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		<title>um-bruch - Benutzerbeiträge [de]</title>
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		<updated>2026-06-13T12:29:02Z</updated>
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		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Helmut_Creutz:_Versteckte_Geldsch%C3%B6pfung&amp;diff=882</id>
		<title>Helmut Creutz: Versteckte Geldschöpfung</title>
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				<updated>2013-12-28T20:33:51Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: /* Versteckte Buchgeldschöpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Helmut Creutz: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Helmut Creutz: Orthodoxe Kredittheorie&lt;br /&gt;
|nach_oben=Helmut Creutz: Inhalt&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Helmut Creutz: Multiple Geldschöpfung&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;__notoc__&lt;br /&gt;
====Versteckte Buchgeldschöpfung====&lt;br /&gt;
Zahlt ein Kunde Bargeld auf sein Konto ein, so wandert dieses Bargeld in den Tresor der Bank. Im Gegenzug erhält der Kunde den eingezahlten Betrag auf seinem Girokonto gutgeschrieben. Im Tresor der Bank würde sich mit der Zeit eine große Menge Bargeld ansammeln, welches zum Teil nie bewegt würde. &lt;br /&gt;
Wie bereits in der Frühzeit der Bankgeschichte geschehen, hat noch jede Bank das eingelagerte Geld der Kunden [[Das Geldrätsel: Funktion: Eigengeschäfte der Banken| für eigene Geschäfte]] verwendet. Damals handelte es sich um Goldmünzen, für die Zettel (Banknoten) ausgegeben oder Bankeinlagen gutgeschrieben wurden. Dies geschah jedoch nicht im Verhältnis 1:1 sondern es wurden mehr Berechtigungen (Zettel, Banknoten, Sichteinlagen) ausgestellt als Barvermögen vorhanden war. Die Bank von England startete 1694 mit einem Verhältnis von etwa 1:2. Noch im 19. Jahrhundert galt die Dritteldeckung, das heißt ein Verhältnis von 1:3,  als seriös und wurde auch 1875 gesetzlich verankert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Obergrenze der Notenausgabe wurde durch die Vorschrift der Dritteldeckung der Noten durch Gold und Reichkassenscheine festgelegt. ''[http://de.wikisource.org/wiki/Bankgesetz#.C2.A7._44. Bankgesetz] vom 14. März 1875, § 44, Abs. 3'' auf Wikisource&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts stellte man die frühere Mehrfachnutzung des hinterlegten Geldes noch als Mißbrauch dar. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=121686 ''Brockhaus' Konversationslexikon'', Band 2, Banken, Seite 372]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Aus der ursprünglich von B. zum Teil nur mißbräuchlich geschehenen Verwertung der hinterlegten Beträge entwickelte sich sodann im Laufe der Zeit eine geordnete und erlaubte Verwendung derselben, wodurch die B. in die Lage kamen, nicht nur auf die Einhebung von Gebühren für die Einlagen verzichten zu können, sondern selbst dafür Zinsen zu entrichten.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses fragwürdige Verhalten der Banken ist heute ganz aus dem Blickfeld verschwunden. Auch wenn sich die Deckung damals auf das Verhältnis zwischen hinterlegten Goldmünzen und Banknoten bzw. Sichtguthaben bezog, ist das heutige Verhältnis von Bargeld zu Sichtguthaben von der Sache her vergleichbar. Das Verhältnis beträgt heute jedoch etwa 1:90, dass heißt, bei der Bank bildet 1 € Bargeld die Deckung für 90 € Sichtguthaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Konsolidierte Gesamtbilanz für alle deutschen Banken, Februar 2012 aus Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;, Ausgabe 2012. Täglich fällige Sichtguthaben 1.293,3 Mrd. €, Barreserve 65,2 Mrd. €, wobei in der Barreseve auch noch Zentralbank-Buchgeld enthalten ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Statistische_Beihefte_1/2013/2013_02_bankenstatistik.pdf?__blob=publicationFile Bankenstatistik Februar 2013, Statistisches Beiheft 1 zum Monatsbericht] I. Banken (MFIs) in Deutschland, Seite 6 ff. Für Februar 2012, Kassenbestand 14,4 Mrd. €, Guthaben bei Zentralnotenbank 50,8 Mrd. €.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch werden heute auch die Bank-Sichtguthaben bei der Zentralbank zur Barreserve gezählt, sodass  sich bei ihrer Berücksichtigung ein Verhältnis von 1:20 einstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Vertrauenswürdigkeit dieser Mehrfachnutzung zu beurteilen, folgendes Beispiel mit ähnlichem Sachverhalt aus der heutigen Wirtschaftswelt. Ein Unternehmer möchte eine neue Produktionsmaschine kaufen und benötigt dazu noch Geld, welches er sich bei seiner Bank leiht. Als Pfand überträgt er ihr schriftlich das Eigentum an der neuen Maschine. Da die Kreditsumme jedoch immer noch nicht zum Kauf der Maschine reicht, geht er zu einer zweiten Bank und bittet um einen Kredit. Auch dieser Bank sichert er schriftlich das Eigentum an der neuen Maschine zu. Gleichermaßen verfährt er mit einer dritten Bank. Auch ohne genaue Kenntnis der Rechtslage würde man dieses Vorgehen als Betrug bezeichnen. Solange er jedoch seine Zins- und Tilgungszahlungen regelmäßig leistet, wird niemand auf diesen Betrug aufmerksam. Sind alle Schulden getilgt ist auch dieser Missbrauch der Eigentumsrechte nicht mehr sichtbar. Erst wenn er zahlungsunfähig wird, fällt der Schwindel auf. Ähnlich gehen die Banken bei der Geldschöpfung vor. Das Eigentumsrecht an dem vorhandenen Bargeld wird mehrfach verkauft. Eine gesetzliche Regelung, dass dies als Betrug zu ahnden sei, existiert jedoch offensichtlich nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu dem Unternehmer, der für jeden Kredit Zinsen an die Bank zahlen muss, erhält die Bank bei jedem Verkauf von Berechtigungen ein Anrecht auf Zinszahlungen des Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bodensatz ====&lt;br /&gt;
Die zuvor beschriebene mehrfache Verwendung des eingelagerten Bargeldes führte schließlich zur sogenannten Bodensatztheorie. Die Sichteinlagen der Bankkunden sind grundsätzlich jederzeit auf Anforderung an den Kunden auszuzahlen, daher stammt ja auch die &amp;quot;Einlage auf Sicht&amp;quot;. Hierzu müsste die Bank somit jederzeit den vollen Betrag der Sichteinlagen im Tresor als Bargeld vorhalten. Wie zuvor erläutert verbleibt indes ein Großteil dieser Einlagen auf den Sichtkonten, sodass im Durchschnitt von einer erheblichen Summe nicht in Anspruch genommener Sichtguthaben ausgegangen werden kann. Diesen Anteil bezeichnet man als Bodensatz. Bei einem Bodensatz in Höhe von 3/4 der Sichteinlagen werden von 400 Mrd € Sichteinlagen maximal 100 Mrd € für den Zahlungsverkehr verwendet. Da 300 Mrd € Bodensatz nicht benötigt werden, kann auch der Bargeldbestand entsprechend verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schöpfung von Sichteinlagen====&lt;br /&gt;
Durch den sich bildenden Bodensatz wird nicht alles eingelagerte Bargeld für den Geschäftsbetrieb benötigt. Das Beispiel [[Das_Geldrätsel:_Funktion:_Eigengeschäfte_der_Banken#Geldschöpfung der Girobanken| Geldschöpfung der Girobanken]] zeigt die Möglichkeiten der Geldvermehrung. 100.000 Bankgulden (Sichtguthaben) sind durch 100.000 Münzgulden aus Gold im Tresor der Bank gedeckt. Werden nun 50.000 Münzgulden aus dem Tresor der Bank entfernt, besteht keine volle Deckung mehr. Jetzt müssten auch die Bankgulden um 50.000 verringert werden. Geschieht dies nicht, sind 50.000 Bankgulden ohne Deckung entstanden. Sie wurden &amp;quot;geschöpft&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Creutz beschreibt genau diesen Vorgang auf Seite 61 unter &amp;quot;Welche Folgen hat eine Zunahme der Guthabenübertragungen für die Banken?&amp;quot; Er sieht mehrere Vorteile bei steigendem bargeldlosem Zahlungsverkehr. &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Anmerkungen|''&amp;quot;Einmal können sie mit dem überflüssig werdenden Bargeld ihre zinspflichtigen Schulden bei der Notenbank und damit ihre Kosten reduzieren.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
Da das Bargeld bei den Geschäftsbanken reduziert wird bei gleichbleibendem Guthabenstand, entsteht ungedecktes Sichtguthaben. Creutz weiter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Anmerkungen|''&amp;quot;Und zum vierten erhöhen sich mit den vergrößerten Sichtguthabenbeständen die Kreditgewährungsmöglichkeiten der Banken und damit ihre Einnahmen aus dem Zinsgeschäft.&amp;quot;'' &lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;''&amp;quot;Obwohl sich durch die Benutzung von Sichtguthaben für den Einkommensbezieher keine Kaufkraftveränderung ergibt, ergibt sich also in der Gesamtwirtschaft ein zusätzliches Nachfragepotenzial über Kredite. Denn während die gehaltenen Geldscheine zwischen Erhalt und Weitergabe von keinem anderen genutzt werden können, kann die Bank die gehaltenen Sichtguthabenbestände zwischenzeitlich ausleihen. Das heißt, Sichtguthabenbestände werden effektiver genutzt als das Geld. Eine vergleichbare Nutzung beim Geld ergäbe sich, wenn jeder Halter eines Geldscheines diesen zwischen Einnahme und Ausgabe verleihen würde.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenhänge werden an Beispielen in der Tabelle mit 400 Mrd € Sichteinlagen  nochmals verdeutlicht.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:3em;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Fall&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:20em;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Vorgang&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:12em;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Bargeld in Mrd €&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:12em;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Sichteinlage in Mrd €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | A&lt;br /&gt;
|Einzahlung Bargeld, 400 Mrd €&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rückzahlung an Zentralbank, 300 Mrd €&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | B&lt;br /&gt;
|Einzahlung Bargeld, 100 Mrd €&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|zusätzliche Kreditgewährung, 300 Mrd €&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold&amp;quot;|Endstand der Bilanz jeweils:&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5DA81&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5DA81&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall &amp;quot;A&amp;quot; zahlt die Bank &amp;quot;überflüssiges Bargeld&amp;quot; an die Zentralbank zurück und mindert damit ihre Zinskosten. Zusätzliche Kredite gewährt die Bank im Fall &amp;quot;B&amp;quot; und erhöht zugleich ihre Zinseinnahmen.&lt;br /&gt;
Wesentlich bleibt, dass das ursprüngliche Verhältnis von Bargeld zu Sichteinlagen von 1:1 aufgegeben wurde zugunsten eines als ausreichend erachteten Verhältnisses von 1:4. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wichtige Erkenntnis kann man festhalten, dass in beiden Fällen 3/4  der Sichteinlagen keine Deckung mehr besitzen, sie wurden geschöpft.&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Die Entstehung von ungedecktem Sichtguthaben wird allgemein als &amp;quot;Giralgeldschöpfung&amp;quot; bezeichnet.}}&lt;br /&gt;
Es zeigt sich auch, dass in der Bilanzposition &amp;quot;Sichteinlagen&amp;quot; nicht mehr erkennbar ist, ob diese aufgrund einer Bareinzahlung oder aber einer Kreditgewährung entstanden sind. Auch die Unterscheidung in Rückzahlung von &amp;quot;überflüssigem Bargeld&amp;quot; an die Zentralbank und zusätzliche Kreditgewährung, ist in den Bilanzzahlen nicht mehr sichtbar. Aufgrund des sich ergebenden Interpretationsspielraumes sind &amp;quot;Beweise&amp;quot; für oder gegen eine Giralgeldschöpfung, auf der Grundlage von Bilanzzahlen, sehr sorgfältig zu analysieren.  &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[File:Information_icon4.svg|16px]] [http://um-bruch.net/pdf/Bilanz11.pdf Weitere Details mit Bilanzausschnitten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Überflüssiges Bargeld (Fall A)====&lt;br /&gt;
Noch ein Beispiel zur Verdeutlichung der Giralgeldschöpfung, unterstützt von aktuellen Zahlen aus dem Euro-Währungsgebiet. Die geschilderten Vorgänge haben in der Praxis so nie stattgefunden sondern sollen nur demonstrieren, wie sich die zusammengefasste Bankbilanz theoretisch aufgebaut haben könnte. Zentralbanken, Geschäftsbanken und auch die Nichtbanken werden jeweils als zusammengefasste Teilnehmergruppe angesehen. Aktionen innerhalb dieser Teilnehmergruppen bleiben unberücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Die Geschäftsbanken [[Datei:Zahlungsverkehr6.png|links]]ordern 5 Billionen € Bargeld und müssen dafür einen Kredit über 5 Billionen € bei den Zentralbanken aufnehmen. Die Nichtbanken nehmen Kredite in Höhe von 5 Billionen € bei den Geschäftsbanken auf und lassen sich diese Kredite bar auszahlen. Die Geldmenge M1 in der Wirtschaft besteht jetzt aus diesen 5 Billionen € Bargeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nichtbanken stellen ihre Zahlungsgewohnheiten um und zahlen 4/5 ihrer Käufe mit Geschäftsbanken-Buchgeld, d. h. sie bringen 4 Billionen € Bargeld zu den Banken zurück. Daraufhin wird von den Geschäftsbanken das &amp;quot;überflüssige Bargeld&amp;quot;, 4 Billionen €, an die Zentralbank zurückgezahlt. In der Grafik sind die Änderungen an den roten Zahlen erkennbar. Die Geschäftsbanken haben jetzt nur noch Kredite in Höhe von 1 Billion € von den Zentralbanken, aber 5 Billionen € Kredite an Kunden vergeben. Die Geldmenge M1 (1 Billion € Bargeld + 4 Billionen € Buchgeld der Geschäftsbanken) hat sich durch die Änderung der Zahlungsgewohnheiten ihrem Betrag nach nicht geändert sondern nur in ihrer Zusammensetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ähnlicher Höhe liegen die heutigen Zahlen der zusammengefassten (konsolidierten) Bankenbilanzen.&lt;br /&gt;
Konsolidierte Gesamtbilanz für alle  Banken im Euro-Währungsgebiet, Februar 2012 aus Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;, Ausgabe 2012.&lt;br /&gt;
Täglich fällige Sichtguthaben 3.997 Mrd. €, Bargeld 848 Mrd. €, M1 = 4.845 Mrd. €.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Creutz betrachtet bei seinen Argumenten gegen die &amp;quot;Geldschöpfung der Geschäftsbanken&amp;quot; nur die Schnittstelle zwischen der Bankenwelt und den Nichtbanken. Da sich M1 nicht geändert hat und damit auch die Summe der kaufkraftfähigen Zahlungsmittel in der Wirtschaft nicht, kann es seinen Ausführungen nach auch zu keiner Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken gekommen sein.&lt;br /&gt;
Die Frage: &amp;quot;Können Geschäftsbanken aus dem Nichts Giralgeld schöpfen?&amp;quot;, kann jedoch nur beantwortet werden, wenn auch die Schnittstelle zwischen Geschäftsbanken und Zentralbanken mit einbezogen wird. Hatten die Geschäftsbanken anfangs noch 5 Billionen € Kredit bei der Zentralbank aufgenommen und im Gegenzug 5 Billionen € Kredit an die Nichtbanken vergeben, steht nach der Rückzahlung des &amp;quot;überflüssigen Bargelds&amp;quot; nur noch eine Million an Krediten bei der Zentralbank, den unveränderten 5 Billionen € Krediten an die Nichtbanken gegenüber. Der Merksatz der &amp;quot;orthodoxen Kredittheorie&amp;quot;, &amp;quot;''Eine Bank kann nicht mehr Kredit geben, als sie selbst erhalten hat''&amp;quot;, wurde ausgehebelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückzahlung von &amp;quot;überflüssigem Bargeld&amp;quot; erweist sich somit bei Betrachtung aller drei Akteure; Zentralbanken, Geschäftsbanken und Nichtbanken, als Schöpfung von Geschäftsbanken-Sichtguthaben aus dem Nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhöhung der Kreditgewährungsmöglichkeit (Fall B)====&lt;br /&gt;
Sichtguthaben können laut Creutz ausgeliehen werden. Hier zeigt sich ein Konflikt zwischen der Geldmengendefinition &amp;quot;M1&amp;quot; und der ansonsten von Creutz favorisierten &amp;quot;orthodoxen Kredittheorie&amp;quot;.&lt;br /&gt;
M1 ist definiert als Summe der umlaufenden Bargeldmenge, ohne Kassenbestände der Geschäftsbanken, plus Sichtguthaben der Nichtbanken bei den Geschäftsbanken. Wenn jetzt &amp;quot;Sichtguthabenbestände&amp;quot; zwischenzeitlich ausgeliehen werden können, findet damit eine Erhöhung der Geldmenge M1 statt. Auch Creutz sieht den Effekt eines zusätzlichen Nachfragepotentials in der Gesamtwirtschaft, bezeichnet den Vorgang der zusätzlichen Ausleihung aber nur als Effektivitätssteigerung durch die Nutzung von Sichtguthaben. Die offensichtlich stattgefundene Giralgeldschöpfung sieht er jedoch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph A. Schumpeter beschäftigt sich auch 1929 mit diesem Konflikt. Er nennt die, auf einer Bareinzahlung basierende Sichteinlage, ein &amp;quot;kompensiertes&amp;quot; Deposit. Es ist an die Stelle des Bargeldes getreten und hat dessen Verschwinden aus dem Wirtschaftskreislauf &amp;quot;kompemsiert&amp;quot;. Wird ein Teil des eingenommene Bargeldes nun verliehen, leiht die Bank offensichtlich nur etwas aus, was ihr &amp;quot;anvertraut&amp;quot; wurde. Schumpeter sieht darin eine ''&amp;quot;optische Täuschung, die manchen Praktiker veranlaßt, die Guthabenschöpfung durch die Banken zu  leugnen&amp;quot;''. Sowohl der Kunde der Bargeld eingezahlt hat wie auch der Kunde, der aufgrund des nicht benötigten Kassenbestandes ein zusätzliches Darlehen erhält, verfahren mit ihren Sichtguthaben so, als wenn sie bare Münze in ihrer Kasse hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Es ist ganz so, und es zeigt sich derselbe Effekt für den Abrechnungsprozeß, wie wenn der Betrag, der ausgeliehen wurde, nun auf einmal verdoppelt worden wäre. Nicht mehr als das ist gemeint, wenn gesagt wird, die Bank hätte das zusätzliche Guthaben durch den Akt der Kreditgewährung „geschaffen“. Ob diese Wendung dem Sachverhalt mehr oder weniger gerecht wird als andre, z. B. die Wendung, daß das vorhandene Geld nun besser „ausgenützt“ werde, können wir noch nicht beurteilen. Falsch kann sie, so interpretiert, nicht sein. Hingegen ist es falsch, den ursprünglichen Deponenten zum wahren Kreditgeber zu stempeln, es sei denn, daß er auf Investitionskonto deponierte. Denn Kreditgeben ist gerade das, was er nicht tun wollte, als er sich sein Scheckkonto eröffnen ließ.&amp;quot;''     &amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Joseph A. Schumpeter&lt;br /&gt;
 | Titel=Das Wesen des Geldes&lt;br /&gt;
 | Auflage=1&lt;br /&gt;
 | Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Rupprecht&lt;br /&gt;
 | Ort=Göttingen&lt;br /&gt;
 | Jahr=1970&lt;br /&gt;
 | ISBN=&lt;br /&gt;
}} (Seite 186 f.) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Kritik==== &lt;br /&gt;
Eine Schöpfung von zusätzlichen, kaufkraftwirksamen Zahlungsmitteln wird von Creutz beschrieben, jedoch nicht als Geldschöpfung erkannt. Er bezeichnet sie stattdessen als &amp;quot;Rückzahlung von überflüssigem Bargeld an die Zentralbank&amp;quot; oder aber als &amp;quot;Erhöhung der Kreditgewährungsmöglichkeiten der Banken&amp;quot; und damit eine &amp;quot;Effektivitätssteigerung in der Geldnutzung&amp;quot; (Seite 62). Die von ihm, seinem Werk zugrunde gelegte &amp;quot;orthodoxe Kredittheorie&amp;quot;, wird mit Elementen der &amp;quot;modernen Kredittheorie&amp;quot; angereichert. Die dabei entstehenden Widersprüche werden nicht erwähnt und folglich auch nicht aufgelöst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Helmut Creutz: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Helmut Creutz: Orthodoxe Kredittheorie&lt;br /&gt;
|nach_oben=Helmut Creutz: Inhalt&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Helmut Creutz: Multiple Geldschöpfung&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Helmut_Creutz:_Versteckte_Geldsch%C3%B6pfung&amp;diff=881</id>
		<title>Helmut Creutz: Versteckte Geldschöpfung</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Helmut_Creutz:_Versteckte_Geldsch%C3%B6pfung&amp;diff=881"/>
				<updated>2013-12-28T20:33:20Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: /* Versteckte Buchgeldschöpfung */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Helmut Creutz: Orthodoxe Kredittheorie&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;__notoc__&lt;br /&gt;
====Versteckte Buchgeldschöpfung====&lt;br /&gt;
Zahlt ein Kunde Bargeld auf sein Konto ein, so wandert dieses Bargeld in den Tresor der Bank. Im Gegenzug erhält der Kunde den eingezahlten Betrag auf seinem Girokonto gutgeschrieben. Im Tresor der Bank würde sich mit der Zeit eine große Menge Bargeld ansammeln, welches zum Teil nie bewegt würde. &lt;br /&gt;
Wie bereits in der Frühzeit der Bankgeschichte geschehen, hat noch jede Bank das eingelagerte Geld der Kunden [[Das Geldrätsel: Funktion: Eigengeschäfte der Banken| für eigene Geschäfte]] verwendet. Damals handelte es sich um Goldmünzen, für die Zettel (Banknoten) ausgegeben oder Bankeinlagen gutgeschrieben wurden. Dies geschah jedoch nicht im Verhältnis 1:1 sondern es wurden mehr Berechtigungen (Zettel, Banknoten, Sichteinlagen) ausgestellt als Barvermögen vorhanden war. Die Bank von England startete 1694 mit einem Verhältnis von etwa 1:2. Noch im 19. Jahrhundert galt die Dritteldeckung, das heißt ein Verhältnis von 1:3,  als seriös und wurde auch 1875 gesetzlich verankert.&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;Die Obergrenze der Notenausgabe wurde durch die Vorschrift der Dritteldeckung der Noten durch Gold und Reichkassenscheine festgelegt. ''[http://de.wikisource.org/wiki/Bankgesetz#.C2.A7._44. Bankgesetz] vom 14. März 1875, § 44, Abs. 3'' auf Wikisource&amp;lt;/ref&amp;gt; &lt;br /&gt;
Anfang des 20. Jahrhunderts stellte man die frühere Mehrfachnutzung des hinterlegten Geldes noch als Mißbrauch dar. &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=121686 ''Brockhaus' Konversationslexikon'', Band 2, Banken, Seite 372]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Aus der ursprünglich von B. zum Teil nur mißbräuchlich geschehenen Verwertung der hinterlegten Beträge entwickelte sich sodann im Laufe der Zeit eine geordnete und erlaubte Verwendung derselben, wodurch die B. in die Lage kamen, nicht nur auf die Einhebung von Gebühren für die Einlagen verzichten zu können, sondern selbst dafür Zinsen zu entrichten.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Dieses fragwürdige Verhalten der Banken ist heute ganz aus dem Blickfeld verschwunden. Auch wenn sich die Deckung damals auf das Verhältnis zwischen hinterlegten Goldmünzen und Banknoten bzw. Sichtguthaben bezog, ist das heutige Verhältnis von Bargeld zu Sichtguthaben von der Sache her vergleichbar. Das Verhältnis beträgt heute jedoch etwa 1:90, dass heißt, bei der Bank bildet 1 € Bargeld die Deckung für 90 € Sichtguthaben.&amp;lt;ref&amp;gt;Konsolidierte Gesamtbilanz für alle deutschen Banken, Februar 2012 aus Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;, Ausgabe 2012. Täglich fällige Sichtguthaben 1.293,3 Mrd. €, Barreserve 65,2 Mrd. €, wobei in der Barreseve auch noch Zentralbank-Buchgeld enthalten ist.&amp;lt;/ref&amp;gt; &amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Statistische_Beihefte_1/2013/2013_02_bankenstatistik.pdf?__blob=publicationFile Bankenstatistik Februar 2013, Statistisches Beiheft 1 zum Monatsbericht] I. Banken (MFIs) in Deutschland, Seite 6 ff. Für Februar 2012, Kassenbestand 14,4 Mrd. €, Guthaben bei Zentralnotenbank 50,8 Mrd. €.&amp;lt;/ref&amp;gt; Jedoch werden heute auch die Bank-Sichtguthaben bei der Zentralbank zur Barreserve gezählt, sodass  sich bei dessen Berücksichtigung ein Verhältnis von 1:20 einstellt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Um die Vertrauenswürdigkeit dieser Mehrfachnutzung zu beurteilen, folgendes Beispiel mit ähnlichem Sachverhalt aus der heutigen Wirtschaftswelt. Ein Unternehmer möchte eine neue Produktionsmaschine kaufen und benötigt dazu noch Geld, welches er sich bei seiner Bank leiht. Als Pfand überträgt er ihr schriftlich das Eigentum an der neuen Maschine. Da die Kreditsumme jedoch immer noch nicht zum Kauf der Maschine reicht, geht er zu einer zweiten Bank und bittet um einen Kredit. Auch dieser Bank sichert er schriftlich das Eigentum an der neuen Maschine zu. Gleichermaßen verfährt er mit einer dritten Bank. Auch ohne genaue Kenntnis der Rechtslage würde man dieses Vorgehen als Betrug bezeichnen. Solange er jedoch seine Zins- und Tilgungszahlungen regelmäßig leistet, wird niemand auf diesen Betrug aufmerksam. Sind alle Schulden getilgt ist auch dieser Missbrauch der Eigentumsrechte nicht mehr sichtbar. Erst wenn er zahlungsunfähig wird, fällt der Schwindel auf. Ähnlich gehen die Banken bei der Geldschöpfung vor. Das Eigentumsrecht an dem vorhandenen Bargeld wird mehrfach verkauft. Eine gesetzliche Regelung, dass dies als Betrug zu ahnden sei, existiert jedoch offensichtlich nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu dem Unternehmer, der für jeden Kredit Zinsen an die Bank zahlen muss, erhält die Bank bei jedem Verkauf von Berechtigungen ein Anrecht auf Zinszahlungen des Käufers.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Bodensatz ====&lt;br /&gt;
Die zuvor beschriebene mehrfache Verwendung des eingelagerten Bargeldes führte schließlich zur sogenannten Bodensatztheorie. Die Sichteinlagen der Bankkunden sind grundsätzlich jederzeit auf Anforderung an den Kunden auszuzahlen, daher stammt ja auch die &amp;quot;Einlage auf Sicht&amp;quot;. Hierzu müsste die Bank somit jederzeit den vollen Betrag der Sichteinlagen im Tresor als Bargeld vorhalten. Wie zuvor erläutert verbleibt indes ein Großteil dieser Einlagen auf den Sichtkonten, sodass im Durchschnitt von einer erheblichen Summe nicht in Anspruch genommener Sichtguthaben ausgegangen werden kann. Diesen Anteil bezeichnet man als Bodensatz. Bei einem Bodensatz in Höhe von 3/4 der Sichteinlagen werden von 400 Mrd € Sichteinlagen maximal 100 Mrd € für den Zahlungsverkehr verwendet. Da 300 Mrd € Bodensatz nicht benötigt werden, kann auch der Bargeldbestand entsprechend verringert werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Schöpfung von Sichteinlagen====&lt;br /&gt;
Durch den sich bildenden Bodensatz wird nicht alles eingelagerte Bargeld für den Geschäftsbetrieb benötigt. Das Beispiel [[Das_Geldrätsel:_Funktion:_Eigengeschäfte_der_Banken#Geldschöpfung der Girobanken| Geldschöpfung der Girobanken]] zeigt die Möglichkeiten der Geldvermehrung. 100.000 Bankgulden (Sichtguthaben) sind durch 100.000 Münzgulden aus Gold im Tresor der Bank gedeckt. Werden nun 50.000 Münzgulden aus dem Tresor der Bank entfernt, besteht keine volle Deckung mehr. Jetzt müssten auch die Bankgulden um 50.000 verringert werden. Geschieht dies nicht, sind 50.000 Bankgulden ohne Deckung entstanden. Sie wurden &amp;quot;geschöpft&amp;quot;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Creutz beschreibt genau diesen Vorgang auf Seite 61 unter &amp;quot;Welche Folgen hat eine Zunahme der Guthabenübertragungen für die Banken?&amp;quot; Er sieht mehrere Vorteile bei steigendem bargeldlosem Zahlungsverkehr. &lt;br /&gt;
{{Vorlage:Anmerkungen|''&amp;quot;Einmal können sie mit dem überflüssig werdenden Bargeld ihre zinspflichtigen Schulden bei der Notenbank und damit ihre Kosten reduzieren.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
Da das Bargeld bei den Geschäftsbanken reduziert wird bei gleichbleibendem Guthabenstand, entsteht ungedecktes Sichtguthaben. Creutz weiter:&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Anmerkungen|''&amp;quot;Und zum vierten erhöhen sich mit den vergrößerten Sichtguthabenbeständen die Kreditgewährungsmöglichkeiten der Banken und damit ihre Einnahmen aus dem Zinsgeschäft.&amp;quot;'' &lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;''&amp;quot;Obwohl sich durch die Benutzung von Sichtguthaben für den Einkommensbezieher keine Kaufkraftveränderung ergibt, ergibt sich also in der Gesamtwirtschaft ein zusätzliches Nachfragepotenzial über Kredite. Denn während die gehaltenen Geldscheine zwischen Erhalt und Weitergabe von keinem anderen genutzt werden können, kann die Bank die gehaltenen Sichtguthabenbestände zwischenzeitlich ausleihen. Das heißt, Sichtguthabenbestände werden effektiver genutzt als das Geld. Eine vergleichbare Nutzung beim Geld ergäbe sich, wenn jeder Halter eines Geldscheines diesen zwischen Einnahme und Ausgabe verleihen würde.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Zusammenhänge werden an Beispielen in der Tabelle mit 400 Mrd € Sichteinlagen  nochmals verdeutlicht.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:3em;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Fall&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:20em;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Vorgang&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:12em;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Bargeld in Mrd €&lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:12em;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Sichteinlage in Mrd €&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | A&lt;br /&gt;
|Einzahlung Bargeld, 400 Mrd €&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Rückzahlung an Zentralbank, 300 Mrd €&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| rowspan=&amp;quot;2&amp;quot; align=&amp;quot;center&amp;quot; | B&lt;br /&gt;
|Einzahlung Bargeld, 100 Mrd €&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|zusätzliche Kreditgewährung, 300 Mrd €&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold&amp;quot;|Endstand der Bilanz jeweils:&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5DA81&amp;quot;|100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold; background: #F5DA81&amp;quot;|400&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Im Fall &amp;quot;A&amp;quot; zahlt die Bank &amp;quot;überflüssiges Bargeld&amp;quot; an die Zentralbank zurück und mindert damit ihre Zinskosten. Zusätzliche Kredite gewährt die Bank im Fall &amp;quot;B&amp;quot; und erhöht zugleich ihre Zinseinnahmen.&lt;br /&gt;
Wesentlich bleibt, dass das ursprüngliche Verhältnis von Bargeld zu Sichteinlagen von 1:1 aufgegeben wurde zugunsten eines als ausreichend erachteten Verhältnisses von 1:4. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wichtige Erkenntnis kann man festhalten, dass in beiden Fällen 3/4  der Sichteinlagen keine Deckung mehr besitzen, sie wurden geschöpft.&lt;br /&gt;
{{Kasten blass|Die Entstehung von ungedecktem Sichtguthaben wird allgemein als &amp;quot;Giralgeldschöpfung&amp;quot; bezeichnet.}}&lt;br /&gt;
Es zeigt sich auch, dass in der Bilanzposition &amp;quot;Sichteinlagen&amp;quot; nicht mehr erkennbar ist, ob diese aufgrund einer Bareinzahlung oder aber einer Kreditgewährung entstanden sind. Auch die Unterscheidung in Rückzahlung von &amp;quot;überflüssigem Bargeld&amp;quot; an die Zentralbank und zusätzliche Kreditgewährung, ist in den Bilanzzahlen nicht mehr sichtbar. Aufgrund des sich ergebenden Interpretationsspielraumes sind &amp;quot;Beweise&amp;quot; für oder gegen eine Giralgeldschöpfung, auf der Grundlage von Bilanzzahlen, sehr sorgfältig zu analysieren.  &amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
[[File:Information_icon4.svg|16px]] [http://um-bruch.net/pdf/Bilanz11.pdf Weitere Details mit Bilanzausschnitten]&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Überflüssiges Bargeld (Fall A)====&lt;br /&gt;
Noch ein Beispiel zur Verdeutlichung der Giralgeldschöpfung, unterstützt von aktuellen Zahlen aus dem Euro-Währungsgebiet. Die geschilderten Vorgänge haben in der Praxis so nie stattgefunden sondern sollen nur demonstrieren, wie sich die zusammengefasste Bankbilanz theoretisch aufgebaut haben könnte. Zentralbanken, Geschäftsbanken und auch die Nichtbanken werden jeweils als zusammengefasste Teilnehmergruppe angesehen. Aktionen innerhalb dieser Teilnehmergruppen bleiben unberücksichtigt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
  Die Geschäftsbanken [[Datei:Zahlungsverkehr6.png|links]]ordern 5 Billionen € Bargeld und müssen dafür einen Kredit über 5 Billionen € bei den Zentralbanken aufnehmen. Die Nichtbanken nehmen Kredite in Höhe von 5 Billionen € bei den Geschäftsbanken auf und lassen sich diese Kredite bar auszahlen. Die Geldmenge M1 in der Wirtschaft besteht jetzt aus diesen 5 Billionen € Bargeld.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Nichtbanken stellen ihre Zahlungsgewohnheiten um und zahlen 4/5 ihrer Käufe mit Geschäftsbanken-Buchgeld, d. h. sie bringen 4 Billionen € Bargeld zu den Banken zurück. Daraufhin wird von den Geschäftsbanken das &amp;quot;überflüssige Bargeld&amp;quot;, 4 Billionen €, an die Zentralbank zurückgezahlt. In der Grafik sind die Änderungen an den roten Zahlen erkennbar. Die Geschäftsbanken haben jetzt nur noch Kredite in Höhe von 1 Billion € von den Zentralbanken, aber 5 Billionen € Kredite an Kunden vergeben. Die Geldmenge M1 (1 Billion € Bargeld + 4 Billionen € Buchgeld der Geschäftsbanken) hat sich durch die Änderung der Zahlungsgewohnheiten ihrem Betrag nach nicht geändert sondern nur in ihrer Zusammensetzung.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
In ähnlicher Höhe liegen die heutigen Zahlen der zusammengefassten (konsolidierten) Bankenbilanzen.&lt;br /&gt;
Konsolidierte Gesamtbilanz für alle  Banken im Euro-Währungsgebiet, Februar 2012 aus Schülerbuch &amp;quot;Geld und Geldpolitik&amp;quot;, Ausgabe 2012.&lt;br /&gt;
Täglich fällige Sichtguthaben 3.997 Mrd. €, Bargeld 848 Mrd. €, M1 = 4.845 Mrd. €.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
H. Creutz betrachtet bei seinen Argumenten gegen die &amp;quot;Geldschöpfung der Geschäftsbanken&amp;quot; nur die Schnittstelle zwischen der Bankenwelt und den Nichtbanken. Da sich M1 nicht geändert hat und damit auch die Summe der kaufkraftfähigen Zahlungsmittel in der Wirtschaft nicht, kann es seinen Ausführungen nach auch zu keiner Giralgeldschöpfung der Geschäftsbanken gekommen sein.&lt;br /&gt;
Die Frage: &amp;quot;Können Geschäftsbanken aus dem Nichts Giralgeld schöpfen?&amp;quot;, kann jedoch nur beantwortet werden, wenn auch die Schnittstelle zwischen Geschäftsbanken und Zentralbanken mit einbezogen wird. Hatten die Geschäftsbanken anfangs noch 5 Billionen € Kredit bei der Zentralbank aufgenommen und im Gegenzug 5 Billionen € Kredit an die Nichtbanken vergeben, steht nach der Rückzahlung des &amp;quot;überflüssigen Bargelds&amp;quot; nur noch eine Million an Krediten bei der Zentralbank, den unveränderten 5 Billionen € Krediten an die Nichtbanken gegenüber. Der Merksatz der &amp;quot;orthodoxen Kredittheorie&amp;quot;, &amp;quot;''Eine Bank kann nicht mehr Kredit geben, als sie selbst erhalten hat''&amp;quot;, wurde ausgehebelt.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Rückzahlung von &amp;quot;überflüssigem Bargeld&amp;quot; erweist sich somit bei Betrachtung aller drei Akteure; Zentralbanken, Geschäftsbanken und Nichtbanken, als Schöpfung von Geschäftsbanken-Sichtguthaben aus dem Nichts.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
====Erhöhung der Kreditgewährungsmöglichkeit (Fall B)====&lt;br /&gt;
Sichtguthaben können laut Creutz ausgeliehen werden. Hier zeigt sich ein Konflikt zwischen der Geldmengendefinition &amp;quot;M1&amp;quot; und der ansonsten von Creutz favorisierten &amp;quot;orthodoxen Kredittheorie&amp;quot;.&lt;br /&gt;
M1 ist definiert als Summe der umlaufenden Bargeldmenge, ohne Kassenbestände der Geschäftsbanken, plus Sichtguthaben der Nichtbanken bei den Geschäftsbanken. Wenn jetzt &amp;quot;Sichtguthabenbestände&amp;quot; zwischenzeitlich ausgeliehen werden können, findet damit eine Erhöhung der Geldmenge M1 statt. Auch Creutz sieht den Effekt eines zusätzlichen Nachfragepotentials in der Gesamtwirtschaft, bezeichnet den Vorgang der zusätzlichen Ausleihung aber nur als Effektivitätssteigerung durch die Nutzung von Sichtguthaben. Die offensichtlich stattgefundene Giralgeldschöpfung sieht er jedoch nicht. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Joseph A. Schumpeter beschäftigt sich auch 1929 mit diesem Konflikt. Er nennt die, auf einer Bareinzahlung basierende Sichteinlage, ein &amp;quot;kompensiertes&amp;quot; Deposit. Es ist an die Stelle des Bargeldes getreten und hat dessen Verschwinden aus dem Wirtschaftskreislauf &amp;quot;kompemsiert&amp;quot;. Wird ein Teil des eingenommene Bargeldes nun verliehen, leiht die Bank offensichtlich nur etwas aus, was ihr &amp;quot;anvertraut&amp;quot; wurde. Schumpeter sieht darin eine ''&amp;quot;optische Täuschung, die manchen Praktiker veranlaßt, die Guthabenschöpfung durch die Banken zu  leugnen&amp;quot;''. Sowohl der Kunde der Bargeld eingezahlt hat wie auch der Kunde, der aufgrund des nicht benötigten Kassenbestandes ein zusätzliches Darlehen erhält, verfahren mit ihren Sichtguthaben so, als wenn sie bare Münze in ihrer Kasse hätten. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
''&amp;quot;Es ist ganz so, und es zeigt sich derselbe Effekt für den Abrechnungsprozeß, wie wenn der Betrag, der ausgeliehen wurde, nun auf einmal verdoppelt worden wäre. Nicht mehr als das ist gemeint, wenn gesagt wird, die Bank hätte das zusätzliche Guthaben durch den Akt der Kreditgewährung „geschaffen“. Ob diese Wendung dem Sachverhalt mehr oder weniger gerecht wird als andre, z. B. die Wendung, daß das vorhandene Geld nun besser „ausgenützt“ werde, können wir noch nicht beurteilen. Falsch kann sie, so interpretiert, nicht sein. Hingegen ist es falsch, den ursprünglichen Deponenten zum wahren Kreditgeber zu stempeln, es sei denn, daß er auf Investitionskonto deponierte. Denn Kreditgeben ist gerade das, was er nicht tun wollte, als er sich sein Scheckkonto eröffnen ließ.&amp;quot;''     &amp;lt;ref&amp;gt;{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Joseph A. Schumpeter&lt;br /&gt;
 | Titel=Das Wesen des Geldes&lt;br /&gt;
 | Auflage=1&lt;br /&gt;
 | Verlag=Vandenhoeck &amp;amp; Rupprecht&lt;br /&gt;
 | Ort=Göttingen&lt;br /&gt;
 | Jahr=1970&lt;br /&gt;
 | ISBN=&lt;br /&gt;
}} (Seite 186 f.) &lt;br /&gt;
&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
====Kritik==== &lt;br /&gt;
Eine Schöpfung von zusätzlichen, kaufkraftwirksamen Zahlungsmitteln wird von Creutz beschrieben, jedoch nicht als Geldschöpfung erkannt. Er bezeichnet sie stattdessen als &amp;quot;Rückzahlung von überflüssigem Bargeld an die Zentralbank&amp;quot; oder aber als &amp;quot;Erhöhung der Kreditgewährungsmöglichkeiten der Banken&amp;quot; und damit eine &amp;quot;Effektivitätssteigerung in der Geldnutzung&amp;quot; (Seite 62). Die von ihm, seinem Werk zugrunde gelegte &amp;quot;orthodoxe Kredittheorie&amp;quot;, wird mit Elementen der &amp;quot;modernen Kredittheorie&amp;quot; angereichert. Die dabei entstehenden Widersprüche werden nicht erwähnt und folglich auch nicht aufgelöst. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Helmut Creutz: Inhalt&lt;br /&gt;
|zurueck=Helmut Creutz: Orthodoxe Kredittheorie&lt;br /&gt;
|nach_oben=Helmut Creutz: Inhalt&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Helmut Creutz: Multiple Geldschöpfung&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweis==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Funktion:_Eigengesch%C3%A4fte_der_Banken&amp;diff=880</id>
		<title>Das Geldrätsel: Funktion: Eigengeschäfte der Banken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Funktion:_Eigengesch%C3%A4fte_der_Banken&amp;diff=880"/>
				<updated>2013-12-28T20:19:52Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: /* Eigengeschäfte der Bank */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
|seite_mit_inhaltsverzeichnis=Das Geldrätsel: Inhaltsverzeichnis&lt;br /&gt;
|zurueck=Das Geldrätsel: Funktion: Depositen- und Girobanken&lt;br /&gt;
|nach_oben=Das Geldrätsel: Funktion&lt;br /&gt;
|vorwaerts=Das Geldrätsel: Funktion: Zettelbanken&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;__notoc__&lt;br /&gt;
==Eigengeschäfte der Bank==&lt;br /&gt;
Solange die Monetabank als reiner Dienstleistungsbetrieb tätig war, waren auch die eingelagerten Münzen relativ sicher. Relativ deshalb, da auch ein Einbruch in das gut abgesicherte und bewachte Bankgebäude nicht ganz ausgeschlossen werden konnte. Die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls war jedoch gering.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wesentlich höhere Gefahr entstand jedoch, sobald die Bank eigene Geschäfte betrieb und auch mit dem Verleihen von Geld begann. Da der Eigentümer der Bank in der Regel kein Habenichts war, sondern eher ein gut betuchter Geschäftsmann, führte er neben dem Dienstleistungsbetrieb &amp;quot;Girobank&amp;quot; noch Geschäfte auf eigene Rechnung aus. Er war im Warenhandel tätig und verlieh auch Geld  gegen Zinsen. Auch wenn zu dieser Zeit ein Zinsverbot bestand, existierten vielfältige Möglichkeiten dieses zu umgehen. Der Effekt blieb der gleiche; das ausgeliehene Geld kam mit einem Zuschlag zurück. &amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kaum ein Bankbesitzer konnte jedoch akzeptieren, dass in seinen Gewölben große Mengen Münzen lagerten, ohne genutzt zu werden. &lt;br /&gt;
Dies um so mehr, als sich zeigte, dass der bei weitem überwiegende Teil der Münzen nie bewegt wurde. Es wurde nämlich von den Kunden immer nur ein Teil der Münzen gleichzeitig als Auszahlung verlangt sowie wieder neue eingezahlt.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Situation hatte der Bankbesitzer zwei Möglichkeiten.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er entnahm 50.000 Gulden von den eingelagerten 100.000 Gulden und setzte sie ohne Wissen seiner Kunden für eigene Geschäfte ein. Von den Kunden wird dies keiner merken, da nicht sämtliche Kunden auf einmal kommen um ihr gesamtes Bargeld abzuheben. Diese unerlaubte Entnahme des hinterlegten Bargeldes wird in der älteren Literatur auch eindeutig als illegal beschrieben (Brockhaus; Banken, 1896)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=121686 ''Brockhaus' Konversationslexikon'', Band 2, Banken, Seite 372]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Aus der ursprünglich von B. zum Teil nur mißbräuchlich geschehenen Verwertung der hinterlegten Beträge entwickelte sich sodann im Laufe der Zeit eine geordnete und erlaubte Verwendung derselben, wodurch die B. in die Lage kamen, nicht nur auf die Einhebung von Gebühren für die Einlagen verzichten zu können, sondern selbst dafür Zinsen zu entrichten.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits zuvor angedeutet bestand jedoch auch die Möglichkeit einer &amp;quot;''geordneten und erlaubten Verwendung''&amp;quot;. Ihren Kunden teilte die Monetabank mit, dass sie künftig kein Entgelt mehr für die Dienstleistung &amp;quot;Führung des Kontenblattes und Verwahrung des Bargeldes&amp;quot; zahlen müssten, wenn diese zustimmten, dass die Monetabank mit dem eingelagerten Bargeld auch selbst Geschäfte tätigen dürfte. Man sei zusätzlich bereit, sogar Zinsen auf das eingelagerte Geld zu zahlen. Da die Bank ja bekannterweise sehr seriös arbeite, das eingesetzte Geld sehr umsichtig einsetze und insgesamt großes Vertrauen genieße, würde sich für den Kunden in Bezug auf die Sicherheit seines Geldes nichts ändern.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kunden stimmten zu, da ja Gebühren wegfielen und sogar noch ein Gewinn mit dem eingelagerten Geld erzielt werden konnte.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch wenn dies bei einer Kontoeröffnung heutezutage niemandem mehr transparent dargestellt wird, so willigt man mit der Eröffnung eines Girokontos ein, dass die Bank das eingezahlte Geld für eigene Geschäfte verwenden darf. Dies ist so selbstverständlich geworden, dass es von Seite der Banken keiner besonderen Erwähnung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß dem Hinweis im Brockhaus wurde es Ende des 18. Jahrhunderts noch eindeutig als Missbrauch angesehen, wenn eine Bank die Einlagen der Kunden für eigene Zwecke benutzte. Jede Bank setzt heute die Kreditgewährung, basierend auf Kundeneinlagen, als Grundlage ihrer Tätigkeit voraus. Es handelt sich bei den Kundeneinlagen um den Teil der Sichteinlagen, der aufgrund von Bargeldeinzahlungen zustande kommt. Ein Unrechtsbewusstsein der Banken bei diesem Vorgehen ist nicht mehr vorhanden. Auch in der Fachliteratur sucht man einen Hinweis auf diese &amp;quot;verdeckte Bankenfinazierung&amp;quot; in Form einer [[Martin Scheytt: Kreditkettentheorie# Versteckte Buchgeldschöpfung|versteckten Buchgeldschöpfung]] vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geldmenge des Staates==&lt;br /&gt;
Hat sich durch die Aktivitäten der [[file:monetabank2.png|miniatur|200px| Monetabank ohne Geldschöpfung]]Monetabank etwas an der Geldmenge des Staates geändert?&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, dass im Staat insgesamt eine Geldmenge von 500.000 Gulden, bestehend aus Goldmünzen, vorhanden ist. Die Monetabank wirbt nun Kunden ein und veranlasst diese, 100.000 Gulden in der Bank einzulagern. Diese Münzen werden somit der umlaufenden Geldmenge im Staat entzogen. Im Gegenzug werden jedoch 100.000 Gulden an Giralgeld geschaffen. Zur Unterscheidung von den tatsächlich existierenden Gulden aus Gold nennen wir diese Bankgulden. Sie bestehen nur im Kontenbuch der Monetabank.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Wirtschaftskreislauf des Staates befinden sich also nun 400.000 Gulden zuzüglich der 100.000 Bankgulden. Da mit diesen Bankgulden ebenfalls wie mit &amp;quot;echten&amp;quot; Gulden Geschäfte getätigt werden, also Waren gekauf und verkauft werden, hat sich an der sogenannten &amp;quot;umlaufenden&amp;quot; Geldmenge im Staate nichts geändert. Dies aber nur, wenn die 100.000 Gulden in der Monetabank auch wirklich dort deponiert bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geldschöpfung der Girobanken==&lt;br /&gt;
Welche Auswirkungen hat aber die Entnahme von 50.000 Gulden Münzgeld aus [[file:Monetabank3.png|miniatur|200px| Monetabank mit Geldschöpfung]] dem, bei der Monetabank eingelagerten, Münzschatz?&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:75%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Herkunft &lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:25%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Betrag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Münzgeldmenge des Staates&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|400.000 Gulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Giralgeld der Monetabank&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|100.000 Gulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwischensumme vor der Geldschöpfung&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|500.000 Gulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geldschöpfung, zusätzliches Münzgeld wird durch die Monetabank wieder eingeschleust.&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|50.000 Gulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Summe der umlaufenden Geldmenge nach der Geldschöpfung&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|550.000 Gulden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu der Beschreibung im letzten Abschnitt wird durch die Entnahme von Geld aus dem deponierten Münzschatz der Monetabank, die umlaufende Geldmenge verändert. 50.000 Gulden wurden von dem deponierten Geld entnommen und wieder in den Wirtschaftskreislauf eingeschleust. Die gesamte umlaufende Geldmenge setzt sich nun wie in der obigen Tabelle dargestellt zusammen.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Einschleusen der 50.000 Gulden hat sich also die umlaufende Geldmenge vermehrt. Es ist Geld entstanden. Woraus ist dieses Geld entstanden? Es ist aus dem &amp;quot;'''Nichts'''&amp;quot; entstanden. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nächstes stellt sich die Frage; wodurch ist dieses zusätzliche Geld denn gedeckt? Im Staat existieren 500.000 Gulden in Form von Goldmünzen. Es sind aber 550.000 Gulden in Umlauf. Also existieren 50.000 Gulden ohne Deckung. Es sind dies die 50.000 Bankgulden, für welche kein entsprechender Münzwert mehr hinterlegt ist. Genau genommen ist mit dem Inverkehrbringen von Münzen aus dem deponierten Bankschatz die Deckung der Bankgulden vermindert worden. Würde bekannt werden, dass die 100.000 Bankgulden nur mit 50.000 echten Gulden gedeckt sind, wäre dass Vertrauen in die Bankgulden dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch unauffälliger lässt sich das Geld vermehren, wenn die Monetabank einfach mehr Bankgulden in den Büchern erzeugt, als an Münzen tatsächlich eingelagert sind. Der Besitzer der Monetabank entnimmt in diesem Fall nicht 50.000 Gulden aus dem deponierten Münzschatz sondern schreibt sich auf seinem Kontenblatt einen Wert von 50.000 Gulden gut. Niemand außer ihm weiß davon, dass für diesen Betrag kein Bargeld hinterlegt ist. Der Bankbesitzer kann mit diesem, aus dem &amp;quot;Nichts&amp;quot; geschaffenen Bankgeld, auch Giralgeld genannt, Geschäfte tätigen oder es an andere Kunden ausleihen. Ihm ist aber bewusst, dass zum Tage X, wenn alle Bankkunden ihr Bargeld zurückhaben wollen, 50.000 Münzgulden fehlen. Die Erzeugung von dem ungedeckten Giralgeld wird jedoch niemandem auffallen, da der Tag X vom Bankbesitzer nicht eingeplant wurde und solange er das Vertrauen seiner Kunden besitzt, auch tatsächlich nicht eintreten wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Das Geldrätsel: Funktion: Depositen- und Girobanken&lt;br /&gt;
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|vorwaerts=Das Geldrätsel: Funktion: Zettelbanken&lt;br /&gt;
}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Funktion:_Eigengesch%C3%A4fte_der_Banken&amp;diff=879</id>
		<title>Das Geldrätsel: Funktion: Eigengeschäfte der Banken</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Funktion:_Eigengesch%C3%A4fte_der_Banken&amp;diff=879"/>
				<updated>2013-12-28T20:17:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: /* Eigengeschäfte der Bank */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;__notoc__&lt;br /&gt;
==Eigengeschäfte der Bank==&lt;br /&gt;
Solange die Monetabank als reiner Dienstleistungsbetrieb tätig war, waren auch die eingelagerten Münzen relativ sicher. Relativ deshalb, da auch ein Einbruch in das gut abgesicherte und bewachte Bankgebäude nicht ganz ausgeschlossen werden konnte. Die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls war jedoch gering.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wesentlich höhere Gefahr entstand jedoch, sobald die Bank eigene Geschäfte betrieb und auch mit dem Verleihen von Geld begann. Da der Eigentümer der Bank in der Regel kein Habenichts war, sondern eher ein gut betuchter Geschäftsmann, führte er neben dem Dienstleistungsbetrieb &amp;quot;Girobank&amp;quot; noch Geschäfte auf eigene Rechnung aus. Er war im Warenhandel tätig und verlieh auch Geld  gegen Zinsen. Auch wenn zu dieser Zeit ein Zinsverbot bestand, existierten vielfältige Möglichkeiten dieses zu umgehen. Der Effekt blieb der gleiche; das ausgeliehene Geld kam mit einem Zuschlag zurück. &amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kaum ein Bankbesitzer konnte jedoch akzeptieren, dass in seinen Gewölben große Mengen Münzen lagerten, ohne genutzt zu werden. &lt;br /&gt;
Dies um so mehr, als sich zeigte, dass der bei weitem überwiegende Teil der Münzen nie bewegt wurde. Es wurde nämlich von den Kunden immer nur ein Teil der Münzen als Auszahlung verlangt.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Situation hatte der Bankbesitzer zwei Möglichkeiten.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er entnahm 50.000 Gulden von den eingelagerten 100.000 Gulden und setzte sie ohne Wissen seiner Kunden für eigene Geschäfte ein. Von den Kunden wird dies keiner merken, da nicht sämtliche Kunden auf einmal kommen um ihr gesamtes Bargeld abzuheben. Diese unerlaubte Entnahme des hinterlegten Bargeldes wird in der älteren Literatur auch eindeutig als illegal beschrieben (Brockhaus; Banken, 1896)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=121686 ''Brockhaus' Konversationslexikon'', Band 2, Banken, Seite 372]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Aus der ursprünglich von B. zum Teil nur mißbräuchlich geschehenen Verwertung der hinterlegten Beträge entwickelte sich sodann im Laufe der Zeit eine geordnete und erlaubte Verwendung derselben, wodurch die B. in die Lage kamen, nicht nur auf die Einhebung von Gebühren für die Einlagen verzichten zu können, sondern selbst dafür Zinsen zu entrichten.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits zuvor angedeutet bestand jedoch auch die Möglichkeit einer &amp;quot;''geordneten und erlaubten Verwendung''&amp;quot;. Ihren Kunden teilte die Monetabank mit, dass sie künftig kein Entgelt mehr für die Dienstleistung &amp;quot;Führung des Kontenblattes und Verwahrung des Bargeldes&amp;quot; zahlen müssten, wenn diese zustimmten, dass die Monetabank mit dem eingelagerten Bargeld auch selbst Geschäfte tätigen dürfte. Man sei zusätzlich bereit, sogar Zinsen auf das eingelagerte Geld zu zahlen. Da die Bank ja bekannterweise sehr seriös arbeite, das eingesetzte Geld sehr umsichtig einsetze und insgesamt großes Vertrauen genieße, würde sich für den Kunden in Bezug auf die Sicherheit seines Geldes nichts ändern.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kunden stimmten zu, da ja Gebühren wegfielen und sogar noch ein Gewinn mit dem eingelagerten Geld erzielt werden konnte.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch wenn dies bei einer Kontoeröffnung heutezutage niemandem mehr transparent dargestellt wird, so willigt man mit der Eröffnung eines Girokontos ein, dass die Bank das eingezahlte Geld für eigene Geschäfte verwenden darf. Dies ist so selbstverständlich geworden, dass es von Seite der Banken keiner besonderen Erwähnung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß dem Hinweis im Brockhaus wurde es Ende des 18. Jahrhunderts noch eindeutig als Missbrauch angesehen, wenn eine Bank die Einlagen der Kunden für eigene Zwecke benutzte. Jede Bank setzt heute die Kreditgewährung, basierend auf Kundeneinlagen, als Grundlage ihrer Tätigkeit voraus. Es handelt sich bei den Kundeneinlagen um den Teil der Sichteinlagen, der aufgrund von Bargeldeinzahlungen zustande kommt. Ein Unrechtsbewusstsein der Banken bei diesem Vorgehen ist nicht mehr vorhanden. Auch in der Fachliteratur sucht man einen Hinweis auf diese &amp;quot;verdeckte Bankenfinazierung&amp;quot; in Form einer [[Martin Scheytt: Kreditkettentheorie# Versteckte Buchgeldschöpfung|versteckten Buchgeldschöpfung]] vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geldmenge des Staates==&lt;br /&gt;
Hat sich durch die Aktivitäten der [[file:monetabank2.png|miniatur|200px| Monetabank ohne Geldschöpfung]]Monetabank etwas an der Geldmenge des Staates geändert?&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, dass im Staat insgesamt eine Geldmenge von 500.000 Gulden, bestehend aus Goldmünzen, vorhanden ist. Die Monetabank wirbt nun Kunden ein und veranlasst diese, 100.000 Gulden in der Bank einzulagern. Diese Münzen werden somit der umlaufenden Geldmenge im Staat entzogen. Im Gegenzug werden jedoch 100.000 Gulden an Giralgeld geschaffen. Zur Unterscheidung von den tatsächlich existierenden Gulden aus Gold nennen wir diese Bankgulden. Sie bestehen nur im Kontenbuch der Monetabank.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Wirtschaftskreislauf des Staates befinden sich also nun 400.000 Gulden zuzüglich der 100.000 Bankgulden. Da mit diesen Bankgulden ebenfalls wie mit &amp;quot;echten&amp;quot; Gulden Geschäfte getätigt werden, also Waren gekauf und verkauft werden, hat sich an der sogenannten &amp;quot;umlaufenden&amp;quot; Geldmenge im Staate nichts geändert. Dies aber nur, wenn die 100.000 Gulden in der Monetabank auch wirklich dort deponiert bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geldschöpfung der Girobanken==&lt;br /&gt;
Welche Auswirkungen hat aber die Entnahme von 50.000 Gulden Münzgeld aus [[file:Monetabank3.png|miniatur|200px| Monetabank mit Geldschöpfung]] dem, bei der Monetabank eingelagerten, Münzschatz?&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; &lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:75%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Herkunft &lt;br /&gt;
!style=&amp;quot;width:25%;background-color:#ECF1FF;&amp;quot;| Betrag&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Münzgeldmenge des Staates&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|400.000 Gulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Giralgeld der Monetabank&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|100.000 Gulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Zwischensumme vor der Geldschöpfung&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|500.000 Gulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Geldschöpfung, zusätzliches Münzgeld wird durch die Monetabank wieder eingeschleust.&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|50.000 Gulden&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Summe der umlaufenden Geldmenge nach der Geldschöpfung&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|550.000 Gulden&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Gegensatz zu der Beschreibung im letzten Abschnitt wird durch die Entnahme von Geld aus dem deponierten Münzschatz der Monetabank, die umlaufende Geldmenge verändert. 50.000 Gulden wurden von dem deponierten Geld entnommen und wieder in den Wirtschaftskreislauf eingeschleust. Die gesamte umlaufende Geldmenge setzt sich nun wie in der obigen Tabelle dargestellt zusammen.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Einschleusen der 50.000 Gulden hat sich also die umlaufende Geldmenge vermehrt. Es ist Geld entstanden. Woraus ist dieses Geld entstanden? Es ist aus dem &amp;quot;'''Nichts'''&amp;quot; entstanden. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nächstes stellt sich die Frage; wodurch ist dieses zusätzliche Geld denn gedeckt? Im Staat existieren 500.000 Gulden in Form von Goldmünzen. Es sind aber 550.000 Gulden in Umlauf. Also existieren 50.000 Gulden ohne Deckung. Es sind dies die 50.000 Bankgulden, für welche kein entsprechender Münzwert mehr hinterlegt ist. Genau genommen ist mit dem Inverkehrbringen von Münzen aus dem deponierten Bankschatz die Deckung der Bankgulden vermindert worden. Würde bekannt werden, dass die 100.000 Bankgulden nur mit 50.000 echten Gulden gedeckt sind, wäre dass Vertrauen in die Bankgulden dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch unauffälliger lässt sich das Geld vermehren, wenn die Monetabank einfach mehr Bankgulden in den Büchern erzeugt, als an Münzen tatsächlich eingelagert sind. Der Besitzer der Monetabank entnimmt in diesem Fall nicht 50.000 Gulden aus dem deponierten Münzschatz sondern schreibt sich auf seinem Kontenblatt einen Wert von 50.000 Gulden gut. Niemand außer ihm weiß davon, dass für diesen Betrag kein Bargeld hinterlegt ist. Der Bankbesitzer kann mit diesem, aus dem &amp;quot;Nichts&amp;quot; geschaffenen Bankgeld, auch Giralgeld genannt, Geschäfte tätigen oder es an andere Kunden ausleihen. Ihm ist aber bewusst, dass zum Tage X, wenn alle Bankkunden ihr Bargeld zurückhaben wollen, 50.000 Münzgulden fehlen. Die Erzeugung von dem ungedeckten Giralgeld wird jedoch niemandem auffallen, da der Tag X vom Bankbesitzer nicht eingeplant wurde und solange er das Vertrauen seiner Kunden besitzt, auch tatsächlich nicht eintreten wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Das_Geldr%C3%A4tsel:_Funktion:_Eigengesch%C3%A4fte_der_Banken&amp;diff=878</id>
		<title>Das Geldrätsel: Funktion: Eigengeschäfte der Banken</title>
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				<updated>2013-12-28T20:07:34Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
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==Eigengeschäfte der Bank==&lt;br /&gt;
Solange die Monetabank als reiner Dienstleistungsbetrieb tätig war, waren auch die eingelagerten Münzen relativ sicher. Relativ deshalb, da auch ein Einbruch in das gut abgesicherte und bewachte Bankgebäude nicht ganz ausgeschlossen werden konnte. Die Wahrscheinlichkeit eines Diebstahls war jedoch gering.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Eine wesentlich höhere Gefahr entstand jedoch, sobald die Bank eigene Geschäfte betrieb und auch mit dem Verleihen von Geld begann. Da der Eigentümer der Bank in der Regel kein Habenichts war, sondern eher ein gut betuchter Geschäftsmann, führte er neben dem Dienstleistungsbetrieb &amp;quot;Girobank&amp;quot; noch Geschäfte auf eigene Rechnung aus. Er war im Warenhandel tätig und verlieh auch Geld  gegen Zinsen. Auch wenn zu dieser Zeit ein Zinsverbot bestand, existierten vielfältige Möglichkeiten dieses zu umgehen. Der Effekt blieb der gleiche; das ausgeliehene Geld kam mit einem Zuschlag zurück. &amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Kaum ein Bankbesitzer konnte jedoch akzeptieren, dass in seinen Gewölben sehr große Mengen Münzen nutzlos lagerten, welche er jedoch zur Mehrung seines Vermögens nicht einsetzen konnte. &lt;br /&gt;
Dies besonders nachdem er feststellte, dass der bei weitem überwiegende Teil der Münzen nie bewegt wurde, das heißt sie wurden von der Bank nicht für Auszahlungen benötigt.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
In dieser Situation hatte der Bankbesitzer zwei Möglichkeiten.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Er entnahm 50.000 Gulden von den eingelagerten 100.000 Gulden und setzte sie ohne Wissen seiner Kunden für eigene Geschäfte ein. Von den Kunden wird dies keiner merken, da nicht sämtliche Kunden auf einmal kommen um ihr gesamtes Bargeld abzuheben. Diese unerlaubte Entnahme des hinterlegten Bargeldes wird in der älteren Literatur auch eindeutig als illegal beschrieben (Brockhaus; Banken, 1896)&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.retrobibliothek.de/retrobib/seite.html?id=121686 ''Brockhaus' Konversationslexikon'', Band 2, Banken, Seite 372]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&amp;lt;br/&amp;gt; &lt;br /&gt;
{{Kasten blass|''&amp;quot;Aus der ursprünglich von B. zum Teil nur mißbräuchlich geschehenen Verwertung der hinterlegten Beträge entwickelte sich sodann im Laufe der Zeit eine geordnete und erlaubte Verwendung derselben, wodurch die B. in die Lage kamen, nicht nur auf die Einhebung von Gebühren für die Einlagen verzichten zu können, sondern selbst dafür Zinsen zu entrichten.&amp;quot;''}}&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Wie bereits zuvor angedeutet bestand jedoch auch die Möglichkeit einer &amp;quot;''geordneten und erlaubten Verwendung''&amp;quot;. Ihren Kunden teilte die Monetabank mit, dass sie künftig kein Entgelt mehr für die Dienstleistung &amp;quot;Führung des Kontenblattes und Verwahrung des Bargeldes&amp;quot; zahlen müssten, wenn diese zustimmten, dass die Monetabank mit dem eingelagerten Bargeld auch selbst Geschäfte tätigen dürfte. Man sei zusätzlich bereit, sogar Zinsen auf das eingelagerte Geld zu zahlen. Da die Bank ja bekannterweise sehr seriös arbeite, das eingesetzte Geld sehr umsichtig einsetze und insgesamt großes Vertrauen genieße, würde sich für den Kunden in Bezug auf die Sicherheit seines Geldes nichts ändern.&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Die Kunden stimmten zu, da ja Gebühren wegfielen und sogar noch ein Gewinn mit dem eingelagerten Geld erzielt werden konnte.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Auch wenn dies bei einer Kontoeröffnung heutezutage niemandem mehr transparent dargestellt wird, so willigt man mit der Eröffnung eines Girokontos ein, dass die Bank das eingezahlte Geld für eigene Geschäfte verwenden darf. Dies ist so selbstverständlich geworden, dass es von Seite der Banken keiner besonderen Erwähnung bedarf. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Gemäß dem Hinweis im Brockhaus wurde es Ende des 18. Jahrhunderts noch eindeutig als Missbrauch angesehen, wenn eine Bank die Einlagen der Kunden für eigene Zwecke benutzte. Jede Bank setzt heute die Kreditgewährung, basierend auf Kundeneinlagen, als Grundlage ihrer Tätigkeit voraus. Es handelt sich bei den Kundeneinlagen um den Teil der Sichteinlagen, der aufgrund von Bargeldeinzahlungen zustande kommt. Ein Unrechtsbewusstsein der Banken bei diesem Vorgehen ist nicht mehr vorhanden. Auch in der Fachliteratur sucht man einen Hinweis auf diese &amp;quot;verdeckte Bankenfinazierung&amp;quot; in Form einer [[Martin Scheytt: Kreditkettentheorie# Versteckte Buchgeldschöpfung|versteckten Buchgeldschöpfung]] vergebens.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geldmenge des Staates==&lt;br /&gt;
Hat sich durch die Aktivitäten der [[file:monetabank2.png|miniatur|200px| Monetabank ohne Geldschöpfung]]Monetabank etwas an der Geldmenge des Staates geändert?&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Nehmen wir an, dass im Staat insgesamt eine Geldmenge von 500.000 Gulden, bestehend aus Goldmünzen, vorhanden ist. Die Monetabank wirbt nun Kunden ein und veranlasst diese, 100.000 Gulden in der Bank einzulagern. Diese Münzen werden somit der umlaufenden Geldmenge im Staat entzogen. Im Gegenzug werden jedoch 100.000 Gulden an Giralgeld geschaffen. Zur Unterscheidung von den tatsächlich existierenden Gulden aus Gold nennen wir diese Bankgulden. Sie bestehen nur im Kontenbuch der Monetabank.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Im Wirtschaftskreislauf des Staates befinden sich also nun 400.000 Gulden zuzüglich der 100.000 Bankgulden. Da mit diesen Bankgulden ebenfalls wie mit &amp;quot;echten&amp;quot; Gulden Geschäfte getätigt werden, also Waren gekauf und verkauft werden, hat sich an der sogenannten &amp;quot;umlaufenden&amp;quot; Geldmenge im Staate nichts geändert. Dies aber nur, wenn die 100.000 Gulden in der Monetabank auch wirklich dort deponiert bleiben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Geldschöpfung der Girobanken==&lt;br /&gt;
Welche Auswirkungen hat aber die Entnahme von 50.000 Gulden Münzgeld aus [[file:Monetabank3.png|miniatur|200px| Monetabank mit Geldschöpfung]] dem, bei der Monetabank eingelagerten, Münzschatz?&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
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|- &lt;br /&gt;
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|Geldschöpfung, zusätzliches Münzgeld wird durch die Monetabank wieder eingeschleust.&lt;br /&gt;
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Im Gegensatz zu der Beschreibung im letzten Abschnitt wird durch die Entnahme von Geld aus dem deponierten Münzschatz der Monetabank, die umlaufende Geldmenge verändert. 50.000 Gulden wurden von dem deponierten Geld entnommen und wieder in den Wirtschaftskreislauf eingeschleust. Die gesamte umlaufende Geldmenge setzt sich nun wie in der obigen Tabelle dargestellt zusammen.&amp;lt;br/&amp;gt;&amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Durch das Einschleusen der 50.000 Gulden hat sich also die umlaufende Geldmenge vermehrt. Es ist Geld entstanden. Woraus ist dieses Geld entstanden? Es ist aus dem &amp;quot;'''Nichts'''&amp;quot; entstanden. &amp;lt;br/&amp;gt;&lt;br /&gt;
Als nächstes stellt sich die Frage; wodurch ist dieses zusätzliche Geld denn gedeckt? Im Staat existieren 500.000 Gulden in Form von Goldmünzen. Es sind aber 550.000 Gulden in Umlauf. Also existieren 50.000 Gulden ohne Deckung. Es sind dies die 50.000 Bankgulden, für welche kein entsprechender Münzwert mehr hinterlegt ist. Genau genommen ist mit dem Inverkehrbringen von Münzen aus dem deponierten Bankschatz die Deckung der Bankgulden vermindert worden. Würde bekannt werden, dass die 100.000 Bankgulden nur mit 50.000 echten Gulden gedeckt sind, wäre dass Vertrauen in die Bankgulden dahin.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Noch unauffälliger lässt sich das Geld vermehren, wenn die Monetabank einfach mehr Bankgulden in den Büchern erzeugt, als an Münzen tatsächlich eingelagert sind. Der Besitzer der Monetabank entnimmt in diesem Fall nicht 50.000 Gulden aus dem deponierten Münzschatz sondern schreibt sich auf seinem Kontenblatt einen Wert von 50.000 Gulden gut. Niemand außer ihm weiß davon, dass für diesen Betrag kein Bargeld hinterlegt ist. Der Bankbesitzer kann mit diesem, aus dem &amp;quot;Nichts&amp;quot; geschaffenen Bankgeld, auch Giralgeld genannt, Geschäfte tätigen oder es an andere Kunden ausleihen. Ihm ist aber bewusst, dass zum Tage X, wenn alle Bankkunden ihr Bargeld zurückhaben wollen, 50.000 Münzgulden fehlen. Die Erzeugung von dem ungedeckten Giralgeld wird jedoch niemandem auffallen, da der Tag X vom Bankbesitzer nicht eingeplant wurde und solange er das Vertrauen seiner Kunden besitzt, auch tatsächlich nicht eintreten wird.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&amp;lt;noinclude&amp;gt;&amp;lt;div class=&amp;quot;noprint&amp;quot;&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Vorlage:Navi_Inhalt_vor_zurück&lt;br /&gt;
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|zurueck=Das Geldrätsel: Funktion: Depositen- und Girobanken&lt;br /&gt;
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}}&amp;lt;/div&amp;gt;&amp;lt;/noinclude&amp;gt;&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=686</id>
		<title>Verrechnungseinheiten</title>
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				<updated>2013-08-06T20:25:47Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Neues Geld ==&lt;br /&gt;
Die Funktion unseres Geldsystems mit Guthaben und Schulden wird in Sach- und Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre vielfach beschrieben und erklärt. Bei der Erklärung von Geld beschränken die Autoren sich auf die Funktionen von Geld und wie Geld eingesetzt wird. Wie Geld entsteht, wird entweder nicht erläutert, oder es wird auf die Entstehung der Tauschwirtschaft verwiesen. Auch Fachbücher über Banken und das Kreditwesen helfen nicht weiter. Das Stichwort „Geldschöpfung“, unter welchem die Entstehung von Geld eigentlich beschrieben werden sollte, sucht man teilweise vergebens. Wird die Geldschöpfung beschrieben, so geschieht dies auf weniger als zwei Seiten in einem Buch mit über 1000 Seiten &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens 2001 Geldschöpfung Seite 946 und 947, ISBN 3-7910-8047-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Neue Bankbetriebslehre 2007, ½ Seite zur Erläuterung der Geldschöpfung von Geschäftsbanken  ISBN 978-3-8349-0337-2&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen beschränken sich die Erklärungen auf folgende Aussage:&lt;br /&gt;
„Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken erfolgt durch Kreditgewährung und Buchung der eingeräumten Kredite auf Konten. Das so entstandene Buchgeld ist seinerseits die Grundlage für weitere Kreditgewährungen durch die Banken.“&lt;br /&gt;
Ohne zusätzliche Erklärungen über die Voraussetzungen zur Kreditgewährung und den Einfluss der Kredite auf die Geldmenge und die Wirtschaft ist der Informationsgehalt dieser Aussage gering. Um zu verstehen, wie Geld heute wirklich gesehen werden muss, sind Erläuterungen der Grundlagen und Zusammenhänge zwingend erforderlich. Die Sachverhalte müssen auf ihre einfachste Grundform reduziert werden, um die Funktionsweise des Systems zu erfassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser heutiges Geld besteht nicht mehr aus Edelmetallen wie Gold oder Silber. Auch ist es seit 1971 nicht mehr durch Edelmetalle gedeckt. Am 14. August 1971 hat Präsident Nixon zum „Schutz“ der amerikanischen Volkswirtschaft einseitig die Möglichkeit, Dollar in Gold zu tauschen, aufgekündigt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Christian Zeuß&lt;br /&gt;
 | Titel=Kapitalanlage und die Gefahr des schleichenden Sozialismus: ein Blick hinter die Kulissen&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=&lt;br /&gt;
 | Ort=&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8391-6913-5  &lt;br /&gt;
}}  [http://books.google.de/books?id=s1v6thzBuI0C&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;lpg=PA86&amp;amp;dq=edelmetalldeckung+1971&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5hMCcRQ9TW&amp;amp;sig=iU2QL7lIPQpAeMBIyzhW8Np2QWc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=9PTdUMCQLYbvsgbarYGYCg&amp;amp;ved=0CEYQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=edelmetalldeckung%201971&amp;amp;f=false   Auszug bei Google, S.86] &amp;lt;/ref&amp;gt; und damit das Zeitalter der „goldgedeckten Währungen“ beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld als „Ersatzmittel“ für Gold oder Silber anzusehen, beschreibt deshalb unser heutiges System nur unzureichend und führt zu der Annahme, dass eine Bank zuerst Geldeinlagen benötige, um anschließend Kredite vergeben zu können. &lt;br /&gt;
Dies ist bildhaft schön einleuchtend zu erklären: Kunde Anton bringt 10.000 EURO Bargeld zur Bank, und die Bank kann erst dann der Kundin Elke diese 10.000 EURO ausleihen. Dies ist die Sichtweise der sogenannten „orthodoxen Theorie“.  Um unser jetziges Geldsystem angemessen zu beschreiben, wird nachfolgend anhand von sehr vereinfachten Beispielen unser Geldsystem erklärt. Die historische Entwicklung von Geld über Goldmünzen, goldgedeckte Banknoten zu den heutigen ungedeckten Banknoten wird bewusst vernachlässigt. Sie würde uns nur darin bestärken, dass Geld etwas Gegenständliches sei - etwas, das wir in die Hand nehmen können. Genau das ist unser heutiges Geld jedoch nicht mehr. Lediglich unsere Geldscheine und Münzen sind noch gegenständlich, besitzen selbst jedoch nur noch einen geringen Materialwert und bilden bei genauer Betrachtung nur einen Anspruch auf einen Teil der volkswirtschaftlichen Leistung. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung von Guthaben und Schulden ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung von Guthaben und Schulden ist nicht unbedingt Geld erforderlich. Das nachstehende Beispiel der Bauern Anton und Beno beschreibt das anschaulich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Nachbarn Anton und Beno können vom Ertrag ihrer Höfe gut leben. Nun wird Anton sehr krank und kann für 1 Jahr nicht mehr auf seinem Feld arbeiten. Für den Unterhalt seiner Familie benötigt er jedoch jeden Monat einen Doppelzentner (100 kg) Weizen. Dieser reicht aus, um das zum Essen notwendige Brot zu backen. Beno bietet Anton an, ihm bis zur nächsten Ernte monatlich einen Doppelzentner Weizen abzugeben. Anton nimmt dieses Angebot gerne an. Da Anton sein Feld nicht bestellen kann, überlässt er es Beno zum Anbau des Weizens. Um einen Doppelzentner Weizen zu ernten, muss Beno 10 Stunden arbeiten. Anton will dieses Entgegenkommen von Beno aber nicht als Geschenk annehmen. Er verspricht deshalb, eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen. Dies kann er jedoch erst, wenn er wieder gesund ist und voll arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr hat Anton insgesamt 12 Doppelzentner Weizen bekommen. Gemäß seinem eigenen Versprechen schuldet er Beno jetzt 120 Arbeitsstunden. Beno hat gegenüber Anton ein Guthaben von 120 Arbeitsstunden. Es wird deutlich, dass das Guthaben von Beno und die Schulden von Anton gleichzeitig und in gleicher Höhe entstehen. Guthaben und Schulden sind ganz ohne Geld entstanden.&lt;br /&gt;
Das „Vertragsverhältnis“ zwischen Anton und Beno würde nach heutigem Verständnis als Kreditvertrag aufgefasst. Der Schuldner, Anton, borgt sich beim Gläubiger, Beno, eigentlich Arbeitszeit. Es entstehen Guthaben und Schulden. Um den Wert der Leistung zu bestimmen, wird als Maßstab die Arbeitsstunde genommen. Als Maßstab könnte auch ein Doppelzentner Weizen oder eine sonstige, erdachte Verrechnungseinheit dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Elke, eine Nachbarin und von Beruf Restauratorin, renoviert Benos alte Standuhr. Hierfür wendet sie 60 Arbeitsstunden auf. Zum Ausgleich ihrer Forderungen treffen sie folgende Vereinbarung:&lt;br /&gt;
*Anton, Beno und Elke sind damit einverstanden, dass ihre gegenseitigen Forderungen und Guthaben aufgerechnet werden können.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Bezahlung von Elkes Arbeit tritt Beno aus seinem Arbeitsstunden-Guthaben von 120 Arbeitsstunden gegenüber Anton 60 Arbeitsstunden an Elke ab.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Elke &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Beno arbeitet für Anton&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+120&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Elke arbeitet für Beno&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anton arbeitet für Beno und Elke&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Die Tabelle zeigt die einfachen Beziehungen zwischen diesen drei Personen auf. Die Schuld von Anton wird mit -120 Stunden angegeben und das Guthaben von Beno mit +120 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr ist Anton wieder gesund und leistet zusätzlich 60 Arbeitsstunden für Beno und 60 Arbeitsstunden für Elke, zum Ausgleich seiner Schuld. Sämtliche Guthaben und Schulden sind damit erloschen. Der beschriebene Vorgang erscheint derart einfach und selbstverständlich, dass seine Erwähnung überflüssig erscheint, und doch bildet er eine wesentliche Grundlage zum Verständnis unseres bestehenden Geldsystems. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verrechnungseinheit „Arbeitsstunde“ erscheint für die gegenseitige Aufrechnung geeignet. Sie ist nicht an eine Person gebunden, sondern wird allgemein anerkannt. Elke lässt sich mit Arbeitsstunden von Anton bezahlen, obwohl sie für Beno gearbeitet hat..&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungsbank ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wollen jetzt noch weitere Personen an der Verrechnung mit Arbeitsstunden teilnehmen. Es wird eine Mitgliedergemeinschaft gebildet. Die Organisation der Beteiligten wird bedeutend aufwändiger und kann nicht mehr nebenbei erledigt werden. Die Gemeinschaft kommt zu der Lösung, dass Dora die Verwaltung der Guthaben und Schulden übernehmen soll. Dora tritt als Vermittlerin zwischen einem Kreditsuchenden und einem Kreditgebenden auf (Fachsprache Finanzintermediär)&amp;lt;ref&amp;gt;Glossar &amp;quot;Geld und&lt;br /&gt;
Geldpolitik&amp;quot; Deutsche Bundesbank &amp;quot;Finanzintermediär&amp;quot; Finanzintermediäre sind Institutionen, die auf den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten tätig sind. Sie vermitteln zwischen Kapitalanbietern und Kapitalnachfragern,indem sie Geldkapital von Anlegern entgegennehmen und es an die Kapitalnachfrager weiterleiten bzw. den Handel zwischen Anbietern und Nachfragern erleichtern. Die wichtigsten Finanzintermediäre sind Banken, Versicherungen und Investmentfonds.[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/schule_und_bildung_geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Kreditgeber, im Beispiel Beno, ist bereit, für ein Mitglied der Gemeinschaft zusätzliche Arbeitsstunden zu erbringen. Er spart Arbeitsstunden an, welche er zu einem späteren Zeitpunkt verbrauchen möchte. Dies setzt jedoch voraus, dass ein anderes Mitglied, im Beispiel Anton, sich verschulden will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zur Belebung des neu geschaffenen Verrechnungssystems, der Verrechnungsbank, wird vereinbart, dass jedes Mitglied sein Konto bis zu 200 Stunden überziehen darf, das heißt, bis zu 200 Stunden Schulden dürfen angehäuft werden. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Clemens !! Dora !! Elke !!Friedrich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+230&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-50&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-110&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+650&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+900&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-3000&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+700&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+550&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-1800&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-200&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-120&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-90&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Folgend eine Tabelle, wie sich die Kontenstände, denn um solche handelt es sich bei der Auflistung von Guthaben und Schulden, nach einigen Jahren entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens besitzt im dritten Jahr ein Guthaben von 300 Stunden und hat die Absicht ein neues Haus zu bauen. Hierzu ist die Hilfe weiterer Mitglieder erforderlich. Die notwendigen Handwerker und Hersteller von Baumaterialien sind innerhalb der „Verrechnungsgemeinschaft“ vorhanden und auch bereit, ihm beim Hausbau zu helfen. Mit dem bisher eingeräumten allgemeinen Kredit von 200 Stunden ist der Hausbau jedoch nicht möglich. Er schätzt den Gesamtaufwand auf 4.500 Stunden. 300 Stunden hat er noch als Guthaben auf seinem Konto. An Eigenleistung kann er 1.200 Stunden erbringen, sodass ihm noch 3.000 Stunden fehlen. Auf einer Mitgliederversammlung bittet er um Erhöhung seines Kreditrahmens bis 3.000 Stunden. Er beabsichtigt, das Haus in einem Jahr zu erstellen, und danach mit 1.200 Stunden pro Jahr seine entstandenen Schulden zu tilgen. Dora meldet Bedenken für den Fortbestand der Gemeinschaft an, wenn sämtliche Mitglieder nach diesem Jahr ihr Guthaben aufbrauchen wollen. Da die „Leistungsfähigkeit“ von Clemens auf 1.200 Stunden im Jahr begrenzt ist, käme es zu einer Krise. Um den Kredit von Clemens nicht zu einer Gefährdung der Gemeinschaft werden zu lassen, müssen sich einige Mitglieder verpflichten, ihre beim Hausbau entstehenden Guthaben über einen bestimmten Zeitraum nicht in Anspruch zu nehmen. Ihr Anspruch ruht, dass heißt sie „sparen“. Sparen bedeutet, einen Anspruch auf die Leistung anderer zu schaffen, diesen jedoch erst später abzurufen. Das setzt jedoch immer Mitglieder voraus, welche bereit sind, sich zu verschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungskosten ==&lt;br /&gt;
Für die Arbeit von Dora wird von jedem Mitgliedern ein monatlicher Beitrag von einer Stunde, verlangt. Im Beispiel mit 6 Mitgliedern ergeben sich 60 Stunden pro Jahr. Der Beitrag ist unabhängig vom Kontostand. Für ein Konto mit durchgehend 0 Stunden, also keinem Buchungsaufwand, muss genau soviel bezahlt werden wie für das Konto von Clemens mit 50 Einzelbuchungen. Über eine Gebühr pro Buchung wäre eine Zuordnung zum Buchungsaufwand möglich. Die Kosten pro Buchung wären jedoch sehr hoch, wollte man den gesamten Verwaltungsaufwand über Buchungsgebühren abdecken. Die Mitglieder suchen noch nach einer zusätzlichen Einnahmequelle, welche sich ihnen mit der Einführung der Zinsen anbietet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinsen ==&lt;br /&gt;
Clemens hat sein neues Haus sofort nach der Fertigstellung vermietet und erhält jetzt Miete. Die anderen Mitglieder finden es ungerecht, dass er Miete verlangen kann, sie jedoch mit ihrer Vorleistung zum Hausbau leer ausgehen.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Guthabenzinsen !! Kreditzinsen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|28&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|240&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|36&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|144&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|64&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|Summe:&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|108&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|532&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold&amp;quot;| Differenz:&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold;background: #F5DA81&amp;quot;|424&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Darüber hinaus müssen sie zusätzlich auf die Inanspruchnahme ihres Guthabens verzichten. Da nur Clemens eine Vorteil in Form der Mieteinnahmen hat, sollte er einen Teil davon an Mitglieder, welche ihm erst die Möglichkeit dazu geschaffen haben, abtreten. Sie beschließen, künftig Zinsen für die Nichtinanspruchnahme ihrer Guthaben zu verlangen. Jeder, der Kredit in Anspruch nimmt, soll zum Ausgleich dafür Kreditzinsen zahlen. Auch die Verwaltungsarbeit von Dora, welche stetig mehr Zeit in Anspruch nimmt, soll über einen erhöhten Zins für Kredite mit ausgeglichen werden. Es wird beschlossen, an Sparzins 2 % zu vergüten und von den Kreditnehmern 8 % zu verlangen. Die Differenz ist zum Ausgleich der Verwaltungsaufwendungen erforderlich. Der Sparzins wird aber nur bezahlt, wenn Guthaben für längere Zeit festgelegt wird. Hingegen wird jede Überziehung des Kontos mit Kreditzinsen belegt. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse dieser Maßnahme. Die Verwaltungskosten, in Höhe von 6 (Jahren) x 60 Stunden, können jetzt aus dem Zinsaufkommen bezahlt werden. Für die Kontoführung und Buchungen reichen geringe Gebühren aus. So kann aus dem Überschuss noch eine  Rücklage gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditbesicherung ==&lt;br /&gt;
Mit steigender Mitgliederzahl steigt auch die Anzahl vergebener Kredite. Es zeigen sich vereinzelt Probleme bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Einige Kreditnehmer kommen ihren Verpflichtungen nicht nach und tragen damit zu einem Verlust der Verrechnungsbank bei. Kannten sich vorher noch sämtliche Mitglieder persönlich, so ist dies bei der jetzigen Mitgliederzahl nicht mehr möglich. Damit wird es auch schwieriger, die Zuverlässigkeit von Kreditnehmern zu beurteilen. Als Ersatz für diese Prüfung wird die Besicherung von Krediten mit Pfändern, vorzugsweise von Grundstücken beschlossen. Bevor ein Kreditbetrag über 200 Stunden genehmigt wird, ist jetzt vom Kreditnehmer ein Pfand in Form einer im Grundbuch eingetragenen Grundschuld vorzulegen. Kommt ein Kreditnehmer seinen Zins- und Tilgungszahlungen nicht nach, so kann die Bank das hinterlegte Pfand, z. B. ein Grundstück mit Haus verkaufen und aus dem Erlös die ausstehenden Forderungen begleichen. Ein darüber hinausgehender Erlös steht dem Kreditnehmer zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenkapital ==&lt;br /&gt;
Um bei mehreren Kreditwünschen nicht gleich überfordert zu sein und Kreditnehmer abweisen zu müssen, wird die Bildung von Eigenkapital beschlossen. Mitglieder der Bank erwerben einen Bankanteil mit der Erbringung von 200 Stunden und verpflichten sich, diese dauerhaft der Bank als Guthaben zu überlassen. Für die Überlassung erhalten sie 4% Zinsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldbegriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warengeld oder Kreditgeld ==&lt;br /&gt;
[[Das_Geldrätsel:_Geschichte:_Münzgeld#Warengeld| Warengeld]], besteht wie der Begriff aussagt, aus Waren. Neben Gold und Silber wurden auch Rinder und Ziegen, Armreifen, Weizen und sogar Zigaretten als Geld verwendet. So entstand in Ermangelung von Münzen im Mittelalter das Korngeld. Eine, bei allen Menschen anerkannte und für wertvoll gehaltene Ware wurde zu Geld erklärt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=nY5JsRZ7neoC&amp;amp;pg=PA317&amp;amp;lpg=PA317&amp;amp;dq=korngeld+Zahlungsmittel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_XCAQY76Yc&amp;amp;sig=h7MW_hieGNcKK5j1yBw7YQFAN0g&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AWvfUKjzFs_34QTzpYCQBw&amp;amp;ved=0CDoQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=korngeld%20Zahlungsmittel&amp;amp;f=false Handbuch der mittelalterlichen und neuen Geschichte, Kulischer Auszug Google, S. 317]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wesentliche Eigenschaft dieser Waren ist hervorzuheben, das sie bei der Verwendung als Geld bereits bestehen. Die erforderliche Arbeit zu ihrer Herstellung wurde bereits in der Vergangenheit geleistet. Werden diese Waren gesammelt das heißt gespart, so wird das Ergebnis von Arbeitsleistung aus der Vergangenheit angehäuft. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Gegenständlichkeit. Dieses Geld kann ich sehen und anfassen. Auch bei der Funktion als Geld zeigt sich eine Besonderheit. Sammle ich eine Menge Warengeld an, so ist deshalb noch niemand verpflichtet, mir gegen dieses Warengeld eine Leistung zu erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders sieht es beim Kreditgeld aus. Die bisher beschriebene Verrechnungseinheit Arbeitsstunde kann als reines Kreditgeld aufgefasst werden. Beim Entstehen von Stunden-Guthaben entsteht auch gleichzeitig eine Stunden-Schuld. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Werden alle Schulden zurückgezahlt gibt es kein Kreditgeld mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==ohne Bargeld ==&lt;br /&gt;
Zur praktischen Abwicklung kann man sich eine Bank mit Bankkartensystem vorstellen. Jede Leistung und jeder Kauf wird sofort über das Verrechnungssystem „online“ vergütet. Bargeld ist also nicht erforderlich. Die Dienstleistung „einmal Haare schneiden, waschen, föhnen“ führt nach getaner Arbeit direkt zu einer Übertragung von „1 Arbeitsstunde“ vom Konto des Kunden zum Konto des Friseurs. Diese Vorstellung hat einen handfesten Hintergrund. Die Entwicklung zu bargeldlosen Gesellschaften hin ist heute unverkennbar&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.11.2010, [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schweden-und-norwegen-kampagne-fuer-bargeldlose-gesellschaft-11068708.html Kampagne für bargeldlose Gesellschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Banken bevorzugen bargeldlose Zahlungen, da die Aufwendungen für den Bargeldverkehr erheblich sind und nicht auf die Nutzer des Bargeldes umgelegt werden können&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=%22bargeldverkehr%22++%22verlustgesch%C3%A4ft%22&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=16&amp;amp;cad=rja&amp;amp;ved=0CEwQFjAFOAo&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fd-nb.info%2F973152532%2F34&amp;amp;ei=GgQOUf_rB8jetAbTuIBg&amp;amp;usg=AFQjCNEM6-7FBLlTweqBJ0kI3g-WHtwKGQ &amp;quot;Elektronisches Geld und Geldpolitik&amp;quot; Dissertation Monika ''E. Hartmann'', Universität Karlsruhe ]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungseinheit Arbeitsstunde? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldschöpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldvernichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=683</id>
		<title>Verrechnungseinheiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=683"/>
				<updated>2013-08-05T21:45:50Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Neues Geld ==&lt;br /&gt;
Die Funktion unseres Geldsystems mit Guthaben und Schulden wird in Sach- und Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre vielfach beschrieben und erklärt. Bei der Erklärung von Geld beschränken die Autoren sich auf die Funktionen von Geld und wie Geld eingesetzt wird. Wie Geld entsteht, wird entweder nicht erläutert, oder es wird auf die Entstehung der Tauschwirtschaft verwiesen. Auch Fachbücher über Banken und das Kreditwesen helfen nicht weiter. Das Stichwort „Geldschöpfung“, unter welchem die Entstehung von Geld eigentlich beschrieben werden sollte, sucht man teilweise vergebens. Wird die Geldschöpfung beschrieben, so geschieht dies auf weniger als zwei Seiten in einem Buch mit über 1000 Seiten &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens 2001 Geldschöpfung Seite 946 und 947, ISBN 3-7910-8047-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Neue Bankbetriebslehre 2007, ½ Seite zur Erläuterung der Geldschöpfung von Geschäftsbanken  ISBN 978-3-8349-0337-2&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen beschränken sich die Erklärungen auf folgende Aussage:&lt;br /&gt;
„Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken erfolgt durch Kreditgewährung und Buchung der eingeräumten Kredite auf Konten. Das so entstandene Buchgeld ist seinerseits die Grundlage für weitere Kreditgewährungen durch die Banken.“&lt;br /&gt;
Ohne zusätzliche Erklärungen über die Voraussetzungen zur Kreditgewährung und den Einfluss der Kredite auf die Geldmenge und die Wirtschaft ist der Informationsgehalt dieser Aussage gering. Um zu verstehen, wie Geld heute wirklich gesehen werden muss, sind Erläuterungen der Grundlagen und Zusammenhänge zwingend erforderlich. Die Sachverhalte müssen auf ihre einfachste Grundform reduziert werden, um die Funktionsweise des Systems zu erfassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser heutiges Geld besteht nicht mehr aus Edelmetallen wie Gold oder Silber. Auch ist es seit 1971 nicht mehr durch Edelmetalle gedeckt. Am 14. August 1971 hat Präsident Nixon zum „Schutz“ der amerikanischen Volkswirtschaft einseitig die Möglichkeit, Dollar in Gold zu tauschen, aufgekündigt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Christian Zeuß&lt;br /&gt;
 | Titel=Kapitalanlage und die Gefahr des schleichenden Sozialismus: ein Blick hinter die Kulissen&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=&lt;br /&gt;
 | Ort=&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8391-6913-5  &lt;br /&gt;
}}  [http://books.google.de/books?id=s1v6thzBuI0C&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;lpg=PA86&amp;amp;dq=edelmetalldeckung+1971&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5hMCcRQ9TW&amp;amp;sig=iU2QL7lIPQpAeMBIyzhW8Np2QWc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=9PTdUMCQLYbvsgbarYGYCg&amp;amp;ved=0CEYQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=edelmetalldeckung%201971&amp;amp;f=false   Auszug bei Google, S.86] &amp;lt;/ref&amp;gt; und damit das Zeitalter der „goldgedeckten Währungen“ beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld als „Ersatzmittel“ für Gold oder Silber anzusehen, beschreibt deshalb unser heutiges System nur unzureichend und führt zu der Annahme, dass eine Bank zuerst Geldeinlagen benötige, um anschließend Kredite vergeben zu können. &lt;br /&gt;
Dies ist bildhaft schön einleuchtend zu erklären: Kunde Anton bringt 10.000 EURO Bargeld zur Bank, und die Bank kann erst dann dem Kunden Beno diese 10.000 EURO ausleihen. Dies ist die Sichtweise der sogenannten „orthodoxen Theorie“.  Um unser jetziges Geldsystem angemessen zu beschreiben, wird nachfolgend anhand von sehr vereinfachten Beispielen unser Geldsystem erklärt. Die historische Entwicklung von Geld über Goldmünzen, goldgedeckte Banknoten zu den heutigen ungedeckten Banknoten wird bewusst vernachlässigt. Sie würde uns nur darin bestärken, dass Geld etwas Gegenständliches sei - etwas, das wir in die Hand nehmen können. Genau das ist unser heutiges Geld jedoch nicht mehr. Lediglich unsere Geldscheine und Münzen sind noch gegenständlich. Bezogen auf die [[Geldmenge M3]] hat das umlaufende Bargeld nur noch einen Anteil von &amp;lt;10%&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 68 (PDF-Seite 35&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung von Guthaben und Schulden ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung von Guthaben und Schulden ist nicht unbedingt Geld erforderlich. Das nachstehende Beispiel der Bauern Anton und Beno beschreibt das anschaulich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Nachbarn Anton und Beno können vom Ertrag ihrer Höfe gut leben. Nun wird Anton sehr krank und kann für 1 Jahr nicht mehr auf seinem Feld arbeiten. Für den Unterhalt seiner Familie benötigt er jedoch jeden Monat einen Doppelzentner (100 kg) Weizen. Dieser reicht aus, um das zum Essen notwendige Brot zu backen. Beno bietet Anton an, ihm bis zur nächsten Ernte monatlich einen Doppelzentner Weizen abzugeben. Anton nimmt dieses Angebot gerne an. Da Anton sein Feld nicht bestellen kann, überlässt er es Beno zum Anbau des Weizens. Um einen Doppelzentner Weizen zu ernten, muss Beno 10 Stunden arbeiten. Anton will dieses Entgegenkommen von Beno aber nicht als Geschenk annehmen. Er verspricht deshalb, eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen. Dies kann er jedoch erst, wenn er wieder gesund ist und voll arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr hat Anton insgesamt 12 Doppelzentner Weizen bekommen. Gemäß seinem eigenen Versprechen schuldet er Beno jetzt 120 Arbeitsstunden. Beno hat gegenüber Anton ein Guthaben von 120 Arbeitsstunden. Es wird deutlich, dass das Guthaben von Beno und die Schulden von Anton gleichzeitig und in gleicher Höhe entstehen. Guthaben und Schulden sind ganz ohne Geld entstanden.&lt;br /&gt;
Das „Vertragsverhältnis“ von Anton und Beno würde nach heutigem Verständnis als Kreditvertrag aufgefasst. Der Schuldner, Anton, borgt sich beim Gläubiger, Beno, eigentlich Arbeitszeit. Es entstehen Guthaben und Schulden. Um den Wert der Leistung zu bestimmen, wird als Maßstab die Arbeitsstunde genommen. Als Maßstab könnte auch ein Doppelzentner Weizen oder eine sonstige, erdachte Verrechnungseinheit dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Egon, ein weiterer Nachbar und von Beruf Schreiner, renoviert Benos alte Standuhr. Hierfür wendet er 60 Arbeitsstunden auf. Da auch er im nächsten Jahr noch Weizen benötigt, treffen sie eine Vereinbarung: Aus Benos Anspruch von 120 Arbeitsstunden gegenüber Anton tritt Beno - mit Einverständnis von Egon - 60 Arbeitsstunden an ihn (Egon) ab. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Egon &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Beno arbeitet für Anton&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+120&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Egon arbeitet für Beno&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anton arbeitet für Beno und Egon&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Egon kann jetzt im nächsten Jahr von Anton 6 Doppelzentner Weizen erhalten. Beno hat hiermit die Renovierung seiner Standuhr aus seinem Anspruch an Anton bezahlt. Die nebenstehende Tabelle zeigt die einfachen Beziehungen zwischen diesen 3 Personen auf. Die Schuld von Anton wird mit -120 Stunden angegeben. Beno besitzt hingegen ein Guthaben von +120 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr ist Anton wieder gesund und leistet zusätzlich 120 Arbeitsstunden zur Abarbeitung seiner Schuld. Das Ergebnis seiner Arbeit, 12 Doppelzentner Weizen, verteilt er zu gleichen Teilen an Beno und Egon. Sämtliche Guthaben und Schulden sind damit erloschen. Der beschriebene Vorgang erscheint derart einfach und selbstverständlich, dass seine Erwähnung überflüssig erscheint. Wird später die Entstehung von Geld im Bankensystem besprochen, soll diese einfache Erklärung die Entstehung und Vernichtung von Buchgeld verdeutlichen. Diese Vorgänge können auf das zuvor beschriebene, leicht nachvollziehbare Grundprinzip zurückgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verrechnungseinheit „Arbeitsstunde“ erscheint für die gegenseitige Aufrechnung geeignet. Sie ist nicht an eine Person gebunden, sondern wird allgemein anerkannt. Egon lässt sich mit Arbeitsstunden von Anton bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungsbank ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wollen jetzt noch mehrere Personen an der Verrechnung mit Arbeitsstunden teilnehmen. Es wird eine Mitgliedergemeinschaft gebildet. Die Organisation der Beteiligten wird bedeutend aufwändiger und kann nicht mehr nebenbei erledigt werden. Die Gemeinschaft kommt zu der Lösung, dass Dora die Verwaltung der Guthaben und Schulden übernehmen soll. Dora tritt als Vermittlerin zwischen einem Kreditsuchenden und einem Kreditgebenden auf (Fachsprache Finanzintermediär)&amp;lt;ref&amp;gt;Glossar &amp;quot;Geld und&lt;br /&gt;
Geldpolitik&amp;quot; Deutsche Bundesbank &amp;quot;Finanzintermediär&amp;quot; Finanzintermediäre sind Institutionen, die auf den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten tätig sind. Sie vermitteln zwischen Kapitalanbietern und Kapitalnachfragern,indem sie Geldkapital von Anlegern entgegennehmen und es an die Kapitalnachfrager weiterleiten bzw. den Handel zwischen Anbietern und Nachfragern erleichtern. Die wichtigsten Finanzintermediäre sind Banken, Versicherungen und Investmentfonds.[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/schule_und_bildung_geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Kreditgeber, im Beispiel Beno, ist bereit, für ein Mitglied der Gemeinschaft zusätzliche Arbeitsstunden zu erbringen. Er spart Arbeitsstunden an, welche er zu einem späteren Zeitpunkt verbrauchen möchte. Dies setzt jedoch voraus, dass ein anderes Mitglied, im Beispiel Anton, sich verschulden will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zur Belebung des neu geschaffenen Verrechnungssystems, der Verrechnungsbank, wird vereinbart, dass jedes Mitglied sein Konto bis zu 200 Stunden überziehen darf, das heißt, bis zu 200 Stunden Schulden dürfen angehäuft werden. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Clemens !! Dora !! Egon !!Friedrich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+230&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-50&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-110&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+650&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+900&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-3000&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+700&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+550&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-1800&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-200&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-120&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-90&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Folgend eine Tabelle, wie sich die Kontenstände, denn um solche handelt es sich bei der Auflistung von Guthaben und Schulden, nach einigen Jahren entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens besitzt im dritten Jahr ein Guthaben von 300 Stunden und hat die Absicht ein neues Haus zu bauen. Hierzu ist die Hilfe weiterer Mitglieder erforderlich. Die notwendigen Handwerker und Hersteller von Baumaterialien sind innerhalb der „Verrechnungsgemeinschaft“ vorhanden und auch bereit, ihm beim Hausbau zu helfen. Mit dem bisher eingeräumten allgemeinen Kredit von 200 Stunden ist der Hausbau jedoch nicht möglich. Er schätzt den Gesamtaufwand auf 4.500 Stunden. 300 Stunden hat er noch als Guthaben auf seinem Konto. An Eigenleistung kann er 1.200 Stunden erbringen, sodass ihm noch 3.000 Stunden fehlen. Auf einer Mitgliederversammlung bittet er um Erhöhung seines Kreditrahmens bis 3.000 Stunden. Er beabsichtigt, das Haus in einem Jahr zu erstellen, und danach mit 1.200 Stunden pro Jahr seine entstandenen Schulden zu tilgen. Dora meldet Bedenken für den Fortbestand der Gemeinschaft an, wenn sämtliche Mitglieder nach diesem Jahr ihr Guthaben aufbrauchen wollen. Da die „Leistungsfähigkeit“ von Clemens auf 1.200 Stunden im Jahr begrenzt ist, käme es zu einer Krise. Um den Kredit von Clemens nicht zu einer Gefährdung der Gemeinschaft werden zu lassen, müssen sich einige Mitglieder verpflichten, ihre beim Hausbau entstehenden Guthaben über einen bestimmten Zeitraum nicht in Anspruch zu nehmen. Ihr Anspruch ruht, dass heißt sie „sparen“. Sparen bedeutet, einen Anspruch auf die Leistung anderer zu schaffen, diesen jedoch erst später abzurufen. Das setzt jedoch immer Mitglieder voraus, welche bereit sind, sich zu verschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungskosten ==&lt;br /&gt;
Für die Arbeit von Dora wird von jedem Mitgliedern ein monatlicher Beitrag von einer Stunde, verlangt. Im Beispiel mit 6 Mitgliedern ergeben sich 60 Stunden pro Jahr. Der Beitrag ist unabhängig vom Kontostand. Für ein Konto mit durchgehend 0 Stunden, also keinem Buchungsaufwand, muss genau soviel bezahlt werden wie für das Konto von Clemens mit 50 Einzelbuchungen. Über eine Gebühr pro Buchung wäre eine Zuordnung zum Buchungsaufwand möglich. Die Kosten pro Buchung wären jedoch sehr hoch, wollte man den gesamten Verwaltungsaufwand über Buchungsgebühren abdecken. Die Mitglieder suchen noch nach einer zusätzlichen Einnahmequelle, welche sich ihnen mit der Einführung der Zinsen anbietet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinsen ==&lt;br /&gt;
Clemens hat sein neues Haus sofort nach der Fertigstellung vermietet und erhält jetzt Miete. Die anderen Mitglieder finden es ungerecht, dass er Miete verlangen kann, sie jedoch mit ihrer Vorleistung zum Hausbau leer ausgehen.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Guthabenzinsen !! Kreditzinsen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|28&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|240&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|36&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|144&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|64&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|Summe:&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|108&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|532&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold&amp;quot;| Differenz:&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold;background: #F5DA81&amp;quot;|424&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Darüber hinaus müssen sie zusätzlich auf die Inanspruchnahme ihres Guthabens verzichten. Da nur Clemens eine Vorteil in Form der Mieteinnahmen hat, sollte er einen Teil davon an Mitglieder, welche ihm erst die Möglichkeit dazu geschaffen haben, abtreten. Sie beschließen, künftig Zinsen für die Nichtinanspruchnahme ihrer Guthaben zu verlangen. Jeder, der Kredit in Anspruch nimmt, soll zum Ausgleich dafür Kreditzinsen zahlen. Auch die Verwaltungsarbeit von Dora, welche stetig mehr Zeit in Anspruch nimmt, soll über einen erhöhten Zins für Kredite mit ausgeglichen werden. Es wird beschlossen, an Sparzins 2 % zu vergüten und von den Kreditnehmern 8 % zu verlangen. Die Differenz ist zum Ausgleich der Verwaltungsaufwendungen erforderlich. Der Sparzins wird aber nur bezahlt, wenn Guthaben für längere Zeit festgelegt wird. Hingegen wird jede Überziehung des Kontos mit Kreditzinsen belegt. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse dieser Maßnahme. Die Verwaltungskosten, in Höhe von 6 (Jahren) x 60 Stunden, können jetzt aus dem Zinsaufkommen bezahlt werden. Für die Kontoführung und Buchungen reichen geringe Gebühren aus. So kann aus dem Überschuss noch eine  Rücklage gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditbesicherung ==&lt;br /&gt;
Mit steigender Mitgliederzahl steigt auch die Anzahl vergebener Kredite. Es zeigen sich vereinzelt Probleme bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Einige Kreditnehmer kommen ihren Verpflichtungen nicht nach und tragen damit zu einem Verlust der Verrechnungsbank bei. Kannten sich vorher noch sämtliche Mitglieder persönlich, so ist dies bei der jetzigen Mitgliederzahl nicht mehr möglich. Damit wird es auch schwieriger, die Zuverlässigkeit von Kreditnehmern zu beurteilen. Als Ersatz für diese Prüfung wird die Besicherung von Krediten mit Pfändern, vorzugsweise von Grundstücken beschlossen. Bevor ein Kreditbetrag über 200 Stunden genehmigt wird, ist jetzt vom Kreditnehmer ein Pfand in Form einer im Grundbuch eingetragenen Grundschuld vorzulegen. Kommt ein Kreditnehmer seinen Zins- und Tilgungszahlungen nicht nach, so kann die Bank das hinterlegte Pfand, z. B. ein Grundstück mit Haus verkaufen und aus dem Erlös die ausstehenden Forderungen begleichen. Ein darüber hinausgehender Erlös steht dem Kreditnehmer zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenkapital ==&lt;br /&gt;
Um bei mehreren Kreditwünschen nicht gleich überfordert zu sein und Kreditnehmer abweisen zu müssen, wird die Bildung von Eigenkapital beschlossen. Mitglieder der Bank erwerben einen Bankanteil mit der Erbringung von 200 Stunden und verpflichten sich, diese dauerhaft der Bank als Guthaben zu überlassen. Für die Überlassung erhalten sie 4% Zinsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldbegriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warengeld oder Kreditgeld ==&lt;br /&gt;
[[Das_Geldrätsel:_Geschichte:_Münzgeld#Warengeld| Warengeld]], besteht wie der Begriff aussagt, aus Waren. Neben Gold und Silber wurden auch Rinder und Ziegen, Armreifen, Weizen und sogar Zigaretten als Geld verwendet. So entstand in Ermangelung von Münzen im Mittelalter das Korngeld. Eine, bei allen Menschen anerkannte und für wertvoll gehaltene Ware wurde zu Geld erklärt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=nY5JsRZ7neoC&amp;amp;pg=PA317&amp;amp;lpg=PA317&amp;amp;dq=korngeld+Zahlungsmittel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_XCAQY76Yc&amp;amp;sig=h7MW_hieGNcKK5j1yBw7YQFAN0g&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AWvfUKjzFs_34QTzpYCQBw&amp;amp;ved=0CDoQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=korngeld%20Zahlungsmittel&amp;amp;f=false Handbuch der mittelalterlichen und neuen Geschichte, Kulischer Auszug Google, S. 317]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wesentliche Eigenschaft dieser Waren ist hervorzuheben, das sie bei der Verwendung als Geld bereits bestehen. Die erforderliche Arbeit zu ihrer Herstellung wurde bereits in der Vergangenheit geleistet. Werden diese Waren gesammelt das heißt gespart, so wird das Ergebnis von Arbeitsleistung aus der Vergangenheit angehäuft. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Gegenständlichkeit. Dieses Geld kann ich sehen und anfassen. Auch bei der Funktion als Geld zeigt sich eine Besonderheit. Sammle ich eine Menge Warengeld an, so ist deshalb noch niemand verpflichtet, mir gegen dieses Warengeld eine Leistung zu erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders sieht es beim Kreditgeld aus. Die bisher beschriebene Verrechnungseinheit Arbeitsstunde kann als reines Kreditgeld aufgefasst werden. Beim Entstehen von Stunden-Guthaben entsteht auch gleichzeitig eine Stunden-Schuld. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Werden alle Schulden zurückgezahlt gibt es kein Kreditgeld mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==ohne Bargeld ==&lt;br /&gt;
Zur praktischen Abwicklung kann man sich eine Bank mit Bankkartensystem vorstellen. Jede Leistung und jeder Kauf wird sofort über das Verrechnungssystem „online“ vergütet. Bargeld ist also nicht erforderlich. Die Dienstleistung „einmal Haare schneiden, waschen, föhnen“ führt nach getaner Arbeit direkt zu einer Übertragung von „1 Arbeitsstunde“ vom Konto des Kunden zum Konto des Friseurs. Diese Vorstellung hat einen handfesten Hintergrund. Die Entwicklung zu bargeldlosen Gesellschaften hin ist heute unverkennbar&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.11.2010, [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schweden-und-norwegen-kampagne-fuer-bargeldlose-gesellschaft-11068708.html Kampagne für bargeldlose Gesellschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Banken bevorzugen bargeldlose Zahlungen, da die Aufwendungen für den Bargeldverkehr erheblich sind und nicht auf die Nutzer des Bargeldes umgelegt werden können&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=%22bargeldverkehr%22++%22verlustgesch%C3%A4ft%22&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=16&amp;amp;cad=rja&amp;amp;ved=0CEwQFjAFOAo&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fd-nb.info%2F973152532%2F34&amp;amp;ei=GgQOUf_rB8jetAbTuIBg&amp;amp;usg=AFQjCNEM6-7FBLlTweqBJ0kI3g-WHtwKGQ &amp;quot;Elektronisches Geld und Geldpolitik&amp;quot; Dissertation Monika ''E. Hartmann'', Universität Karlsruhe ]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungseinheit Arbeitsstunde? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldschöpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldvernichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=682</id>
		<title>Verrechnungseinheiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=682"/>
				<updated>2013-08-05T11:04:11Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Neues Geld ==&lt;br /&gt;
Die Funktion unseres Geldsystems mit Guthaben und Schulden wird in Sach- und Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre vielfach beschrieben und erklärt. Bei der Erklärung von Geld beschränken die Autoren sich auf die Funktionen von Geld und wie Geld eingesetzt wird. Wie Geld entsteht, wird entweder nicht erläutert, oder es wird auf die Entstehung der Tauschwirtschaft verwiesen. Auch Fachbücher über Banken und das Kreditwesen helfen nicht weiter. Das Stichwort „Geldschöpfung“, unter welchem die Entstehung von Geld eigentlich beschrieben werden sollte, sucht man teilweise vergebens. Wird die Geldschöpfung beschrieben, so geschieht dies auf weniger als zwei Seiten in einem Buch mit über 1000 Seiten &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens 2001 Geldschöpfung Seite 946 und 947, ISBN 3-7910-8047-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Neue Bankbetriebslehre 2007, ½ Seite zur Erläuterung der Geldschöpfung von Geschäftsbanken  ISBN 978-3-8349-0337-2&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen beschränken sich die Erklärungen auf folgende Aussage:&lt;br /&gt;
„Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken erfolgt durch Kreditgewährung und Buchung der eingeräumten Kredite auf Konten. Das so entstandene Buchgeld ist seinerseits die Grundlage für weitere Kreditgewährungen durch die Banken.“&lt;br /&gt;
Ohne zusätzliche Erklärungen über die Voraussetzungen zur Kreditgewährung und den Einfluss der Kredite auf die Geldmenge und die Wirtschaft ist der Informationsgehalt dieser Aussage gering. Um zu verstehen, wie Geld heute wirklich gesehen werden muss, sind Erläuterungen der Grundlagen und Zusammenhänge zwingend erforderlich. Die Sachverhalte müssen auf ihre einfachste Grundform reduziert werden, um die Funktionsweise des Systems zu erfassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser heutiges Geld besteht nicht mehr aus Edelmetallen wie Gold oder Silber. Auch ist es seit 1971 nicht mehr durch Edelmetalle gedeckt. Am 14. August 1971 hat Präsident Nixon zum „Schutz“ der amerikanischen Volkswirtschaft einseitig die Möglichkeit, Dollar in Gold zu tauschen, aufgekündigt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Christian Zeuß&lt;br /&gt;
 | Titel=Kapitalanlage und die Gefahr des schleichenden Sozialismus: ein Blick hinter die Kulissen&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=&lt;br /&gt;
 | Ort=&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8391-6913-5  &lt;br /&gt;
}}  [http://books.google.de/books?id=s1v6thzBuI0C&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;lpg=PA86&amp;amp;dq=edelmetalldeckung+1971&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5hMCcRQ9TW&amp;amp;sig=iU2QL7lIPQpAeMBIyzhW8Np2QWc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=9PTdUMCQLYbvsgbarYGYCg&amp;amp;ved=0CEYQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=edelmetalldeckung%201971&amp;amp;f=false   Auszug bei Google, S.86] &amp;lt;/ref&amp;gt; und damit das Zeitalter der „goldgedeckten Währungen“ beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld als „Ersatzmittel“ für Gold oder Silber anzusehen, beschreibt deshalb unser heutiges System nur unzureichend und führt zu der Annahme, dass eine Bank zuerst Geldeinlagen benötige, um anschließend Kredite vergeben zu können. &lt;br /&gt;
Dies ist bildhaft schön einleuchtend zu erklären: Kunde Anton bringt 10.000 EURO Bargeld zur Bank, und die Bank kann erst dann dem Kunden Beno diese 10.000 EURO ausleihen. Dies ist die Sichtweise der sogenannten „orthodoxen Theorie“.  Um unser jetziges Geldsystem angemessen zu beschreiben, wird nachfolgend anhand von sehr vereinfachten Beispielen unser Geldsystem erklärt. Die historische Entwicklung von Geld über Goldmünzen, goldgedeckte Banknoten zu den heutigen ungedeckten Banknoten wird bewusst vernachlässigt. Sie würde uns nur darin bestärken, dass Geld etwas Gegenständliches sei - etwas, das wir in die Hand nehmen können. Genau das ist unser heutiges Geld jedoch nicht mehr. Lediglich unsere Geldscheine und Münzen sind noch gegenständlich. Bezogen auf die [[Geldmenge M3]] hat das umlaufende Bargeld nur noch einen Anteil von &amp;lt;10%&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 68 (PDF-Seite 35&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung von Guthaben und Schulden ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung von Guthaben und Schulden ist nicht unbedingt Geld erforderlich. Das nachstehende Beispiel der Bauern Anton und Beno beschreibt das anschaulich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Nachbarn Anton und Beno können vom Ertrag ihrer Höfe gut leben. Nun wird Anton sehr krank und kann für 1 Jahr nicht mehr auf seinem Feld arbeiten. Für den Unterhalt seiner Familie benötigt er jedoch jeden Monat einen Doppelzentner (100 kg) Weizen. Dieser reicht aus, um das zum Essen notwendige Brot zu backen. Beno bietet Anton an, ihm bis zur nächsten Ernte monatlich einen Doppelzentner Weizen abzugeben. Anton nimmt dieses Angebot gerne an. Da Anton sein Feld nicht bestellen kann, überlässt er es Beno zum Anbau des Weizens. Um einen Doppelzentner Weizen zu ernten, muss Beno 10 Stunden arbeiten. Anton will dieses Entgegenkommen von Beno aber nicht als Geschenk annehmen. Er verspricht deshalb, eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen. Dies kann er jedoch erst, wenn er wieder gesund ist und voll arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr hat Anton insgesamt 12 Doppelzentner Weizen bekommen. Gemäß seinem eigenen Versprechen schuldet er Beno jetzt 120 Arbeitsstunden. Beno hat gegenüber Anton ein Guthaben von 120 Arbeitsstunden. Es wird deutlich, dass das Guthaben von Beno und die Schulden von Anton gleichzeitig und in gleicher Höhe entstehen. Guthaben und Schulden sind ganz ohne Geld entstanden.&lt;br /&gt;
Das „Vertragsverhältnis“ von Anton und Beno würde nach heutigem Verständnis als Kreditvertrag aufgefasst. Der Schuldner, Anton, borgt sich beim Gläubiger, Beno, Arbeitskraft. Es entstehen Guthaben und Schulden. Um den Wert der Leistung zu bestimmen, wird als Maßstab die Arbeitsstunde genommen. Als Maßstab könnte auch ein Doppelzentner Weizen oder eine sonstige, erdachte Verrechnungseinheit dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Egon, ein weiterer Nachbar und von Beruf Schreiner, renoviert Benos alte Standuhr. Hierfür wendet er 60 Arbeitsstunden auf. Da auch er im nächsten Jahr noch Weizen benötigt, treffen sie eine Vereinbarung. Aus Benos Anspruch von 120 Arbeitsstunden gegenüber Anton tritt Beno - mit Einverständnis von Egon - 60 Arbeitsstunden an ihn (Egon) ab. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Egon &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Beno arbeitet für Anton&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+120&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Egon arbeitet für Beno&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anton arbeitet für Beno und Egon&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Egon kann jetzt im nächsten Jahr von Anton  6 Doppelzentner Weizen erhalten. Beno hat hiermit die Renovierung seiner Standuhr aus seinem Anspruch an Anton bezahlt. Die nebenstehende Tabelle zeigt die einfachen Beziehungen zwischen diesen 3 Personen auf. Die Schuld von Anton wird mit -120 Stunden angegeben. Beno besitzt hingegen ein Guthaben von +120 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr ist Anton wieder gesund und leistet zusätzlich 120 Arbeitsstunden zur Abarbeitung seiner Schuld. Das Ergebnis seiner Arbeit, 12 Doppelzentner Weizen, verteilt er zu gleichen Teilen an Beno und Egon. Sämtliche Guthaben und Schulden sind damit erloschen. Der beschriebene Vorgang erscheint derart einfach und selbstverständlich, dass seine Erwähnung überflüssig erscheint. Wird später die Entstehung von Geld im Bankensystem besprochen, soll diese einfache Erklärung die Entstehung und Vernichtung von Buchgeld verdeutlichen. Diese Vorgänge können auf das zuvor beschriebene, leicht nachvollziehbare Grundprinzip zurückgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verrechnungseinheit „Arbeitsstunde“ erscheint für die gegenseitige Aufrechnung geeignet. Sie ist nicht an eine Person gebunden, sondern wird allgemein anerkannt. Egon lässt sich mit Arbeitsstunden von Anton bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungsbank ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wollen jetzt noch mehrere Personen an der Verrechnung mit Arbeitsstunden teilnehmen. Es wird eine Mitgliedergemeinschaft gebildet. Die Organisation der Beteiligten wird bedeutend aufwändiger und kann nicht mehr nebenbei erledigt werden. Die Gemeinschaft kommt zu der Lösung, dass Dora die Verwaltung der Guthaben und Schulden übernehmen soll. Dora tritt als Vermittlerin zwischen einem Kreditsuchenden und einem Kreditgebenden auf (Fachsprache Finanzintermediär)&amp;lt;ref&amp;gt;Glossar &amp;quot;Geld und&lt;br /&gt;
Geldpolitik&amp;quot; Deutsche Bundesbank &amp;quot;Finanzintermediär&amp;quot; Finanzintermediäre sind Institutionen, die auf den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten tätig sind. Sie vermitteln zwischen Kapitalanbietern und Kapitalnachfragern,indem sie Geldkapital von Anlegern entgegennehmen und es an die Kapitalnachfrager weiterleiten bzw. den Handel zwischen Anbietern und Nachfragern erleichtern. Die wichtigsten Finanzintermediäre sind Banken, Versicherungen und Investmentfonds.[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/schule_und_bildung_geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Kreditgeber, im Beispiel Beno, ist bereit, für ein Mitglied der Gemeinschaft zusätzliche Arbeitsstunden zu erbringen. Er spart Arbeitsstunden an, welche er zu einem späteren Zeitpunkt verbrauchen möchte. Dies setzt jedoch voraus, dass ein anderes Mitglied, im Beispiel Anton, sich verschulden will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zur Belebung des neu geschaffenen Verrechnungssystems, der Verrechnungsbank, wird vereinbart, dass jedes Mitglied sein Konto bis zu 200 Stunden überziehen darf, das heißt, bis zu 200 Stunden Schulden dürfen angehäuft werden. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Clemens !! Dora !! Egon !!Friedrich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+230&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-50&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-110&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+650&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+900&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-3000&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+700&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+550&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-1800&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-200&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-120&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-90&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Folgend eine Tabelle, wie sich die Kontenstände, denn um solche handelt es sich bei der Auflistung von Guthaben und Schulden, nach einigen Jahren entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens besitzt im dritten Jahr ein Guthaben von 300 Stunden und hat die Absicht ein neues Haus zu bauen. Hierzu ist die Hilfe weiterer Mitglieder erforderlich. Die notwendigen Handwerker und Hersteller von Baumaterialien sind innerhalb der „Verrechnungsgemeinschaft“ vorhanden und auch bereit, ihm beim Hausbau zu helfen. Mit dem bisher eingeräumten allgemeinen Kredit von 200 Stunden ist der Hausbau jedoch nicht möglich. Er schätzt den Gesamtaufwand auf 4.500 Stunden. 300 Stunden hat er noch als Guthaben auf seinem Konto. An Eigenleistung kann er 1.200 Stunden erbringen, sodass ihm noch 3.000 Stunden fehlen. Auf einer Mitgliederversammlung bittet er um Erhöhung seines Kreditrahmens bis 3.000 Stunden. Er beabsichtigt, das Haus in einem Jahr zu erstellen, und danach mit 1.200 Stunden pro Jahr seine entstandenen Schulden zu tilgen. Dora meldet Bedenken für den Fortbestand der Gemeinschaft an, wenn sämtliche Mitglieder nach diesem Jahr ihr Guthaben aufbrauchen wollen. Da die „Leistungsfähigkeit“ von Clemens auf 1.200 Stunden im Jahr begrenzt ist, käme es zu einer Krise. Um den Kredit von Clemens nicht zu einer Gefährdung der Gemeinschaft werden zu lassen, müssen sich einige Mitglieder verpflichten, ihre beim Hausbau entstehenden Guthaben über einen bestimmten Zeitraum nicht in Anspruch zu nehmen. Ihr Anspruch ruht, dass heißt sie „sparen“. Sparen bedeutet, einen Anspruch auf die Leistung anderer zu schaffen, diesen jedoch erst später abzurufen. Das setzt jedoch immer Mitglieder voraus, welche bereit sind, sich zu verschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungskosten ==&lt;br /&gt;
Für die Arbeit von Dora wird von jedem Mitgliedern ein monatlicher Beitrag von einer Stunde, verlangt. Im Beispiel mit 6 Mitgliedern ergeben sich 60 Stunden pro Jahr. Der Beitrag ist unabhängig vom Kontostand. Für ein Konto mit durchgehend 0 Stunden, also keinem Buchungsaufwand, muss genau soviel bezahlt werden wie für das Konto von Clemens mit 50 Einzelbuchungen. Über eine Gebühr pro Buchung wäre eine Zuordnung zum Buchungsaufwand möglich. Die Kosten pro Buchung wären jedoch sehr hoch, wollte man den gesamten Verwaltungsaufwand über Buchungsgebühren abdecken. Die Mitglieder suchen noch nach einer zusätzlichen Einnahmequelle, welche sich ihnen mit der Einführung der Zinsen anbietet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinsen ==&lt;br /&gt;
Clemens hat sein neues Haus sofort nach der Fertigstellung vermietet und erhält jetzt Miete. Die anderen Mitglieder finden es ungerecht, dass er Miete verlangen kann, sie jedoch mit ihrer Vorleistung zum Hausbau leer ausgehen.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Guthabenzinsen !! Kreditzinsen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|28&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|240&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|36&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|144&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|64&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|Summe:&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|108&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|532&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold&amp;quot;| Differenz:&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold;background: #F5DA81&amp;quot;|424&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Darüber hinaus müssen sie zusätzlich auf die Inanspruchnahme ihres Guthabens verzichten. Da nur Clemens eine Vorteil in Form der Mieteinnahmen hat, sollte er einen Teil davon an Mitglieder, welche ihm erst die Möglichkeit dazu geschaffen haben, abtreten. Sie beschließen, künftig Zinsen für die Nichtinanspruchnahme ihrer Guthaben zu verlangen. Jeder, der Kredit in Anspruch nimmt, soll zum Ausgleich dafür Kreditzinsen zahlen. Auch die Verwaltungsarbeit von Dora, welche stetig mehr Zeit in Anspruch nimmt, soll über einen erhöhten Zins für Kredite mit ausgeglichen werden. Es wird beschlossen, an Sparzins 2 % zu vergüten und von den Kreditnehmern 8 % zu verlangen. Die Differenz ist zum Ausgleich der Verwaltungsaufwendungen erforderlich. Der Sparzins wird aber nur bezahlt, wenn Guthaben für längere Zeit festgelegt wird. Hingegen wird jede Überziehung des Kontos mit Kreditzinsen belegt. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse dieser Maßnahme. Die Verwaltungskosten, in Höhe von 6 (Jahren) x 60 Stunden, können jetzt aus dem Zinsaufkommen bezahlt werden. Für die Kontoführung und Buchungen reichen geringe Gebühren aus. So kann aus dem Überschuss noch eine  Rücklage gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditbesicherung ==&lt;br /&gt;
Mit steigender Mitgliederzahl steigt auch die Anzahl vergebener Kredite. Es zeigen sich vereinzelt Probleme bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Einige Kreditnehmer kommen ihren Verpflichtungen nicht nach und tragen damit zu einem Verlust der Verrechnungsbank bei. Kannten sich vorher noch sämtliche Mitglieder persönlich, so ist dies bei der jetzigen Mitgliederzahl nicht mehr möglich. Damit wird es auch schwieriger, die Zuverlässigkeit von Kreditnehmern zu beurteilen. Als Ersatz für diese Prüfung wird die Besicherung von Krediten mit Pfändern, vorzugsweise von Grundstücken beschlossen. Bevor ein Kreditbetrag über 200 Stunden genehmigt wird, ist jetzt vom Kreditnehmer ein Pfand in Form einer im Grundbuch eingetragenen Grundschuld vorzulegen. Kommt ein Kreditnehmer seinen Zins- und Tilgungszahlungen nicht nach, so kann die Bank das hinterlegte Pfand, z. B. ein Grundstück mit Haus verkaufen und aus dem Erlös die ausstehenden Forderungen begleichen. Ein darüber hinausgehender Erlös steht dem Kreditnehmer zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenkapital ==&lt;br /&gt;
Um bei mehreren Kreditwünschen nicht gleich überfordert zu sein und Kreditnehmer abweisen zu müssen, wird die Bildung von Eigenkapital beschlossen. Mitglieder der Bank erwerben einen Bankanteil mit der Erbringung von 200 Stunden und verpflichten sich, diese dauerhaft der Bank als Guthaben zu überlassen. Für die Überlassung erhalten sie 4% Zinsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldbegriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warengeld oder Kreditgeld ==&lt;br /&gt;
[[Das_Geldrätsel:_Geschichte:_Münzgeld#Warengeld| Warengeld]], besteht wie der Begriff aussagt, aus Waren. Neben Gold und Silber wurden auch Rinder und Ziegen, Armreifen, Weizen und sogar Zigaretten als Geld verwendet. So entstand in Ermangelung von Münzen im Mittelalter das Korngeld. Eine, bei allen Menschen anerkannte und für wertvoll gehaltene Ware wurde zu Geld erklärt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=nY5JsRZ7neoC&amp;amp;pg=PA317&amp;amp;lpg=PA317&amp;amp;dq=korngeld+Zahlungsmittel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_XCAQY76Yc&amp;amp;sig=h7MW_hieGNcKK5j1yBw7YQFAN0g&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AWvfUKjzFs_34QTzpYCQBw&amp;amp;ved=0CDoQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=korngeld%20Zahlungsmittel&amp;amp;f=false Handbuch der mittelalterlichen und neuen Geschichte, Kulischer Auszug Google, S. 317]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wesentliche Eigenschaft dieser Waren ist hervorzuheben, das sie bei der Verwendung als Geld bereits bestehen. Die erforderliche Arbeit zu ihrer Herstellung wurde bereits in der Vergangenheit geleistet. Werden diese Waren gesammelt das heißt gespart, so wird das Ergebnis von Arbeitsleistung aus der Vergangenheit angehäuft. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Gegenständlichkeit. Dieses Geld kann ich sehen und anfassen. Auch bei der Funktion als Geld zeigt sich eine Besonderheit. Sammle ich eine Menge Warengeld an, so ist deshalb noch niemand verpflichtet, mir gegen dieses Warengeld eine Leistung zu erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders sieht es beim Kreditgeld aus. Die bisher beschriebene Verrechnungseinheit Arbeitsstunde kann als reines Kreditgeld aufgefasst werden. Beim Entstehen von Stunden-Guthaben entsteht auch gleichzeitig eine Stunden-Schuld. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Werden alle Schulden zurückgezahlt gibt es kein Kreditgeld mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==ohne Bargeld ==&lt;br /&gt;
Zur praktischen Abwicklung kann man sich eine Bank mit Bankkartensystem vorstellen. Jede Leistung und jeder Kauf wird sofort über das Verrechnungssystem „online“ vergütet. Bargeld ist also nicht erforderlich. Die Dienstleistung „einmal Haare schneiden, waschen, föhnen“ führt nach getaner Arbeit direkt zu einer Übertragung von „1 Arbeitsstunde“ vom Konto des Kunden zum Konto des Friseurs. Diese Vorstellung hat einen handfesten Hintergrund. Die Entwicklung zu bargeldlosen Gesellschaften hin ist heute unverkennbar&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.11.2010, [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schweden-und-norwegen-kampagne-fuer-bargeldlose-gesellschaft-11068708.html Kampagne für bargeldlose Gesellschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Banken bevorzugen bargeldlose Zahlungen, da die Aufwendungen für den Bargeldverkehr erheblich sind und nicht auf die Nutzer des Bargeldes umgelegt werden können&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=%22bargeldverkehr%22++%22verlustgesch%C3%A4ft%22&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=16&amp;amp;cad=rja&amp;amp;ved=0CEwQFjAFOAo&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fd-nb.info%2F973152532%2F34&amp;amp;ei=GgQOUf_rB8jetAbTuIBg&amp;amp;usg=AFQjCNEM6-7FBLlTweqBJ0kI3g-WHtwKGQ &amp;quot;Elektronisches Geld und Geldpolitik&amp;quot; Dissertation Monika ''E. Hartmann'', Universität Karlsruhe ]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungseinheit Arbeitsstunde? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldschöpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldvernichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=679</id>
		<title>Verrechnungseinheiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=679"/>
				<updated>2013-08-03T21:25:49Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Neues Geld ==&lt;br /&gt;
Die Funktion unseres Geldsystems mit Guthaben und Schulden wird in Sach- und Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre vielfach beschrieben und erklärt. Bei der Erklärung von Geld beschränken die Autoren sich auf die Funktionen von Geld und wie Geld eingesetzt wird. Wie Geld entsteht, wird entweder nicht erläutert, oder es wird auf die Entstehung der Tauschwirtschaft verwiesen. Auch Fachbücher über Banken und das Kreditwesen helfen nicht weiter. Das Stichwort „Geldschöpfung“, unter welchem die Entstehung von Geld eigentlich beschrieben werden sollte, sucht man teilweise vergebens. Wird die Geldschöpfung beschrieben, so geschieht dies auf weniger als zwei Seiten in einem Buch mit über 1000 Seiten &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens 2001 Geldschöpfung Seite 946 und 947, ISBN 3-7910-8047-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Neue Bankbetriebslehre 2007, ½ Seite zur Erläuterung der Geldschöpfung von Geschäftsbanken  ISBN 978-3-8349-0337-2&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen beschränken sich die Erklärungen auf folgende Aussage:&lt;br /&gt;
„Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken erfolgt durch Kreditgewährung und Buchung der eingeräumten Kredite auf Konten. Das so entstandene Buchgeld ist seinerseits die Grundlage für weitere Kreditgewährungen durch die Banken.“&lt;br /&gt;
Ohne zusätzliche Erklärungen über die Voraussetzungen zur Kreditgewährung und den Einfluss der Kredite auf die Geldmenge und die Wirtschaft ist der Informationsgehalt dieser Aussage gering. Um zu verstehen, wie Geld heute wirklich gesehen werden muss, sind Erläuterungen der Grundlagen und Zusammenhänge zwingend erforderlich. Die Sachverhalte müssen auf ihre einfachste Grundform reduziert werden, um die Funktionsweise des Systems zu erfassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser heutiges Geld besteht nicht mehr aus Edelmetallen wie Gold oder Silber. Auch ist es seit 1971 nicht mehr durch Edelmetalle gedeckt. Am 14. August 1971 hat Präsident Nixon zum „Schutz“ der amerikanischen Volkswirtschaft einseitig die Möglichkeit, Dollar in Gold zu tauschen, aufgekündigt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Christian Zeuß&lt;br /&gt;
 | Titel=Kapitalanlage und die Gefahr des schleichenden Sozialismus: ein Blick hinter die Kulissen&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=&lt;br /&gt;
 | Ort=&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8391-6913-5  &lt;br /&gt;
}}  [http://books.google.de/books?id=s1v6thzBuI0C&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;lpg=PA86&amp;amp;dq=edelmetalldeckung+1971&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5hMCcRQ9TW&amp;amp;sig=iU2QL7lIPQpAeMBIyzhW8Np2QWc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=9PTdUMCQLYbvsgbarYGYCg&amp;amp;ved=0CEYQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=edelmetalldeckung%201971&amp;amp;f=false   Auszug bei Google, S.86] &amp;lt;/ref&amp;gt; und damit das Zeitalter der „goldgedeckten Währungen“ beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld als „Ersatzmittel“ für Gold oder Silber anzusehen, beschreibt deshalb unser heutiges System nur unzureichend und führt zu der Annahme, dass eine Bank zuerst Geldeinlagen benötige, um anschließend Kredite vergeben zu können. &lt;br /&gt;
Dies ist bildhaft schön einleuchtend zu erklären: Kunde Anton bringt 10.000 EURO Bargeld zur Bank, und die Bank kann erst dann dem Kunden Beno diese 10.000 EURO ausleihen. Dies ist die Sichtweise der sogenannten „orthodoxen Theorie“.  Um unser jetziges Geldsystem angemessen zu beschreiben, wird nachfolgend anhand von sehr vereinfachten Beispielen unser Geldsystem erklärt. Die historische Entwicklung von Geld über Goldmünzen, goldgedeckte Banknoten zu den heutigen ungedeckten Banknoten wird bewusst vernachlässigt. Sie würde uns nur darin bestärken, dass Geld etwas Gegenständliches sei - etwas, das wir in die Hand nehmen können. Genau das ist unser heutiges Geld jedoch nicht mehr. Lediglich unsere Geldscheine und Münzen sind noch gegenständlich. Bezogen auf die [[Geldmenge M3]] hat das umlaufende Bargeld nur noch einen Anteil von &amp;lt;10%&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 68 (PDF-Seite 35&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung von Guthaben und Schulden ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung von Guthaben und Schulden ist nicht unbedingt Geld erforderlich. Das nachstehende Beispiel der Bauern Anton und Beno beschreibt das anschaulich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Nachbarn Anton und Beno können vom Ertrag ihrer Höfe gut leben. Nun bricht sich Anton bei der Feldarbeit ein Bein und kann für 1 Jahr nicht mehr auf seinem Feld arbeiten. Für den Unterhalt seiner Familie benötigt er jedoch jeden Monat einen Doppelzentner (100 kg) Weizen. Dieser reicht aus, um das zum Essen notwendige Brot backen zu lassen. Beno bietet Anton an, ihm bis zur nächsten Ernte monatlich einen Doppelzentner Weizen abzugeben. Anton nimmt dieses Angebot gerne an. Da Anton sein Feld nicht bestellen kann, überlässt er es Beno zum Anbau des Weizens. Um einen Doppelzentner Weizen zu ernten, muss Beno 10 Stunden arbeiten. Anton will dieses Entgegenkommen von Beno aber nicht als Geschenk annehmen. Er verspricht deshalb, eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen. Dies kann er jedoch erst, wenn er wieder gesund ist und voll arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr hat Anton insgesamt 12 Doppelzentner Weizen bekommen. Gemäß seinem eigenen Versprechen schuldet er Beno jetzt 120 Arbeitsstunden. Beno hat gegenüber Anton ein Guthaben von 120 Arbeitsstunden. Es wird deutlich, dass das Guthaben von Beno und die Schulden von Anton gleichzeitig und in gleicher Höhe entstehen. Guthaben und Schulden sind ganz ohne Geld entstanden.&lt;br /&gt;
Das „Vertragsverhältnis“ von Anton und Beno würde nach heutigem Verständnis als Kreditvertrag aufgefasst. Der Schuldner, Anton, borgt sich beim Gläubiger, Beno, Arbeitskraft. Es entstehen Guthaben und Schulden. Um den Wert der Leistung zu bestimmen, wird als Maßstab die Arbeitsstunde genommen. Als Maßstab könnte auch ein Doppelzentner Weizen oder eine sonstige, erdachte Verrechnungseinheit dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Egon, ein weiterer Nachbar und von Beruf Schreiner, renoviert Benos alte Standuhr. Hierfür wendet er 60 Arbeitsstunden auf. Da auch er im nächsten Jahr noch Weizen für seine Familie benötigt, treffen sie eine Vereinbarung. Aus Benos Anspruch von 120 Arbeitsstunden gegenüber Anton tritt dieser ihm 60 Arbeitsstunden ab. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Egon &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Beno arbeitet für Anton&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+120&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Egon arbeitet für Beno&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anton arbeitet für Beno und Egon&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Egon kann jetzt im nächsten Jahr von Anton  6 Doppelzentner Weizen erhalten. Beno hat hiermit die Renovierung seiner Standuhr aus seinem Anspruch an Anton bezahlt. Die nebenstehende Tabelle zeigt die einfachen Beziehungen zwischen diesen 3 Personen auf. Die Schuld von Anton wird mit -120 Stunden angegeben. Beno besitzt hingegen ein Guthaben von +120 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr ist Anton wieder gesund und leistet zusätzlich 120 Arbeitsstunden zur Abarbeitung seiner Schuld. Das Ergebnis seiner Arbeit, 12 Doppelzentner Weizen, verteilt er zu gleichen Teilen an Beno und Egon. Sämtliche Guthaben und Schulden sind damit erloschen. Der beschriebene Vorgang erscheint derart einfach und selbstverständlich, dass seine Erwähnung überflüssig erscheint. Wird später die Entstehung von Geld im Bankensystem besprochen, soll diese einfache Erklärung die Entstehung und Vernichtung von Buchgeld verdeutlichen. Diese Vorgänge können auf das zuvor beschriebene, leicht nachvollziehbare Grundprinzip zurückgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verrechnungseinheit „Arbeitsstunde“ erscheint für die gegenseitige Aufrechnung geeignet. Sie ist nicht an eine Person gebunden, sondern wird allgemein anerkannt. Egon lässt sich mit Arbeitsstunden von Anton bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungsbank ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wollen jetzt noch mehrere Personen an der Verrechnung mit Arbeitsstunden teilnehmen. Es wird eine Mitgliedergemeinschaft gebildet. Die Organisation der Beteiligten wird bedeutend aufwändiger und kann nicht mehr nebenbei erledigt werden. Die Gemeinschaft kommt zu der Lösung, dass Dora die Verwaltung der Guthaben und Schulden übernehmen soll. Dora tritt als Vermittlerin zwischen einem Kreditsuchenden und einem Kreditgebenden auf (Fachsprache Finanzintermediär)&amp;lt;ref&amp;gt;Glossar &amp;quot;Geld und&lt;br /&gt;
Geldpolitik&amp;quot; Deutsche Bundesbank &amp;quot;Finanzintermediär&amp;quot; Finanzintermediäre sind Institutionen, die auf den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten tätig sind. Sie vermitteln zwischen Kapitalanbietern und Kapitalnachfragern,indem sie Geldkapital von Anlegern entgegennehmen und es an die Kapitalnachfrager weiterleiten bzw. den Handel zwischen Anbietern und Nachfragern erleichtern. Die wichtigsten Finanzintermediäre sind Banken, Versicherungen und Investmentfonds.[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/schule_und_bildung_geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Kreditgeber, im Beispiel Beno, ist bereit, für ein Mitglied der Gemeinschaft zusätzliche Arbeitsstunden zu erbringen. Er spart Arbeitsstunden an, welche er zu einem späteren Zeitpunkt verbrauchen möchte. Dies setzt jedoch voraus, dass ein anderes Mitglied, im Beispiel Anton, sich verschulden will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zur Belebung des neu geschaffenen Verrechnungssystems, der Verrechnungsbank, wird vereinbart, dass jedes Mitglied sein Konto bis zu 200 Stunden überziehen darf, das heißt, bis zu 200 Stunden Schulden dürfen angehäuft werden. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Clemens !! Dora !! Egon !!Friedrich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+230&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-50&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|-110&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+650&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+900&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-3000&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+700&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+550&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-1800&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-200&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-120&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-90&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Folgend eine Tabelle, wie sich die Kontenstände, denn um solche handelt es sich bei der Auflistung von Guthaben und Schulden, nach einigen Jahren entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens besitzt im dritten Jahr ein Guthaben von 300 Stunden und hat die Absicht ein neues Haus zu bauen. Hierzu ist die Hilfe weiterer Mitglieder erforderlich. Die notwendigen Handwerker und Hersteller von Baumaterialien sind innerhalb der „Verrechnungsgemeinschaft“ vorhanden und auch bereit, ihm beim Hausbau zu helfen. Mit dem bisher eingeräumten allgemeinen Kredit von 200 Stunden ist der Hausbau jedoch nicht möglich. Er schätzt den Gesamtaufwand auf 4.500 Stunden. 300 Stunden hat er noch als Guthaben auf seinem Konto. An Eigenleistung kann er 1.200 Stunden erbringen, sodass ihm noch 3.000 Stunden fehlen. Auf einer Mitgliederversammlung bittet er um Erhöhung seines Kreditrahmens bis 3.000 Stunden. Er beabsichtigt, das Haus in einem Jahr zu erstellen, und danach mit 1.200 Stunden pro Jahr seine entstandenen Schulden zu tilgen. Dora meldet Bedenken für den Fortbestand der Gemeinschaft an, wenn sämtliche Mitglieder nach diesem Jahr ihr Guthaben aufbrauchen wollen. Da die „Leistungsfähigkeit“ von Clemens auf 1.200 Stunden im Jahr begrenzt ist, käme es zu einer Krise. Um den Kredit von Clemens nicht zu einer Gefährdung der Gemeinschaft werden zu lassen, müssen sich einige Mitglieder verpflichten, ihre beim Hausbau entstehenden Guthaben über einen bestimmten Zeitraum nicht in Anspruch zu nehmen. Ihr Anspruch ruht, dass heißt sie „sparen“. Sparen bedeutet, einen Anspruch auf die Leistung anderer zu schaffen, diesen jedoch erst später abzurufen. Das setzt jedoch immer Mitglieder voraus, welche bereit sind, sich zu verschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungskosten ==&lt;br /&gt;
Für die Arbeit von Dora wird von jedem Mitgliedern ein monatlicher Beitrag von einer Stunde, verlangt. Im Beispiel mit 6 Mitgliedern ergeben sich 60 Stunden pro Jahr. Der Beitrag ist unabhängig vom Kontostand. Für ein Konto mit durchgehend 0 Stunden, also keinem Buchungsaufwand, muss genau soviel bezahlt werden wie für das Konto von Clemens mit 50 Einzelbuchungen. Über eine Gebühr pro Buchung wäre eine Zuordnung zum Buchungsaufwand möglich. Die Kosten pro Buchung wären jedoch sehr hoch, wollte man den gesamten Verwaltungsaufwand über Buchungsgebühren abdecken. Die Mitglieder suchen noch nach einer zusätzlichen Einnahmequelle, welche sich ihnen mit der Einführung der Zinsen anbietet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinsen ==&lt;br /&gt;
Clemens hat sein neues Haus sofort nach der Fertigstellung vermietet und erhält jetzt Miete. Die anderen Mitglieder finden es ungerecht, dass er Miete verlangen kann, sie jedoch mit ihrer Vorleistung zum Hausbau leer ausgehen.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Guthabenzinsen !! Kreditzinsen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|28&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|240&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|36&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|144&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|64&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|Summe:&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|108&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|532&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold&amp;quot;| Differenz:&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold;background: #F5DA81&amp;quot;|424&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Darüber hinaus müssen sie zusätzlich auf die Inanspruchnahme ihres Guthabens verzichten. Da nur Clemens eine Vorteil in Form der Mieteinnahmen hat, sollte er einen Teil davon an Mitglieder, welche ihm erst die Möglichkeit dazu geschaffen haben, abtreten. Sie beschließen, künftig Zinsen für die Nichtinanspruchnahme ihrer Guthaben zu verlangen. Jeder, der Kredit in Anspruch nimmt, soll zum Ausgleich dafür Kreditzinsen zahlen. Auch die Verwaltungsarbeit von Dora, welche stetig mehr Zeit in Anspruch nimmt, soll über einen erhöhten Zins für Kredite mit ausgeglichen werden. Es wird beschlossen, an Sparzins 2 % zu vergüten und von den Kreditnehmern 8 % zu verlangen. Die Differenz ist zum Ausgleich der Verwaltungsaufwendungen erforderlich. Der Sparzins wird aber nur bezahlt, wenn Guthaben für längere Zeit festgelegt wird. Hingegen wird jede Überziehung des Kontos mit Kreditzinsen belegt. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse dieser Maßnahme. Die Verwaltungskosten, in Höhe von 6 (Jahren) x 60 Stunden, können jetzt aus dem Zinsaufkommen bezahlt werden. Für die Kontoführung und Buchungen reichen geringe Gebühren aus. So kann aus dem Überschuss noch eine  Rücklage gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditbesicherung ==&lt;br /&gt;
Mit steigender Mitgliederzahl steigt auch die Anzahl vergebener Kredite. Es zeigen sich vereinzelt Probleme bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Einige Kreditnehmer kommen ihren Verpflichtungen nicht nach und tragen damit zu einem Verlust der Verrechnungsbank bei. Kannten sich vorher noch sämtliche Mitglieder persönlich, so ist dies bei der jetzigen Mitgliederzahl nicht mehr möglich. Damit wird es auch schwieriger, die Zuverlässigkeit von Kreditnehmern zu beurteilen. Als Ersatz für diese Prüfung wird die Besicherung von Krediten mit Pfändern, vorzugsweise von Grundstücken beschlossen. Bevor ein Kreditbetrag über 200 Stunden genehmigt wird, ist jetzt vom Kreditnehmer ein Pfand in Form einer im Grundbuch eingetragenen Grundschuld vorzulegen. Kommt ein Kreditnehmer seinen Zins- und Tilgungszahlungen nicht nach, so kann die Bank das hinterlegte Pfand, z. B. ein Grundstück mit Haus verkaufen und aus dem Erlös die ausstehenden Forderungen begleichen. Ein darüber hinausgehender Erlös steht dem Kreditnehmer zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenkapital ==&lt;br /&gt;
Um bei mehreren Kreditwünschen nicht gleich überfordert zu sein und Kreditnehmer abweisen zu müssen, wird die Bildung von Eigenkapital beschlossen. Mitglieder der Bank erwerben einen Bankanteil mit der Erbringung von 200 Stunden und verpflichten sich, diese dauerhaft der Bank als Guthaben zu überlassen. Für die Überlassung erhalten sie 4% Zinsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldbegriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warengeld oder Kreditgeld ==&lt;br /&gt;
[[Das_Geldrätsel:_Geschichte:_Münzgeld#Warengeld| Warengeld]], besteht wie der Begriff aussagt, aus Waren. Neben Gold und Silber wurden auch Rinder und Ziegen, Armreifen, Weizen und sogar Zigaretten als Geld verwendet. So entstand in Ermangelung von Münzen im Mittelalter das Korngeld. Eine, bei allen Menschen anerkannte und für wertvoll gehaltene Ware wurde zu Geld erklärt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=nY5JsRZ7neoC&amp;amp;pg=PA317&amp;amp;lpg=PA317&amp;amp;dq=korngeld+Zahlungsmittel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_XCAQY76Yc&amp;amp;sig=h7MW_hieGNcKK5j1yBw7YQFAN0g&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AWvfUKjzFs_34QTzpYCQBw&amp;amp;ved=0CDoQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=korngeld%20Zahlungsmittel&amp;amp;f=false Handbuch der mittelalterlichen und neuen Geschichte, Kulischer Auszug Google, S. 317]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wesentliche Eigenschaft dieser Waren ist hervorzuheben, das sie bei der Verwendung als Geld bereits bestehen. Die erforderliche Arbeit zu ihrer Herstellung wurde bereits in der Vergangenheit geleistet. Werden diese Waren gesammelt das heißt gespart, so wird das Ergebnis von Arbeitsleistung aus der Vergangenheit angehäuft. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Gegenständlichkeit. Dieses Geld kann ich sehen und anfassen. Auch bei der Funktion als Geld zeigt sich eine Besonderheit. Sammle ich eine Menge Warengeld an, so ist deshalb noch niemand verpflichtet, mir gegen dieses Warengeld eine Leistung zu erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders sieht es beim Kreditgeld aus. Die bisher beschriebene Verrechnungseinheit Arbeitsstunde kann als reines Kreditgeld aufgefasst werden. Beim Entstehen von Stunden-Guthaben entsteht auch gleichzeitig eine Stunden-Schuld. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Werden alle Schulden zurückgezahlt gibt es kein Kreditgeld mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==ohne Bargeld ==&lt;br /&gt;
Zur praktischen Abwicklung kann man sich eine Bank mit Bankkartensystem vorstellen. Jede Leistung und jeder Kauf wird sofort über das Verrechnungssystem „online“ vergütet. Bargeld ist also nicht erforderlich. Die Dienstleistung „einmal Haare schneiden, waschen, föhnen“ führt nach getaner Arbeit direkt zu einer Übertragung von „1 Arbeitsstunde“ vom Konto des Kunden zum Konto des Friseurs. Diese Vorstellung hat einen handfesten Hintergrund. Die Entwicklung zu bargeldlosen Gesellschaften hin ist heute unverkennbar&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.11.2010, [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schweden-und-norwegen-kampagne-fuer-bargeldlose-gesellschaft-11068708.html Kampagne für bargeldlose Gesellschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Banken bevorzugen bargeldlose Zahlungen, da die Aufwendungen für den Bargeldverkehr erheblich sind und nicht auf die Nutzer des Bargeldes umgelegt werden können&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=%22bargeldverkehr%22++%22verlustgesch%C3%A4ft%22&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=16&amp;amp;cad=rja&amp;amp;ved=0CEwQFjAFOAo&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fd-nb.info%2F973152532%2F34&amp;amp;ei=GgQOUf_rB8jetAbTuIBg&amp;amp;usg=AFQjCNEM6-7FBLlTweqBJ0kI3g-WHtwKGQ &amp;quot;Elektronisches Geld und Geldpolitik&amp;quot; Dissertation Monika ''E. Hartmann'', Universität Karlsruhe ]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungseinheit Arbeitsstunde? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldschöpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldvernichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=678</id>
		<title>Verrechnungseinheiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=678"/>
				<updated>2013-08-03T21:20:15Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: /* Verrechnungsbank */&lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Neues Geld ==&lt;br /&gt;
Die Funktion unseres Geldsystems mit Guthaben und Schulden wird in Sach- und Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre vielfach beschrieben und erklärt. Bei der Erklärung von Geld beschränken die Autoren sich auf die Funktionen von Geld und wie Geld eingesetzt wird. Wie Geld entsteht, wird entweder nicht erläutert, oder es wird auf die Entstehung der Tauschwirtschaft verwiesen. Auch Fachbücher über Banken und das Kreditwesen helfen nicht weiter. Das Stichwort „Geldschöpfung“, unter welchem die Entstehung von Geld eigentlich beschrieben werden sollte, sucht man teilweise vergebens. Wird die Geldschöpfung beschrieben, so geschieht dies auf weniger als zwei Seiten in einem Buch mit über 1000 Seiten &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens 2001 Geldschöpfung Seite 946 und 947, ISBN 3-7910-8047-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Neue Bankbetriebslehre 2007, ½ Seite zur Erläuterung der Geldschöpfung von Geschäftsbanken  ISBN 978-3-8349-0337-2&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen beschränken sich die Erklärungen auf folgende Aussage:&lt;br /&gt;
„Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken erfolgt durch Kreditgewährung und Buchung der eingeräumten Kredite auf Konten. Das so entstandene Buchgeld ist seinerseits die Grundlage für weitere Kreditgewährungen durch die Banken.“&lt;br /&gt;
Ohne zusätzliche Erklärungen über die Voraussetzungen zur Kreditgewährung und den Einfluss der Kredite auf die Geldmenge und die Wirtschaft ist der Informationsgehalt dieser Aussage gering. Um zu verstehen, wie Geld heute wirklich gesehen werden muss, sind Erläuterungen der Grundlagen und Zusammenhänge zwingend erforderlich. Die Sachverhalte müssen auf ihre einfachste Grundform reduziert werden, um die Funktionsweise des Systems zu erfassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser heutiges Geld besteht nicht mehr aus Edelmetallen wie Gold oder Silber. Auch ist es seit 1971 nicht mehr durch Edelmetalle gedeckt. Am 14. August 1971 hat Präsident Nixon zum „Schutz“ der amerikanischen Volkswirtschaft einseitig die Möglichkeit, Dollar in Gold zu tauschen, aufgekündigt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Christian Zeuß&lt;br /&gt;
 | Titel=Kapitalanlage und die Gefahr des schleichenden Sozialismus: ein Blick hinter die Kulissen&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=&lt;br /&gt;
 | Ort=&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8391-6913-5  &lt;br /&gt;
}}  [http://books.google.de/books?id=s1v6thzBuI0C&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;lpg=PA86&amp;amp;dq=edelmetalldeckung+1971&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5hMCcRQ9TW&amp;amp;sig=iU2QL7lIPQpAeMBIyzhW8Np2QWc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=9PTdUMCQLYbvsgbarYGYCg&amp;amp;ved=0CEYQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=edelmetalldeckung%201971&amp;amp;f=false   Auszug bei Google, S.86] &amp;lt;/ref&amp;gt; und damit das Zeitalter der „goldgedeckten Währungen“ beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld als „Ersatzmittel“ für Gold oder Silber anzusehen, beschreibt deshalb unser heutiges System nur unzureichend und führt zu der Annahme, dass eine Bank zuerst Geldeinlagen benötige, um anschließend Kredite vergeben zu können. &lt;br /&gt;
Dies ist bildhaft schön einleuchtend zu erklären: Kunde Anton bringt 10.000 EURO Bargeld zur Bank, und die Bank kann erst dann dem Kunden Beno diese 10.000 EURO ausleihen. Dies ist die Sichtweise der sogenannten „orthodoxen Theorie“.  Um unser jetziges Geldsystem angemessen zu beschreiben, wird nachfolgend anhand von sehr vereinfachten Beispielen unser Geldsystem erklärt. Die historische Entwicklung von Geld über Goldmünzen, goldgedeckte Banknoten zu den heutigen ungedeckten Banknoten wird bewusst vernachlässigt. Sie würde uns nur darin bestärken, dass Geld etwas Gegenständliches sei - etwas, das wir in die Hand nehmen können. Genau das ist unser heutiges Geld jedoch nicht mehr. Lediglich unsere Geldscheine und Münzen sind noch gegenständlich. Bezogen auf die [[Geldmenge M3]] hat das umlaufende Bargeld nur noch einen Anteil von &amp;lt;10%&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 68 (PDF-Seite 35&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung von Guthaben und Schulden ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung von Guthaben und Schulden ist nicht unbedingt Geld erforderlich. Das nachstehende Beispiel der Bauern Anton und Beno beschreibt das anschaulich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Nachbarn Anton und Beno können vom Ertrag ihrer Höfe gut leben. Nun bricht sich Anton bei der Feldarbeit ein Bein und kann für 1 Jahr nicht mehr auf seinem Feld arbeiten. Für den Unterhalt seiner Familie benötigt er jedoch jeden Monat einen Doppelzentner (100 kg) Weizen. Dieser reicht aus, um das zum Essen notwendige Brot backen zu lassen. Beno bietet Anton an, ihm bis zur nächsten Ernte monatlich einen Doppelzentner Weizen abzugeben. Anton nimmt dieses Angebot gerne an. Da Anton sein Feld nicht bestellen kann, überlässt er es Beno zum Anbau des Weizens. Um einen Doppelzentner Weizen zu ernten, muss Beno 10 Stunden arbeiten. Anton will dieses Entgegenkommen von Beno aber nicht als Geschenk annehmen. Er verspricht deshalb, eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen. Dies kann er jedoch erst, wenn er wieder gesund ist und voll arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr hat Anton insgesamt 12 Doppelzentner Weizen bekommen. Gemäß seinem eigenen Versprechen schuldet er Beno jetzt 120 Arbeitsstunden. Beno hat gegenüber Anton ein Guthaben von 120 Arbeitsstunden. Es wird deutlich, dass das Guthaben von Beno und die Schulden von Anton gleichzeitig und in gleicher Höhe entstehen. Guthaben und Schulden sind ganz ohne Geld entstanden.&lt;br /&gt;
Das „Vertragsverhältnis“ von Anton und Beno würde nach heutigem Verständnis als Kreditvertrag aufgefasst. Der Schuldner, Anton, borgt sich beim Gläubiger, Beno, Arbeitskraft. Es entstehen Guthaben und Schulden. Um den Wert der Leistung zu bestimmen, wird als Maßstab die Arbeitsstunde genommen. Als Maßstab könnte auch ein Doppelzentner Weizen oder eine sonstige, erdachte Verrechnungseinheit dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Egon, ein weiterer Nachbar und von Beruf Schreiner, renoviert Benos alte Standuhr. Hierfür wendet er 60 Arbeitsstunden auf. Da auch er im nächsten Jahr noch Weizen für seine Familie benötigt, treffen sie eine Vereinbarung. Aus Benos Anspruch von 120 Arbeitsstunden gegenüber Anton tritt dieser ihm 60 Arbeitsstunden ab. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Egon &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Beno arbeitet für Anton&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+120&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Egon arbeitet für Beno&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anton arbeitet für Beno und Egon&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Egon kann jetzt im nächsten Jahr von Anton  6 Doppelzentner Weizen erhalten. Beno hat hiermit die Renovierung seiner Standuhr aus seinem Anspruch an Anton bezahlt. Die nebenstehende Tabelle zeigt die einfachen Beziehungen zwischen diesen 3 Personen auf. Die Schuld von Anton wird mit -120 Stunden angegeben. Beno besitzt hingegen ein Guthaben von +120 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr ist Anton wieder gesund und leistet zusätzlich 120 Arbeitsstunden zur Abarbeitung seiner Schuld. Das Ergebnis seiner Arbeit, 12 Doppelzentner Weizen, verteilt er zu gleichen Teilen an Beno und Egon. Sämtliche Guthaben und Schulden sind damit erloschen. Der beschriebene Vorgang erscheint derart einfach und selbstverständlich, dass seine Erwähnung überflüssig erscheint. Wird später die Entstehung von Geld im Bankensystem besprochen, soll diese einfache Erklärung die Entstehung und Vernichtung von Buchgeld verdeutlichen. Diese Vorgänge können auf das zuvor beschriebene, leicht nachvollziehbare Grundprinzip zurückgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verrechnungseinheit „Arbeitsstunde“ erscheint für die gegenseitige Aufrechnung geeignet. Sie ist nicht an eine Person gebunden, sondern wird allgemein anerkannt. Egon lässt sich mit Arbeitsstunden von Anton bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungsbank ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wollen jetzt noch mehrere Personen an der Verrechnung mit Arbeitsstunden teilnehmen. Es wird eine Mitgliedergemeinschaft gebildet. Die Organisation der Beteiligten wird bedeutend aufwändiger und kann nicht mehr nebenbei erledigt werden. Die Gemeinschaft kommt zu der Lösung, dass Dora die Verwaltung der Guthaben und Schulden übernehmen soll. Dora tritt als Vermittlerin zwischen einem Kreditsuchenden und einem Kreditgebenden auf (Fachsprache Finanzintermediär)&amp;lt;ref&amp;gt;Glossar &amp;quot;Geld und&lt;br /&gt;
Geldpolitik&amp;quot; Deutsche Bundesbank &amp;quot;Finanzintermediär&amp;quot; Finanzintermediäre sind Institutionen, die auf den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten tätig sind. Sie vermitteln zwischen Kapitalanbietern und Kapitalnachfragern,indem sie Geldkapital von Anlegern entgegennehmen und es an die Kapitalnachfrager weiterleiten bzw. den Handel zwischen Anbietern und Nachfragern erleichtern. Die wichtigsten Finanzintermediäre sind Banken, Versicherungen und Investmentfonds.[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/schule_und_bildung_geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Kreditgeber, im Beispiel Beno, ist bereit, für ein Mitglied der Gemeinschaft zusätzliche Arbeitsstunden zu erbringen. Er spart Arbeitsstunden an, welche er zu einem späteren Zeitpunkt verbrauchen möchte. Dies setzt jedoch voraus, dass ein anderes Mitglied, im Beispiel Anton, sich verschulden will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zur Belebung des neu geschaffenen Verrechnungssystems, der Verrechnungsbank, wird vereinbart, dass jedes Mitglied sein Konto bis zu 200 Stunden überziehen darf, das heißt, bis zu 200 Stunden Schulden dürfen angehäuft werden. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Clemens !! Dora !! Egon !!Friedrich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+230&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-50&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|-110&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+650&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+900&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-3000&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+700&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+550&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-1800&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-200&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-120&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-90&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Folgend eine Tabelle, wie sich die Kontenstände, denn um solche handelt es sich bei der Auflistung von Guthaben und Schulden, nach einigen Jahren entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens besitzt im dritten Jahr ein Guthaben von 300 Stunden und hat die Absicht ein neues Haus zu bauen. Hierzu ist die Hilfe weiterer Mitglieder erforderlich. Die notwendigen Handwerker und Hersteller von Baumaterialien sind innerhalb der &amp;quot;Verrechnungsgemeinschaft&amp;quot; vorhanden und auch bereit, ihm beim Hausbau zu helfen. Mit dem bisher eingeräumten allgemeinen Kredit von 200 Stunden ist der Hausbau jedoch nicht möglich. Er schätzt den Gesamtaufwand auf 4.500 Stunden. 300 Stunden hat er noch als Guthaben auf seinem Konto. An Eigenleistung kann er 1.200 Stunden erbringen, sodass ihm noch 3.000 Stunden fehlen. Auf einer Mitgliederversammlung bittet er um Erhöhung seines Kreditrahmens bis 3.000 Stunden. Er beabsichtigt, das Haus in einem Jahr zu erstellen, und danach mit 1.200 Stunden pro Jahr seine entstandenen Schulden zu tilgen. Dora meldet Bedenken für den Fortbestand der Gemeinschaft an, wenn sämtliche Mitglieder nach diesem Jahr ihr Guthaben aufbrauchen wollen. Da die &amp;quot;Leistungsfähigkeit&amp;quot; von Clemens auf 1.200 Stunden im Jahr begrenzt ist, käme es zu einer Krise. Um den Kredit von Clemens nicht zu einer Gefährdung der Gemeinschaft werden zu lassen, müssen sich einige Mitglieder verpflichten, ihre beim Hausbau entstehenden Guthaben über einen bestimmten Zeitraum nicht in Anspruch zu nehmen. Ihr Anspruch ruht, dass heißt sie &amp;quot;sparen&amp;quot;. Sparen bedeutet, einen Anspruch auf die Leistung anderer zu schaffen, diesen jedoch erst später abzurufen. Das setzt jedoch immer Mitglieder voraus, welche bereit sind, sich zu verschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungskosten ==&lt;br /&gt;
Für die Arbeit von Dora wird von jedem Mitgliedern ein monatlicher Beitrag von einer Stunde, verlangt. Im Beispiel mit 6 Mitgliedern ergeben sich 60 Stunden pro Jahr. Der Beitrag ist unabhängig vom Kontostand. Für ein Konto mit durchgehend 0 Stunden, also keinem Buchungsaufwand, muss genau soviel bezahlt werden wie für das Konto von Clemens mit 50 Einzelbuchungen. Über eine Gebühr pro Buchung wäre eine Zuordnung zum Buchungsaufwand möglich. Die Kosten pro Buchung wären jedoch sehr hoch, wollte man den gesamten Verwaltungsaufwand über Buchungsgebühren abdecken. Die Mitglieder suchen noch nach einer zusätzlichen Einnahmequelle, welche sich ihnen mit der Einführung der Zinsen anbietet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinsen ==&lt;br /&gt;
Clemens hat sein neues Haus sofort nach der Fertigstellung vermietet und erhält jetzt Miete. Die anderen Mitglieder finden es ungerecht, dass er Miete verlangen kann, sie jedoch mit ihrer Vorleistung zum Hausbau leer ausgehen.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Guthabenzinsen !! Kreditzinsen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|28&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|240&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|36&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|144&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|64&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|Summe:&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|108&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|532&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold&amp;quot;| Differenz:&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold;background: #F5DA81&amp;quot;|424&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Darüber hinaus müssen sie zusätzlich auf die Inanspruchnahme ihres Guthabens verzichten. Da nur Clemens eine Vorteil in Form der Mieteinnahmen hat, sollte er einen Teil davon an Mitglieder, welche ihm erst die Möglichkeit dazu geschaffen haben, abtreten. Sie beschließen, künftig Zinsen für die Nichtinanspruchnahme ihrer Guthaben zu verlangen. Jeder, der Kredit in Anspruch nimmt, soll zum Ausgleich dafür Kreditzinsen zahlen. Auch die Verwaltungsarbeit von Dora, welche stetig mehr Zeit in Anspruch nimmt, soll über einen erhöhten Zins für Kredite mit ausgeglichen werden. Es wird beschlossen, an Sparzins 2 % zu vergüten und von den Kreditnehmern 8 % zu verlangen. Die Differenz ist zum Ausgleich der Verwaltungsaufwendungen erforderlich. Der Sparzins wird aber nur bezahlt, wenn Guthaben für längere Zeit festgelegt wird. Hingegen wird jede Überziehung des Kontos mit Kreditzinsen belegt. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse dieser Maßnahme. Die Verwaltungskosten, in Höhe von 6 (Jahren) x 60 Stunden, können jetzt aus dem Zinsaufkommen bezahlt werden. Für die Kontoführung und Buchungen reichen geringe Gebühren aus. So kann aus dem Überschuss noch eine  Rücklage gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditbesicherung ==&lt;br /&gt;
Mit steigender Mitgliederzahl steigt auch die Anzahl vergebener Kredite. Es zeigen sich vereinzelt Probleme bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Einige Kreditnehmer kommen ihren Verpflichtungen nicht nach und tragen damit zu einem Verlust der Verrechnungsbank bei. Kannten sich vorher noch sämtliche Mitglieder persönlich, so ist dies bei der jetzigen Mitgliederzahl nicht mehr möglich. Damit wird es auch schwieriger, die Zuverlässigkeit von Kreditnehmern zu beurteilen. Als Ersatz für diese Prüfung wird die Besicherung von Krediten mit Pfändern, vorzugsweise von Grundstücken beschlossen. Bevor ein Kreditbetrag über 200 Stunden genehmigt wird, ist jetzt vom Kreditnehmer ein Pfand in Form einer im Grundbuch eingetragenen Grundschuld vorzulegen. Kommt ein Kreditnehmer seinen Zins- und Tilgungszahlungen nicht nach, so kann die Bank das hinterlegte Pfand, z. B. ein Grundstück mit Haus verkaufen und aus dem Erlös die ausstehenden Forderungen begleichen. Ein darüber hinausgehender Erlös steht dem Kreditnehmer zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenkapital ==&lt;br /&gt;
Um bei mehreren Kreditwünschen nicht gleich überfordert zu sein und Kreditnehmer abweisen zu müssen, wird die Bildung von Eigenkapital beschlossen. Mitglieder der Bank erwerben einen Bankanteil mit der Erbringung von 200 Stunden und verpflichten sich, diese dauerhaft der Bank als Guthaben zu überlassen. Für die Überlassung erhalten sie 4% Zinsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldbegriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warengeld oder Kreditgeld ==&lt;br /&gt;
[[Das_Geldrätsel:_Geschichte:_Münzgeld#Warengeld| Warengeld]], besteht wie der Begriff aussagt, aus Waren. Neben Gold und Silber wurden auch Rinder und Ziegen, Armreifen, Weizen und sogar Zigaretten als Geld verwendet. So entstand in Ermangelung von Münzen im Mittelalter das Korngeld. Eine, bei allen Menschen anerkannte und für wertvoll gehaltene Ware wurde zu Geld erklärt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=nY5JsRZ7neoC&amp;amp;pg=PA317&amp;amp;lpg=PA317&amp;amp;dq=korngeld+Zahlungsmittel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_XCAQY76Yc&amp;amp;sig=h7MW_hieGNcKK5j1yBw7YQFAN0g&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AWvfUKjzFs_34QTzpYCQBw&amp;amp;ved=0CDoQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=korngeld%20Zahlungsmittel&amp;amp;f=false Handbuch der mittelalterlichen und neuen Geschichte, Kulischer Auszug Google, S. 317]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wesentliche Eigenschaft dieser Waren ist hervorzuheben, das sie bei der Verwendung als Geld bereits bestehen. Die erforderliche Arbeit zu ihrer Herstellung wurde bereits in der Vergangenheit geleistet. Werden diese Waren gesammelt das heißt gespart, so wird das Ergebnis von Arbeitsleistung aus der Vergangenheit angehäuft. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Gegenständlichkeit. Dieses Geld kann ich sehen und anfassen. Auch bei der Funktion als Geld zeigt sich eine Besonderheit. Sammle ich eine Menge Warengeld an, so ist deshalb noch niemand verpflichtet, mir gegen dieses Warengeld eine Leistung zu erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders sieht es beim Kreditgeld aus. Die bisher beschriebene Verrechnungseinheit Arbeitsstunde kann als reines Kreditgeld aufgefasst werden. Beim Entstehen von Stunden-Guthaben entsteht auch gleichzeitig eine Stunden-Schuld. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Werden alle Schulden zurückgezahlt gibt es kein Kreditgeld mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==ohne Bargeld ==&lt;br /&gt;
Zur praktischen Abwicklung kann man sich eine Bank mit Bankkartensystem vorstellen. Jede Leistung und jeder Kauf wird sofort über das Verrechnungssystem „online“ vergütet. Bargeld ist also nicht erforderlich. Die Dienstleistung „einmal Haare schneiden, waschen, föhnen“ führt nach getaner Arbeit direkt zu einer Übertragung von „1 Arbeitsstunde“ vom Konto des Kunden zum Konto des Friseurs. Diese Vorstellung hat einen handfesten Hintergrund. Die Entwicklung zu bargeldlosen Gesellschaften hin ist heute unverkennbar&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.11.2010, [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schweden-und-norwegen-kampagne-fuer-bargeldlose-gesellschaft-11068708.html Kampagne für bargeldlose Gesellschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Banken bevorzugen bargeldlose Zahlungen, da die Aufwendungen für den Bargeldverkehr erheblich sind und nicht auf die Nutzer des Bargeldes umgelegt werden können&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=%22bargeldverkehr%22++%22verlustgesch%C3%A4ft%22&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=16&amp;amp;cad=rja&amp;amp;ved=0CEwQFjAFOAo&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fd-nb.info%2F973152532%2F34&amp;amp;ei=GgQOUf_rB8jetAbTuIBg&amp;amp;usg=AFQjCNEM6-7FBLlTweqBJ0kI3g-WHtwKGQ &amp;quot;Elektronisches Geld und Geldpolitik&amp;quot; Dissertation Monika ''E. Hartmann'', Universität Karlsruhe ]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungseinheit Arbeitsstunde? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldschöpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldvernichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

	<entry>
		<id>https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=677</id>
		<title>Verrechnungseinheiten</title>
		<link rel="alternate" type="text/html" href="https://www.um-bruch.net/uwiki/index.php?title=Verrechnungseinheiten&amp;diff=677"/>
				<updated>2013-08-03T21:12:24Z</updated>
		
		<summary type="html">&lt;p&gt;Asynchron: &lt;/p&gt;
&lt;hr /&gt;
&lt;div&gt;__notoc__&lt;br /&gt;
{{Baustelle}}&lt;br /&gt;
== Neues Geld ==&lt;br /&gt;
Die Funktion unseres Geldsystems mit Guthaben und Schulden wird in Sach- und Lehrbüchern der Volkswirtschaftslehre vielfach beschrieben und erklärt. Bei der Erklärung von Geld beschränken die Autoren sich auf die Funktionen von Geld und wie Geld eingesetzt wird. Wie Geld entsteht, wird entweder nicht erläutert, oder es wird auf die Entstehung der Tauschwirtschaft verwiesen. Auch Fachbücher über Banken und das Kreditwesen helfen nicht weiter. Das Stichwort „Geldschöpfung“, unter welchem die Entstehung von Geld eigentlich beschrieben werden sollte, sucht man teilweise vergebens. Wird die Geldschöpfung beschrieben, so geschieht dies auf weniger als zwei Seiten in einem Buch mit über 1000 Seiten &lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Handwörterbuch des Bank- und Finanzwesens 2001 Geldschöpfung Seite 946 und 947, ISBN 3-7910-8047-4&amp;lt;/ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
&amp;lt;ref&amp;gt; Neue Bankbetriebslehre 2007, ½ Seite zur Erläuterung der Geldschöpfung von Geschäftsbanken  ISBN 978-3-8349-0337-2&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
Im Wesentlichen beschränken sich die Erklärungen auf folgende Aussage:&lt;br /&gt;
„Die Geldschöpfung der Geschäftsbanken erfolgt durch Kreditgewährung und Buchung der eingeräumten Kredite auf Konten. Das so entstandene Buchgeld ist seinerseits die Grundlage für weitere Kreditgewährungen durch die Banken.“&lt;br /&gt;
Ohne zusätzliche Erklärungen über die Voraussetzungen zur Kreditgewährung und den Einfluss der Kredite auf die Geldmenge und die Wirtschaft ist der Informationsgehalt dieser Aussage gering. Um zu verstehen, wie Geld heute wirklich gesehen werden muss, sind Erläuterungen der Grundlagen und Zusammenhänge zwingend erforderlich. Die Sachverhalte müssen auf ihre einfachste Grundform reduziert werden, um die Funktionsweise des Systems zu erfassen. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Unser heutiges Geld besteht nicht mehr aus Edelmetallen wie Gold oder Silber. Auch ist es seit 1971 nicht mehr durch Edelmetalle gedeckt. Am 14. August 1971 hat Präsident Nixon zum „Schutz“ der amerikanischen Volkswirtschaft einseitig die Möglichkeit, Dollar in Gold zu tauschen, aufgekündigt&amp;lt;ref&amp;gt;&lt;br /&gt;
{{Literatur&lt;br /&gt;
 | Autor=Christian Zeuß&lt;br /&gt;
 | Titel=Kapitalanlage und die Gefahr des schleichenden Sozialismus: ein Blick hinter die Kulissen&lt;br /&gt;
 | Auflage=3&lt;br /&gt;
 | Verlag=&lt;br /&gt;
 | Ort=&lt;br /&gt;
 | Jahr=2010&lt;br /&gt;
 | ISBN=3-8391-6913-5  &lt;br /&gt;
}}  [http://books.google.de/books?id=s1v6thzBuI0C&amp;amp;pg=PA86&amp;amp;lpg=PA86&amp;amp;dq=edelmetalldeckung+1971&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=5hMCcRQ9TW&amp;amp;sig=iU2QL7lIPQpAeMBIyzhW8Np2QWc&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=9PTdUMCQLYbvsgbarYGYCg&amp;amp;ved=0CEYQ6AEwBA#v=onepage&amp;amp;q=edelmetalldeckung%201971&amp;amp;f=false   Auszug bei Google, S.86] &amp;lt;/ref&amp;gt; und damit das Zeitalter der „goldgedeckten Währungen“ beendet.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Geld als „Ersatzmittel“ für Gold oder Silber anzusehen, beschreibt deshalb unser heutiges System nur unzureichend und führt zu der Annahme, dass eine Bank zuerst Geldeinlagen benötige, um anschließend Kredite vergeben zu können. &lt;br /&gt;
Dies ist bildhaft schön einleuchtend zu erklären: Kunde Anton bringt 10.000 EURO Bargeld zur Bank, und die Bank kann erst dann dem Kunden Beno diese 10.000 EURO ausleihen. Dies ist die Sichtweise der sogenannten „orthodoxen Theorie“.  Um unser jetziges Geldsystem angemessen zu beschreiben, wird nachfolgend anhand von sehr vereinfachten Beispielen unser Geldsystem erklärt. Die historische Entwicklung von Geld über Goldmünzen, goldgedeckte Banknoten zu den heutigen ungedeckten Banknoten wird bewusst vernachlässigt. Sie würde uns nur darin bestärken, dass Geld etwas Gegenständliches sei - etwas, das wir in die Hand nehmen können. Genau das ist unser heutiges Geld jedoch nicht mehr. Lediglich unsere Geldscheine und Münzen sind noch gegenständlich. Bezogen auf die [[Geldmenge M3]] hat das umlaufende Bargeld nur noch einen Anteil von &amp;lt;10%&amp;lt;ref&amp;gt;[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 68 (PDF-Seite 35&amp;lt;/ref&amp;gt;.  &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==== Entstehung von Guthaben und Schulden ====&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Zur Entstehung von Guthaben und Schulden ist nicht unbedingt Geld erforderlich. Das nachstehende Beispiel der Bauern Anton und Beno beschreibt das anschaulich. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die zwei Nachbarn Anton und Beno können vom Ertrag ihrer Höfe gut leben. Nun bricht sich Anton bei der Feldarbeit ein Bein und kann für 1 Jahr nicht mehr auf seinem Feld arbeiten. Für den Unterhalt seiner Familie benötigt er jedoch jeden Monat einen Doppelzentner (100 kg) Weizen. Dieser reicht aus, um das zum Essen notwendige Brot backen zu lassen. Beno bietet Anton an, ihm bis zur nächsten Ernte monatlich einen Doppelzentner Weizen abzugeben. Anton nimmt dieses Angebot gerne an. Da Anton sein Feld nicht bestellen kann, überlässt er es Beno zum Anbau des Weizens. Um einen Doppelzentner Weizen zu ernten, muss Beno 10 Stunden arbeiten. Anton will dieses Entgegenkommen von Beno aber nicht als Geschenk annehmen. Er verspricht deshalb, eine entsprechende Gegenleistung zu erbringen. Dies kann er jedoch erst, wenn er wieder gesund ist und voll arbeiten kann.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr hat Anton insgesamt 12 Doppelzentner Weizen bekommen. Gemäß seinem eigenen Versprechen schuldet er Beno jetzt 120 Arbeitsstunden. Beno hat gegenüber Anton ein Guthaben von 120 Arbeitsstunden. Es wird deutlich, dass das Guthaben von Beno und die Schulden von Anton gleichzeitig und in gleicher Höhe entstehen. Guthaben und Schulden sind ganz ohne Geld entstanden.&lt;br /&gt;
Das „Vertragsverhältnis“ von Anton und Beno würde nach heutigem Verständnis als Kreditvertrag aufgefasst. Der Schuldner, Anton, borgt sich beim Gläubiger, Beno, Arbeitskraft. Es entstehen Guthaben und Schulden. Um den Wert der Leistung zu bestimmen, wird als Maßstab die Arbeitsstunde genommen. Als Maßstab könnte auch ein Doppelzentner Weizen oder eine sonstige, erdachte Verrechnungseinheit dienen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Egon, ein weiterer Nachbar und von Beruf Schreiner, renoviert Benos alte Standuhr. Hierfür wendet er 60 Arbeitsstunden auf. Da auch er im nächsten Jahr noch Weizen für seine Familie benötigt, treffen sie eine Vereinbarung. Aus Benos Anspruch von 120 Arbeitsstunden gegenüber Anton tritt dieser ihm 60 Arbeitsstunden ab. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Egon &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;3&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Beno arbeitet für Anton&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+120&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Egon arbeitet für Beno&lt;br /&gt;
|&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE;&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Anton arbeitet für Beno und Egon&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-60&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Stand am Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5DA81;&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Egon kann jetzt im nächsten Jahr von Anton  6 Doppelzentner Weizen erhalten. Beno hat hiermit die Renovierung seiner Standuhr aus seinem Anspruch an Anton bezahlt. Die nebenstehende Tabelle zeigt die einfachen Beziehungen zwischen diesen 3 Personen auf. Die Schuld von Anton wird mit -120 Stunden angegeben. Beno besitzt hingegen ein Guthaben von +120 Stunden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Nach einem Jahr ist Anton wieder gesund und leistet zusätzlich 120 Arbeitsstunden zur Abarbeitung seiner Schuld. Das Ergebnis seiner Arbeit, 12 Doppelzentner Weizen, verteilt er zu gleichen Teilen an Beno und Egon. Sämtliche Guthaben und Schulden sind damit erloschen. Der beschriebene Vorgang erscheint derart einfach und selbstverständlich, dass seine Erwähnung überflüssig erscheint. Wird später die Entstehung von Geld im Bankensystem besprochen, soll diese einfache Erklärung die Entstehung und Vernichtung von Buchgeld verdeutlichen. Diese Vorgänge können auf das zuvor beschriebene, leicht nachvollziehbare Grundprinzip zurückgeführt werden. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Die Verrechnungseinheit „Arbeitsstunde“ erscheint für die gegenseitige Aufrechnung geeignet. Sie ist nicht an eine Person gebunden, sondern wird allgemein anerkannt. Egon lässt sich mit Arbeitsstunden von Anton bezahlen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungsbank ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Es wollen jetzt noch mehrere Personen an der Verrechnung mit Arbeitsstunden teilnehmen. Es wird eine Mitgliedergemeinschaft gebildet. Die Organisation der Beteiligten wird bedeutend aufwändiger und kann nicht mehr nebenbei erledigt werden. Die Gemeinschaft kommt zu der Lösung, dass Dora die Verwaltung der Guthaben und Schulden übernehmen soll. Dora tritt als Vermittlerin zwischen einem Kreditsuchenden und einem Kreditgebenden auf (Fachsprache Finanzintermediär)&amp;lt;ref&amp;gt;Glossar &amp;quot;Geld und&lt;br /&gt;
Geldpolitik&amp;quot; Deutsche Bundesbank &amp;quot;Finanzintermediär&amp;quot; Finanzintermediäre sind Institutionen, die auf den Geld-, Kredit- und Kapitalmärkten tätig sind. Sie vermitteln zwischen Kapitalanbietern und Kapitalnachfragern,indem sie Geldkapital von Anlegern entgegennehmen und es an die Kapitalnachfrager weiterleiten bzw. den Handel zwischen Anbietern und Nachfragern erleichtern. Die wichtigsten Finanzintermediäre sind Banken, Versicherungen und Investmentfonds.[http://www.bundesbank.de/Redaktion/DE/Downloads/Veroeffentlichungen/Buch_Broschuere_Flyer/schule_und_bildung_geld_und_geldpolitik_schuelerbuch.pdf?__blob=publicationFile Geld und Geldpolitik] S. 249&amp;lt;/ref&amp;gt;. Der Kreditgeber, im Beispiel Beno, ist bereit, für ein Mitglied der Gemeinschaft zusätzliche Arbeitsstunden zu erbringen. Er spart Arbeitsstunden an, welche er zu einem späteren Zeitpunkt verbrauchen möchte. Dies setzt jedoch voraus, dass ein anderes Mitglied, im Beispiel Anton, sich verschulden will.&lt;br /&gt;
 &lt;br /&gt;
Zur Belebung des neu geschaffenen Verrechnungssystems, der Verrechnungsbank, wird vereinbart, dass jedes Mitglied sein Konto bis zu 200 Stunden überziehen darf, dass heißt, bis zu 200 Stunden Schulden dürfen angehäuft werden. &lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Anton !! Beno !! Clemens !! Dora !! Egon !!Friedrich&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;6&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-120 &lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+230&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-50&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em&amp;quot;|+60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:4em; color:#B40404&amp;quot;|-180&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|-110&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+650&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+900&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-3000&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+700&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+550&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-1800&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+250&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+300&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+500&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; background: #F5ECCE; color:#B40404&amp;quot;|-600&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+100&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-200&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-190&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|+200&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-120&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; color:#B40404&amp;quot;|-90&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Folgend eine Tabelle, wie sich die Kontenstände, denn um solche handelt es sich bei der Auflistung von Guthaben und Schulden, nach einigen Jahren entwickelt haben.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Clemens besitzt im dritten Jahr ein Guthaben von 300 Stunden und hat die Absicht ein neues Haus zu bauen. Hierzu ist die Hilfe weiterer Mitglieder erforderlich. Die notwendigen Handwerker und Hersteller von Baumaterialien sind innerhalb der &amp;quot;Verrechnungsgemeinschaft&amp;quot; vorhanden und auch bereit, ihm beim Hausbau zu helfen. Mit dem bisher eingeräumten allgemeinen Kredit von 200 Stunden ist der Hausbau jedoch nicht möglich. Er schätzt den Gesamtaufwand auf 4.500 Stunden. 300 Stunden hat er noch als Guthaben auf seinem Konto. An Eigenleistung kann er 1.200 Stunden erbringen, sodass ihm noch 3.000 Stunden fehlen. Auf einer Mitgliederversammlung bittet er um Erhöhung seines Kreditrahmens bis 3.000 Stunden. Er beabsichtigt, das Haus in einem Jahr zu erstellen, und danach mit 1.200 Stunden pro Jahr seine entstandenen Schulden zu tilgen. Dora meldet Bedenken für den Fortbestand der Gemeinschaft an, wenn sämtliche Mitglieder nach diesem Jahr ihr Guthaben aufbrauchen wollen. Da die &amp;quot;Leistungsfähigkeit&amp;quot; von Clemens auf 1.200 Stunden im Jahr begrenzt ist, käme es zu einer Krise. Um den Kredit von Clemens nicht zu einer Gefährdung der Gemeinschaft werden zu lassen, müssen sich einige Mitglieder verpflichten, ihre beim Hausbau entstehenden Guthaben über einen bestimmten Zeitraum nicht in Anspruch zu nehmen. Ihr Anspruch ruht, dass heißt sie &amp;quot;sparen&amp;quot;. Sparen bedeutet, einen Anspruch auf die Leistung anderer zu schaffen, diesen jedoch erst später abzurufen. Das setzt jedoch immer Mitglieder voraus, welche bereit sind, sich zu verschulden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verwaltungskosten ==&lt;br /&gt;
Für die Arbeit von Dora wird von jedem Mitgliedern ein monatlicher Beitrag von einer Stunde, verlangt. Im Beispiel mit 6 Mitgliedern ergeben sich 60 Stunden pro Jahr. Der Beitrag ist unabhängig vom Kontostand. Für ein Konto mit durchgehend 0 Stunden, also keinem Buchungsaufwand, muss genau soviel bezahlt werden wie für das Konto von Clemens mit 50 Einzelbuchungen. Über eine Gebühr pro Buchung wäre eine Zuordnung zum Buchungsaufwand möglich. Die Kosten pro Buchung wären jedoch sehr hoch, wollte man den gesamten Verwaltungsaufwand über Buchungsgebühren abdecken. Die Mitglieder suchen noch nach einer zusätzlichen Einnahmequelle, welche sich ihnen mit der Einführung der Zinsen anbietet. &lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Zinsen ==&lt;br /&gt;
Clemens hat sein neues Haus sofort nach der Fertigstellung vermietet und erhält jetzt Miete. Die anderen Mitglieder finden es ungerecht, dass er Miete verlangen kann, sie jedoch mit ihrer Vorleistung zum Hausbau leer ausgehen.&lt;br /&gt;
{|class=&amp;quot;wikitable&amp;quot; style=&amp;quot;float:right; margin-left:1em&amp;quot;&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
!  !! Guthabenzinsen !! Kreditzinsen &lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
| &lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center&amp;quot;|(Arbeitsstunden)&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 1. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right; width:8em&amp;quot;|28&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 2. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|24&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 3. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|60&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|240&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 4. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|36&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|144&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|Ende des 5. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|12&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|64&lt;br /&gt;
|- &lt;br /&gt;
|Ende des 6. Jahres&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|0&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|32&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right&amp;quot;|Summe:&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|108&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold; background: #F5ECCE&amp;quot;|532&lt;br /&gt;
|-&lt;br /&gt;
|style=&amp;quot;text-align:right;font-weight: bold&amp;quot;| Differenz:&lt;br /&gt;
|colspan=&amp;quot;2&amp;quot; style=&amp;quot;text-align:center;font-weight: bold;background: #F5DA81&amp;quot;|424&lt;br /&gt;
|}&lt;br /&gt;
Darüber hinaus müssen sie zusätzlich auf die Inanspruchnahme ihres Guthabens verzichten. Da nur Clemens eine Vorteil in Form der Mieteinnahmen hat, sollte er einen Teil davon an Mitglieder, welche ihm erst die Möglichkeit dazu geschaffen haben, abtreten. Sie beschließen, künftig Zinsen für die Nichtinanspruchnahme ihrer Guthaben zu verlangen. Jeder, der Kredit in Anspruch nimmt, soll zum Ausgleich dafür Kreditzinsen zahlen. Auch die Verwaltungsarbeit von Dora, welche stetig mehr Zeit in Anspruch nimmt, soll über einen erhöhten Zins für Kredite mit ausgeglichen werden. Es wird beschlossen, an Sparzins 2 % zu vergüten und von den Kreditnehmern 8 % zu verlangen. Die Differenz ist zum Ausgleich der Verwaltungsaufwendungen erforderlich. Der Sparzins wird aber nur bezahlt, wenn Guthaben für längere Zeit festgelegt wird. Hingegen wird jede Überziehung des Kontos mit Kreditzinsen belegt. Die Tabelle zeigt die Ergebnisse dieser Maßnahme. Die Verwaltungskosten, in Höhe von 6 (Jahren) x 60 Stunden, können jetzt aus dem Zinsaufkommen bezahlt werden. Für die Kontoführung und Buchungen reichen geringe Gebühren aus. So kann aus dem Überschuss noch eine  Rücklage gebildet werden.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Kreditbesicherung ==&lt;br /&gt;
Mit steigender Mitgliederzahl steigt auch die Anzahl vergebener Kredite. Es zeigen sich vereinzelt Probleme bei den Zins- und Tilgungszahlungen. Einige Kreditnehmer kommen ihren Verpflichtungen nicht nach und tragen damit zu einem Verlust der Verrechnungsbank bei. Kannten sich vorher noch sämtliche Mitglieder persönlich, so ist dies bei der jetzigen Mitgliederzahl nicht mehr möglich. Damit wird es auch schwieriger, die Zuverlässigkeit von Kreditnehmern zu beurteilen. Als Ersatz für diese Prüfung wird die Besicherung von Krediten mit Pfändern, vorzugsweise von Grundstücken beschlossen. Bevor ein Kreditbetrag über 200 Stunden genehmigt wird, ist jetzt vom Kreditnehmer ein Pfand in Form einer im Grundbuch eingetragenen Grundschuld vorzulegen. Kommt ein Kreditnehmer seinen Zins- und Tilgungszahlungen nicht nach, so kann die Bank das hinterlegte Pfand, z. B. ein Grundstück mit Haus verkaufen und aus dem Erlös die ausstehenden Forderungen begleichen. Ein darüber hinausgehender Erlös steht dem Kreditnehmer zu.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Eigenkapital ==&lt;br /&gt;
Um bei mehreren Kreditwünschen nicht gleich überfordert zu sein und Kreditnehmer abweisen zu müssen, wird die Bildung von Eigenkapital beschlossen. Mitglieder der Bank erwerben einen Bankanteil mit der Erbringung von 200 Stunden und verpflichten sich, diese dauerhaft der Bank als Guthaben zu überlassen. Für die Überlassung erhalten sie 4% Zinsen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldbegriff ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Warengeld oder Kreditgeld ==&lt;br /&gt;
[[Das_Geldrätsel:_Geschichte:_Münzgeld#Warengeld| Warengeld]], besteht wie der Begriff aussagt, aus Waren. Neben Gold und Silber wurden auch Rinder und Ziegen, Armreifen, Weizen und sogar Zigaretten als Geld verwendet. So entstand in Ermangelung von Münzen im Mittelalter das Korngeld. Eine, bei allen Menschen anerkannte und für wertvoll gehaltene Ware wurde zu Geld erklärt&amp;lt;ref&amp;gt;[http://books.google.de/books?id=nY5JsRZ7neoC&amp;amp;pg=PA317&amp;amp;lpg=PA317&amp;amp;dq=korngeld+Zahlungsmittel&amp;amp;source=bl&amp;amp;ots=_XCAQY76Yc&amp;amp;sig=h7MW_hieGNcKK5j1yBw7YQFAN0g&amp;amp;hl=de&amp;amp;sa=X&amp;amp;ei=AWvfUKjzFs_34QTzpYCQBw&amp;amp;ved=0CDoQ6AEwAQ#v=onepage&amp;amp;q=korngeld%20Zahlungsmittel&amp;amp;f=false Handbuch der mittelalterlichen und neuen Geschichte, Kulischer Auszug Google, S. 317]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Als wesentliche Eigenschaft dieser Waren ist hervorzuheben, das sie bei der Verwendung als Geld bereits bestehen. Die erforderliche Arbeit zu ihrer Herstellung wurde bereits in der Vergangenheit geleistet. Werden diese Waren gesammelt das heißt gespart, so wird das Ergebnis von Arbeitsleistung aus der Vergangenheit angehäuft. Eine weitere wichtige Eigenschaft ist die Gegenständlichkeit. Dieses Geld kann ich sehen und anfassen. Auch bei der Funktion als Geld zeigt sich eine Besonderheit. Sammle ich eine Menge Warengeld an, so ist deshalb noch niemand verpflichtet, mir gegen dieses Warengeld eine Leistung zu erbringen.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
Anders sieht es beim Kreditgeld aus. Die bisher beschriebene Verrechnungseinheit Arbeitsstunde kann als reines Kreditgeld aufgefasst werden. Beim Entstehen von Stunden-Guthaben entsteht auch gleichzeitig eine Stunden-Schuld. Das Eine kann ohne das Andere nicht existieren. Werden alle Schulden zurückgezahlt gibt es kein Kreditgeld mehr.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==ohne Bargeld ==&lt;br /&gt;
Zur praktischen Abwicklung kann man sich eine Bank mit Bankkartensystem vorstellen. Jede Leistung und jeder Kauf wird sofort über das Verrechnungssystem „online“ vergütet. Bargeld ist also nicht erforderlich. Die Dienstleistung „einmal Haare schneiden, waschen, föhnen“ führt nach getaner Arbeit direkt zu einer Übertragung von „1 Arbeitsstunde“ vom Konto des Kunden zum Konto des Friseurs. Diese Vorstellung hat einen handfesten Hintergrund. Die Entwicklung zu bargeldlosen Gesellschaften hin ist heute unverkennbar&amp;lt;ref&amp;gt;Frankfurter Allgemeine Zeitung vom 02.11.2010, [http://www.faz.net/aktuell/wirtschaft/wirtschaftspolitik/schweden-und-norwegen-kampagne-fuer-bargeldlose-gesellschaft-11068708.html Kampagne für bargeldlose Gesellschaft]&amp;lt;/ref&amp;gt;. Die Banken bevorzugen bargeldlose Zahlungen, da die Aufwendungen für den Bargeldverkehr erheblich sind und nicht auf die Nutzer des Bargeldes umgelegt werden können&amp;lt;ref&amp;gt; [http://www.google.de/url?sa=t&amp;amp;rct=j&amp;amp;q=%22bargeldverkehr%22++%22verlustgesch%C3%A4ft%22&amp;amp;source=web&amp;amp;cd=16&amp;amp;cad=rja&amp;amp;ved=0CEwQFjAFOAo&amp;amp;url=http%3A%2F%2Fd-nb.info%2F973152532%2F34&amp;amp;ei=GgQOUf_rB8jetAbTuIBg&amp;amp;usg=AFQjCNEM6-7FBLlTweqBJ0kI3g-WHtwKGQ &amp;quot;Elektronisches Geld und Geldpolitik&amp;quot; Dissertation Monika ''E. Hartmann'', Universität Karlsruhe ]&amp;lt;/ref&amp;gt;.&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Verrechnungseinheit Arbeitsstunde? ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldschöpfung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
== Geldvernichtung ==&lt;br /&gt;
&lt;br /&gt;
==Einzelnachweise==&lt;br /&gt;
&amp;lt;references &amp;gt;&lt;/div&gt;</summary>
		<author><name>Asynchron</name></author>	</entry>

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