Autor Thema: "Das Geldrätsel" im Übergangsforum  (Gelesen 8543 mal)

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"Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« am: 03. März 2011, 22:47:24 »
Das Projekt

Beitrag  Mumken am Fr 5 Nov - 20:11

Als absoluter Laie auf dem Gebiet von Fragen der Volkswirtschaftslehre, des Bankengeschehens und unseres Geldsystems musste ich feststellen, dass nach anfänglichen Erfolgserlebnissen durch recht einfach gestrickte Filme wie

Wie funktioniert Geld oder
Gib mir die Welt plus 5 %

weiterführende Informationen nur sehr mühselig im Internet zu finden sind.

Da ich dazu neige Zusammenhänge nur zu akzeptieren wenn sie für mich auch logisch und nachvollziehbar sind, war ich kurz davor dieses Thema bereits frühzeitig frustriert beiseite zu legen.

Ich war und bin jedoch der Meinung, dass dieses Thema sehr wichtig ist. Unser Geldsystem ist für eine Vielzahl von Problemen in unserer Gesellschaft verantwortlich.

Mit den Grundbegriffen habe ich mich dann intensiv beschäftigt. Hierzu beschaffte ich mir auch einige Fachbücher, musste jedoch feststellen, dass diese mich nicht wirklich weiterbrachten. Zu unterschiedlich waren teilweise die dort vertretenen Meinungen und Ansichten. Nachdem ich einen roten Faden gefunden hatte reifte die Idee, meine Erkenntnisse über unser Geldsystem auch für andere Laien leicht verständlich darzustellen mit dem Ziel, eine Beurteilung von Vorgängen in unserer Wirtschaft und hier besonders in der Finanzindustrie zu ermöglichen.

Zum Beginn habe ich eine animierte Powerpoint- Präsentation erstellt, welche ich dann noch mit einer Audioaufnahme ergänzt habe. Es wurden dann daraus Flash- Filme generiert.

Besser als jede Erklärung wäre ein Blick in den Teil 1 und Teil 2 dieses Films.

Teil 1: Tauschhandel und Geldarten
Teil 2: Das Bankensystem

http://www.dasgeldraetsel.de/2.html

(Der Link wird über meine Homepage geleitet, damit ich auf die jeweils aktuellste Version der überarbeiteten Rohfassung verweisen kann.)

Es sollen noch weitere Teilfilme folgen. Deren Anzahl sollte eigentlich nicht beschränkt, sondern je nach Erfordernis ergänzt werden.

Für Hinweise, Kritik und Anregungen wäre ich sehr dankbar. Besonders interessiert mich auch, wie die Darstellungsform beim Betrachter ankommt. Was sollte hinzugefügt, verändert, weggelassen werden.

Beste Grüße

Rudi

PS: Es werden noch Mitautoren gesucht, da dass Projekt doch sehr interessant und umfangreich zu werden droht.
« Letzte Änderung: 03. März 2011, 22:59:08 von Admin »

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #1 am: 03. März 2011, 22:49:44 »
Re: Das Projekt

Beitrag  Tommy am Di 9 Nov - 11:14
Hallo Rudi,

ich warte gerade auf Sebastian und habe unterdessen den ersten Film von dir angeschaut.
Gefällt mir sehr gut, das Tempo des Vortrags, die Einfachheit der Darstellung, alles sehr gut verständlich.
2. Teil schau ich später.

Gruß Tommy
p.s. Beim Titel alternativ müsste meiner Meinung hinten noch ein -e ran (There is no alternative)

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #2 am: 03. März 2011, 22:50:41 »
Re Teil1

Beitrag  Mumken am Di 9 Nov - 21:17
Guten Abend Tommy,

vielen Dank für das Anschauen von Teil 1. Den Fehler mit dem e hätte ich ganz sicher nicht mehr entdeckt. Bin gespannt was Du bei Sebastian erreichen konntest.

Einen schönen Abend noch wünscht Dir

Rudi

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #3 am: 03. März 2011, 22:51:37 »
Gürtel enger schnallen

Beitrag  Eurelios am Mi 17 Nov - 18:35
Hallo Rudi,

zu deinem Projekt passt auch gut:

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Viele Grüße von

Günter

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #4 am: 03. März 2011, 22:52:04 »
Gürtel enger schnallen!

Beitrag  Mumken am So 5 Dez - 8:29
Hallo Günter,

danke für Deinen sehr interessanten Link.
Dies sehe ich als Ergebnis einer deregulierten globalisierten Finanzindustrie an, welche nur noch sich selbst dient. Das Fußvolk wird lediglich noch zur Aufrechterhaltung des Systems als Nettozahler benötigt. silent

Beste Grüße Rudi Smile

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #5 am: 03. März 2011, 22:52:26 »
Direktlink!

Beitrag  Mumken am So 5 Dez - 9:02
Mittlerweile habe ich angefangen meine Filme auch auf YouTube einzustellen. Hierzu habe ich den Parameter „nicht gelistete Einträge“ gewählt, d.h. die Beiträge können nur eingesehen werden, wenn man über den zugehörigen Verknüpfungslink verfügt. Genau diese Funktion habe ich eigentlich gesucht um die Rohfassung der Filme hoch zu laden und nicht gleich der gesamten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Über Suchbegriffe in YouTube kann man die Filme nicht finden, aber hier. Very Happy

Teil 1 Tauschhandel und Geldarten:
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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #6 am: 03. März 2011, 22:52:47 »
Direktlink!

Beitrag  Mumken am So 5 Dez - 9:02
Mittlerweile habe ich angefangen meine Filme auch auf YouTube einzustellen. Hierzu habe ich den Parameter „nicht gelistete Einträge“ gewählt, d.h. die Beiträge können nur eingesehen werden, wenn man über den zugehörigen Verknüpfungslink verfügt. Genau diese Funktion habe ich eigentlich gesucht um die Rohfassung der Filme hoch zu laden und nicht gleich der gesamten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Über Suchbegriffe in YouTube kann man die Filme nicht finden, aber hier. Very Happy

Teil 1 Tauschhandel und Geldarten:
Small | Large


Oder direkt eingebettet:


Allen beste Grüße von Rudi Smile

PS. Muss die Aufnahme nochmals wiederholen, da versehentlich der Mauszeiger sichtbar geblieben ist

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #7 am: 03. März 2011, 22:53:13 »
Teil 2

Beitrag  Mumken am So 5 Dez - 11:18
hier nun Teil 2

Das Bankensystem
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oder:


Rudi Smile

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #8 am: 03. März 2011, 22:53:30 »
TINA

Beitrag  Eurelios am So 5 Dez - 17:37
Hallo Rudi,

habe mir die beiden Teile angesehen. Was mir sehr gut gefallen hat war die
Hindergrundmusik passt gut zu dem Film. Smile

Für mich waren die dargestellten Beispiele und Erklärungen gut zu verstehen.

Was mich bedenklich stimmt ist die Länge des Films bei 2 Teilen sind es schon
30 Minuten und man ist noch nicht eimal auf das Grundübel Zinseszinz eingegangen.

Ich kann mir nicht vorstellen das unsere Mitmenschen (ich gehe da von meinem
Umfeld aus) einen Film über unser ungerechtes Geldsystem ansehen der so lange
dauert. No

So sind wir wieder bei unseren unterschiedlichen Ansichten wie wir die Mitbürger
wachrütteln wollen das Sie sich gegen die Ausbeutung von den wenigen Eliten
wehren.

Um eine Masse in Bewegung zu bringen geht das nur mit den sogenannten
Schlagworten.

Deine Bedenken das nach einem Zusammenbruch von unserem ungerechten
Geldsystem das gleiche System wieder installiert wird sind leider berechtigt.

Denn der Mensch ist so wie er ist. Er hat auch nach zigtausend Jahren
Menschheitsgeschichte immer noch seine Urängste:

Wer nicht Oben ist, ist Unten.

Aber wenn dem so ist so hat man doch wieder für ca 2 Generationen
mehr Gerechtigkeit gewonnen.

Viele Grüße von

Günter

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #9 am: 03. März 2011, 22:53:50 »
Re. TINA

Beitrag  Mumken am So 5 Dez - 18:41
Guten Abend Günter,

vielen Dank für das Ansehen der beiden Filmteile und Deine Kritik. Mit Deinem Einwand zur Länge der Filme hast Du sicherlich Recht, bezogen auf einen Einsteiger in die Materie Geldsystem. Hierfür gibt es andere, besser geeignete und professioneller erstellte Filme wie z.B.

Wie funktioniert Geld
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Meine Filme setzen erst nach diesem Punkt ein, d.h. Voraussetzung ist dass der Betrachter, unter Aufwendung von Zeit, mehr über das Thema erfahren will.
Dieser Film soll ihm langwieriges Durchforsten von Internetforen, Wikipedia oder aber das Lesen von Fachbüchern, gespickt mit Fachausdrücken, ersparen.
(Hier teile ich jedoch Deine Befürchtung in Bezug auf die Anzahl von wirklich Interessierten.)

Auf meiner Hompage:

http://www.dasgeldraetsel.de/5.html

habe ich dies im Teil „Leitmotiv“ noch etwas näher ausgeführt.

Aber nun noch zu einem anderen Punkt. Wenn ich Deinen Satz:


    Aber wenn dem so ist so hat man doch wieder für ca 2 Generationen
    mehr Gerechtigkeit gewonnen.



richtig interpretiere bist Du der Meinung, dass nach einem Zusammenbruch unseres Geldsystems, d.h. nach dem Reset, mit mehr Gerechtigkeit begonnen wird. Die jetzigen Besitzenden haben bis zum Zusammenbruch doch Ihre Geldvermögen möglichst weitgehend in Sachvermögen getauscht. Sie stehen beim Neubeginn also wieder ganz oben auf der Leiter. Richtig jedoch ist, dass die Spirale des Zinseszinses neu angesetzt wird. Welche Auswirkungen dies im Detail haben wird ist mir noch nicht ganz klar.

Beste Grüße von Rudi Smile

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #10 am: 03. März 2011, 22:54:08 »
Es geht um das Ziel

Beitrag  Eurelios am So 5 Dez - 20:13
Lieber Rudi,

natürlich hast du Recht das die jetzigen Eliten bei einem Zusammenbruch unsers
Geldsystem im Vorteil sind weil sie ihr dann wertloses Papiergeld weitgehend
in Sachwerte rechtzeitig umgetauscht haben.

Aber die Spirale des Umverteilens des Vermögens von Unten nach Oben ist dann
nach dem Zusammensbruchs des jetzigem Geldsystems sofort unterbrochen.

Ich hoffe darauf das dann ein Umdenken erfolgen wird wie wir ein neues gerechteres
Geldsystem einführen können.

Ich nehme als Beispiel Stuttgart 21 wo eine breite Bevölkerung nicht mehr akzeptiert
das von den Eliten ohne Befragung der Betroffenen etwas installiert wird um nur
eine Seite zu bevorteilen.

Viele Grüße von

Günter Smile

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #11 am: 03. März 2011, 22:54:33 »
Monopoly

Beitrag  Mumken am Mo 6 Dez - 12:49
Lieber Günter,

mir kam bei dem diskutierten Thema mal wieder Monopoly in den Sinn. Nach dem Reset wäre zwar das vorhandene Geld maximal komplett vernichtet und es müsste neues ausgeteilt werden.

Der Sachvermögenshalter besitzt jedoch die Straßen, Hotels, Häuser, Wasserwerke und E-Werke bereits am Beginn des Spiels. Wer gewinnt dann?

Oder wo liegt der Denkfehler?

Viele Grüße von Rudi Smile

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #12 am: 03. März 2011, 22:54:49 »
Denkfehler

Beitrag  Eurelios am Mo 6 Dez - 19:06
Lieber Rudi,

dein Denkfehler ist das man nach einem Kollaps wieder das gleich ungerechte
Geldsystem einführt wie es Heute besteht.

Dann haben natürlich die wenigen Menschen die vorher ihr Papiergeld in
sichere Sachwerte umgemünzt haben wieder einen 99 Meter Vorsprung
gegenüber den meisten Menschen bei einem neuen 100 Meterwettlauf.

Meine Hoffnung ist das man nach einem Zusammenbruch, der unweigerlich
kommt, ein neues gerechtes Wehrtetauschsytem einführt.

Wenn man immer in dem Glauben ist das dann wieder das gleiche Geldsystem
eingeführt werden wird, das ja nur dazu dient das Allgemeinvermögen
der breiten Bevölkerung zu den ganz Wenigen zu transportieren, ist man
gefangen in einem Kreislauf der keine andere Alternative zulassen will.

Es gibt aber Alternativen die es auch schon gegeben hat. Rolling Eyes

Siehe:
http://www.sieben-sterngedanken.de/seiten/das-wunder-von-woergl.html


http://userpage.fu-berlin.de/roehrigw/senf/woersenf.html


Viel Grüße von

Günter

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #13 am: 03. März 2011, 22:55:07 »
Re. Denkfehler

Beitrag  Mumken am Di 7 Dez - 21:08
Lieber Günter,

Du schreibst:

„Meine Hoffnung ist das man nach einem Zusammenbruch, der unweigerlich
kommt, ein neues gerechtes Wehrtetauschsytem einführt.“

Ich teile Deine Hoffnung, jedoch wer soll ein solches System auf den Weg bringen?

Die Besitzenden und Machtinhaber wohl kaum.

Wie kann das erforderliche Wissen hierzu verbreitet werden, auch unter den Abgeordneten des Volkes?

Dies sehe ich als wesentliches Problem an.

Beste Grüße Rudi Smile

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Re:Projekt "Das Geldrätsel" im Übergangsforum
« Antwort #14 am: 03. März 2011, 22:55:39 »
Hoffnung

Beitrag  Eurelios am Mi 8 Dez - 19:58
Lieber Rudi,

die Hoffnung stirbt zuletzt.

Ich setze meine Hoffnung auf dem Aufwacheffekt der allgemeinen Bevölkerung.

Da habe ich jeden Tag ein Beispiel vor den Augen. Mein Arbeitsplatz ist
mitten in Stuttgart in der Nähe vom Hauptbahnhof und bekomme so alles
mit was wegen Stuttgart 21 dort abgeht.

Hier hat sich ein Rebellion gegen dieser, auch in meinen Augen, unsinnigen
Baumaßnahme entwickelt die ich so vorher nicht für möglich gehalten habe.

Eine breite Bevölkerungsschicht , von jung bis alt, einfache Arbeiter bis zum
Akademiker, Schüler bis zum Rentner alles dabei weil Sie merken das
es eigentlich nur darum geht den Bahnhof unter die Erde zu bringen damit
für wenige Spekulanten die oben frei Fläche dann zum Geldmachen
zur Verfügung gestellt werden kann.

So besteht meine Hoffnung das nach einem Systemabsturzes des jetzigem
Geldsystem auch so eine Gegenbewegung zugange kommt damit nicht nochmals
dieses Zinssystem eingeführt wird das nur dazu dient die sogenannten
Oberen reich und die meisten Menschen arm zu machen

Wenn dann bei dieser Gegenbewegung sich ein paar Abgeordneten
wie zum Beispiel Palmer oder Schäffler an die Spitze stellen kann es
gelingen ein anderes Wertetauschsystem einzuführen

Ihr die Rede von Frank Schäffler im deutschem Bundestag meiner Meinung
nach bringt er es auf den Punkt das es so nicht mehr weitergehen kann.


Dokumentation: Persönliche Erklärung gemäß Paragraph 31 GO des Bundestages: Frank Schäffler auf den Spuren von Otto Wels
am 21. Mai 2010 · in Artikel & News
RSS via ef-magazin Feed
Eine einsame FDP-Stimme gegen das fiskale Ermächtigungsgesetz und eine Rede, die einst in den Geschichtsbüchern stehen wird
Wortlaut der persönlichen Erklärung des Bundestagsabgeordneten Frank Schäffler
Wir entscheiden gleich über das sogenannte Euro-Stabilisierungsgesetz. Dieses Gesetz ist einmalig in der deutschen Geschichte. Diese Einmaligkeit veranlasst mich, von meinem parlamentarischen Recht Gebrauch zu machen, mein Abstimmungsverhalten vor dem Deutschen Bundestag zu begründen.
Ich werde dem vorliegenden Gesetzentwurf nicht zustimmen. Denn dieses Gesetz ist kein Rettungspaket für den Euro und Europa.
Das vereinte Europa ist von seinen Gründungsvätern Konrad Adenauer, Robert Schumann, Jean Monnet, Alcide De Gasperi und anderen als ein Hort der Freiheit gegen alle Formen von Diktatur, Unfreiheit und Planwirtschaft erträumt worden. Das heutige Europa ist auf dem Weg in die monetäre Planwirtschaft und den politischen Zentralismus.
Die Gründungsväter Europas wollten ein Europa des Rechts und der Rechtsstaatlichkeit. Die heutigen Regierungen des Euro-Raums, die EU-Kommission und die EZB verabreden sich hingegen zum kollektiven Rechtsbruch, obwohl die EU-Kommission als Hüterin der Verträge und die nationalen Regierungen zum Schutz des Rechts verpflichtet sind.
Es gibt Alternativen zum derzeitigen planwirtschaftlichen und rechtswidrigen Handeln der europäischen Regierungen und der EU-Kommission.
Planwirtschaft und Rechtsbruch sind nicht alternativlos. Wir müssen uns jedoch trauen, die Alternativen zu bedenken, zu wählen und anschließend mutig umzusetzen. Vor allem müssen wir anfangen, die heute wieder vielfach geschürte Angst vor der Freiheit zu bekämpfen. Dieser Kampf beginnt mit einem freien Denken: Wir müssen uns trauen, die Ursachen unserer Finanz- und Überschuldungskrise zu benennen.
Die Hauptursache unserer Finanz- und Überschuldungskrise von Staaten und Banken liegt in der Geld- und Kreditschöpfung aus dem Nichts und der Möglichkeit, staatliches ungedecktes Zwangspapiergeld unbegrenzt vermehren zu können. Ohne diese Alchemie des Geldes hätte kein weltweites Schneeballsystem aus ungedeckten zukünftigen Zahlungsverpflichtungen entstehen können.
Dieses Schneeballsystem ist nur möglich, weil der Staat aus Gründen der leichteren Finanzierung von Staatsausgaben den Banken Privilegien verliehen hat, die gegen die Grundprinzipien jeder marktwirtschaftlichen Ordnung verstoßen. Zum einen handelt es sich um das Teilreserveprivileg, mit dem die Geschäftspraktik der Geld- und Kreditschöpfung legalisiert worden ist. Zum anderen wurde durch die Gründung von Zentralbanken der Zusammenhang von Haftung und Entscheidung für den Bankensektor außer Kraft gesetzt. Zentralbanken wird die Hauptaufgabe zugewiesen, als Kreditgeber letzter Hand die Insolvenz von Banken zu verhindern. Eine Marktwirtschaft ohne Insolvenzrichter ist jedoch keine Marktwirtschaft. Zudem zerstören Zentralbanken durch ihre Zinspolitik das Preissystem von Gesellschaften. Deshalb wird diese Art der Marktwirtschaft ständig von Krisen (boom and bust) heimgesucht. Die marktwirtschaftlichen Selbstreinigungs- und Lenkungskräfte sind durch staatlichen Zwang im höchst wichtigen Finanzbereich weitgehend außer Kraft gesetzt.
Die Vorschläge für neue Finanzmarktsteuern sind deshalb ein Ablenkungsmanöver, das vom eigentlichen Problem unserer Geldordnung ablenken soll.
Darüber hinaus führt dieses Geldsystem fast zwangsläufig zur Überschuldung von Staaten und Banken, die sich in diesem Prozess gegenseitig decken, stützen und erpressen. Die Erpressung lautet: Werden die Zahlungen für uns eingestellt, fällt das gesamte Finanzsystem zusammen.
Ich stimme dem vorliegenden Gesetz nicht zu.
Dieses Gesetz verstößt gegen europäisches Recht. Die Institutionen, die zum Schutz des Rechts verpflichtet sind, erfüllen ihre Aufgabe nicht.
Zweitens wird durch diesen Rechtsbruch nicht der Euro gerettet, sondern zerstört.
Und drittens wird die Überschuldungskrise von Staaten und Banken durch dieses sogenannte Rettungspaket nicht entschärft, sondern verschärft.
Durch diese Maßnahmen lösen wir unsere derzeitigen Probleme nicht. Was wir zur Lösung unser derzeitigen Probleme in Europa brauchen, ist eine neue Geldordnung, eine marktwirtschaftliche Geldordnung und nicht Planwirtschaft.
Deshalb sage ich: Nein!
21. Mai 2010

Herzliche Grüße von

Günter