscheint jetzt auch logisch, dass mit Schulden keine Kredite finanziert oder Rechnungen bezahlt werden können . Eine ernsthafte  Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Sichtweisen hilft, Fehlschlüsse der vorgenannten Art zu vermeiden. Dazu werden beide &amp;quot;Ebenen&amp;quot; nachfolgend ausführlich beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ding-Geld-Ebene====&lt;br /&gt;
Beginnen wir mit der allgemeinen Auffassung von Geld. Oft wird nur das Bargeld als tatsächliches Geld angesehen&amp;lt;ref&amp;gt; Georg Friedrich Knapp stellt in seinem Werk „Staatliche Theorie des Geldes&amp;quot;, (S.144) noch fest, dass [[Georg_Friedrich_Knapp:_Banknoten_und_Girozahlung|Bankguthaben kein Geld darstellen.]] &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist wohl im Wesentlichen noch auf die Goldwährungszeit zurückzuführen in der nur werthaltige Gold- und Silbermünzen „echtes Geld“ darstellten. Das später eingeführte Papiergeld stellte nur einen Ersatz für das der Bank übergebene „echte Geld“ dar. Die Bank verpflichtete sich auf der Banknote den Banknotenwert in Gold- oder Silbermünzen auszuzahlen, wenn die Banknote am Bankschalter vorgelegt wurde. Die Banknote war ein Schuldschein der Bank. Noch wirkungsvoller für den Zahlungsverkehr waren Bankguthaben, mit denen Zahlungen sehr erfolgreich und effektiv, ohne jegliche Bewegung von Gold– oder Silbermünzen aber auch ohne die Verwendung von Banknoten, getätigt werden konnten. Ein frühes Beispiel für eine weitgehend reine Überweisungsbank war die [[Das Geldrätsel: Amsterdamer Wechselbank|Amsterdamer Wechselbank]]. Sie nahm Gold- und Silbermünzen entgegen und schrieb sie als Bankgulden, eine interne Verrechnungseinheit, gut. Zahlungen konnten fortan mit der Überweisung von Bankgulden von einem Konto auf ein anderes Konto getätigt werden. Die Bankgulden, die Zahlen auf den Kontenblättern der Bank, standen somit stellvertretend für das eingezahlte „echte Geld“. Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden die werthaltigen Münzen wie auch jeder Bezug zu Gold und Silber aus den Währungssystemen. Unser heutiges Geldsystem besteht nur noch aus Scheidemünzen&amp;lt;ref&amp;gt;Scheidemünzen sind im Gegensatz zu werthaltigen Gold- und Silbermünzen aus minderwertigen Materialien hergestellt. Ihr Wert wird nicht durch das in ihnen enthaltene Metall bestimmt sondern durch die staatliche Festlegung, das es sich bei den Münzen um gesetzliche Zahlungsmittel handelt. Sieh auch [[Das Geldrätsel: Geldarten|Geldarten.]] &amp;lt;/ref&amp;gt;, Geldscheinen und Kontoguthaben. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Aus ehemaligen Ansprüchen auf Gold- und Silbermünzen sind nur noch Ansprüche auf die Vermögenswerte der Geschäftsbanken und der Zentralbank geblieben.}}&lt;br /&gt;
Diese Aussage mag etwas verunsichern und wird deshalb nachfolgend noch näher erläutert. Geblieben aus der Goldwährungszeit ist jedoch das Vorstellungsmodell von Geld als einem Sachgut. Münzen und Geldscheine wie auch die Kontoguthaben bei der Bank werden als „Geld“ wahrgenommen. Die Kontoguthaben stellen lediglich eine andere Form von „Geld“ dar. Mit diesem „Geldmodell“ kann man sehr viele Funktionen und Wirkungsweisen unseres Wirtschaftssystems „begreiflich“ machen, da die Grundeinheit quasi ein &amp;quot;Stück Geld“ darstellt.&lt;br /&gt;
Die Volkswirte benutzen dieses Modell für allgemeine Aussagen über die Wirtschaft und die Rolle, welche die Banken dabei spielen. Die Deutsche Bundesbank hierzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Banken spielen eine wichtige Rolle als Geldvermittler in der Wirtschaft. Auf der einen Seite nehmen sie das Geld von Sparern entgegen. Auf der anderen Seite geben sie es in Form von Krediten an Unternehmen oder Privatpersonen weiter, die damit beispielsweise neue Maschinen oder Immobilien kaufen können. &amp;lt;ref&amp;gt; Aus Schule und Bildung für die Sekundarstufe I, [https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Service/Schule_und_Bildung/die_banken_und_das_eurosystem.pdf?__blob=publicationFile Original] Abruf 24.06.2017, Seite nicht mehr abrufbar 09.10.2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Geld und Geldplitik, ein Schülerbuch der Deutschen Bundesbank für die Sekundarstufe II. &lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Das Finanzsystem umfasst die Finanzintermediäre ( insbesondere Banken ), die Finanzmärkte und die finanzielle Infrastruktur. Aufgabe des Finanzsystems ist es, die Anbieter von Kapital mit den Nachfragern nach Kapital zusammenzubringen und dessen Austausch zu erleichtern.&lt;br /&gt;
Das Banken- und Finanzsystem. (Seite 130)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1 Funktionen des Banken- und Finanzsystems&lt;br /&gt;
Kaum jemand – ob Einzelperson, Unternehmen oder öffentlicher Haushalt –&lt;br /&gt;
wird jederzeit exakt genauso viel Geld einnehmen wie ausgeben. Jeder baut&lt;br /&gt;
also ständig Geldvermögen auf oder ab. Wer überschüssiges Geld hat, kann&lt;br /&gt;
dieses gewinnbringend anlegen und wird so zum Anbieter von finanziellen&lt;br /&gt;
Mitteln. Gleichzeitig gibt es Unternehmen, die investieren, indem sie beispielsweise&lt;br /&gt;
Maschinen kaufen, und Privatpersonen, die große Anschaffungen&lt;br /&gt;
finanzieren wollen. Sie benötigen häufig mehr Geld als sie besitzen. Indem&lt;br /&gt;
sie zusätzliches Geld aufnehmen, werden sie zu Nachfragern von finanziellen&lt;br /&gt;
Mitteln.&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Finanzsystems besteht darin, das Weiterleiten finanzieller&lt;br /&gt;
Mittel von Anbietern zu Nachfragern zu erleichtern. (Seite 88)}}&lt;br /&gt;
https://www.bundesbank.de/resource/blob/606038/c0364dd6034eb7e0c9230b77ed995c06/mL/geld-und-geldpolitik-data.pdf Abruf 09.10.2019.&amp;lt;/ref&amp;gt;Eine plausibel erscheinende Funktionsbeschreibung der Banken, die auch für viele Erklärungen der Volkswirte über unser Wirtschaftssystem ausreichen mag. Die Bank wird dabei als eine &amp;quot;Black Box&amp;quot; angesehen, deren Eigenschaften man anhand der Auswirkungen auf das jeweilige Wirtschaftsmodell beschreibt. Geht es jedoch an die Untersuchung von bankinternen Vorgängen erweist sich diese vereinfachte Darstellung als fatal, da sie die Ursache für viele Missverständnisse ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schuld-Geld-Ebene====&lt;br /&gt;
In der Sprache der Bankbuchhalter haben wir es im Wesentlichen mit Forderungen und Verbindlichkeiten zu tun, wenn Außenstehende über Geld sprechen. Hierzu wieder ein Rückgriff auf die Amsterdamer Wechselbank. Zuvor wurde erklärt, dass sie Gold- und Silbermünzen annahm und dem Einlieferer Bankguthaben gutschrieb. Als Werteeinheit benutzte sie den &amp;quot;Bankgulden&amp;quot; eine interne Verrechnungseinheit, die nie als Münze existierte. Es stellt sich unweigerlich die Frage, wem denn die eingelieferten Gold- und Silbermünzen gehörten. Sie gehörten der Bank. Der Kontoinhaber erhielt als Gegenleistung ein Bankguthaben. Was stellte jetzt dieses Bankguthaben dar? {{Kasten hellbraun|Ein Guthaben bedingt grundsätzlich auch das Vorhandensein einer Schuld. Das Bankguthaben eines Kunden stellt somit auch gleichzeitig die Schuld der Bank gegenüber dem Kunden dar.}}&lt;br /&gt;
Wenn ich bei jemandem ein Guthaben besitze, gleichgültig ob es sich um Geld, Mehl oder Arbeitsstunden handelt, ist mein Gegenüber mir Geld, Mehl oder Arbeitsstunden &amp;quot;schuldig&amp;quot;. So verhält es sich auch bei dem Bankguthaben. Die Amsterdamer Wechselbank war die Lieferung von Gold- oder Silbermünzen schuldig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt also auf den Standort bei der Betrachtung an, was die Zahl auf dem Kontoauszug bedeutet. Als Kunde der Bank stellt das Bankguthaben eine Forderung an die Bank dar. Andere, allgemein übliche Bezeichnungen sind Buchgeld oder Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Unterscheidung von den &amp;quot;Reserven&amp;quot;, dem Buchgeld der Zentralbank die aussagekräftigeren Formulierungen &amp;quot;Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;quot; und &amp;quot;Zentralbank-Buchgeld&amp;quot;. &amp;lt;/ref&amp;gt;, Giralgeld, Giroguthaben, Sichteinlagen&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff Sichteinlagen stammt aus der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; und lässt vermuten, dass etwas bei der Bank &amp;quot;eingelegt&amp;quot; wird. Dem ist jedoch nicht so. Die Sichteinlage repräsentiert nur eine Schuld der Bank.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Bankguthaben ist für den Bankkunden genau so ein Zahlungsmittel wie es auch sein Bargeld ist. Er kann dieses Zahlungsmittel auch beliebig bei der Bank in das jeweilig andere Zahlungsmittel umtauschen lassen. Sie sind gleichwertig, d. h. 1 € &amp;quot;Bargeld&amp;quot; ist genau so viel wert wie 1 € &amp;quot;Giralgeld&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der Bank ist das Bankguthaben ihres Kunden jedoch ihre Schuld gegenüber dem Kunden. In den Bankbilanzen werden deshalb auch die Kundenguthaben als „täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ aufgeführt. „Täglich fällig“ bedeutet dabei, dass der Bankkunde „sofort“ die Auszahlung seines Guthabens mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel, dem Bargeld, verlangen kann. Verbindlichkeit steht für „Schuld“. Somit handelt es sich um eine sofort fällige Schuld der Bank gegenüber dem Inhaber eines Bankguthabens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kredite====&lt;br /&gt;
Bei der Kreditvergabe von Banken wird ein Schuldenpaar erzeugt. Der Kreditnehmer verschuldet sich im Kreditvertrag gegenüber der Bank und diese verschuldet sich im Gegenzug gegenüber dem Kreditkunden durch die Erhöhung der &amp;quot;täglich fälligen Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditkunden&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch sind jetzt die &amp;quot;Verbindlichkeiten gegenüber dem Kunden&amp;quot; gedeckt? Durch Forderungen der Bank auf ihrer Vermögensseite.  &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Schulden gegenüber den Kunden auf der Passivseite werden durch Vermögenswerte auf der Aktivseite gedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Auf der Passivseite der Bilanz werden die Schulden aufgeführt und auf der Aktivseite die Vermögenswerte&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Es wird offensichtlich, dass ohne klare Ebenenzuordnung es in einer Diskussion über „Geld“ und „Forderungen/Verbindlichkeiten“ zwangsläufig zu Missverständnissen kommen muss. In der Literatur wird überwiegend auf der „Ding-Geld-Ebene“ diskutiert, d.h. auf der Passivseite steht Geld, mit welchem Kredite auf der Aktivseite finanziert werden. Dies ist ein Trugschluss, der immer wieder zu Verwirrungen führt . Richtig ist:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Passivseite (Schuldenseite) der Bank finanziert keine Kredite oder sonstigen Vermögenswerte der Bank, sondern sie ist nur eine Auflistung, von wem die Bank finanzielle Mittel erhalten hat und folglich auch, wem sie etwas schuldet.}}&lt;br /&gt;
Wie werden aber jetzt mit Schulden der Bank Rechnungen bezahlt? Der Rechnungsempfänger besitzt ein Bankguthaben = eine täglich fällige Schuld der Bank. In Höhe des Rechnungsbetrages überträgt er einen Teil dieser Schuld an den Rechnungssteller und bezahlt damit seine Rechnung. Sein Bankguthaben wird geringer und das Bankguthaben des Rechnungsstellers wird größer. Da unsere heutigen Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen kann auch gesagt werden:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Bezahlung der Rechnung geschieht durch die Übertragung einer Forderung vom Rechnungsempfänger, in Höhe des Rechnungsbetrages, an den Rechnungssteller.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher nicht erwähnt wurde ein wichtiger Unterschied zwischen dem Schuldversprechen des Kreditnehmers gegenüber der Bank und dem Schuldversprechen der Bank gegenüber dem Kreditnehmer. Auch wenn die Betragshöhe beider Versprechen gleich ist, besteht doch ein wesentlicher Unterschied in den zugrunde liegenden Fristen. Während das Schuldversprechen des Kreditnehmers die Rückzahlung des Kredites nach z. B. 1 Jahr vorsieht, ist das Schuldversprechen der Bank gegenüber dem Kreditnehmer sofort fällig. In den Artikeln [[Das Geldrätsel: Fristenspekulation|Fristenspekulation]] und [[Das Geldrätsel: Bodensatztheorie|Bodensatztheorie]], welche eng miteinander verwoben sind, wird auf diese Thematik näher eingegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fazit====&lt;br /&gt;
Die eingangs gestellte Frage nach der Bedeutung der Zahl auf dem Kontoauszug kann nun beantwortet werden&lt;br /&gt;
* Die Zahl auf dem Kontoauszug stellt für den Bankkunden die Höhe seines Kontoguthabens und damit seinen Bestand an Giralgeld dar. &lt;br /&gt;
* Das Bankguthaben bedeutet gleichzeitig, dass die Bank eine Schuld gegenüber dem Kunden hat. Somit besitzt dieser eine Forderung an die Bank.&lt;br /&gt;
* Für die Bank stellt das Bankguthaben keinesfalls einen Vermögenswert dar, sondern eine Schuld gegenüber dem Kunden. In der Bilanz des Kunden ist es hingegen ein Vermögenswert.  &lt;br /&gt;
* Das Bankguthaben stellt auch einen Kredit des Kunden an die Bank dar. Das Guthabenkonto beinhaltet noch nicht erfüllte Forderungen an die Bank, somit hat die Bank einen Kredit erhalten. Die Banken bezeichnen ihre Gläubiger auch entsprechend als Kreditoren und ihre Schuldner als Debitoren.&lt;br /&gt;
* Aus juristischer Sicht verkörpert das Bankguthaben Rechte gegenüber der Bank, hier ein unverbrieftes Forderungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit sind sämtliche aufgeführten Bedeutungen zutreffend, je nach Standort des Beobachters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Bei Untersuchungen des Geldsystems ist zu fragen, ob das vereinfachte Modell der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; mit dem Geld als Sachgut ausreichend ist. Tiefergehende Betrachtungen auch der internen Vorgänge in den Banken benötigen zwingend das Modell der &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot;, in welchem Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen. In Argumentationen darf nun die Begriffsebene nicht beliebig gewechselt werden, sondern man muss konsequent auf der angefangenen Ebene bleiben, will man Fehlschlüsse, wie anfangs erwähnt, vermeiden.}}    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldfunktionen&amp;diff=1739</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geldfunktionen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldfunktionen&amp;diff=1739"/>
				<updated>2019-10-09T11:16:44Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
Geld wird vielfach über seine Funktionen definiert. Es sind dies die Grundfunktionen als:&lt;br /&gt;
* '''Tausch- und Zahlungsmittel'''&lt;br /&gt;
Der Lohn für eine geleistete Arbeit wird heute überwiegend mit Geld ausgezahlt. Direkt benutzen kann man dieses Geld jedoch nicht. Es ist weder als Nahrungsmittel noch als Papier- oder Metallwertstoff besonders geeignet. Mit diesem Geld können aber Lebensmittel oder andere Güter und Dienstleistungen gekauft werden. Der Begriff ''&amp;quot;Zwischentauschmittel&amp;quot;'' beschreibt deshalb die Funktion von Geld als Tauschmittel recht anschaulich. Innerhalb der Bankenwelt ist hingegen nur die Funktion von Geld als Zahlungsmittel, dokumentiert auf Guthabenkonten, gefragt.&lt;br /&gt;
* '''Wertmaßstab und Verrechnungseinheit'''&lt;br /&gt;
Der Wert von Waren oder Dienstleistungen wird mit Geld, z.B. EURO oder Dollar gemessen. Mit Geld lassen sich jedoch auch die Werte unterschiedlicher Güter untereinander vergleichen. Die Banken benutzen die Geldeinheit als Verrechnungseinheit. Schulden und Guthaben werden in der jeweils geltenden Währungseinheit, z. B. EURO notiert.&lt;br /&gt;
* '''Wertaufbewahrungsmittel'''&lt;br /&gt;
Mit Geld kann ein Wert gespeichert werden. Es wird darauf vertraut, dass auch in Zukunft mit diesem Geld Waren, Vermögenswerte und Dienstleistungen gekauft werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den zuvor genannten Hauptfunktionen entwickelt Geld jedoch in Verbindung mit den Banken und dem Finanzsektor noch weitere Funktionen. Geld als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schuldentilgungsmittel&lt;br /&gt;
* Vorfinanzierungsmittel&lt;br /&gt;
* Kreditmittel&lt;br /&gt;
* Spekulationsmittel&lt;br /&gt;
* Zirkulationsmittel&lt;br /&gt;
* Positionsgut, zur Herausstellung der gesellschaftlichen Stellung einer Person &lt;br /&gt;
* Werkstoff der Finanzvermittler (Finanzintermediäre)&lt;br /&gt;
* Werttransportmittel&lt;br /&gt;
* Grundlage jeder marktwirtschaftlich ausgerichteten Produktion&lt;br /&gt;
* Erfolgsmaßstab&lt;br /&gt;
* Machtmittel&lt;br /&gt;
* unsichtbarer Vermögenswert&lt;br /&gt;
* treibende Kraft bei wirtschaftlichen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* Werkzeug, zur Anhäufung von Vermögenswerten bei einigen wenigen und damit zur Vergrößerung des Abstandes zwischen Arm und Reich&lt;br /&gt;
* Ursprung für die Forderung nach immerwährendem Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, ohne jedoch das Wesen von Geld je umfassend beschreiben zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Kommentar auf der Seite Ökonomenstimme&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2017/11/was-macht-eine-bank-mit-dem-geld-ihrer-kunden-anmerkungen-zum-buch-von-dirk-ehnts/#comment-3738 Kommentar von Hajo Zeller vom 29. Nov. 2017, 12:46 zu &amp;quot;Was macht eine Bank mit dem Geld ihrer Kunden? Anmerkungen zum Buch von Dirk Ehnts&amp;quot;], Abruf 06.10.2019 &amp;lt;/ref&amp;gt; hinterfragt Herr Hajo Zeller die Verwendung des Geldbegriffs wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unstrittig ist wohl, dass in der derzeitigen weltweiten Gesellschaftsordnung der Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; eine zentrale Rolle einnimmt. Eine Rolle, wie in der Physik zum Beispiel die Größe&amp;quot;Energie&amp;quot;. Während Physiker - egal welcher Denkrichtung sie angehören - sich weitgehend über Definition, Eigenschaften, Messung, Herleitung und andere theoretische Beschreibungen einig sind - ich kenne keine Stimme, die ernsthaft den Energieerhaltungssatz bestreitet -, fällt auf, dass sich die wissenschaftlichen Ökonomen in keiner Weise einig sind, wovon sie sprechen, wenn sie den Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; benutzen. Schlimmer noch: Sie legen in aller Regel nicht dar, unter welchen theoretischen Randbedingungen sie den Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; verwenden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kommentar bezieht sich auf die Sichtweisen von wirtschaftlichen Ökonomen. Nimmt man noch die Sichtweisen von Juristen und Bankbediensteten sowie den allgemeinen Sprachgebrauch hinzu, entsteht eine schier unerschöpfliche Vielfalt an möglichen Deutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits unter [[Das_Geldrätsel:_Aufbau_und_Ziele|Aufbau und Ziele]] beschrieben betrachten die nachfolgenden Artikel das Geldsystem überwiegend aus Sicht der Banken. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldfunktionen&amp;diff=1738</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geldfunktionen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldfunktionen&amp;diff=1738"/>
				<updated>2019-10-08T13:17:03Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
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Geld wird vielfach über seine Funktionen definiert. Es sind dies die Grundfunktionen als:&lt;br /&gt;
* '''Tausch- und Zahlungsmittel'''&lt;br /&gt;
Der Lohn für eine geleistete Arbeit wird heute überwiegend mit Geld ausgezahlt. Direkt benutzen kann man dieses Geld jedoch nicht. Es ist weder als Nahrungsmittel noch als Papier- oder Metallwertstoff besonders geeignet. Mit diesem Geld können aber Lebensmittel oder andere Güter und Dienstleistungen gekauft werden. Der Begriff ''&amp;quot;Zwischentauschmittel&amp;quot;'' beschreibt deshalb die Funktion von Geld als Tauschmittel recht anschaulich. Innerhalb der Bankenwelt ist hingegen nur die Funktion von Geld als Zahlungsmittel, dokumentiert auf Guthabenkonten, gefragt.&lt;br /&gt;
* '''Wertmaßstab und Verrechnungseinheit'''&lt;br /&gt;
Der Wert von Waren oder Dienstleistungen wird mit Geld, z.B. EURO oder Dollar gemessen. Mit Geld lassen sich jedoch auch die Werte unterschiedlicher Güter untereinander vergleichen. Die Banken benutzen die Geldeinheit als Verrechnungseinheit. Schulden und Guthaben werden in der jeweils geltenden Währungseinheit, z. B. EURO notiert.&lt;br /&gt;
* '''Wertaufbewahrungsmittel'''&lt;br /&gt;
Mit Geld kann ein Wert gespeichert werden. Es wird darauf vertraut, dass auch in Zukunft mit diesem Geld Waren, Vermögenswerte und Dienstleistungen gekauft werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den zuvor genannten Hauptfunktionen entwickelt Geld jedoch in Verbindung mit den Banken und dem Finanzsektor noch weitere Funktionen. Geld als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schuldentilgungsmittel&lt;br /&gt;
* Vorfinanzierungsmittel&lt;br /&gt;
* Kreditmittel&lt;br /&gt;
* Spekulationsmittel&lt;br /&gt;
* Zirkulationsmittel&lt;br /&gt;
* Positionsgut, zur Herausstellung der gesellschaftlichen Stellung einer Person &lt;br /&gt;
* Werkstoff der Finanzvermittler (Finanzintermediäre)&lt;br /&gt;
* Werttransportmittel&lt;br /&gt;
* Grundlage jeder marktwirtschaftlich ausgerichteten Produktion&lt;br /&gt;
* Erfolgsmaßstab&lt;br /&gt;
* Machtmittel&lt;br /&gt;
* unsichtbarer Vermögenswert&lt;br /&gt;
* treibende Kraft bei wirtschaftlichen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* Werkzeug, zur Anhäufung von Vermögenswerten bei einigen wenigen und damit zur Vergrößerung des Abstandes zwischen Arm und Reich&lt;br /&gt;
* Ursprung für die Forderung nach immerwährendem Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, ohne jedoch das Wesen von Geld je umfassend beschreiben zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Kommentar auf der Seite Ökonomenstimme&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2017/11/was-macht-eine-bank-mit-dem-geld-ihrer-kunden-anmerkungen-zum-buch-von-dirk-ehnts/#comments/#3738 Kommentar von Hajo Zeller vom 29. Nov. 2017, 12:46 zu &amp;quot;Was macht eine Bank mit dem Geld ihrer Kunden? Anmerkungen zum Buch von Dirk Ehnts&amp;quot;], Abruf 06.10.2019 &amp;lt;/ref&amp;gt; hinterfragt Herr Hajo Zeller die Verwendung des Geldbegriffs wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unstrittig ist wohl, dass in der derzeitigen weltweiten Gesellschaftsordnung der Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; eine zentrale Rolle einnimmt. Eine Rolle, wie in der Physik zum Beispiel die Größe&amp;quot;Energie&amp;quot;. Während Physiker - egal welcher Denkrichtung sie angehören - sich weitgehend über Definition, Eigenschaften, Messung, Herleitung und andere theoretische Beschreibungen einig sind - ich kenne keine Stimme, die ernsthaft den Energieerhaltungssatz bestreitet -, fällt auf, dass sich die wissenschaftlichen Ökonomen in keiner Weise einig sind, wovon sie sprechen, wenn sie den Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; benutzen. Schlimmer noch: Sie legen in aller Regel nicht dar, unter welchen theoretischen Randbedingungen sie den Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; verwenden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kommentar bezieht sich auf die Sichtweisen von wirtschaftlichen Ökonomen. Nimmt man noch die Sichtweisen von Juristen und Bankbediensteten sowie den allgemeinen Sprachgebrauch hinzu, entsteht eine schier unerschöpfliche Vielfalt an möglichen Deutungen.&lt;br /&gt;
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Wie bereits unter [[Das_Geldrätsel:_Aufbau_und_Ziele|Aufbau und Ziele]] beschrieben betrachten die nachfolgenden Artikel das Geldsystem überwiegend aus Sicht der Banken. &lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldfunktionen&amp;diff=1737</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geldfunktionen</title>
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				<updated>2019-10-06T16:05:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
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Geld wird vielfach über seine Funktionen definiert. Es sind dies die Grundfunktionen als:&lt;br /&gt;
* '''Tausch- und Zahlungsmittel'''&lt;br /&gt;
Der Lohn für eine geleistete Arbeit wird heute überwiegend mit Geld ausgezahlt. Direkt benutzen kann man dieses Geld jedoch nicht. Es ist weder als Nahrungsmittel noch als Papier- oder Metallwertstoff besonders geeignet. Mit diesem Geld können aber Lebensmittel oder andere Güter und Dienstleistungen gekauft werden. Der Begriff ''&amp;quot;Zwischentauschmittel&amp;quot;'' beschreibt deshalb die Funktion von Geld als Tauschmittel recht anschaulich. Innerhalb der Bankenwelt ist hingegen nur die Funktion von Geld als Zahlungsmittel, dokumentiert auf Guthabenkonten, gefragt.&lt;br /&gt;
* '''Wertmaßstab und Verrechnungseinheit'''&lt;br /&gt;
Der Wert von Waren oder Dienstleistungen wird mit Geld, z.B. EURO oder Dollar gemessen. Mit Geld lassen sich jedoch auch die Werte unterschiedlicher Güter untereinander vergleichen. Die Banken benutzen die Geldeinheit als Verrechnungseinheit. Schulden und Guthaben werden in der jeweils geltenden Währungseinheit, z. B. EURO notiert.&lt;br /&gt;
* '''Wertaufbewahrungsmittel'''&lt;br /&gt;
Mit Geld kann ein Wert gespeichert werden. Es wird darauf vertraut, dass auch in Zukunft mit diesem Geld Waren, Vermögenswerte und Dienstleistungen gekauft werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den zuvor genannten Hauptfunktionen entwickelt Geld jedoch in Verbindung mit den Banken und dem Finanzsektor noch weitere Funktionen. Geld als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schuldentilgungsmittel&lt;br /&gt;
* Vorfinanzierungsmittel&lt;br /&gt;
* Kreditmittel&lt;br /&gt;
* Spekulationsmittel&lt;br /&gt;
* Zirkulationsmittel&lt;br /&gt;
* Positionsgut, zur Herausstellung der gesellschaftlichen Stellung einer Person &lt;br /&gt;
* Werkstoff der Finanzvermittler (Finanzintermediäre)&lt;br /&gt;
* Werttransportmittel&lt;br /&gt;
* Grundlage jeder marktwirtschaftlich ausgerichteten Produktion&lt;br /&gt;
* Erfolgsmaßstab&lt;br /&gt;
* Machtmittel&lt;br /&gt;
* unsichtbarer Vermögenswert&lt;br /&gt;
* treibende Kraft bei wirtschaftlichen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* Werkzeug, zur Anhäufung von Vermögenswerten bei einigen wenigen und damit zur Vergrößerung des Abstandes zwischen Arm und Reich&lt;br /&gt;
* Ursprung für die Forderung nach immerwährendem Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, ohne jedoch das Wesen von Geld je umfassend beschreiben zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Kommentar auf der Seite Ökonomenstimme&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2017/11/was-macht-eine-bank-mit-dem-geld-ihrer-kunden-anmerkungen-zum-buch-von-dirk-ehnts/#comments/#3738 Kommentar von Hajo Zeller vom 29. Nov. 2017, 12:46 zu &amp;quot;Was macht eine Bank mit dem Geld ihrer Kunden? Anmerkungen zum Buch von Dirk Ehnts&amp;quot;], Abruf 06.10.2019 &amp;lt;/ref&amp;gt; hinterfragt Herr Hajo Zeller die Verwendung des Geldbegriffs wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unstrittig ist wohl, dass in der derzeitigen weltweiten Gesellschaftsordnung der Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; eine zentrale Rolle einnimmt. Eine Rolle, wie in der Physik zum Beispiel die Größe&amp;quot;Energie&amp;quot;. Während Physiker - egal welcher Denkrichtung sie angehören - sich weitgehend über Definition, Eigenschaften, Messung, Herleitung und andere theoretische Beschreibungen einig sind - ich kenne keine Stimme, die ernsthaft den Energieerhaltungssatz bestreitet -, fällt auf, dass sich die wissenschaftlichen Ökonomen in keiner Weise einig sind, wovon sie sprechen, wenn sie den Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; benutzen. Schlimmer noch: Sie legen in aller Regel nicht dar, unter welchen theoretischen Randbedingungen sie den Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; verwenden.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Kommentar bezieht sich auf die Sichtweisen von wirtschaftlichen Ökonomen. Nimmt man noch die Sichtweisen von Juristen und Bankbediensteten sowie den allgemeinen Sprachgebrauch hinzu, entsteht eine schier unerschöpfliche Vielfalt an möglichen Deutungen.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldfunktionen&amp;diff=1736</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geldfunktionen</title>
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				<updated>2019-10-06T15:50:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Zitat von Herrn Zeller hinzugefügt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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Geld wird vielfach über seine Funktionen definiert. Es sind dies die Grundfunktionen als:&lt;br /&gt;
* '''Tausch- und Zahlungsmittel'''&lt;br /&gt;
Der Lohn für eine geleistete Arbeit wird heute überwiegend mit Geld ausgezahlt. Direkt benutzen kann man dieses Geld jedoch nicht. Es ist weder als Nahrungsmittel noch als Papier- oder Metallwertstoff besonders geeignet. Mit diesem Geld können aber Lebensmittel oder andere Güter und Dienstleistungen gekauft werden. Der Begriff ''&amp;quot;Zwischentauschmittel&amp;quot;'' beschreibt deshalb die Funktion von Geld als Tauschmittel recht anschaulich. Innerhalb der Bankenwelt ist hingegen nur die Funktion von Geld als Zahlungsmittel, dokumentiert auf Guthabenkonten, gefragt.&lt;br /&gt;
* '''Wertmaßstab und Verrechnungseinheit'''&lt;br /&gt;
Der Wert von Waren oder Dienstleistungen wird mit Geld, z.B. EURO oder Dollar gemessen. Mit Geld lassen sich jedoch auch die Werte unterschiedlicher Güter untereinander vergleichen. Die Banken benutzen die Geldeinheit als Verrechnungseinheit. Schulden und Guthaben werden in der jeweils geltenden Währungseinheit, z. B. EURO notiert.&lt;br /&gt;
* '''Wertaufbewahrungsmittel'''&lt;br /&gt;
Mit Geld kann ein Wert gespeichert werden. Es wird darauf vertraut, dass auch in Zukunft mit diesem Geld Waren, Vermögenswerte und Dienstleistungen gekauft werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Neben den zuvor genannten Hauptfunktionen entwickelt Geld jedoch in Verbindung mit den Banken und dem Finanzsektor noch weitere Funktionen. Geld als:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Schuldentilgungsmittel&lt;br /&gt;
* Vorfinanzierungsmittel&lt;br /&gt;
* Kreditmittel&lt;br /&gt;
* Spekulationsmittel&lt;br /&gt;
* Zirkulationsmittel&lt;br /&gt;
* Positionsgut, zur Herausstellung der gesellschaftlichen Stellung einer Person &lt;br /&gt;
* Werkstoff der Finanzvermittler (Finanzintermediäre)&lt;br /&gt;
* Werttransportmittel&lt;br /&gt;
* Grundlage jeder marktwirtschaftlich ausgerichteten Produktion&lt;br /&gt;
* Erfolgsmaßstab&lt;br /&gt;
* Machtmittel&lt;br /&gt;
* unsichtbarer Vermögenswert&lt;br /&gt;
* treibende Kraft bei wirtschaftlichen Entscheidungen&lt;br /&gt;
* Werkzeug, zur Anhäufung von Vermögenswerten bei einigen wenigen und damit zur Vergrößerung des Abstandes zwischen Arm und Reich&lt;br /&gt;
* Ursprung für die Forderung nach immerwährendem Wachstum&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Liste ließe sich noch weiter fortsetzen, ohne jedoch das Wesen von Geld je umfassend beschreiben zu können.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem Kommentar auf der Seite Ökonomenstimme&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oekonomenstimme.org/artikel/2017/11/was-macht-eine-bank-mit-dem-geld-ihrer-kunden-anmerkungen-zum-buch-von-dirk-ehnts/#comments/#3738 Kommentar von Hajo Zeller vom 29. Nov. 2017, 12:46 zu &amp;quot;Was macht eine Bank mit dem Geld ihrer Kunden? Anmerkungen zum Buch von Dirk Ehnts&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; hinterfragt Herr Hajo Zeller die Verwendung des Geldbegriffs wie folgt: &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Unstrittig ist wohl, dass in der derzeitigen weltweiten Gesellschaftsordnung der Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; eine zentrale Rolle einnimmt. Eine Rolle, wie in der Physik zum Beispiel die Größe&amp;quot;Energie&amp;quot;. Während Physiker - egal welcher Denkrichtung sie angehören - sich weitgehend über Definition, Eigenschaften, Messung, Herleitung und andere theoretische Beschreibungen einig sind - ich kenne keine Stimme, die ernsthaft den Energieerhaltungssatz bestreitet -, fällt auf, dass sich die wissenschaftlichen Ökonomen in keiner Weise einig sind, wovon sie sprechen, wenn sie den Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; benutzen. Schlimmer noch: Sie legen in aller Regel nicht dar, unter welchen theoretischen Randbedingungen sie den Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; verwenden.“&lt;br /&gt;
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==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Korrespondenzbanken&amp;diff=1735</id>
		<title>Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken</title>
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				<updated>2019-10-02T05:37:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
Korrespondenzbankgeschäfte sind wesentlicher Bestandteil sowohl des Inlands- wie auch des Auslandszahlungsverkehrs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inlandszahlungsverkehr==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Bundesbank stellt die  große Bedeutung von Korrespondenzbankgeschäften im Rahmen des Inlandzahlungsverkehrs heraus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/unbarer-zahlungsverkehr/ueberwachung/ueberwachung-642858?index=3#dossierItem Deutsche Bundesbank, Überwachung des Zahlungsverkehrs und der Wertpapierabwicklung, Korrespondenzbankgeschäft] Abruf 02.10.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|“In Deutschland ist das Korrespondenzbankgeschäft auch im Rahmen des Inlandszahlungsverkehrs von großer Bedeutung. Im Bereich der Sparkassen und Genossenschaftsbanken werden Zahlungen i.d.R. zunächst sektorintern über Korrespondenzbankkonten bei den jeweiligen Zentralinstituten verrechnet.“ }}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die nachfolgende Abbildung mit einer Überweisung von einem Kunden der Kreissparkasse A (KSK A) an einen Kunden der Kreisparkasse B, mittels der Girozentrale der Sparkasse, verdeutlicht die Aussage der Deutschen Bundesbank. Die Girozentrale führt sowohl für die KSK A wie auch für die KSK B ein Konto&amp;lt;ref&amp;gt; In der Fachsprache werden die Konten bei der Girozentrale, also bei der kontoführenden Bank, als „Lorokonten“ bezeichnet und die Kontrollkonten bei den KSK als „Nostrokonten.“  &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Zahlen und die Pfeile zeigen die Reihenfolge und Richtung der Aktivitäten bei dieser Überweisung. Bei KSK A wird das Konto des Zahlers verringert und gleichzeitig das Kontrollkonto Girozentrale um den Überweisungsbetrag erhöht. Dieses Kontrollkonto zeigt die Verbindlichkeit gegenüber der Bank B auf. Es folgt eine Anweisung an die Girozentrale, dort das Konto der KSK A um den Überweisungsbetrag zu belasten zu Gunsten des Kontos der KSK B. Die Girozentrale teilt der KSK B die vorgenommene Erhöhung ihres Kontostandes zu Gunsten einer Überweisung an den Empfänger mit. Bei KSK B erfolgt eine Erhöhung des Kontos des Empfängers in Höhe des Überweisungsbetrages wie auch eine Anpassung des Kontrollkontos. Sollten die oben beschriebenen Aktionen nicht direkt nachvollziehbar sein, können im Beitrag [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] die einzelnen Schritte detailliert nachgelesen werden. &amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank4.png|600px]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Abwicklungsschritte sind auch bei anderen Gironetzen so vorhanden. Zwischen den einzelnen Gironetzen werden diese Korrespondenzbankbeziehungen ebenfalls angewendet, sodass auch eine Überweisung von einem Sparkassenkunden an einen Kunden der Raiffeisenbank ganz ohne Einschaltung einer außenstehenden Verrechnungsstelle vorgenommen werden kann. In die Überweisungskette wird lediglich die &amp;quot;DZ Bank&amp;quot; zusätzlich eingefügt, das Zentralinstitut der Genossenschaftsbanken. Das zuvor genannte Verfahren beschreibt auch die Deutsche Bundesbank unter [[Korrespondenzbankgeschäfte#Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr 2015|Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr]] detailliert so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auslandszahlungsverkehr==&lt;br /&gt;
Korrespondenzbankgeschäfte sind Bestandteil des globalen Zahlungssystems für grenzüberschreitende Transaktionen. Die Deutsche Bundesbank hierzu:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Bundesbank/die_deutsche_bundesbank.pdf?__blob=publicationFile Die Deutsche Bundesbank]Publikation der Deutschen Bundesbank von 2016, Abruf 18.08.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Grenzüberschreitende Zahlungen in den jeweiligen Währungen verrechnen Banken mit ausländischen Korrespondenzbanken über eine gegenseitige Kontoverbindung. Zentralbanken beobachten das Korrespondenzbankgeschäft, da die Umsätze sehr hoch sind und Schieflagen großer Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
zu einer Beeinträchtigung des Zahlungsverkehrs führen und negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Abbildung skizziert die einzelnen Schritte  bei Zahlungen im Korrespondenzbankgeschäft und die Wechselwirkungen zwischen Korrespondenzbankleistungen und einem Zahlungsverkehrssystem. Sie zeigt die Zahlung von Bank A an Bank C mittels einer Korrespondenzbank. Da die Banken A und C keine direkte Geschäftsbeziehungen mit gegenseitigen Konten unterhalten, wird die Bank B als Vermittler eingeschaltet. Während in einem Fall (A) die Zahlung nur mittels Korrespondenzbankkonten geschieht, erfolgt im anderen Fall die Zahlung zwischen Bank B und C über ein Zahlungsverkehrssystem, an welchem sowohl die Bank B wie auch Bank C teilnimmt. Die Banken A, B und C sind zumeist in zwei oder mehr unterschiedlichen Staaten angesiedelt, und damit auch in unterschiedlichen Rechtssystemen. Es können aber auch noch andere Banken sowohl auf der Zahler-Seite wie auch auf der Empfänger-Seite an der Korrespondenzbank-Zahlungskette beteiligt sein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bis.org/cpmi/publ/d147.pdf Correspondent banking vom Committee on Payments and Market Infrastructures, July 2016] Bank for International Settlements, Abruf 20.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank2.png|700px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obenstehende Abbildung zeigt den Überweisungsweg mit Einschaltung einer Korrespondenzbank, der Bank B. Dieser Zahlungsweg wird üblicherweise für zeitunkritische Handelsgeschäfte verwendet. Um jedoch Ausfallrisiken beim Devisen-, Wertpapier- und Derivatehandel zu beschränken, wird vielfach ein Zahlungsverkehrssystem mit eingeschaltet. In diesem Zahlungsverkehrssystem wird dann sowohl die Kaufsache wie auch die entsprechende Zahlung zeitsynchron abgehandelt. Dies verhindert den als Herstatt-Risiko&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Herstatt-Risiko Herstatt-Risiko], Wikipedia, Abruf 19.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannten Verlust durch Ausfall eines Vertragspartners.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.snb.ch/de/mmr/reference/continuous_linked_settlement/source/continuous_linked_settlement.de.pdf Das Devisenabwicklungssystem Continuous Linked Settlement (CLS) ] Schweizer Nationalbank, Abruf 19.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung====&lt;br /&gt;
Reine Korrespondenzbankgeschäfte werden sowohl im Inlands- wie auch im Auslandszahlungsverkehr ohne Einschaltung einer Zentralbank getätigt und benötigen auch kein Zentralbankgeld für einen Zahlungsvorgang. Anlässlich der Vorstellung von TARGET2-Securities (T2S)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Aufgaben/Unbarer_Zahlungsverkehr/Target2-Securities/informationsblatt_target2.pdf?__blob=publicationFile TARGET2-Securities (T2S)] Deutsche Bundesbank, Informationsblatt März 2017, Abruf 22.08.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Abwicklungsplattform für Wertpapiergeschäfte auf Zentralbankebene, erklärt Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|„Die Abwicklung wird zukünftig deutlich sicherer. Ländergrenzen überschreitend wird mit Zentralbankgeld gearbeitet und das ist viel sicherer, als wenn das nur mit dem Geld der Geschäftsbanken erfolgt.“}}Das &amp;quot;Geld der Geschäftsbanken&amp;quot; beinhaltet die Zahlung über Korrespondenzbankkonten, im oben gezeigten Beispiel das Buchgeld der Bank B. Mit TARGET2-Securities übernimmt nun die Zentralbank die Funktion der Bank B und führt die Zahlungen mit ihrem eigenen Buchgeld, dem Zentralbank-Buchgeld durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie groß ist jetzt der Anteil an Zahlungen mittels Geschäftsbanken-Buchgeld gegenüber von Zahlungen mit Zentralbank-Buchgeld?&lt;br /&gt;
Werden Zahlungen nur über Korrespondenzbanken abgewickelt, ist am Zahlungsvorgang nur Geschäftsbanken-Buchgeld beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Genaugenommen wird nicht mit Geschäftsbanken-Buchgeld gezahlt sondern die Banken nehmen gegenseitig Kredite auf und übertragen anschließend entsprechende Verpflichtungen. Gegenseitige Verpflichtungen von Geschäftsbanken werden nicht als Geld angesehen, zumindest nicht in den Modellen der Volkswirtschaftslehre.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der obenstehenden Abbildung gezeigt, werden jedoch auch Zahlungsverkehrssysteme bei zeitkritischen Überweisungen eingeschaltet. Da auch viele Zahlungen durch Verrechnung von gegenseitigen Forderungen/Verbindlichkeiten erfolgen, ist eine quantitative Aussage über Anteile der einzelnen Zahlungsmittel kaum möglich. Einen Eindruck über Größenordnungen vermittelt jedoch die Angabe, dass im Devisenhandels-Zahlungsverkehr mittels Zahlungsverkehrssystemen nur ein Anteil von 2&amp;amp;nbsp;% Zentralbankgeld für die Abwicklung benötigt wird. Somit steht die Verrechnung und die Korrespondenzbankbeziehung im Vordergrund, wenn es um den internationalen Zahlungsverkehr geht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch:==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] [[Es werde Geld]]; Untersuchung zu &amp;quot;Staatsgeld oder Kreditgeld?&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] [[Korrespondenzbankgeschäfte]]; Ergänzende Infos aus Presse und Fachbüchern zu Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Teilnehmer am Geldsystem&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das Geldrätsel: Zahlungen und Kredit&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das Geldrätsel: Zahlungsverkehrsnetze und -systeme&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siehe auch====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geld,_Kredite_und_Forderungen&amp;diff=1734</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geld, Kredite und Forderungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geld,_Kredite_und_Forderungen&amp;diff=1734"/>
				<updated>2019-10-01T16:38:46Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Geldfunktionen&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geld&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Geschichte der Banken&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Begriffe hängen irgendwie zusammen, sind aber auch Anlass für viele Missverständnisse, wenn ihre unterschiedliche Bedeutung nicht klar herausgestellt wird. Was bedeutet zum Beispiel die Zahl auf unserem Kontoauszug? Stellt sie „Geld“ dar, ist es ein „Kredit“, ein Vermögenswert, eine &amp;quot;Forderung&amp;quot; oder aber ein „Recht“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solch unterschiedlichen Auffassungen? Betrachten wir ein Giroguthaben bei der Geschäftsbank. Banktechnisch gesehen handelt es sich bei den Giroguthaben auf der Passivseite der Bankbilanz um „Verbindlichkeiten der Bank gegenüber Kunden“, vereinfacht gesagt um Schulden der Bank. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Wie aber kann ich mit Schulden der Bank meine Rechnung bezahlen oder wie können Schulden der Bank zur Deckung eines Kredites verwendet werden?}}&lt;br /&gt;
Die Verwirrung entsteht durch die weit verbreitete Auffassung, dass auf den Girokonten „Geld“ liegen würde. Da dieses „Geld“ der Kunden zu einem Großteil auf den Girokonten verbleibt, kann es für Kredite verwendet werden? Dann müsste es bei der Auszahlung von Krediten jedoch auch entsprechend verringert werden, was ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Im Gegenteil, bei Krediten der Bank steigen die Giroguthaben insgesamt an. Wie lässt sich dieses Rätsel lösen? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Banker und Volkswirte leben überwiegend in jeweils eigenen Begriffswelten. Nachfolgend wird versucht, diese unterschiedlichen Denkebenen zu untersuchen und zu vergleichen. Dabei wird unterschieden in eine &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; und eine &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben gestellte Frage &amp;quot;Wie aber kann ich mit Schulden der Bank meine Rechnung bezahlen oder wie können Schulden der Bank zur Deckung eines Kredites verwendet werden? &amp;quot; resultiert  aus der Sichtweise der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot;. Geld muss ein Ding sein, dessen Menge in den Kontenbüchern notiert wird. Diese Betrachtung führt zwangsläufig vielfach in die Irre, da in einer Bilanz kein &amp;quot;Geld&amp;quot; notiert wird sondern lediglich Sachvermögen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten oder auch Guthaben und Schulden. Aus juristischer Sicht kann man auch von Rechten sprechen. &lt;br /&gt;
Bewegt man sich deshalb auf der Ebene von Bankbilanzen und der Bankbuchführung, sollte man sich bewusst sein, dass unsere heutigen Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen. Dies ist keine neue Erkenntnis sondern wurde bereits 1952 von Erich Schneider, einem Volkswirt, so formuliert. Unser Giralgeld besteht aus Forderungen an die Bank. Es ist unser Guthaben gegenüber der Bank. Entsprechend bezeichnet die Bank sie als eigene Verbindlichkeit (Schuld) gegenüber den Bankkunden. Wir befinden uns damit auf der &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot; in welcher nur Forderungen als Zahlungsmittel angesehen werden. Es erscheint jetzt auch logisch, dass mit Schulden keine Kredite finanziert oder Rechnungen bezahlt werden können . Eine ernsthafte  Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Sichtweisen hilft, Fehlschlüsse der vorgenannten Art zu vermeiden. Dazu werden beide &amp;quot;Ebenen&amp;quot; nachfolgend ausführlich beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ding-Geld-Ebene====&lt;br /&gt;
Beginnen wir mit der allgemeinen Auffassung von Geld. Oft wird nur das Bargeld als tatsächliches Geld angesehen&amp;lt;ref&amp;gt; Georg Friedrich Knapp stellt in seinem Werk „Staatliche Theorie des Geldes&amp;quot;, (S.144) noch fest, dass [[Georg_Friedrich_Knapp:_Banknoten_und_Girozahlung|Bankguthaben kein Geld darstellen.]] &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist wohl im Wesentlichen noch auf die Goldwährungszeit zurückzuführen in der nur werthaltige Gold- und Silbermünzen „echtes Geld“ darstellten. Das später eingeführte Papiergeld stellte nur einen Ersatz für das der Bank übergebene „echte Geld“ dar. Die Bank verpflichtete sich auf der Banknote den Banknotenwert in Gold- oder Silbermünzen auszuzahlen, wenn die Banknote am Bankschalter vorgelegt wurde. Die Banknote war ein Schuldschein der Bank. Noch wirkungsvoller für den Zahlungsverkehr waren Bankguthaben, mit denen Zahlungen sehr erfolgreich und effektiv, ohne jegliche Bewegung von Gold– oder Silbermünzen aber auch ohne die Verwendung von Banknoten, getätigt werden konnten. Ein frühes Beispiel für eine weitgehend reine Überweisungsbank war die [[Das Geldrätsel: Amsterdamer Wechselbank|Amsterdamer Wechselbank]]. Sie nahm Gold- und Silbermünzen entgegen und schrieb sie als Bankgulden, eine interne Verrechnungseinheit, gut. Zahlungen konnten fortan mit der Überweisung von Bankgulden von einem Konto auf ein anderes Konto getätigt werden. Die Bankgulden, die Zahlen auf den Kontenblättern der Bank, standen somit stellvertretend für das eingezahlte „echte Geld“. Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden die werthaltigen Münzen wie auch jeder Bezug zu Gold und Silber aus den Währungssystemen. Unser heutiges Geldsystem besteht nur noch aus Scheidemünzen&amp;lt;ref&amp;gt;Scheidemünzen sind im Gegensatz zu werthaltigen Gold- und Silbermünzen aus minderwertigen Materialien hergestellt. Ihr Wert wird nicht durch das in ihnen enthaltene Metall bestimmt sondern durch die staatliche Festlegung, das es sich bei den Münzen um gesetzliche Zahlungsmittel handelt. Sieh auch [[Das Geldrätsel: Geldarten|Geldarten.]] &amp;lt;/ref&amp;gt;, Geldscheinen und Kontoguthaben. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Aus ehemaligen Ansprüchen auf Gold- und Silbermünzen sind nur noch Ansprüche auf die Vermögenswerte der Geschäftsbanken und der Zentralbank geblieben.}}&lt;br /&gt;
Diese Aussage mag etwas verunsichern und wird deshalb nachfolgend noch näher erläutert. Geblieben aus der Goldwährungszeit ist jedoch das Vorstellungsmodell von Geld als einem Sachgut. Münzen und Geldscheine wie auch die Kontoguthaben bei der Bank werden als „Geld“ wahrgenommen. Die Kontoguthaben stellen lediglich eine andere Form von „Geld“ dar. Mit diesem „Geldmodell“ kann man sehr viele Funktionen und Wirkungsweisen unseres Wirtschaftssystems „begreiflich“ machen, da die Grundeinheit quasi ein &amp;quot;Stück Geld“ darstellt.&lt;br /&gt;
Die Volkswirte benutzen dieses Modell für allgemeine Aussagen über die Wirtschaft und die Rolle, welche die Banken dabei spielen. Die Deutsche Bundesbank hierzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Banken spielen eine wichtige Rolle als Geldvermittler in der Wirtschaft. Auf der einen Seite nehmen sie das Geld von Sparern entgegen. Auf der anderen Seite geben sie es in Form von Krediten an Unternehmen oder Privatpersonen weiter, die damit beispielsweise neue Maschinen oder Immobilien kaufen können. &amp;lt;ref&amp;gt; Aus Schule und Bildung für die Sekundarstufe I, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Service/Schule_und_Bildung/die_banken_und_das_eurosystem.pdf?__blob=publicationFile  Abruf 24.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Geld und Geldplitik, ein Schülerbuch der Deutschen Bundesbank für die Sekundarstufe II. &lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Das Finanzsystem umfasst die Finanzintermediäre ( insbesondere Banken ), die Finanzmärkte und die finanzielle Infrastruktur. Aufgabe des Finanzsystems ist es, die Anbieter von Kapital mit den Nachfragern nach Kapital zusammenzubringen und dessen Austausch zu erleichtern.&lt;br /&gt;
Das Banken- und Finanzsystem Seite 87&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1 Funktionen des Banken- und Finanzsystems&lt;br /&gt;
Kaum jemand – ob Einzelperson, Unternehmen oder öffentlicher Haushalt –&lt;br /&gt;
wird jederzeit exakt genauso viel Geld einnehmen wie ausgeben. Jeder baut&lt;br /&gt;
also ständig Geldvermögen auf oder ab. Wer überschüssiges Geld hat, kann&lt;br /&gt;
dieses gewinnbringend anlegen und wird so zum Anbieter von finanziellen&lt;br /&gt;
Mitteln. Gleichzeitig gibt es Unternehmen, die investieren, indem sie beispielsweise&lt;br /&gt;
Maschinen kaufen, und Privatpersonen, die große Anschaffungen&lt;br /&gt;
finanzieren wollen. Sie benötigen häufig mehr Geld als sie besitzen. Indem&lt;br /&gt;
sie zusätzliches Geld aufnehmen, werden sie zu Nachfragern von finanziellen&lt;br /&gt;
Mitteln.&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Finanzsystems besteht darin, das Weiterleiten finanzieller&lt;br /&gt;
Mittel von Anbietern zu Nachfragern zu erleichtern.}}&lt;br /&gt;
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Schule_und_Bildung/geld_und_geldpolitik.pdf?__blob=publicationFile Abruf 24.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine plausibel erscheinende Funktionsbeschreibung der Banken, die auch für viele Erklärungen der Volkswirte über unser Wirtschaftssystem ausreichen mag. Die Bank wird dabei als eine &amp;quot;Black Box&amp;quot; angesehen, deren Eigenschaften man anhand der Auswirkungen auf das jeweilige Wirtschaftsmodell beschreibt. Geht es jedoch an die Untersuchung von bankinternen Vorgängen erweist sich diese vereinfachte Darstellung als fatal, da sie die Ursache für viele Missverständnisse ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schuld-Geld-Ebene====&lt;br /&gt;
In der Sprache der Bankbuchhalter haben wir es im Wesentlichen mit Forderungen und Verbindlichkeiten zu tun, wenn Außenstehende über Geld sprechen. Hierzu wieder ein Rückgriff auf die Amsterdamer Wechselbank. Zuvor wurde erklärt, dass sie Gold- und Silbermünzen annahm und dem Einlieferer Bankguthaben gutschrieb. Als Werteeinheit benutzte sie den &amp;quot;Bankgulden&amp;quot; eine interne Verrechnungseinheit, die nie als Münze existierte. Es stellt sich unweigerlich die Frage, wem denn die eingelieferten Gold- und Silbermünzen gehörten. Sie gehörten der Bank. Der Kontoinhaber erhielt als Gegenleistung ein Bankguthaben. Was stellte jetzt dieses Bankguthaben dar? {{Kasten hellbraun|Ein Guthaben bedingt grundsätzlich auch das Vorhandensein einer Schuld. Das Bankguthaben eines Kunden stellt somit auch gleichzeitig die Schuld der Bank gegenüber dem Kunden dar.}}&lt;br /&gt;
Wenn ich bei jemandem ein Guthaben besitze, gleichgültig ob es sich um Geld, Mehl oder Arbeitsstunden handelt, ist mein Gegenüber mir Geld, Mehl oder Arbeitsstunden &amp;quot;schuldig&amp;quot;. So verhält es sich auch bei dem Bankguthaben. Die Amsterdamer Wechselbank war die Lieferung von Gold- oder Silbermünzen schuldig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt also auf den Standort bei der Betrachtung an, was die Zahl auf dem Kontoauszug bedeutet. Als Kunde der Bank stellt das Bankguthaben eine Forderung an die Bank dar. Andere, allgemein übliche Bezeichnungen sind Buchgeld oder Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Unterscheidung von den &amp;quot;Reserven&amp;quot;, dem Buchgeld der Zentralbank die aussagekräftigeren Formulierungen &amp;quot;Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;quot; und &amp;quot;Zentralbank-Buchgeld&amp;quot;. &amp;lt;/ref&amp;gt;, Giralgeld, Giroguthaben, Sichteinlagen&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff Sichteinlagen stammt aus der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; und lässt vermuten, dass etwas bei der Bank &amp;quot;eingelegt&amp;quot; wird. Dem ist jedoch nicht so. Die Sichteinlage repräsentiert nur eine Schuld der Bank.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Bankguthaben ist für den Bankkunden genau so ein Zahlungsmittel wie es auch sein Bargeld ist. Er kann dieses Zahlungsmittel auch beliebig bei der Bank in das jeweilig andere Zahlungsmittel umtauschen lassen. Sie sind gleichwertig, d. h. 1 € &amp;quot;Bargeld&amp;quot; ist genau so viel wert wie 1 € &amp;quot;Giralgeld&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der Bank ist das Bankguthaben ihres Kunden jedoch ihre Schuld gegenüber dem Kunden. In den Bankbilanzen werden deshalb auch die Kundenguthaben als „täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ aufgeführt. „Täglich fällig“ bedeutet dabei, dass der Bankkunde „sofort“ die Auszahlung seines Guthabens mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel, dem Bargeld, verlangen kann. Verbindlichkeit steht für „Schuld“. Somit handelt es sich um eine sofort fällige Schuld der Bank gegenüber dem Inhaber eines Bankguthabens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kredite====&lt;br /&gt;
Bei der Kreditvergabe von Banken wird ein Schuldenpaar erzeugt. Der Kreditnehmer verschuldet sich im Kreditvertrag gegenüber der Bank und diese verschuldet sich im Gegenzug gegenüber dem Kreditkunden durch die Erhöhung der &amp;quot;täglich fälligen Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditkunden&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch sind jetzt die &amp;quot;Verbindlichkeiten gegenüber dem Kunden&amp;quot; gedeckt? Durch Forderungen der Bank auf ihrer Vermögensseite.  &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Schulden gegenüber den Kunden auf der Passivseite werden durch Vermögenswerte auf der Aktivseite gedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Auf der Passivseite der Bilanz werden die Schulden aufgeführt und auf der Aktivseite die Vermögenswerte&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Es wird offensichtlich, dass ohne klare Ebenenzuordnung es in einer Diskussion über „Geld“ und „Forderungen/Verbindlichkeiten“ zwangsläufig zu Missverständnissen kommen muss. In der Literatur wird überwiegend auf der „Ding-Geld-Ebene“ diskutiert, d.h. auf der Passivseite steht Geld, mit welchem Kredite auf der Aktivseite finanziert werden. Dies ist ein Trugschluss, der immer wieder zu Verwirrungen führt . Richtig ist:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Passivseite (Schuldenseite) der Bank finanziert keine Kredite oder sonstigen Vermögenswerte der Bank, sondern sie ist nur eine Auflistung, von wem die Bank finanzielle Mittel erhalten hat und folglich auch, wem sie etwas schuldet.}}&lt;br /&gt;
Wie werden aber jetzt mit Schulden der Bank Rechnungen bezahlt? Der Rechnungsempfänger besitzt ein Bankguthaben = eine täglich fällige Schuld der Bank. In Höhe des Rechnungsbetrages überträgt er einen Teil dieser Schuld an den Rechnungssteller und bezahlt damit seine Rechnung. Sein Bankguthaben wird geringer und das Bankguthaben des Rechnungsstellers wird größer. Da unsere heutigen Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen kann auch gesagt werden:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Bezahlung der Rechnung geschieht durch die Übertragung einer Forderung vom Rechnungsempfänger, in Höhe des Rechnungsbetrages, an den Rechnungssteller.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher nicht erwähnt wurde ein wichtiger Unterschied zwischen dem Schuldversprechen des Kreditnehmers gegenüber der Bank und dem Schuldversprechen der Bank gegenüber dem Kreditnehmer. Auch wenn die Betragshöhe beider Versprechen gleich ist, besteht doch ein wesentlicher Unterschied in den zugrunde liegenden Fristen. Während das Schuldversprechen des Kreditnehmers die Rückzahlung des Kredites nach z. B. 1 Jahr vorsieht, ist das Schuldversprechen der Bank gegenüber dem Kreditnehmer sofort fällig. In den Artikeln [[Das Geldrätsel: Fristenspekulation|Fristenspekulation]] und [[Das Geldrätsel: Bodensatztheorie|Bodensatztheorie]], welche eng miteinander verwoben sind, wird auf diese Thematik näher eingegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fazit====&lt;br /&gt;
Die eingangs gestellte Frage nach der Bedeutung der Zahl auf dem Kontoauszug kann nun beantwortet werden&lt;br /&gt;
* Die Zahl auf dem Kontoauszug stellt für den Bankkunden die Höhe seines Kontoguthabens und damit seinen Bestand an Giralgeld dar. &lt;br /&gt;
* Das Bankguthaben bedeutet gleichzeitig, dass die Bank eine Schuld gegenüber dem Kunden hat. Somit besitzt dieser eine Forderung an die Bank.&lt;br /&gt;
* Für die Bank stellt das Bankguthaben keinesfalls einen Vermögenswert dar, sondern eine Schuld gegenüber dem Kunden. In der Bilanz des Kunden ist es hingegen ein Vermögenswert.  &lt;br /&gt;
* Das Bankguthaben stellt auch einen Kredit des Kunden an die Bank dar. Das Guthabenkonto beinhaltet noch nicht erfüllte Forderungen an die Bank, somit hat die Bank einen Kredit erhalten. Die Banken bezeichnen ihre Gläubiger auch entsprechend als Kreditoren und ihre Schuldner als Debitoren.&lt;br /&gt;
* Aus juristischer Sicht verkörpert das Bankguthaben Rechte gegenüber der Bank, hier ein unverbrieftes Forderungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit sind sämtliche aufgeführten Bedeutungen zutreffend, je nach Standort des Beobachters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Bei Untersuchungen des Geldsystems ist zu fragen, ob das vereinfachte Modell der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; mit dem Geld als Sachgut ausreichend ist. Tiefergehende Betrachtungen auch der internen Vorgänge in den Banken benötigen zwingend das Modell der &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot;, in welchem Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen. In Argumentationen darf nun die Begriffsebene nicht beliebig gewechselt werden, sondern man muss konsequent auf der angefangenen Ebene bleiben, will man Fehlschlüsse, wie anfangs erwähnt, vermeiden.}}    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geld,_Kredite_und_Forderungen&amp;diff=1733</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geld, Kredite und Forderungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geld,_Kredite_und_Forderungen&amp;diff=1733"/>
				<updated>2019-10-01T11:27:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Das Geldrätsel: Geldfunktionen&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geld&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Geschichte der Banken&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese drei Begriffe hängen irgendwie zusammen, sind aber auch Anlass für viele Missverständnisse, wenn ihre unterschiedliche Bedeutung nicht klar herausgestellt wird. Was bedeutet zum Beispiel die Zahl auf unserem Kontoauszug? Stellt sie „Geld“ dar, ist es ein „Kredit“, ein Vermögenswert, eine &amp;quot;Forderung&amp;quot; oder aber ein „Recht“?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kommt es zu solch unterschiedlichen Auffassungen? Betrachten wir ein Giroguthaben bei der Geschäftsbank. Banktechnisch gesehen handelt es sich bei den Giroguthaben auf der Passivseite der Bankbilanz um „Verbindlichkeiten der Bank gegenüber Kunden“, vereinfacht gesagt um Schulden der Bank. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Wie aber kann ich mit Schulden der Bank meine Rechnung bezahlen oder wie können Schulden der Bank zur Deckung eines Kredites verwendet werden?}}&lt;br /&gt;
Die Verwirrung entsteht durch die weit verbreitete Auffassung, dass auf den Girokonten „Geld“ liegen würde. Da dieses „Geld“ der Kunden zu einem Großteil auf den Girokonten verbleibt, kann es für Kredite verwendet werden? Dann müsste es bei der Auszahlung von Krediten jedoch auch entsprechend verringert werden, was ganz offensichtlich nicht der Fall ist. Im Gegenteil, bei Krediten der Bank steigen die Giroguthaben insgesamt an. Wie lässt sich dieses Rätsel lösen? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Banker und Volkswirte leben überwiegend in jeweils eigenen Begriffswelten. Nachfolgend wird versucht, diese unterschiedlichen Denkebenen zu untersuchen und zu vergleichen. Dabei wird unterschieden in eine &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; und eine &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die oben gestellte Frage &amp;quot;Wie aber kann ich mit Schulden der Bank meine Rechnung bezahlen oder wie können Schulden der Bank zur Deckung eines Kredites verwendet werden? &amp;quot; resultiert  aus der Sichtweise der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot;. Geld muss ein Ding sein, dessen Menge in den Kontenbüchern notiert wird. Diese Betrachtung führt zwangsläufig vielfach in die Irre, da in einer Bilanz kein &amp;quot;Geld&amp;quot; notiert wird sondern lediglich Sachvermögen sowie Forderungen und Verbindlichkeiten oder auch Guthaben und Schulden. Aus juristischer Sicht kann man auch von Rechten sprechen. &lt;br /&gt;
Bewegt man sich deshalb auf der Ebene von Bankbilanzen und der Bankbuchführung, sollte man sich bewusst sein, dass unsere heutigen Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen. Dies ist keine neue Erkenntnis sondern wurde bereits 1952 von Erich Schneider, einem Volkswirt, so formuliert. Unser Giralgeld besteht aus Forderungen an die Bank. Es ist unser Guthaben gegenüber der Bank. Entsprechend bezeichnet die Bank sie als eigene Verbindlichkeit (Schuld) gegenüber den Bankkunden. Wir befinden uns damit auf der &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot; in welcher nur Forderungen als Zahlungsmittel angesehen werden. Es erscheint jetzt auch logisch, dass mit Schulden keine Kredite finanziert oder Rechnungen bezahlt werden können . Eine ernsthafte  Auseinandersetzung mit den unterschiedlichen Sichtweisen hilft, Fehlschlüsse der vorgenannten Art zu vermeiden. Dazu werden beide &amp;quot;Ebenen&amp;quot; nachfolgend ausführlich beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ding-Geld-Ebene====&lt;br /&gt;
Beginnen wir mit der allgemeinen Auffassung von Geld. Oft wird nur das Bargeld als tatsächliches Geld angesehen&amp;lt;ref&amp;gt; Georg Friedrich Knapp stellt in seinem Werk „Staatliche Theorie des Geldes noch fest: &amp;quot;Bankguthaben sind kein Geld&amp;quot; &amp;lt;/ref&amp;gt;. Dies ist wohl im Wesentlichen noch auf die Goldwährungszeit zurückzuführen in der nur werthaltige Gold- und Silbermünzen „echtes Geld“ darstellten. Das später eingeführte Papiergeld stellte nur einen Ersatz für das der Bank übergebene „echte Geld“ dar. Die Bank verpflichtete sich auf der Banknote den Banknotenwert in Gold- oder Silbermünzen auszuzahlen, wenn die Banknote am Bankschalter vorgelegt wurde. Die Banknote war ein Schuldschein der Bank. Noch wirkungsvoller für den Zahlungsverkehr waren Bankguthaben, mit denen Zahlungen sehr erfolgreich und effektiv, ohne jegliche Bewegung von Gold– oder Silbermünzen aber auch ohne die Verwendung von Banknoten, getätigt werden konnten. Ein frühes Beispiel für eine weitgehend reine Überweisungsbank war die [[Das Geldrätsel: Amsterdamer Wechselbank|Amsterdamer Wechselbank]]. Sie nahm Gold- und Silbermünzen entgegen und schrieb sie als Bankgulden, eine interne Verrechnungseinheit, gut. Zahlungen konnten fortan mit der Überweisung von Bankgulden von einem Konto auf ein anderes Konto getätigt werden. Die Bankgulden, die Zahlen auf den Kontenblättern der Bank, standen somit stellvertretend für das eingezahlte „echte Geld“. Im Laufe der Jahrhunderte verschwanden die werthaltigen Münzen wie auch jeder Bezug zu Gold und Silber aus den Währungssystemen. Unser heutiges Geldsystem besteht nur noch aus Scheidemünzen&amp;lt;ref&amp;gt;Scheidemünzen sind im Gegensatz zu werthaltigen Gold- und Silbermünzen aus minderwertigen Materialien hergestellt. Ihr Wert wird nicht durch das in ihnen enthaltene Metall bestimmt sondern durch die staatliche Festlegung, das es sich bei den Münzen um gesetzliche Zahlungsmittel handelt. Sieh auch [[Das Geldrätsel: Geldarten|Geldarten.]] &amp;lt;/ref&amp;gt;, Geldscheinen und Kontoguthaben. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Aus ehemaligen Ansprüchen auf Gold- und Silbermünzen sind nur noch Ansprüche auf die Vermögenswerte der Geschäftsbanken und der Zentralbank geblieben.}}&lt;br /&gt;
Diese Aussage mag etwas verunsichern und wird deshalb nachfolgend noch näher erläutert. Geblieben aus der Goldwährungszeit ist jedoch das Vorstellungsmodell von Geld als einem Sachgut. Münzen und Geldscheine wie auch die Kontoguthaben bei der Bank werden als „Geld“ wahrgenommen. Die Kontoguthaben stellen lediglich eine andere Form von „Geld“ dar. Mit diesem „Geldmodell“ kann man sehr viele Funktionen und Wirkungsweisen unseres Wirtschaftssystems „begreiflich“ machen, da die Grundeinheit quasi ein &amp;quot;Stück Geld“ darstellt.&lt;br /&gt;
Die Volkswirte benutzen dieses Modell für allgemeine Aussagen über die Wirtschaft und die Rolle, welche die Banken dabei spielen. Die Deutsche Bundesbank hierzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Banken spielen eine wichtige Rolle als Geldvermittler in der Wirtschaft. Auf der einen Seite nehmen sie das Geld von Sparern entgegen. Auf der anderen Seite geben sie es in Form von Krediten an Unternehmen oder Privatpersonen weiter, die damit beispielsweise neue Maschinen oder Immobilien kaufen können. &amp;lt;ref&amp;gt; Aus Schule und Bildung für die Sekundarstufe I, https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Service/Schule_und_Bildung/die_banken_und_das_eurosystem.pdf?__blob=publicationFile  Abruf 24.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Aus Geld und Geldplitik, ein Schülerbuch der Deutschen Bundesbank für die Sekundarstufe II. &lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Das Finanzsystem umfasst die Finanzintermediäre ( insbesondere Banken ), die Finanzmärkte und die finanzielle Infrastruktur. Aufgabe des Finanzsystems ist es, die Anbieter von Kapital mit den Nachfragern nach Kapital zusammenzubringen und dessen Austausch zu erleichtern.&lt;br /&gt;
Das Banken- und Finanzsystem Seite 87&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
4.1 Funktionen des Banken- und Finanzsystems&lt;br /&gt;
Kaum jemand – ob Einzelperson, Unternehmen oder öffentlicher Haushalt –&lt;br /&gt;
wird jederzeit exakt genauso viel Geld einnehmen wie ausgeben. Jeder baut&lt;br /&gt;
also ständig Geldvermögen auf oder ab. Wer überschüssiges Geld hat, kann&lt;br /&gt;
dieses gewinnbringend anlegen und wird so zum Anbieter von finanziellen&lt;br /&gt;
Mitteln. Gleichzeitig gibt es Unternehmen, die investieren, indem sie beispielsweise&lt;br /&gt;
Maschinen kaufen, und Privatpersonen, die große Anschaffungen&lt;br /&gt;
finanzieren wollen. Sie benötigen häufig mehr Geld als sie besitzen. Indem&lt;br /&gt;
sie zusätzliches Geld aufnehmen, werden sie zu Nachfragern von finanziellen&lt;br /&gt;
Mitteln.&lt;br /&gt;
Die Aufgabe des Finanzsystems besteht darin, das Weiterleiten finanzieller&lt;br /&gt;
Mittel von Anbietern zu Nachfragern zu erleichtern.}}&lt;br /&gt;
https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Schule_und_Bildung/geld_und_geldpolitik.pdf?__blob=publicationFile Abruf 24.06.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;}}Eine plausibel erscheinende Funktionsbeschreibung der Banken, die auch für viele Erklärungen der Volkswirte über unser Wirtschaftssystem ausreichen mag. Die Bank wird dabei als eine &amp;quot;Black Box&amp;quot; angesehen, deren Eigenschaften man anhand der Auswirkungen auf das jeweilige Wirtschaftsmodell beschreibt. Geht es jedoch an die Untersuchung von bankinternen Vorgängen erweist sich diese vereinfachte Darstellung als fatal, da sie die Ursache für viele Missverständnisse ist. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schuld-Geld-Ebene====&lt;br /&gt;
In der Sprache der Bankbuchhalter haben wir es im Wesentlichen mit Forderungen und Verbindlichkeiten zu tun, wenn Außenstehende über Geld sprechen. Hierzu wieder ein Rückgriff auf die Amsterdamer Wechselbank. Zuvor wurde erklärt, dass sie Gold- und Silbermünzen annahm und dem Einlieferer Bankguthaben gutschrieb. Als Werteeinheit benutzte sie den &amp;quot;Bankgulden&amp;quot; eine interne Verrechnungseinheit, die nie als Münze existierte. Es stellt sich unweigerlich die Frage, wem denn die eingelieferten Gold- und Silbermünzen gehörten. Sie gehörten der Bank. Der Kontoinhaber erhielt als Gegenleistung ein Bankguthaben. Was stellte jetzt dieses Bankguthaben dar? {{Kasten hellbraun|Ein Guthaben bedingt grundsätzlich auch das Vorhandensein einer Schuld. Das Bankguthaben eines Kunden stellt somit auch gleichzeitig die Schuld der Bank gegenüber dem Kunden dar.}}&lt;br /&gt;
Wenn ich bei jemandem ein Guthaben besitze, gleichgültig ob es sich um Geld, Mehl oder Arbeitsstunden handelt, ist mein Gegenüber mir Geld, Mehl oder Arbeitsstunden &amp;quot;schuldig&amp;quot;. So verhält es sich auch bei dem Bankguthaben. Die Amsterdamer Wechselbank war die Lieferung von Gold- oder Silbermünzen schuldig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kommt also auf den Standort bei der Betrachtung an, was die Zahl auf dem Kontoauszug bedeutet. Als Kunde der Bank stellt das Bankguthaben eine Forderung an die Bank dar. Andere, allgemein übliche Bezeichnungen sind Buchgeld oder Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;lt;ref&amp;gt;Zur Unterscheidung von den &amp;quot;Reserven&amp;quot;, dem Buchgeld der Zentralbank die aussagekräftigeren Formulierungen &amp;quot;Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;quot; und &amp;quot;Zentralbank-Buchgeld&amp;quot;. &amp;lt;/ref&amp;gt;, Giralgeld, Giroguthaben, Sichteinlagen&amp;lt;ref&amp;gt;Der Begriff Sichteinlagen stammt aus der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; und lässt vermuten, dass etwas bei der Bank &amp;quot;eingelegt&amp;quot; wird. Dem ist jedoch nicht so. Die Sichteinlage repräsentiert nur eine Schuld der Bank.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Dieses Bankguthaben ist für den Bankkunden genau so ein Zahlungsmittel wie es auch sein Bargeld ist. Er kann dieses Zahlungsmittel auch beliebig bei der Bank in das jeweilig andere Zahlungsmittel umtauschen lassen. Sie sind gleichwertig, d. h. 1 € &amp;quot;Bargeld&amp;quot; ist genau so viel wert wie 1 € &amp;quot;Giralgeld&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus Sicht der Bank ist das Bankguthaben ihres Kunden jedoch ihre Schuld gegenüber dem Kunden. In den Bankbilanzen werden deshalb auch die Kundenguthaben als „täglich fällige Verbindlichkeiten gegenüber Kunden“ aufgeführt. „Täglich fällig“ bedeutet dabei, dass der Bankkunde „sofort“ die Auszahlung seines Guthabens mit dem gesetzlichen Zahlungsmittel, dem Bargeld, verlangen kann. Verbindlichkeit steht für „Schuld“. Somit handelt es sich um eine sofort fällige Schuld der Bank gegenüber dem Inhaber eines Bankguthabens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kredite====&lt;br /&gt;
Bei der Kreditvergabe von Banken wird ein Schuldenpaar erzeugt. Der Kreditnehmer verschuldet sich im Kreditvertrag gegenüber der Bank und diese verschuldet sich im Gegenzug gegenüber dem Kreditkunden durch die Erhöhung der &amp;quot;täglich fälligen Verbindlichkeit gegenüber dem Kreditkunden&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wodurch sind jetzt die &amp;quot;Verbindlichkeiten gegenüber dem Kunden&amp;quot; gedeckt? Durch Forderungen der Bank auf ihrer Vermögensseite.  &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Schulden gegenüber den Kunden auf der Passivseite werden durch Vermögenswerte auf der Aktivseite gedeckt.&amp;lt;ref&amp;gt;Auf der Passivseite der Bilanz werden die Schulden aufgeführt und auf der Aktivseite die Vermögenswerte&amp;lt;/ref&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
Es wird offensichtlich, dass ohne klare Ebenenzuordnung es in einer Diskussion über „Geld“ und „Forderungen/Verbindlichkeiten“ zwangsläufig zu Missverständnissen kommen muss. In der Literatur wird überwiegend auf der „Ding-Geld-Ebene“ diskutiert, d.h. auf der Passivseite steht Geld, mit welchem Kredite auf der Aktivseite finanziert werden. Dies ist ein Trugschluss, der immer wieder zu Verwirrungen führt . Richtig ist:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Passivseite (Schuldenseite) der Bank finanziert keine Kredite oder sonstigen Vermögenswerte der Bank, sondern sie ist nur eine Auflistung, von wem die Bank finanzielle Mittel erhalten hat und folglich auch, wem sie etwas schuldet.}}&lt;br /&gt;
Wie werden aber jetzt mit Schulden der Bank Rechnungen bezahlt? Der Rechnungsempfänger besitzt ein Bankguthaben = eine täglich fällige Schuld der Bank. In Höhe des Rechnungsbetrages überträgt er einen Teil dieser Schuld an den Rechnungssteller und bezahlt damit seine Rechnung. Sein Bankguthaben wird geringer und das Bankguthaben des Rechnungsstellers wird größer. Da unsere heutigen Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen kann auch gesagt werden:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Die Bezahlung der Rechnung geschieht durch die Übertragung einer Forderung vom Rechnungsempfänger, in Höhe des Rechnungsbetrages, an den Rechnungssteller.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bisher nicht erwähnt wurde ein wichtiger Unterschied zwischen dem Schuldversprechen des Kreditnehmers gegenüber der Bank und dem Schuldversprechen der Bank gegenüber dem Kreditnehmer. Auch wenn die Betragshöhe beider Versprechen gleich ist, besteht doch ein wesentlicher Unterschied in den zugrunde liegenden Fristen. Während das Schuldversprechen des Kreditnehmers die Rückzahlung des Kredites nach z. B. 1 Jahr vorsieht, ist das Schuldversprechen der Bank gegenüber dem Kreditnehmer sofort fällig. In den Artikeln [[Das Geldrätsel: Fristenspekulation|Fristenspekulation]] und [[Das Geldrätsel: Bodensatztheorie|Bodensatztheorie]], welche eng miteinander verwoben sind, wird auf diese Thematik näher eingegangen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Fazit====&lt;br /&gt;
Die eingangs gestellte Frage nach der Bedeutung der Zahl auf dem Kontoauszug kann nun beantwortet werden&lt;br /&gt;
* Die Zahl auf dem Kontoauszug stellt für den Bankkunden die Höhe seines Kontoguthabens und damit seinen Bestand an Giralgeld dar. &lt;br /&gt;
* Das Bankguthaben bedeutet gleichzeitig, dass die Bank eine Schuld gegenüber dem Kunden hat. Somit besitzt dieser eine Forderung an die Bank.&lt;br /&gt;
* Für die Bank stellt das Bankguthaben keinesfalls einen Vermögenswert dar, sondern eine Schuld gegenüber dem Kunden. In der Bilanz des Kunden ist es hingegen ein Vermögenswert.  &lt;br /&gt;
* Das Bankguthaben stellt auch einen Kredit des Kunden an die Bank dar. Das Guthabenkonto beinhaltet noch nicht erfüllte Forderungen an die Bank, somit hat die Bank einen Kredit erhalten. Die Banken bezeichnen ihre Gläubiger auch entsprechend als Kreditoren und ihre Schuldner als Debitoren.&lt;br /&gt;
* Aus juristischer Sicht verkörpert das Bankguthaben Rechte gegenüber der Bank, hier ein unverbrieftes Forderungsrecht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit sind sämtliche aufgeführten Bedeutungen zutreffend, je nach Standort des Beobachters. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Bei Untersuchungen des Geldsystems ist zu fragen, ob das vereinfachte Modell der &amp;quot;Ding-Geld-Ebene&amp;quot; mit dem Geld als Sachgut ausreichend ist. Tiefergehende Betrachtungen auch der internen Vorgänge in den Banken benötigen zwingend das Modell der &amp;quot;Schuld-Geld-Ebene&amp;quot;, in welchem Zahlungsmittel nur aus Forderungen bestehen. In Argumentationen darf nun die Begriffsebene nicht beliebig gewechselt werden, sondern man muss konsequent auf der angefangenen Ebene bleiben, will man Fehlschlüsse, wie anfangs erwähnt, vermeiden.}}    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Um-bruch-wiki&amp;diff=1732</id>
		<title>Um-bruch-wiki</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Um-bruch-wiki&amp;diff=1732"/>
				<updated>2019-08-23T10:09:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Seite handyfähig gestalten&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__NOTOC__&lt;br /&gt;
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*[[Das_Geldrätsel:_Inhalt|Das Geldrätsel]] - Unser Geldsystem, auch für Laien verständlich erklärt&lt;br /&gt;
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* [[Zahlungsmittel sind Schulden?|Zahlungsmittel sind Schulden?]] Zusammenfassung einer Diskussion auf &amp;quot;Inside Paradeplatz&amp;quot; um den Artikel von Christoph Pfluger zur &amp;quot;privaten Geldschöpfung&amp;quot;&lt;br /&gt;
* [[Es werde Geld| Es werde Geld - ]] Zwei Theorien, Staatsgeld oder Kreditgeld&lt;br /&gt;
&amp;lt;!--* [[Banken ohne Sparer?|Banken ohne Sparer?]] Vermittler von Geld? (in Arbeit)--&amp;gt;&lt;br /&gt;
*[[Eigentumsökonomie| Heinsohn/Steiger - ]] Eigentumsökonomie&lt;br /&gt;
*[[Chester_Arthur_Phillips| Chester Arthur Phillips -]] Bank Credit &lt;br /&gt;
*[[Martin Scheytt: Inhalt| Martin Scheytt - ]] Theor. Grundlagen Geschäftsbanken&lt;br /&gt;
*[[Helmut Creutz: Inhalt| Helmut Creutz - ]] Das Geldsyndrom&lt;br /&gt;
*[[Georg Friedrich Knapp‎|Georg Friedrich Knapp‎ - ]] Staatliche Theorie des Geldes&lt;br /&gt;
*[[Anhang|Anhang:]] Weitere Informationen und Erläuterungen&lt;br /&gt;
}}&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Bilanzver%C3%A4nderungen&amp;diff=1731</id>
		<title>Das Geldrätsel: Bilanzveränderungen</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Bilanzver%C3%A4nderungen&amp;diff=1731"/>
				<updated>2019-07-06T04:44:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschäftsfälle==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jeder Geschäftsfall eines Unternehmens führt zu einer Veränderung der Bilanz. Die Änderungen der Werte einer Bilanz lassen sich in vier Grundfälle aufteilen.&lt;br /&gt;
* Aktivtausch&lt;br /&gt;
* Passivtausch&lt;br /&gt;
* Bilanzverlängerung&lt;br /&gt;
* Bilanzverkürzung&lt;br /&gt;
Die folgenden Beispiele beziehen sich zwar auf eine Bankbilanz, können jedoch auch auf die Bilanz eines Unternehmens im Nichtbankensektor, zum Beispiel eines Handelsunternehmens, angewandt werden. Es ändern sich die Namen der Bilanzposten und deren Sortierreihenfolge&amp;lt;ref&amp;gt;Anm.:&lt;br /&gt;
wobei die Unternehmen im allgemeinen Kontenrahmen nach Branchen haben und die Kontenpläne&lt;br /&gt;
von Unternehmen zu Unternehmen variieren, siehe auch [https://buchhaltung-lernen.de/konto-kontenrahmen-kontenplan.html Konto, Kontenrahmen, Kontenplan] auf der Seite von Buchhaltung-lernen.de, Abruf 09.07.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Aktivtausch====&lt;br /&gt;
[[Datei:12Aktivtausch.png|rechts|300px]]Als Startmodell verwenden wir eine sehr einfache Bilanz der Handelsbank. Hinter dem Aufzählzeichen 1.) wird der Bestand der einzelnen Konten aufgeführt. Das Zeichen 2.) zeigt die erste Veränderung an, verbunden mit einer gelb hinterlegten Wertänderung. Der Kunde Anton zahlt 2.000&amp;amp;nbsp;€ seines aufgenommenen Kredites bar zurück. Damit mindert sich die Forderung der Bank gegenüber Anton um 2.000&amp;amp;nbsp;€ auf 5.000&amp;amp;nbsp;€. Gleichzeitig steigt der Kassenbestand und damit der Posten Barreserve um 2.000&amp;amp;nbsp;€ an. Es hat ein so genannter Aktivtausch stattgefunden. Eine Forderung der Handelsbank von 2.000&amp;amp;nbsp;€ gegenüber Anton wurde in eine Forderung an die Zentralbank umgewandelt. Bargeld stellt eine Forderung an die Zentralbank dar. Die Bilanzsumme wurde bei dieser Aktion nicht verändert sondern beträgt weiterhin 8000&amp;amp;nbsp;€. Die Summe auf der Aktivseite ist auch gleich der Summe auf der Passivseite geblieben, die Grundvoraussetzung einer jeden Bilanz.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Passivtausch====&lt;br /&gt;
[[Datei:12Passivtausch.png|rechts|300px]]Benno beschließt, von seinen 4.000&amp;amp;nbsp;€ Bankguthaben 3.000&amp;amp;nbsp;€ für den Kauf von Bankschuldverschreibungen zu investieren. Dies führt zu einer Minderung seines Bankguthabens in Höhe von 3.000&amp;amp;nbsp;€ sowie einer neuen Bankschuldverschreibungen von ebenfalls 3.000&amp;amp;nbsp;€. Beide Positionen stehen auf der Passivseite. Es hat somit ein Passivtausch stattgefunden, ohne dass die Bilanzsumme berührt wurde.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bilanzverlängerung====&lt;br /&gt;
[[Datei:12Bilanzverlängerung.png|rechts|300px]]Bei der Bilanzverlängerung wird stellenweise auch von einer Aktiv-Passiv-Mehrung gesprochen. Anton nimmt zusätzlich zu seinem vorhandenen Kredit einen weiteren Kredit in Höhe von 5.000&amp;amp;nbsp;€ auf. Damit steigt die Forderung der Handelsbank an Anton von 7.000&amp;amp;nbsp;€ auf 12.000&amp;amp;nbsp;€. Mit der Kreditgewährung wird auch gleichzeitig das Sichtguthabenkonto von Anton, die Verbindlichkeit der Handelsbank gegenüber Anton, um 5.000&amp;amp;nbsp;€ erhöht. Die Bilanzsumme steigt entsprechend um  5.000&amp;amp;nbsp;€ an.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bilanzverkürzung====&lt;br /&gt;
[[Datei:12Bilanzverkürzung.png|rechts|300px]]Eine Bilanzverkürzung, manchmal auch als Aktiv-Passiv-Minderung bezeichnet, liegt vor, wenn beide Seiten der Bilanz verringert werden. Anton zahlt aus seinem Guthaben 1.000&amp;amp;nbsp;€ seiner Kreditschuld zurück. Damit verringert sich sein Sichtguthaben und gleichzeitig auch seine Kreditschuld gegenüber der Bank um jeweils 1.000&amp;amp;nbsp;€. Auch die Bilanzsumme verkürzt sich entsprechend um 1.000&amp;amp;nbsp;€&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Aufbau_und_Ziele&amp;diff=1730</id>
		<title>Das Geldrätsel: Aufbau und Ziele</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Aufbau_und_Ziele&amp;diff=1730"/>
				<updated>2019-06-21T04:00:17Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Geld&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aufbau==&lt;br /&gt;
Die nachfolgenden Artikel sind in einer buchähnlichen Form zusammengestellt. Um dieses &amp;quot;Buch&amp;quot; lesbar zu gestalten, wurde auf möglichst kurze Artikel Wert gelegt. Diese werden nach Bedarf durch ausführlichere Erläuterungen ergänzt, welche auf separaten Seiten im Anhang enthalten sind. Solche Ergänzungen sind mit einem [[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] gekennzeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In Fußnoten unter '''&amp;quot;Einzelnachweise&amp;quot;''' sind Quellen und weiterführende Literatur wie auch kurze Zusatzinformationen untergebracht.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zum Blättern wurde eine Navigationsleiste eingefügt. Diese erlaubt ein Vor- und Zurückblättern wie auch den Sprung zum jeweils vorgelagerten Kapitel-Inhaltsverzeichnis oder aber zum Gesamtinhaltsverzeichnis.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Ziele==&lt;br /&gt;
Die Artikel sollen Interessierten am Geldsystem, ohne Vorkenntnisse in der Volks- und Betriebswirtschaftslehre, den Einstieg erleichtern. Das Sprachniveau orientiert sich am Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/de/publikationen/schule-und-bildung/geld-und-geldpolitik-606038 Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;] Ausgabe Frühjahr 2017, Abruf 21.06.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; der Deutschen Bundesbank, welches für Schüler der Sekundarstufe II geschrieben wurde. Dieses Schülerbuch kann kostenlos bei der Deutschen Bundesbank, sowohl als PDF wie auch als gedruckte Version bezogen werden und ist als ergänzendes Infomaterial bestens geeignet. Auch [http://um-bruch.net/filme/ Info-Filme] der Deutschen Bundesbank und anderer Autoren sind als Einstieg sehr gut geeignet.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Ziel des Buches hier ist eine möglichst neutrale Information über unser vorhandenes Geldsystem in allgemein verständlichem Deutsch. Dabei liegt ein Schwerpunkt auf der Darstellung der tatsächlichen Abläufe im Bankensystem, da dieses Gebiet in den meisten Publikationen nicht angemessen berücksichtigt, wenn nicht gar komplett vernachlässigt wird. Daraus entstehen dann teils reißerische Titel von Veröffentlichungen wie:&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Geld entsteht aus dem Nichts&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Geldschöpfung, die verborgene Macht der Banken&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Nur Bares ist Wahres&amp;quot;&lt;br /&gt;
* &amp;quot;Geld lügt - nur Gold ist ehrlich!&amp;quot;&lt;br /&gt;
um nur einige Beispiele zu nennen. Viele dieser Werke sind von zweifelhaftem Wert, denn ihre Inhalte geben falsche Vorstellungen über das Funktionieren des Geldsystems wieder. Der Leser wird mehr verwirrt denn aufgeklärt. Deshalb der Versuch, mit der vorliegenden Artikelserie der Lösung des &amp;quot;Rätsels Geld&amp;quot; näher zu kommen. Dies geht jedoch nicht ohne das Eintauchen in die Bankengeschichte und das Erkennen von bankinternen Abhängigkeiten. Auch ein wenig Wissen über Bankbuchführung und Bilanzen muss man sich aneignen. &lt;br /&gt;
Aufgrund der komplexen Materie sind die Artikel doch teilweise umfangreicher und tiefgründiger geworden als anfangs beabsichtigt. Eine Einschränkung erscheint jedoch zur Klärung des jeweiligen Sachverhaltes kaum möglich. Dies besonders deshalb nicht, weil ja die teils widersprüchlichen Aussagen unterschiedlicher Autoren offengelegt werden sollen.   &lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Unterscheidung BWL und VWL ==&lt;br /&gt;
Die Wirtschaftswissenschaft wird in die Betriebswirtschaftslehre und die Volkswirtschaftslehre unterteilt. Die Betriebswirtschaftslehre beschäftigt sich mit den Funktionen und Abläufen in einem einzelnen Unternehmen. Die Volkswirtschaft beschreibt hingegen grundlegende wirtschaftliche Zusammenhänge in einer Volkswirtschaft, gegebenenfalls mit Einschluss des Auslandes.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist wichtig diese Unterscheidungen zu beachten, da bei gleichem Sachverhalt die volkswirtschaftlichen und die betriebswirtschaftlichen Sichtweisen zu ganz unterschiedlichen Ergebnissen führen können. Auch weitere Sichtweisen, wie die des Juristen, des Verbrauchers und anderer Teilnehmer am Wirtschaftsleben entwickeln teilweise ganz eigene Vorstellungen über das Funktionieren des Geldsystems.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anschauliches Beispiel zum BWL/VWL-Unterschied bietet das sogenannte Sparparadoxon. Wenn eine Einzelperson oder ein Einzelunternehmen spart, d.h. die Ausgaben reduziert, erhöhen sich die Ersparnisse. Dies ist betriebswirtschaftlich korrekt und auch wünschenswert. Aus volkswirtschaftlicher Sicht führt dieses Verhalten jedoch zwangsläufig in eine schwere Wirtschaftskrise, da eine Volkswirtschaft insgesamt nicht sparen kann. Wenn alle Haushalte sparen, sinkt auch der Konsum. Als Folge reduzieren die Unternehmen ihre Produktion und entlassen nicht benötigtes Personal. Den Haushalten steht damit in Summe weniger Einkommen zur Verfügung, sodass der Konsum weiter gesenkt wird. Die Krise ist nicht mehr zu verhindern.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was für eine einzelne Person oder ein einzelnes Unternehmen von Vorteil ist, erweist sich volkswirtschaftlich, wenn alle sparen wollen, als Weg in die Katastrophe. Das Beispiel der „sparsamen schwäbischen Hausfrau“ kann also nicht auf eine Volkswirtschaft übertragen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Problematik der unterschiedlichen Sichtweisen bei einem BWL- oder VWL-Blickwinkel taucht in den nachfolgenden Texten noch mehrfach auf. Da die unterschiedlichen Ergebnisse nicht immer direkt offensichtlich sind, wird auf diese dann ausführlicher eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Theorien==&lt;br /&gt;
Zu einer Vielzahl an Theorien über das bestehende Geldsystem in der einschlägigen Fachliteratur sind unzählige Erklärungsversuche in diversen Internetbeiträgen hinzugekommen. Diese Vielfalt erschwert einem Einsteiger die Bildung einer eigenen Meinung erheblich, da die jeweiligen Grundlagen der unterschiedlichen Betrachtungswinkel für den Laien anfänglich kaum zu erkennen sind. Vieles, was beim ersten Lesen vollkommen logisch erscheint, erweist sich bei einer näheren Untersuchung als unbewiesene Behauptung mit fragwürdigen Annahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses Buch unternimmt den Versuch, diesen Wald an unterschiedlichen Theoriebäumen für den Leser etwas zu lichten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Lösungen==&lt;br /&gt;
Lösungen für unsere derzeitigen Problem mit dem vorhandenen Geldsystem sind bewusst ausgeklammert. Es sollen nur die Grundlagen in allgemeinverständlich verfassten Artikeln erläutert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einbindung der Realwirtschaft==&lt;br /&gt;
Die vielfachen Wirkungen und Rückwirkungen zwischen Bankensektor und Nichtbankensektor werden in dieser Ausarbeitung nur am Rande beschrieben, obwohl ihnen in Bezug auf unser gesamtes Wirtschaftssystem ein bedeutend größerer Raum zugemessen werden müsste. Hier soll jedoch im Wesentlichen das in anderen Publikationen vernachlässigte Innenleben der Bankenwelt im Vordergrund stehen.    &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Komplexität==&lt;br /&gt;
Angelehnt an Erkenntnisse der Systemtheorie stellt man bei der Untersuchung des Geldsystems sehr schnell fest, dass das übliche Ursache-Wirkungs-Prinzip nicht ausreicht, um die vielfältigen Eigenschaften und Funktionen des Systems zu beschreiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geldsystem ist derart komplex und von so vielen äußeren Einwirkungen abhängig geworden, dass eine allgemeingültige Theorie, welche das System umfassend beschreibt, noch nicht existiert und wohl auch nie existieren wird. Erschwerend kommt das dynamische Eigenleben des Systems hinzu, welches auf äußere Einwirkungen schnell reagiert und mit nicht vorhersehbaren Änderungen der vorhandenen Funktionen und Eigenschaften antwortet. Auch ganz neue Funktionen und Eigenschaften können entstehen. Das Geldsystem ist deshalb mit einem lebenden Organismus vergleichbar, der ständigen Anpassungen durch seine Umwelt unterworfen ist, aber auch seine Umgebung fortwährend verändert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Inhalt&amp;diff=1729</id>
		<title>Das Geldrätsel: Inhalt</title>
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				<updated>2019-06-21T03:50:18Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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Inhalt:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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#[[Das_Geldrätsel:_Aufbau und Ziele|Aufbau und Ziele ]]&lt;br /&gt;
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##[[Das Geldrätsel:_Refinanzierung|Refinanzierung]]&lt;br /&gt;
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#[[Das Geldrätsel:_Geldschöpfung|Geldschöpfung .....]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Banklizenz|Banklizenz]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Kreditvermittlung|Kreditvermittlung]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Kreditschöpfung|Kreditschöpfung]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Kreditschöpfungskapazität|Kreditschöpfungskapazität]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Mindestreserve|Mindestreserve]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Barreserve|Barreserve]]&lt;br /&gt;
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## [[Das Geldrätsel:_Eigenkapital|Eigenkapital]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Fristenspekulation|Fristenspekulation]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Vermittler oder Schöpfer|Vermittler oder Schöpfer?]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Geldschöpfungsgewinn|Geldschöpfungsgewinn]]&lt;br /&gt;
## [[Das Geldrätsel:_Gewinn der Zentralbank|Gewinn der Zentralbank]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Kreditsch%C3%B6pfungskapazit%C3%A4t&amp;diff=1728</id>
		<title>Das Geldrätsel: Kreditschöpfungskapazität</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Kreditsch%C3%B6pfungskapazit%C3%A4t&amp;diff=1728"/>
				<updated>2019-05-20T17:10:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Untersuchung der Kreditschöpfungskapazität einer Geschäftsbank sind Gesetze und Verordnungen wie auch Bilanzen und der Bankbetrieb selbst zu beachten. Aus dem Wettbewerb der Banken untereinander entwickelte sich ein automatisierter &amp;quot;[[Das_Geldrätsel:_Gleichschritt|Gleichschritt]]&amp;quot; der Banken bei der Kreditgewährung. Diesen Gleichschritt kann eine Bank nur in relativ engen Grenzen verlassen, falls sie im Bankensystem erfolgreich und zahlungsfähig bleiben will.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kredite==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Faktoren haben nun einen Einfluss auf die Höhe der von einer Geschäftsbank schöpfbaren Kreditmenge?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
* Forderung einer Mindestreserve durch die Zentralbank&lt;br /&gt;
* Kassenbestand zur Aufrechterhaltung des baren Zahlungsverkehrs&lt;br /&gt;
* Überschussreserven zur Durchführung von Überweisungen&lt;br /&gt;
* Anforderungen an das Eigenkapital der Bank gemäß den Capital Requirements Regulation (CRR) Teil VI. Die im KWG (Kreditwesengesetz KWG) § 10 Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Instituten, Institutsgruppen und Finanzholding-Gruppen &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/__10.html Kreditwesengesetz § 10, Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Instituten, Institutsgruppen und Finanzholding-Gruppen,] Abruf 20.05.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; verankerten Vorgaben gelten nur noch für Finanzinstitute, welche keine CCR-Kreditinstitute sind.&lt;br /&gt;
* Anforderungen an die Liquidität der Banken gemäß den Capital Requirements Regulation (CRR) Teil VI, welche die im Basel-III-Rahmenwerk festgelegten Liquiditätskennzahlen, nämlich die Liquidity Coverage Ratio (LCR) und die Net Stable Funding Ratio (NSFR) in für Kreditinstitute unmittelbar geltendes Recht überführt.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bafin.de/DE/Aufsicht/BankenFinanzdienstleister/Liquiditaetsanforderungen/liquiditaetsanforderungen_node.html BaFin Liquiditätsanforderungen,] Abruf 20.05.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; Die im KWG (Kreditwesengesetz KWG) § 11 Liquidität &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/__11.html Kreditwesengesetz, ]Abruf 20.5.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; verankerten Vorgaben gelten nur noch für Finanzinstitute, welche keine CCR-Kreditinstitute sind.&lt;br /&gt;
* Durch den Wettbewerb unter den Banken indirekt erzeugter Zwang zu einem Gleichschritt der Banken in ihrer Kredittätigkeit&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Weitere Voraussetzungen sind:&lt;br /&gt;
* Genügend verschuldungsbereite Kreditnehmer (Schuldner) müssen gefunden werden&lt;br /&gt;
* Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit des Kreditnehmers muss vorhanden sein oder&lt;br /&gt;
* der Kreditnehmer muss beleihungsfähige Sicherheiten bieten, d.h. Eigentum muss vorhanden sein und der Kreditnehmer muss bereit sein dieses zu verpfänden&lt;br /&gt;
* Um sich für Kredit-Auszahlungen Bargeld bei der Zentralbank zu beschaffen, benötigt die Bank &amp;quot;notenbankfähige Sicherheiten&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Wobei die Anforderungen an die &amp;quot;Notenbankfähigkeit&amp;quot; sehr flexibel von der EZB gehandhabt werden. 2016 besitzen sehr viele Sicherheiten, auch teilweise Firmenkredite, den Status &amp;quot;notenbankfähig zu sein&amp;quot;, bei einem Zinssatz für Zentralbankgeld von 0 %.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Von einer autonomen Kreditschöpfung der Geschäftsbanken kann deshalb ganz offensichtlich nicht gesprochen werden. Ist die Bank, vielfach im Zusammenhang mit ihren Kreditgeschäften, auf fremde Zahlungsmittel angewiesen, gleichgültig, ob sie diese von der Zentralbank selbst bezieht oder von Kunden als Einlage erhält, ist sie in Ihrer Kreditschöpfungstätigkeit nicht unabhängig. Auch bei der Liquiditätsbeschaffung durch Kreditaufnahme bei anderen Banken verliert die einzelne Bank einen Teil ihrer Unabhängigkeit. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Fähigkeit einer Bank zur Schöpfung von Krediten kann deshalb nicht auf den reinen Akt der innerbetrieblichen Buchgeldschöpfung per Buchungsvorgang reduziert werden.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welchen Einfluss besitzen die oben genannten Faktoren im heutigen Bankensystem noch tatsächlich?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldsch%C3%B6pfungsgewinn&amp;diff=1727</id>
		<title>Das Geldrätsel: Geldschöpfungsgewinn</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geldsch%C3%B6pfungsgewinn&amp;diff=1727"/>
				<updated>2019-05-20T14:41:26Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Entstehung eines Geldschöpfungsgewinns – Fachsprache &amp;quot;Seigniorage&amp;quot;, auch Schlagschatz oder Münzgewinn genannt –, ist geschichtlich schon sehr früh zu beobachten. Vom 8. Jahrhundert bis ins 4. Jh. vor Chr. benutzten die Römer Metallklumpen aus Bronze als Tauschmittel. Sie waren offizielle Zahlungsmittel, da mit diesen, als &amp;quot;Aes rude&amp;quot; bezeichneten &amp;quot;Geldstücken&amp;quot;, die Soldaten der römischen Armee bezahlt wurden&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.nbbmuseum.be/de/2011/03/aesrude_aesgrave.htm Belgische Nationalbank: ''Vom Aes rude zum Aes grave'']&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Stephen Zarlenga: ''Der Mythos vom Geld - die Geschichte der Macht'', Seite 39-40&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/R%C3%B6mische_W%C3%A4hrung Wikipedia: ''Römische Währung'']&amp;lt;/ref&amp;gt;. Es handelte sich um Warengeld. Der Wert wurde durch die Menge an enthaltener Bronze bestimmt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;lt;gallery widths=&amp;quot;170&amp;quot; caption=&amp;quot;Entstehung von Bronzemünzen in der römischen Republik&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Datei:Rivista italiana di numismatica 1891 p 307.jpg|&amp;quot;Aes rude&amp;quot; (Rohbronze)&lt;br /&gt;
Datei:Aes Signatum.jpg|&amp;quot;Aes signatum&amp;quot; (Bronzebarren, beidseitig gezeichnet)&lt;br /&gt;
Datei:Vecchi 005.jpg|&amp;quot;Aes grave&amp;quot; (gegossene Bronzemünzen)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/gallery&amp;gt;Metallklumpen wurden im Laufe der Zeit in handlichere Barren &amp;quot;As signatum&amp;quot; und schließlich in Münzen &amp;quot;As grave&amp;quot;, mit dem Stempelaufdruck der römischen Münzstätte beim Tempel der Göttin Iuno Moneta gegossen. Ein Münzgewinn konnte jedoch erst erzielt werden, nachdem das Gewicht des Münzmaterials reduziert, der Münzwert jedoch beibehalten wurde. Die Reduzierung des Münzmaterials, hier bis auf 1/20 der ursprünglichen Masse, wird als &amp;quot;Geldverschlechterung&amp;quot; bezeichnet und ist gleichzeitig die Grundlage für den Geldschöpfungsgewinn. Aus der Bronzerohmasse für ursprünglich 1 &amp;quot;As grave&amp;quot; konnten nun 20 &amp;quot;As grave&amp;quot; hergestellt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Mittelalter besaß in der Regel der Feudalherr – französisch Seigneur – eines Landes das alleinige Recht, Münzen prägen zu lassen und den Münzwert festzusetzen. Der Münzwert setzte sich zusammen aus dem Materialwert – Gold oder Silber –, den Prägekosten und einer Ausgabegebühr, dem Münzgewinn. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kurantmünzen====&lt;br /&gt;
Ohne die oben genannte Ausgabegebühr konnte der Feudalherr aus der Herstellung und Inumlaufbringung von Münzen keinen finanziellen Gewinn erzielen. Dies war bei den sogenannten &amp;quot;Kurantmünzen&amp;quot; der Fall, vergleichbar mit den ursprünglichen &amp;quot;As grave&amp;quot; der römischen Republik. Der Wert dieser Münzen bestand vollständig aus dem Materialwert. Basierend auf dem ''&amp;quot;freien Prägerecht&amp;quot;'' wurden aus dem bei der Münzstätte abgelieferten Gold (ursprünglich Silber), Münzen frei ausgeprägt, dass heißt ohne Anrechnung der Prägekosten.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.um-bruch.net/uwiki/index.php/Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geschichte:_Bank_von_England:_2 &amp;quot;Free Coinage Act&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt; Aus einer Unze Gold wurden in England 3 pounds, 17 shillings und 10½ Pennies geprägt.&amp;lt;ref&amp;gt;Grundzüge der Volkswirtschaftslehre von W. Gelesnoff,Dr. E. Altschul, Reprint von 1928, ISBN978-3-663-15364-1&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Goldmenge in einem Lande war damit die Grundlage für dessen Geldmenge. Wenn das Land keine eigenen Goldvorkommen besaß, konnte die jeweilige Regierung nur indirekt über die Förderung der Ausfuhr von Wirtschaftsgütern, welche dann mit Gold zu bezahlen waren, den Goldbestand im Lande erhöhen und damit die Basis zur Prägung von neuem Geld schaffen. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Heute noch existierende Kurantmünzen sind z. B. der &amp;quot;Krugerrand&amp;quot; oder der &amp;quot;Maple Leaf&amp;quot;. Kurantmünzen spielen im heutigen Zahlungsverkehr jedoch keine Rolle mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Scheidemünzen====&lt;br /&gt;
Einen Gewinn konnte der Feudalherr nur erzielen, wenn er den Materialwert einer Münze herabsetzte, also weniger Gold oder Silber zur Herstellung der Münze einsetzte. Der ursprüngliche Münzwert, z. B. 1 Gulden wurde jedoch beibehalten. Diese &amp;quot;minderwertigen&amp;quot; Münzen wurden als Scheidemünzen bezeichnet. Je geringer der Materialwert desto höher konnte die Ausgabegebühr, also der Münzgewinn des Feudalherrn ausfallen. In die Kategorie &amp;quot;Scheidemünzen&amp;quot; fällt auch unser heutiges Münzgeld. Das Recht Münzen zu prägen ist bis heute beim Staat geblieben. Den Staat kostet zum Beispiel die 2-€ Münze in der Herstellung (Material- und Prägekosten) nur 13 Cent. Was geschieht dann mit den restlichen 187 Cent? Diese vereinnahmt der Staat als Geldschöpfungsgewinn – Münzgewinn – in seinem Haushalt. Dazu verkauft er die Münzen zu ihrem aufgeprägten Nennwert an die Zentralbank. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Banknoten====&lt;br /&gt;
Das Recht Banknoten zu drucken besitzt in Deutschland heute die Zentralbank und nicht der Staat. Nun könnte man annehmen, dass bei der Herstellung von Banknoten ansonsten die gleichen Verhältnisse herrschen wie bei der Herstellung von Münzen.  Ein 100 € Schein verursacht Kosten in Höhe von 16 Cent bei der Produktion. Somit würde ein &amp;quot;Gewinn&amp;quot; in Höhe von 99,84 € je 100 € Schein entstehen. Die Banknoten erscheinen aber nicht wie die Münzen als Vermögenswerte in der Zentralbankbilanz sondern als Schulden auf deren Passivseite. Volkswirtschaftlich betrachtet handelt es sich um &amp;quot;Inhaber-Schuldverschreibungen&amp;quot; der Zentralbank. Rechtlich gesehen zählen Banknoten jedoch zum &amp;quot;gesetzlichen Zahlungsmittel&amp;quot; und sind damit &amp;quot;schuldbefreiend&amp;quot;. Banknoten werden rechtlich nicht als &amp;quot;Schuldurkunde&amp;quot; behandelt sondern nach dem Sachenrecht als eine &amp;quot;Sache&amp;quot;. Die nachfolgende Erläuterung zur Inumlaufbringung von Bargeld verdeutlicht die Sichtweise von Banknoten als Schuldgeld nochmals. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Buchgeld====&lt;br /&gt;
Den weitaus größten Anteil an unseren Zahlungsmitteln stellt das Buchgeld dar. Hierbei unterscheidet man zwischen dem Buchgeld der Geschäftsbanken und dem Buchgeld der Zentralbank. An der [[Das Geldrätsel: Geldmengen|Geldmenge M1]] ist das Buchgeld der Geschäftsbanken mit 84 % beteiligt. Es entsteht auf dem Wege der Kreditschöpfung oder aber beim Ankauf von Aktiva durch eine Geschäftsbank. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als &amp;quot;Reserve&amp;quot;, oder einleuchtender als &amp;quot;Zentralbank-Buchgeld&amp;quot; wird das Guthaben von Geschäftsbanken bei der Zentralbank bezeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Buchgeldschöpfung ist im Kapitel [[Das_Geldrätsel: Wicksellsche_Idealbank|&amp;quot;Wicksellsche Idealbank&amp;quot;]] erläutert.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inumlaufbringung von Bargeld====&lt;br /&gt;
Wie gelangt der Bankkunde an Bargeld?  Der Bankkunde nimmt hierzu einen Kredit bei seiner Geschäftsbank auf und diese wiederum einen Kredit bei der Zentralbank. Bei diesen Schritten entsteht &amp;quot;Geschäftsbanken-Buchgeld&amp;quot; und &amp;quot;Zentralbank-Buchgeld&amp;quot;. Der Bankkunde muss in der Regel eine Sicherheit für seinen Kredit bei der Bank hinterlegen. Er wandelt in einem ersten Schritt eigene Vermögenswerte (Grundschuldbrief, Versprechen auf künftige Arbeitsleistung, Eigentum an Produktionsgeräten) in Buchgeld der Geschäftsbank um. Die Geschäftsbank verschuldet sich sodann bei der Zentralbank und erhält im Gegenzug Zentralbank-Buchgeld. Auch die Geschäftsbank muss bei der Zentralbank Sicherheiten hinterlegen zum Beispiel Bankschuldverschreibungen oder Staatsanleihen. Benötigt die Geschäftsbank jetzt Bargeld, so tauscht sie Zentralbank-Buchgeld gegen Bargeld. Für die Zentralbank stellt das Guthaben der Geschäftsbank (= Zentralbank-Buchgeld)&lt;br /&gt;
eine Forderung der Geschäftsbank dar. Das Bargeld wird volkswirtschaftlich als Forderung an die Zentralbank angesehen, gleichgültig ob im Besitz einer Geschäftsbank oder aber einer Nichtbank. Bei dem Tausch wird damit lediglich eine beleglose Verbindlichkeit gegen eine beleghafte Verbindlichkeit ausgewechselt. Die Schuld der Zentralbank auf dem Sichtguthabenkonto der Geschäftsbank in Form von Zentralbank-Buchgeld, wurde gegen einen &amp;quot;Inhaber-Schuldschein&amp;quot;, die Banknote getauscht.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Geschäftsbank gibt diese Inhaber-Schuldverschreibung an ihren Kunden weiter und vermindert damit gleichzeitig die Forderungen des Kunden auf Geschäftsbanken-Buchgeld. Unsere heutigen Zahlungsmittel bestehen somit lediglich nur aus Forderungen.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
In seinem Buch &amp;quot;Einführung in die Wirtschaftstheorie&amp;quot; stellte Erich Schneider schon 1952 einleitend fest:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Wir beschränken uns dabei bewußt auf die Analyse einer Wirtschaft, wie sie heute ist, d. h. auf eine Wirtschaft, in der allein Forderungen als Zahlungsmittel verwendet werden.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Damit wird deutlich, dass Buchgeld wie auch Bargeld nur unterschiedliche Dokumentationen von Schulden darstellen. Die Vorgänge bei der Anforderung von Bargeld durch einen Bankkunden sind detaillierter im Beitrag [[Das_Geldrätsel: Teilnehmer_am_Geldsystem|&amp;quot;Teilnehmer am Geldsystem&amp;quot;]] beschrieben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es ist jedoch anzumerken, dass die vorgenannte Sichtweise mit der Theorie vom Staatsgeld kollidiert. Die Banknoten, als &amp;quot;gesetzliche Zahlungsmittel&amp;quot; begleichen eine bestehende &amp;quot;Geldschuld&amp;quot;. Sie sind der &amp;quot;Erfüllungsgegenstand&amp;quot; zum Ausgleich einer Geldschuld. Auf diesen Expertenstreit wird im Artikel [[Zahlungsmittel sind Schulden?#Erfüllungsgegenstand|Zahlungsmittel sind Schulden?]] eingegangen. &lt;br /&gt;
Im Rahmen des Projektes &amp;quot;Das Geldrätsel&amp;quot; wird jedoch weiter davon ausgegangen, dass die Banknoten &amp;quot;Inhaber-Schuldverschreibungen&amp;quot; darstellen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Rückzahlung von Bargeld====&lt;br /&gt;
Zahlt der Geschäftsbankenkunde Bargeld an die Geschäftsbank zurück, steigt sein Sichtguthaben bei der Bank und er kann dieses Guthaben zu Tilgung seiner Kreditschuld verwenden. Die Geschäftsbank kann ihrerseits Bargeld an die Zentralbank zurückgeben. Ihr Sichtguthaben bei der Zentralbank steigt und sie kann damit ihre Kreditschuld bei der Zentralbank tilgen. Damit hat sowohl der Bankkunde als auch die Geschäftsbank einen Anspruch auf die Rückgabe der, bei der Krediterteilung hinterlegten Sicherheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Geldschöpfungsgewinn heute ====&lt;br /&gt;
Aus dem ursprünglichen Geldschöpfungsgewinn bei Münzen ist heute noch der Gewinn des Staates durch die Herstellung von Münzen geblieben. Für die Bundesrepublik Deutschland betragen die aus der Seigniorage resultierenden &amp;quot;Münzeinnahmen&amp;quot; im Haushaltsplan 0,3  Mrd. € pro Jahr.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesfinanzministerium.de/Content/DE/Standardartikel/Themen/Oeffentliche_Finanzen/Bundeshaushalt/Haushalts_und_Vermoegensrechnungen_des_Bundes/2015_06_15_haushaltsrechnung-des-bundes-2014-Teil-1.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=3 Haushaltsrechnung 2014 Band 1]Seite 2, Abgerufen 17.06.2015 &amp;lt;/ref&amp;gt; Die Münzen haben jedoch nur noch einen Anteil von etwa 0,1 Promille an der kaufkraftfähigen Geldsumme M1.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/2015/2015_05_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile Monatsbericht der Deutschen Bundesbank, Mai 2015 ]Statistischer Teil, Seite 13, 2,45 Billionen € + Bargeldumlauf Deutschland, ca, 0,25 Billionen € &amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ob man die Gewinne der Zentralbank, welche ebenfalls indirekt als Bundesbankgewinn an den Staat fließen, auch als Geldschöpfungsgewinne bzw. Seigniorage bezeichnen kann, bleibt umstritten. Auch die Gewinne einer Geschäftsbank, welche auf deren Buchgeldschöpfung basieren, werden in der Fachliteratur teilweise als Geldschöpfungsgewinn bezeichnet. Diese Zuordnung bleibt ebenfalls sehr zweifelhaft. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Hierzu bemerkt die Bundesbank in ihrem Glossar&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank, Glossar [https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Service/Glossar/_functions/glossar.html?lv2=32052&amp;amp;lv3=61886 Seigniorage] Abgerufen 17.06.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#f8f8ff;;padding:7px;&amp;quot;&amp;gt; &lt;br /&gt;
„Trotz der geänderten Rahmenbedingungen wird der Begriff Seigniorage auch heute noch verwendet, allerdings mit schwammiger und im Detail unklarer Bestimmung, mal im Sinne von Gewinn aus der Geldschöpfung einer Zentralbank, mal ganz allgemein als Synonym für den Gewinn einer Zentralbank.“&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geldschöpfungsfähigkeit====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die jeweilige Zuordnung deutlicher herauszustellen können die Banken nach ihrer Fähigkeit, Geld zu schöpfen, unterschieden werden. &lt;br /&gt;
*'''Zentralbanken''' können durch Kreditvergabe an Geschäftsbanken sowie durch den Ankauf von Aktiva (Gold, Devisen, Wertpapiere) Zentralbankgeld schaffen. Das Zentralbankgeld besteht aus Zentralbank-Buchgeld und in Umlauf befindlichem Bargeld. Der Umfang der Geldschöpfung soll im Wesentlichen durch das Ziel der Preisstabilität mit einer geringen Inflationsrate bestimmt werden.&lt;br /&gt;
*'''Geschäftsbanken''', die das Einlagen-, Kredit- und Zahlungsverkehrsgeschäft betreiben, sind in der Lage, Geschäftsbanken-Buchgeld zu schöpfen. Hier erfolgt die Schöpfung durch Kredite an Nichtbanken und den Ankauf von Aktiva von Nichtbanken. Es existiert eine Vielzahl an mehr oder weniger wirksamen Einflußfaktoren, welche die [[Das_Geldrätsel: Kreditsch%C3%B6pfungskapazit%C3%A4t|Kreditschöpfungskapazität]] der Geschäftsbanken einschränken.&lt;br /&gt;
*'''Kreditvermittelnde Banken''', wie zum Beispiel reine Hypothekenbanken betreiben keine Geldschöpfung sondern lediglich Kreditvermittlung. &amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Ludwig Mülhaupt&lt;br /&gt;
 | Titel=Einführung in die BWL der Banken&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=Gabler&lt;br /&gt;
 | Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
 | Jahr=1980&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-409-42133-5&lt;br /&gt;
}} Seite 202&amp;lt;/ref &amp;gt; Sie betreiben kein Einlagen- und Zahlungsverkehrsgeschäft sondern im Wesentlichen nur das Kreditgeschäft. Über die Pfandbriefe beschaffen sie sich das Geld genau in der benötigten Höhe und Fristigkeit. Auch bei den Krediten bestimmen sie weitgehend Tilgungsbeträge und Fristen, dass heißt ihre Liquiditätsplanung gestaltet sich gegenüber einer Geschäftsbank wesentlich überschaubarer.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die folgenden Betrachtungen der Gewinne von Banken durch die Buchgeldschöpfung können sich somit auf die beiden Gruppen &amp;quot;Zentralbanken&amp;quot; und &amp;quot;Geschäftsbanken&amp;quot; beschränken. Ein wesentlicher Unterschied zwischen diesen Gruppen besteht darin, dass Geschäftsbanken im Gegensatz zu Zentralbanken im Wettbewerb stehen. Auch in der Verwendung von erzielten Gewinnen unterscheiden sie sich grundlegend.&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Vermittler oder Schöpfer&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geldschöpfung&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Gewinn der Zentralbank&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Gewinn_der_Zentralbank&amp;diff=1726</id>
		<title>Das Geldrätsel: Gewinn der Zentralbank</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Gewinn_der_Zentralbank&amp;diff=1726"/>
				<updated>2019-05-20T14:22:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Geldschöpfungsgewinn durch die Herstellung von Münzen durch den Staat kommt, wie im letzten Kapitel beschrieben, diesem direkt selbst zugute.&lt;br /&gt;
Welchen Gewinn aber kann die Zentralbank erzielen und was geschieht mit diesem Gewinn? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Geldschöpfungsgewinn einer Zentralbank zu untersuchen erscheint es sinnvoll, unterschiedliche Währungssysteme näher zu betrachten. Auch wenn die Anmerkungen zu vergangenen Systemen teilweise nur noch theoretischer Natur sind, helfen sie doch, die aktuellen Systeme besser zu verstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Goldwährung ==&lt;br /&gt;
Bei der reinen Goldwährung werden als Zahlungsmittel nur vollwertige Goldmünzen (Kurantmünzen) verwendet. Damit ist nur eine Prägeanstalt mit &amp;quot;freiem Prägerecht&amp;quot; erforderlich, um ein Währungssystem zu installieren. Jeder private Goldbesitzer kann Gold in unbeschränktem Umfang zur Umwandlung in Goldmünzen bei der staatlichen Prägeanstalt abliefern. Diese prägt unentgeltlich oder gegen Erstattung der geringen Prägekosten das abgelieferte Gold zu Goldmünzen. Ein Gewinn des Staates aus der Münzprägung ist nicht vorgesehen.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor   = Karl Helfferich&lt;br /&gt;
| Titel   = Das Geld &lt;br /&gt;
| Auflage = 4 &lt;br /&gt;
| Verlag  = Hirschfeld&lt;br /&gt;
| Ort     = Leipzig &lt;br /&gt;
| Jahr    = 1919&lt;br /&gt;
| ISBN    = &lt;br /&gt;
| Seiten  = &lt;br /&gt;
}} [http://visuallibrary.net/ihd/content/pageview/11971 Seite 395]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.um-bruch.net/uwiki/index.php/Das_Geldr%C3%A4tsel:_Geschichte:_Bank_von_England:_2#Free_Coinage_Act.2C_1666 Free coinage Act, 1666] Abgerufen 24.06.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; Vor der Goldwährung bestand die Währung in vielen Staaten der Welt aus Silber. Auch für Silber existierte vielfach bereits ein freies Prägerecht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Goldkernwährung ==&lt;br /&gt;
Werden neben den Goldmünzen auch in Gold einlösbare Banknoten, Schecks oder Buchgeld als Zahlungsmittel verwendet, spricht man von einer Goldkernwährung. Das &amp;quot;echte Geld&amp;quot; in Form von vollwertigen Goldmünzen stellt nur noch einen Teil der gesamten Geldmenge dar.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Deutschen Reich galt zum Beispiel ab 1875 die Dritteldeckung, dass heißt, die umlaufende Geldmenge durfte maximal dreimal so groß sein wie der Goldbestand der Notenbank.&amp;lt;ref name=&amp;quot;GerhardRuebel&amp;quot;&amp;gt;Gerhard Rübel: ''Grundlagen der monetären Außenwirtschaft'', Oldenbourg Wissenschaftsverlag, 2009, ISBN 978-3-486-59081-4, S.157 ff&amp;lt;/ref&amp;gt; Gold war der &amp;quot;Kern&amp;quot;, der Anker dieses Geldsystems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde ein nahezu vollgedecktes System angestrebt, wie dies in der &amp;quot;Peelschen Bankakte&amp;quot; von 1844 geschah, näherte sich die Goldkernwährung dem System der Goldwährung. Jede Banknote sollte durch Gold gedeckt sein und nur eine bestimmte Anzahl an ungedeckten Banknoten durfte in Umlauf gebracht werden. Die Goldkernwährung endete 1971, als Nixon die Zusage Amerikas von &amp;quot;Bretton Woods&amp;quot; zurückzog, jederzeit Gold gegen US-Dollar einzutauschen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geldschöpfung====&lt;br /&gt;
[[Datei:10Pfund2038 2042.png|rechts]]Wie kann man sich die Dritteldeckung im Deutschen Reich vorstellen? Existierten drei Banknoten gleichen Wertes in der Wirtschaft, so war nur eine dieser Banknoten durch den Goldvorrat im Bankensystem gedeckt. Dies legt den Verdacht nahe, dass es sich bei den beiden anderen Banknoten um Falschgeld handeln müsse oder um eine Schöpfung von Geld aus dem &amp;quot;Nichts&amp;quot;. An den Banknoten selbst konnte man dies nicht erkennen, da es sich um gesetzlich einwandfreie Noten handelte. Der Bankkunde musste davon ausgehen, dass er bei Vorlage der drei Banknoten auch den tatsächlichen Gegenwert in Goldmünzen ausgehändigt bekam. Wenn nur einzelne  Bankkunden ihre Banknoten umtauschen wollten, so stellte dies für die Bank kein Problem dar. Hätten aber sämtliche Bankkunden einer Bank ihre Banknoten gleichzeitig umtauschen wollen, so wäre die Bank zahlungsunfähig gewesen. Sie hätte den berechtigten Zahlungswünschen ihrer Kunden nicht mehr nachkommen können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Inhaber-Schuldverschreibung====&lt;br /&gt;
Wie [[Datei:10Pfund.png|right]]lässt sich dieses ungesetzlich erscheinende Verhalten der Banken erklären? Ungesetzlich deshalb, da die Bank offensichtlich Banknoten für nicht vorhandenes Gold ausstellte. Der genaue Wortlaut auf den Banknoten definierte diese als Inhaber-Schuldverschreibungen, ausgestellt von der Bank. Dem Besitzer der Banknote verspricht die Bank die Auszahlung von werthaltigen Goldmünzen, gegen Rückgabe der Banknote.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Banknote lautete hier noch auf 10 Pfund Sterling, ursprünglich ein Silbergewicht. Bei der Umstellung auf die Goldwährung wurde diese Bezeichnung jedoch beibehalten.&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Hintergründe dieser ungesetzlich erscheinenden Geldschöpfung erschließen sich erst, wenn auch die bankinternen Abläufe beachtet werden. Wird die Bank die beiden zusätzlichen Banknoten nur einfach ohne Gegenleistung an nachfragende Kunden verteilen? In der Regel wird sie diese Banknoten nur auf dem Wege einer vertraglich festgelegten Kreditvergabe ausreichen. Der Kreditnehmer verpflichtet sich, die Banknoten nach der im Kreditvertrag vereinbarten Zeit wieder an die Bank zurückzugeben. Als Sicherheit für die Einhaltung dieses Vertrages verlangt die Bank vielfach ein Pfand. Dieses kann aus einer Grundschuldeintragung bestehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde die erste Banknote als Gegenwert für eine Goldmünze ausgegeben, so kann man bei den beiden anderen Banknoten den Gegenwert in der Forderung aus dem Kreditvertrag gegen den Kreditnehmer sehen, diese wiederum besichert durch die Grundschuldeintragung. Dass diese beiden Banknoten ohne Gegenwert, also aus dem &amp;quot;Nichts&amp;quot; geschaffen wurden, ist somit nicht nachvollziehbar. Kommt der Kreditnehmer seiner vertraglichen Rückzahlungsverpflichtung trotz Aufforderung nicht nach, kann die Bank das Pfand monetisieren, dass heißt zu Geld machen. Sie versteigert den Pfandgegenstand. Irreführend bleibt in jedem Fall die ursprüngliche Anweisung auf der Banknote, in Gold zu zahlen. Gold existierte nur für einen Teil der ausgegebenen Banknoten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wesentlich bleibt zu erkennen, dass der Kreditnehmer sich gegenüber der Bank verschuldete und diese sich im Gegenzug durch die Ausgabe der beiden zusätzlichen Banknoten gegenüber dem Besitzer dieser Noten verschuldete. Auch die erste Banknote stellte einen Schuldschein der Bank dar jedoch mit dem Unterschied, dass für diese Banknote tatsächlich Gold im Tresor der Bank vorhanden ist. Für diese Banknote bestand jedoch keine Kreditforderung gegen eine Nichtbank. Die Bank hatte die Goldmünze gekauft und mit einem Schuldschein, einer &amp;quot;Forderung gegen sich selbst&amp;quot; bezahlt. Banknoten sind also Schuldscheine der Bank. Heute muss diese Aussage auf die Zentralbank beschränkt werden, da Geschäftsbanken keine Banknoten mehr herausgeben dürfen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zentralbank-Buchgeld==&lt;br /&gt;
Die Zentralbank kann, wie im letzten Artikel „Geldschöpfungsgewinn“ beschrieben, durch die Kreditvergabe an Geschäftsbanken und den Ankauf von Aktiva Zentralbank-Buchgeld schöpfen. Besteht in einem ersten Schritt das Zentralbankgeld nur aus Buchgeld, einer beleglosen Schuld der Zentralbank gegenüber den Geschäftsbanken, kann es in einem zweiten Schritt in Banknoten umgetauscht werden. Während Zentralbank-Buchgeld die Konten bei der Zentralbank nicht verlassen kann, ist die Weitergabe von Banknoten (Inhaber-Schuldverschreibungen der Zentralbank) auch an Nichtbanken möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zentralbank-Buchgeld wird von den Geschäftsbanken desweiteren für die Erfüllung der Mindestreserve sowie auch teilweise für den Zahlungsverkehr benötigt&amp;lt;ref&amp;gt;Wird im Englischen als „reserve“ bezeichnet und wurde auch vielfach in der deutschen Fachliteratur mit „Reserve“ übernommen.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Erwirbt die Zentralbank Vermögenswerte wie Wertpapiere, Staatsanleihen oder ähnliche, so bezahlt sie auch diese mit Zentralbank-Buchgeld. Gleiches gilt für die Zahlung von Dienstleistungen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Erlöse==&lt;br /&gt;
Die Geschäftsbanken müssen der Zentralbank Zinsen für aufgenommene Kredite zahlen. Benötigt die Geschäftsbank für 1 Million € Banknoten, muss sie zuerst einen Kredit über diese Summe bei der Zentralbank aufnehmen. Hierfür werden bei einem angenommenen Zinssatz von 3 % in einem Jahr 30.000 € an Zinsen fällig. Den Kredit lässt sich die Geschäftsbank nun in Banknoten auszahlen. Da die Zentralbank die Banknoten selbst herstellt, muss sie niemandem Zinsen für dieses &amp;quot;selbstgeschöpfte Geld&amp;quot; zahlen. Aus der Kredit- Bargeldschöpfung erzielt die Zentralbank einen Gewinn in Höhe von 30.000 € in einem Jahr (abzüglich anteiliger Kosten für Personal, Gebäude, Herstellungskosten für die Banknoten, Transport ...).&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Zeit, Juli 2015, beträgt der Zinssatz für Kredite an Geschäftsbanken jedoch nur 0.05 % (kein Schreibfehler!), d. h. bei 1 Mio € Kredit und einem Zinssatz von 0,05 % fallen in einem Jahr nur 500 € Zinsen an. Dieser Zinssatz erzeugt bei diesen Krediten jedoch keinen Gewinn mehr. Bei Herstellungskosten von 16 Eurocent für eine 100 € Banknote entstehen bei einem Volumen von 1 Million € Bargeld bereits Kosten in Höhe von 1.600 €. Erst nach ca. 3 Jahren können somit zumindest die Herstellungskosten erwirtschaftet werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie zuvor erwähnt kauft die Zentralbank auch andere zinsbringende Aktiva und bezahlt diese mit Zentralbank-Buchgeld, d. h. mit Forderungen auf sich selbst. Da sie für Zentralbank-Buchgeld keine Zinsen zahlen muss, entstehen ihr aus diesen Geschäften Zinsgewinne, welche zur Zeit jedoch wegen des allgemein niedrigen Zinsniveaus recht mager ausfallen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zentralbankbilanz==&lt;br /&gt;
[[Datei:Zentrakbankbilanz01.png|rechts]]Die oben erwähnte Systematik von Guthaben und Schulden lässt sich in der nebenstehenden vereinfachten Bilanz einer Zentralbank gut wiederfinden. Wie bei jeder Bilanz zeigt die linke Seite (Aktiva) das Vermögen und die rechte Seite (Passiva) die Schulden und das Eigenkapital auf.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Aktiva'''&lt;br /&gt;
# An erster Stelle auf der Aktivaseite werden die Devisen und der Goldbesitz aufgeführt. Bei den Devisen handelt es sich um Zahlungsmittel von Staaten außerhalb des Euroraums. Devisen und auch der Goldbesitz erzielen keinen Zinsertrag. &lt;br /&gt;
# Die Forderungen an Geschäftsbanken enthalten die Kredite an Geschäftsbanken, mit unterschiedlichen Laufzeiten und Zinssätzen. Die Zinsen tragen zum Ertrag der Zentralbank bei.&lt;br /&gt;
# Von der Zentralbank gekaufte Wertpapiere werden unter Punkt 3 genannt. Dies können Staatsanleihen sowie auch von der Zentralbank akzeptierte Anleihen von Unternehmen sein. Auch diese Wertpapiere tragen mit einem Zinserlös zum Ertrag der Zentralbank bei.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
'''Passiva'''&lt;br /&gt;
# Die Passivseite beginnt mit der Position Bargeld. Damit sind die Banknoten gemeint, die sich nicht im Besitz der Zentralbank befindet. Da Bargeld von der Zentralbank nur an die Geschäftsbanken ausgegeben wird, sind es somit Schulden der Zentralbank gegenüber den Geschäftsbanken. Die Zentralbank muss für diese &amp;quot;Inhaber- Schuldverschreibungen&amp;quot; keine Zinsen zahlen. &lt;br /&gt;
# Unter Punkt 2 sind die Verbindlichkeiten der Zentralbank gegenüber den Geschäftsbanken aufgeführt. Dies sind die Buchgeldkonten der Geschäftsbanken. Für die in diesem Posten enthaltene Mindestreserve zahlt die Zentralbank Zinsen gemäß dem durchschnittlichen marginalen Zinssatz der Hauptrefinanzierungsgeschäfte&amp;lt;ref&amp;gt;[http://eur-lex.europa.eu/legal-content/DE/TXT/PDF/?uri=OJ:JOL_2014_168_R_0015&amp;amp;from=DE Beschluss der europäischen Zentralbank vom 5. Juni 2014 über die Verzinsung von Einlagen, Guthaben und Überschussreserven]&amp;lt;/ref&amp;gt; . Die Geschäftsbank muss für die Mindestreserve einen Kredit bei der Zentralbank aufnehmen und Zinsen für diesen Kredit zahlen. Guthaben der Geschäftsbank, die über das Mindestreserve-Soll hinausgehen, werden mit null Prozent oder zum Einlagesatz verzinst, je nachdem, welcher dieser Zinssätze niedriger ist. Zur Zeit (6.7.2015) beträgt der Einlagezinssatz -0,3 %, dass heißt, Geschäftsbanken werden dafür bestraft, dass sie über Nacht Geld bei der Zentralbank parken.&lt;br /&gt;
# Das Eigenkapital ergibt sich, wenn vom Vermögen (Aktiva 1-3) die Schulden (Passiva 1-2) abgezogen werden. Aufwendungen für Zinsen vermindern das Eigenkapital während Zinserträge das Eigenkapital erhöhen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Gewinnausschüttung==&lt;br /&gt;
[[Datei:GuV_Bundesbank.png|right|600px]]Das Ziel der Bundesbank ist nicht die Gewinnerzielung sondern die Verfolgung geldpolitischer Ziele wie die Sicherstellung einer stabilen Währung und Aufrechterhaltung des Zahlungsverkehrs. Dennoch kann sie auch Gewinne erzielen. Aus sämtlichen Erträgen, hier kommen noch gegebenenfalls Gewinne aus Devisengeschäften, Goldverkäufen und weitere hinzu,  muss die Zentralbank ihre gesamten Aufwendungen zahlen.  Entsteht danach noch ein Überschussbetrag so führt sie diesen, nach Abzug von Rücklagen, als &amp;quot;Bundesbankgewinn&amp;quot; an das Bundesfinanzministerium ab. Damit kommen diese Gewinne allen Staatsbürgern zugute.&lt;br /&gt;
In dem Diagramm &amp;quot;Gewinn- und Verlustrechnung der Deutschen Bundesbank&amp;quot; sind einige Zahlen aus den Jahresabschlüssen der Deutschen Bundesbank dargestellt. &amp;lt;ref&amp;gt;Aus jeweiligem [https://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Veroeffentlichungen/Geschaeftsberichte/geschaeftsberichte.html &amp;quot;Jahresabschluss der Deutschen Bundesbank&amp;quot;], Abschnitt &amp;quot;Gewinn- und Verlustrechnung&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die eingerechneten Risiko-Rückstellungen sowie sonstige Erträge und Aufwendungen stellen den Differenzbetrag zwischen Nettozinsertrag und Bundesbankgewinn dar. So wurde im Jahr 2012 trotz eines Nettozinsertrages von 8,3 Mrd. €, bedingt durch Rückstellungen in Höhe von 6,7 Mrd. € und sonstige Aufwendungen, nur ein Bundesbankgewinn von 0,7 Mrd. € ausgewiesen. Umgekehrt wurde in 2001 durch Auflösung von Rückstellungen und realisierte Gewinne bei Fremdwährungen und Wertpapieren ein Bundesbankgewinn von 11,2 Mrd. € bei einem Nettozinsertrag von nur 7,2 Mrd. € erzielt. Eine Abhängigkeit zwischen Bundesbankgewinn und Nettozinsertrag ist vorhanden, jedoch kann keineswegs aus der Höhe des Gewinns auf den Anteil des Nettozinsertrages geschlossen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Alternative Berechnungskonzepte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die bisherigen Ausführungen orientierten sich streng an den Bankbilanzen sowie an der zugrunde liegenden Bankbuchführung. Die Gewinnermittlung einer Bank unterscheidet sich danach nicht grundsätzlich von der Gewinnermittlung eines Unternehmens nach dem Handelsgesetzbuch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu etwas anderen Sichtweisen gelangen Wirtschaftswissenschaftler,&amp;lt;ref&amp;gt;Hans Werner Sinn, Carsten Lange, &amp;lt;/ref&amp;gt; wenn die besonderen Reglungen, Eigenschaften und Funktionen einer Zentralbank innerhalb einer Volkswirtschaft mit einbezogen werden. Einheitliche Definitionen dieser alternativen Konzepte bestehen jedoch nicht. Mit dem Ursprung der Seigniorage, dem Münzgewinn des Seigneurs bei der Münzherstellung, haben diese Berechnungskonzepte nur noch sehr wenig zu tun. An bekannten alternativen Modellen wären zu nennen: &lt;br /&gt;
*Monetäre Seigniorage&lt;br /&gt;
*Opportunitätskosten Seigniorage&lt;br /&gt;
*Fiskalische Seigniorage&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
===Monetäre Seigniorage===&lt;br /&gt;
Die Zunahme von Basisgeld, verringert um einen Inflationsabschlag, wird als monetäre Seigniorage bezeichnet.  Basisgeld besteht aus dem in Umlauf befindlichen Bargeld sowie den Guthaben der Geschäftsbanken bei der Zentralbank, d. h. den Positionen 1 und 2 der Passivseite, der im vorletzten Absatz dargestellten Zentralbankbilanz. &amp;lt;ref name = Lange&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Carsten Lange&lt;br /&gt;
 | Titel=Seigniorage&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag= Duncker &amp;amp; Humblot&lt;br /&gt;
 | Ort=Berlin&lt;br /&gt;
 | Jahr=1995&lt;br /&gt;
 | ISBN=342848441X, 9783428484416&lt;br /&gt;
}} Seite 16, “''Der monetäre Seigniorage ist als der reale Gegenwert des in einer Periode emittierten Zentralbankgeldes definiert. Bei Zentralbankgeld handelt es sich in fast allen entwickelten Volkswirtschaften um ungedecktes und unverzinsliches Kreditgeld. De jure stellt es für den Besitzer zwar eine Forderung dar, doch erwachsen dem Staat aus der Zentralbankgeldmenge weder Zins noch Rückzahlungsverpflichtungen. Eine Erhöhung der Zentralbankgeldmenge gibt brutto, d. h. vor Abzug der Geldschöpfungskosten, den nominalen Geldschöpfungsgewinn des Staates wieder, dessen Realwert dem monetären Seigniorage entspricht.''“&amp;lt;/ref &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Konzept der monetären Seniorage geht davon aus, dass es sich beim Zentralbankgeld um unverzinsliches und ungedecktes Kreditgeld handelt. Weiterhin wird vorausgesetzt, dass sich die Basisgeldmenge stets vergrößert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Unverzinsliches Kreditgeld====&lt;br /&gt;
Im 19. Jahrhundert wurde „Papiergeld“ sowohl von Banken wie auch von einzelnen Staaten herausgegeben. Banknoten waren das Papiergeld der Banken während die Staaten Kassenanweisungen, Kassenscheine oder einfach &amp;quot;Papiergeld&amp;quot; herausgaben. Das Papiergeld der Staaten war teilweise mit Kuponscheinen gekoppelt, die für den Besitzer eine Zinseinnahme garantierten. Obwohl dieses Papiergeld eher als Staatsanleihe zu bezeichnen wäre, zirkulierte es wie Bargeld in der Wirtschaft. Vergleicht man dieses Papiergeld mit unseren heutigen Banknoten, so fehlt letzteren der Zinskupon, es ist also unverzinsliches Geld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Ungedecktes Kreditgeld====&lt;br /&gt;
Zu Zeiten der Goldkernwährung konnte eine Geschäftsbank von der Zentralbank den Tausch von Zentralbankgeld gegen deren Gold verlangen. Das Zentralbankgeld war, zumindest teilweise, durch das Gold der Zentralbank gedeckt. Bringt eine Geschäftsbank heute Bargeld zur Zentralbank, so kann sie dafür nur ihr Guthaben bei der Zentralbank erhöhen oder aber das Bargeld gegen neue Scheine tauschen. Ein Anspruch, auf das immer noch im Eigentum der Zentralbank befindliche Gold, besteht nicht mehr. Die Zentralbank könnte also theoretisch Gold kaufen und dieses mit selbstgeschöpftem Geld bezahlen. Zum umgekehrten Vorgang, dem Verkauf von Gold, kann niemand die Zentralbank zwingen. &lt;br /&gt;
So wie sie Gold kaufen könnte, kann sie auch andere Aktiva in beliebiger Höhe mit Zentralbankgeld ankaufen oder auch entstandene Kosten für Personal und Sachgüter mit selbst geschöpftem Geld bezahlen. Sie kann gegenüber ihrem Währungsraum nie zahlungsunfähig werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bargeldbesitzer haben somit zwar Schuldscheine der Zentralbank in der Hand, können daraus jedoch keinen gesetzlichen Anspruch auf die Aktiva der Zentralbank ableiten. Das Konzept der &amp;quot;monetären Seigniorage&amp;quot; sieht darin die fehlende Deckung.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Stetige Zunahme====&lt;br /&gt;
[[Datei:Basisgeld EWU.png|rechts|500px|Basisgel]]Betrachtet man die Entwicklung des Basisgeldes in der „Europäischen Währungsunion“, stellt man nur streckenweise eine stetige Zunahme fest. Der unstetige Verlauf vor 2002 ist auf die Einführung des Euro zum 1.1.2002 zurückzuführen. Nach 2008, Der Lehmann-Pleite, schwand das Vertrauen der Geschäftsbanken untereinander teilweise so stark, dass diese sich zum Erhalt ihrer Liquidität ein Polster in Zentralbankgeld zulegten. Ein Mitte 2012 erreichter Maximalwert von über 1,7 Billionen € ist jedoch wieder auf einen Betrag von 1,3 Billionen € geschrumpft. Hierzu hat auch die EZB mit dem negativen Zinssatz von - 0,2 % auf Zentralbank-Buchgeld seit  10.09.2014 beigetragen.&lt;br /&gt;
Weiterhin ist zu beachten, dass ein Teil der Zentralbank-Aktiva aus Wertpapieren oder Kreditverträgen mit Laufzeitvereinbarungen besteht. Zum Ende der Laufzeit dieser Papiere muss die Zentralbank diese Aktiva, gegen Rückzahlung von Zentralbankgeld, auch wieder zurückgeben. Werden nicht gleichzeitig ähnliche neue Aktiva durch die Zentralbank gekauft, wird die Basisgeldmenge dadurch vermindert. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zunahme der Basisgeldmenge als monetären Geldschöpfungsgewinn der Zentralbank zu definieren erscheint deshalb nach einem Blick auf die Basisgeldentwicklung wenig sinnvoll, da die Basisgeldmenge nur ab 2002 bis 2008 einen annähernd stetigen Verlauf aufzeigt.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Opportunitätskosten-Seigniorage==&lt;br /&gt;
Bei der Opportunitätskosten-Seigniorage wird ermittelt, welche Zinskosten entstanden wären, hätte die Zentralbank nicht selbst Geld geschöpft sondern dieses auf dem Geld- und Kapitalmarkt verzinst aufgenommen. Dies kann mit der Aufbewahrung von Bargeld unter dem Kopfkissen verglichen werden und der anschließenden Frage, auf welchen Zinsgewinn durch die Nichtanlage dieses Geldes auf dem Geldmarkt verzichtet wird. Während bei der monetären Seigniorage nur die Zunahme der Basisgeldmenge herangezogen wird, bezieht sich die Opportunitätskosten-Seigniorage auf die gesamte Menge an Basisgeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fiskalische Seigniorage==&lt;br /&gt;
Die tatsächlich dem Staat zufließenden Mittel aus dem Geldschöpfungsgewinn werden als &amp;quot;Fiskalische Seigniorage&amp;quot; bezeichnet. Hierzu existieren wiederum unterschiedliche Berechnungsmethoden, deren Ergebnisse jedoch mit dem tatsächlich an den Staat überwiesenen Zentralbankgewinn wenig zu tun haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Anwendung der alternativen Berechnungskonzepte==&lt;br /&gt;
Allen hier vorgestellten alternativen Berechnungskonzepten liegen rein theoretische Modellvorstellungen zugrunde. Verwandt werden diese Berechnungen für volkswirtschaftliche Untersuchungen. So zum Beispiel zur Untersuchung über die Aufteilung der Seigniorage bei der Gründung des gemeinsamen Europäischen Währungsraumes. Hierzu wurden die beiden Sektoren &amp;quot;Staat&amp;quot; und &amp;quot;Zentralbank&amp;quot; zusammengefasst und die Aufteilung der Geldschöpfungsgewinne der Europäischen Zentralbank auf die einzelnen Länder betrachtet. Im Endeffekt ging es um die Frage, welche finanziellen Vor- oder Nachteile Deutschland hieraus erwachsen.&amp;lt;ref&amp;gt;Carsten Lange, Florian Nolte, [http://diskussionspapiere.wiwi.uni-hannover.de/pdf_bib/dp-205.pdf &amp;quot;Geldschöpfungsgewinne in einer Europäischen Währungsunion&amp;quot;] Diskussionspapier Nr. 205 Juli 1997, Abgerufen 31.7.2015&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Das Geldrätsel: Geldschöpfungsgewinn&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Vermittler_oder_Sch%C3%B6pfer&amp;diff=1725</id>
		<title>Das Geldrätsel: Vermittler oder Schöpfer</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Vermittler_oder_Sch%C3%B6pfer&amp;diff=1725"/>
				<updated>2019-05-19T19:46:41Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Durchlesen der vorhergehenden Seiten ab [[Das Geldrätsel: Liquidität der Banken|&amp;quot;Liquidität der Banken&amp;quot;]] erleichtert gegebenenfalls das Verstehen des nachfolgenden Textes. &lt;br /&gt;
==Vermittler==&lt;br /&gt;
Der überwiegende Teil der volkswirtschaftlichen Literatur sieht die Geschäftsbanken, nachfolgend nur als Banken bezeichnet, in der Funktion als Geldvermittler (Intermediär). Diejenigen, die Geld übrig haben leihen es denjenigen, die Geld benötigen. So fügen die Banken sich auch schön in die Kreislaufmodelle der Volkswirtschaftslehre ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Schöpfer==&lt;br /&gt;
„Um Kredite zu vergeben, benötigt eine Bank keine Sparer.“ So oder ähnlich lauten die Schlussfolgerungen derjenigen, die davon ausgehen, dass &amp;quot;Banken Geld aus dem Nichts schöpfen können&amp;quot;. Es entsteht dabei &amp;quot;Geld&amp;quot;, das vorher nicht da war und es ist auch kein Zentralbankgeld oder Spargeld dazu erforderlich&amp;lt;ref&amp;gt;Die „Geldschöpfung der Banken aus dem Nichts“ wird vermehrt als ernstzunehmende neue Erkenntnis propagiert.&lt;br /&gt;
* Bank of England [http://www.bankofengland.co.uk/publications/Documents/quarterlybulletin/2014/qb14q102.pdf Money creation in the modern economy]&lt;br /&gt;
* Deutsche Bundesbank, Monatsbericht 04/2017 [https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichtsaufsaetze/2017/2017_04_geldschoepfungsprozess.pdf?__blob=publicationFile Die Rolle von Banken, Nichtbanken und Zentralbank im Geldschöpfungsprozess]&lt;br /&gt;
* Norbert Häring [http://norberthaering.de/de/27-german/news/818-bundesbank-geldschoepfungDie Bundesbank versucht über Geldschöpfung aus dem Nichts aufzuklären – vergeblich ]&lt;br /&gt;
* weitere Autoren mit dieser Ausrichtung: Mathias Binswanger, Josef Huber, Bernd Senf, Christoph Pfluger, Christoph Binswanger, Dirk Ehnts, Richard Werner und viele andere. &amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wesentliche Aussage: &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Geschäftsbanken leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues Geld durch Kreditvergabe.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
lässt sich anhand von Buchungssätzen für den Einzelfall nachweisen. Geld steht hier für die Sichteinlagen bei Geschäftsbanken. Im Kreditvorgang entstehen bei den Banken &amp;quot;Sichteinlagen aus dem Nichts&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Erwerb von Vermögenswerten wie auch bei Inanspruchnahme von Dienstleistungen „bezahlt“ die Bank ebenfalls mit „Geschäftsbanken-Sichteinlagen&amp;quot;, mit Giralgeld. Auch diese Sichteinlagen entstehen aus dem Nichts. Auf der Passivseite der Bankbilanz müssten folglich nur drei Positionen auftauchen, das Eigenkapital der Bank und die Sichtguthaben der Bankkunden sowie noch die Position &amp;quot;Einlagen von Banken&amp;quot;, welche die Verbindlichkeiten der Banken untereinander beinhaltet. &lt;br /&gt;
Betrachtet man sich die Passivseite der konsolidierten Bilanz der deutschen Banken [[Datei:Konsolidierte Bilanz 06 2014.png|rechts|450px]] stellt man jedoch fest, das die Position „Sichteinlagen“ nur noch einen Anteil von 20 % an der Passivseite innehält. Hier tauchen jetzt die Positionen Termineinlagen, Spareinlagen und Schuldverschreibungen auf. Die Bank hat also Sichteinlagen, welche „sofort fällig“ sind in Einlagearten mit längeren Fristen umgewandelt. Dies kann die Bank natürlich nicht eigenständig bewirken. Voraussetzung ist, dass ihre Kunden bei ihr Geld anlegen wollen. Hierzu  bietet sie ihren Kunden die Umwandlung von Giralgeld in Spargeld als vorteilhaftes Geschäft an. Sie bietet ihnen Guthabenzinsen auf die vorgenannten Spareinlagen. Weshalb aber zahlt die Bank freiwillig Zinsen auf diese Einlagearten, wenn ihnen die Sichtguthaben der Kunden doch kostenlos zur Verfügung stehen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wäre die Geschäftsbank die [[Das Geldrätsel: Wicksellsche Idealbank|einzige Bank in einem Land]], so könnte sie tatsächlich die ganze Passivseite aus Sichtverbindlichkeiten gegenüber ihren Kunden bestehen lassen. Bei mehreren Banken in einem Land, welche im Wettbewerb stehen, ergeben sich jedoch automatisch Zwänge bezüglich der Kundenbindung und der Bewirtschaftung von Mitteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bietet nur die Bank A ihren Kunden Zinsen auf Sparguthaben, werden die Kunden sämtlicher anderer Banken versuchen, ihr Spargeld bei Bank A anzulegen. Wollen die anderen Banken &lt;br /&gt;
ihre Kunden auch im Spargeschäft behalten sind sie gezwungen, ihren Kunden auch ähnliche Sparangebote zu unterbreiten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aber dies ist nur ein Aspekt für das Sparangebot der Banken. Wichtiger erscheint der Verlust von Liquidität bei Überweisung von Spargeldern an Bank A. Die überweisende Bank B muss bei der Bank A einen Kredit aufnehmen, um diese dazu zu bewegen, für den Sparkunden ein Sparguthaben anzulegen. Details hierzu sind im Artikel [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] erklärt. Bank B wechselt also ihre Sichtverbindlichkeit gegenüber ihrem Kunden in eine Verbindlichkeit gegenüber Bank A. Dieser muss sie jedoch Zinsen zahlen und gegebenenfalls auch noch Sicherheiten hinterlegen. Also wird sie versuchen, ihren Kunden zu bewegen, sein Sichtguthaben direkt bei ihr, Bank B, als Spargeld anzulegen, Diesem muss sie zwar auch Zinsen zahlen, in der Regel aber weniger als bei einem Kredit von Bank A. Zudem verlangt ihr Kunde ja keine Sicherheit. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus dem Konkurrenzverhältnis der Banken untereinander resultiert eine Aufteilung der Pasivseite wie in der Abbildung oben gezeigt. Die jeweiligen Rentabilitäts- und Liquiditätsgesichtspunkte einer Bank bestimmen deren individuelle Aufteilung der Aktiv- und Passivseite.&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Bankdevise: „So liquide wie nötig, so rentabel wie möglich“ verdeutlicht diese Problematik.&amp;quot;''}} &lt;br /&gt;
Möglichst liquide zu sein verursacht Kosten durch zu zahlende Zinsen, entweder für Zentralbankgeld, Kredite bei anderen Banken, Bankschuldverschreibungen oder aber für Spar- und Terminguthaben von Kunden. Können nur wenig Mittel zu anderen Banken abfließen ist eine Bank stabil und zahlungsfähig. Dies steht aber dem Ziel der Gewinnmaximierung, also möglichst rentabel zu arbeiten, entgegen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch wenn Geschäftsbanken grundsätzlich durch Kreditvergabe oder den Ankauf von Vermögenswerten neues Geld schaffen, erfolgt doch größtenteils alsbald eine Refinanzierung dieses neu geschaffenen Geldes. Die  möglichen Sparaktionen wurden zuvor beschrieben und in der oben gezeigten Grafik zur konsolidierten Bankenbilanz auch quantitativ aufgezeigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Satz: &amp;quot;Die Geschäftsbanken leihen nicht Geld aus, welches vorher jemand bei ihnen deponiert hat, sondern sie schaffen neues Geld durch Kreditvergabe.&amp;quot; trifft nur für Augenblick der Schaffung von Geschäftsbanken-Buchgeld zu. Die zwangsweise danach erforderliche Refinanzierung wird dabei ausgeblendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bankpraxis zeigt, dass im Bankbetrieb Spargelder sehr wohl noch benötigt werden. Dass diese erst nach der Kreditvergabe erforderlich werden, ist für den Bankbetrieb von untergeordneter Bedeutung. Die Schaffung von Krediten ohne Spargelder trifft somit nur für die 20 % der Sichteinlagen zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''Die &amp;quot;Geldschöpfung aus dem Nichts&amp;quot; erweist sich als schwerwiegender Fehlschluss, weil aus einem einfachen Buchungssatz auf die Funktion des gesamten Bankbetriebes geschlossen wird.''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''Jedoch ist auch die Aussage, dass Banken das Geld von Sparern verleihen, ein Fehlschluss. Eine Aussage aus Zeiten der Goldwährung wurde in unser heutiges Schuld-Geld-System übernommen, ohne anzumerken, dass eine  Refinanzierung&amp;lt;ref&amp;gt;Da es nicht &amp;quot;Finanzierung&amp;quot; sondern &amp;quot;Refinanzierung&amp;quot; heißt, kann aus dem Wort schon der Hinweis auf eine zeitlich nachgeordnete Aktion erkannt werden.&amp;lt;/ref&amp;gt; nur für einen Teil der erteilten Kredite erforderlich ist und diese Refinanzierung erst zu einem späteren Zeitpunkt erfolgt.''}}  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vermittlerfunktion darf man deshalb nicht wörtlich in Buchungssätzen suchen sondern kann diese erst im gesamten Bankengeschäft erkennen. Einen guten Überblick bietet dazu die konsolidierte Bankenbilanz. Die Banken vergeben Kredite und benötigen aber auch Kredite von ihren Kunden. Nur ein Teil von etwa 20 % der Bilanzsumme kann als Geldschöpfung der Banken ohne zeitlich nachgeordnete Sparaktionen angesehen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Fristenspekulation&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Fristenspekulation&amp;diff=1724</id>
		<title>Das Geldrätsel: Fristenspekulation</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Fristenspekulation&amp;diff=1724"/>
				<updated>2019-05-19T19:33:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Wird über Fristentransformation gesprochen setzt dies das Modell einer Bank als Vermittler (Intermediär), zwischen denjenigen die „Geld“ übrig haben und denjenigen die „Geld“ benötigen, voraus.&amp;quot;''}}Diesem Modell wird heute zunehmend widersprochen, da man der Meinung ist, dass Banken Geld schöpfen und nicht zwischen Sparern und Kreditnehmern vermitteln. Im nächsten Beitrag [[Das Geldrätsel: Vermittler oder Schöpfer|Vermittler oder Schöpfer]] wird auf diese Widersprüchlichkeit näher eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fristentransformation==&lt;br /&gt;
Von Fristentransformation wird gesprochen, wenn eine Bank die unterschiedlichen Laufzeitwünsche von Sparern und Kreditnehmern ausgleicht. Das Wort &amp;quot;Transformation&amp;quot; verbindet man in der Regel mit einem seriös ablaufenden Vorgang, wenn man von der Bedeutung der Transformation in der Physik oder der Mathematik ausgeht. Wie nachstehend gezeigt, ist dies bei der Fristentransformation im Bankensektor nur sehr bedingt der Fall. In der Fachliteratur wird die Fristentransformation als legitimes Mittel der Banken dargestellt um eine der Hauptfunktionen der Banken, die &amp;quot;unterschiedlichen Laufzeitinteressen von Schuldnern und Gläubigern in Einklang zu bringen&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Fristentransformation Fristentransformation]Wikipedia, Abruf 20.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Literatur unterscheidet zwischen &amp;quot;negativer&amp;quot; und &amp;quot;positiver Fristentransformation&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.uni-hohenheim.de/uploads/media/BM_Kapitel_1.pdf Bankmanagement] Hans-Peter Burghof, Universität Hohenheim, Wintersemester 2008/2009, Abruf 20.08.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, wobei bei positiver Fristentransformation der Ausdruck &amp;quot;Fristenspekulation&amp;quot; angemessener wäre, wie nachfolgend noch erläutert wird. Das Gegenteil von Fristentransformation ist die Fristenkongruenz. Wird eine Spareinlage über 400 Geldeinheiten (GE) mit einer Laufzeit von 1 Jahr verwendet um ein Darlehen über ebenfalls 400 GE und einer Laufzeit von 1 Jahr zu finanzieren, spricht man von Fristenkongruenz. Die Laufzeit des Sparbetrags ist gleich der Laufzeit des Darlehns.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Negative Fristentransformation====&lt;br /&gt;
Ein Sparer legt 400 Geldeinheiten (GE) in einem Sparbrief bei der Bank für 1 Jahr fest. Ein anderer Kunde möchte 400 GE Kredit von der Bank erhalten, jedoch nur für einen Zeitraum von 6 Monaten. Die Bank kann für die restlichen 6 Monate einen weiteren Kredit über 400 GE an einen anderen Bankkunden ausreichen. Werden die Kredite von der Bank so erteilt, hat sie eine &amp;quot;negative Fristentransformation&amp;quot; vorgenommen. Wäre nur 1 Kredit über 400 GE mit einer Laufzeit von 12 Monaten erteilt worden, hätte die Bank keine Fristentransformation betrieben sondern sie hätte den Kredit &amp;quot;[[Das Geldrätsel: Goldene Bankregel#Fristentkongruenz|fristenkongruent refinanziert]]&amp;quot;. Hier wird ersichtlich, dass kein wesentlicher Unterschied zwischen der Fristenkongruenz und der &amp;quot;negativen Fristentransformation&amp;quot; besteht. Der Sparbetrag wird nicht in in einer Aktion für 12 Monate festgelegt sondern lediglich auf zwei Kreditverträge mit je 6 Monaten aufgeteilt. Aus einer lang angelegten Spareinlage wurden zwei kurze Kreditverträge finanziert, ohne jegliches Fristenrisiko. Damit wird ausgedrückt, dass aus den Zahlungsfristen gegenüber dem Kreditnehmer und dem Sparer der Bank kein Zahlungsproblem entstehen kann. Die heutigen Pfandleiher arbeiten nach diesem Prinzip, vergleichbar mit den ursprünglichen [[Das Geldrätsel: Leihbanken|Leihbanken]]. Der Ausdruck &amp;quot;negative Fristentransformation&amp;quot; ist in hohem Maße irreführend, da er genau das Gegenteil von dem beschreibt, was gemeinhin unter  Fristentransformation verstanden wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Positive Fristentransformation==== &lt;br /&gt;
[[Das Geldrätsel: Goldene Bankregel#Otto Hübner|Otto Hübner]] warnt 1854 in seinem Buch &amp;quot;Die Banken&amp;quot; davor, zur Finanzierung langfristiger Kredite kurzfristige Spareinlagen heranzuziehen. Dies kommt in seiner Forderung{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Bank kann, wenn sie auf drei Monate Gelder deponiert erhält, ohne Gefahr dieselben nicht auf sechs Monate ausborgen.&amp;quot;''(Seite 28 ff)}}zum Ausdruck. Die Bank hat eine Spareinlage über 400 GE mit einer Laufzeit von 3 Monaten erhalten. Daraufhin vergibt sie einen Kredit über 400 GE mit einer Laufzeit von 6 Monaten. Sie benötigt also nach 3 Monaten eine weitere Spareinlage über 400 GE und einer Laufzeit von 3 Monaten. Die Gefahr nach Hübner besteht also darin, dass der Nachfolgesparer eventuell nicht gefunden werden kann. Bei dieser Folgerung wird davon ausgegangen, dass die Bank tatsächlich eine reine Vermittlungsleistung erbringt, d. h. dass sie nicht mehr ausleihen kann, wie sie selbst besitzt. Zum Zeitpunkt der Kreditvergabe hat sie nur für die ersten 3 Monate die Refinanzierung gesichert. &lt;br /&gt;
Diese Art der Refinanzierung wird als &amp;quot;positive Fristentransformation&amp;quot; bezeichnet. Wird allgemein über &amp;quot;Fristentransformation&amp;quot; gesprochen ist immer diese &amp;quot;positive&amp;quot; Variante gemeint.  Die Bank sammelt insgesamt gesehen viele kurzfristige Spargelder nacheinander ein und finanziert damit einige langfristige Kundenkredite. Dabei erzielt die Bank durchweg einen beachtlichen Gewinn aus den unterschiedlichen Zinssätzen von lang- und kurzfristigen Anlageformen, wie dies detailliert im Kapitel &amp;quot;[[Das Geldrätsel: Bankkalkulation|Bankkalkulation]]&amp;quot; gezeigt wird. Aus der Durchschnitts-Zinsertragsbilanz wird zum Teil ersichtlich, in welchem Umfang Fristentransformation von einer Bank betrieben wird, d. h. in welchem Ausmaß die Bank auf für sie günstige Zinsentwicklungen spekuliert. Sie spekuliert darauf, dass die künftigen Zinsen für kurzfristige Geldanlagen unter den Zinssätzen für langfristige Zinsen liegen, d. h. es wird auf eine &amp;quot;normale&amp;quot;, steigende Zinsstrukturkurve gesetzt. Der durch diese Spekulation erreichte Erlösanteil geht als [[Das Geldrätsel: Bankkalkulation#Strukturbeitrag|&amp;quot;Strukturbeitrag&amp;quot;]] in die Bankkalkulation ein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigen hingegen die kurzfristigen Zinsen über die Zinssätze für langfristige Zinsen an, spricht man von einer inversen Zinsstrukturkurve mit fallenden Zinsen auf der Anlagendauerachse. Der Bank entstehen hierbei Verluste. Als Normalfall ist jedoch die steigende Zinsstrukturkurve anzusehen. Die aus der Fristentransformation entstehenden Risiken bei Zinsänderungen werden entsprechend als Zinsänderungsrisiken bezeichnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Diejenigen die Geld sparen, stellen es denjenigen zur Verfügung, die Geld leihen wollen. Die Banken als Kreditvermittler bringen dabei die unterschiedlichen Interessen der Beteiligten in Einklang.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
Die Bank stellt dem Kreditnehmer einen langfristigen Kredit zur Verfügung und finanziert diesen mit kurzfristigen Einlagen. [[Datei:Liquiditätsplan.png|350px|right]]Für die gesamte Darlehensdauer besitzt sie die erforderlichen Mittel zu diesem Zeitpunkt noch nicht.&lt;br /&gt;
Ein Beispiel ist in der nebenstehenden Tabelle abgebildet. Anton erhält von der Bank ein Darlehen über 400 Geldeinheiten (GE) für die Dauer von 4 Jahren. Die Bank kann gleichzeitig den Sparer 1 dazu bewegen, ihr 400 GE für den Zeitraum eines Jahres als Spareinlage zur Verfügung zu stellen. Mit dieser Spareinlage kann die Bank nun an Anton 400 GE auszahlen. Am Ende des ersten Jahres möchte Sparer 1 seine Spareinlage zurückerhalten, da er diese anderweitig einsetzen will. Die Bank benötigt also zu diesem Zeitpunkt 400 GE, d. h. einen weiteren Sparer. Sie kann den Sparer 2 zur Einlage von 400 GE für die Dauer des 2. Jahres gewinnen. Dessen Einlage wird an den Sparer 1 ausgezahlt. Sparer für die Jahre 3 und 4 fehlen der Bank zu diesem Zeitpunkt jedoch immer noch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Refinanzierung können jedoch auch bedeutend kurzfristigere Einlagen herangezogen werden, z. B. 6-Monatsgeld, 3-Monatsgeld, Termingelder bis zu Tagesgelder und auch Girokonten mit &amp;quot;0&amp;quot;-Tage Anlagedauer. Bei Tagesgeld kann man sich noch vorstellen, dass der Sparer dieses der Bank für 1 Tag überlässt. Bei der Refinanzierung des 4-Jahres Darlehens muss die Bank theoretisch 1459-mal einen Nachfolgesparer suchen. Da aber Tagesgeld automatisch jeweils um 1 Tag verlängert wird, sofern der Kunde nicht kündigt, muss die Bank praktisch nur die Kündigungen im Auge behalten. Ansonsten erscheint der Tagesgeldblock als feste, langfristige Refinanzierungsquelle. Ähnliches geschieht mit sonstigen Einlagen, welche einer Kündigung bedürfen wie z. B. Einlagen auf Sparbüchern. Speziell beim Girokonto fällt es besonders schwer, sich die Anwendung der Fristentransformation noch vorzustellen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann ein Guthaben der Kunden, welches jederzeit sofort fällig ist, zur Refinanzierung langfristiger Darlehen herangezogen werden? Wie oft muss ein Guthaben, welches sofort fällig ist, verlängert werden um daraus eine Fristentransformation abzuleiten? Mathematisch gesehen strebt die Wiederholungsrate gegen unendlich. Das Modell der Fristentransformation hat spätestens hier eine Grenze erreicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bodensatz====&lt;br /&gt;
Die Bank greift deshalb auf die Erfahrung zurück, dass sich auf den Girokonten immer ein gewisser [[Das Geldrätsel: Bodensatztheorie|&amp;quot;Bodensatz&amp;quot;]] bildet, der für Überweisungen und Auszahlungen nicht benötigt wird. Den Bodensatz kann sie deshalb zur Refinanzierung langfristiger Kredite heranziehen. Diesen Vorteil nutzten bereits die ersten [[Das Geldrätsel: Zettelbanken|&amp;quot;Zettelbanken&amp;quot;]] aus, indem sie mehr Bezugsscheine ausstellten als &amp;quot;echtes Geld&amp;quot; in ihren Tresoren vorhanden war. Auch bei anderen kurz- bis mittelfristigen Einlagen bildet sich ein Bodensatz, da diese Einlagen entweder automatisch verlängert werden oder aber in einer Vielzahl der Fälle die Kunden ihre fällig gewordenen Einlagen erneut anlegen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Verrechnung====  &lt;br /&gt;
Das oben genannte Beispiel ging davon aus, dass Anton den Darlehensbetrag komplett von der Bank abzieht und auch keine gegenläufigen Zahlungen erfolgen. Dies widerspricht jedoch der Bankpraxis. Ein Teil der Darlehenssumme verbleibt im Kundenkreis der Bank und benötigt deshalb keine Refinanzierung. Auch werden ausgehende Zahlungen teilweise durch eingehende Zahlungen kompensiert, sodass nur der Unterschied refinanziert werden muss. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bankkalkulation====&lt;br /&gt;
In der [[Das Geldrätsel: Bankkalkulation|&amp;quot;Durchschnitts-Zinsertragsbilanz&amp;quot;]], einer Grundlage für die Bankkalkulation, werden deshalb die tatsächlich gezahlten und eingenommenen Zinsen dargestellt. Diese repräsentieren damit sämtliche Einlagen- und Anlegearten. Sowohl Girokonten mit 0 % Zinsen wie auch Schuldverschreibungen der Bank mit vielleicht 4 % Zinsen sind darin enthalten. Die heute überwiegend angewandte &amp;quot;Marktzinsmethode&amp;quot; geht hingegen vom Unterschied zwischen Kapitalmarktzins und Geldmarktzins aus. Wird das Darlehen aktivseitig noch nachvollziehbar an einer gleichlangen Anlage auf dem Kapitalmarkt verglichen, stellt sich bei der Passivseite die Frage nach der anzunehmenden Frist und damit der Auswirkung der Fristentransformation. Bei Tagesgeld ist der Einfluss der Fristentransformation entsprechend größer als bei 3-Monatsgeld. Von welchem Zeitraum die Bank bei ihrer Kalkulation hier ausgeht bleibt wohl ein Geheimnis der Bank.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Neben der Betragstransformation (Losgrößentransformation) und der Risikotransformation ist die Fristentransformation ein wesentliches Leistungsmerkmal der Banken. Ein auf den ersten Blick typisches Beispiel für unbesicherte Leerverkäufe, bei denen die verkauften Waren erst später beschafft werden. Die Bankbilanzen lassen den Umfang dieser Leerverkäufe kaum erkennen. In ihr werden nur Vermögenswerte am Bilanzstichtag aufgeführt und keine Durchschnittswerte oder künftig zu erwartenden Werte. Der Zeitfaktor von Forderungen und Verbindlichkeiten ist nur ganz grob aus den Unterpositionen der Bilanz erkennbar.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Fristentransformation stellt sich bei näherer Untersuchung als theoretisches Modell heraus, welches nur einen isoliert betrachteten theoretischen Geschäftsvorgang zutreffend beschreibt. Das Modell täuscht vor, dass für jede langfristige Kreditvergabe entsprechend viele kurzfristige Einlagen erforderlich werden. Bereits durch interne Überweisungen und Verrechnung von aus- und eingehenden Zahlungen stellt sich jedoch ein bedeutend geringerer Bedarf an Refinanzierungen heraus. Somit müssen keineswegs Spareinlagen zwingend vorhanden sein um ein Darlehen auszuzahlen, weder vor noch nach dem Darlehensvorgang selbst. Die Einbeziehung von Girokonten ohne jegliche Festlegungsfrist als Bestandteil einer Fristentransformation entbehrt zwar jeder mathematischen Regel und doch wird sie mit berücksichtigt. Jedoch ist auch der Umkehrschluss nicht zutreffend, dass für Darlehen keinerlei Spareinlagen benötigt werden. Die [[Das Geldrätsel: Vermittler oder Schöpfer|Lösung]] liegt irgendwo zwischen diesen beiden Extrempositionen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nachtrag 1/2018====&lt;br /&gt;
Die Fristentransformation ist für die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht BaFin ein wichtiger Indikator für die Risikobewertung von Finanzdienstleistern.&lt;br /&gt;
So heißt es in der Mitteilung &amp;quot;Keine Fristentransformation – keine Schattenbank&amp;quot; von PWC/Deutschland&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.pwc.de/de/finanzdienstleistungen/leasing/keine-fristentransformation-keine-schattenbank.html Keine Fristentransformation – keine Schattenbank], Abruf 27.2.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Die BaFin hat mit Schreiben vom 4. August 2015 gegenüber dem Bundesverband deutscher Leasing-Unternehmen erklärt, dass sie von einer Anwendung der künftigen EBA-Leitlinien auf Geschäftsbeziehungen von beaufsichtigten Leasingunternehmen absehen wird, so lange keine Hinweise darauf erkennbar sind, dass die Fristentransformation in einem erwähnenswerten Umfang Teil des Geschäftsmodells der Leasinggesellschaften wird.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Mindestreserve&amp;diff=1723</id>
		<title>Das Geldrätsel: Mindestreserve</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Mindestreserve&amp;diff=1723"/>
				<updated>2019-05-19T13:56:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Mindestreserve handelt es sich um Reserven, die ein Kreditinstitut laut Gesetz bei der Zentralbank unterhalten muss. Abhängig von den Kundeneinlagen ist ein Reservebetrag auf dem Zentralbankkonto der jeweiligen Bank erforderlich. Dieser Betrag entspricht einem gewissen Prozentsatz der Kundeneinlagen einer Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Fußnote 1 auf Seite 23 im Monatsbericht Mai 2012 der Deutschen Bundesbank &amp;quot;Die Verbindlichkeiten der Kreditinstitute, die der Mindestreservepflicht unterliegen, decken sich weitgehend mit den Verbindlichkeiten in der weit gefassten Geldmenge M3 und umfassen täglich fällige Einlagen, Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu zwei&lt;br /&gt;
Jahren, Einlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu zwei Jahren und MFI-Schuldverschreibungen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu zwei Jahren.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diente die Mindestreserve ursprünglich nur als Reserve zur Absicherung der Einlagen bei Geschäftsbanken, so entwickelte sie sich alsbald zu einer Einflussmöglichkeit der Zentralbank auf die Geldmenge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor   = Angelika Müller&lt;br /&gt;
| Titel   = Die Mindestreserve: Ausgestaltung und Wandlungen eines Instrumentes der deutschen Zentralbank seit 1948 &lt;br /&gt;
| Auflage =  &lt;br /&gt;
| Verlag  = Duncker &amp;amp; Humblot&lt;br /&gt;
| Ort     = Berlin&lt;br /&gt;
| Jahr    = 1992&lt;br /&gt;
| ISBN    = 3-428-07348-7&lt;br /&gt;
| Seiten  = &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lag der Mindestreservesatz in der Bundesrepublik Deutschland bis in die 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch im Bereich von 5 - 20 %, ist er mit Einrichtung des Euroraumes auf 2 % und seit dem 18.01.2012 sogar auf 1 % gesenkt worden. Die geldpolitische Steuerungsmöglichkeit der Zentralbank über die Mindestreserve auf die Geldmenge ist damit praktisch nicht mehr vorhanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor   = Gischer, Herz, Menkhoff&lt;br /&gt;
| Titel   = Kredit, Geld und Banken&lt;br /&gt;
| Auflage = 2 &lt;br /&gt;
| Verlag  = Springer&lt;br /&gt;
| Ort     = Berlin Heidelberg&lt;br /&gt;
| Jahr    = 2005&lt;br /&gt;
| ISBN    = 3-540-24169-8&lt;br /&gt;
| Seiten  = 195&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geblieben sind indes die Inhalte mancher Hochschulvorlesungen, welche die Multiplikatorfunktion des Zentralbankgeldes immer noch lehren.&lt;br /&gt;
Auch die Aussage im Schülerbuch der Bundesbank wirkt verwirrend. Hier heißt es:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit der Mindestreserve kann die Zentralbank das Ausmaß der Geldschöpfung beeinflussen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot; Ausgabe Januar 2014, Seite 77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird jedoch nicht erwähnt, dass bei dem heutigen Reservesatz von 1 % diese Funktion faktisch nicht mehr vorhanden ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktion heute==&lt;br /&gt;
Geblieben ist die Funktion der Mindestreserve als Mittel des Zahlungsausgleichs&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Aufgaben/Geldpolitik/Mindestreserven/mindestreserven.html Mindestreserven]Deutsche Bundesbank, Abruf 27.10.2014, Link funktioniert nicht mehr 19.05.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/resource/blob/606038/c0364dd6034eb7e0c9230b77ed995c06/mL/geld-und-geldpolitik-data.pdf Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;]  Stand 2017, Seite 195, Abruf 19.05.2019,&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von den Kundeneinlagen (Bilanzposition:Verbindlichkeit gegenüber Kunden) müssen Reserven gemäß dem  Mindestreservesatz während einer Mindesreserveperiode (ca. 28 Tage) an Zentralbankgeld vorgehalten werden. Diese Reserven müssen jedoch nur im Mittel vorhanden sein. Dies ist vergleichbar mit einer Geldbörse, in welcher im Monatsdurchschnitt immer ein bestimmter Betrag, beispielsweise 50 €, vorhanden sein muss. Nun kann an einem Tag der Börseninhalt auf 30 € sinken, während er an einem anderen Tag aber 80 € beträgt. Das Mittel von 50 € wäre damit eingehalten. Die Geschäftsbanken können sich bei ihren Überweisungen aus dieser &amp;quot;Mindestreserve-Börse&amp;quot; bedienen. Erst am Ende der Mindestreserveperiode muss für die Einhaltung des Mittelwertes gesorgt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Seite 23 im Monatsbericht Mai 2012 der Deutschen Bundesbank: &amp;quot;Das Mindestreserve-Soll der EZB ist vergangenheitsorientiert und richtet sich nach den in der vorangegangenen Erfüllungsperiode beobachteten Beständen an mindestreservepflichtigen Einlagen (und anderen Verbindlichkeiten&lt;br /&gt;
der Kreditinstitute). Es wird also festgelegt, nachdem die Banken die Kreditnachfrage ihrer Kunden&lt;br /&gt;
befriedigt haben.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Funktion des Zahlungsausgleichs wirkt sich die Mindestreserve stabilisierend auf die Geldmarktsätze aus. Als weitere Funktion wird von der EZB die &amp;quot;Vergrößerung der [[Das_Geldrätsel:_Zentralbanksystem#Strukturelle Liquiditätsknappheit|strukturellen Liquiditätsknappheit]]&amp;quot; genannt. Etwas verständlicher wird dies mit der &amp;quot;Anbindungsfunktion&amp;quot; beschrieben. Die Banken sind verpflichtet, für die Mindestreserve eine bestimmten Menge Zentralbankgeld zu erwerben. Die Zentralbank bindet somit die Geschäftsbanken an sich. Damit wird dann auch die &amp;quot;Knappheit&amp;quot; des Zentralbankgeldes erhöht. Eine angesichts der heutigen Flutung der Banken mit Zentralbankgeld doch fragwürdige Aussage.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Die Mindestreserve in ihrer heutigen Form mit einem Reservesatz von nur 1 % hat keine Auswirkungen auf die Kreditschöpfungsmöglichkeit der Geschäftsbanken mehr. Die, in der Literatur noch oft vorzufindende Steuerungsfunktion auf die Geldmenge existiert bei einem Satz von 1 % heute nicht mehr. Die Mindestreserve dient lediglich noch einer Reduzierung der erforderlichen Zentralbankmittel beim Zahlungsverkehr im Bankensystem und wirkt deshalb auch indirekt beruhigend auf das Auf und Ab der Zentralbankzinsen.&amp;lt;ref&amp;gt;Frage an die Bundesbank zur &lt;br /&gt;
[http://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Quellen/Fragen_an_die_Bundesbank#Mindestreserve Mindestreservepflicht.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Mindestreserve&amp;diff=1722</id>
		<title>Das Geldrätsel: Mindestreserve</title>
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				<updated>2019-05-19T13:12:45Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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Bei der Mindestreserve handelt es sich um Reserven, die ein Kreditinstitut laut Gesetz bei der Zentralbank unterhalten muss. Abhängig von den Kundeneinlagen ist ein Reservebetrag auf dem Zentralbankkonto der jeweiligen Bank erforderlich. Dieser Betrag entspricht einem gewissen Prozentsatz der Kundeneinlagen einer Bank&amp;lt;ref&amp;gt;Laut Fußnote 1 auf Seite 23 im Monatsbericht Mai 2012 der Deutschen Bundesbank &amp;quot;Die Verbindlichkeiten der Kreditinstitute, die der Mindestreservepflicht unterliegen, decken sich weitgehend mit den Verbindlichkeiten in der weit gefassten Geldmenge M3 und umfassen täglich fällige Einlagen, Einlagen mit einer vereinbarten Laufzeit von bis zu zwei&lt;br /&gt;
Jahren, Einlagen mit einer vereinbarten Kündigungsfrist von bis zu zwei Jahren und MFI-Schuldverschreibungen mit einer Ursprungslaufzeit von bis zu zwei Jahren.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diente die Mindestreserve ursprünglich nur als Reserve zur Absicherung der Einlagen bei Geschäftsbanken, so entwickelte sie sich alsbald zu einer Einflussmöglichkeit der Zentralbank auf die Geldmenge.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur| Autor   = Angelika Müller&lt;br /&gt;
| Titel   = Die Mindestreserve: Ausgestaltung und Wandlungen eines Instrumentes der deutschen Zentralbank seit 1948 &lt;br /&gt;
| Auflage =  &lt;br /&gt;
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}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Lag der Mindestreservesatz in der Bundesrepublik Deutschland bis in die 90er Jahren des vergangenen Jahrhunderts noch im Bereich von 5 - 20 %, ist er mit Einrichtung des Euroraumes auf 2 % und seit dem 18.01.2012 sogar auf 1 % gesenkt worden. Die geldpolitische Steuerungsmöglichkeit der Zentralbank über die Mindestreserve auf die Geldmenge ist damit praktisch nicht mehr vorhanden.&amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor   = Gischer, Herz, Menkhoff&lt;br /&gt;
| Titel   = Kredit, Geld und Banken&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Geblieben sind indes die Inhalte mancher Hochschulvorlesungen, welche die Multiplikatorfunktion des Zentralbankgeldes immer noch lehren.&lt;br /&gt;
Auch die Aussage im Schülerbuch der Bundesbank wirkt verwirrend. Hier heißt es:&lt;br /&gt;
&amp;quot;Mit der Mindestreserve kann die Zentralbank das Ausmaß der Geldschöpfung beeinflussen.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot; Ausgabe Januar 2014, Seite 77&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Es wird jedoch nicht erwähnt, dass bei dem heutigen Reservesatz von 1 % diese Funktion faktisch nicht mehr vorhanden ist.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Funktion heute==&lt;br /&gt;
Geblieben ist die Funktion der Mindestreserve als Mittel des Zahlungsausgleichs&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Navigation/DE/Aufgaben/Geldpolitik/Mindestreserven/mindestreserven.html Mindestreserven]Deutsche Bundesbank, Abruf 27.10.2014&amp;lt;/ref&amp;gt;. Von den Kundeneinlagen (Bilanzposition:Verbindlichkeit gegenüber Kunden) müssen Reserven gemäß dem  Mindestreservesatz während einer Mindesreserveperiode (ca. 28 Tage) an Zentralbankgeld vorgehalten werden. Diese Reserven müssen jedoch nur im Mittel vorhanden sein. Dies ist vergleichbar mit einer Geldbörse, in welcher im Monatsdurchschnitt immer ein bestimmter Betrag, beispielsweise 50 €, vorhanden sein muss. Nun kann an einem Tag der Börseninhalt auf 30 € sinken, während er an einem anderen Tag aber 80 € beträgt. Das Mittel von 50 € wäre damit eingehalten. Die Geschäftsbanken können sich bei ihren Überweisungen aus dieser &amp;quot;Mindestreserve-Börse&amp;quot; bedienen. Erst am Ende der Mindestreserveperiode muss für die Einhaltung des Mittelwertes gesorgt werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Seite 23 im Monatsbericht Mai 2012 der Deutschen Bundesbank: &amp;quot;Das Mindestreserve-Soll der EZB ist vergangenheitsorientiert und richtet sich nach den in der vorangegangenen Erfüllungsperiode beobachteten Beständen an mindestreservepflichtigen Einlagen (und anderen Verbindlichkeiten&lt;br /&gt;
der Kreditinstitute). Es wird also festgelegt, nachdem die Banken die Kreditnachfrage ihrer Kunden&lt;br /&gt;
befriedigt haben.&amp;quot;&amp;lt;/ref&amp;gt; Durch die Funktion des Zahlungsausgleichs wirkt sich die Mindestreserve stabilisierend auf die Geldmarktsätze aus. Als weitere Funktion wird von der EZB die &amp;quot;Vergrößerung der [[Das_Geldrätsel:_Zentralbanksystem#Strukturelle Liquiditätsknappheit|strukturellen Liquiditätsknappheit]]&amp;quot; genannt. Etwas verständlicher wird dies mit der &amp;quot;Anbindungsfunktion&amp;quot; beschrieben. Die Banken sind verpflichtet, für die Mindestreserve eine bestimmten Menge Zentralbankgeld zu erwerben. Die Zentralbank bindet somit die Geschäftsbanken an sich. Damit wird dann auch die &amp;quot;Knappheit&amp;quot; des Zentralbankgeldes erhöht. Eine angesichts der heutigen Flutung der Banken mit Zentralbankgeld doch fragwürdige Aussage.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zusammenfassung==&lt;br /&gt;
Die Mindestreserve in ihrer heutigen Form mit einem Reservesatz von nur 1 % hat keine Auswirkungen auf die Kreditschöpfungsmöglichkeit der Geschäftsbanken mehr. Die, in der Literatur noch oft vorzufindende Steuerungsfunktion auf die Geldmenge existiert bei einem Satz von 1 % heute nicht mehr. Die Mindestreserve dient lediglich einer Reduzierung der erforderlichen Zentralbankmittel beim Zahlungsverkehr im Bankensystem und wirkt deshalb auch indirekt beruhigend auf das Auf und Ab der Zentralbankzinsen.&amp;lt;ref&amp;gt;Frage an die Bundesbank zur &lt;br /&gt;
[http://wiki.piratenpartei.de/AG_Geldordnung_und_Finanzpolitik/Quellen/Fragen_an_die_Bundesbank#Mindestreserve Mindestreservepflicht.]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Barreserve&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Kreditsch%C3%B6pfung&amp;diff=1721</id>
		<title>Das Geldrätsel: Kreditschöpfung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Kreditsch%C3%B6pfung&amp;diff=1721"/>
				<updated>2019-05-19T12:55:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die moderne Kredittheorie geht davon aus, dass Banken Buchgeld aus dem Nichts schöpfen können. Aus dem &amp;quot;Nichts&amp;quot; schöpfen heißt dabei; &amp;quot;ohne vorhergehendes Sparen&amp;quot;. Dieser Widerspruch zur Kreditvermittlungstheorie hat schon im 19. Jahrhundert Wirtschaftswissenschaftler beschäftigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
1889 sagte Henry Dunning Macleod, ein schottischer Nationalökonom in seinem Buch &amp;quot;The Theory of Credit&amp;quot; sinngemäß etwa:&amp;lt;ref&amp;gt;“… we see that the very essence and nature of a Bank and a Banker is to create and issue Credit payable on demand: and this Credit is intended to circulate and perform all the functions of money. A Bank is, therefore, not an office for ,borrowing' and ,lending' money: but it is a Manufactory of Credit.&amp;quot; Henry Dunning Macleod, ''&amp;quot;The Theory and Practice of Banking&amp;quot;'' Volume II, London 1866, Seite 594, zitiert nach &amp;quot;Die Anwendbarkeit Der Modernen Kreditschopfungslehre Auf Die Besondere Art des Sparkassengeschäfts&amp;quot; von Hermann Feifel, Duncker &amp;amp; Humblot 1959, Seite 66 &lt;br /&gt;
(Anm.: Die englische Bedeutung von &amp;quot;credit&amp;quot; ist weiter gefasst als die Bedeutung des deutschen Wortes &amp;quot;Kredit&amp;quot; und umfasst auch das Bankguthaben des Kreditnehmers. Deshalb wird in der sinngemäßen Übersetzung der Begriff &amp;quot;Bankguthaben&amp;quot; verwandt, da in dem genannten Zusammenhang Bezug auf den &amp;quot;credit&amp;quot; als &amp;quot;Ersatzgeld&amp;quot; = &amp;quot;Bankguthaben&amp;quot; genommen wird.)&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Wir sehen, dass eine Bank im Wesentlichen jederzeit fällige Bankguthaben erzeugt und zur Verfügung stellt: und dieses Bankguthaben wird wie Geld zirkulieren und auch alle Funktionen von Geld erfüllen. Eine Bank ist also keine Einrichtung zum Borgen oder Leihen von Geld, sondern eine Erzeugerin von Bankguthaben.&amp;quot;''}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Orthodoxe und Moderne Kredittheorie==&lt;br /&gt;
Während[[Datei:Kredit03.png|rechts]] bei der orthodoxen Kredittheorie die Einzahlung von Bargeld zwingende Voraussetzung zur Gewährung eines Kredites ist, wird nach der modernen Kredittheorie ''zuerst'' ein Kredit geschaffen. Mit der Auszahlung eines Kredites an einen Kunden wird dem Kunden die Kreditsumme belastet wie auch dann gleichzeitig sein Bankguthaben entsprechend der Kreditsumme erhöht. Die Belastung wird als &amp;quot;Forderung an Kunden&amp;quot; auf der Aktivseite und gleichzeitig die Gutschrift in gleicher Höhe als &amp;quot;Verbindlichkeit gegenüber Kunden&amp;quot; auf der Passivseite verbucht. Die Abbildung mit einem Bilanzauszug der [[Das Geldrätsel: Wicksellsche Idealbank#Buchgeldschöpfung|Wicksellschen Idealbank]] verdeutlicht diesen Zusammenhang. Aus diesem Buchungsvorgang wird von den Verkündern der &amp;quot;Geldschöpfung aus dem Nichts&amp;quot; gefolgert: &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|&amp;lt;ul&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;''&amp;quot;Die Bank gibt keine Kredite aus den Mitteln ihrer Einleger, sondern sie schöpft diese Mittel aus dem Nichts.&amp;quot;''&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;li&amp;gt;''&amp;quot;Die Banken &amp;quot;vermitteln&amp;quot; nun keine Kredite mehr sondern sie &amp;quot;schöpfen&amp;quot; Kredite.&amp;quot;''&amp;lt;/li&amp;gt;&amp;lt;/ul&amp;gt;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Buchungsvorgang zur &amp;quot;Geldschöpfung&amp;quot; beschreibt jedoch nur einen Teil der zum Geschäftsvorgang &amp;quot;Kredite an Kunden&amp;quot; gehörenden Aktivitäten der Bank. Im oben gezeigten Beispiel hat Benno einen Kredit über 15.000 € aufgenommen und gleichzeitig hat sich sein Bankkonto um diesen Betrag vermehrt. Bilanztechnisch gesehen gleichen sich die dabei entstandenen Schuldverhältnisse aus. Benno hat gegenüber der Bank eine Schuld in Höhe von 15.000 € und die Bank hat gegenüber Benno ebenfalls eine Schuld in dieser Höhe. Somit existiert ein Saldo von genau 0 €. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Das entscheidende Element bildet jedoch die Laufzeit des jeweiligen Schuldverhältnisses.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
Während Benno zum Beispiel eine Kreditlaufzeit von 2 Jahren vereinbart hat, muss die Bank bereitstehen, Bennos Zahlungswünschen &amp;quot;jederzeit&amp;quot; nachzukommen, das heißt, die Laufzeit der Schulden der Bank beträgt &amp;quot;0&amp;quot; Tage. Für die Bank ergeben sich zwei theoretische Extremsituationen.&lt;br /&gt;
# Bankguthaben wird nur von Bennos Konto auf ein anderes Kundenkonto innerhalb der Bank überwiesen. Solange das Zahlungsversprechen den Kundenkreis der Bank nicht verlässt, entstehen der Bank keinerlei Zahlungsprobleme. Sie kann den Zinserlös aus dem Kundenkredit voll für sich beanspruchen. Von dieser Konstellation gehen offensichtlich die Verfechter der &amp;quot;Geldschöpfung aus dem Nichts&amp;quot; aus. Ihre Ansicht nach vergibt die Bank Kredite und verschafft sich damit Zinszahlungen des Kreditnehmers, ohne selbst Zinsen an andere zahlen zu müssen. Als Gegenleistung erhält der Kreditnehmer Zahlungsversprechen der Bank, mit denen er direkt Käufe tätigen kann.&lt;br /&gt;
# Die andere Extremsituation für die weiterentwickelte Wicksellsche Idealbank entsteht, wenn Volksbankkunde Anton zur Zahlung seines Autos an den Sparkassenkunden Benno den Betrag von 3.000 € überweist. Die Volksbank muss nun bei der Sparkasse einen Kredit über 3.000 € aufnehmen, bevor diese bereit ist, Benno den Betrag gutzuschreiben. Für die Volksbank bedeutet dies, dass sie den vollen Kreditbetrag refinanzieren muss.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den Bankbilanzen kann man jedoch herauslesen, dass weder die Extremsituation 1 noch die Extremsituation 2 den Ist-Zustand zutreffend beschreibt. Die tatsächliche Bankpraxis bewegt sich zwischen diesen Extrempolen. Eine quantitative Untersuchung der Verhältnisse findet im später folgenden Artikel [[Das Geldrätsel: Vermittler oder Schöpfer|Vermittler oder Schöpfer]] statt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Aus dem Buchungsvorgang bei der Kreditauszahlung wird die &amp;quot;Geldschöpfung aus dem Nichts&amp;quot; abgeleitet.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
Diese isolierte Betrachtung des Buchungsvorgangs in einer Bank wird von den überzeugten Bankenkritikern als die Quelle der Geldschöpfung der Geschäftsbanken schlechthin gesehen. Ersparnisse sind zur Vergabe von Krediten demnach nicht mehr notwendig. Lediglich die Pflicht zur Mindestreserve und gegebenenfalls die Vorhaltung von zusätzlichem Bargeld wird noch als einschränkender Faktor bei der Geldschöpfung der Geschäftsbanken anerkannt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtige weitere, die Geldschöpfung betreffende Faktoren, werden bei dieser isolierten Betrachtung des Buchungsvorgangs nicht beachtet. Deren Einfluss ist jedoch zu untersuchen um zu allgemeingültigen Aussagen über die mögliche Geldschöpfung des Bankensystems zu gelangen. Dies geschieht in den folgenden Kapiteln.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Das_Geldrätsel:_Kreditvermittlung&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Kreditwesengesetz&amp;diff=1720</id>
		<title>Das Geldrätsel: Kreditwesengesetz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Kreditwesengesetz&amp;diff=1720"/>
				<updated>2019-05-14T06:42:53Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschäftsbanken sind, wie auch die meisten anderen Unternehmen in der Marktwirtschaft, in erster Linie an einem Gewinn ihres Unternehmens interessiert. Hierzu müssen die vorhandenen Mittel möglichst rentabel eingesetzt werden. Dem Bemühen nach einem hohen Gewinn stehen meist zwei Forderungen entgegen und zwar,&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Wolfgang Grill und Hans Perczynki&lt;br /&gt;
 | Titel=Wirtschaftslehre des Kreditwesens&lt;br /&gt;
 | Auflage=38&lt;br /&gt;
 | Verlag=Bildungsverlag EINS&lt;br /&gt;
 | Ort=Troisdorf&lt;br /&gt;
 | Jahr=Stand 1. Mai 2004&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-441-00303-9&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref &amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Gewährleistung einer hohen Sicherheit für die Einlagen der Kunden und die&lt;br /&gt;
* Gewähr für die Zahlungsfähigkeit (Liquidität) der Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Liquiditätsproblem der Bank ist kein statisches sondern ein dynamischen Problem. Wenn eine Bank gemäß der Bankbilanz ihren Verpflichtungen heute nachkommen kann, sagt dies noch nichts darüber aus, ob sie dies auch morgen noch kann. Folglich sind Bankbilanzen nur bedingt zur Beurteilung der dauerhaften Liquidität einer Bank geeignet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den oben genannten Forderungen, unter Berücksichtigung der Dynamik von Forderungen und Verbindlichkeiten, versucht das Kreditwesengesetz&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/BJNR008810961.html Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditwesengesetz Kreditwesengesetz auf Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit angemessenen Eigenmitteln soll die Sicherheit der Einlagen gewährleistet sein. Die Angemessenheit beschreibt die Solvabilitätsverordnung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/__10.html Ergänzende Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Instituten, Institutsgruppen, Finanzholding-Gruppen und gemischten Finanzholding-Gruppen; Verordnungsermächtigung]&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche nach § 10 des Kreditwesengesetzes bzw. Basel II, von den Banken einzuhalten ist. Kredite müssen mit 8 % Eigenkapital unterlegt werden, unter Berücksichtigung von Gewichtungsfaktoren. Je nach Bonität des Kreditnehmers kommt eine Risikogewichtung zwischen 20 % und 150 % zum Tragen. Dies bedeutet, dass jeder Kredit selbst zwischen 1,6 % und 12 % hinterlegt sein muss, errechnet aus den 8 % mit der jeweiligen Risikogewichtung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hochschule-trier.de/fileadmin/groups/13/Professoren/KR/Forum_R_C/1._FRC/FRC_SF.pdf Fachhochschule Trier, Prof. Dr. Streitferdt] (Abgerufen 8. April 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Rating externer&lt;br /&gt;
Ratingagenturen&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| AAA bis&lt;br /&gt;
AA-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| A+ bis&lt;br /&gt;
A-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| BB+ bis&lt;br /&gt;
BB-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Unter&lt;br /&gt;
BB-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| ohne&lt;br /&gt;
Rating&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Risikogewichtung&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|20 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|50 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|100 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|150 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|100 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eigenkapitalunterlegung&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1,6 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|4,0 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|8,0 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|12,0 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|8,0 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liquidität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die Zahlungsfähigkeit einer Bank sind in der Liquiditätsverordnung (LiqV)&amp;lt;ref&amp;gt; [http://bundesrecht.juris.de/liqv/index.html Liquiditätsverordnung Verordnung über die Liquidität der Institute]&amp;lt;/ref&amp;gt; festgehalten. Diese Verordnung geht von dem Gebot aus, dass die Bank jederzeit über die Mittel verfügen muss, um ihren kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen auch nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Aufsichtsrecht/dl_liqv_beg_ba.pdf;jsessionid=43DBAFBADA902837EC11A7391BF69263.1_cid298?__blob=publicationFile&amp;amp;v=5 Begründung zur Verordnung über die Liquidität der Institute (Liquiditätsverordnung – LiqV)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie muss zahlungsfähig bleiben. Die Bank verfügt dann über ausreichend Liquidität, wenn sie innerhalb eines Monats mehr Zahlungsmittel zur Verfügung hat, als in dieser Zeit durch Auszahlungen abfließen. Von der Bank ist jeweils im Voraus die Liquiditätskennzahl für den Folgemonat zu ermitteln und der Bundesanstalt für Finanzen zur Verfügung zu stellen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zahlungsfaehigkeit.png]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert muss gleich oder größer 1 sein, um die Forderung nach ausreichender Liquidität zu erfüllen. Neben der Berechnung für den Folgemonat verlangt die Bundesanstalt für Finanzen zusätzlich nachrichtlich noch die Werte für die nächsten 3, 6 und 12 Monate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zahlungsmittel ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jederzeit verfügbaren Zahlungsmittel setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen. Die für den Folgemont (Laufzeitband 1 der Verordnung) maßgeblichen Mittel sind in der nebenstehenden Tabelle aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em;font-weight: bold;&amp;quot; | Zahlungsmittel, Laufzeitband 1&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| ohne Beachtung von Laufzeiten&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| entsprechend der Restlaufzeiten &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kassenbestand,&lt;br /&gt;
| Forderungen an Zentralbanken,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Guthaben bei Zentralbanken,&lt;br /&gt;
| Forderungen an andere Kreditinstitute,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inkassopapiere,&lt;br /&gt;
| Forderungen an Kunden,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| erhaltene Kreditzusagen anderer Kreditinstitute,&lt;br /&gt;
| u.a.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| börsennotierte Wertpapiere,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| zentralbankfähige Vermögensgegenstände,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| gedeckte Schuldverschreibungen,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| u.a.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zahlungsverpflichtungen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Ermittlung der kurzfristig abrufbaren Zahlungsverpflichtungen für den Folgemonat  werden jedoch nicht die tatsächlichen Bilanzwerte addiert, sondern es fließt eine Wichtung mit reduzierten Erfahrungsansätzen mit ein. So ist bekannt, das beim größten Bilanzposten für Sichteinlagen gegenüber Kunden (täglich fällig) ein sehr hoher Anteil auf den Konten verbleibt. Für die Berechnung wird nur ein Anrechnungssatz von 10 % berücksichtigt, d.h. der Verordnung liegt die Annahme zu Grunde, dass 90 % der Sichtguthaben nicht als Bargeld abgehoben oder an eine andere Bank überwiesen werden. Sie verbleiben als Bodensatz. Ähnlich sieht es bei den anderen Positionen aus. Die nachfolgende Tabelle zeigt die unterschiedlichen Anrechnungssätze der Sammelpositionen und rechts die terminlich genau festgelegten Verpflichtungen mit 100 % Anrechnung. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em;font-weight: bold;&amp;quot; | Zahlungsverpflichtungen, Laufzeitband 1&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| ohne Beachtung von Laufzeiten&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| entsprechend der Restlaufzeiten &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 40 % der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten&lt;br /&gt;
| Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 % der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden&lt;br /&gt;
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 % der Spareinlagen &lt;br /&gt;
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 % der Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen Wechseln,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 % der Eventualverbindlichkeiten aus übernommenen Bürgschafts- oder Gewährleistungsverpflichtungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 % der Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20 % der Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20 % der erteilten unwiderruflichen Kreditzusagen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nachtrag 1/2018====&lt;br /&gt;
Die oben genannten Forderungen aus dem Kreditwesengesetz sind ganz offensichtlich in die Vorschriften der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich), hier &amp;quot;Capital Requirements Directive (CRD)&amp;quot; eingeflossen. Die Forderungen gemäß CRD wurden in nationales Recht übernommen und ersetzen mittlerweile weitgehend die ehemaligen Anforderungen gemäß KWG. Nach der CRD wird unterschieden in&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Liquidity Coverage Ratio (LCR)und&lt;br /&gt;
* Net Stable Funding Ratio (NSFR)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die LCR ist auf die Zahlungsfähigkeit einer Bank in einem 30-Tage Intervall ausgerichtet, während die NSFR einen 1-jahres Zeitraum berücksichtigt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Interessant ist die Bewertung des nun als &amp;quot;Rückzugsrate&amp;quot; bezeichneten Faktors. Mit welcher Entnahme von Mitteln muss die Bank in einer Stresssituation rechnen? Während dies laut LiqV bei Kunden-Sichtguthaben noch 10 % waren, ist dieser Wert in der LCR auf 5 % gesunken&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.534439.de/16-21-3.pdf DIW Wochenbericht Nr. 21.2016, Die neue Basler Liquiditätsregulierung: Ausgestaltung und Fallstricke], Seite 481, Abruf 10.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Besitzt eine Bank sofort fällige Verbindlichkeiten in Höhe von 100 Mill. €, so muss sie davon ausgehen, dass in den besagten Stresssituationen nach Basel III, 5 Mill. € von Kunden abgezogen werden. Sie muss also für diesen Fall 5 Mill. € an hochliquiden Mitteln bereithalten, um die Mindestanforderungen nach CRD zu erfüllen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Refinanzierung&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Kreditwesengesetz&amp;diff=1719</id>
		<title>Das Geldrätsel: Kreditwesengesetz</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Kreditwesengesetz&amp;diff=1719"/>
				<updated>2019-05-14T06:26:13Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Geschäftsbanken sind, wie auch die meisten anderen Unternehmen in der Marktwirtschaft, in erster Linie an einem Gewinn ihres Unternehmens interessiert. Hierzu müssen die vorhandenen Mittel möglichst rentabel eingesetzt werden. Dem Bemühen nach einem hohen Gewinn stehen meist zwei Forderungen entgegen und zwar,&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Wolfgang Grill und Hans Perczynki&lt;br /&gt;
 | Titel=Wirtschaftslehre des Kreditwesens&lt;br /&gt;
 | Auflage=38&lt;br /&gt;
 | Verlag=Bildungsverlag EINS&lt;br /&gt;
 | Ort=Troisdorf&lt;br /&gt;
 | Jahr=Stand 1. Mai 2004&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-441-00303-9&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/ref &amp;gt;&lt;br /&gt;
* die Gewährleistung einer hohen Sicherheit für die Einlagen der Kunden und die&lt;br /&gt;
* Gewähr für die Zahlungsfähigkeit (Liquidität) der Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Liquiditätsproblem der Bank ist kein statisches sondern ein dynamischen Problem. Wenn eine Bank gemäß der Bankbilanz ihren Verpflichtungen heute nachkommen kann, sagt dies noch nichts darüber aus, ob sie dies auch morgen noch kann. Folglich sind Bankbilanzen nur bedingt zur Beurteilung der dauerhaften Liquidität einer Bank geeignet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Den oben genannten Forderungen, unter Berücksichtigung der Dynamik von Forderungen und Verbindlichkeiten, versucht das Kreditwesengesetz&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/BJNR008810961.html Gesetz über das Kreditwesen (Kreditwesengesetz - KWG)]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Kreditwesengesetz Kreditwesengesetz auf Wikipedia]&amp;lt;/ref&amp;gt;gerecht zu werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Sicherheit ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit angemessenen Eigenmitteln soll die Sicherheit der Einlagen gewährleistet sein. Die Angemessenheit beschreibt die Solvabilitätsverordnung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.gesetze-im-internet.de/kredwg/__10.html Ergänzende Anforderungen an die Eigenmittelausstattung von Instituten, Institutsgruppen, Finanzholding-Gruppen und gemischten Finanzholding-Gruppen; Verordnungsermächtigung]&amp;lt;/ref&amp;gt;, welche nach § 10 des Kreditwesengesetzes bzw. Basel II, von den Banken einzuhalten ist. Kredite müssen mit 8 % Eigenkapital unterlegt werden, unter Berücksichtigung von Gewichtungsfaktoren. Je nach Bonität des Kreditnehmers kommt eine Risikogewichtung zwischen 20 % und 150 % zum Tragen. Dies bedeutet, dass jeder Kredit selbst zwischen 1,6 % und 12 % hinterlegt sein muss, errechnet aus den 8 % mit der jeweiligen Risikogewichtung&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.hochschule-trier.de/fileadmin/groups/13/Professoren/KR/Forum_R_C/1._FRC/FRC_SF.pdf Fachhochschule Trier, Prof. Dr. Streitferdt] (Abgerufen 8. April 2013)&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Rating externer&lt;br /&gt;
Ratingagenturen&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| AAA bis&lt;br /&gt;
AA-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| A+ bis&lt;br /&gt;
A-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| BB+ bis&lt;br /&gt;
BB-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Unter&lt;br /&gt;
BB-&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:10%&amp;quot;;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| ohne&lt;br /&gt;
Rating&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Risikogewichtung&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|20 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|50 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|100 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|150 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|100 %&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Eigenkapitalunterlegung&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|1,6 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|4,0 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|8,0 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|12,0 %&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|8,0 %&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Liquidität ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Anforderungen an die Zahlungsfähigkeit einer Bank sind in der Liquiditätsverordnung (LiqV)&amp;lt;ref&amp;gt; [http://bundesrecht.juris.de/liqv/index.html Liquiditätsverordnung Verordnung über die Liquidität der Institute]&amp;lt;/ref&amp;gt; festgehalten. Diese Verordnung geht von dem Gebot aus, dass die Bank jederzeit über die Mittel verfügen muss, um ihren kurzfristigen Zahlungsverpflichtungen auch nachzukommen.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Aufsichtsrecht/dl_liqv_beg_ba.pdf;jsessionid=43DBAFBADA902837EC11A7391BF69263.1_cid298?__blob=publicationFile&amp;amp;v=5 Begründung zur Verordnung über die Liquidität der Institute (Liquiditätsverordnung – LiqV)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Sie muss zahlungsfähig bleiben. Die Bank verfügt dann über ausreichend Liquidität, wenn sie innerhalb eines Monats mehr Zahlungsmittel zur Verfügung hat, als in dieser Zeit durch Auszahlungen abfließen. Von der Bank ist jeweils im Voraus die Liquiditätskennzahl für den Folgemonat zu ermitteln und der Bundesanstalt für Finanzen zur Verfügung zu stellen.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Zahlungsfaehigkeit.png]] &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wert muss gleich oder größer 1 sein, um die Forderung nach ausreichender Liquidität zu erfüllen. Neben der Berechnung für den Folgemonat verlangt die Bundesanstalt für Finanzen zusätzlich nachrichtlich noch die Werte für die nächsten 3, 6 und 12 Monate.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zahlungsmittel ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die jederzeit verfügbaren Zahlungsmittel setzen sich aus verschiedenen Positionen zusammen. Die für den Folgemont (Laufzeitband 1 der Verordnung) maßgeblichen Mittel sind in der nebenstehenden Tabelle aufgeführt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em;font-weight: bold;&amp;quot; | Zahlungsmittel, Laufzeitband 1&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| ohne Beachtung von Laufzeiten&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| entsprechend der Restlaufzeiten &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Kassenbestand,&lt;br /&gt;
| Forderungen an Zentralbanken,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Guthaben bei Zentralbanken,&lt;br /&gt;
| Forderungen an andere Kreditinstitute,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| Inkassopapiere,&lt;br /&gt;
| Forderungen an Kunden,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| erhaltene Kreditzusagen anderer Kreditinstitute,&lt;br /&gt;
| u.a.&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| börsennotierte Wertpapiere,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| zentralbankfähige Vermögensgegenstände,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| gedeckte Schuldverschreibungen,&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| u.a.&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Zahlungsverpflichtungen ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Ermittlung der kurzfristig abrufbaren Zahlungsverpflichtungen für den Folgemonat  werden jedoch nicht die tatsächlichen Bilanzwerte addiert, sondern es fließt eine Wichtung mit reduzierten Erfahrungsansätzen mit ein. So ist bekannt, das beim größten Bilanzposten für Sichteinlagen gegenüber Kunden (täglich fällig) ein sehr hoher Anteil auf den Konten verbleibt. Für die Berechnung wird nur ein Anrechnungssatz von 10 % berücksichtigt, d.h. der Verordnung liegt die Annahme zu Grunde, dass 90 % der Sichtguthaben nicht als Bargeld abgehoben oder an eine andere Bank überwiesen werden. Sie verbleiben als Bodensatz. Ähnlich sieht es bei den anderen Positionen aus. Die nachfolgende Tabelle zeigt die unterschiedlichen Anrechnungssätze der Sammelpositionen und rechts die terminlich genau festgelegten Verpflichtungen mit 100 % Anrechnung. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|+ style=&amp;quot;padding-bottom:1em;font-weight: bold;&amp;quot; | Zahlungsverpflichtungen, Laufzeitband 1&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| ohne Beachtung von Laufzeiten&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:50%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| entsprechend der Restlaufzeiten &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 40 % der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten&lt;br /&gt;
| Verbindlichkeiten gegenüber Zentralbanken&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 % der täglich fälligen Verbindlichkeiten gegenüber Kunden&lt;br /&gt;
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 10 % der Spareinlagen &lt;br /&gt;
| Verbindlichkeiten gegenüber Kunden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 % der Eventualverbindlichkeiten aus weitergegebenen Wechseln,&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 % der Eventualverbindlichkeiten aus übernommenen Bürgschafts- oder Gewährleistungsverpflichtungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 5 % der Haftung aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20 % der Platzierungs- und Übernahmeverpflichtungen&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| 20 % der erteilten unwiderruflichen Kreditzusagen&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nachtrag 1/2018====&lt;br /&gt;
Die oben genannten Forderungen aus dem Kreditwesengesetz sind auch in die Vorschriften der BIZ (Bank für Internationalen Zahlungsausgleich) eingeflossen. Es wird unterschieden in &lt;br /&gt;
* Liquidity Coverage Ratio (LCR)und&lt;br /&gt;
* Net Stable Funding Ratio (NSFR)&lt;br /&gt;
Die LCR ist auf die Zahlungsfähigkeit einer Bank in einem 30-Tage Intervall ausgerichtet, während die NSFR einen 1-jahres Zeitraum berücksichtigt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Interessant ist die Bewertung des nun als &amp;quot;Rückzugsrate&amp;quot; bezeichneten Faktors. Mit welcher Entnahme von Mitteln muss die Bank in einer Stresssituation rechnen? Während dies laut LiqV bei Kunden-Sichtguthaben noch 10 % waren, ist dieser Wert in der LCR auf 5 % gesunken&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.diw.de/documents/publikationen/73/diw_01.c.534439.de/16-21-3.pdf DIW Wochenbericht Nr. 21.2016, Die neue Basler Liquiditätsregulierung: Ausgestaltung und Fallstricke], Seite 481, Abruf 10.03.2018&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Besitzt eine Bank sofort fällige Verbindlichkeiten in Höhe von 100 Mill. €, so muss sie davon ausgehen, dass in den besagten Stresssituationen nach Basel III, 5 Mill. € von Kunden abgezogen werden. Sie muss also für diesen Fall 5 Mill. € an hochliquiden Mitteln bereithalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Refinanzierung&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Liquidität&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Liquiditätsrisikomanagement&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Datei:Bilanz_Idealbank_mit_Bargeld.png&amp;diff=1718</id>
		<title>Datei:Bilanz Idealbank mit Bargeld.png</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Datei:Bilanz_Idealbank_mit_Bargeld.png&amp;diff=1718"/>
				<updated>2019-05-14T06:17:12Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Mumken lud eine neue Version von Datei:Bilanz Idealbank mit Bargeld.png hoch&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Bilanz Idealbank mit Bargeld&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zentralbanksystem&amp;diff=1717</id>
		<title>Das Geldrätsel: Zentralbanksystem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zentralbanksystem&amp;diff=1717"/>
				<updated>2019-05-13T18:16:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Mehrbankensystem&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Liquidität&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Goldene Bankregel&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Welche Rolle spielt die Zentralbank im Bankensystem? Folgt man den vorhergehenden Kapiteln funktioniert das Bankensystem auch ohne Zentralbank. Demgegenüber wurde im Abschnitt [[Das_Geldrätsel:_Teilnehmer_am_Geldsystem|&amp;quot;Teilnehmer am Geldsystem&amp;quot;]] der Stufenaufbau &amp;quot;Zentralbank - Geschäftsbanken - [[Glossar#Nichtbanken|Nichtbanken]]&amp;quot; in den Vordergrund gestellt. Betrachtet man die Entstehung von &amp;quot;Geld&amp;quot;, erhält man gar eine inverse Struktur, &amp;quot;Nichtbanken - Geschäftsbanken - Zentralbank&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Kann man eine der Darstellungen als richtig bezeichnen und dementsprechend die anderen als falsch? Wie nachfolgend gezeigt haben alle Modelle ihre Daseinsberechtigung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Vertikale Anordnung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geldsystemteilnehmer1.png|rechts|400px]] &lt;br /&gt;
Eine Hierarchiestruktur mit übergeordneter Stellung der Zentralbank ist durch deren besondere Aufgaben und Funktionen gegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zentralbank&lt;br /&gt;
* darf einzig und alleine Banknoten herstellen,&lt;br /&gt;
* kauft Münzen von der Regierung,&lt;br /&gt;
* bringt mit dem Bargeld das einzige gesetzliche Zahlungsmittel über die Geschäftsbanken in Umlauf,&lt;br /&gt;
* kann Mindestreserven von den Geschäftsbanken verlangen,&lt;br /&gt;
* bildet zusammen mit der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) die Aufsichtsbehörde für den Bankenbetrieb,&lt;br /&gt;
* ist zuständig für die Geldwertstabilität (dazu notwendige Maßnahmen werden unter dem Begriff [[#Geldpolitik|Geldpolitik]] zusammengefasst),&lt;br /&gt;
* steht nicht im Wettbewerb zu den Geschäftsbanken,&lt;br /&gt;
* tritt als &amp;quot;Lender of last resort&amp;quot; (Kreditgeber letzter Instanz) für Banken in finanziellen Notsituationen auf&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Lender_of_last_resort Lender of last resort] Wikipedia, Abruf 03.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beginnend mit der Gründung der privaten [[Das_Geldrätsel:_Bank_von_England|Bank of England]] (BoE), der Musterbank für alle späteren Zentralbanken, lässt sich die Aneignung der vorgenannten Rechte und Funktionen durch die Zentralbanken geschichtlich gut nachvollziehen&amp;lt;ref&amp;gt;Bei der Einschränkung der Banknotenherstellung durch private Geschäftsbanken erreichte die BoE zum Beispiel bereits 1709 einen beachtlichen Erfolg durch die staatliche Zusicherung eines Teilmonopols [http://www.bankofengland.co.uk/banknotes/pages/about/history.aspx A brief history of banknotes] Bank of England, Abruf 02.05.2016. In London war Banken oder Gesellschaften mit mehr als 6 Mitgliedern fortan die Herstellung von Banknoten verboten. Der ebenfalls privaten deutschen Reichsbank gelang dies erst mühsam nach 1871.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Horizontale Anordnung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geldsystemteilnehmer5.png|400px|rechts]]Eine eher horizontale Einordnung der Zentralbank ist auf den Gebieten des Zahlungsverkehrs zu erkennen. Die Zentralbank wird in der Abbildung entsprechend auf der gleichen Ebene wie andere Geschäftsbanken angeordnet. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Wie im Beitrag [[Das Geldrätsel: Clearing und Settlement|Clearing und Settlement]] berichtet, fand unter Londoner Banken bereits im 18. Jahrhundert ein reger, bargeldloser Zahlungsverkehr statt. Die Bank of England schloss sich erst 100 Jahre später der Vereinigung der Londoner Banken an und übernahm dann den Ausgleich der Salden nach der Verrechnung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Über [[Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken|Korrespondenzbanken]] werden international wie auch national Zahlungen ausgeführt. Während diese Zahlungsart national wie auch im Euro-Währungsraum stark rückläufig ist, dominiert sie den internationalen außereuropäischen Zahlungsverkehr. Zentralbanken sind an diesen Transaktionen kaum beteiligt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Eine Gleichstellung von Zentralbank und Geschäftsbanken geschieht auch in der  [[Das_Geldrätsel:_Bankbilanzen_heute|Bankbilanzposition]] &amp;quot;Verbindlichkeiten gegenüber Banken&amp;quot;. Hier werden Kredite an Banken einschließlich der Zentralbank aufsummiert, ohne dass die Zentralbank besonders erwähnt wird. Bilanztechnisch spielt es auch keine Rolle, ob sich die Bank bei einer anderen Geschäftsbank oder aber bei der Zentralbank verschuldet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Umgekehrte vertikale Anordnung==&lt;br /&gt;
[[Datei:Geldsystemteilnehmer6.png|400px|rechts]]Auslöser für die Schaffung von Geld im bestehenden Schuld-Geld-System sind die Nichtbanken. Nur wenn eine Nichtbank bereit ist sich zu verschulden oder aber einer Bank einen Vermögenswert zu verkaufen, kann &amp;quot;Geld&amp;quot; entstehen. Das Geld das hierbei entsteht ist [[Glossar#Geschäftsbanken-Buchgeld|Geschäftsbanken-Buchgeld]]. Die Nichtbank kann anschließend verlangen, dass dieses Geschäftsbanken-Buchgeld in Bargeld getauscht wird. Folgt man diesem Entstehungsvorgang des Geldes, steht die oben gezeigte vertikale Anordnung auf dem Kopf.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Am Anfang der Geldentstehung steht eine Kreditaufnahme eines Bankkunden. Dieser verschuldet sich gegenüber der Bank und verspricht, den Kreditbetrag nach Ablauf der Vertragsdauer zurückzuzahlen. Die Bank schreibt ihm im Gegenzug den Kreditbetrag auf seinem Bankkonto gut. Eine andere Möglichkeit besteht darin, dass der Kunde der Bank einen Vermögenswert verkauft, z. B. ein Aktienpaket. Die Bank bezahlt mit einer Erhöhung des Bankguthabens des Verkäufers. Das Geschäftsbanken-Buchgeld, allgemein auch als Giralgeld bekannt, wird somit von den Geschäftsbanken auf Veranlassung einer Nichtbank &amp;quot;hergestellt&amp;quot; und in Umlauf gebracht&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=xHXRE3yKgWg Wie entsteht Geld? - Buchgeld]Deutsche Bundesbank, Animationsfilm, 6:04, Abruf 2.8.2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &amp;quot;In Umlauf bringen&amp;quot; bedeutet, es den Nichtbanken als Zahlungsmittel zur Verfügung zu stellen. Die Geschäftsbanken unterliegen jedoch einigen Beschränkungen bei der Erzeugung von Giralgeld, wie im Kapitel [[Das Geldrätsel: Liquidität| Liquidität]] dargestellt.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Wie aber gelangt die Geschäftsbank an Bargeld?&lt;br /&gt;
Das Bargeld, als einziges gesetzliche Zahlungsmittel, wird ausschließlich von den Zentralbanken ausgegeben und gelangt über die Geschäftsbanken zu den Nichtbanken&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.youtube.com/watch?v=hEB0B7e9wxg Wie entsteht Geld? - Bargeld]  Deutsche Bundesbank, Animationsfilm, 3:57, Abruf 2.8.2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Geschäftsbanken müssen bei Bedarf Bargeld von der Zentralbank erwerben. Hierzu wird ein Kredit bei der Zentralbank aufgenommen oder aber der Zentralbank ein Vermögenswert verkauft. Nachfolgend wird aus Vereinfachungsgründen nur von einem Kredit gesprochen, wobei auch die Möglichkeit des Verkaufs von Vermögenswerten an die Zentralbank immer mitgedacht werden sollte. Ist die Geschäftsbank nun im Besitz von Bargeld, kann sie dieses an Kunden weiterleiten. Hierzu wird das Bankguthaben des Kunden um den ausgezahlten Bargeldbetrag gemindert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus der geschilderten Darstellung der Entstehung von Geld geht hervor, dass nicht das Bargeld das Fundament unseres Geldsystem bildet. Es ist das Geschäftsbanken-Buchgeld, auf dem das Geldsystem gründet.&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|'''Jeder Euro bei den Nichtbanken ist durch eine &amp;quot;Verpflichtung einer Geschäftsbank gegenüber Kunden&amp;quot; entstanden. Diese &amp;quot;Verpflichtung der Geschäftsbank&amp;quot; ist das Giralgeld der Nichtbanken.'''}}&lt;br /&gt;
Die auf bestehenden [[Gesetze über Geld|Gesetzen über Geld]] gründende Aussage: &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|'''&amp;quot;Giralgeld ist ein Anspruch auf Bargeld&amp;quot;'''}}&lt;br /&gt;
erweist sich als eine Fiktion&amp;lt;ref&amp;gt;''&amp;quot;Als Fiktion bezeichnet die Rechtswissenschaft die Anordnung des Gesetzes, tatsächliche oder rechtliche Umstände als gegeben zu behandeln, obwohl sie in Wirklichkeit nicht vorliegen. Hierbei kann die Fiktion das genaue Gegenteil der tatsächlichen Umstände als rechtlich verbindlich festlegen.&amp;quot;'' Wikipedia Fiktion (Recht), Abruf 10.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;, wie bereits Georg Friedrich Knapp in seinem Werk &amp;quot;Staatliche Theorie des Geldes&amp;quot; im Kapitel &amp;quot;Banknoten und Girozahlung&amp;quot; zeigte. Die wesentlichen Argumente aus diesem Kapitel sind im Abschnitt [[Georg Friedrich Knapp: Anmerkungen#Uneinlösbares Privatbankengeld?|Uneinlösbares Privatbankengeld?]] zusammengefasst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Giralgeld entsteht durch Bargeld==&lt;br /&gt;
Einige Geldtheoretiker&amp;lt;ref&amp;gt;[[Helmut Creutz: Orthodoxe Kredittheorie]]&amp;lt;/ref&amp;gt; gehen davon aus, dass Giralgeld nur durch die Einzahlung von Bargeld auf ein Bankkonto entsteht. Diese Vorstellung kann jedoch leicht entkräftet werden durch:&lt;br /&gt;
* a) den Vergleich der vorhandenen Geldmengen und&lt;br /&gt;
* b) durch die tatsächliche Inumlaufbringung von Bargeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu a) Bei den Nichtbanken existiert die kaufkraftfähige Geldmenge M1. Diese betrug im Januar 2016 in der Eurozone 6,6 Billionen €. Dieser Betrag teilte sich auf in 1,05 Billionen € Bargeld und 5,55 Billionen € Geschäftsbanken-Buchgeld. Nun steht diesen 5,55 Billionen € Geschäftsbanken-Buchgeld aber nur ein Betrag von 0,65 Billionen € [[Das_Geldrätsel:_Geldmengen#Zentralbankgeld| Zentralbankgeld]] im Bankensektor gegenüber&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank, Monatsbericht April 2016, Statistikteil Seite 14, Basisgeld für Januar 2016, 1,7 Billionen € abzüglich Bargeld, Seite 11, 1,05 Billionen Euro [https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Monatsberichte/2016/2016_04_monatsbericht.pdf?__blob=publicationFile Monatsbericht 2016/04] Abruf: 27.05.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Damit existieren jedoch auch bedeutend mehr Ansprüche auf Bargeld als Bargeld im Bankensystem vorhanden ist. Dies führt dann zu dem etwas seltsam erscheinenden Anliegen, man müsse sich bei einer Giralgeldüberweisung immer das &amp;quot;gesetzliche Zahlungsmittel&amp;quot; im Hintergrund als abstrakt existierend vorstellen. Diese Problematik verdeutlicht auch die Banknotenausgabe bei der [[Das_Geldrätsel:_Bank_von_England#Deckung der Banknoten mit Gold- oder Silbermünzen|Gründung der Bank von England]]. Die Bank besaß 300.000 Pfund an Gold- oder Silbermünzen, gab aber Banknoten im Wert von 1,2 Millionen Pfund aus. Jede Banknote enthielt das Versprechen, bei Vorlage am Bankschalter in Gold- oder Silbermünzen umgetauscht zu werden. In beiden Fällen wurden Versprechen abgegeben, welche nicht einlösbar waren, weder theoretisch noch praktisch.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Somit können die 5,55 Billionen € Geschäftsbanken-Buchgeld nicht auf die Einzahlung von Bargeld am Bankschalter zurückgeführt werden. Giralgeld muss mithin im Wesentlichen auf einem anderen Wege entstehen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
zu b) Bargeld gelangt ausschließlich über die Geschäftsbanken zu den Nichtbanken. Die Nichtbank muss  zuerst einen Kredit bei einer Geschäftsbank aufnehmen und gelangt dadurch in den Besitz von Geschäftsbanken-Buchgeld. Dieses kann sie dann von der Geschäftsbank in Bargeld umtauschen lassen.&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|Wichtig zu erkennen ist, dass Giralgeld primär nicht durch eine Bargeldeinzahlung entsteht sondern durch einen Kreditvorgang geschaffen wird.}} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlungsgemeinschaften==&lt;br /&gt;
Einen anderen Weg beschreitet das Modell der Zahlungsgemeinschaften. Im Kapitel [[Das_Geldrätsel:_Zweibankensystem|Zweibankensystem]] wurde beschrieben, das jede Bank bei der Erzeugung von Buchgeld nur ihr eigenes Zahlungsmittel produziert, im gezeigten Beispiel Volksbank-€ und Sparkassen-€. Ohne besondere Abkommen zwischen den Banken gelten Volksbank-€ nur innerhalb der Kundschaft der Volksbank und Sparkassen-€ nur innerhalb der Sparkassenkundschaft. Diese € können den Bereich der Erzeugerbank nicht verlassen. Die gleiche Problematik bestand im London des 18. Jahrhunderts bei Scheckzahlungen, wie im Abschnitt [[Das_Geldrätsel:_Bargeldlose_Zahlungen#Zahlungen bei mehreren beteiligten Banken|Zahlungen bei mehreren beteiligten Banken]] gezeigt. Fremde Schecks wurden von einer Bank zwar zur Gutschrift angenommen, aber erst nach Zahlung durch die scheckausgebende Bank dem Einreicher gutgeschrieben. Ersetzt man den Scheck durch eine Überweisung, erhält man die Situation der bargeldlosen Zahlung mit Giralgeld. Überweisungen innerhalb der Kundschaft einer Bank stellen kein Problem dar. Schwieriger wird die Situation, wenn an eine andere Bank überwiesen werden soll. Dazu muss dann bei der anderen Bank ein Kredit aufgenommen oder sonstige Werte veräußert werden, wie im Beitrag  [[Das_Geldrätsel:_Mehrbankensystem|Mehrbankensystem]] beschrieben. Jedoch kann auch die Zentralbank für Überweisungszwecke eingeschaltet werden. Die Zahlungsgemeinschaft der Zentralbank besteht aus den Geschäftsbanken. Nur zu diesen unterhalten sie Geschäftsbeziehungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dem Bargeld wird vom Gesetz der Status des &amp;quot;unbeschränkten gesetzlichen Zahlungsmittel&amp;quot; zuerkannt. Durch die gesetzliche Verpflichtung, Geschäftsbanken-Buchgeld auf Wunsch des Girokonteninhabers jederzeit in Bargeld zu wechseln, unterliegen die Geschäftsbanken dem Zwang, sich bei der Zentralbank zur Beschaffung von Bargeld zu verschulden. Ein weiterer Zwang entsteht durch die Mindestreserve, welche zu einer  [[#Strukturelle_Liquiditätsknappheit|&amp;quot;Vergrößerung der strukturellen Liquiditätsknappheit&amp;quot;]] führt, die nachfolgend noch behandelt wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Zentralbank-Buchgeld ist ein Zahlungsmittel, welches nur den Geschäftsbanken zur Verfügung steht. Es genießt höchstes Vertrauen bei diesen, da es u. a. von allen Geschäftsbanken anerkannt ist. Wie in den Abschnitten [[Das_Geldrätsel:_Bilanzen_der_Geschäftspartner| Bilanzen der Geschäftspartner]], [[Das_Geldrätsel:_Zahlungsverkehrsnetze_und_-systeme|Zahlungsverkehrsnetze und -systeme]] und [[Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken|Korrespondenzbanken]] gezeigt, können Überweisungen sowohl ohne wie auch mit Hilfe der Zentralbank erfolgen.&lt;br /&gt;
Die Deutsche Bundesbank ist somit nur ein Zahlungsdienstleister neben anderen, wenn auch mit einigen Besonderheiten.  &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Strukturelle Liquiditätsknappheit==&lt;br /&gt;
Die Zentralbank nennt die aus der Auflage &amp;quot;Mindestreserve&amp;quot; entstehende Funktion &amp;quot;Vergrößerung der strukturellen Liquiditätsknappheit&amp;quot;. Hinter diesem merkwürdigen Begriff verbirgt sich der gesetzliche Zwang auf die Geschäftsbanken, Zentralbank-Zahlungsmittel (= Forderungen an die Zentralbank) zu erwerben. Für die Erfüllung der Mindestreserve muss sich die Geschäftsbank Zentralbank-Buchgeld auf dem Kreditwege bei der Zentralbank beschaffen, sie muss sich bei der Zentralbank verschulden.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Bargeldversorgung der Nichtbanken und der Bedarf an Überweisungsmitteln zwischen Banken ist ein weiterer Zwangspunkt für Geschäftsbanken, sich bei der Zentralbank zu verschulden.&lt;br /&gt;
 {{Kasten blass|Das Banknotenmonopol der Zentralbank führt neben der  Mindestreserveforderung und dem Bedarf der Banken nach Zentralbank-Buchgeld für Überweisungszwecke zu einer Zwangsnachfrage der Geschäftsbanken nach Zentralbankgeld.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geldpolitik==&lt;br /&gt;
Eine Hauptaufgabe der Zentralbank besteht im Erhalt der Preisstabilität. Sämtliche dazu notwendigen Maßnahmen werden unter dem Begriff &amp;quot;[[#Siehe auch|Geldpolitik]]&amp;quot; zusammengefasst. Der Bedarf der Geschäftsbanken an Zentralbankgeld, im Wesentlichen durch Mindestreserveforderungen, Bargeldbedarf und bargeldlosen Zahlungsmittelbedarf begründet, verursacht eine Abhängigkeit der Geschäftsbanken von der Zentralbank. Diese versucht über die Veränderung von Zinssätzen Einfluss auf die Preisstabilität und das Wirtschaftsgeschehen zu nehmen. Ein wichtiges Ziel ist dabei die Einschränkung auf ein Inflationsziel von maximal 2 %. Jedoch auch die merkliche Unterschreitung dieses Zieles soll verhindert werden, da dies ansonsten zu deflationären Erscheinungen führen würde. Zur Zeit, Mitte 2016, ist die tatsächliche Einflussnahme der Zentralbank kaum noch zu erkennen. Dies zeigt sich an den hilflos erscheinenden Versuchen mit einem Hauptrefinanzierungssatz von 0,000 %, einem Strafzins in Höhe von -0,4 % auf Übernachteinlagen sowie dem Ankauf nicht nur von Staatsanleihen sondern mittlerweile auch von Firmenanleihen, das Inflationsziel zu erreichen. Das Werkzeug der Zinssteuerung hat bei diesen Zinssätzen seine Wirkung total verloren, und die Zentralbank versucht nun über Aufkaufprogramme zusätzliches Zentralbankgeld in Umlauf zu bringen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zu den Aufgaben der Geldpolitik zählen auch Notmaßnahmen wie z. B. die Verhinderung von Bank Runs&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Bank_Run Bank Run] Wikipedia, Abruf: 12.06.2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;, da diese die gesamte Wirtschaft nachhaltig schädigen würden. Auch die finanzielle Unterstützung von systemrelevanten, aber bereits der Insolvenz nahen Banken, gehört zu diesen Notmaßnahmen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Grenzbetrachtungen==&lt;br /&gt;
Was würde geschehen, wenn die Abhängigkeit der Geschäftsbanken von der Zentralbank extrem vergrößert oder verringert würde? Hierzu einige naheliegende Vermutungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Heraufsetzung der Mindestreserve auf 100 % würde die weitere Geldschöpfungstätigkeit der Geschäftsbanken verhindern. Zu jeder Einheit Giralgeld würde zwingend auch eine Einheit Zentralbankgeld gehören. Diese Idee liegt der Theorie des &amp;quot;100 % Geldes&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Vollreserve-System Vollreserve-System] Wikipedia, Abruf 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; zugrunde. Die Abhängigkeit der Geschäftsbanken von der Zentralbank hätte den höchsten Stand erreicht. Ähnlich funktioniert die Vollgeldtheorie, welche nur noch Zentralbankgeld, das &amp;quot;Vollgeld&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Vollgeld-System Vollgeld-System] Wikipedia, Abruf 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;, zirkulieren lässt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde andererseits die Mindestreserve auf &amp;quot;0&amp;quot; gesetzt und das Bargeld abgeschafft, wäre die Zwangsbindung an die Zentralbank bezüglich der Zahlungsmittel aufgehoben. Aus praktischen Gründen würde zwar immer noch Zentralbankgeld für Überweisungen benutzt, dies wäre aber nicht zwingend erforderlich. Es ist jedoch zu vermuten, dass mit schwindendem Einfluss auf die Geldschöpfungstätigkeit der Geschäftsbanken die Funktion des &amp;quot;Lenders of last resort&amp;quot; auch erheblich eingeschränkt würde und die Zentralbank in Notfällen nur noch wenig helfen könnte. Auch die Steuerungsmöglichkeit der Zentralbank über die Geldmenge wäre kaum noch vorhanden. Auch dieses Szenario hat bereits ihren Niederschlag in einer Theorie gefunden, die auch noch gleichzeitig die gemeinsame Währung mit abschafft, die Theorie des &amp;quot;freien Geldes&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.misesde.org/?p=1390 Hayek und die Privatisierung des Geldes] Ludwig von Mises Institut, Deutschland, Abruf 16.06.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
  &lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
Die drei oben dargestellten Modelle besitzen alle eine Daseinsberechtigung. Während das vertikale Modell die hoheitliche und aufsichtsrechtliche Struktur abbildet, ist das horizontale Modell geeignet, die tatsächliche Stellung von Zentralbanken und Geschäftsbanken im Zahlungsverkehr zwischen Banken darzustellen. Das zentrale Thema im vertikalen Modell, das &amp;quot;gesetzliche Zahlungsmittel&amp;quot;, spielt im praktischen Bankbetrieb nur eine untergeordnete Rolle. Diese Rolle beschränkt sich auf den gesetzlichen Zwang, Zahlungsmittel der Zentralbank, bestehend aus Bargeld und Zentralbank-Buchgeld, vorzuhalten, bzw. in der Lage zu sein, dieses kurzfristig zu beschaffen. Der Forderungsausgleich zwischen Zahlungsgemeinschaften ist nicht zwingend auf Zentralbankgeld angewiesen, das heißt, Überweisungen von Bank zu Bank können auch ohne Einschaltung einer Zentralbank erfolgen. Bezieht man die Praxis der [[Das_Geldrätsel:_Clearing und Settlement|gegenseitigen Verrechnungen]] gedanklich mit ein, stellt sich der Einfluss der Zentralbank auf den Zahlungsverkehr nochmals als erheblich geringer heraus. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die umgekehrte vertikale Anordnung verdeutlicht die Rangstellung bei der Entstehung von Geld. Erst nachdem Geschäftsbanken-Buchgeld entstanden ist, kann dieses bei der Geschäftsbank in Bargeld getauscht werden. Das Geschäftsbanken-Buchgeld ist das Primäre in unserem Geldsystem.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siehe auch====&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Standardartikel/Service/Schule_und_Bildung/geldschoepfung.html Deutsche Bundesbank, Schülerbuch: Geld und Geldpolitik &amp;gt; Geldschöpfung] Abruf   06.06.2016&lt;br /&gt;
* [https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/FAQ_Listen/faq_zum_thema_geldschoepfung.html?docId=175760#175760 Vertiefung: Deutsche Bundesbank, FAQ zum Thema Geldschöpfung] Abruf   06.06.2016&lt;br /&gt;
* [[Gesetze über Geld‎]] Nähere Quellenangaben zu den bestehenden Gesetzen über Geld.&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Gleichschritt&amp;diff=1716</id>
		<title>Das Geldrätsel: Gleichschritt</title>
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				<updated>2019-05-13T17:50:23Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geldschöpfungskapazität bei zwei Banken?====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Konnte bei der Idealbank diese Frage noch eindeutig beantwortet werden mit &amp;quot;unendlich&amp;quot;, falls die Kunden mitspielen, ist es bei zwei Banken in einem Land schon bedeutend schwieriger. Die Volksbank wie auch die Sparkasse können zwar eigene Buchgeld-€ in beliebiger Höhe schöpfen, nicht aber Buchgeld-€ der jeweils anderen Bank. Sicher werden sich die Banken gegenseitig unbesicherte Kreditlinien einräumen, damit nicht jede Überweisung die Aufnahme eines neuen Kredites bei der anderen Bank mit sich bringt. Bis zu dieser Kreditlinie kann also z. B. die Volksbank Überweisungen an Kunden der Sparkasse tätigen und umgekehrt. Gehen Überweisungen immer nur von der Volksbank in Richtung Sparkasse, wird der Kredit der Volksbank bei der Sparkasse stetig höher und die vereinbarte Kreditlinie wird erreicht. Die Sparkasse wird weitere Überweisungen der Volksbank ablehnen.&lt;br /&gt;
Die Volksbank ist dann zahlungsunfähig. Eine bemerkenswerte Situation, dass eine Bank zahlungsunfähig werden kann, obwohl kein Bargeld im System vorhanden ist. Ungeachtet dessen, dass jede Bank beliebig viele eigene Zahlungsmittel herstellen kann, hat sie keinen &amp;quot;Kredit&amp;quot; bei der anderen Bank mehr und wird deshalb zahlungsunfähig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Volksbank kann dieses Problem entschärfen, indem sie für eine Erweiterung ihres Kreditspielraumes der Sparkasse Sicherheiten bietet. Diese Sicherheit kann z. B. in einer Bankschuldverschreibung der Volksbank bestehen. Diese verkauft sie an die Sparkasse. Die Sparkasse zahlt mit Sparkassen €, dass heißt sie erhöht das Kontoguthaben der Volksbank.&amp;lt;ref&amp;gt;Bewusst wird an dieser Stelle vereinfacht und nur eine der möglichen Refinanzierungen angesprochen, um das Wesentliche der Zweibankenbeziehung im Auge zu behalten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Gehen weiterhin Überweisungen immer nur  von der Volksbank in Richtung Sparkasse, so sammeln sich bei der Sparkasse die Schuldverschreibungen der Volksbank und diese wird dann irgendwann der Sparkasse gehören.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jetzt werden aber Überweisungen nicht nur in eine Richtung laufen. Kunden der Sparkasse werden auch Überweisungen an Kunden der Volksbank vornehmen. Werden von Kunden der Volksbank an einem Tag Überweisungen in Höhe von 50.000 € an Kunden der Sparkasse getätigt und erhält die Volksbank im Gegenzug Überweisungen von Kunden der Sparkasse in Höhe von 46.000 €, so besteht seitens der Volksbank lediglich ein Kreditbedarf von 4.000 € bei der Sparkasse. Verbindlichkeiten und Forderungen werden gegenseitig aufgerechnet und nur der Saldo in Höhe von 4.000 € muss ausgeglichen werden. Dieser Saldo kann am nächsten Tag schon wieder in die andere Richtung zeigen, d. h. die Sparkasse muss sich bei der Volksbank verschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Steigern die beiden Banken in etwa gleichem Maße ihre Kreditvergaben und damit ihre Giralgeldschöpfung, sind keine negativen Auswirkungen auf die Zahlungsfähigkeit der Banken zu erwarten. Die Zahlungsströme werden sich größtenteils ausgleichen. Das gleichmäßige Vorgehen bei der Kreditvergabe wird in der Fachsprache als &amp;quot;Gleichschritt&amp;quot; bezeichnet.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kreditschöpfung====&lt;br /&gt;
Die Kreditschöpfung einer Bank zu Gunsten einer Nichtbank hat auch grundsätzlich eine Buchgeldschöpfung zur Folge. Hierzu ein Beispiel.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Modell mit der Volksbank und der Sparkasse gehen wir von davon aus, dass sie jeweils 10 Millionen Kunden besitzen. Beide Banken erhöhen ihre Kredite an den Nichtbankensektor um jeweils 100 Mrd. €. Bei etwa gleich strukturiertem Kundenstamm werden für Zahlungen etwa 50 Mrd. € nur im eigenen Haus überwiesen, benötigen also keinerlei Vereinbarungen mit der anderen Bank. Die restlichen 50 Mrd. € werden an Kunden der anderen Bank überwiesen. Wie zuvor beschrieben werden jedoch auch gegenläufige Zahlungen mit Überweisungen in umgekehrter Richtung erfolgen. Es muss also nur der jeweilige Tagessaldo ausgeglichen werden. Mit Einräumung gegenseitiger Kreditlinien in Höhe von 10 % der gesamten Kreditsumme = 10 Mrd. € wären beide Banken auf der sicheren Seite, dass heißt es wären keine Zahlungsschwierigkeiten zu erwarten. Wird trotzdem diese Kreditsumme von einer Bank fast erreicht, leuchtet die gelbe Warnlampe auf. Über Bankschuldverschreibungen kann dann das Kreditpolster wieder aufgefüllt werden. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Mit der Kreditvergabe von 2 x 100 Mrd. € an den Nichtbankensektor sind die Bilanzsummen beider Banken entsprechend erhöht worden. Auch die Buchgeldmenge wurde um 200 Mrd. € erhöht, es ist also zusätzliches &amp;quot;Geld&amp;quot; geschöpft worden. Es existieren jedoch nicht nur die 200 Mrd. € Buchgeld sondern auch &amp;quot;Forderungen der Banken an Nichtbanken&amp;quot; in dieser Höhe. Im Land mit den zwei Banken ist bei der Geldschöpfung von 200 Mrd. € in Summe also 0 € an &amp;quot;Nettogeldvermögen&amp;quot; entstanden. Unter Nettogeldvermögen wird dabei die Summe der Buchgeldschöpfungen abzüglich der dabei entstandenen Schulden der Kunden der beiden Banken verstanden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kauf von Sachvermögen====&lt;br /&gt;
Geldschöpfung kann auch durch die Anschaffung von Sachvermögen (Aktiva) entstehen. Die Volksbank und die Sparkasse lassen sich Bankgebäude im Wert von jeweils 10 Millionen € bauen und bezahlen mit selbst geschaffenem  Buchgeld. Die Volksbank also mit &amp;quot;Volksbank €&amp;quot; und die Sparkasse mit &amp;quot;Sparkassen €&amp;quot;. Da beide Banken dies im &amp;quot;Gleichschritt&amp;quot; tun, wird eine Verschuldung in größerem Maße bei der anderen Bank nicht erforderlich. Die Banken erhalten somit offensichtlich ihre Bankpaläste im Zweibankenland geschenkt. Auf den jeweiligen Girokonten der Kunden sind zwar diese 20 Mill. € als &amp;quot;Schulden der Bank&amp;quot; dokumentiert, eine tatsächliche Inanspruchnahme dieser Kundenguthaben ist jedoch nicht zu erwarten. Für interne Zahlungen reichen ja ihre selbst geschöpften Volksbank € bzw. Sparkassen €. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im nächsten Abschnitt &amp;quot;Mehrbankensystem&amp;quot; erläutert, kann die &amp;quot;wundersame Geldschöpfung&amp;quot; durch Kreditvergabe und den Kauf von Aktiva jedoch nicht so ohne weiteres auf das existierende Mehrbankensystem übertragen werden.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zahlungsverkehrsnetze_und_-systeme&amp;diff=1715</id>
		<title>Das Geldrätsel: Zahlungsverkehrsnetze und -systeme</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zahlungsverkehrsnetze_und_-systeme&amp;diff=1715"/>
				<updated>2019-05-08T08:36:30Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlungsverkehrsnetze==&lt;br /&gt;
Der Zahlungsverkehr wird im Euroraum weitgehend über multilaterale Netze abgewickelt. Internationale Zahlungen werden hingegen überwiegend über Korrespondenzbanken und Großbanken mit internationalen Filialen und Tochterunternehmen vorgenommen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====National und Euroraum====&lt;br /&gt;
Das deutsche Zahlungsverkehrsnetz der Geschäftsbanken besteht aus mehreren eigenständigen Gironetzen Es sind dies die Netze der:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Sparkassen&lt;br /&gt;
* Volksbanken&lt;br /&gt;
* Kreditbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes dieser Netze verfügt auch über eigene Verrechnungsstellen. Über diese werden sowohl Überweisungen innerhalb des eigenen Gironetzes wie auch gironetzübergreifende Zahlungsvorgänge abgewickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gironetze1.png]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;(40)Hinzu kommt noch das Gironetz der Deutschen Bundesbank. Jede Geschäftsbank besitzt ein Konto bei der Deutschen Bundesbank.&amp;lt;ref&amp;gt;Die jeder Bank zugeordnete Bankleitzahl ist auch ihre Kontonummer bei der Deutschen Bundesbank. Private Haushalte und Unternehmen  können bei der Bundesbank kein Konto einrichten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über das Gironetz der Deutschen Bundesbank kann jede Bank Überweisungen an andere Banken durchführen. Damit sind auch Banken, welche keinem Giroverband angehören, in das System integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Euroraum können Überweisungen über das Target2-System der nationalen Zentralbanken abgewickelt werden. Für den Kunden einer Bank macht es dabei keinen Unterschied mehr, ob er  eine Überweisung innerhalb Deutschlands tätigt oder aber in ein anderes Euroland, zum Beispiel nach Frankreich. Im Hintergrund läuft die Überweisung dann über die beteiligten Nationalbanken, die &amp;quot;Deutsche Bundesbank&amp;quot; und die &amp;quot;Banque de France&amp;quot;. Daneben existieren für Überweisungen auch auf den Euroraum spezialisierte privatrechtliche Institutionen  wie die Euro Banking Association (EBA).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Euro_Banking_Association Wikipedia: Euro Banking Association] oder [https://www.abe-eba.eu/Historical-background-N=EA_Historicalbackground-L=EN.aspx Historischer Hintergrund der EBA], Abruf jeweils 20. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EBA betreibt die Plattform EBA-Clearing, ein nach dem Nettoverfahren arbeitendes System für Großbetragszahlungen, welches jedoch auch Komponenten für den Massenzahlungsverkehr enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ebaclearing.eu/About-EBA-CLEARING-N=EBACLEARING-L=EN.aspx EBA-Clearing], Abruf 20. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn dieses System für den Euroraum konzipiert wurde, steht es ebenso für nationale Überweisungen zur Verfügung. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Gironetze2.png]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zahlungsverkehr unter den Banken beschränkt sich aber nicht auf Überweisungen, welche im Auftrag von Bankkunden erfolgen. Für die Abwicklung von Wertpapierkäufen, Devisengeschäften und Geldmarkttransaktionen haben sich weitere, auch international agierende Clearingstellen etabliert, welche zum Zahlungsausgleich Zentralbankgeld verlangen. Auch die Eigengeschäfte der Banken sowie die Korrespondenzbankgeschäfte erfordern eine Kreditaufnahme bei anderen Banken oder aber die Übertragung von Zentralbankgeld zwischen den Banken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Geschäftsbanken sind in erster Linie an einer Gewinnmaximierung ihrer Bank interessiert. Diesem Streben steht jedoch die Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit (Liquidität) der Bank gegenüber. Allgemein gilt, desto risikoreicher die Eigengeschäfte der Bank sind, desto höher ist der zu erwartende Gewinn. Es steigt damit jedoch auch die Gefahr, vorübergehend zahlungsunfähig zu werden oder aber Pleite zu gehen. Deshalb wird von den Banken großer Wert auf die Bewirtschaftung ihrer Mittel, die Liquiditätssteuerung gelegt. Mit Hilfe spezieller Software wird versucht, ein Optimum sämtlicher Zahlungsflüsse hinsichtlich ausreichender Liquidität zu erreichen. Dass heißt, die vorhandenen Mittel müssen möglichst rentabel eingesetzt werden. Auch die Festlegung der geeigneten Zahlungsverkehrswege unter Berücksichtigung der jeweiligen Transaktionskosten und -risiken spielt hierbei eine Rolle. Folglich kann man sich bei realistischer Betrachtung der Zahlungsmittelbewegungen einer Bank nicht auf den Überweisungsverkehr im Kundenauftrag beschränken. &amp;lt;br/&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====International====&lt;br /&gt;
Neben den Gironetzen bestehen jedoch auch Direktverbindungen zwischen einzelnen Banken. Die, an einer solchen zweiseitigen (bilateralen) Verbindung beteiligten Banken werden als Korrespondenzbanken bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;In der Bankbetriebslehre spricht man über: Bankenkontokorrentkonten BKK im Unterschied zu Kundenkontokorrentkonten KKK&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Banken unterhalten dabei gegenseitige Korrespondenzbankkonten, auch Loro- und Nostrokonten genannt.  Überweisungen über diese Konten verlieren im Euroraum immer mehr an Bedeutung, da sie durch kostengünstigere Euroabwicklungssysteme ersetzt werden. Im internationalen, außereuropäischen Bereich ist das Korrespondenzbanken-Geschäft hingegen noch weit verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oenb.at/Zahlungsverkehr/Zahlungsverkehrssysteme.html Zahlungsverkehrssysteme] Information der Österreichischen Nationalbank, Abruf 19. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbanken, mit einem ausgedehnten internationalem Filialnetz und Tochterunternehmen, besitzen eine weitere Möglichkeit des einfachen Zahlungsverkehrs auch über die europäischen Grenzen hinaus. Zahlungen können über die Filialen und Töchter, ohne Einschaltung einer außenstehenden Institution, abgewickelt werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlungsverkehrrssysteme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahlungsverkehrssysteme lassen sich einteilen in &lt;br /&gt;
* Bruttoverfahren (z. B. Target2 der Bundesbank)&lt;br /&gt;
* Nettoverfahren (z. B. EMZ der Bundesbank oder EBA-Clearing)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bruttoverfahren wird jede Überweisung sofort und endgültig ausgeführt. Nach Abschluss des Überweisungsvorganges steht der Überweisungsbetrag dem Empfänger sofort und unwiderruflich zur Verfügung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nettoverfahren sammelt über einen Zeitraum, in der Regel über einen Tag, sämtliche Forderungen der beteiligten Banken und stellt am Zeitraumende den Saldobetrag einer jeden Bank fest. Nur diese Salden werden ausgeglichen. Erst nach Abschluss dieses Ausgleichs gelten die Überweisungen als endgültig.&amp;lt;ref&amp;gt; http://www.intranet.bbsii-kl.de/media/download_gallery/20111109_Lehrerseminar_Beitrag%20des%20ZV.pptx Power-Point-Präsentation der Deutschen Bundesbank aus 2011, Abruf 19. Aug. 2014, Link funktioniert nicht mehr 8.5.2019&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor   = Matthias M. Arndt&lt;br /&gt;
| Titel   = Das Interbankenverhältnis im Überweisungsrecht &lt;br /&gt;
| Auflage = 1 &lt;br /&gt;
| Verlag  = V&amp;amp;R unipress &lt;br /&gt;
| Ort     = Göttingen &lt;br /&gt;
| Jahr    = 2012 &lt;br /&gt;
| ISBN    = 978-3-8471-0000-3&lt;br /&gt;
| Seiten  = 355 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zahlungsverkehrsnetze_und_-systeme&amp;diff=1714</id>
		<title>Das Geldrätsel: Zahlungsverkehrsnetze und -systeme</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zahlungsverkehrsnetze_und_-systeme&amp;diff=1714"/>
				<updated>2019-05-08T08:31:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Zahlungen und Kredit&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Liquidität&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlungsverkehrsnetze==&lt;br /&gt;
Der Zahlungsverkehr wird im Euroraum weitgehend über multilaterale Netze abgewickelt. Internationale Zahlungen werden hingegen überwiegend über Korrespondenzbanken und Großbanken mit internationalen Filialen und Tochterunternehmen vorgenommen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
====National und Euroraum====&lt;br /&gt;
Das deutsche Zahlungsverkehrsnetz der Geschäftsbanken besteht aus mehreren eigenständigen Gironetzen Es sind dies die Netze der:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
* Sparkassen&lt;br /&gt;
* Volksbanken&lt;br /&gt;
* Kreditbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedes dieser Netze verfügt auch über eigene Verrechnungsstellen. Über diese werden sowohl Überweisungen innerhalb des eigenen Gironetzes wie auch gironetzübergreifende Zahlungsvorgänge abgewickelt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Gironetze1.png]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;(40)Hinzu kommt noch das Gironetz der Deutschen Bundesbank. Jede Geschäftsbank besitzt ein Konto bei der Deutschen Bundesbank.&amp;lt;ref&amp;gt;Die jeder Bank zugeordnete Bankleitzahl ist auch ihre Kontonummer bei der Deutschen Bundesbank. Private Haushalte und Unternehmen  können bei der Bundesbank kein Konto einrichten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Über das Gironetz der Deutschen Bundesbank kann jede Bank Überweisungen an andere Banken durchführen. Damit sind auch Banken, welche keinem Giroverband angehören, in das System integriert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Euroraum können Überweisungen über das Target2-System der nationalen Zentralbanken abgewickelt werden. Für den Kunden einer Bank macht es dabei keinen Unterschied mehr, ob er  eine Überweisung innerhalb Deutschlands tätigt oder aber in ein anderes Euroland, zum Beispiel nach Frankreich. Im Hintergrund läuft die Überweisung dann über die beteiligten Nationalbanken, die &amp;quot;Deutsche Bundesbank&amp;quot; und die &amp;quot;Banque de France&amp;quot;. Daneben existieren für Überweisungen auch auf den Euroraum spezialisierte privatrechtliche Institutionen  wie die Euro Banking Association (EBA).&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Euro_Banking_Association Wikipedia: Euro Banking Association] oder [https://www.abe-eba.eu/Historical-background-N=EA_Historicalbackground-L=EN.aspx Historischer Hintergrund der EBA], Abruf jeweils 20. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Die EBA betreibt die Plattform EBA-Clearing, ein nach dem Nettoverfahren arbeitendes System für Großbetragszahlungen, welches jedoch auch Komponenten für den Massenzahlungsverkehr enthält.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.ebaclearing.eu/About-EBA-CLEARING-N=EBACLEARING-L=EN.aspx EBA-Clearing], Abruf 20. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Auch wenn dieses System für den Euroraum konzipiert wurde, steht es ebenso für nationale Überweisungen zur Verfügung. &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
[[Datei:Gironetze2.png]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Zahlungsverkehr unter den Banken beschränkt sich aber nicht auf Überweisungen, welche im Auftrag von Bankkunden erfolgen. Für die Abwicklung von Wertpapierkäufen, Devisengeschäften und Geldmarkttransaktionen haben sich weitere, auch international agierende Clearingstellen etabliert, welche zum Zahlungsausgleich Zentralbankgeld verlangen. Auch die Eigengeschäfte der Banken sowie die Korrespondenzbankgeschäfte erfordern eine Kreditaufnahme bei anderen Banken oder aber die Übertragung von Zentralbankgeld zwischen den Banken.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die Geschäftsbanken sind in erster Linie an einer Gewinnmaximierung ihrer Bank interessiert. Diesem Streben steht jedoch die Gewährleistung der Zahlungsfähigkeit (Liquidität) der Bank gegenüber. Allgemein gilt, desto risikoreicher die Eigengeschäfte der Bank sind, desto höher ist der zu erwartende Gewinn. Es steigt damit jedoch auch die Gefahr, vorübergehend zahlungsunfähig zu werden oder aber Pleite zu gehen. Deshalb wird von den Banken großer Wert auf die Bewirtschaftung ihrer Mittel, die Liquiditätssteuerung gelegt. Mit Hilfe spezieller Software wird versucht, ein Optimum sämtlicher Zahlungsflüsse hinsichtlich ausreichender Liquidität zu erreichen. Dass heißt, die vorhandenen Mittel müssen möglichst rentabel eingesetzt werden. Auch die Festlegung der geeigneten Zahlungsverkehrswege unter Berücksichtigung der jeweiligen Transaktionskosten und -risiken spielt hierbei eine Rolle. Folglich kann man sich bei realistischer Betrachtung der Zahlungsmittelbewegungen einer Bank nicht auf den Überweisungsverkehr im Kundenauftrag beschränken. &amp;lt;br/&amp;gt;   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====International====&lt;br /&gt;
Neben den Gironetzen bestehen jedoch auch Direktverbindungen zwischen einzelnen Banken. Die, an einer solchen zweiseitigen (bilateralen) Verbindung beteiligten Banken werden als Korrespondenzbanken bezeichnet.&amp;lt;ref&amp;gt;In der Bankbetriebslehre spricht man über: Bankenkontokorrentkonten BKK im Unterschied zu Kundenkontokorrentkonten KKK&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Banken unterhalten dabei gegenseitige Korrespondenzbankkonten, auch Loro- und Nostrokonten genannt.  Überweisungen über diese Konten verlieren im Euroraum immer mehr an Bedeutung, da sie durch kostengünstigere Euroabwicklungssysteme ersetzt werden. Im internationalen, außereuropäischen Bereich ist das Korrespondenzbanken-Geschäft hingegen noch weit verbreitet.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.oenb.at/Zahlungsverkehr/Zahlungsverkehrssysteme.html Zahlungsverkehrssysteme] Information der Österreichischen Nationalbank, Abruf 19. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Großbanken, mit einem ausgedehnten internationalem Filialnetz und Tochterunternehmen, besitzen eine weitere Möglichkeit des einfachen Zahlungsverkehrs auch über die europäischen Grenzen hinaus. Zahlungen können über die Filialen und Töchter, ohne Einschaltung einer außenstehenden Institution, abgewickelt werden.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Zahlungsverkehrrssysteme==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zahlungsverkehrssysteme lassen sich einteilen in &lt;br /&gt;
* Bruttoverfahren (z. B. Target2 der Bundesbank)&lt;br /&gt;
* Nettoverfahren (z. B. EMZ der Bundesbank oder EBA-Clearing)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beim Bruttoverfahren wird jede Überweisung sofort und endgültig ausgeführt. Nach Abschluss des Überweisungsvorganges steht der Überweisungsbetrag dem Empfänger sofort und unwiderruflich zur Verfügung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Nettoverfahren sammelt über einen Zeitraum, in der Regel über einen Tag, sämtliche Forderungen der beteiligten Banken und stellt am Zeitraumende den Saldobetrag einer jeden Bank fest. Nur diese Salden werden ausgeglichen. Erst nach Abschluss dieses Ausgleichs gelten die Überweisungen als endgültig.&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.intranet.bbsii-kl.de/media/download_gallery/20111109_Lehrerseminar_Beitrag%20des%20ZV.pptx Power-Point-Präsentation der Deutschen Bundesbank aus 2011], Abruf 19. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor   = Matthias M. Arndt&lt;br /&gt;
| Titel   = Das Interbankenverhältnis im Überweisungsrecht &lt;br /&gt;
| Auflage = 1 &lt;br /&gt;
| Verlag  = V&amp;amp;R unipress &lt;br /&gt;
| Ort     = Göttingen &lt;br /&gt;
| Jahr    = 2012 &lt;br /&gt;
| ISBN    = 978-3-8471-0000-3&lt;br /&gt;
| Seiten  = 355 &lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Zahlungen und Kredit&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Liquidität&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Korrespondenzbankgesch%C3%A4fte&amp;diff=1713</id>
		<title>Korrespondenzbankgeschäfte</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Korrespondenzbankgesch%C3%A4fte&amp;diff=1713"/>
				<updated>2019-05-08T08:17:28Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
Auf dieser Seite werden Informationen aus der Presse sowie aus Fachbüchern zum Thema Korrespondenzbankgeschäfte gesammelt. Die Bedeutung dieses Zahlungssystems in der globalen Finanzwelt sollte aus den Beiträgen erkennbar werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Geldwirtschaft 1970====&lt;br /&gt;
Alfred Kratz und Claus Köhler beschreiben 1970 die Korrespondenzbankbeziehungen in ihrem Buch &amp;quot;Geldwirtschaft: Geldversorgung und Kreditpolitik, Band 1&amp;quot;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
| Autor   = Alfred Katz, Claus Köhler&lt;br /&gt;
| Titel   = Geldwirtschaft: Geldversorgung und Kreditpolitik, Band 1 &lt;br /&gt;
| Auflage = &lt;br /&gt;
| Verlag  = Duncker &amp;amp; Humblot, 1970&lt;br /&gt;
| Ort     =  &lt;br /&gt;
| Jahr    = 1970&lt;br /&gt;
| ISBN    = 3428439015&lt;br /&gt;
| Seiten  = 373&lt;br /&gt;
}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Unter dem Punkt &amp;quot;Sichteinlagen der Kreditinstitute bei anderen Banken&amp;quot; (Seite 33) beschreiben sie:&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Kreditinstitute halten verfügbare Einlagen bei anderen Banken aus zwei Gründen: einmal um den Überweisungsverkehr ihrer Kunden möglichst rasch abwickeln zu können, und zum anderen, um Überschußreserven verzinslich anzulegen. Sie geben in diesem Falle Zentralbankgeld im Geldhandel an andere Kreditinstitute weiter&amp;quot;''&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank3.png|400px|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Um eine rasche und reibungslose Abwicklung des Überweisungsverkehrs zu sichern, suchen sich Kreditinstitute Korrespondenzbanken. Bei der Korrespondenzbank unterhält das Kreditinstitut ein Guthaben. Zu Lasten dieses Guthabens können Überweisungen am Platz der Korrespondenzbank rasch ausgeführt werden. Wenn z. B. ein Bankkunde einen Betrag von seinem Konto K1 bei der Bank A auf ein Konto K3 in B überweist, so wird dieser Auftrag von der Bank K1 unter Umständen wie folgt ausgeführt: Die Bank K1 überweist den Betrag an ihre Korrespondenzbank in B, das sei die Bank K2, und die Korrespondenzbank leitet das Geld dann an den Ort auf das gewünschte Konto bei der Bank K3. Eine direkte Überweisung von K1 auf K3 wäre zeitraubender, wenn K1 kein Guthaben bei K3 unterhielte und den zu überweisenden Betrag erst bei Bank K3 anschaffen müßte. Bei der Einschaltung der Korrespondenzbank, bei der K1 ein Guthaben unterhält, kann der Betrag auch telegraphisch überwiesen werden und wenige Stunden danach auf dem Konto des Begünstigten bei K3 sein.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Europäische Zentralbank 2012====&lt;br /&gt;
Ein Auszug aus &amp;quot;Durchführung der Geldpolitik im Euro-Währungsgebiet&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Service/Services_Banken_Unternehmen/OMTOS/offenmarktgeschaefte_des_eurosystems.pdf?__blob=publicationFile Allgemeine Reglungen für die geldpolitischen Instrumente des Eurosystems], EZB 2012, Abruf 20.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Korrespondenzbankbeziehung (correspondent banking): Vereinbarung, in deren Rahmen ein Kreditinstitut Zahlungsverkehrsdienstleistungen und andere Dienstleistungen für ein anderes Kreditinstitut erbringt. Zahlungen durch Korrespondenzbanken werden oft über gegenseitige Konten (Nostro- und Lorokonten) ausgeführt, die mit dauerhaften Kreditlinien verbunden sein können. Korrespondenzbankdienste werden vor allem grenzüberschreitend angeboten, es existieren aber auch Agenturbeziehungen auf nationaler Ebene. Ein Lorokonto ist ein von einer Korrespondenzbank im Auftrag eines ausländischen Kreditinstituts geführtes Konto; aus Sicht des ausländischen Kreditinstituts ist dieses Konto ein Nostrokonto.“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Venezuela 2016====&lt;br /&gt;
Venezuela hat keine Korrespondenzbank mehr, Citibank schließt Konten für Venezuelas Auslandszahlungen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://amerika21.de/2016/07/156356/venezuela-citibank Citibank schließt Konten für Venezuelas Auslandszahlungen,] Amerika 21 vom 18.07.2016, Abruf 20.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die US-amerikanische Citibank will die Devisenkonten der venezolanischen Zentralbank und der Banco de Venezuela (BCV) innerhalb von 30 Tagen schließen. Dies gab Venezuelas Präsident Nicolás Maduro bekannt. Aufgrund des Wechselkurssystems des Landes fungiert die Citibank als einzige Korrespondenzbank für alle Auslandszahlungen der Regierung sowie öffentlicher und privater Importeure. Transaktionen für die Zahlung von Importen werden zentral über die BCV, und damit über ihre Korrespondenzbank, die Citibank, abgewickelt.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Kuba 2016====&lt;br /&gt;
Bericht 2016 der kubanischen Regierung zu den Folgen der US-Blockade&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.redglobe.de/lateinamerika-karibik/kuba/8351-bericht-2016-der-kubanischen-regierung-zu-den-folgen-der-us-blockade Bericht 2016 der kubanischen Regierung zu den Folgen der US-Blockade] Red*Globe, 13. September 2016, Abruf 20.8.2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Eine starke Beschränkung ist das Verbot für kubanische Finanzinstitutionen, Korrespondenzkonten auf Banken der USA zu eröffnen, was direkte Beziehungen von Banken beider Länder verbietet und die Handelsgeschäfte Kubas mit jenem Land verteuert, da diese notgedrungen dreiseitig abgeschlossen werden müssen und Provisionszahlungen an Vermittler erfordern.“'' &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Deutsche Bank ====&lt;br /&gt;
Subsahara-Afrika – turbulent und wachstumsfreudig&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.exportmanager-online.de/wp-content/uploads/sites/15/2016/02/8_Noetzel_Voss_ExMa_01_2016.pdf Subsahara-Afrika – turbulent und wachstumsfreudig,] Exportmanager, 01-Februar-2016.pdf, Abruf 20.8.2016 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
„Die Deutsche Bank unterhält in Nigeria – und darüber hinaus in ganz Subsahara-Afrika –Geschäftsbeziehungen und ist insbesondere im Bereich Handelsfinanzierungen aktiv. Aufgrund unserer Langjährigen Präsenz im Markt verfügen wir über eine umfangreiches Korrespondenzbanknetzwerk in der Region und ........“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Chase Manhattan Bank 2017====&lt;br /&gt;
Mit dem Tod von Rockefeller endet die reichste Dynastie der Welt. &lt;br /&gt;
(Trotz sieben neuer Herzen wurde er keine 200 Jahre alt, die er angestrebt hatte.)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://internetz-zeitung.eu/index.php/4265-mit-dem-tod-von-rockefeller-endet-die-reichste-dynastie-der-weltInternetz_Zeitung Mit dem Tod von Rockefeller endet die reichste Dynastie der Welt], Internetz Zeitung vom 20. März 2017, Abruf 20.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Zur Chase Manhattan Bank, heute wohl JP Morgan Chase wird gesagt:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„Sie besitzt heute ein globales Netz von geschätzten 50.000 Korrespondenzbanken und ist die größte Bank der Welt.“''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Andere Quellen sprechen von der zweitgrößten Bank der Welt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schweizer Bundesrat 2015====&lt;br /&gt;
Bericht des Bundesrates über die Bedeutung des US-Dollars&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sif.admin.ch/dam/sif/de/dokumente/Berichte/USD-Bericht-d.pdf.download.pdf/USD-Bericht-d.pdf Bericht des Bundesrates über die Bedeutung des US-Dollars und des US-Zahlungs- und Abwicklungssystems für den Schweizer Finanzsektor in Erfüllung des Postulats 13.3651] vom 12. August 2015, Abruf 20.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
''„Die Abwicklung von Dollar-Grossbetragszahlungen in Zentralbankgeld erfolgt über Fedwire, das von der US-Zentralbank, dem Federal Reserve System, betrieben wird. Über Fedwire wickeln die Teilnehmer u.a. die Geldseite von diversen Dollar-Finanzmarktgeschäften ab. Die Bereitstellung der für die Abwicklung der Zahlungen notwendigen Liquidität erfolgt über den Zugang zu einem Konto beim Federal Reserve System. Finanzmarktteilnehmer ohne Zugang zu einem Konto beim Federal Reserve System (z.B. Banken ausserhalb der USA) sind auf die Dienstleistungen einer US-Korrespondenzbank angewiesen.“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Commerzbank 2015====&lt;br /&gt;
Korrespondenzbanken, Kampf gegen Geldwäsche bedroht Zahlungsverkehr&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.faz.net/aktuell/finanzen/korrespondenzbanken-kampf-gegen-geldwaesche-bedroht-zahlungsverkehr-13909201.html Korrespondenzbanken, Kampf gegen Geldwäsche bedroht Zahlungsverkehr] FAZ, 13.11.2015, Abruf 20,8,2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''„So haben die Banken aus dem Euroraum die Beziehungen seit dem Jahr 2002 auf rund 12.500 halbiert. Die meisten Beziehungen weist in Deutschland die Commerzbank mit 5000 Korrespondenzbanken in rund 200 Ländern auf.“''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Credit Suises 2017====&lt;br /&gt;
Unter den von der Credit Suisse aufgeführten wichtigsten Korrespondenzbanken befindet sich lediglich eine Zentralbank&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.credit-suisse.com/media/assets/private-banking/docs/ch/unternehmen/kmugrossunternehmen/annahmeschlusszeiten-korrespondenzbanken-de.pdf Annahmeschlusszeiten und wichtigste Korrespondenzbanken für Zahlungen], Credit Swiss, 07.2017, Abruf 20.8.2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====BaFin/FATF 2016==== &lt;br /&gt;
FATF-Leitfaden Korrespondenzbank-Dienstleistungen&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bafin.de/SharedDocs/Downloads/DE/Bericht/dl_gw_korrespondensbank.pdf?__blob=publicationFile&amp;amp;v=2 FATF-Leitfaden Korrespondenzbank-Dienstleistungen]BaFin, OKTOBER 2016, Abruf 20.8.2017 &amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;8. Das Korrespondenzbankgeschäft ist eine Tätigkeit, die vom de-risking in bestimmten Regionen und Branchen beeinträchtigt wurde. Das beunruhigt die internationale Gemeinschaft, weil das Korrespondenzbankgeschäft ein wichtiges Instrument für die Abwicklung grenzüberschreitender Mittelflüsse ist und Finanzinstitute in die Lage versetzt, auf Finanzdienstleistungen in unterschiedlichen Währungen und ausländischen Rechtsordnungen zuzugreifen und dadurch den internationalen Handel, karikative Tätigkeiten, Handels- und Überweisungsflüsse zu erleichtern, alles Aspekte, die zur Förderung der finanziellen Inklusion beitragen.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr 2015====&lt;br /&gt;
Im Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Schule_und_Bildung/geld_und_geldpolitik.pdf?__blob=publicationFile Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;] Ausgabe Frühjahr 2015, Abruf 12.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;erklärt die Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Eine Zahlung kann direkt zwischen zwei Banken verrechnet werden, wenn die eine jeweils ein Konto bei der anderen hat (Korrespondenzbankgeschäft). Ist dies nicht der Fall, muss entweder eine weitere Bank oder ein Clearinghaus zwischengeschaltet werden. Die weitere Bank bzw. das Clearinghaus sorgt für Weiterleitung der Zahlungsinformation und Buchung auf den Konten der beteiligten Banken. Die Banken versuchen, den bargeldlosen Zahlungsverkehr so zu organisieren, dass das Geld möglichst lange im eigenen Haus bzw. in der eigenen Bankengruppe bleibt. Daher haben sich die Banken gleicher Bankengruppen zu Gironetzen zusammengeschlossen, innerhalb derer die Zahlungen zwischen den angeschlossenen Banken ausgetauscht und gebucht werden. Die deutschen Gironetze sind miteinander verbunden und ermöglichen so eine Weiterleitung der Zahlung an Banken anderer Bankengruppen. Alternativ können die Zahlungen über Clearinghäuser wie zum Beispiel STEP2 der Euro Banking Association ausgetauscht und gebucht werden.''&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''Jede bargeldlose Zahlung wird zwischen den beteiligten Banken verrechnet.''}}&lt;br /&gt;
''Zur Unterstützung des bargeldlosen Massenzahlungsverkehrs betreibt auch die Deutsche Bundesbank ein eigenes Clearinghaus (Elektronischer Massenzahlungsverkehr EMZ bzw. SEPA Clearer). Auch Banken ohne Einbindung in die deutschen Gironetze haben über dieses Clearinghaus Zugang zum bargeldlosen Zahlungsverkehr mit allen übrigen Banken in Deutschland und Europa. Die Bedeutung der Clearinghäuser hat mit der europaweiten Ausrichtung des Massenzahlungsverkehrs im Rahmen der SEPA-Einführung stark zugenommen. Um sicherzustellen, dass alle europäischen Banken erreicht werden können, sind die Clearinghäuser untereinander verbunden.&amp;quot;''&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch:==&lt;br /&gt;
* [[Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Korrespondenzbanken&amp;diff=1712</id>
		<title>Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Korrespondenzbanken&amp;diff=1712"/>
				<updated>2019-05-08T08:09:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Teilnehmer am Geldsystem&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das Geldrätsel: Zahlungen und Kredit&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das Geldrätsel: Zahlungsverkehrsnetze und -systeme&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Korrespondenzbankgeschäfte sind wesentlicher Bestandteil sowohl des Inlands- wie auch des Auslandszahlungsverkehrs. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Inlandszahlungsverkehr==&lt;br /&gt;
Die Deutsche Bundesbank stellt die  große Bedeutung von Korrespondenzbankgeschäften im Rahmen des Inlandzahlungsverkehrs heraus&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Dossier/Aufgaben/ueberwachung.html?notFirst=true&amp;amp;docId=324960#chap Deutsche Bundesbank, Überwachung des Zahlungsverkehrs und der Wertpapierabwicklung, Korrespondenzbankgeschäft] Abruf 15.08.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|“In Deutschland ist das Korrespondenzbankgeschäft auch im Rahmen des Inlandszahlungsverkehrs von großer Bedeutung. Im Bereich der Sparkassen und Genossenschaftsbanken werden Zahlungen i.d.R. zunächst sektorintern über Korrespondenzbankkonten bei den jeweiligen Zentralinstituten verrechnet.“ }}&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Die nachfolgende Abbildung mit einer Überweisung von einem Kunden der Kreissparkasse A (KSK A) an einen Kunden der Kreisparkasse B, mittels der Girozentrale der Sparkasse, verdeutlicht die Aussage der Deutschen Bundesbank. Die Girozentrale führt sowohl für die KSK A wie auch für die KSK B ein Konto&amp;lt;ref&amp;gt; In der Fachsprache werden die Konten bei der Girozentrale, also bei der kontoführenden Bank, als „Lorokonten“ bezeichnet und die Kontrollkonten bei den KSK als „Nostrokonten.“  &amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Zahlen und die Pfeile zeigen die Reihenfolge und Richtung der Aktivitäten bei dieser Überweisung. Bei KSK A wird das Konto des Zahlers verringert und gleichzeitig das Kontrollkonto Girozentrale um den Überweisungsbetrag erhöht. Dieses Kontrollkonto zeigt die Verbindlichkeit gegenüber der Bank B auf. Es folgt eine Anweisung an die Girozentrale, dort das Konto der KSK A um den Überweisungsbetrag zu belasten zu Gunsten des Kontos der KSK B. Die Girozentrale teilt der KSK B die vorgenommene Erhöhung ihres Kontostandes zu Gunsten einer Überweisung an den Empfänger mit. Bei KSK B erfolgt eine Erhöhung des Kontos des Empfängers in Höhe des Überweisungsbetrages wie auch eine Anpassung des Kontrollkontos. Sollten die oben beschriebenen Aktionen nicht direkt nachvollziehbar sein, können im Beitrag [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] die einzelnen Schritte detailliert nachgelesen werden. &amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank4.png|600px]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Diese Abwicklungsschritte sind auch bei anderen Gironetzen so vorhanden. Zwischen den einzelnen Gironetzen werden diese Korrespondenzbankbeziehungen ebenfalls angewendet, sodass auch eine Überweisung von einem Sparkassenkunden an einen Kunden der Raiffeisenbank ganz ohne Einschaltung einer außenstehenden Verrechnungsstelle vorgenommen werden kann. In die Überweisungskette wird lediglich die &amp;quot;DZ Bank&amp;quot; zusätzlich eingefügt, das Zentralinstitut der Genossenschaftsbanken. Das zuvor genannte Verfahren beschreibt auch die Deutsche Bundesbank unter [[Korrespondenzbankgeschäfte#Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr 2015|Deutsche Bundesbank zum Massenzahlungsverkehr]] detailliert so.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Auslandszahlungsverkehr==&lt;br /&gt;
Korrespondenzbankgeschäfte sind Bestandteil des globalen Zahlungssystems für grenzüberschreitende Transaktionen. Die Deutsche Bundesbank hierzu:&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Bundesbank/die_deutsche_bundesbank.pdf?__blob=publicationFile Die Deutsche Bundesbank]Publikation der Deutschen Bundesbank von 2016, Abruf 18.08.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Grenzüberschreitende Zahlungen in den jeweiligen Währungen verrechnen Banken mit ausländischen Korrespondenzbanken über eine gegenseitige Kontoverbindung. Zentralbanken beobachten das Korrespondenzbankgeschäft, da die Umsätze sehr hoch sind und Schieflagen großer Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
zu einer Beeinträchtigung des Zahlungsverkehrs führen und negative Auswirkungen auf die Wirtschaft haben.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgende Abbildung skizziert die einzelnen Schritte  bei Zahlungen im Korrespondenzbankgeschäft und die Wechselwirkungen zwischen Korrespondenzbankleistungen und einem Zahlungsverkehrssystem. Sie zeigt die Zahlung von Bank A an Bank C mittels einer Korrespondenzbank. Da die Banken A und C keine direkte Geschäftsbeziehungen mit gegenseitigen Konten unterhalten, wird die Bank B als Vermittler eingeschaltet. Während in einem Fall (A) die Zahlung nur mittels Korrespondenzbankkonten geschieht, erfolgt im anderen Fall die Zahlung zwischen Bank B und C über ein Zahlungsverkehrssystem, an welchem sowohl die Bank B wie auch Bank C teilnimmt. Die Banken A, B und C sind zumeist in zwei oder mehr unterschiedlichen Staaten angesiedelt, und damit auch in unterschiedlichen Rechtssystemen. Es können aber auch noch andere Banken sowohl auf der Zahler-Seite wie auch auf der Empfänger-Seite an der Korrespondenzbank-Zahlungskette beteiligt sein&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bis.org/cpmi/publ/d147.pdf Correspondent banking vom Committee on Payments and Market Infrastructures, July 2016] Bank for International Settlements, Abruf 20.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Korrespondenzbank2.png|700px]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die obenstehende Abbildung zeigt den Überweisungsweg mit Einschaltung einer Korrespondenzbank, der Bank B. Dieser Zahlungsweg wird üblicherweise für zeitunkritische Handelsgeschäfte verwendet. Um jedoch Ausfallrisiken beim Devisen-, Wertpapier- und Derivatehandel zu beschränken, wird vielfach ein Zahlungsverkehrssystem mit eingeschaltet. In diesem Zahlungsverkehrssystem wird dann sowohl die Kaufsache wie auch die entsprechende Zahlung zeitsynchron abgehandelt. Dies verhindert den als Herstatt-Risiko&amp;lt;ref&amp;gt;[https://de.wikipedia.org/wiki/Herstatt-Risiko Herstatt-Risiko], Wikipedia, Abruf 19.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; bekannten Verlust durch Ausfall eines Vertragspartners.&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.snb.ch/de/mmr/reference/continuous_linked_settlement/source/continuous_linked_settlement.de.pdf Das Devisenabwicklungssystem Continuous Linked Settlement (CLS) ] Schweizer Nationalbank, Abruf 19.8.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bedeutung====&lt;br /&gt;
Reine Korrespondenzbankgeschäfte werden sowohl im Inlands- wie auch im Auslandszahlungsverkehr ohne Einschaltung einer Zentralbank getätigt und benötigen auch kein Zentralbankgeld für einen Zahlungsvorgang. Anlässlich der Vorstellung von TARGET2-Securities (T2S)&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Aufgaben/Unbarer_Zahlungsverkehr/Target2-Securities/informationsblatt_target2.pdf?__blob=publicationFile TARGET2-Securities (T2S)] Deutsche Bundesbank, Informationsblatt März 2017, Abruf 22.08.2017&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Abwicklungsplattform für Wertpapiergeschäfte auf Zentralbankebene, erklärt Carl-Ludwig Thiele, Vorstandsmitglied der Deutschen Bundesbank:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|„Die Abwicklung wird zukünftig deutlich sicherer. Ländergrenzen überschreitend wird mit Zentralbankgeld gearbeitet und das ist viel sicherer, als wenn das nur mit dem Geld der Geschäftsbanken erfolgt.“}}Das &amp;quot;Geld der Geschäftsbanken&amp;quot; beinhaltet die Zahlung über Korrespondenzbankkonten, im oben gezeigten Beispiel das Buchgeld der Bank B. Mit TARGET2-Securities übernimmt nun die Zentralbank die Funktion der Bank B und führt die Zahlungen mit ihrem eigenen Buchgeld, dem Zentralbank-Buchgeld durch. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie groß ist jetzt der Anteil an Zahlungen mittels Geschäftsbanken-Buchgeld gegenüber von Zahlungen mit Zentralbank-Buchgeld?&lt;br /&gt;
Werden Zahlungen nur über Korrespondenzbanken abgewickelt, ist am Zahlungsvorgang nur Geschäftsbanken-Buchgeld beteiligt.&amp;lt;ref&amp;gt;Genaugenommen wird nicht mit Geschäftsbanken-Buchgeld gezahlt sondern die Banken nehmen gegenseitig Kredite auf und übertragen anschließend entsprechende Verpflichtungen. Gegenseitige Verpflichtungen von Geschäftsbanken werden nicht als Geld angesehen, zumindest nicht in den Modellen der Volkswirtschaftslehre.&amp;lt;/ref&amp;gt; Wie in der obenstehenden Abbildung gezeigt, werden jedoch auch Zahlungsverkehrssysteme bei zeitkritischen Überweisungen eingeschaltet. Da auch viele Zahlungen durch Verrechnung von gegenseitigen Forderungen/Verbindlichkeiten erfolgen, ist eine quantitative Aussage über Anteile der einzelnen Zahlungsmittel kaum möglich. Einen Eindruck über Größenordnungen vermittelt jedoch die Angabe, dass im Devisenhandels-Zahlungsverkehr mittels Zahlungsverkehrssystemen nur ein Anteil von 2&amp;amp;nbsp;% Zentralbankgeld für die Abwicklung benötigt wird. Somit steht die Verrechnung und die Korrespondenzbankbeziehung im Vordergrund, wenn es um den internationalen Zahlungsverkehr geht.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Siehe auch:==&lt;br /&gt;
[[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] [[Es werde Geld]]; Untersuchung zu &amp;quot;Staatsgeld oder Kreditgeld?&amp;quot;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
[[Datei:Dialog-information_on.svg|14px]] [[Korrespondenzbankgeschäfte]]; Ergänzende Infos aus Presse und Fachbüchern zu Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Teilnehmer am Geldsystem&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das Geldrätsel: Zahlungen und Kredit&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Siehe auch====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Banken_und_die_Realwirtschaft&amp;diff=1711</id>
		<title>Das Geldrätsel: Banken und die Realwirtschaft</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Banken_und_die_Realwirtschaft&amp;diff=1711"/>
				<updated>2019-05-08T07:48:21Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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Dieser Artikel muss komplett neu überarbeitet werden, da Teile bereits in vorhergehenden Artikeln beschrieben wurden.&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Buchf%C3%BChrung&amp;diff=1710</id>
		<title>Das Geldrätsel: Buchführung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Buchf%C3%BChrung&amp;diff=1710"/>
				<updated>2019-05-07T19:10:01Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die nachfolgenden Informationen zur Buchführung sind keineswegs geeignet, dem Leser Grundlagen zur Buchführung zu vermitteln. Im Internet sind zahlreiche Informationen und auch Youtube-Filme zu diesem Themenbereich verfügbar. Nachfolgend erfolgt deshalb nur eine äußerst komprimierte Form von Infos zur Buchführung, die eher wie eine Formelsammlung zu benutzen sind. Nichtbuchhalter können sich kaum den Aufbau eines Buchungssatzes einprägen, benötigen jedoch oft eine Quelle, wo sie dies noch einmal kurz nachschauen können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bestandskonten==&lt;br /&gt;
Einzelne Geschäftsvorgänge [[Datei:Bilanz01b.png|rechts]] führen nicht zur Erstellung einer jeweils neuen Bilanz. Die Änderungen von Bilanzposten werden auf sogenannten Konten vollzogen. Hierzu wird für jede Bilanzposition ein Konto angelegt. Es wird der Bilanz entsprechend in Aktivkonten und Passivkonten unterschieden.&lt;br /&gt;
Zur Erläuterung ein Beispiel mit einer Bargeldeinzahlung. Anton ist Kunde der Sparda-Bank und zahlt  12.000 € auf sein Girokonto ein. Damit erhöht sich der Kassenbestand (=Bargeldbestand) der Bank um 12.000 €. Gleichzeitig erhält er diesen Betrag auf seinem Konto gutgeschrieben. Von der Bank aus gesehen ist Antons Guthaben eine &amp;quot;Verbindlichkeit gegenüber dem Kunden Anton&amp;quot;. Mit Antons Bargeldeinzahlung erhöhte sich der Kassenbestand und gleichzeitig Antons Kontostand.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auf beiden Seiten der Bilanz wurden 12.000 € hinzugefügt. Man spricht hier von einer Bilanzverlängerung (sog. Aktiv-Passiv-Mehrung, Bilanzmehrung). &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Abbildung zeigt einige Festlegungen für Bilanzen und für die doppelte Buchführung.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine sehr gute Erläuterung in einem Schulungsformat liefert der Beitrag [http://www.youtube.com/watch?v=Er2AzIOXXSc &amp;quot;Grundlagen des Rechnungswesens.&amp;quot;]&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref name = Tobias&amp;gt; Der Youtube-Beitrag von Tobias Deiters [https://www.youtube.com/watch?v=yCfq4QtH7kQ Geld entsteht - Geld vergeht] beschreibt von Minute 8 bis Minute 34 den Aufbau und die Funktion einer Bilanz recht kurzweilig.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Die grau hinterlegten Felder beschreiben die Zielorte für die Eintragungen. Diese Struktur ist allgemein festgelegt und kann nicht verändert werden. In der Darstellung werden die Einzelposten der Bilanz in die entsprechenden T-Konten aufgelöst. Über einer waagerechten Linie wird die Kontobezeichnung eingetragen. Eine senkrechte Linie teilt die Buchungen in Soll und Haben. Diese Linien sind in der Abbildung rot ausgeführt, sehen wie ein T aus und sind Ursprung des Namens &amp;quot;T-Konto&amp;quot;. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Seitenbezeichnungen &amp;quot;Soll&amp;quot; und &amp;quot;Haben&amp;quot; sind für das Verständnis der Buchungen sehr verwirrend, da sie nichts mit &amp;quot;sollen&amp;quot; oder &amp;quot;haben&amp;quot; zu tun haben. Es wäre einfacher gewesen sie &amp;quot;links&amp;quot; und &amp;quot;rechts&amp;quot; zu nennen. Aber an den eingeführten Bezeichnungen &amp;quot;Soll&amp;quot; und &amp;quot;Haben&amp;quot; führt kein Weg vorbei. Die aus dem Inventar resultierenden Anfangsbestände sind in diese Bestandskonten zu übernehmen. Auch die am Jahresende ermittelten Schlussbestände sind  einzutragen. Hierzu ist jeweils unter Soll und Haben angegeben, auf welcher Seite Anfangs- und Schlussbestände notiert werden müssen. Auch die Seitenfestlegung für Zu- und Abgänge sind dort fest vorgegeben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Buchung erzwingt nun folgende Bearbeitungsschritte:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
# Welche Konten sind von dem Vorfall betroffen? (hier Kassenbestand und Verbindlichkeiten gegenüber Kunden)&lt;br /&gt;
# Handelt es sich um einen Abgang oder einen Zugang? (Für beide Konten ist es ein Zugang. Die Infos in den grau hinterlegten Feldern geben die Zielorte für die  Eintragungen fest vor.)&lt;br /&gt;
# Der Buchungssatz lautet immer  &amp;quot;Soll&amp;quot; an &amp;quot;Haben&amp;quot; (hier: Kassenbestand an Verbindlichkeiten gegenüber Kunden, 12.000 €)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
So wie nach der Eröffnungsbilanz die Bilanzposten aufgesplittet werden, ist am Ende des Geschäftsjahres die umgekehrte Bearbeitung erforderlich. Sämtliche Konten werden aufgerechnet und die resultierenden Summen (Salden) werden in die Schlussbilanz übernommen.&lt;br /&gt;
In der Schlussbilanz werden neben den Angaben zum letzten Geschäftsjahr auch noch die Daten des vorletzten Geschäftsjahres mit angegeben. In der Bilanz der Sparda-Bank&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.sparda-bw.de/pdf/sparda-bw/geschaeftsbericht2013.pdf Geschäftsbericht 2013 der Sparda-Bank Baden-Württemberg eG, ]Abruf 13.12.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; sind in der vollständigen Ausfertigung also auch die Angaben zum Jahresabschluss des Vorjahres enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die aufgeführten Zahlen stellen die &amp;quot;Bestandswerte&amp;quot; der jeweiligen Bilanzposten dar. Am Jahresende 2013 waren insgesamt Kredite (Forderungen gegenüber Kunden) in Höhe von 10.747 Millionen € vergeben. Zum Vorjahresabschluss stand dieser Wert bei 10.320 Millionen €. Aus diesen beiden Bestandswerten lässt sich auch die Veränderung innerhalb des Geschäftsjahres (hier jetzt eine Stromgröße) errechnen. Die Sparda-Bank hat den Bestand ihrer Kredite gegenüber Kunden um 427 Millionen € erhöht. Dies entspricht einer Steigerung um 4,1 %, bezogen auf den Vorjahreswert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kundenkontokorrent==&lt;br /&gt;
Ein Girokonto[[Datei:Skontren.png|rechts]] mit eingerichtetem Dispositionskredit&amp;lt;ref name = Dispo&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Dispositionskredit Dispositionskredit, ]Wikipedia, Abruf 14.12.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; ist heute bei vielen Gehaltskonten der Normalfall. Bankintern spricht man von einem Kunden-Kontokorrent-Konto (KKK).&amp;lt;ref name = azubi&amp;gt;[http://www.bankazubi.de/wissenspool/artikel.php?fachgebietid=2&amp;amp;katid=42&amp;amp;opid=1&amp;amp;artikelid=217 Kundenkontokorrent, ]Bankazubis, Abruf 14.12.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; Der Dispositionskredit, umgangssprachlich auch &amp;quot;Dispokredit&amp;quot; genannt, wird meist bis zum zwei- bis dreifachen Wert des regelmäßigen Monatseinkommens gewährt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird das Girokonto überzogen, dass heißt mehr &amp;quot;Geld&amp;quot; abgehoben als auf dem Konto als Guthaben vorhanden ist, entsteht automatisch ein Kreditvertrag mit der Bank.&amp;lt;ref name = Dispo&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Den Verfahrensablauf in einer Bank könnte man sich nun so vorstellen, dass je Kunde zwei Konten existieren. Ein Konto steht auf der Passivseite unter &amp;quot;Verbindlichkeiten gegenüber Kunden&amp;quot; und enthält nur Guthaben. Ein Kreditkonto besteht auf der Aktivseite unter &amp;quot;Forderungen an Kunden&amp;quot; und wird angesprochen, sobald eine Auszahlung den Guthabenbestand auf dem Konto der Passivseite überschreitet. &lt;br /&gt;
Sind auf dem Guthabenkonto nur 300 € vorhanden und der Kunde hebt am Bankautomaten 500 € ab, so würde das Kreditkonto einen Wert von 200 € aufzeigen während das Guthabenkonto auf Null steht. Aus Vereinfachungsgründen sind die Banken dazu übergegangen, die Umsätze der beiden Hauptbuchkonten &amp;quot;Verbindlichkeiten gegenüber Kunden&amp;quot; und &amp;quot;Forderungen an Kunden&amp;quot; auf einem neuen Hauptbuchkonto &amp;quot;Kundenkontokorent&amp;quot; (KKK)&amp;lt;ref name = azubi&amp;gt;&amp;lt;/ref&amp;gt; zusammenzufassen. Diesem Hauptbuchkonto werden Personenkonten zugeordnet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unsere Kontoauszüge zeigen entsprechend den Stand dieses Personenkontos auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bankintern werden täglich die Summen sämtlicher Kredite und auch Guthaben auf dem übergeordneten Hauptbuchkonto &amp;quot;Kundenkontokorrent&amp;quot; erfasst, um die Gesamtentwicklung von Krediten und Einlagen beurteilen zu können. Die untergeordneten Personenkonten heißen &amp;quot;Skontren&amp;quot; des Hauptbuchkontos &amp;quot;Kundenkontokorrent&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bankenkontokorrent==&lt;br /&gt;
Zu den Geschäftspartnern einer Bank zählen auch andere Banken. Ähnlich wie das Hauptbuchkonto &amp;quot;Kundenkontokorrent&amp;quot; (KKK) ist auch das Hauptbuchkonto &amp;quot;Bankenkontokorrent&amp;quot; (BKK)&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bankazubi.de/wissenspool/artikel.php?artikelid=218&amp;amp;fachgebietid=2&amp;amp;katid=42&amp;amp;opid=1 Bankenkontokorrent] Bankazubi, Abruf 15.12.2014&amp;lt;/ref&amp;gt; aufgebaut. Die Unterkonten (Skontren) enthalten die Umsätze mit den einzelnen Banken, während im Hauptbuchkonto BKK die Umsätze aller Banken zusammengefasst werden. Die Unterkonten werden unterschieden in Loro- und Nostrokonten. Damit Geschäftsvorfälle bei beiden Banken ordnungsgemäß verbucht werden können, besitzen beide ein Konto für diese Geschäftsbeziehung. Beim Kontoführer, also derjenigen Bank die das Konto einrichtet, Zu-und Abgänge notiert und Kontoauszüge erstellt und versendet, wird dieses Konto als &amp;quot;Lorokonto&amp;quot; bezeichnet. Dass vom Kontoinhaber geführte Kontrollkonto wird &amp;quot;Nostrokonto&amp;quot; genannt. Es ist ein Spiegelbild des zugehörigen Lorokontos. Buchungen erfolgen ansonsten in gleicher Weise wie beim Kundenkontokorrent. Buchungstechnisch besteht somit kein Unterschied, ob eine Zahlung an eine andere Bank oder aber an einen Bankkunden erfolgt, bzw. ob einer anderen Bank oder aber einem Kunden ein Kredit gewährt wird. &lt;br /&gt;
Banken, die gegenseitig Konten unterhalten, werden als Korrespondenzbanken bezeichnet.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zettelbanken&amp;diff=1709</id>
		<title>Das Geldrätsel: Zettelbanken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zettelbanken&amp;diff=1709"/>
				<updated>2019-05-07T16:47:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Entstehung ==&lt;br /&gt;
Die Zettelbanken, heute &amp;quot;Notenbanken&amp;quot;, entstanden aus den [[Das Geldrätsel:_Depositen- und Girobanken|Depositenbanken]]. Von der Depositenbank erhielt der Kaufmann oder Privatmann eine auf seinen Namen ausgestellte Quittung über die eingelagerten Münzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine Weiterentwicklung entstand durch die Stückelung der Quittungen. Der Kaufmann erhielt für seine eingelieferten 900 Gulden von der Monetabank nicht eine Quittung über den Komplettbetrag, sondern fünf Quittungen über je 100 Gulden und acht Quittungen über je 50 Gulden. Benötigte er jetzt 150 Gulden als Münzgeld, so brachte er lediglich eine Quittung über 100 Gulden und eine Quittung über 50 Gulden zur Monetabank und erhielt im Gegenzug 150 Gulden in Münzen. Die Handhabung von Teilbeträgen der deponierten Geldsumme wurde hierdurch wesentlich erleichtert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Eine weitere Vereinfachung des Geldverkehrs wurde erreicht, indem man die Quittungen nicht mehr auf den &amp;quot;Einzahler&amp;quot; ausstellte, sondern auf den &amp;quot;Überbringer&amp;quot;. Der &amp;quot;Besitzer&amp;quot; einer Quittung über 50 Gulden erhielt für diese bei der Monetabank 50 Gulden in Münzen ausgezahlt. Diese Quittung war zu einem, von der Monetabank ausgestellten Schuldschein geworden, welcher jederzeit von dieser gegen Zahlung von Münzen eingelöst werden musste. Wie echte Münzen konnten damit die Quittungen auch als Geld in der Wirtschaft benutzt werden, auch wenn sie nur einen Anspruch auf Münzgeld aus Gold oder Silber darstellten.&amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;''In einem Metallwährungssystem, wie es in Deutschland im 19. Jahrhundert herrschte, galt Papiergeld nicht als Bargeld, sondern als Geldsurrogat oder als symbolisches Geld. ..... Banknoten, damals häufig als Zettel bezeichnet, .....mussten auf Verlangen des Besitzers jederzeit in gültige Währungsmünzen, dem Bargeld nach damaliger Verkehrsauffassung, eingetauscht werden.''&amp;quot; Kölner Vorträge und Abhandlungen zur Sozial- und Wirtschaftsgeschichte- Heft 33, ''Währungswesen und Währungspolitik in Deutschland von 1834 bis 1875'', Universität Köln 1981, Bernd Sprenger http://www.digitalis.uni-koeln.de/Sprengerw/sprengerw_index.html&amp;lt;/ref&amp;gt; Voraussetzung war lediglich ein entsprechendes Vertrauen in die Monetabank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldschöpfung ==&lt;br /&gt;
[[Datei:Monetabank4.png|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wir gehen davon aus, dass im Staat insgesamt eine Geldmenge von 500.000 Münzgulden vorhanden war. Kunden brachten 100.000 Gulden zur Monetabank und erhielten Bankzettel mit einem Nennwert von ebenfalls 100.000 Gulden. Mit diesen Zettelgulden konnten Waren gekauft und verkauft werden, genau so wie mit echtem Bargeld, also mit Gold- und Silbermünzen. Wurden nur genau so viele Bankzettel mit entsprechendem Nennwert ausgegeben wie Münzen dauerhaft eingelagert waren, so verändert sich an der umlaufenden Geldmenge im Staate nichts. Die Münzen waren lediglich durch Bankzettel ersetzt worden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bankzettel bestanden aus Papier und konnten deshalb bedeutend besser transportiert werden. Auch gestaltete sich der Einkauf mit Bankzetteln einfacher, da vom Käufer und dem Verkäufer die Anzahl der übergebenen Münzen nicht mehr nachgezählt werden musste. Ein Papierschein mit dem Nennwert von 100 Gulden repräsentiert einen Beutel mit 100 Goldgulden.  Auch entfiel ein Prüfen der Münzen auf Gewicht und Qualität. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Jedoch hielt keine Zettelbank es für notwendig, das Verhältnis von eingelagerten Münzen zu ausgegebenen Zettelgulden nach Gründung der Bank auch weiterhin beizubehalten. [[Datei:Monetabank5.png|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Man stellte fest, dass nur ein Bruchteil der eingelagerten Münzen für das Bankgeschäft benötigt wurde. Es konnten also mit einem Teil der Münzen eigene Geschäfte betrieben werden oder man ging zu der eleganteren Lösung über, indem man mehr Zettelgulden ausgab, als Gold- oder Silbermünzen vorhanden waren. Eine Reserve von 1/3 galt als durchaus seriös und ausreichend.&amp;lt;ref name = &amp;quot;Banken&amp;quot;&amp;gt;&amp;quot;''Eine Bankanstalt, welche Noten ausgibt, muß so viel baares Geld im Vorrath haben, um das Gesuch des Publikums um Einwechselung derselben befriedigen zu können. Wäre der Werth des baaren Geldes in ihren Cassen gleich dem ihrer circulirenden Noten, so würde sie offenbar keinen Gewinn haben, genießt sie aber Credit, so reicht ein Drittel, ein Viertel und selbst, ein Fünftel dieser Summe höchst wahrscheinlich hin, und der Gewinn besteht in dem Ueberschuß der Zinsen von ihren circulirenden Noten über die Zinsen der Summe, welche sie todt in ihren Cassen haben muß und über die Kosten der Unterhaltung der Anstalt. Die Bank von England hat, wie wir sehen werden, im Durchschnitt ein Drittel vom Betrage ihrer ausgegebenen Noten in baarem Gelde oder in Barren vorräthig.&amp;quot;'' [http://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=XIBQAAAAYAAJ&amp;amp;q=banken#v=snippet&amp;amp;q=banken&amp;amp;f=false ''Banken, Allgemeine Encyclopädie für Kaufleute und Fabrikanten ... 1838, Seite 55 '']&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Banktresor lagen 100.000 Gulden. Bankzettel wurden jedoch im Wert von 300.000 Gulden ausgegeben. Die Monetabank war somit um 200.000 Gulden reicher geworden ohne einen entsprechenden Gegenwert zu besitzen? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ganz so einfach ging es jedoch nicht. Wurden die ersten 100.000 Zettelgulden noch gegen die Hereinnahme von echten Münzen ausgegeben, so erfolgte die Abgabe von weiteren Zettelgulden nur im Rahmen eines Kreditvertrages mit entsprechender Absicherung der Kreditsumme. Eine gleichwertige Sichtweise: Die Bank kauft keine werthaltigen Münzen an sondern kauft ein &amp;quot;Rückzahlungsversprechen des Kreditnehmers&amp;quot;, welches zusätzlich mit einem Pfand besichert ist. Das Pfand verbleibt im Eigentum des Kreditnehmers. Kommt der Kreditnehmer jedoch seiner Rückzahlungsverpflichtung nicht nach, kann die Bank gemäß Kreditvertrag das Pfand veräußern und aus dem eingenommenen Erlös den noch nicht zurückgezahlten Kreditbetrag ausgleichen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein wesentlicher Vorteil der Geldschöpfung für die Wirtschaft eines Landes, mittels Zettel oder aber auch von Giralgeld, bedarf besonderer Erwähnung. Gold und Silber konnten nicht in beliebiger Menge aus entsprechenden Erzen gewonnen werden. War in einer Wirtschaft jedoch zu wenig Bargeld vorhanden, so hatte dies negative Folgen. Der Handel wurde erheblich eingeschränkt, da es am notwendigen Zahlungsmittel mangelte. Dies führte zum Teil zur Einführung von Ersatzwährungen wie Brot- oder Korngeld. Jedoch konnte das fehlende Zahlungsmittel &amp;quot;Bargeld&amp;quot; auch durch Papiergeld ersetzt werden. Bei maßvollem Einsatz von Papiergeld konnte hierdurch der Handel positiv beeinflusst werden. &lt;br /&gt;
Der Begriff &amp;quot;maßvoll&amp;quot; bezieht sich hierbei auf das Verhältnis der Geldmenge zur Wirtschaftsleistung eines Staates und zu den hinterlegten Sicherheiten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Vorteile der Zettelbanken ==&lt;br /&gt;
Die Einrichtung einer Zettelbank bietet für die Wirtschaft eines Landes bedeutende Vorteile:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Die von den Zettelbanken herausgegebenen Zettel (Banknoten) können leichter transportiert werden als Münzen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Es sind Zettel mit unterschiedlichen Werten von zum Beispiel  10, 20, 50 oder 100 Gulden vorhanden, welche den Transport wie auch den Zahlungsvorgang nochmals erheblich vereinfachen. Die Zahlung von 100 Gulden kann mit der Übergabe von einem Schein erfolgen und man muss nicht einen Beutel mit 100 Gulden als Münzen mit sich führen und beim Bezahlen auch noch diese 100 Münzen nachzählen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Der Papierschein kann gegenüber der Münze nicht durch Abzwacken oder Gewichtsmanipulationen in seinem Wert verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Mittels der Geldschöpfung kann die Wirtschaft eines Staates angekurbelt werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Nachteile der Zettelbanken ==&lt;br /&gt;
Mit der Einrichtung von Zettelbanken waren jedoch auch Nachteile verbunden:&lt;br /&gt;
*Als die Zettel noch aus einfachem Papier bestanden, gelang es Fälschern sehr schnell, Banknoten nachzumachen. &lt;br /&gt;
*Der Vorteil der Geldschöpfung konnte jedoch, bei intensiver Nutzung durch den Staat, auch zur Geldbeschaffung für die Kriegsführung dienen. Dies führte zu einer unheilvollen Verknüpfung zwischen Staatsschulden und Papiergeldschöpfung.&amp;lt;ref&amp;gt;''Die Zettelbanken sind jederzeit mächtige Hebel in der Hand der Fürsten gewesen. Ohne deren Erschaffung hätte England keine Schuld von 800 Millionen Pfund auftürmen und auch Österreich keinen 25jährigen Krieg führen können.'' Ein Blick in die Geschichte der Zettelbanken in Europa und auf die Einrichtung einer Nationalbank in Baiern [[Untersuchung_Zettelbanken_Kurzfassung:_1|Untersuchung Zettelbanken von 1822 _1]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Bei zu ausgedehnter Geldschöpfung musste eine Bank bei Rückzahlungsforderungen der Kunden ihre Zahlungsunfähigkeit erklären oder aber es wurde von staatlicher Stelle die Rückzahlungsverpflichtung zeitlich ausgesetzt. Über diesen Vorgang wurde im Abschnitt [[Das Geldrätsel:_Bank von England| &amp;quot;Bank von England&amp;quot;]] näher berichtet (Suspensions- Akte).&lt;br /&gt;
*Die erhöhte Geldschöpfung kann auch zu einer Abwertung des Zettelgulden führen. In Österreich führte dies vor 1822 zu einer Abwertung von mehr als 80%.&amp;lt;ref&amp;gt;Der Nominalgulden sank von 60 Kreuzern auf nur noch 5 Kreuzer. [[Untersuchung_Zettelbanken_Kurzfassung:_2|Untersuchung Zettelbanken von 1822 _2]]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
*Die Schaffung von Zettelbanken führte auch zu einer Verschiebung der Vermögens- und Einkommenswerte von der großen ärmeren Bevölkerungsschicht zu den wenigen Reichen. Diese Erkenntnis stammt aus dem Jahre 1822 und kann somit nicht nur als Phänomen unserer Zeit betrachtet werden.&amp;lt;ref&amp;gt;Die 1694 durch Paterson gegründete Bank von England steht heute in imposanter Höhe da, auch wenn sie seit ihrer Entstehung heftigen Stürmen ausgesetzt war. Jedoch ist auch diese Höhe kritisch zu hinterfragen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
    &amp;quot;eine Höhe, auf der nur tausende im Ueberfluß schwimmen,&lt;br /&gt;
    während Millionen gegen Noth und Mangel kämpfen&amp;quot; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Untersuchung_Zettelbanken_Kurzfassung:_3|Untersuchung Zettelbanken von 1822 _3]]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
*Die Geldschöpfung der Zettelbanken zu begrenzen ist mit wenigen Ausnahmen nicht gelungen und führte deshalb in der Regel zu einer Inflation oder aber zum Zusammenbruch der jeweiligen Zettelbank.&amp;lt;ref&amp;gt;Negative Auswirkungen von Zettelbanken auf eine Nation. [[Untersuchung_Zettelbanken_Kurzfassung:_2|Untersuchung Zettelbanken von 1822 _2]]&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zettelbanken heute== &lt;br /&gt;
Ende des 19. Anfang des 20. Jahrhunderts wurde per Gesetz den Geschäftsbanken das Privileg zur Herstellung eigener Banknoten (Zettel) entzogen. Fortan durften nur noch Zentralbanken Banknoten herausgeben. Die Geschäftsbanken mussten sich auf dem Kreditwege Bargeld bei der Zentralbank beschaffen. Damit wurden die einzelnen Banken bezüglich der Versorgung mit Bargeld von der Zentralbank abhängig. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die gleiche Wirkung wie die Herausgabe von bankeigenen Zetteln hatte jedoch auch die Buchgeldschöpfung mittels Kredit für die Geschäftsbanken. Gegen ein Rückzahlungsversprechen des Kreditnehmers wurde diesem ein Bankguthaben eingerichtet. Mit diesem Bankguthaben, auch Buchgeld genannt, konnte der Kreditnehmer wie mit echtem Bargeld Einkäufe und Geschäfte tätigen. Bei der Buchgeldschöpfung bestand keine direkte Abhängigkeit von der Zentralbank.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Leihbanken&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geschichte der Banken&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Bilanz und Buchführung&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Bank_von_England&amp;diff=1708</id>
		<title>Das Geldrätsel: Bank von England</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Bank_von_England&amp;diff=1708"/>
				<updated>2019-05-07T16:20:33Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Englands Finanzen&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geschichte der Banken&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Depositen- und Girobanken &lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Gründung der Bank von England ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Suche nach Gründen zur Einrichtung der Bank von England im Internet, bringt Einträge mit edlen Zielsetzungen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wikipedia:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Als König William III. und Königin Mary II. 1688 den Thron bestiegen, waren das Geld- und Kreditwesen zerrüttet und auch die öffentlichen Finanzen befanden sich in einer schwierigen Lage.''&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bank_of_England Wikipedia: Bank von England]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bank of England:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''Die Bank von England wurde als Staatsbank und Staats-Schuldenverwaltung gegründet. Die Mobilisierung der Schaffenskraft des Volkes erforderte eine Nationalbank.''&amp;lt;ref&amp;gt;The Bank of England was founded in 1694 to act as the Government's banker and debt-manager.&lt;br /&gt;
A national bank was needed to mobilise the nation's resources.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Handbuch der britischen Kulturgeschichte:&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;quot;''Die Bank von England wird als private Kapitalgesellschaft gegründet. Damit wird eine wesentliche Voraussetzung für eine effektive staatliche Finanz- und Haushaltspolitik geschaffen.''&amp;quot;&amp;lt;ref name = &amp;quot;Handbuch&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Rudolf Beck und Konrad Schröder&lt;br /&gt;
 | Titel=Handbuch der britischen Kulturgeschichte: Daten, Fakten, Hintergründe von der römischen Eroberung bis zur Gegenwart&lt;br /&gt;
 | Auflage=1&lt;br /&gt;
 | Verlag=Utb&lt;br /&gt;
 | Ort=&lt;br /&gt;
 | Jahr=2006&lt;br /&gt;
 | ISBN=382528333X&lt;br /&gt;
}}  [http://books.google.de/books?hl=de&amp;amp;id=gDaxUqsBoCAC&amp;amp;q=private+Kapitalgesellschaft#v=snippet&amp;amp;q=private%20Kapitalgesellschaft&amp;amp;f=false Auszug bei Google]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fakt ist, dass sich die Finanzen des Königtums tief in den roten Zahlen bewegten und das Vertrauen in die Zahlungsfähigkeit der Krone nicht mehr vorhanden war. Im Jahre 1789 wurde zudem von König Wilhelm III. und Maria II. die „Bill of Rights“ (Gesetz der Rechte) unterzeichnet. Sie regelte über die Magna Charta hinaus die Rechte des Parlamentes gegenüber dem König, speziell in Finanzangelegenheiten. Der König konnte weder Steuern noch Abgaben selbständig erheben, sondern bedurfte hierzu der Hilfe des Unterhauses.&amp;lt;ref&amp;gt;[http://de.wikipedia.org/wiki/Bill_of_Rights_%28England%29 Bill of Rights (England)]&amp;lt;/ref&amp;gt; Die Chancen des Königs, sich aus dieser misslichen finanziellen Lage zu befreien, waren deshalb sehr gering. Der neunjährige Krieg (1688 – 1697) zwischen England und Frankreich, hatte trotz der Hilfe Hollands, mehr Geld gekostet, als die englische Regierung aufbringen konnte. Das englische Parlament, hier das Unterhaus bestehend aus reichen Kaufleuten und den Landjunkern, schlug auf Anregung von William Paterson die Gründung einer privaten Kapitalgesellschaft vor. Deren Aufgabe sollte darin bestehen, den Kreditbedarf des Staates zu befriedigen. Nach Beratungen im Oberhaus wurde am 24. July 1694  die Charta einer Gesellschaft, die sich jetzt ''&amp;quot;Governor and Company of the Bank of England&amp;quot;'' nennen darf, mit dem königlichen Siegel versehen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Schaut man sich nun die Gründungsakte sowie die tatsächlichen Geschäfte der Bank von England genauer an, dann verblassen die edlen Ziele der Bankgründung etwas. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In dem Gesetz über die Besteuerung von Schiffstonnagen wurde 1694 auch gleichzeitig die Gründung der &amp;quot;''Corporation of the Governor and Company of the Bank of England''&amp;quot; vom Parlament mit verabschiedet. Das Gesetz beinhaltete eine Steuer auf Schiffsladungen in Höhe von 1,5 Millionen Pfund sowie die Gründung der privaten &amp;quot;Bank von England&amp;quot; mit einem Startkapital von 1,2 Millionen Pfund. Die Bank erhielt das Recht, Banknoten in gleicher Höhe auszugeben und für eigene Geschäfte zu nutzen. Das Darlehen an die Krone konnte seitens der Bank nicht aufgekündigt werden, war also aus Sicht der Bank ein Dauerdarlehen. Die Zusammenarbeit zwischen Bank und Krone war auf Dauer, eine &amp;quot;immer währende Abfolge&amp;quot; (''&amp;quot;perpetual succession&amp;quot;'') angelegt. Die Krone musste jährlich 8% Zinsen für dieses Darlehen zahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Funktionsweisen der italienischen Banken wie auch die der großen Handels- und Finanzhäuser waren den Gründern der Bank von England wohl bekannt. Die Finanzierung von Staatsausgaben über Anleihen wurde bereits im 12. Jahrhundert in Venedig betrieben. Waren die Anleihen anfangs noch als rückzahlbare Darlehen konzipiert, so wurden später auch Daueranleihen ausgegeben, deren Darlehensbetrag der Anleger nie mehr wiedersah, dafür aber für alle Zeiten Zinsen bezog.&lt;br /&gt;
Darlehen an Könige, zur Begleichung der Kosten für Kriege und Hofhaltung, waren als sehr risikoreich bekannt. Hatte man auf einen Verschwender oder Verlierer gesetzt, war meist der ganze Einsatz dahin. Könige konnte man  nicht vor ein weltliches Gericht zerren, um die Begleichung der königlichen Schulden durchzusetzen. All diese Probleme gedachte man mit der Gründung der Bank von England optimal zu lösen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Von der Gründung der Bank von England waren mindestens sechs Interessengruppen betroffen und zwar,&lt;br /&gt;
*der König und mit ihm seine Regierung,&lt;br /&gt;
*das Oberhaus, mit den Lords,&lt;br /&gt;
*das Unterhaus, mit den Landjunkern und reichen Kaufleuten,&lt;br /&gt;
*die Anteilseigner der Bank von England,&lt;br /&gt;
*die Goldschmiede und&lt;br /&gt;
*das gemeine Volk.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Da die Anteilseigner der Bank von England teilweise mit den Mitgliedern des Unterhauses (Landjunkern und reichen Kaufleuten) identisch waren, ist die Interessenlage dieser beiden Gruppen offensichtlich. Der König und seine Regierung schuldeten reichen Kaufleuten bereits Millionenbeträge zum Zeitpunkt der Gründung der Bank von England. Über die bestehenden Darlehen hinaus war niemand mehr bereit, der Krone weiteres Geld zu leihen. Mit dem Aufbau der Bank von England wurden deshalb einige einschneidende Änderungen bei der Finanzierung der Staatsfinanzen angestrebt und auch umgesetzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Kontrolle durch das Unterhaus ====&lt;br /&gt;
Aufbauend auf den &amp;quot;Bill of Rights&amp;quot; erhielt das Unterhaus teilweise die Kontrolle über die Finanzen der Krone. Die Krone durfte ohne die Zustimmung des Unterhauses keine weiteren Darlehen von der Bank von England erhalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Absicherung der Staatsanleihen ==== &lt;br /&gt;
Mit dem Darlehen von 1,2 Millionen Pfund war auch gleichzeitig eine Steuererhöhung von 1,5 Millionen Pfund im Unterhaus beschlossen worden. Das Darlehen an die Krone war somit durch die vom Parlament beschlossene Steuer abgesichert. Zur Begleichung von Staatsschulden stand nun nicht der König alleine in der Verantwortung, sondern diese wurde auf das ganze Volk ausgedehnt. Gleichzeitig hatte man dem Finanzrahmen der Krone ein Korsett verpasst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Überzeugung des Oberhauses ====&lt;br /&gt;
Zum damaligen Zeitpunkt  besaß das Oberhaus noch eine bedeutend größere Macht im Parlament. Gesetzesvorlagen des Unterhauses mussten auch vom Oberhaus genehmigt werden. Den nicht gerade mittellosen Mitgliedern des Oberhauses konnte jedoch relativ einfach der Vorteil einer Beschränkung der Macht der Krone dargelegt werden. Auch eine künftig risikoärmere Anlagemöglichkeit für die Geldvermögen der Lords dürfte nicht unwillkommen gewesen sein.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Goldschmiede ====&lt;br /&gt;
Vor Einrichtung der Bank von England wurde das Bankwesen von den Goldschmieden dominiert. Diese nahmen Gold und Silber als Münzen, oder in Form von Barren in Verwahrung und stellten dafür Depotscheine aus, welche jedoch nicht an eine Person gebunden waren. Diese Scheine funktionierten wie heutige Banknoten, waren aber wohl nur örtlich begrenzt einsetzbar. Die Gründung der Bank von England durchkreuzte zumindest in London die Pläne der Goldschmiede und rief auch diverse Gegenmaßnahmen wie die Annahmeverweigerung von Noten der Bank von England oder andere Aktivitäten zum Nachteil der neuen Bank hervor. Letztlich besaß jedoch die Bank von England den längeren Atem und konnte sich durchsetzen. 1708 wurde über die Gesetzgebung des Unterhauses sogar erreicht, dass keine Gesellschaft mit mehr als sechs Mitgliedern Banknoten in England herausgeben durfte. Die Monopolstellung zur Herausgabe neuer Banknoten in England war gesichert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Pattersons Vorschlag ====&lt;br /&gt;
Ein Glanzpunkt des Vorschlags von Patterson war jedoch die Einrichtung einer privaten Kapitalgesellschaft mit staatlichem, königlichem Anstrich. Das Vertrauen in die Seriösität &lt;br /&gt;
der Bank wurde bereits durch den Namen &amp;quot;Bank von England&amp;quot; maßgeblich beeinflusst. Die Finanzierung des Staates unter der Kontrolle des Parlamentes war für jene Zeit sicher auch ein Quantensprung in Richtung der Risikominimierung von Staatsanleihen. Hinter der Bank stand der König, die Regierung, das Parlament und das Volk als Steuerzahler in einem kaum zu durchschauenden Netzwerk. Dieses komplizierte Netzwerk war jedoch die Grundlage für das hohe Ansehen der Bank in allen Teilen der Bevölkerung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie aber sah die Geschäftsgrundlage der Bank und hier besonders die Deckung der neuen Banknoten aus?&lt;br /&gt;
Eindeutige, belastbare Aussagen zur Form des Darlehens an die Krone sucht man vergeblich. In der betreffenden Sachliteratur zur Geschichte Englands und zur Gründung der Bank von England reichen die Aussagen von: Der Krone wurden 1.200.000 Pfund Sterling in echtem Geld, sprich werthaltigen Münzen übergeben, bis zu der Annahme: das Darlehen an die Krone bestand lediglich aus der Übergabe von Banknoten der Bank von England. Die Wahrheit wird vermutlich irgendwo dazwischen liegen, ist jedoch aufgrund der, von der Bank von England gepflegten Geheimhaltung, bisher nicht feststellbar. Über die Deckung der neu ausgegebenen Banknoten ist nichts zu erfahren. Die von der Bank von England ausgestellten Banknoten enthielten folgende Verpflichtung:&amp;lt;ref name = &amp;quot;Staats&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Carl von Rotteck, Karl Theodor Welcker&lt;br /&gt;
 | Titel=Staats-Lexikon oder Encyclopädie der Staatswissenschaften in Verbindung mit vielen der angesehensten Publicisten Deutschlands&lt;br /&gt;
, Band 2&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag=Hammerich&lt;br /&gt;
 | Ort=&lt;br /&gt;
 | Jahr=1835&lt;br /&gt;
 | ISBN=&lt;br /&gt;
}}  [http://books.google.de/books?id=gKBCAAAAcAAJ&amp;amp;printsec=frontcover&amp;amp;hl=de&amp;amp;source=gbs_ge_summary_r&amp;amp;cad=0#v=snippet&amp;amp;q=gouverneurs&amp;amp;f=false Auszug bei Google, Seite 190]&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Datei:Pfund.png|thumb|500px|center|Englische Banknote 1835, Google eBook]]Nach diesem Versprechen wäre die Vermutung naheliegend, dass für jede ausgegebene Banknote entsprechend werthaltige Münzen im Tresor der Bank von England vorhanden waren. Dies war jedoch nie der Fall und auch nicht beabsichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Betrachten wir bezüglich der Deckung der Banknoten den Fall der Auslieferung von werthaltigen Münzen an die Krone. Unter der Leitung von Patterson konnten etwa 1200 Interessenten überzeugt werden, dass es risikoloser und auf Dauer gewinnbringender sei, sein Geldvermögen bei der Bank von England anzulegen, d.h. entsprechende Anteile zu kaufen. Die Anleihen der Bank wurden mit 6 % verzinst. Innerhalb von wenigen Tagen kam die erforderliche Summe von 1,2 Millionen Pfund zusammen. Der Krone wurden, nach dieser Darstellung, die Summe von 1,2 Millionen Pfund als Münzgeld übergeben, welche jährlich mit 8% zu verzinsen war. Zusätzlich, aus den sich hieraus ergebenden Zinsen in Höhe von 96.000 Pfund pro Jahr, beanspruchte die Bank noch eine Verwaltungspauschale in Höhe von 4.000 Pfund, sodass die Krone jährlich 100.000 Pfund an die Bank zu zahlen hatte. Die Bank durfte gleichzeitig auch Banknoten in Höhe von 1,2 Millionen Pfund ausstellen und in Umlauf bringen. Wie und in welcher Größenordnung eine Deckung mit Gold oder anderen Werten für die auszugebenden Banknoten vorhanden sein musste oder sollte, bleibt ungeklärt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Deckung der Banknoten mit Gold- oder Silbermünzen====&lt;br /&gt;
Einen indirekten Rückschluss auf die Deckung der Banknoten lässt das Konzept der Finanzierung der Bank erkennen. Das &amp;quot;echte Geld&amp;quot; der Anteilseigner wurde an die Krone weitergeleitet und stand somit zur Deckung von neu herauszugebenden Banknoten nicht mehr zur Verfügung. Von den Anteilseignern wurden 300.000 Pfund als weitere Einlage in Münzen eingesammelt, sodass diese Summe für die Deckung der 1,2 Millionen neuen Banknoten bereitstand. Aus Einlagen in Höhe von 1,5 Millionen Pfund in Münzen sind insgesamt 2,7 Millionen an Geld geworden, welches ausgeliehen wurde und für welches die Inhaber Zinsen bezahlen mussten.[[Datei:10Pfund2039_2041.png|center]]&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Für die Banknote mit der Nr. 2038 war tatsächlich echtes Geld im Tresor. Die Banknoten Nr. 2039, 2040 und 2041 wurden ausgegeben, obwohl für sie keine Deckung mit werthaltigen Münzen vorhanden war. Diese drei Banknoten könnte man als Falschgeld bezeichnen, obwohl die Banknote selbst keinen Hinweis auf diese Eigenschaft enthielt. Es würde wohl auch niemand Geldscheine entgegennehmen, denen schon per Aufdruck bescheinigt würde, dass sie nicht gedeckt sind. Die oben gezeigten Stempelaufdrucke mit &amp;quot;Echtes Geld&amp;quot; und &amp;quot;Falschgeld&amp;quot; sind deshalb nur zur Verdeutlichung der Notendeckung hinzugefügt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ungeachtet der Deckung war dieses &amp;quot;Falschgeld&amp;quot; aber zur Erzielung von Zinsen ebenso geeignet, wie das mit werthaltigen Münzen gedeckte Geld. Es konnten also Zinsen für 40 Pfund Sterling von den Bankkunden verlangt werden. An Auslagen hatte die Bank an die Anleger aber nur Zinsen für 10 Pfund Sterling zu zahlen. Bei einem Kreditzins von 8 % und einem Anleihezins von 6 % ergibt dieses Verhältnis eine Eigenkapitalrendite von 26 %. Zum Vergleich, Die Zeit 2005: &amp;quot;25 Prozent Rendite soll die Deutsche Bank dieses Jahr schaffen, so will es ihr Chef Josef Ackermann.&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.zeit.de/2005/06/Deutsche_Bank Die Zeit 2005]&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bereits drei Jahre nach Gründung der Bank konnte diese vorgelegte Banknoten nicht mehr einlösen&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia, [http://de.wikipedia.org/wiki/Bank_of_England#Geschichte Bank of Endland] &amp;lt;/ref&amp;gt;. Auch später musste die Bank mehrmals die Einlösung von Banknoten gegen Gold- und Silbermünzen einstellen, sie war zahlungsunfähig. Diese Krisen konnte sie  nur mit Hilfe des &amp;quot;Suspention act&amp;quot; &amp;lt;ref&amp;gt;&amp;quot;Um die Existenz nicht zu gefährden, wurde 1797 die Goldeinlösungspflicht aufgehoben. Die sogenannte ”suspension period” dauerte bis 1825.&amp;quot;[http://www.wiso.uni-hamburg.de/fileadmin/wiso_dwp_vwl/groessl/guk/guk-skript.pdf &amp;quot;Geld und Kredit&amp;quot; Uni Hamburg 2004, Seite 16]&amp;lt;/ref&amp;gt;, einer Aussetzung der Zahlungsverpflichtung erreichen. Der im Wege der &amp;quot;freien Vertragsgestaltung&amp;quot; zustande gekommene Vertrag, &amp;quot;Ich verspreche ...&amp;quot; wurde mit Hilfe der Regierung außer Kraft gesetzt. Die Bank von England war schon vor 400 Jahren &amp;quot;systemrelevant&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Deckung der Banknoten mit Zahlungsversprechen der Kreditnehmer====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zuvor beschriebene Schöpfung von Banknoten ohne Hinterlegung von Gold- oder Silbermünzen erweckt den Eindruck, dass die Bank hier Geld aus dem Nichts geschaffen habe. Vielen vereinfachten Darstellungen über die Entstehung unseres Geldsystems liegen ähnliche Überlegungen zugrunde. Die Aufschrift auf den Banknoten der Bank von England: „ich verspreche an den Inhaber dieser Banknote zehn Pfund Sterling zu zahlen“, bestärkt diese Sichtweise. Tatsächlich hatte die Bank hier ein Versprechen abgegeben, welches sie in der Realität nie erfüllen konnte. Sie hatte Banknoten im Wert von 1,2 Millionen £ ausgegeben, obwohl sie für diesen Betrag nur 300.000 £ Sterling an echtem Geld im Tresor hatte. Die Einlösung sämtlicher Banknoten war ihr nie möglich.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch diese Geldschöpfung aus dem „Nichts“, wie man sie aus dieser Vorgehensweise der Bank von England ableiten könnte, entsteht jedoch eine falsche Vorstellung von den Abläufen in einer Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurden die Banknoten nicht als Quittungen für eingereichte Münzen herausgegeben, so blieb nur die Vergabe eines Kredites als Voraussetzung zur Auszahlung von Banknoten an Kunden der Bank. Die Banknoten der Bank von England, welche als Zahlungsmittel wie „echte Münzen“ aus Gold oder Silber verwandt werden konnten, wurden nur gegen das Versprechen der Rückzahlung ausgegeben. Der Kreditnehmer musste zum vereinbarten Rückzahlungstermin einen gleich hohen Betrag an Banknoten zurückgeben und zusätzlich noch Zinsen bezahlen. In dieser Zinszahlung ist bis heute das wesentliche Geschäftsmodell sämtlicher Banken zu sehen.&lt;br /&gt;
Ob diese Kredite besichert waren, also ein Pfand in Form von Grundschuldverschreibungen, Schuldbriefen oder Warenübereignungen bei der Bank hinterlegt wurden, ist nicht bekannt.&lt;br /&gt;
Die Besicherung ist auch grundsätzlich als zweitrangig anzusehen, da im Vordergrund bei der Kreditvergabe das Versprechen des Kreditnehmers steht, das erhaltene „Geld“ nebst Zinsen zurückzuzahlen. Erst wenn der Kreditnehmer dieser Verpflichtungen nicht nachkommt, wird ein Verkauf der Pfandsachen vorgenommen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Somit waren die drei als „Falschgeld“ bezeichneten Banknoten zwar nicht mit „Gold- oder Silbermünzen“ gedeckt, sehr wohl aber mit dem Zahlungsversprechen der Kreditnehmer. Diese Zahlungsversprechen hatten jedoch den großen Nachteil, dass sie sich nicht unmittelbar in „echtes Geld“ umwandeln ließen. Der Kreditnehmer war zudem erst nach Ablauf der Kreditlaufzeit verpflichtet, den ausgeliehenen Betrag zurückzuzahlen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wurde eine große Anzahl an Banknoten gleichzeitig zur Einlösung vorgelegt, ein Vorgang der unter dem Begriff &amp;quot;Bank Run&amp;quot; bekannt ist, war die Bank zahlungsunfähig, insolvent. Dies konnte die Bank von England jedoch durch Aussetzung der Einlöseverpflichtung abwenden, wie bereits zuvor beschrieben. Eine Bank ohne eine solche stattliche Unterstützung hingegen wäre bankrott gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um den Folgen eines Bank Runs vorzubeugen, müssen Banken Ihre Kunden zum Sparen bewegen, dass heißt diese Kunden verzichten für einen gewissen Zeitraum auf ihr Einlöserecht. Auf die Bedeutung des Sparens wird im Abschnitt &amp;quot;[[Das_Geldrätsel:_Liquidität|Liquidität]]&amp;quot; näher eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Die Rolle der Bevölkerung ====&lt;br /&gt;
Die Bevölkerung wurde in erster Linie als Steuerzahler in diesem Spiel gebraucht. Sie profitierte zwar auch durch den Aufschwung in der Wirtschaft und die Ausweitung des Handels infolge der Geldmengenerweiterung durch die Bank von England, war aber als Steuerzahler Mitfinanzierer der Bankprofite.  Nach obigem Beispiel wurde die umlaufende Geldmenge erheblich vergrößert, ohne dass hierzu der bisherige Grundstoff, Gold oder Silber, vermehrt werden musste. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Einseitige Geschichtsschreibung? ====&lt;br /&gt;
Sieht man sich nun noch einmal die edlen Ziele in den allgemein zugänglichen Geschichtsquellen an, stellt sich die Frage, ob diese Ziele nicht vorgeschoben sind um die eigentlichen Beweggründe zu verschleiern. Die Geschichtsschreibung wird allgemein ja auch nicht an der Sichtweise des gemeinen Volkes festgemacht, sondern folgt vielfach den Interessen der Machtinhaber und deren Einfluss auf die schreibende Zunft. Deshalb basiert auch die Entstehung der Bank von England gemäß der einschlägigen Literatur auf solch edlen Moralvorstellungen. Das Selbstverständnis der &amp;quot;Bank of England&amp;quot; von heute: '' &amp;quot;Die Mobilisierung der Schaffenskraft des Volkes erforderte eine Nationalbank.&amp;quot; ''belegt dies deutlich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ehrlicher wäre es gewesen zu behaupten:&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
''Die mit einem hohen Risiko behafteten Staatsanleihen mussten auf Kosten des gesamten Volkes besser abgesichert werden und das von den Anteilseignern eingesetzte Geldvermögen musste dabei einen profitablen Zinsertrag erbringen.''&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zum Verhältnis Exekutive/Parlament auch Richard H. Tilly: &amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Richard H. Tilly&lt;br /&gt;
 | Titel=Geld und Kredit in der Wirtschaftsgeschichte (Grundzuge Der Modernen Wirtschaftsgeschichte)&lt;br /&gt;
 | Auflage=1&lt;br /&gt;
 | Verlag=Steiner, Franz;&lt;br /&gt;
 | Ort=Stuttgart&lt;br /&gt;
 | Jahr=2003&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3515067850&lt;br /&gt;
}} Seite 45&amp;lt;/ref &amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#f8f8ff;;padding:7px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Die Exekutive initiierte Gesetzesvorhaben, das Parlament stimmte darüber ab. Initiativen der Exekutive mussten jedoch von vorneherein den zu vermutenden Reaktionen eines von Vermögensbesitzern dominierten Parlaments Rechnung tragen. Deshalb wurden Maßnahmen eingeleitet, die diesen Interessen entsprachen, wie z. B. die Gründung der Bank von England 1694, …… &amp;quot;''&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Englands Finanzen&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Geschichte der Banken&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Depositen- und Girobanken&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Teilnehmer_am_Geldsystem&amp;diff=1707</id>
		<title>Das Geldrätsel: Teilnehmer am Geldsystem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Teilnehmer_am_Geldsystem&amp;diff=1707"/>
				<updated>2019-05-04T19:10:27Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Banken und die Realwirtschaft&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Zahlungen und Kredit &lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das Geldrätsel: Korrespondenzbanken&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Nationale Ebene==&lt;br /&gt;
Aus volkswirtschaftlicher Sicht nehmen wir im deutschen Geldsystem drei wesentliche Teilnehmer bzw. Teilnehmergruppen wahr. Es sind dies die Zentralbank, die Geschäftsbanken und die Nichtbanken.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;[[Datei:Geldsystemteilnehmer1.png|center]]&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Funktion der &amp;quot;Zentralbank&amp;quot; fällt der Deutschen Bundesbank zu. Die beteiligten &amp;quot;Geschäftsbanken&amp;quot; setzen sich aus den Sparkassen, den Volks- und Raiffeisenbanken sowie den Kreditbanken zusammen. Sämtliche Personen und Einrichtungen, welche nicht zu den beiden vorgenannten Gruppen gehören, werden als &amp;quot;Nichtbanken&amp;quot; bezeichnet. Es sind dies Privatpersonen, Unternehmen und der Staat. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschäftsbanken - Nichtbanken==&lt;br /&gt;
[[Datei:Ueberweisung1.png|rechts]]Um die Beziehungen zwischen Geschäftsbanken und den Nichtbanken bei Zahlungsvorgängen darzustellen ein Beispiel. Anton möchte ein Auto kaufen und benötigt dazu 50.000 €. Er geht zur Bank A und bittet um einen entsprechenden Kredit, der ihm auch gewährt wird.&amp;lt;ref&amp;gt;Die Bank besitzt aus einer Grundschuld Antons noch genügend Sicherheiten.&amp;lt;/ref&amp;gt; Auf seinem Konto stehen nun 50.000 € als Guthaben zu seiner Verfügung. Es handelt sich dabei um &amp;quot;Buchgeld&amp;quot; der Bank &amp;quot;A&amp;quot;. Gleichzeitig hat Anton jedoch auch eine Schuld in Höhe von 50.000 € gegenüber der Bank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ist der Verkäufer des Autos ebenfalls Kunde der Bank A, kann der Kaufpreis durch eine interne Überweisung dem Konto des Verkäufers gutgeschrieben werden. Antons Kontostand wird um den Kaufpreis vermindert. An dem Zahlungsvorgang ist dann keine andere Bank und auch nicht die Zentralbank beteiligt gewesen.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;clear: both;&amp;quot;&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bankensektor==&lt;br /&gt;
Der zuvor geschilderte Fall, dass sowohl Käufer wie auch Verkäufer Kunden bei der selben Bank sind und die Zahlung bargeldlos erfolgt, wird wohl überwiegend so nicht zutreffen. Sowohl bei einer Bargeldabwicklung wie auch bei Überweisungen zu anderen Banken, muss die Bank auf Zahlungsmittel zugreifen, welche sie selbst nicht herstellen kann. Sie ist also auf die Beteiligung anderer Banken bzw. der Zentralbank angewiesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Bargeldabwicklung====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Möchte der Verkäufer aus Sicherheitsgründen Bargeld bei der Herausgabe des Autos sehen, muss die Bank Bargeld an Anton auszahlen. Bei der Bargeldzahlung spielt es keine Rolle, ob der Verkäufer ebenfalls Kunde bei der Bank A ist.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Falls die Bank A nicht genügend Bargeld in der Kasse hat, muss sie sich Bargeld bei der Zentralbank besorgen. Zum Erwerb des Bargeldes bei der Zentralbank kann sie ihr eigenes Buchgeld nicht einsetzen. Die Zentralbank akzeptiert kein Geschäftsbanken-Buchgeld. Die Bank muss sich in einem ersten Schritt Zentralbank-Buchgeld beschaffen. Hierzu nimmt sie einen Kredit bei der Zentralbank auf, für den sie zentralbankfähige Sicherheiten hinterlegen muss&amp;lt;ref&amp;gt;Die Geschäftsbank kann auch einen Vermögenswert an die Zentralbank endgültig verkaufen und erhält im Gegenzug Zentralbank-Buchgeld.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Genauso wie Anton einen Kredit bei der Bank A aufgenommen hat, nimmt diese nun einen Kredit bei der Zentralbank auf. Die Kreditsumme wird ihr auf dem Konto bei der Zentralbank gutgeschrieben. Zur Unterscheidung bezeichnen wir dieses Zahlungsmittel als Zentralbank-Buchgeld&amp;lt;ref&amp;gt;Zentralbank-Buchgeld wird in der Fachsprache überwiegend, in Anlehnung an den englischen Begriff ''&amp;quot;reserve&amp;quot;'', als &amp;quot;Reserve&amp;quot; bezeichnet.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Nichtbanken können in der Regel kein Konto bei der Zentralbank eröffnen, sodass das Zentralbank-Buchgeld nur von den Geschäftsbanken benutzt werden kann. Dies bedeutet, Zentralbank-Buchgeld kann nur zwischen Konten von Geschäftsbanken bei der Zentralbank überwiesen werden.   &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In einem zweiten Schritt fordert die Bank A nun Bargeld bei der Zentralbank an. Das Zentralbankguthaben auf dem Konto der Bank A sinkt und sie erhält im Gegenzug 50.000 € Bargeld. Der Kredit bei der Zentralbank bleibt in voller Höhe bestehen. Das erhaltene Bargeld kann sie nun Anton zum Kauf des Autos auszahlen. Durch die Auszahlung wird Antons Kontostand entsprechend gemindert. Für Antons Konto spielt es keine Rolle, ob er per Überweisung oder aber mit Bargeld bezahlt. In beiden Fällen wird der Kontostand um 50.000 € reduziert.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Überweisung mittels Zentralbankkonten====&lt;br /&gt;
Der Verkäufer ist nun Kunde bei einer anderen Bank, jedoch mit einer Überweisung des Kaufbetrages einverstanden. Da beide Banken keine direkten Geschäftsbeziehungen unterhalten, wird die Überweisung mittels der Konten der beiden Banken bei der Zentralbank vorgenommen. Wie bei der Bargeldabwicklung muss hierzu die überweisende Bank zuerst einen Kredit bei der Zentralbank aufnehmen und anschließend das dabei entstandene Zentralbank-Buchgeld auf das Konto der Verkäuferbank überweisen. Dieser Vorgang ist detailliert unter [[Das Geldrätsel:_Bilanzen der Geschäftspartner#Überweisung_mit_Zentralbank|&amp;quot;Überweisung mit Zentralbank&amp;quot;]] beschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Überweisung mittels Korrespondenzkonten====&lt;br /&gt;
Unterhalten zwei Banken untereinander Geschäftsbeziehungen über Bankkonten, so werden diese Konten als &amp;quot;Korrespondenzbankkonten&amp;quot; bezeichnet. Die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen Anton und dem Verkäufer des Autos kann dann auch vollkommen ohne die Zentralbank vorgenommen werden. Hierzu nimmt die Bank A einen Kredit bei der Bank B auf  und veranlasst diese, dass bei der Kreditaufnahme entstandene Buchgeld auf das Konto des Autoverkäufers zu überweisen. Details zu diesem Vorgang sind unter [[Das_Geldrätsel:_Bilanzen_der_Geschäftspartner#Kredit zwischen zwei Banken|Kredit zwischen zwei Banken]], [[Das_Geldrätsel:_Buchführung#Bankenkontokorrent|Bankenkontokorrent]] und [[Das_Geldrätsel:_Clearing_und_Settlement#Clearing und Settlement heute|Clearing und Settlement heute]] nachzulesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geltungsbereich von Geld== &lt;br /&gt;
[[Datei:Geldsystemteilnehmer3.png|rechts]] &lt;br /&gt;
Aus dem vorgenannten Beispiel wird deutlich, dass Geschäftsbanken-Buchgeld in der Bankenwelt nicht überall ohne Weiteres als Zahlungsmittel akzeptiert wird. Das Buchgeld der Geschäftsbank wird nur bei den Kunden dieser Geschäftsbank unbeschränkt als Zahlungsmittel anerkannt. Die Zentralbank jedoch nimmt dieses Buchgeld für Überweisungen nicht an, genau so wenig wie andere Geschäftsbanken. Erst die Aufnahme eines Kredites durch die überweisende Bank setzt die Voraussetzungen zur Durchführung einer Überweisung. Dies ist sowohl bei der Zentralbank wie auch bei anderen Geschäftsbanken so der Fall. Der Kunde merkt von diesen bankeninternen Vorgängen nichts. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Das Geld der Zentralbank, sowohl in Form von Bargeld wie auch als Zentralbank-Buchgeld, zeigt die Besonderheit auf, dass es von allen Geschäftsbanken als Zahlungsmittel anerkannt wird. Deshalb wird es auch in vielen Abbildungen als übergeordnetes Zahlungsmittel dargestellt, so auch in der Abbildung hier rechts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bargeld ist dabei die Form von Geld, welche die vertikalen Ebenen überschreitet. Es wird sowohl auf der Geschäftsbankenebene wie auch bei den Nichtbanken als Zahlungsmittel akzeptiert. Das besondere Vertrauen das Bargeld besitzt ist auch dem Umstand geschuldet, dass es in Deutschland das einzige gesetzliche Zahlungsmittel ist. Bargeldeinheiten wie Banknoten und Münzen &amp;lt;ref&amp;gt;Auf Grund des Münzregals wird die Herstellung der Scheidemünzen im Auftrag der Bundesregierung vorgenommen. Die Bundesbank erwirbt diese Münzen dann von der Bundesregierung.&amp;lt;/ref&amp;gt; können als Schuldscheine der Zentralbank aufgefasst werden. Sie wurden von der Geschäftsbank gegen Zentralbank-Buchgeld eingetauscht. Wenn nun die Bank Bargeld an die Zentralbank zurückgibt, erhöht sich ihr Bestand an Zentralbank-Buchgeld. Die Bank kann damit ihren Kredit tilgen und erhält im Gegenzug auch ihre Sicherheiten wieder zurück.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würde jedoch morgen durch eine technische Innovation das Bargeld komplett abgeschafft, könnte trotzdem der Zahlungsverkehr mit dem Buchgeld der Geschäftsbanken fortgeführt werden. Ob im Hintergrund Überweisungen bilateral zwischen zwei Geschäftsbanken oder Giroverbänden, oder multilateral über eine staatliche oder private Clearing- und Settlementstelle bewerkstelligt werden, ist für den Zahlungsverkehr zweitrangig. Die  Geschäftsbanken sehen buchungstechnisch die Zentralbank in erster Linie ähnlich einer anderen Geschäftsbank. Kredite der Zentralbank werden deshalb auch unter der Bilanzposition &amp;quot;Verbindlichkeit gegenüber Banken&amp;quot; mit den Krediten anderer Banken zusammengefasst. Lediglich das Bargeld und das Zentralbank-Buchgeld ist in der Position &amp;quot;Barreserve&amp;quot; gesondert ausgewiesen.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Internationale Ebene==&lt;br /&gt;
Eine übergeordnete internationale Zentralbank&amp;lt;ref&amp;gt;Die &amp;quot;Weltbank&amp;quot; und der &amp;quot;Internationale Währungsfond&amp;quot; sind zuständig für den Wiederaufbau und die Entwicklung sowie zur Finanzierung von Ländern mit Zahlungsschwierigkeiten. Beide erfüllen jedoch keine internationale Zentralbankfunktionen.&amp;lt;/ref&amp;gt; existiert nicht. Folglich können internationale Überweisungen nur im Wege der Korrespondenzbankgeschäfte erfolgen. Hiervon ausgenommen sind die innereuropäischen Überweisungen im EU-Währungsraum, welche mit Hilfe der EZB durchgeführt werden. Für Korrespondenzbankgeschäfte bestehen Zahlungswege über private Institutionen, private Korrespondenzbanken und Tochterbanken von großen Bankhäusern wie auch in geringem Maße über die Zentralbanken. Zitat: &amp;lt;ref&amp;gt;Nach Angaben der Bundesbank findet der Auslandszahlungsverkehr nur in begrenztem Umfang über die Bundesbank statt (betrifft nicht den innereuropäischen Zahlungsverkehr). Die Bundesbank hierzu:[https://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Aufgaben/Unbarer_Zahlungsverkehr/korrespondenzbankgeschaeft.pdf?__blob=publicationFile Informationsblatt: Korrespondenzbankgeschäft, Zentralbereich Zahlungsverkehr und Abwicklungssysteme] Deutsche Bundesbank, Abruf 26.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|&amp;quot;Die Korrespondenzbankbeziehungen ermöglichen die Abwicklung von Zahlungen – auch für Inlandskunden der Deutschen Bundesbank – über Landes- und Währungsgrenzen hinweg. Aufgrund ihrer Rolle als Notenbank betreibt die Deutsche Bundesbank das Korrespondenzbankgeschäft aber nur in begrenztem Umfang.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Österreichische Nationalbank bestätigt dies auch und führt weiter aus, dass auch innerhalb Österreichs das Korrespondenzbankgeschäft recht rege genutzt wird und zwar im sogenannten Garagenclearingverfahren  zwischen den Bankenverbänden&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oenb.at/Zahlungsverkehr/Zahlungsverkehrssysteme.html Zahlungsverkehrssysteme] ONB,Abruf 26.04.2016&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.oenb.at/dam/jcr:b22c09a0-0009-4dce-8f4c-221983eb135f/zahlungsverkehrsbericht_2009.pdf Zahlungsverkehrsbericht 2009] ONB, Abruf 14.05.2017&amp;lt;/ref&amp;gt; (es werden natürlich heute keine Magnetbänder in den Garagen der Banken mehr ausgetauscht sondern nur noch elektronische Daten über das Netz versandt). Die EBA, eine europäische, private Clearing- und Settlementinstitution, verknüpft so zum Beispiel europäische Banken ohne Zwischenschaltung der Zentralbanken und besitzt auch Kunden außerhalb des EU-Währungsraumes. Lediglich das endgültige Tages-Settlement im EU-Währungsraum wird über die ECB vorgenommen. Ein weiteres internationales Zahlungsnetz bilden die großen Bankkonzerne mit ihren Tochterunternehmen. Über die Anteile der einzelnen Institutionen am Zahlungsverkehr fehlen leider genaue Informationen. Diese unzähligen Verflechtungen sind somit bei einer Untersuchung des internationalen Zahlungsverkehrs unbedingt mit zu beachten. Sie funktionieren ohne übergeordnete Zentralinstanz.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zahlungsvorgänge auf internationaler Ebene werden meist in US-Dollar abgewickelt. Zur ursprünglich alleinigen Weltleitwährung, dem US-Dollar, hat sich aber zwischenzeitlich der Euro und der japanische Yen hinzugesellt. Eine Besonderheit stellt der Euroraum mit seinem TARGET2 Verrechnungssystem dar. Salden zwischen den beteiligten Zentralbanken werden angeschrieben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zweibankensystem&amp;diff=1706</id>
		<title>Das Geldrätsel: Zweibankensystem</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Zweibankensystem&amp;diff=1706"/>
				<updated>2019-05-04T18:46:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Wicksellsche Idealbank&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Liquidität&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Gleichschritt&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Was ändert sich am Bankensystem, wenn man das Wicksellsche Idealbanksystem verlässt und in einem Land jetzt zwei Banken zulässt? &lt;br /&gt;
Nehmen wir an, die Idealbank teilte sich auf in eine unabhängige Volksbank und eine unabhängige Sparkasse. Innerhalb der Abwicklung zwischen der Volksbank und Volksbankkunden sowie auch der Sparkasse und Sparkassenkunden, ändert sich gegenüber dem Modell der Idealbank nichts.  Problematisch aus banktechnischer Sicht wird erst die Überweisung von einem Volksbankkunden an einen Sparkassenkunden oder umgekehrt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 [[Datei:Kredit06.png|links]] &amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
Anton hat bei der Volksbank einen Kredit über 12.000 € aufgenommen. Er besitzt nun ein Giroguthaben über 12.000 € und die Bank eine Forderung an Anton über 12.000 €. Er möchte nun 3.000 € an Benno, der Kunde bei der Sparkasse ist, überweisen. Die Sparkasse wird diese Überweisung der Volksbank nicht annehmen. Weshalb? Nimmt sie die Überweisung an, so hat sie gegenüber Benno danach eine Schuld von 3.000 €, jedoch keine Forderung in gleicher Höhe aufgebaut. Für die Volksbank hingegen wäre es ein glänzendes Geschäft, da sie ihre Verpflichtungen gegenüber Anton um 3.000 € verringert hat, aber immer noch die Forderung an Anton über 12.000 € aufrecht erhält. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
An einem Modell mit unterschiedlichen Währungen gleichen Namens, lässt sich dieser Vorgang gut erklären. Die Volksbank kann nur Volksbank-€ und die Sparkasse nur Sparkassen-€ produzieren. Obwohl beide € den selben Wert besitzen, lassen sie sich nicht austauschen, da die Volksbank-€ nur innerhalb der Kundschaft der Volksbank Gültigkeit haben und die Sparkassen-€ nur innerhalb der Kundschaft der Sparkasse.&amp;lt;ref&amp;gt; Das ist auch vergleichbar mit zwei Ländern mit wertmäßig gleicher Währung. Dies war z. B. vor der Einführung des € zwischen Luxemburg und Belgien so. Es existierten luxemburgische und belgische Franc, die zur anderen Währungen immer den gleichen Wechselkurs besaßen.&amp;lt;/ref&amp;gt; Volksbank-€ können nicht zur Sparkasse überwiesen werden und auch nicht umgekehrt. Diese € sind an die Herstellungsbank gebunden und können diese nicht verlassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich jetzt das Problem zwischen der Volksbank und der Sparkasse lösen?[[Datei:Kredit07.png|links]] &amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt; Die Volksbank muss Sparkassen € erwerben. Hierzu eröffnet sie ein Konto bei der Sparkasse und nimmt auch einen Kredit bei der Sparkasse auf. Der Kreditbetrag entspricht der Höhe der Überweisung. Nachdem sie nun über Sparkassen € verfügt, weist sie die Sparkasse an, das im Zuge des Kredits entstandene Guthaben an den Sparkassenkunden Benno zu überweisen. Die Verbindlichkeit der Volksbank gegenüber Anton hat sich um 3.000 € verringert und gleichzeitig ist eine Verbindlichkeit gegenüber der Sparkasse entstanden.&amp;lt;div style=&amp;quot;clear:both;&amp;quot;&amp;gt; Im Abschnitt &amp;quot;Bilanz und Buchführung&amp;quot; wird dieser Vorgang detailliert unter [[Das_Geldrätsel:_Bilanzen_der_Geschäftspartner#Kredit zwischen zwei Banken|&amp;quot;Kredit zwischen zwei Banken&amp;quot;]] erklärt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es kristallisiert sich das Grundproblem sämtlicher Banken heraus:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Ein Zahlungsproblem entsteht allgemein für jede Bank, wenn sie in einem &amp;quot;Geld&amp;quot; leisten muss, dass sie selbst nicht schaffen kann.}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Einfluss auf Bilanzen====&lt;br /&gt;
Wie werden die Bilanzzahlen der beiden Banken durch den Kredit an Anton und die Überweisung von der Volksbank zur Sparkasse beeinflusst? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Bei der Volksbank findet im ersten Schritt durch die Kreditvergabe an Anton eine Bilanzverlängerung statt. Aktiva und Passiva werden um jeweils 12.000 € erhöht. Damit steigt die Bilanz der Volksbank und auch die Geldmenge in dem betrachteten Land um diesen Betrag. Das Giralgeld auf Antons Konto zählt zur Geldmenge [[Das_Geldrätsel:_Geldmengen|M1]].&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Überweisung auf Bennos Konto bei der Sparkasse wird in der Volksbankbilanz lediglich ein Passivtausch vorgenommen. Die Verbindlichkeit gegenüber Anton verringert sich um 3.000 € während eine Verbindlichkeit gegenüber der Sparkasse in gleicher Höhe neu aufgebaut wird. Die Bilanzsumme der Volksbank erfährt keine Änderung. Bei der Sparkasse entsteht eine neue Forderung/Verbindlichkeit und somit findet eine Bilanzverlängerung statt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wird durch die Überweisung, welche ja bei der Sparkasse zu einer Bilanzverlängerung führte, eine Änderung der Geldmenge bewirkt? Bei der Sparkasse tritt eindeutig eine Erhöhung der Geldmenge ein, da Benno nun über 3.000 € neues Giralgeld verfügen kann. Der Passivtausch bei der Volksbank bewirkt zwar keine Änderung der Bilanzsumme, jedoch wird durch die Minderung von Antons Konto um 3.000 € die Geldmenge um diesen Betrag verringert. Die neu aufgebaute Verbindlichkeit gegenüber der Sparkasse zählt nicht zur Geldmenge [[Das_Geldrätsel:_Geldmengen|M1]]. Folglich hat sich durch die Überweisung an der Geldmenge in der Volkswirtschaft des untersuchten Landes keine Änderung ergeben. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Bilanzposition &amp;quot;Verbindlichkeit gegenüber Kunden&amp;quot; stellt &amp;quot;Geld&amp;quot; im Sinne der Geldmengendefinition der EZB dar, während die &amp;quot;Verbindlichkeit gegenüber Banken zu keiner Geldmenge gehört. Sie ist lediglich eine Verbindlichkeit gegenüber einer anderen Bank, eine Schuld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Verständlicher wird dies, wenn man die [[Das Geldrätsel: Geldmengen|Geldmengendefinitionen]] näher betrachtet. Grundlage dieser Geldmengendefinitionen sind die Beziehungen zwischen den beiden Wirtschaftssektoren &amp;quot;Banken&amp;quot; und &amp;quot;Nichtbanken&amp;quot;. Die Teilnehmer am Geldsystem, Zentralbank und Geschäftsbanken, werden dazu zusammengefasst zum &amp;quot;Bankensektor&amp;quot;. Bei der Kreditvergabe einer Bank an eine andere Bank handelt es sich um ein Vertragsverhältnis innerhalb des Bankensektors und damit nicht um &amp;quot;Geld&amp;quot; gemäß der Geldmengendefinitionen. Ebenso würde ein Kredit von Anton direkt an Benno die Geldmenge nicht verändern, da beide Mitglieder des Sektors der &amp;quot;Nichtbanken&amp;quot; sind. &amp;quot;Geld&amp;quot; entsteht zwischen den [[Das Geldrätsel:_Teilnehmer_am_Geldsystem| Teilnehmern am Geldsystem]]&lt;br /&gt;
nur vertikal.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Wicksellsche Idealbank&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Liquidität&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Gleichschritt&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Wirtschaftliche_M%C3%B6glichkeiten_f%C3%BCr_unsere_Enkelkinder&amp;diff=1705</id>
		<title>Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Wirtschaftliche_M%C3%B6glichkeiten_f%C3%BCr_unsere_Enkelkinder&amp;diff=1705"/>
				<updated>2019-04-10T08:17:36Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beeinflusst durch die Weltwirtschaftskrise hielt Maynard Keynes 1930 in Madrid eine Vorlesung über „Ökonomische Möglichkeiten für unsere Enkelkinder“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fragestellung:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Welchen Stand des wirtschaftlichen Lebens können wir vernünftigerweise von jetzt an in hundert Jahren erwarten? Was sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten für unsere Enkelkinder?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entwicklung==&lt;br /&gt;
John Maynard Keynes unterscheidet zwei wesentliche Zeitabschnitte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einmal den Abschnitt vor dem 18. Jahrhundert , welcher durch „keine großen Veränderungen im Lebensstandard des durchschnittlichen, in der zivilisierten Welt lebenden Menschen“ gekennzeichnet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ab dem 18.Jahrhundert hat sich das jedoch grundlegend verändert. Dies wird auf die bedeutenden technischen Fortschritte und die Kapitalakkumulation zurückgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der technische Fortschritt ab dem 18. Jahrhundert ist kaum zu verbergen. Denken wir an die Erfindungen von Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Elektrizität, Autos, so können wir uns heute eine Welt ohne diese Errungenschaften nicht mehr vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kapitalakkumulation wird die Anhäufung von Kapital in den Händen von Geldbesitzern und Unternehmern verstanden. Keynes sieht dies als eine der wesentlichen Voraussetzungen für unsere wirtschaftliche Entwicklung an. Die „Macht des Zinseszins“ hat die „Kraft der Kapitalanhäufung“ über die letzten 200 Jahre in „ihrer Stärke erneuert“, d. h. nur durch die treibende Kraft des Zinseszins ist die ungeheure Wirtschaftsentwicklung möglich gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Englands wirtschaftlicher Aufstieg==&lt;br /&gt;
1580 erbeutete Francis Drake von den Spaniern riesige Mengen an Gold und Silber. Königin Elisabeth, als beträchtliche Anteilseignerin des die Expedition finanzierenden Konsortiums, konnte mit ihrem Anteil die gesamte Auslandsschuld Englands bezahlen, den Haushalt ausgleichen und noch  40.000 Pfund erübrigen. Diese investierte sie in die Levante- Gesellschaft. Mit den Gewinnen der Levante- Gesellschaft wurde die Ost- Indische Gesellschaft gegründet, deren Gewinn wiederum Grundlage für Englands Auslandsinvestitionen waren. Englands Auslandsinvestitionen wurden von Keynes 1930  auf 4 Milliarden Pfund geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er folgert daraus:&lt;br /&gt;
„Somit sind aus jedem Pfund, das Drake 1580 nach Hause brachte, 100.000 Pfund geworden. &lt;br /&gt;
Das ist die Kraft des Zinseszins.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vermehrung ging jedoch auch eine äußerst vorteilhafte Investition in den Freibeuter (Pirat im Regierungsauftrag) Francis Drake voraus. Wikipedia vermerkt hierzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Londoner Konsortium unter Führung von Thomas Gresham (dem Begründer der Londoner Börse), das die Reise finanziert hatte, erzielte über ihre Investition einen Gewinn von 4.700 Prozent.&amp;quot; (Hier erblasst auch Herr Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank und des Group Executive Committee, noch vor Neid, verlangt er doch nur lächerliche 25 Prozent Rendite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedürfnisse der Menschen==&lt;br /&gt;
Die Bedürfnisse der Menschen, welche unersättlich scheinen, unterteilt er in zwei Klassen:&lt;br /&gt;
* absolute Bedürfnisse&lt;br /&gt;
* relative Bedürfnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absolute Bedürfnisse sind Grundbedürfnisse, welche jeder Mensch, unabhängig in welcher Gemeinschaft er lebt, besitzt. Hierzu zählen Essen, Trinken, Kleidung, Wohnung und weitere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit relativ bezeichnet Keynes die Bedürfnisse, welche wir fühlen &amp;quot;wenn ihre Befriedigung uns über unsere Mitmenschen erhebt, uns ein Gefühl der Überlegenheit gibt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Die Erklärung dieses Begriffes bleibt sehr schwammig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfüllung der absoluten Bedürfnisse sieht er in absehbarer Zeit als erfüllbar an und dass wir dann vorziehen, &amp;quot;unsere weiteren Kräfte nicht-wirtschaftlichen Zwecken zu widmen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aussichten nach 1930==&lt;br /&gt;
Keynes erkennt, dass die Produktivität bedeutend schneller ansteigt als die zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze. In wenigen Jahren werden für die Tätigkeiten in der Landwirtschaft, im Bergbau und im produzierenden Gewerbe nur noch ein Viertel der bisherigen menschlichen Anstrengungen erforderlich sein. Er verwendet den Begriff der &amp;quot;technologischen Arbeitslosigkeit&amp;quot; welche durch Rationalisierung entsteht, sieht hierin aber nur eine vorübergehende Phase einer mangelhaften Anpassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf lange Sicht bedeutet dieses, dass die Menschheit dabei ist, ihr wirtschaftliches Problem zu lösen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung des wirtschaftlichen Problems ist seiner Ansicht nach bisheriger Zweck unserer natürlichen Entwicklung. &amp;quot;Wenn das wirtschaftliche Problem gelöst ist, wird die Menschheit eines ihrer traditionellen Zwecke beraubt sein&amp;quot;. Wissenschaft und Zinseszins haben für den Menschen Freizeit gewonnen, damit er weise, angenehm und gut leben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei-Stunden-Schicht==&lt;br /&gt;
Für die Erfüllung der absoluten Bedürfnisse sind nur noch drei Stunden Arbeit am Tag nötig, dass heißt eine 15 Stunden Woche reicht aus. &lt;br /&gt;
Es hat tatsächlich eine Arbeitszeitreduzierung bis etwa 1980 stattgefunden, seither bleibt die Arbeitszeit jedoch im Wesentlichen konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Liebe zum Geld==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es gibt auch Veränderungen in anderen Bereichen, die wir erwarten müssen. Wenn die Akkumulation (= Anhäufung Anm.)des Reichtums nicht mehr von hoher gesellschaftlicher Bedeutung ist, werden sich große Veränderungen in den Moralvorstellungen ergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Liebe zum Geld wird als das erkannt werden, was es ist, ein &amp;quot;ziemlich widerliches, krankhaftes Leiden, eine jener halb-kriminellen, halb-pathologischen (im Sinne von krankhafter Sucht) Neigungen, die man mit Schaudern den Spezialisten für Geisteskrankheiten überlässt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein lobenswerter Ansatz, welcher sich jedoch aus heutiger Sicht als naiv und wirklichkeitsfremd herausstellt. Die Voraussetzung für eine positive Änderung wäre ein Wertewandel, welcher sich jedoch noch nicht abzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Noch einmal 100 Jahre==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aber Achtung! Die Zeit für all dies ist noch nicht gekommen. Für&lt;br /&gt;
wenigstens noch einmal hundert Jahre müssen wir uns selbst und allen&lt;br /&gt;
anderen vormachen, dass das Anständige widerlich und das Widerliche&lt;br /&gt;
anständig ist; denn das Widerliche ist nützlich, das Anständige ist&lt;br /&gt;
es nicht. Geiz, Wucher und Vorsicht müssen für eine kleine Weile&lt;br /&gt;
noch unsere Götter bleiben. Denn nur sie können uns aus dem Tunnel&lt;br /&gt;
der wirtschaftlichen Notwendigkeit ans Tageslicht führen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage zeigt, dass unser wirtschaftliches Handeln für Keynes nur eine Übergangssituation darstellt, welche wir jedoch um das Ziel einer gewandelten Gesellschaft zu erreichen, ertragen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Vor allem aber lasst uns die Bedeutung der wirtschaftlichen Aufgabe&lt;br /&gt;
nicht überbewerten oder ihren vermeintlichen Notwendigkeiten&lt;br /&gt;
andere Dinge von größerer und beständigerer Bedeutung opfern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/jenseits-des-wachstums/Keynes%20Enkelkinder.pdf Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder]&lt;br /&gt;
*[http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m6504.pdf Antizyklische Fiskalpolitik“ und „deficit spending“ als Kern des Keynesianismus?]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Wirtschaftliche_M%C3%B6glichkeiten_f%C3%BCr_unsere_Enkelkinder&amp;diff=1704</id>
		<title>Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder</title>
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				<updated>2019-04-10T08:14:10Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Tote Links entfernt&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;Beeinflusst durch die Weltwirtschaftskrise hielt Maynard Keynes 1930 in Madrid eine Vorlesung über „Ökonomische Möglichkeiten für unsere Enkelkinder“ &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Die Fragestellung:==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
„Welchen Stand des wirtschaftlichen Lebens können wir vernünftigerweise von jetzt an in hundert Jahren erwarten? Was sind die wirtschaftlichen Möglichkeiten für unsere Enkelkinder?“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Entwicklung==&lt;br /&gt;
John Maynard Keynes unterscheidet zwei wesentliche Zeitabschnitte. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Einmal den Abschnitt vor dem 18. Jahrhundert , welcher durch „keine großen Veränderungen im Lebensstandard des durchschnittlichen, in der zivilisierten Welt lebenden Menschen“ gekennzeichnet war.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
*Ab dem 18.Jahrhundert hat sich das jedoch grundlegend verändert. Dies wird auf die bedeutenden technischen Fortschritte und die Kapitalakkumulation zurückgeführt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der technische Fortschritt ab dem 18. Jahrhundert ist kaum zu verbergen. Denken wir an die Erfindungen von Dampfmaschinen, Eisenbahnen, Elektrizität, Autos, so können wir uns heute eine Welt ohne diese Errungenschaften nicht mehr vorstellen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als Kapitalakkumulation wird die Anhäufung von Kapital in den Händen von Geldbesitzern und Unternehmern verstanden. Keynes sieht dies als eine der wesentlichen Voraussetzungen für unsere wirtschaftliche Entwicklung an. Die „Macht des Zinseszins“ hat die „Kraft der Kapitalanhäufung“ über die letzten 200 Jahre in „ihrer Stärke erneuert“, d. h. nur durch die treibende Kraft des Zinseszins ist die ungeheure Wirtschaftsentwicklung möglich gewesen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Englands wirtschaftlicher Aufstieg==&lt;br /&gt;
[[Datei:220px-Capture_Of_Cacafuego.jpg|right|200|Kaperung der Cacafuego]] &lt;br /&gt;
1580 erbeutete Francis Drake von den Spaniern riesige Mengen an Gold und Silber. Königin Elisabeth, als beträchtliche Anteilseignerin des die Expedition finanzierenden Konsortiums, konnte mit ihrem Anteil die gesamte Auslandsschuld Englands bezahlen, den Haushalt ausgleichen und noch  40.000 Pfund erübrigen. Diese investierte sie in die Levante- Gesellschaft. Mit den Gewinnen der Levante- Gesellschaft wurde die Ost- Indische Gesellschaft gegründet, deren Gewinn wiederum Grundlage für Englands Auslandsinvestitionen waren. Englands Auslandsinvestitionen wurden von Keynes 1930  auf 4 Milliarden Pfund geschätzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Er folgert daraus:&lt;br /&gt;
„Somit sind aus jedem Pfund, das Drake 1580 nach Hause brachte, 100.000 Pfund geworden. &lt;br /&gt;
Das ist die Kraft des Zinseszins.“&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieser Vermehrung ging jedoch auch eine äußerst vorteilhafte Investition in den Freibeuter (Pirat im Regierungsauftrag) Francis Drake voraus. Wikipedia vermerkt hierzu:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Ein Londoner Konsortium unter Führung von Thomas Gresham (dem Begründer der Londoner Börse), das die Reise finanziert hatte, erzielte über ihre Investition einen Gewinn von 4.700 Prozent.&amp;quot; (Hier erblasst auch Herr Dr. Josef Ackermann, Vorsitzender des Vorstands der Deutschen Bank und des Group Executive Committee, noch vor Neid, verlangt er doch nur lächerliche 25 Prozent Rendite)&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Bedürfnisse der Menschen==&lt;br /&gt;
Die Bedürfnisse der Menschen, welche unersättlich scheinen, unterteilt er in zwei Klassen:&lt;br /&gt;
* absolute Bedürfnisse&lt;br /&gt;
* relative Bedürfnisse&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Absolute Bedürfnisse sind Grundbedürfnisse, welche jeder Mensch, unabhängig in welcher Gemeinschaft er lebt, besitzt. Hierzu zählen Essen, Trinken, Kleidung, Wohnung und weitere.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit relativ bezeichnet Keynes die Bedürfnisse, welche wir fühlen &amp;quot;wenn ihre Befriedigung uns über unsere Mitmenschen erhebt, uns ein Gefühl der Überlegenheit gibt&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Die Erklärung dieses Begriffes bleibt sehr schwammig.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Erfüllung der absoluten Bedürfnisse sieht er in absehbarer Zeit als erfüllbar an und dass wir dann vorziehen, &amp;quot;unsere weiteren Kräfte nicht-wirtschaftlichen Zwecken zu widmen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Aussichten nach 1930==&lt;br /&gt;
Keynes erkennt, dass die Produktivität bedeutend schneller ansteigt als die zur Verfügung stehenden Arbeitsplätze. In wenigen Jahren werden für die Tätigkeiten in der Landwirtschaft, im Bergbau und im produzierenden Gewerbe nur noch ein Viertel der bisherigen menschlichen Anstrengungen erforderlich sein. Er verwendet den Begriff der &amp;quot;technologischen Arbeitslosigkeit&amp;quot; welche durch Rationalisierung entsteht, sieht hierin aber nur eine vorübergehende Phase einer mangelhaften Anpassung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Auf lange Sicht bedeutet dieses, dass die Menschheit dabei ist, ihr wirtschaftliches Problem zu lösen&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Lösung des wirtschaftlichen Problems ist seiner Ansicht nach bisheriger Zweck unserer natürlichen Entwicklung. &amp;quot;Wenn das wirtschaftliche Problem gelöst ist, wird die Menschheit eines ihrer traditionellen Zwecke beraubt sein&amp;quot;. Wissenschaft und Zinseszins haben für den Menschen Freizeit gewonnen, damit er weise, angenehm und gut leben kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Drei-Stunden-Schicht==&lt;br /&gt;
Für die Erfüllung der absoluten Bedürfnisse sind nur noch drei Stunden Arbeit am Tag nötig, dass heißt eine 15 Stunden Woche reicht aus. &lt;br /&gt;
Es hat tatsächlich eine Arbeitszeitreduzierung bis etwa 1980 stattgefunden, seither bleibt die Arbeitszeit jedoch im Wesentlichen konstant.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Liebe zum Geld==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Es gibt auch Veränderungen in anderen Bereichen, die wir erwarten müssen. Wenn die Akkumulation (= Anhäufung Anm.)des Reichtums nicht mehr von hoher gesellschaftlicher Bedeutung ist, werden sich große Veränderungen in den Moralvorstellungen ergeben.&amp;quot;&lt;br /&gt;
Die Liebe zum Geld wird als das erkannt werden, was es ist, ein &amp;quot;ziemlich widerliches, krankhaftes Leiden, eine jener halb-kriminellen, halb-pathologischen (im Sinne von krankhafter Sucht) Neigungen, die man mit Schaudern den Spezialisten für Geisteskrankheiten überlässt.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein lobenswerter Ansatz, welcher sich jedoch aus heutiger Sicht als naiv und wirklichkeitsfremd herausstellt. Die Voraussetzung für eine positive Änderung wäre ein Wertewandel, welcher sich jedoch noch nicht abzeichnet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Noch einmal 100 Jahre==&lt;br /&gt;
&amp;quot;Aber Achtung! Die Zeit für all dies ist noch nicht gekommen. Für&lt;br /&gt;
wenigstens noch einmal hundert Jahre müssen wir uns selbst und allen&lt;br /&gt;
anderen vormachen, dass das Anständige widerlich und das Widerliche&lt;br /&gt;
anständig ist; denn das Widerliche ist nützlich, das Anständige ist&lt;br /&gt;
es nicht. Geiz, Wucher und Vorsicht müssen für eine kleine Weile&lt;br /&gt;
noch unsere Götter bleiben. Denn nur sie können uns aus dem Tunnel&lt;br /&gt;
der wirtschaftlichen Notwendigkeit ans Tageslicht führen.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Diese Aussage zeigt, dass unser wirtschaftliches Handeln für Keynes nur eine Übergangssituation darstellt, welche wir jedoch um das Ziel einer gewandelten Gesellschaft zu erreichen, ertragen müssen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;quot;Vor allem aber lasst uns die Bedeutung der wirtschaftlichen Aufgabe&lt;br /&gt;
nicht überbewerten oder ihren vermeintlichen Notwendigkeiten&lt;br /&gt;
andere Dinge von größerer und beständigerer Bedeutung opfern.&amp;quot;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Quellen==&lt;br /&gt;
*[http://www.attac.de/fileadmin/user_upload/Kampagnen/jenseits-des-wachstums/Keynes%20Enkelkinder.pdf Wirtschaftliche Möglichkeiten für unsere Enkelkinder]&lt;br /&gt;
*[http://www.memo.uni-bremen.de/docs/m6504.pdf Antizyklische Fiskalpolitik“ und „deficit spending“ als Kern des Keynesianismus?]&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Es_werde_Geld&amp;diff=1703</id>
		<title>Es werde Geld</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Es_werde_Geld&amp;diff=1703"/>
				<updated>2019-04-08T18:37:37Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
Die Entstehung von Geld ist immer noch ein heftig umstrittenes Thema, auch unter Wirtschaftswissenschaftlern. Zwei vorherrschende Theorien versuchen mit unterschiedlichem Erfolg möglichst viele Funktionen und Eigenschaften des Geldsystems zu beschreiben und zu erklären. Eine der grundlegenden Theorien geht davon aus, dass Geld von der Zentralbank hergestellt und über die Geschäftsbanken in Umlauf gebracht wird. Eine völlig andere Erklärung liefert die Vorstellung, Geld werde bei der Entstehung von Schuldverhältnissen geschaffen. Jemand kann bei Lieferung einer Ware die schuldige Gegenleistung noch nicht erbringen. Er stellt einen Schuldschein aus und übergibt diesen dem Verkäufer. Diesen Schuldschein kann der Verkäufer weitergeben, er erfüllt gleichsam die Funktion von Geld.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Kaum einer der streitenden Wissenschaftler versucht ernsthaft zu den Wurzeln dieser beiden Theorien vorzudringen und die Unterschiede möglichst wertfrei herauszuarbeiten. Stattdessen werden eher Aussagen aus beiden Theorien vermengt, um daraus eine neue Theorie zu entwickeln. So ist auch die Theorie der Entstehung von „Geld aus dem Nichts“ entstanden. Nach dieser wird während eines Buchungsvorgangs in der Bank „Geld“ aus „Luft“ erzeugt. Um den Wahrheitsgehalt der „Geld aus dem Nichts“ –Theorie offen zu legen, sind zuerst die beiden grundlegenden Theorien näher zu betrachten.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Es gilt zu analysieren, welche dieser beiden Theorien die tatsächliche Entstehung von &amp;quot;Geld&amp;quot; schlüssig und in logisch nachvollziehbaren Schritten beschreiben kann. Dabei ist auch zu klären, was man in diesem Zusammenhang jeweils unter dem Begriff &amp;quot;Geld&amp;quot; versteht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Staatliche Theorie des Geldes====&lt;br /&gt;
Nach der staatlichen Theorie des Geldes bestimmt der Staat, was als offizielles Zahlungsmittel, als &amp;quot;Geld&amp;quot;, in seinem Hoheitsgebiet Geltung hat. Dies ist in Deutschland das Bargeld, bestehend aus Banknoten und Münzen. Das Bargeld in der Währungseinheit &amp;quot;Euro&amp;quot; ist das „gesetzliche Zahlungsmittel“. Der Kaufpreis für eine Ware ist folglich grundsätzlich mit Bargeld zu zahlen, es sei denn, der Verkäufer akzeptiert auch eine andere Zahlungsart. &lt;br /&gt;
Münzen werden im Auftrag der Regierung hergestellt und von dieser an die Zentralbank verkauft. Die Zentralbank selbst lässt Banknoten drucken und bringt diese, wie auch die erworbenen Münzen, über die Geschäftsbanken in Umlauf, d. h. die Geschäftsbanken geben das Bargeld an ihre Kunden weiter. &amp;quot;Geld&amp;quot; ist somit ein vom Staat geschaffenes Produkt.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schuldgeldtheorie====&lt;br /&gt;
Eine ganz andere [[Datei:kredit20.png|rechts|450px]]Darstellung der Entstehung von Geld liefert die Schuldgeldtheorie. Anton hat Waren an Benno verkauft. Benno kann jedoch nicht sofort zahlen sondern vereinbart mit Anton, seine Schuld erst später zu begleichen. Es ist ein Schuldverhältnis entstanden. Wird in dieses Schuldverhältnis noch eine Bank mit eingeschaltet, spricht man allgemein bei den Schulden der Bank gegenüber Anton von &amp;quot;Geld&amp;quot;. Diese Schuld ist übertragbar und wird als Zahlungsmittel benutzt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Welche Theorie ist zutreffend?====&lt;br /&gt;
Um den grundsätzlichen Unterschied zwischen den beiden vorgestellten Theorien zu erkennen hilft ein Blick in die Geschichte. Am Übergang von einem Goldwährungssystem zu einem Schuldgeldsystem können die Grundlagen beider Theorien an vereinfachten Modellen gezeigt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Warengeld====&lt;br /&gt;
Wenn nur Goldmünzen „Geld“ sind, befinden wir uns in einem Goldwährungssystem, einem Warengeldsystem. Solche Münzen wurden in der Regel von staatlichen Prägestellen, teilweise gegen Erstattung der Prägekosten, aus dem Rohmaterial Gold hergestellt. So wurden z. B. zu Zeiten der Goldwährung aus Goldbarren Münzen mit der Währungseinheit „Goldmark“ geprägt. &lt;br /&gt;
Ein Warengeldsystem ist auch noch anzunehmen, wenn Goldmünzen bei reinen Depositenbanken hinterlegt werden. Angenommen, bei der Depositenbank handelt es sich um die  „Nordbank“. Die Kunden vertrauen ihr 1000 Goldmark in Münzen an und erhalten für jede eingelieferte Münze einen &amp;quot;Zettel&amp;quot;, eine Banknote. Die Banknote ist eine Quittung für die hinterlegte Goldmünze und stellt somit eine Schuld der Bank dar. Bei Vorlage dieser Note ist die Bank verpflichtet, dem Inhaber der Note eine Goldmünze auszuhändigen. Bei den Kunden existieren anstelle von 1000 Goldmünzen nun 1000 Banknoten je „Eine Goldmark“, welche genauso wie das vorherige &amp;quot;echte Geld&amp;quot; für Zahlungen benutzt werden. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Die Deckung einer jeden Banknote mit einer echten Goldmünze ist von entscheidender Bedeutung in diesem abgeleiteten Warengeldsystem.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
====Kreditgeld kommt ins Spiel====&lt;br /&gt;
Ein völlig anderes Konzept entsteht, wenn Banknoten über den Bestand an hinterlegten Goldmünzen hinaus gedruckt und in Umlauf gebracht werden. Da nicht alle hinterlegten 1000 Goldmünzen dauerhaft von der Nordbank für Auszahlungswünsche ihrer Kunden benötigt werden erlaubt sich diese, einen Teil der Goldmünzen gegen Rückzahlungsversprechen der Kreditnehmer auszuleihen. Da der Bankkunde mittlerweile höchstes Vertrauen in die Nordbank und ihre Banknoten hat, gelingt es der Bank, den Kredit mit eigenen Banknoten statt mit Goldmünzen auszuzahlen. So kann sie Kredite weit über den tatsächlichen Bestand an Goldmünzen hinaus gewähren. Nachdem sie 1000 Banknoten für hinterlegte Goldmünzen ausgegeben hat, druckt sie noch weitere 2000 Banknoten. Diese verleiht sie an Kunden. Als Gegenwert verlangt sie Rückzahlungsversprechen von diesen Kreditkunden, welche je nach Kreditwürdigkeit des Kunden mit Sicherheiten belegt sein müssen. Das Rückzahlungsversprechen ist ein überaus wichtiger Faktor, der aber in der einschlägigen Literatur weitgehend unerwähnt bleibt. Die &amp;quot;Unterschlagung&amp;quot; dieses Faktors führt schließlich zur Fiktion der &amp;quot;Geldschöpfung aus dem Nichts&amp;quot;, wie nachfolgend dargestellt. Das Fehlen der Deckung mit Goldmünzen für die über 1000 hinausgehenden Banknoten fällt jedoch nicht auf. Aus Sicht der Geldkritiker müssten rechtmäßig 3000 Goldmünzen bei der Nordbank vorhanden sein. Dies ist jedoch ganz offensichtlich nicht der Fall.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Das Prinzip wird [[Datei:1Goldmark.png|rechts|450px]]in nebenstehender Abbildung nochmals verdeutlicht. Es existieren drei Banknoten mit den Nummern 2038, 2039 und 2040. Die Nordbank besitzt aber nur eine Goldmünze in ihrem Tresor für diese drei Banknoten. Sämtliche Banknoten tragen jedoch den Aufdruck, „Ich verspreche an Herrn Peter Deal oder jeden anderen Inhaber gegenwärtiger Note eine Goldmark auszubezahlen.“ Damit wird von der Nordbank zugesagt, dass der Inhaber der Banknote bei deren Vorlage am Bankschalter eine Goldmünze erhält. Die Banknoten Nr. 2039 und 2040 besitzen jedoch keine Deckung mit Goldmünzen, sind also gewissermaßen Falschgeld?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unserem Rechtsempfinden nach durfte die Nordbank nur 1000 Banknoten mit dem Zahlungsversprechen über jeweils eine Goldmünze ausgeben und trotzdem hielt sie niemand davon ab, bedeutend mehr Banknoten zu drucken und in Umlauf zu bringen. Im Geldsystem existierte jetzt gleichzeitig Warengeld und Kreditgeld. Juristisch einwandfrei wäre es gewesen, wenn nur 1000 Banknoten mit dem Aufdruck „Ich verspreche ... eine Goldmark auszubezahlen“ in Umlauf wären, während die übrigen Banknoten den Aufdruck &amp;quot;Schuldschein der Nordbank in Goldmark, gedeckt durch Forderungen der Nordbank an Kreditkunden&amp;quot; erhalten hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nordbank hielt es indes nicht für notwendig, ihre Banknotenbesitzer über das zweifelhafte Versprechen auf den Banknoten aufzuklären und blieb bei der ursprünglichen Formulierung. Wurde bei einem Kauf mit Banknoten bezahlt, so waren die Beteiligten der Meinung, dies würde mit &amp;quot;Quittungen für hinterlegte echte Goldmark&amp;quot; geschehen. Es würde also eine Zahlung mit Münzquittungen anstelle der Übergabe von echten Münzen vorgenommen. Hier wurden ganz offensichtlich die Bankkunden über die wahre Deckung der Banknoten getäuscht. Unter diesem Blickwinkel handelte es sich bei den Banknoten Nr. 2039 und 2040 um „Falschgeld“, um „Geld aus dem Nichts“. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
[[Georg Friedrich Knapp|Georg Friedrich Knapp]], der in seinem Werk „Staatliche Theorie des Geldes“  Merkmale und Eigenschaften der gesetzlichen Zahlungsmittel untersucht hat, setzte sich auch intensiv mit der zweifelhaften Natur der von privaten Banken herausgegebenen Banknoten auseinander. Auf Seite 119 stellt er die Frage:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|„''Was aber ist eine Banknote?''“}}&lt;br /&gt;
Seine Antwort:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|„''Sie wird gewöhnlich so definiert: eine Urkunde, auf welcher dem Inhaber versprochen wird, daß die Bank ihm, nach Sicht, den und den Betrag in Geld auszahle.''“}} &lt;br /&gt;
„in Geld“ bedeutet staatlich herausgegebenes Geld, zum damaligen Zeitpunkt echte Goldmark. Knapp wendet sich dann der Frage zu, ob die Banknote ein „wirksames Zahlungsmittel“ sei. Dies vor dem Hintergrund, dass zuweilen der Staat die Banken von der Auszahlungspflicht mit Goldmünzen entbunden hat. Auch wenn die Deckung mit Goldmünzen nicht mehr gegeben war stellte er fest:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|„''Trotzdem blieb der Name Banknote bestehen, und was viel wichtiger ist: ihr Gebrauch dauerte fort.&lt;br /&gt;
Hier hat man nun die Wahl zwischen zwei Auffassungen: entweder muß man sagen, uneinlösbare Banknoten heißen nur so, sind aber keine; oder man muß sagen: die Banknote ist falsch definiert gewesen.''“}}&lt;br /&gt;
Als ursprünglichen Zustand bezeichnet Knapp die Verwendung der Banknote als „wirksames Zahlungsmittel“, d. h. es werden bei Vorlage am Bankschalter Goldmünzen ausgezahlt. &lt;br /&gt;
{{Kasten blass|„''Wenn mir die Bank hundert Mark schuldig ist, weil ich Inhaber einer ihrer Noten bin, so kann ich diese Urkunde zweifellos benützen: erstens, um mir die einhundert Mark auszahlen zu lassen; zweitens aber auch, um hundert Mark an die Bank zu zahlen, im Falle, daß ich ihr soviel schuldig wäre.''“}} &lt;br /&gt;
Der zweite Fall beschreibt zweifelsfrei die Rückzahlung eines Kredites, stellt also den Schuldgeldcharakter der Banknote in den Vordergrund. Die zweifelhafte Natur der Banknote; ist sie ein Anspruch auf Goldmünzen oder aber allgemeiner, nur eine Forderung an die Geschäftsbank, wurde von Knapp eindrucksvoll herausgearbeitet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Nur Kreditgeld====&lt;br /&gt;
Ein etwas anderer Sachverhalt ergibt sich, wenn man die Banknoten ganz allgemein als Schuldschein der ausstellenden Bank betrachtet. Die Nordbank besitzt sowohl 1000 echte Goldmark wie auch Zahlungsversprechen ihrer Kreditkunden über einen Wert von 2000 Goldmark. Das Vermögen der Bank umfasst somit einen Wert von 3000 Goldmark. Auch die Schulden der Nordbank belaufen sich auf einen Wert von 3000 Goldmark, belegt durch die Ausgabe von 3000 Banknoten an ihre Kunden. Die Betrachtung der Banknoten als &amp;quot;Schuldschein der Bank&amp;quot; lässt problemlos diese unterschiedlichen Deckungsarten zu und beinhaltet keinerlei Täuschungsmanöver. Die Banknoten sind primär mit Vermögenswerten der Bank gedeckt und sind nicht aus dem „Nichts“ entstanden. &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Jede Banknote ist durch einen Vermögenswert der Bank gedeckt. Woraus sich dieser Vermögenswert zusammensetzt ist dabei zweitrangig.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
====Kreditgeld heute====&lt;br /&gt;
Was bringt jedoch die vorgenannte Geschichte aus der Warengeldära an Erkenntnissen zum besseren Verständnis unseres heutigen Geldsystems? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Sehen wir uns das Verhältnis von heutigem Giralgeld zum Bargeld an, zeigt sich eindeutig eine Parallele. Das Giralgeld wird als „Anspruch auf Bargeld“ angesehen, wie früher die von Banken ausgegebenen Banknoten einen „Anspruch auf echte Goldmünzen“ darstellten. Der heutige Anspruch jeglichen Giralgeldes auf Bargeld ist juristisch korrekt vorhanden, obwohl das Bankensystem praktisch nicht in der Lage ist, diesen Anspruch auch wirklich insgesamt zu erfüllen. Dies deckt sich mit den Erfahrungen aus der Warengeldära, wonach die Banknoten nie insgesamt durch die zugesagten Ansprüche auf Goldmark hätten eingelöst werden können. Aus den Statistiken der Deutschen Bundesbank geht hervor, dass in Deutschland bei einer Giralgeldmenge von 1,7 Billionen € nur eine Bargeldmenge von 17 Mrd € bei den Geschäftsbanken existiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Deutsche Bundesbank, Monatsbericht, Juni 2016, Anhang Seite 22, Spalte „Einlagen von Nichtbanken im Inland, täglich fällig“, Angabe März 2016, 1.682 Mrd. €, Anhang Seite 26, Angabe für März 2016, Spalte „Kassenbestand an Noten und Münzen in Eurowährungen“, 17,2 Mrd €.&amp;lt;/ref&amp;gt;  Somit ist eine Deckung des Giralgeldes mit Bargeld von gerade mal 1 % tatsächlich vorhanden. Die juristische Version, das Giralgeld von Bargeld gedeckt sei, geht von einem Zustand des Geldsystems aus, der so nicht existiert. Wir befinden uns real in einem Teilreservesystem, in dem nur ein geringer Teil der Zahlungsversprechen der Geschäftsbank mit Bargeld und diesem nahestehenden Zentralbank-Buchgeld gedeckt ist. Würde der juristische Anspruch ernst genommen, müssten wir uns bereits in einem Vollgeldsystem befinden, d. h. das Giralgeld wäre vollständig durch Zentralbankgeld gedeckt. Von einem solchen System sind wir indes weit entfernt. Juristisch gesehen stellt das Bankguthaben eine Geldschuld der Bank gegenüber dem Bankkunden dar. Geldschulden sind nun grundsätzlich mit dem „gesetzlichen Zahlungsmittel“ zu erfüllen, d. h. mit der Übergabe von Bargeld erlischt das Schuldverhältnis. Aus dieser juristischen Auffassung ergibt sich die Folgerung: &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Giralgeld ist ein Anspruch auf Bargeld.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
Eine juristische Folgerung, die mit der Wirklichkeit wenig zu tun hat. Die frühere Banknote der Privatbank bzw. das heutige Giralgeld der Geschäftsbank hingegen primär als &amp;quot;Schuldschein der kontoführenden Bank&amp;quot; zu sehen, ist logisch schlüssig. Es zeigt die tatsächlichen Verhältnisse auf. Wir sind dann beim anfangs erwähnten Schuldgeldsystem. Um unser heutiges Zahlungsmittel, unser „Geld“ richtig zu verstehen muss erkannt werden, dass es sich dabei nur um Forderungen handelt. Erich Schneider, 1952&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Erich Schneider&lt;br /&gt;
 | Titel=Einführung in die Wirtschaftstheorie&lt;br /&gt;
 | Auflage=11&lt;br /&gt;
 | Verlag=J.C.B.Mohr&lt;br /&gt;
 | Ort=Tübingen&lt;br /&gt;
 | Jahr=1952&lt;br /&gt;
 | ISBN=&lt;br /&gt;
}}, Seite 2&lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Wir beschränken uns dabei bewußt auf die Analyse einer Wirtschaft, wie sie heute ist, d. h. auf eine Wirtschaft, in der allein Forderungen als Zahlungsmittel verwendet werden.&amp;quot;'' }} &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Staatsgeld oder Schuldgeld====&lt;br /&gt;
Unabhängig von dem fehlenden Realitätsbezug der &amp;quot;staatlichen Theorie des Geldes&amp;quot; soll geklärt werden, welche Theorie in der Lage ist, die Hauptanliegen der jeweils anderen Theorie zu integrieren. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie lässt sich das von den Geschäftsbanken erzeugte Buchgeld in die '''staatliche Theorie des Geldes''' einflechten? Während nur die Zentralbank Bargeld in Umlauf bringen kann, ist es den Geschäftsbanken ja möglich, Buchgeld zu erzeugen. Bringt ein Kunde Bargeld zu seiner Bank nimmt diese es in ihren Kassenbestand auf und schreibt dem Kunden als Gegenwert den eingezahlten Betrag als Bankguthaben auf seinem Konto gut. Dieses Bankguthaben wird auch als Giralgeld, Sichteinlage oder Geschäftsbanken-Buchgeld bezeichnet. Mit dem Einzahlen tauscht der Kunde Bargeld gegen Giralgeld. Bedingt durch das besondere Geschäftsmodell der zugelassenen Bank, sie darf Zahlungsmittel annehmen, verwalten und auch weiterleiten, kann die Bank auch Kredite vergeben und bei diesem Vorgang Geschäftsbanken-Buchgeld erzeugen. Dem Kreditkunden wird gegen das Versprechen auf Rückzahlung ein Guthaben, in Höhe des Kreditbetrages, auf seinem Bankkonto gutgeschrieben. Dieses Bankguthaben, eine Geldschuld der Bank gegenüber dem Kunden, stellt entsprechend der staatlichen Definition des gesetzlichen Zahlungsmittels einen Anspruch des Kunden auf Bargeld dar. Es ist durch einen Buchungsvorgang in der Bank entstanden, es wurde &amp;quot;geschöpft&amp;quot;. &lt;br /&gt;
Der staatlichen Theorie des Geldes gelingt es nicht, die Giralgeldschöpfung der Bank als legalen Geschäftsvorgang der Bank darzustellen. Es wird bei der Buchung deshalb „Geld aus dem Nichts erschaffen“. Dieses Giralgeld erfüllt praktisch alle Geldfunktionen, ist aber gewissermaßen nur ein „Geldersatz“, da es lediglich einen Anspruch auf das „gesetzliche Zahlungsmittel“ darstellt. Seine Funktion als Geld und auch gleichzeitig als Geldersatz verwirrt.&amp;lt;ref&amp;gt;Einen Ausweg bietet eine übergeordnete Zusammenfassung unter „Zahlungsmittel“. Bargeld wie auch Giralgeld sind Zahlungsmittel. Per Gesetz stellt der Staat eine Abhängigkeit zwischen beiden Zahlungsmitteln her, die aber nur im Fall eines Bank Runs voll zum Tragen kommt. Im normalen Geschäftsbetrieb liegt diese Abhängigkeit im Bereich von 20 % des Giralgeldes einer Bank, entsprechend dem Verhältnis von Bargeld zu M1 ohne Bargeld.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Wenn Bargeld „Geld“ ist und „Giralgeld einen Anspruch auf Bargeld“ darstellt, dann kann nach den Gesetzen der Logik Giralgeld nicht auch gleichzeitig „Geld“ sein.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
Aus einer oberflächlichen Betrachtung erscheint das „gesetzliche Zahlungsmittel“ als Dreh- und Angelpunkt des Geldsystems, jedoch löst bereits eine Grenzbetrachtung, der Wegfall des Bargeldes, diese Theorie in nichts auf. Würden z. B. sämtliche Bankkunden ihr Bargeld auf Girokonten einzahlen, hätte sich der Anker der Staatsgeldtheorie in nichts aufgelöst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die '''Schuldgeldtheorie''' ist hingegen anders basiert. Das von Geschäftsbanken hervorgebrachte Schuldgeld ist hier der Dreh- und Angelpunkt. In das Schuldgeldsystem, in welchem nur Schulden als Zahlungsmittel verwendet werden, lässt sich auch ohne Kunstgriffe das Bargeld, als [[Das Geldrätsel: Zentralbanksystem#Zahlungsgemeinschaften|Zahlungsmittel der staatlichen Zahlungsgemeinschaft]] einbauen.&lt;br /&gt;
Nach der Schuldgeldtheorie entsteht sowohl das Giralgeld wie auch das Bargeld in den Händen der Nichtbank ausschließlich aus einer Verschuldung der Nichtbank gegenüber der Geschäftsbank. Beim Giralgeld ist dies sofort erkennbar, beim Bargeld jedoch erst nach Beobachtung des Weges, der zum Bargeld in der Hand des Bankkunden führt. Benötigt ein Bankkunde Bargeld, so wird er sich dieses bei seiner Bank beschaffen. Hierzu nimmt er bei dieser zuerst einen Kredit auf und erhält Geschäftsbanken-Buchgeld. Dieses möchte er aber von der Bank bar ausgezahlt bekommen. Die Bank muss sich hierzu das Bargeld bei der Zentralbank besorgen, in dem sie bei dieser in einem ersten Schritt einen Kredit aufnimmt oder aber der Zentralbank Wertpapiere zeitweise oder endgültig übereignet. Daraufhin erhöht sich ihr Bankguthaben bei der Zentralbank, eine Schuld der Zentralbank gegenüber der Geschäftsbank. Dieses Bankguthaben wandelt sie dann in einem zweiten Schritt in Bargeld um, in Inhaberschuldscheine der Zentralbank. Das Bargeld übergibt sie dem Kunden und reduziert dessen Bankkonto um den ausgezahlten Bargeldbetrag.&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Am Anfang der Bargeldbeschaffung durch den Bankkunden steht also seine Kreditaufnahme bei der Geschäftsbank, seine Verschuldung gegenüber der Geschäftsbank. Der Bankkunde tauscht dann lediglich Geschäftsbanken-Buchgeld gegen Bargeld, Inhaberschuldverschreibungen der Zentralbank. Ein Schuldanerkenntnis wird gegen ein anderes eingetauscht.&amp;quot;''}}Damit Bargeld in Umlauf kommt, müssen somit zwingend verschuldungsbereite Bankkunden vorhanden sein, welche sich einen erhaltenen Kredit bei ihrer Geschäftsbank in Bargeld auszahlen lassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Auch Knapp ging auf den Grundsatz von Schuldgeld ein indem er feststellte, dass die Banknote einer privaten Bank samt ihrem Wert erhalten bleibt, auch wenn die Einlösbarkeit in das gesetzliche Zahlungsmittel nicht mehr gegeben sein sollte. Die Aufschrift auf der Banknote diene lediglich als Merkmal, und beweise höchsten, {{Kasten blass|''„daß die Banknote als Zahlungsversprechen gemeint war, als man sie herstellte“''.}}Damit meinte er ein Zahlungsversprechen auf Goldmünzen lautend. Dies bedeutet, dass die Funktion der Banknote als Zahlungsmittel der privaten Bank erhalten bleibt, auch wenn die Bank bei Vorlage der Banknote keine staatlich geprägten Goldmünzen mehr auszahlen muss. &lt;br /&gt;
Übertragen auf unser heutiges Geldsystem bedeutet dies:&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Giralgeld bleibt allgemein eine Forderung an die Geschäftsbank, auch wenn diese nicht mehr verpflichtet sein sollte, es in Bargeld auszuzahlen.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
Eine solche Situation wäre z. B. vorstellbar, wenn das Bargeld abgeschafft würde. Das Giralgeld wäre dann immer noch eine Forderung an die Bank. Den Sichtguthaben von Bankkunden stehen immer auch Schulden von Kreditkunden der Bank gegenüber. Die Kreditkunden aber benötigen Giralgeld um ihre Schulden zu löschen. Damit ist ein Zwangskreislauf installiert, der für eine immerwährende Nachfrage nach Giralgeld sorgt. Guthabenkunden wie auch Kreditkunden einer Geschäftsbank kann man entsprechend als Zahlungsgemeinschaft betrachten. In dieser Zahlungsgemeinschaft „gilt“ das Giralgeld der Bank als Zahlungsmittel. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Aus den zuvor gemachten Aussagen kann man den logischen Schluss ziehen, dass Giralgeld in erster Linie ein Zahlungsmittel der Zahlungsgemeinschaft einer Geschäftsbank ist. Die Einlösbarkeit in Bargeld ist als sekundäre Eigenschaft anzusehen, da sie nicht zwingend vorhanden sein muss.&lt;br /&gt;
Die heutige Bankbetriebswirtschaft baut ausschließlich auf dem Modell von Schuldgeld auf. &lt;br /&gt;
In der [[Das Geldrätsel: Bankbilanzen heute|Bankbilanz]] werden Vermögenswerte und Schulden aufgeführt. Diese bestehen überwiegend aus Forderungen und Verbindlichkeiten. Die Bank nimmt Zahlungsversprechen ihrer Kreditkunden an und gibt Zahlungsversprechen in Form von Giralgeld an die Kreditkunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wichtig zu erkennen ist, dass die „staatliche Theorie des Geldes“ weder auf Beobachtungen des bestehenden Systems noch auf plausibel erscheinenden Annahmen über dieses System basiert, sondern alleine auf der staatlichen Proklamation des „gesetzlichen Zahlungsmittels“. Das Fundament dieser Theorie, das „gesetzliche Zahlungsmittel“, wird ohne Hinterfragung als existierend betrachtet. Die Aufgabe einer Theorie, einen Ausschnitt der Realität zu beschreiben und zu erklären, wird hier nicht erfüllt. Um eine Gesetzespassage werden Aussagen und Folgerungen so platziert, dass der Eindruck einer plausiblen Theorie entsteht, obwohl es sich nur um eine Fiktion&amp;lt;ref&amp;gt;Wikipedia: ''&amp;quot;Als Fiktion bezeichnet die Rechtswissenschaft die Anordnung des Gesetzes, tatsächliche oder rechtliche Umstände als gegeben zu behandeln, obwohl sie in Wirklichkeit nicht vorliegen. Hierbei kann die Fiktion das genaue Gegenteil der tatsächlichen Umstände als rechtlich verbindlich festlegen.&amp;quot;'' Abruf 30.10.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; handelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als besonders verhängnisvoll erweist sich die Vermischung beider Theorien, auch wenn sie von ansonsten glaubhaften Quellen, wie der &amp;quot;Deutschen Bundesbank&amp;quot; stammen. In Ihrem Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Schule_und_Bildung/geld_und_geldpolitik.pdf?__blob=publicationFile Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;] Ausgabe Frühjahr 2015, Abruf 12.11.2016&amp;lt;/ref&amp;gt; erläutert sie sowohl die Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken, ab Seite 74, wie auch die Vermittlerfunktion der Banken zwischen denjenigen, die Geld sparen wollen und denjenigen, die Geld benötigen, ab Seite 86. Die Vermittlerfunktion geht von der &amp;quot;Ding-Geld-Welt&amp;quot; aus, in welcher eine bestimmte Menge Geld vorhanden ist und dieses teilweise von Sparern den Kreditnehmern zur Verfügung gestellt wird. Diese &amp;quot;Ding-Geld-Welt&amp;quot; basiert noch auf der &amp;quot;staatlichen Theorie des Geldes&amp;quot;. Ein Schwachpunkt der Schuldgeldtheorie zeigt sich jedoch auch umgehend. Wenn Banken selbständig &amp;quot;Geld&amp;quot; schöpfen können, weshalb benötigen sie dann noch Sparer um Kredite zu vergeben? Hier bleibt die Schuldgeldtheorie noch eine Erklärung schuldig, welche im Beitrag &amp;quot;[[Banken ohne Sparer?]]&amp;quot; näher untersucht wird.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
==Fazit==&lt;br /&gt;
Ziel der vorliegenden Schrift war zu klären, ob die „Staatliche Theorie des Geldes“ oder aber die „Theorie vom Schuldgeld“ die Entstehung von „Geld“ zutreffender beschreibt. Anhand der Darstellung des Übergangs vom Goldwährungssystem zum Kreditgeldsystem konnte gezeigt werden, dass über einen langen Zeitraum sowohl das Warengeld wie auch das Kreditgeld parallel existierten. Die 1920 von Georg Friedrich Knapp herausgearbeitete Unterscheidung zwischen „echtem Geld“ und einem „Anspruch auf echtes Geld“ konnte mittels eines Beispiels mit einzelnen Banknoten nochmals verdeutlicht werden. Knapp, als Autor des Werkes „Staatliche Theorie des Geldes“ müsste heute zugestehen, dass wir uns in einem Schuldgeldsystem befinden, in welchem private Zahlungsgemeinschaften maßgebend sind.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die &amp;quot;Staatsgeldtheorie&amp;quot; erweist sich als eine Fiktion ohne Realitätsbezug. Die &amp;quot;Schuldgeldtheorie&amp;quot;  hingegen ist in der Lage, die Realität im heutigen &amp;quot;Geldsystem&amp;quot; widerspruchsfrei zu beschreiben und zu erklären. Ein Defizit der Schuldgeldtheorie besteht jedoch in der Erklärung des offensichtlich immer noch bestehenden Bedarfs an Sparern. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Fatal erweist sich die Vermischung beider Theorien, da dabei jegliche Übersicht verloren geht und nur ein undefinierbares Etwas entsteht, über welches sich die Fachleute, ohne Aussicht auf Erfolg, ewig streiten können. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Schuldgeldtheorie kann auch die Frage nach dem vermeintlichen „Es werde Geld ....“ beantwortet werden. {{Kasten hellbraun|''&amp;quot;Geld der privaten Zahlungsgemeinschaft einer Bank, unser Giralgeld, gründet nicht auf Luft sondern auf den Rückzahlungsversprechen der Kreditnehmer.&amp;quot;''}}Diesem Gedanken zu folgen erfordert jedoch die Abkehr von der Schulweisheit vom Staatsgeld: {{Kasten hellbraun|&amp;quot;''Die Zentralbank als Institution des Staates erzeugt eine bestimmte Menge Geld und leitet dieses über die Geschäftsbanken an die Bevölkerung weiter.''&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Banken_ohne_Sparer%3F&amp;diff=1702</id>
		<title>Banken ohne Sparer?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Banken_ohne_Sparer%3F&amp;diff=1702"/>
				<updated>2019-04-08T17:26:55Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Beitrag &amp;quot;[[Es werde Geld]]&amp;quot; beschrieben können Geschäftsbanken auch ohne vorhergehende Ansammlung von „Spargeldern“ Kredite erteilen. Sind damit Sparer für Banken nicht insgesamt überflüssig oder sogar nachteilig, da sie nur unnötige Kosten verursachen? Ist die Vermittlerfunktion von Banken nur ein Märchen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung von Banken als Vermittler (Intermediär) zwischen denjenigen, die Geld benötigen und denjenigen, die Geld übrig haben, basiert noch auf der Warengeldära. Der Sparer hat 100 Goldmünzen angesammelt und zahlt diese auf sein Sparkonto bei der Bank ein. Diese verleiht anschließend die 100 Goldmünzen an einen Unternehmer, der damit Investitionen tätigt. Daraus ergibt sich zwingend die Reihenfolge, dass zuerst ein Sparguthaben vorhanden sein muss bevor der Unternehmer etwas leihen kann. Nur etwas Vorhandenes kann real ausgeliehen werden. Eine bestimmte Menge „Geld“ wird einfach als vorhanden vorausgesetzt. Der zwingende Zusammenhang zwischen Sparen und Ausleihen wird bereits den Kindern in unseren Schulen vermittelt. Auch im Schülerheft der Deutschen Bundesbank&amp;lt;ref&amp;gt; Deutsche Bundesbank, Geld und Geldpolitik, Schülerbuch für die Sekundarstufe II, Stand 24.05.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Vermittlerfunktion der Banken ausführlich beschrieben. Viele Fachbücher beschreiben ebenfalls noch diese Funktion, obwohl nach der Schuldgeldtheorie im heutigen Bankensystem Sparer eigentlich überflüssig sind. Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären und gegebenenfalls auflösen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warengeld/Kreditgeld ===&lt;br /&gt;
Ein reines Warengeldsystem, wie zuvor vorausgesetzt, dürfte in der Geschichte zu den Ausnahmeerscheinungen zählen. So wurde wohl zu allen Zeiten neben Warengeld auch mit Kreditgeld gearbeitet. Goldschmiede, Handelshäuser und später auch Banken nahmen Gold- und Silbermünzen entgegen und stellten für die übergebenen Münzen Quittungen aus. Diese Quittungen zirkulierten in der Wirtschaft wie die ursprünglichen Münzen als &amp;quot;Geld&amp;quot;. Die gehorteten Münzen wurden dann teilweise an Wirtschaftsteilnehmer mit Geldbedarf ausgeliehen. Diese mussten sich jedoch verpflichten, den ausgeliehenen Betrag zu einem vereinbarten Termin zurückzuzahlen. Einfacher gestaltete es sich jedoch, wenn der Darlehensnehmer zusätzlich erstellte Quittungen als Darlehensbetrag akzeptierte. &lt;br /&gt;
Auch die [[Das Geldrätsel: Bank von England|Bank von England]] begann ihren Geschäftsbetrieb sowohl mit dem Ausleihen von Goldmünzen wie auch gleichzeitig mit der Ausgabe von zusätzlichen Banknoten. Die Darlehensnehmer mussten sich sich zur Rückzahlung des entliehenen Betrages einschließlich Zinsen verpflichten. Diese Mischung aus Warengeld und Kreditgeld, bei den zusätzlichen Banknoten sprechen wir von Kreditgeld, existiert heute nicht mehr. Wir sind in einem reinen Kreditgeldsystem angelangt. Jedoch werden die Begriffe aus der Warengeldära auch heute noch verwendet, obwohl die Grundlage dazu nicht mehr existiert. So wird teilweise noch davon ausgegangen,  dass auf dem Konto bei der Bank &amp;quot;Geld liegt&amp;quot;. Folglich unterstellt man der Vermittlungstheorie, dass von einem Konto &amp;quot;Geld&amp;quot; verschwinden muss, wenn es nach einem Kreditvertrag zugunsten des Kreditnehmers auf dessen Girokonto zusätzlich auftaucht. So glaubt ein Hochschulprofessor&amp;lt;ref&amp;gt;Richard A. Werner, Professor of International Banking an der Universität Southampton in seiner Schrift &amp;quot;Can banks individually create money out of nothing?&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Nichtigkeit der Vermittlungstheorie empirisch damit nachweisen zu können, dass bei einem Kreditvorgang zwar neues &amp;quot;Geld&amp;quot; auf dem Girokonto des Kreditnehmers auftaucht, dieser Betrag aber von keinem Sparkonto abgezogen wurde&amp;lt;ref&amp;gt; Richard A. Werner: ''&amp;quot;We now would like to analyse the balance sheet in order to see whether this new loan of €235,071.88 was withdrawn from other accounts at the bank, or how else it was funded.&amp;quot;''&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ist damit die Vermittlungstheorie hinfällig? Horten die Banken unnötigerweise teure Spargelder? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Refinanzierung/Liquidität===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Kreditvorgang nicht auf vorhandene Spargelder zurückgreift, lassen die Bankenbilanzen erkennen, dass erhebliche längerfristige Verpflichtungen, also Spargelder, auf der Passivseite stehen. Die Passivseite wird deshalb vielfach als Refinanzierungsquelle angesehen, die Mittel zur Kreditvergabe bereitstellt. Was ist unter dem Begriff '''Refinanzierung''' zu verstehen? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als [[Das Geldrätsel: Refinanzierung|&amp;quot;Refinanzierung&amp;quot;]] wird in der Fachsprache die Beschaffung von Mitteln zur Vergabe von Krediten genannt. Nun wurde aber im Beitrag &amp;quot;[[Es werde Geld]]&amp;quot; gezeigt, dass Geschäftsbanken auch ohne '''vorhergehende''' Ansammlung von „Spargeldern“ Kredite erteilen können. Was '''nach''' der Krediterteilung geschieht wurde dort bisher ausgeblendet. Um zu einer tragfähigen Bewertung des Kreditvorganges zu gelangen sind aber auch die indirekten Folgen des Kreditvorgangs zu beachten, auch wenn sich diese erst später zeigen. Zielführend erscheint deshalb ein Modell, bei welchem die Liquidität und damit zusammenhängend die Fristen der Forderungen/Verbindlichkeiten mit untersucht werden&amp;lt;ref&amp;gt;In Anlehnung an die &amp;quot;ceteris paribus&amp;quot; - Annahme, &amp;quot;unter sonst gleichen Bedingungen&amp;quot;. Um aus dem Modell eindeutige Beziehung zwischen Ursachen und Wirkungen ablesen zu können, müssen die Auswirkungen eindeutig auf die Krediterteilung zurückzuführen sein. Andere Einflüsse müssen also ausgeschlossen sein bzw. konstant gehalten werden. Was bei naturwissenschaftlichen Experimenten noch relativ einfach erscheint, stößt bei der Verwendung im Geldwesen auf einige Schwierigkeiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Vergibt eine Bank einen Kredit über 10.000 € mit einer Laufzeit von 1 Jahr, so entsteht für sie ein Fristenrisiko. Während der Kreditnehmer sofort mit dem Bankguthaben Einkäufe bezahlen kann, muss die Bank 1 Jahr auf die Rückzahlung der Kreditsumme warten. Diesen Nachteil kann sie ausgleichen, in dem sie z. B. einen anderen Kreditkunden dazu bewegt, auf die Inanspruchnahme seines Bankguthabens in Höhe von 10.000 €, ebenfalls für 1 Jahr, zu verzichten. Dieser Kunde spart dann.&amp;lt;ref&amp;gt;Es liegt dann eine fristenkonqruente Refinanzierung vor. Es herrscht Übereinstimmung der Beträge und Fristen von Kapitalbindung und Kapitalüberlassung&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Es muss dazu also bei der Vermittlerfunktion kein &amp;quot;Geldbestand&amp;quot; verringert werden, sondern es reicht eine Umschichtung mit unterschiedlichen Fristen&amp;lt;ref&amp;gt;Offensichtlich ist dieser grundlegende Zusammenhang dem vorgenannten Hochschulprofessor nicht bekannt gewesen, da er seinen empirischen Gegenbeweis auf seiner Unkenntnis über die Funktion von Bankkonten aufbaut.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Fall ist zu beachten, wenn der Kreditnehmer sein Bankguthaben bar abheben will. Die Bank muss sich dann Bargeld bei der Zentralbank besorgen. Dazu muss sie Aktiva an diese verkaufen oder aber einen Kredit für den Zeitraum von 1 Jahr bei dieser aufnehmen.&lt;br /&gt;
Will der Kreditnehmer sein Guthaben zur Zahlung einer Rechnung an eine andere Bank überweisen, muss die Bank sich Mittel besorgen um diese Überweisung tätigen zu können. Im einfachsten Fall nimmt sie dazu ebenfalls einen Kredit bei der Zentralbank auf oder aber einen Kredit bei der Empfängerbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wesentlichen Auswirkungen einer Kreditvergabe werden leichter erkennbar, wenn man die Zahlungsfähigkeit (Liquidität) einer Bank betrachtet. Soll diese durch einen Kredit nicht verschlechtert werden, muss die Bank sich refinanzieren, durch Aufnahme von Krediten bei der Zentralbank, anderen Banken oder aber bei eigenen Kunden. Jedoch wirken sich in erheblichem Maß auch Zahlungsrückflüsse von Kreditkunden sowie Überweisungen von anderen Banken auf die Zahlungsfähigkeit aus. Die Banken sind dazu übergegangen, nicht jeden einzelnen Kredivertrag im Hinblick auf eine Refinanzierung zu betrachten sondern die gesamte Finanzsituation der Bank nach [[Das Geldrätsel: Liquidität|Liquiditätsgesichtspunkten]] zu bewerten. Neben der Rentabilität und der Sicherheit ist die Liquidität eine der tragenden Säulen einer Bank, die zumindest zur Rentabilität in einem Konfliktverhältnis steht. Eine Grundforderung der Bankpolitik lautet deshalb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|&amp;quot;So rentabel wie möglich und so liquide wie nötig.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanzen heute ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilanz_Sparda.png|rechts|350px]]Untersuchungen von Bankbilanzen zeigen nun, dass die Banken auch heute noch, zumindest teilweise, eine Vermittlerfunktion ausüben. So stehen z. B. in der Bilanz der Sparda-Bank von 2013 Krediten an Kunden in Höhe von 10,7 Mrd € Sparguthaben von 5,9 Mrd € (10,6 - 4,7) gegenüber. Es ist wohl anzunehmen, dass die Sparda-Bank ihren Sparkunden nicht aus Freude am Schenken Zinsen zahlt, sondern das handfeste betriebliche Forderungen sie dazu zwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsbanken-€ ===&lt;br /&gt;
Um die real existierenden Zwänge zur Förderung von Sparkonten zu ergründen ist das Modell von Banken ohne Bargeld hilfreich. In dem Modell existieren zwei Banken, die Kreditbank und die Handelsbank. Zum Beispiel bilden sämtliche Kunden der Kreditbank die Zahlungsgemeinschaft Kreditbank, d. h. das Giralgeld der Kreditbank besitzt nur Gültigkeit bei den Kunden der Kreditbank. Dieses Giralgeld, nennen wir es Kreditbank-€, kann den Kontenbereich der Kreditbank nicht verlassen. Das Giralgeld stellt eine Forderung an die Kreditbank dar. Beim Entstehen dieses Giralgeldes sind auch gleichzeitig betragsmäßig gleich hohe Kredite von Kreditbankkunden entstanden. Die Kreditbankkunden aber benötigen nach Ablauf der Kreditlaufzeit Kreditbank-€ um ihre Schulden zu tilgen. Damit ist ein Zwangskreislauf installiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Ausnahme bildet der Kauf von Wertpapieren oder Sachgütern durch den Bankensektor. Hierbei entstehen nur Verbindlichkeiten der Kreditbank gegenüber ihren Kunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überweisung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:13Bilanzen, zwei Banken-vereinfachte Darstellung.png|rechts|600px]]Soll eine Überweisung von Anton, einem Kunden der Kreditbank  zu Benno, einem Kunden der Handelsbank vorgenommen werden, so muss die Kreditbank einen Kredit über 4.500 € bei der Handelsbank aufnehmen. Die Einzelschritte können unter [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] nachvollzogen werden. Das Guthaben der Kreditbank bei der Handelsbank wird sodann von der Handelsbank auf Bennos Konto überwiesen. Danach verbleibt bei der  Handelsbank eine Forderung von 4.500 € an die Kreditbank, und bei der Kreditbank eine Verbindlichkeit (Schuld) gegenüber der Handelsbank. Erforderlich ist diese Kreditaufnahme unter den Banken, da Kreditbank-€ nur Gültigkeit bei der Kreditbank besitzen und Handelsbank-€ nur Gültigkeit bei den Kunden der Handelsbank haben. Würde die Handelsbank auf Wunsch der Kreditbank Benno 4.500 € auf seinem Konto gutschreiben ohne eine zuvor erfolgte Kreditaufnahme der Kreditbank, so wäre dies für die Kreditbank von großem Vorteil, da sie Ihre Verpflichtung gegenüber Anton auf die Handelsbank übertragen hat ohne selbst eine neue Verpflichtung eingegangen zu sein. Ihre Schuld gegenüber Anton hätte sie der Handelsbank aufgebürdet. Deshalb wird die Handelsbank die Überweisung nur ausführen, wenn die Kreditbank sich im Gegenzug bei ihr verschuldet. Die oben stehende Abbildung zeigt die betroffenen Bilanzänderungen nach erfolgter Kreditaufnahme und Überweisung. Die Einschaltung der Zentralbank bei einer Überweisung ändert an diesen grundsätzlichen Überlegungen nichts, da die Zentralbank dann lediglich als Vermittler mit eigenen Zentralbank-€, dem [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner#Überweisung mit Zentralbank|Zentralbank-Buchgeld]] auftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beträchtlich vermindert wird der Bedarf an gegenseitigen Kreditaufnahmen durch gegenläufige Überweisungen der Banken untereinander sowie durch Einschaltung von Verrechnungsstellen. Durchschnittlich verbleibt jedoch ein Grundblock an Kreditaufnahmen zwischen den Banken mit Einbeziehung der Zentralbank in der Größenordnung von ca. 30 % der  Bilanzsummen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deshalb Sparer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der oben genannten Devise  &amp;quot;So rentabel wie möglich und so liquide wie nötig&amp;quot; muss die Bank bestrebt sein, jederzeit zahlungsfähig zu bleiben, d. h. auch unerwarteten Mittelabflüssen gegenüber gewappnet zu sein. Andererseits möchte sie jedoch auch möglichst profitabel arbeiten. In der [[Das Geldrätsel: Kreditwesengesetz#Liquidität|Liquiditätsregulierung]] sind die grundlegenden Forderungen an die Liquidität einer Bank aus Sicht der Aufsichtsbehörden festgelegt. Danach müssen Banken ihre Mittel so anlegen, dass sie künftige Zahlungsausgänge mit den künftigen Zahlungseingängen bedienen können und auch noch eine Reserve für unerwartete Mittelabflüsse besitzen.&lt;br /&gt;
Ihre Liquiditätslage kann die Bank verbessern, in dem sie Mittel im Bereich ihrer Bank bindet, z. B. Kunden durch Sparangebote zur längerfristigen Stilllegung ihrer Forderungen an die Bank veranlasst. Für die Anlagedauer werden diese Mittel die Bank nicht verlassen und somit nicht zu einem liquiditätsmindernden Mittelabfluss führen.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus dem Beispiel der Überweisung von Anton an Benno wird ersichtlich, dass die Kreditbank z. B. kein Interesse daran haben kann, dauerhaft nur Überweisungen an andere Banken auszuführen, da sie sich dadurch gegenüber dem Bankensystem erheblich verschulden würde. In einer Krisensituation , wenn das Bankensystem die Interbankenkredite zurückführt, wären ernsthafte Zahlungsprobleme unausweichlich. Sparkunden reagieren hingegen nicht so hektisch, da ihnen eine vermeintliche Sicherheit durch Sicherungsfonds geboten wird. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nehmen Banken Kredite bei anderen Banken auf, sind vielfach Sicherheiten zu hinterlegen, ähnlich wie auch der Bankkunde in der Regel Sicherheiten hinterlegen muss, wenn er einen Kredit von seiner Bank haben will. Vorteilhaft für die Banken erweist sich die Mittelbeschaffung bei eigenen Bankkunden auch deshalb, da für diese keine Sicherheiten hinterlegt werden müssen. Hier reicht die pauschale gesetzliche Einlagensicherung. Es liegt deshalb im Interesse der überwiegenden Anzahl an Banken, einen gewissen Stock an Sparanlagen von Bankkunden zu besitzen, um den Mittelabfluss an andere Banken zu begrenzen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise und Fußnoten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Banken_ohne_Sparer%3F&amp;diff=1701</id>
		<title>Banken ohne Sparer?</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Banken_ohne_Sparer%3F&amp;diff=1701"/>
				<updated>2019-04-07T21:18:11Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie im Beitrag &amp;quot;[[Es werde Geld]]&amp;quot; beschrieben können Geschäftsbanken auch ohne vorhergehende Ansammlung von „Spargeldern“ Kredite erteilen. Sind damit Sparer für Banken nicht insgesamt überflüssig oder sogar nachteilig, da sie nur unnötige Kosten verursachen? Ist die Vermittlerfunktion von Banken nur ein Märchen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Vorstellung von Banken als Vermittler (Intermediär) zwischen denjenigen, die Geld benötigen und denjenigen, die Geld übrig haben, basiert noch auf der Warengeldära. Der Sparer hat 100 Goldmünzen angesammelt und zahlt diese auf sein Sparkonto bei der Bank ein. Diese verleiht anschließend die 100 Goldmünzen an einen Unternehmer, der damit Investitionen tätigt. Daraus ergibt sich zwingend die Reihenfolge, dass zuerst ein Sparguthaben vorhanden sein muss bevor der Unternehmer etwas leihen kann. Nur etwas Vorhandenes kann real ausgeliehen werden. Eine bestimmte Menge „Geld“ wird einfach als vorhanden vorausgesetzt. Der zwingende Zusammenhang zwischen Sparen und Ausleihen wird bereits den Kindern in unseren Schulen vermittelt. Auch im Schülerheft der Deutschen Bundesbank&amp;lt;ref&amp;gt; Deutsche Bundesbank, Geld und Geldpolitik, Schülerbuch für die Sekundarstufe II, Stand 24.05.2015&amp;lt;/ref&amp;gt; wird die Vermittlerfunktion der Banken ausführlich beschrieben. Viele Fachbücher beschreiben ebenfalls noch diese Funktion, obwohl nach der Schuldgeldtheorie im heutigen Bankensystem Sparer eigentlich überflüssig sind. Wie lässt sich dieser Widerspruch erklären und gegebenenfalls auflösen?&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Warengeld/Kreditgeld ===&lt;br /&gt;
Ein reines Warengeldsystem, wie zuvor vorausgesetzt, dürfte in der Geschichte zu den Ausnahmeerscheinungen zählen. So wurde wohl zu allen Zeiten neben Warengeld auch mit Kreditgeld gearbeitet. Goldschmiede, Handelshäuser und später auch Banken nahmen Gold- und Silbermünzen entgegen und stellten für die übergebenen Münzen Quittungen aus. Diese Quittungen zirkulierten in der Wirtschaft wie die ursprünglichen Münzen als &amp;quot;Geld&amp;quot;. Die gehorteten Münzen wurden dann teilweise an Wirtschaftsteilnehmer mit Geldbedarf ausgeliehen. Diese mussten sich jedoch verpflichten, den ausgeliehenen Betrag zu einem vereinbarten Termin zurückzuzahlen. Einfacher gestaltete es sich jedoch, wenn der Darlehensnehmer zusätzlich erstellte Quittungen als Darlehensbetrag akzeptierte. &lt;br /&gt;
Auch die [[Das Geldrätsel: Bank von England|Bank von England]] begann ihren Geschäftsbetrieb sowohl mit dem Ausleihen von Goldmünzen wie auch gleichzeitig mit der Ausgabe von zusätzlichen Banknoten. Die Darlehensnehmer mussten sich sich zur Rückzahlung des entliehenen Betrages einschließlich Zinsen verpflichten. Diese Mischung aus Warengeld und Kreditgeld, bei den zusätzlichen Banknoten sprechen wir von Kreditgeld, existiert heute nicht mehr. Wir sind in einem reinen Kreditgeldsystem angelangt. Jedoch werden die Begriffe aus der Warengeldära auch heute noch verwendet, obwohl die Grundlage dazu nicht mehr existiert. So wird teilweise noch davon ausgegangen,  dass auf dem Konto bei der Bank &amp;quot;Geld liegt&amp;quot;. Folglich unterstellt man der Vermittlungstheorie, dass von einem Konto &amp;quot;Geld&amp;quot; verschwinden muss, wenn es nach einem Kreditvertrag zugunsten des Kreditnehmers auf dessen Girokonto zusätzlich auftaucht. So glaubt ein Hochschulprofessor&amp;lt;ref&amp;gt;Richard A. Werner, Professor of International Banking an der Universität Southampton in seiner Schrift &amp;quot;Can banks individually create money out of nothing?&amp;quot;.&amp;lt;/ref&amp;gt;, die Nichtigkeit der Vermittlungstheorie empirisch damit nachweisen zu können, dass bei einem Kreditvorgang zwar neues &amp;quot;Geld&amp;quot; auf dem Girokonto des Kreditnehmers auftaucht, dieser Betrag aber von keinem Sparkonto abgezogen wurde&amp;lt;ref&amp;gt; Richard A. Werner: ''&amp;quot;We now would like to analyse the balance sheet in order to see whether this new loan of €235,071.88 was withdrawn from other accounts at the bank, or how else it was funded.&amp;quot;''&amp;lt;/ref&amp;gt;. Ist damit die Vermittlungstheorie hinfällig? Horten die Banken unnötigerweise teure Spargelder? &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Refinanzierung/Liquidität===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Obwohl der Kreditvorgang nicht auf vorhandene Spargelder zurückgreift, lassen die Bankenbilanzen erkennen, dass erhebliche längerfristige Verpflichtungen, also Spargelder, auf der Passivseite stehen. Die Passivseite wird deshalb vielfach als Refinanzierungsquelle angesehen, die Mittel zur Kreditvergabe bereitstellt. Was ist unter dem Begriff '''Refinanzierung''' zu verstehen? &lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Als [[Das Geldrätsel: Refinanzierung|&amp;quot;Refinanzierung&amp;quot;]] wird in der Fachsprache die Beschaffung von Mitteln zur Vergabe von Krediten genannt. Nun wurde aber im Beitrag &amp;quot;[[Es werde Geld]]&amp;quot; gezeigt, dass Geschäftsbanken auch ohne '''vorhergehende''' Ansammlung von „Spargeldern“ Kredite erteilen können. Was '''nach''' der Krediterteilung geschieht wurde dort bisher ausgeblendet. Um zu einer tragfähigen Bewertung des Kreditvorganges zu gelangen sind aber auch die indirekten Folgen des Kreditvorgangs zu beachten, auch wenn sich diese erst später zeigen. Zielführend erscheint deshalb ein Modell, bei welchem die Liquidität und damit zusammenhängend die Fristen der Forderungen/Verbindlichkeiten mit untersucht werden&amp;lt;ref&amp;gt;In Anlehnung an die &amp;quot;ceteris paribus&amp;quot; - Annahme, &amp;quot;unter sonst gleichen Bedingungen&amp;quot;. Um aus dem Modell eindeutige Beziehung zwischen Ursachen und Wirkungen ablesen zu können, müssen die Auswirkungen eindeutig auf die Krediterteilung zurückzuführen sein. Andere Einflüsse müssen also ausgeschlossen sein bzw. konstant gehalten werden. Was bei naturwissenschaftlichen Experimenten noch relativ einfach erscheint, stößt bei der Verwendung im Geldwesen auf einige Schwierigkeiten.&amp;lt;/ref&amp;gt;. Vergibt eine Bank einen Kredit über 10.000 € mit einer Laufzeit von 1 Jahr, so entsteht für sie ein Fristenrisiko. Während der Kreditnehmer sofort mit dem Bankguthaben Einkäufe bezahlen kann, muss die Bank 1 Jahr auf die Rückzahlung der Kreditsumme warten. Diesen Nachteil kann sie ausgleichen, in dem sie z. B. einen anderen Kreditkunden dazu bewegt, auf die Inanspruchnahme seines Bankguthabens in Höhe von 10.000 €, ebenfalls für 1 Jahr, zu verzichten. Dieser Kunde spart dann.&amp;lt;ref&amp;gt;Es liegt dann eine fristenkonqruente Refinanzierung vor. Es herrscht Übereinstimmung der Beträge und Fristen von Kapitalbindung und Kapitalüberlassung&amp;lt;/ref&amp;gt;  &lt;br /&gt;
Es muss dazu also bei der Vermittlerfunktion kein &amp;quot;Geldbestand&amp;quot; verringert werden, sondern es reicht eine Umschichtung mit unterschiedlichen Fristen&amp;lt;ref&amp;gt;Offensichtlich ist dieser grundlegende Zusammenhang dem vorgenannten Hochschulprofessor nicht bekannt gewesen, da er seinen empirischen Gegenbeweis auf seiner Unkenntnis über die Funktion von Bankkonten aufbaut.&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Ein anderer Fall ist zu beachten, wenn der Kreditnehmer sein Bankguthaben bar abheben will. Die Bank muss sich dann Bargeld bei der Zentralbank besorgen. Dazu muss sie Aktiva an diese verkaufen oder aber einen Kredit für den Zeitraum von 1 Jahr bei dieser aufnehmen.&lt;br /&gt;
Will der Kreditnehmer sein Guthaben zur Zahlung einer Rechnung an eine andere Bank überweisen, muss die Bank sich Mittel besorgen um diese Überweisung tätigen zu können. Im einfachsten Fall nimmt sie dazu ebenfalls einen Kredit bei der Zentralbank auf oder aber einen Kredit bei der Empfängerbank.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die wesentlichen Auswirkungen einer Kreditvergabe werden leichter erkennbar, wenn man die Zahlungsfähigkeit (Liquidität) einer Bank betrachtet. Soll diese durch einen Kredit nicht verschlechtert werden, muss die Bank sich refinanzieren, durch Aufnahme von Krediten bei der Zentralbank, anderen Banken oder aber bei eigenen Kunden. Jedoch wirken sich in erheblichem Maß auch Zahlungsrückflüsse von Kreditkunden sowie Überweisungen von anderen Banken auf die Zahlungsfähigkeit aus. Die Banken sind dazu übergegangen, nicht jeden einzelnen Kredivertrag im Hinblick auf eine Refinanzierung zu betrachten sondern die gesamte Finanzsituation der Bank nach [[Das Geldrätsel: Liquidität|Liquiditätsgesichtspunkten]] zu bewerten. Neben der Rentabilität und der Sicherheit ist die Liquidität eine der tragenden Säulen einer Bank, die zumindest zur Rentabilität in einem Konfliktverhältnis steht. Eine Grundforderung der Bankpolitik lautet deshalb:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Kasten hellbraun|&amp;quot;So rentabel wie möglich und so liquide wie nötig.&amp;quot;}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Bilanzen heute ===&lt;br /&gt;
[[Datei:Bilanz_Sparda.png|rechts|350px]]Untersuchungen von Bankbilanzen zeigen nun, dass die Banken auch heute noch, zumindest teilweise, eine Vermittlerfunktion ausüben. So stehen z. B. in der Bilanz der Sparda-Bank von 2013 Krediten an Kunden in Höhe von 10,7 Mrd € Sparguthaben von 5,9 Mrd € (10,6 - 4,7) gegenüber. Es ist wohl anzunehmen, dass die Sparda-Bank ihren Sparkunden nicht aus Freude am Schenken Zinsen zahlt, sondern das handfeste betriebliche Forderungen sie dazu zwingen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Geschäftsbanken-€ ===&lt;br /&gt;
Um die real existierenden Zwänge zur Förderung von Sparkonten zu ergründen ist das Modell von Banken ohne Bargeld hilfreich. In dem Modell existieren zwei Banken, die Kreditbank und die Handelsbank. Zum Beispiel bilden sämtliche Kunden der Kreditbank die Zahlungsgemeinschaft Kreditbank, d. h. das Giralgeld der Kreditbank besitzt nur Gültigkeit bei den Kunden der Kreditbank. Dieses Giralgeld, nennen wir es Kreditbank-€, kann den Kontenbereich der Kreditbank nicht verlassen. Das Giralgeld stellt eine Forderung an die Kreditbank dar. Beim Entstehen dieses Giralgeldes sind auch gleichzeitig betragsmäßig gleich hohe Kredite von Kreditbankkunden entstanden. Die Kreditbankkunden aber benötigen nach Ablauf der Kreditlaufzeit Kreditbank-€ um ihre Schulden zu tilgen. Damit ist ein Zwangskreislauf installiert.&amp;lt;ref&amp;gt;Eine Ausnahme bildet der Kauf von Wertpapieren oder Sachgütern durch den Bankensektor. Hierbei entstehen nur Verbindlichkeiten der Kreditbank gegenüber ihren Kunden.&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Überweisung ===&lt;br /&gt;
[[Datei:13Bilanzen, zwei Banken-vereinfachte Darstellung.png|rechts|600px]]Soll eine Überweisung von Anton, einem Kunden der Kreditbank  zu Benno, einem Kunden der Handelsbank vorgenommen werden, so muss die Kreditbank einen Kredit über 4.500 € bei der Handelsbank aufnehmen. Die Einzelschritte können unter [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner|Bilanzen der Geschäftspartner]] nachvollzogen werden. Das Guthaben der Kreditbank bei der Handelsbank wird sodann von der Handelsbank auf Bennos Konto überwiesen. Danach verbleibt bei der  Handelsbank eine Forderung von 4.500 € an die Kreditbank, und bei der Kreditbank eine Verbindlichkeit (Schuld) gegenüber der Handelsbank. Erforderlich ist diese Kreditaufnahme unter den Banken, da Kreditbank-€ nur Gültigkeit bei der Kreditbank besitzen und Handelsbank-€ nur Gültigkeit bei den Kunden der Handelsbank haben. Würde die Handelsbank auf Wunsch der Kreditbank Benno 4.500 € auf seinem Konto gutschreiben ohne eine zuvor erfolgte Kreditaufnahme der Kreditbank, so wäre dies für die Kreditbank von großem Vorteil, da sie Ihre Verpflichtung gegenüber Anton auf die Handelsbank übertragen hat ohne selbst eine neue Verpflichtung eingegangen zu sein. Ihre Schuld gegenüber Anton hätte sie der Handelsbank aufgebürdet. Deshalb wird die Handelsbank die Überweisung nur ausführen, wenn die Kreditbank sich im Gegenzug bei ihr verschuldet. Die oben stehende Abbildung zeigt die betroffenen Bilanzänderungen nach erfolgter Kreditaufnahme und Überweisung. Die Einschaltung der Zentralbank bei einer Überweisung ändert an diesen grundsätzlichen Überlegungen nichts, da die Zentralbank dann lediglich als Vermittler mit eigenen Zentralbank-€, dem [[Das Geldrätsel: Bilanzen der Geschäftspartner#Überweisung mit Zentralbank|Zentralbank-Buchgeld]] auftritt. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Beträchtlich vermindert wird der Bedarf an gegenseitigen Kreditaufnahmen durch gegenläufige Überweisungen der Banken untereinander sowie durch Einschaltung von Verrechnungsstellen. Durchschnittlich verbleibt jedoch ein Grundblock an Kreditaufnahmen zwischen den Banken mit Einbeziehung der Zentralbank in der Größenordnung von ca. 30 % der  Bilanzsummen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
=== Deshalb Sparer ===&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach der oben genannten Devise  &amp;quot;So rentabel wie möglich und so liquide wie nötig&amp;quot; muss die Bank bestrebt sein, jederzeit zahlungsfähig zu bleiben, d. h. auch unerwarteten Mittelabflüssen gegenüber gewappnet zu sein. Andererseits möchte sie jedoch auch möglichst profitabel arbeiten. In der [[Das Geldrätsel: Kreditwesengesetz#Liquidität|Liquiditätsregulierung]] sind die grundlegenden Forderungen an die Liquidität einer Bank aus Sicht der Aufsichtsbehörden festgelegt. Danach müssen Banken ihre Mittel so anlegen, dass sie künftige Zahlungsausgänge mit den künftigen Zahlungseingängen bedienen können und auch noch eine Reserve für unerwartete Mittelabflüsse besitzen.&lt;br /&gt;
Ihre Liquiditätslage kann die Bank verbessern, in dem sie Mittel im Bereich ihrer Bank bindet, z. B. Kunden durch Sparangebote zur längerfristigen Stilllegung ihrer Forderungen an die Bank veranlasst. Für die Anlagedauer werden diese Mittel die Bank nicht verlassen und somit nicht zu einem liquiditätsmindernden Mittelabfluss führen.&lt;br /&gt;
   &lt;br /&gt;
Aus dem Beispiel der Überweisung von Anton an Benno wird ersichtlich, dass die Kreditbank z. B. kein Interesse daran haben kann, dauerhaft nur Überweisungen an andere Banken auszuführen, da sie sich dadurch gegenüber dem Bankensystem erheblich verschulden würde. In einer Krisensituation , wenn das Bankensystem die Interbankenkredite zurückführt, wären ernsthafte Zahlungsprobleme unausweichlich. Sparkunden reagieren hingegen nicht so hektisch, da ihnen eine vermeintliche Sicherheit durch Sicherungsfonds geboten wird. Vorteilhaft für die Banken ist diese Art der Mittelbeschaffung auch, da die Banken keine Sicherheiten für die Sparer vorhalten müssen. Es liegt deshalb im Interesse der überwiegenden Anzahl an Banken, einen gewissen Stock an Sparanlagen von Bankkunden zu besitzen, um den Mittelabfluss an andere Banken zu begrenzen.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise und Fußnoten==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Liquidit%C3%A4t_der_Banken&amp;diff=1700</id>
		<title>Das Geldrätsel: Liquidität der Banken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Liquidit%C3%A4t_der_Banken&amp;diff=1700"/>
				<updated>2019-04-07T20:44:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das_Geldrätsel: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Das_Geldrätsel:_Liquidität &lt;br /&gt;
|nach_oben=Das_Geldrätsel:_Liquidität&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das_Geldrätsel:_Wicksellsche Idealbank&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erhalt der Zahlungsfähigkeit (Liquidität) einer Bank ist neben der Erzielung von Gewinn und der Sicherheit der Bankeinlagen ein Hauptziel der Bankpolitik.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Ludwig Mülhaupt&lt;br /&gt;
 | Titel=Einführung in die BWL der Banken&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=Gabler&lt;br /&gt;
 | Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
 | Jahr=1980&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-409-42133-5&lt;br /&gt;
}} Seite 196.&amp;lt;/ref &amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Cristoph Dürrnagel&lt;br /&gt;
 | Titel=Das Liquiditätsrisikomanagement in Banken&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag=Diplomica Verlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-8428-0916-1&lt;br /&gt;
}} Seite 27.&amp;lt;/ref &amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe hierzu auch &amp;quot;Ziel der Bankenaufsicht&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;''&amp;quot;Um einerseits jederzeit zahlungsfähig und gegen unerwartete Mittelabflüsse gewappnet zu sein und anderer-seits auch profitabel zu wirtschaf-ten, haben die Banken nach der Devise zu handeln: So liquide wie nötig, so rentabel wie möglich''.&amp;quot;[https://www.bundesbank.de/resource/blob/606038/c0364dd6034eb7e0c9230b77ed995c06/mL/geld-und-geldpolitik-data.pdf Geld und Geldpolitik]Ausgabe 2017, Seite 119, Abruf 07.04.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; im Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot; der Deutschen Bundesbank und die Erläuterungen der Deutschen Bundesbank &lt;br /&gt;
zur &amp;quot;Liquiditätsregulierung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bankenaufsicht/einzelaspekte/liquiditaet Liquidität] Ziel bankaufsichtlicher Liquiditätsvorschriften, Abruf 07.04.2019 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Als einfachste Lösung für das Liquiditätsproblem erscheint die Einhaltung der [[Das Geldrätsel: Goldene Bankregel|&amp;quot;Goldenen Bankregel&amp;quot;]] durch die Banken.&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|'''Eine Bank vergibt nur den Kredit, den sie zuvor selbst erhalten hat.'''}}&lt;br /&gt;
Nach dieser Regel wären die Banken tatsächlich nur als reine Kreditvermittler tätig. Durch einige Besonderheiten, die eine Bank von einem sonstigen Wirtschaftsunternehmen unterscheidet, können Banken jedoch ohne größere Risiken von dieser Regel Abstand nehmen. Diese Besonderheiten werden in den nachfolgenden Kapiteln noch erläutert. Die &amp;quot;Goldene Bankregel&amp;quot; wurde aus vorgenanntem Grunde abgewandelt in:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|'''Die Bank muss jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können.'''}}&lt;br /&gt;
Auch wenn sich diese Aussagen vordergründig nicht groß unterscheiden, liegen für das Bankensystem Welten dazwischen. Die aus der Begrenzung auf die Zahlungsverpflichtung entstandenen eingeschränkten Forderungen können im Artikel [[Das Geldrätsel: Kreditwesengesetz#Liquidität|&amp;quot;Liquiditätsregulierung&amp;quot;]] nachgelesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Das Geldrätsel:_Amsterdamer_Wechselbank|Amsterdamer Wechselbank]], auf dem Gebiet des Buchgeldes Vorbild auch für unsere heutigen Banken, nahm von ihren Kunden „echtes Geld“ in Form von werthaltigen Münzen aus Gold oder Silber entgegen. Den Wert dieser Münzen notierte sie auf Kontenblättern, jeweils ein Blatt pro Kunde. Die Eintragungen auf diesen Kontenblättern lauteten auf „Bankgulden“, eine reine Buchgeldwährung, d. h. Münzen oder Geldscheine mit der Einheit „Bankgulden“ existierten nie. Zahlungen innerhalb der Kundschaft der Bank konnten durch Umschreibung auf den Kontenblättern durchgeführt werden. Solange der Gegenwert der Bankgulden in Form von „echtem Geld“ im Tresor der Bank lag, konnten bei der Bank keine Zahlungsprobleme entstehen. Auf Anforderung zur Auszahlung konnte einem jeden Kunden sein Guthaben in bar ausgezahlt werden, die Bank war jederzeit &amp;quot;liquide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kredite==&lt;br /&gt;
Eine neue Situation entstand erst, wenn die Bank Kredite erteilte.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Fall der Amsterdamer Wechselbank Kredite an die Stadt Amsterdam , die Bank Von Leening und an die Holländische Ostindiengesellschaft&amp;lt;/ref&amp;gt;  Erhielt ein Kunde einen Kredit, so musste er in der Regel ein Pfand hinterlegen. Der Wert dieses Pfandes musste höher als der Kreditbetrag sein. Zahlte der Kunde den Kredit nicht fristgemäß zurück, so konnte die Bank den Pfandgegenstand verkaufen und aus dem Erlös den Kreditbetrag begleichen. Es waren nun mehr Bankgulden in den Büchern vorhanden, als an echtem Geld im Tresor lag. Der Fehlbetrag war indes durch das Pfand gedeckt. Hätten zu diesem Zeitpunkt sämtliche Kunden ihre Einlagen zurückgefordert, so wäre die Bank vorrübergehend zahlungsunfähig geworden, da für den Kreditbetrag keine Münzen im Tresor vorhanden waren. Erst der Verkauf des Pfandes hätte dieses Problem, mit einer Zeitverzögerung durch die Veräußerung des Pfandes, gelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Erteilung eines Kredites stellte die Bank das allgemeine Vertrauen, welches sie bezüglich ihrer Zahlungsfähigkeit in der Bevölkerung genoss, auch ihrem Kreditkunden in Höhe des Kreditbetrages zur Verfügung. &amp;lt;ref&amp;gt;Deutlich wird dieser Umstand heute noch bei den &lt;br /&gt;
[http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/1552/avalkredit-v8.html Avalkrediten,] Gabler Wirtschaftslexikon, Abruf 26. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Übertragung von privaten Krediten auf Banken. [[Martin_Scheytt:_Grundlagen#Kreditsch.C3.B6pfung#Begriff_Kreditschöpfung|Martin Scheytt, Theoretische Grundlagen der bankgeschäftlichen Kreditgewährung ]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das oben erwähnte &amp;quot;echte Geld&amp;quot; in Form von werthaltigen Münzen, zählte zum Warengeld.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Das Geldrätsel:_Geldarten| Warengeld, Kreditgeld und Willkürgeld ]] Geldarten, Übersicht und Einteilung&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Warengeld und Kreditgeld existierten meist parallel in der Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel vom Goldstandard, genauer von der Goldkernwährung zur reinen Kreditwährung vollzog sich endgültig 1971. Richard Nixon kündigte die Zusicherung der jederzeitigen Umwandlung von US-Dollar in Gold (1 Unze Gold = 35 US-Dollar) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Liquiditätsproblem==&lt;br /&gt;
Wie geschichtlich von der Amsterdamer Wechselbank berichtet, konnte bei ihr kein Liquiditätsproblem entstehen, solange sie keine Kredite erteilte. Bei einem Kredit werden, wenn auch meist nur gegen entsprechende Sicherheiten, Zahlungsversprechen der Bank abgegeben. Wird danach die Einlösung aller Zahlungsversprechen verlangt, kann es zu Problemen bei der Zahlungsfähigkeit der Bank kommen. Vor der Kreditvergabe [[Datei:Liquidität01.png|rechts]]hatte die Amsterdamer Wechselbank beispielsweise 10 Millionen Bankgulden an Buchgeld in ihren Büchern stehen. Diese Summe stand also ihren Kunden zur Abwicklung derer Geschäfte zur Verfügung. Im Tresor der Bank befand sich der Gegenwert in Goldmünzen, ebenfalls in Höhe von 10 Millionen Gulden. Theoretisch hätte die Bank also jederzeit allen denkbaren Auszahlungsansprüchen ihrer Bankkundschaft nachkommen können. Die Bank erteilt nun einen Kredit in Höhe von 5 Millionen Gulden mit einer Laufzeit von 3 Jahren an die Holländische Ostindiengesellschaft und erhält im Gegenzug als Sicherheit ein, diese Summe überschreitendes Aktienpaket dieser Gesellschaft. Die Holländische Ostindiengesellschaft lässt sich nun ihr Guthaben in echtem Geld, d. h. in Goldmünzen auszahlen. Die Bilanz der Amsterdamer Wechselbank weist danach folgenden Stand auf.[[Datei:Liquidität02.png|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würden sämtliche Kunden der Bank ihre Guthaben jetzt bar von der Bank abfordern, so wäre diese zumindest vorübergehend zahlungsunfähig, da sie zum Ausgleich ihrer Zahlungsversprechen in Höhe von 10 Millionen Gulden nur 5 Millionen an Goldmünzen besitzt. Die Bank ist jedoch nicht pleite, da sie Sicherheiten in Höhe von mindestens 5 Millionen Gulden, in Form von Aktien der Holländischen Ostindiengesellschaft besitzt. Diese Aktien könnte sie mit einer Zeitverzögerung in &amp;quot;echtes Geld&amp;quot; umwandeln (monetisieren). &amp;lt;ref&amp;gt;Da dieses Aktienpaket aber nur als Sicherheit für den Fall dienen soll, dass die Holländische Ostindiengesellschaft ihren Kredit nach drei Jahren nicht zurückzahlt, wären erhebliche Probleme in den Geschäftsbeziehungen bei frühzeitiger Monetisierung des Aktienpaketes zu erwarten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann die Bank dieses Problem bereits im Vorfeld entschärfen? Gelingt es ihr, die Einlösung der Hälfte ihrer Zahlungsversprechen um 3 Jahre zu verschieben, ist jegliches Zahlungsproblem gelöst. Die Verzögerung der Einlösung gegebener Zahlungsversprechen ist ein Vorgang, der allgemein als &amp;quot;sparen&amp;quot; bezeichnet wird. Der Bank gelingt es, einen Teil ihrer Kunden zum &amp;quot;Sparen&amp;quot; zu bewegen. Diese Kunden versprechen, ihr Guthaben in Höhe von 5 Millionen Gulden über einen Zeitraum von 3 Jahren nicht &amp;quot;abzuheben&amp;quot;. Sie gewähren damit der Bank einen Kredit. Die Bank braucht nun nicht mehr zu befürchten, dass ihre Kunden die Auszahlung von 10 Millionen Gulden fordern, sondern maximal 5 Millionen Gulden innerhalb der nächsten 3 Jahre. Da noch 5 Millionen Gulden im Tresor liegen kann die Bank jetzt jederzeit zahlen, sie ist liquide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund versteht man auch die 1854 von Otto Hübner &amp;lt;ref&amp;gt;Kurze Zusammenfassung einiger Grundgedanken aus Otto Hübners Werk, [[Otto_Hübner|Otto_Hübner &amp;quot;Die Banken&amp;quot;]] &amp;lt;/ref&amp;gt;niedergeschriebene Regel,&lt;br /&gt;
welche als &amp;quot;goldene Bankregel&amp;quot; in die Literatur einging.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#f8f8ff;;padding:7px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„''Der Credit, welchen eine Bank geben kann, ohne Gefahr zu laufen, ihre Verbindlichkeiten nicht erfüllen zu können, muß nicht nur im Betrage, sondern auch in der Qualität dem Credite entsprechen, welchen sie genießt.''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''[…] Die Bank kann, wenn sie auf drei Monate Gelder deponiert erhält, ohne Gefahr dieselben nicht auf sechs Monate ausborgen''.“(Seite 28 ff)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hübner spricht im ersten Satz korrekt von Kredit und nicht von &amp;quot;Geld&amp;quot;. Die Bank erhält einen Kredit, wenn der Guthabenkunde sich verpflichtet, für einen Zeitraum auf die Auszahlung seines Guthabens zu verzichten. Umgangssprachlich &amp;quot;spart&amp;quot; dieser Kunde. Er hat Goldmünzen zur Bank gebracht und erhält als Gegenwert ein Zahlungsversprechen der Bank. Mit der Einzahlung der Goldmünzen gehen diese in den Besitz und das Eigentum der Bank über und werden in der Bilanz auf der linken Seite unter Aktiva, dem Vermögen der Bank, aufgeführt. Dem Kunden bleibt lediglich das Zahlungsversprechen der Bank, welches rechts unter Passiva gelistet wird. Der Verzicht auf die jederzeitige Auszahlung lässt aus dem Zahlungsversprechen der Bank einen Kredit an die Bank, umgangssprachlich ein &amp;quot;Sparguthaben&amp;quot; entstehen. Auf die besondere Behandlung der Giroguthaben wird im Abschnitt [[Das Geldrätsel: Bodensatztheorie|Bodensatztheorie]] noch eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Liquidit%C3%A4t_der_Banken&amp;diff=1699</id>
		<title>Das Geldrätsel: Liquidität der Banken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Liquidit%C3%A4t_der_Banken&amp;diff=1699"/>
				<updated>2019-04-07T09:23:09Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erhalt der Zahlungsfähigkeit (Liquidität) einer Bank ist neben der Erzielung von Gewinn und der Sicherheit der Bankeinlagen ein Hauptziel der Bankpolitik.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Ludwig Mülhaupt&lt;br /&gt;
 | Titel=Einführung in die BWL der Banken&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=Gabler&lt;br /&gt;
 | Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
 | Jahr=1980&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-409-42133-5&lt;br /&gt;
}} Seite 196.&amp;lt;/ref &amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Cristoph Dürrnagel&lt;br /&gt;
 | Titel=Das Liquiditätsrisikomanagement in Banken&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag=Diplomica Verlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-8428-0916-1&lt;br /&gt;
}} Seite 27.&amp;lt;/ref &amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe hierzu auch &amp;quot;Ziel der Bankenaufsicht&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/resource/blob/606038/c0364dd6034eb7e0c9230b77ed995c06/mL/geld-und-geldpolitik-data.pdf Geld und Geldpolitik]Ausgabe 2017, Seite 119, Abruf 07.04.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; im Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot; der Deutschen Bundesbank und die Erläuterungen der Deutschen Bundesbank &lt;br /&gt;
zur &amp;quot;Liquiditätsregulierung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bankenaufsicht/einzelaspekte/liquiditaet Liquidität] Ziel bankaufsichtlicher Liquiditätsvorschriften, Abruf 07.04.2019 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Als einfachste Lösung für das Liquiditätsproblem erscheint die Einhaltung der [[Das Geldrätsel: Goldene Bankregel|&amp;quot;Goldenen Bankregel&amp;quot;]] durch die Banken.&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|'''Eine Bank vergibt nur den Kredit, den sie zuvor selbst erhalten hat.'''}}&lt;br /&gt;
Nach dieser Regel wären die Banken tatsächlich nur als reine Kreditvermittler tätig. Durch einige Besonderheiten, die eine Bank von einem sonstigen Wirtschaftsunternehmen unterscheidet, können Banken jedoch ohne größere Risiken von dieser Regel Abstand nehmen. Die Besonderheiten werden in den nachfolgenden Kapiteln noch erläutert. Die &amp;quot;Goldene Bankregel&amp;quot; wurde deshalb abgewandelt in:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|'''Die Bank muss jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können.'''}}&lt;br /&gt;
Auch wenn sich diese Aussagen vordergründig nicht groß unterscheiden, liegen für das Bankensystem Welten dazwischen. Die aus der Begrenzung auf die Zahlungsverpflichtung entstandenen eingeschränkten Forderungen können im Artikel [[Das Geldrätsel: Kreditwesengesetz#Liquidität|&amp;quot;Liquiditätsregulierung&amp;quot;]] nachgelesen werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Das Geldrätsel:_Amsterdamer_Wechselbank|Amsterdamer Wechselbank]], auf dem Gebiet des Buchgeldes Vorbild auch für unsere heutigen Banken, nahm von ihren Kunden „echtes Geld“ in Form von werthaltigen Münzen aus Gold oder Silber entgegen. Den Wert dieser Münzen notierte sie auf Kontenblättern, jeweils ein Blatt pro Kunde. Die Eintragungen auf diesen Kontenblättern lauteten auf „Bankgulden“, eine reine Buchgeldwährung, d. h. Münzen oder Geldscheine mit der Einheit „Bankgulden“ existierten nie. Zahlungen innerhalb der Kundschaft der Bank konnten durch Umschreibung auf den Kontenblättern durchgeführt werden. Solange der Gegenwert der Bankgulden in Form von „echtem Geld“ im Tresor der Bank lag, konnten bei der Bank keine Zahlungsprobleme entstehen. Auf Anforderung zur Auszahlung konnte einem jeden Kunden sein Guthaben in bar ausgezahlt werden, die Bank war jederzeit &amp;quot;liquide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kredite==&lt;br /&gt;
Eine neue Situation entstand erst, wenn die Bank Kredite erteilte.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Fall der Amsterdamer Wechselbank Kredite an die Stadt Amsterdam , die Bank Von Leening und an die Holländische Ostindiengesellschaft&amp;lt;/ref&amp;gt;  Erhielt ein Kunde einen Kredit, so musste er in der Regel ein Pfand hinterlegen. Der Wert dieses Pfandes musste höher als der Kreditbetrag sein. Zahlte der Kunde den Kredit nicht fristgemäß zurück, so konnte die Bank den Pfandgegenstand verkaufen und aus dem Erlös den Kreditbetrag begleichen. Es waren nun mehr Bankgulden in den Büchern vorhanden, als an echtem Geld im Tresor lag. Der Fehlbetrag war indes durch das Pfand gedeckt. Hätten zu diesem Zeitpunkt sämtliche Kunden ihre Einlagen zurückgefordert, so wäre die Bank vorrübergehend zahlungsunfähig geworden, da für den Kreditbetrag keine Münzen im Tresor vorhanden waren. Erst der Verkauf des Pfandes hätte dieses Problem, mit einer Zeitverzögerung durch die Veräußerung des Pfandes, gelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Erteilung eines Kredites stellte die Bank das allgemeine Vertrauen, welches sie bezüglich ihrer Zahlungsfähigkeit in der Bevölkerung genoss, auch ihrem Kreditkunden in Höhe des Kreditbetrages zur Verfügung. &amp;lt;ref&amp;gt;Deutlich wird dieser Umstand heute noch bei den &lt;br /&gt;
[http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/1552/avalkredit-v8.html Avalkrediten,] Gabler Wirtschaftslexikon, Abruf 26. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Übertragung von privaten Krediten auf Banken. [[Martin_Scheytt:_Grundlagen#Kreditsch.C3.B6pfung#Begriff_Kreditschöpfung|Martin Scheytt, Theoretische Grundlagen der bankgeschäftlichen Kreditgewährung ]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das oben erwähnte &amp;quot;echte Geld&amp;quot; in Form von werthaltigen Münzen, zählte zum Warengeld.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Das Geldrätsel:_Geldarten| Warengeld, Kreditgeld und Willkürgeld ]] Geldarten, Übersicht und Einteilung&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Warengeld und Kreditgeld existierten meist parallel in der Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel vom Goldstandard, genauer von der Goldkernwährung zur reinen Kreditwährung vollzog sich endgültig 1971. Richard Nixon kündigte die Zusicherung der jederzeitigen Umwandlung von US-Dollar in Gold (1 Unze Gold = 35 US-Dollar) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Liquiditätsproblem==&lt;br /&gt;
Wie geschichtlich von der Amsterdamer Wechselbank berichtet, konnte bei ihr kein Liquiditätsproblem entstehen, solange sie keine Kredite erteilte. Bei einem Kredit werden, wenn auch nur gegen entsprechende Sicherheiten, Zahlungsversprechen der Bank abgegeben. Wird danach die Einlösung aller Zahlungsversprechen verlangt, kann es zu Problemen bei der Zahlungsfähigkeit der Bank kommen. Vor der Kreditvergabe [[Datei:Liquidität01.png|rechts]]hatte die Amsterdamer Wechselbank beispielsweise 10 Millionen Bankgulden an Buchgeld in ihren Büchern stehen. Diese Summe stand also ihren Kunden zur Abwicklung derer Geschäfte zur Verfügung. Im Tresor der Bank befand sich der Gegenwert in Goldmünzen, ebenfalls in Höhe von 10 Millionen Gulden. Theoretisch hätte die Bank also jederzeit allen denkbaren Auszahlungsansprüchen ihrer Bankkundschaft nachkommen können. Die Bank erteilt nun einen Kredit in Höhe von 5 Millionen Gulden mit einer Laufzeit von 3 Jahren an die Holländische Ostindiengesellschaft und erhält im Gegenzug als Sicherheit ein, diese Summe überschreitendes Aktienpaket dieser Gesellschaft. Die Holländische Ostindiengesellschaft lässt sich nun ihr Guthaben in echtem Geld, d. h. in Goldmünzen auszahlen. Die Bilanz der Amsterdamer Wechselbank weist danach folgenden Stand auf.[[Datei:Liquidität02.png|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würden sämtliche Kunden der Bank ihre Guthaben jetzt bar von der Bank abfordern, so wäre diese zumindest vorübergehend zahlungsunfähig, da sie zum Ausgleich ihrer Zahlungsversprechen in Höhe von 10 Millionen Gulden nur 5 Millionen an Goldmünzen besitzt. Die Bank ist jedoch nicht pleite, da sie Sicherheiten in Höhe von mindestens 5 Millionen Gulden, in Form von Aktien der Holländischen Ostindiengesellschaft besitzt. Diese Aktien könnte sie mit einer Zeitverzögerung in &amp;quot;echtes Geld&amp;quot; umwandeln (monetisieren). &amp;lt;ref&amp;gt;Da dieses Aktienpaket aber nur als Sicherheit für den Fall dienen soll, dass die Holländische Ostindiengesellschaft ihren Kredit nach drei Jahren nicht zurückzahlt, wären erhebliche Probleme in den Geschäftsbeziehungen bei frühzeitiger Monetisierung des Aktienpaketes zu erwarten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann die Bank dieses Problem bereits im Vorfeld entschärfen? Gelingt es ihr, die Einlösung der Hälfte ihrer Zahlungsversprechen um 3 Jahre zu verschieben, ist jegliches Zahlungsproblem gelöst. Die Verzögerung der Einlösung gegebener Zahlungsversprechen ist ein Vorgang, der allgemein als &amp;quot;sparen&amp;quot; bezeichnet wird. Der Bank gelingt es, einen Teil ihrer Kunden zum &amp;quot;Sparen&amp;quot; zu bewegen. Diese Kunden versprechen, ihr Guthaben in Höhe von 5 Millionen Gulden über einen Zeitraum von 3 Jahren nicht &amp;quot;abzuheben&amp;quot;. Sie gewähren damit der Bank einen Kredit. Die Bank braucht nun nicht mehr zu befürchten, dass ihre Kunden die Auszahlung von 10 Millionen Gulden fordern, sondern maximal 5 Millionen Gulden innerhalb der nächsten 3 Jahre. Da noch 5 Millionen Gulden im Tresor liegen kann die Bank jetzt jederzeit zahlen, sie ist liquide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund versteht man auch die 1854 von Otto Hübner &amp;lt;ref&amp;gt;Kurze Zusammenfassung einiger Grundgedanken aus Otto Hübners Werk, [[Otto_Hübner|Otto_Hübner &amp;quot;Die Banken&amp;quot;]] &amp;lt;/ref&amp;gt;niedergeschriebene Regel,&lt;br /&gt;
welche als &amp;quot;goldene Bankregel&amp;quot; in die Literatur einging.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#f8f8ff;;padding:7px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„''Der Credit, welchen eine Bank geben kann, ohne Gefahr zu laufen, ihre Verbindlichkeiten nicht erfüllen zu können, muß nicht nur im Betrage, sondern auch in der Qualität dem Credite entsprechen, welchen sie genießt.''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''[…] Die Bank kann, wenn sie auf drei Monate Gelder deponiert erhält, ohne Gefahr dieselben nicht auf sechs Monate ausborgen''.“(Seite 28 ff)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hübner spricht im ersten Satz korrekt von Kredit und nicht von &amp;quot;Geld&amp;quot;. Die Bank erhält einen Kredit, wenn der Guthabenkunde sich verpflichtet, für einen Zeitraum auf die Auszahlung seines Guthabens zu verzichten. Umgangssprachlich &amp;quot;spart&amp;quot; dieser Kunde. Er hat Goldmünzen zur Bank gebracht und erhält als Gegenwert ein Zahlungsversprechen der Bank. Mit der Einzahlung der Goldmünzen gehen diese in den Besitz und das Eigentum der Bank über und werden in der Bilanz auf der linken Seite unter Aktiva, dem Vermögen der Bank, aufgeführt. Dem Kunden bleibt lediglich das Zahlungsversprechen der Bank, welches rechts unter Passiva gelistet wird. Der Verzicht auf die jederzeitige Auszahlung lässt aus dem Zahlungsversprechen der Bank einen Kredit an die Bank, umgangssprachlich ein &amp;quot;Sparguthaben&amp;quot; entstehen. Auf die besondere Behandlung der Giroguthaben wird im Abschnitt [[Das Geldrätsel: Bodensatztheorie|Bodensatztheorie]] noch eingegangen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Liquidit%C3%A4t_der_Banken&amp;diff=1698</id>
		<title>Das Geldrätsel: Liquidität der Banken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Liquidit%C3%A4t_der_Banken&amp;diff=1698"/>
				<updated>2019-04-07T06:07:46Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Mumken: Anpassung an LCR und NSFR im Rahmen CRR&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
__notoc__&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Erhalt der Zahlungsfähigkeit (Liquidität) einer Bank ist neben der Erzielung von Gewinn und der Sicherheit der Bankeinlagen ein Hauptziel der Bankpolitik.&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Ludwig Mülhaupt&lt;br /&gt;
 | Titel=Einführung in die BWL der Banken&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=Gabler&lt;br /&gt;
 | Ort=Wiesbaden&lt;br /&gt;
 | Jahr=1980&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-409-42133-5&lt;br /&gt;
}} Seite 196.&amp;lt;/ref &amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Cristoph Dürrnagel&lt;br /&gt;
 | Titel=Das Liquiditätsrisikomanagement in Banken&lt;br /&gt;
 | Auflage=&lt;br /&gt;
 | Verlag=Diplomica Verlag&lt;br /&gt;
 | Ort=Hamburg&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=978-3-8428-0916-1&lt;br /&gt;
}} Seite 27.&amp;lt;/ref &amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Siehe hierzu auch &amp;quot;Ziel der Bankenaufsicht&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/resource/blob/606038/c0364dd6034eb7e0c9230b77ed995c06/mL/geld-und-geldpolitik-data.pdf Geld und Geldpolitik]Ausgabe 2017, Seite 119, Abruf 07.04.2019&amp;lt;/ref&amp;gt; im Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot; der Deutschen Bundesbank und die Erläuterungen der Deutschen Bundesbank &lt;br /&gt;
zur &amp;quot;Liquiditätsregulierung&amp;quot;&amp;lt;ref&amp;gt;[https://www.bundesbank.de/de/aufgaben/bankenaufsicht/einzelaspekte/liquiditaet Liquidität] Ziel bankaufsichtlicher Liquiditätsvorschriften, Abruf 07.04.2019 &amp;lt;/ref&amp;gt;. Als einfachste Lösung für das Liquiditätsproblem erscheint die Einhaltung der [[Das Geldrätsel: Goldene Bankregel|&amp;quot;Goldenen Bankregel&amp;quot;]] durch die Banken.&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|'''Eine Bank vergibt nur den Kredit, den sie zuvor selbst erhalten hat.'''}}&lt;br /&gt;
Nach dieser Regel wären die Banken tatsächlich nur als reine Kreditvermittler tätig. Durch einige Besonderheiten, die eine Bank von einem sonstigen Wirtschaftsunternehmen unterscheidet, können Banken jedoch ohne größere Risiken von dieser Regel Abstand nehmen. Die Besonderheiten werden in den nachfolgenden Kapiteln noch erläutert. Die &amp;quot;Goldene Bankregel&amp;quot; wurde deshalb abgewandelt in:&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|'''Die Bank muss jederzeit ihren Zahlungsverpflichtungen nachkommen können.'''}}&lt;br /&gt;
Auch wenn sich diese Aussagen vordergründig nicht groß unterscheiden, liegen für das Bankensystem Welten dazwischen. Die entsprechenden aktuellen Forderungen an die Zahlungsfähigkeit der Banken sind in der [[Das Geldrätsel: Kreditwesengesetz#Liquidität|&amp;quot;Liquiditätsregulierung&amp;quot;]] enthalten.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geschichte==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die [[Das Geldrätsel:_Amsterdamer_Wechselbank|Amsterdamer Wechselbank]], auf dem Gebiet des Buchgeldes Vorbild auch für unsere heutigen Banken, nahm von ihren Kunden „echtes Geld“ in Form von werthaltigen Münzen aus Gold oder Silber entgegen. Den Wert dieser Münzen notierte sie auf Kontenblättern, jeweils ein Blatt pro Kunde. Die Eintragungen auf diesen Kontenblättern lauteten auf „Bankgulden“, eine Buchgeldwährung. Zahlungen innerhalb der Kundschaft der Bank konnten durch Umschreibung auf den Kontenblättern durchgeführt werden. Solange der Gegenwert der Bankgulden in Form von „echtem Geld“ im Tresor der Bank lag, konnten bei der Bank keine Zahlungsprobleme entstehen. Auf Anforderung zur Auszahlung konnte einem jeden Kunden sein Guthaben in bar ausgezahlt werden, die Bank war jederzeit &amp;quot;liquide&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Kredite==&lt;br /&gt;
Eine neue Situation entstand erst, wenn die Bank Kredite erteilte.&amp;lt;ref&amp;gt;Im Fall der Amsterdamer Wechselbank Kredite an die Stadt Amsterdam , die Bank Von Leening und an die Holländische Ostindiengesellschaft&amp;lt;/ref&amp;gt;  Erhielt ein Kunde einen Kredit, so musste er in der Regel ein Pfand hinterlegen. Der Wert dieses Pfandes musste höher als der Kreditbetrag sein. Zahlte der Kunde den Kredit nicht fristgemäß zurück, so konnte die Bank den Pfandgegenstand verkaufen und aus dem Erlös den Kreditbetrag begleichen. Es waren nun mehr Bankgulden in den Büchern vorhanden, als an echtem Geld im Tresor lag. Der Fehlbetrag war indes durch das Pfand gedeckt. Hätten zu diesem Zeitpunkt sämtliche Kunden ihre Einlagen zurückgefordert, so wäre die Bank vorrübergehend zahlungsunfähig geworden, da für den Kreditbetrag keine Münzen im Tresor vorhanden waren. Erst der Verkauf des Pfandes hätte dieses Problem, mit einer Zeitverzögerung durch die Veräußerung des Pfandes, gelöst.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Mit der Erteilung eines Kredites stellte die Bank das allgemeine Vertrauen, welches sie bezüglich ihrer Zahlungsfähigkeit in der Bevölkerung genoss, auch ihrem Kreditkunden in Höhe des Kreditbetrages zur Verfügung. &amp;lt;ref&amp;gt;Deutlich wird dieser Umstand heute noch bei den &lt;br /&gt;
[http://wirtschaftslexikon.gabler.de/Archiv/1552/avalkredit-v8.html Avalkrediten,] Gabler Wirtschaftslexikon, Abruf 26. Aug. 2014&amp;lt;/ref&amp;gt;&amp;lt;ref&amp;gt;Übertragung von privaten Krediten auf Banken. [[Martin_Scheytt:_Grundlagen#Kreditsch.C3.B6pfung#Begriff_Kreditschöpfung|Martin Scheytt, Theoretische Grundlagen der bankgeschäftlichen Kreditgewährung ]] &amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
Das oben erwähnte &amp;quot;echte Geld&amp;quot; in Form von werthaltigen Münzen, zählte zum Warengeld.&amp;lt;ref&amp;gt;[[Das Geldrätsel:_Geldarten| Warengeld, Kreditgeld und Willkürgeld ]] Geldarten, Übersicht und Einteilung&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Warengeld und Kreditgeld existierten meist parallel in der Wirtschaft.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Der Wandel vom Goldstandard, genauer von der Goldkernwährung zur reinen Kreditwährung vollzog sich endgültig 1971. Richard Nixon kündigte die Zusicherung der jederzeitigen Umwandlung von US-Dollar in Gold (1 Unze Gold = 35 US-Dollar) auf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Das Liquiditätsproblem==&lt;br /&gt;
Wie geschichtlich von der Amsterdamer Wechselbank berichtet, konnte bei ihr kein Liquiditätsproblem entstehen, solange sie keine Kredite erteilte. Bei einem Kredit werden, wenn auch nur gegen entsprechende Sicherheiten, Zahlungsversprechen der Bank abgegeben. Wird danach die Einlösung aller Zahlungsversprechen verlangt, kann es zu Problemen bei der Zahlungsfähigkeit der Bank kommen. Vor der Kreditvergabe [[Datei:Liquidität01.png|rechts]]hatte die Amsterdamer Wechselbank beispielsweise 10 Millionen Bankgulden an Buchgeld in ihren Büchern stehen. Diese Summe stand also ihren Kunden zur Abwicklung derer Geschäfte zur Verfügung. Im Tresor der Bank befand sich der Gegenwert in Goldmünzen, ebenfalls in Höhe von 10 Millionen Gulden. Theoretisch hätte die Bank also jederzeit allen denkbaren Auszahlungsansprüchen ihrer Bankkundschaft nachkommen können. Die Bank erteilt nun einen Kredit in Höhe von 5 Millionen Gulden mit einer Laufzeit von 3 Jahren an die Holländische Ostindiengesellschaft und erhält im Gegenzug als Sicherheit ein, diese Summe überschreitendes Aktienpaket dieser Gesellschaft. Die Holländische Ostindiengesellschaft lässt sich nun ihr Guthaben in echtem Geld, d. h. in Goldmünzen auszahlen. Die Bilanz der Amsterdamer Wechselbank weist danach folgenden Stand auf.[[Datei:Liquidität02.png|rechts]]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Würden sämtliche Kunden der Bank ihre Guthaben jetzt bar von der Bank abfordern, so wäre diese zumindest vorübergehend zahlungsunfähig, da sie zum Ausgleich ihrer Zahlungsversprechen in Höhe von 10 Millionen Gulden nur 5 Millionen an Goldmünzen besitzt. Die Bank ist jedoch nicht pleite, da sie Sicherheiten in Höhe von mindestens 5 Millionen Gulden, in Form von Aktien der Holländischen Ostindiengesellschaft besitzt. Diese Aktien könnte sie mit einer Zeitverzögerung in &amp;quot;echtes Geld&amp;quot; umwandeln (monetisieren). &amp;lt;ref&amp;gt;Da dieses Aktienpaket aber nur als Sicherheit für den Fall dienen soll, dass die Holländische Ostindiengesellschaft ihren Kredit nach drei Jahren nicht zurückzahlt, wären erhebliche Probleme in den Geschäftsbeziehungen bei frühzeitiger Monetisierung des Aktienpaketes zu erwarten.&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie kann die Bank dieses Problem bereits im Vorfeld entschärfen? Gelingt es ihr, die Einlösung der Hälfte ihrer Zahlungsversprechen um 3 Jahre zu verschieben, ist jegliches Zahlungsproblem gelöst. Die Verzögerung der Einlösung gegebener Zahlungsversprechen ist ein Vorgang, der allgemein als &amp;quot;sparen&amp;quot; bezeichnet wird. Der Bank gelingt es, einen Teil ihrer Kunden zum &amp;quot;Sparen&amp;quot; zu bewegen. Diese Kunden versprechen, ihr Guthaben in Höhe von 5 Millionen Gulden über einen Zeitraum von 3 Jahren nicht &amp;quot;abzuheben&amp;quot;. Sie gewähren damit der Bank einen Kredit. Die Bank braucht nun nicht mehr zu befürchten, dass ihre Kunden die Auszahlung von 10 Millionen Gulden fordern, sondern maximal 5 Millionen Gulden innerhalb der nächsten 3 Jahre. Da noch 5 Millionen Gulden im Tresor liegen kann die Bank jetzt jederzeit zahlen, sie ist liquide.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Vor diesem Hintergrund versteht man auch die 1854 von Otto Hübner &amp;lt;ref&amp;gt;Kurze Zusammenfassung einiger Grundgedanken aus Otto Hübners Werk, [[Otto_Hübner|Otto_Hübner &amp;quot;Die Banken&amp;quot;]] &amp;lt;/ref&amp;gt;niedergeschriebene Regel,&lt;br /&gt;
welche als &amp;quot;goldene Bankregel&amp;quot; in die Literatur einging.&lt;br /&gt;
&amp;lt;div style=&amp;quot;border: 2px solid #dfdfdf; background-color:#f8f8ff;;padding:7px;&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
„''Der Credit, welchen eine Bank geben kann, ohne Gefahr zu laufen, ihre Verbindlichkeiten nicht erfüllen zu können, muß nicht nur im Betrage, sondern auch in der Qualität dem Credite entsprechen, welchen sie genießt.''&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
''[…] Die Bank kann, wenn sie auf drei Monate Gelder deponiert erhält, ohne Gefahr dieselben nicht auf sechs Monate ausborgen''.“(Seite 28 ff)&amp;lt;/div&amp;gt;&lt;br /&gt;
Hübner spricht im ersten Satz korrekt von Kredit und nicht von &amp;quot;Geld&amp;quot;. Die Bank erhält einen Kredit, wenn der Guthabenkunde sich verpflichtet, für einen Zeitraum auf die Auszahlung seines Guthabens zu verzichten. Umgangssprachlich &amp;quot;spart&amp;quot; dieser Kunde. Er hat Goldmünzen zur Bank gebracht und erhält als Gegenwert ein Zahlungsversprechen der Bank. Mit der Einzahlung der Goldmünzen gehen diese in den Besitz und das Eigentum der Bank über und werden in der Bilanz auf der linken Seite unter Aktiva, dem Vermögen der Bank, aufgeführt. Dem Kunden bleibt lediglich das Zahlungsversprechen der Bank, welches rechts unter Passiva gelistet wird. Der Verzicht auf die jederzeitige Auszahlung lässt aus dem Zahlungsversprechen der Bank einen Kredit an die Bank, umgangssprachlich ein &amp;quot;Sparguthaben&amp;quot; entstehen. Auf die besondere Behandlung der Giroguthaben wird im Abschnitt [[Das Geldrätsel: Bodensatztheorie|Bodensatztheorie]] noch eingegangen.&lt;br /&gt;
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		<author><name>Mumken</name></author>	</entry>

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