Autor Thema: Was ist Geld ?  (Gelesen 9813 mal)

Eurelios

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Was ist Geld ?
« am: 21. November 2011, 19:20:33 »
Hier eine einfache Antwort von Jancke auf eine Frage
eines Mitdiskutanten:

globalnote sagt:
November 19, 2011 um 10:09 am
Die Suche nach dem Ursprung des Geldes ist wie die Suche nach dem heiligen Gral. Sie bringt nichts. Aber man kann darüber Bücher schreiben. Das Problem ist, daß es nicht „ein“ Geld gibt, sondern sehr verschiedene Formen von Geld und daß das, war normale Menschen als „Geld“ verstehen, nur etwa 1 % der Gesamtliquidität ausmacht. M3-Geld, das noch einigermaßen „echt“ ist, kommt auf weitere 9 % und wird von den Notenbanken als Indikator für deren Geldpolitik benutzt. Es besteht in der Definition der Bundesbank aus Bargeldumlauf, Sichteinlagen, Termineinlagen bis zu 4 Jahren Fälligkeit und Spareinlagen mit gesetzlicher dreimonatiger Kündigungsfrist. Der Rest von 90 % sind meist geldschöpfende Anleihen und vor allem Wett-Geld in Form der unendlich vielen Derivate, mit denen über den Tisch oder an den Terminbörsen auf alles Mögliche gewettet wird. Das Problem ist die zunehmend ungleiche Einkommensverteilung innerhalb dieser Spitze von 1 % bis 10 %, auf der das gesamte Geldsystem wie eine umgekippte Pyramide steht,. Sie macht das Gesamtsystem extrem labil macht und beschwört immer neue Krisen herauf. Denn da wird ein kleiner Teil der Weltbevölkerung immer reicher und kann sein hohes Einkommen nur noch in sehr geringem Umfang selbst konsumieren und damit in die Realwirtschaft zurückschleusen. Den immer größeren Rest setzen reiche Einzelpersonen und Unternehmen an den Finanzmärkten zur weiteren rein spekulativen Mehrung ein


In Kürze erklärt und auf dem Punkt gebracht was Jancke nicht direkt sagt ist meiner Meinung nach das die wenigen Einzelpersonen die Masse
der Menschen dadurch in eine Verelendung bringen nur um  ihr eigenes Ego (zB wie Dagobert Dack in einer Badewanne liegen mit lauter Diamanten darin) auszuleben. Einfach Irrsinn wen man bedenkt das jedes Leben endlich ist auch für diese Einzelpersonen und das ist gut so.  :)


« Letzte Änderung: 21. November 2011, 19:28:17 von Eurelios »

Matthias

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #1 am: 22. November 2011, 07:53:25 »

Hallo Günter,

hast dich hoffentlich gut erholt!  :)

Zitat
Die Suche nach dem Ursprung des Geldes ist wie die Suche nach dem heiligen Gral. Sie bringt nichts.

Auch wenn ich noch immer nicht ganz begreife, was das ist, wie es funktioniert und wie es entstanden ist, so scheint es wenigstens viele Anhaltspunkte dafür zu geben, dass genau das gewollt ist: Niemand soll sich mit dem Thema auseinandersetzen ... Warum wohl?
Und übrigens passt die Wortwahl wieder einmal in das übliche Schema: Geld und Religion ... "die Suche nach dem heiligen Gral" ...

Au Backe!  ;D


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If you have an apple and I have an apple and we exchange these apples then you and I will still each have one apple. But if you have an idea and I have an idea and we exchange these ideas, then each of us will have two ideas.
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Matthias

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #2 am: 24. November 2011, 08:11:34 »

Hallo Günter,

nicht, dass wir uns missverstehen, Herr Jahnke macht ja zweifelsohne eine gute und wichtige Arbeit. Aber es will mir einfach nicht in den Kopf, warum so vehement und von vorne herein die Auseinandersetzung mit diesem Thema als unsinnig abgetan wird.
Mir ist das absolut unverständlich und es ärgert mich. Für mich sind die Analysen von Jahnke und übrigens auch Steffen ("querschuesse") richtig und wichtig. Aber sie fummeln im Grunde nur an den Symptomen herum, den Auswirkungen, dem, was nach und nach sichtbar wird.
Beschäftige ich mich aber mit dem Geldsystem, dann stelle ich früher oder später fest, dass die Umverteilung von Vermögen eine unmittelbare Folge davon ist.

Zitat
Das Problem ist die zunehmend ungleiche Einkommensverteilung innerhalb dieser Spitze von 1 % bis 10 %

Solche Sätze ärgern mich, wenn man gleichzeitig die Argumente der Geldsystem-Kritiker nicht einmal anhört und sie als Blödsinn abtut.

Es ist generell diese Denke, die mich so daran stört. "Etwas ist immer schon so oder so ähnlich gewesen", also muss man nicht weiter darüber nachdenken.
Bequemer ist das zweifelsohne ...

Viele Grüße, Matthias


.....

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Eurelios

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #3 am: 24. November 2011, 18:48:19 »
Hallo Matthias,
du schreibst: nicht, dass wir uns missverstehen nein tun wir nicht   :) und ich gebe Dir
Recht wenn Du schreibst: Bequemer ist das zweifelsohne ... Wenn Herr Jancke sagt:

Das Problem ist die zunehmend ungleiche Einkommensverteilung innerhalb dieser Spitze von 1 % bis 10 %

hat er das Problem erkannt aber wo es ein Problem gibt sollte man auch danach forschen damit man dann diesen
Schwachpunkt abstellen kann.
Ich bin der festen Überzeugung das dies an unserem Geldsystem (Zins und Zinseszinz) liegt. Meiner Meinung nach weis
das Herr Jancke auch. Aber er denkt auch das dies nie zu ändern ist weil die Machtpositionen so verteilt sind das die
die es ändern könnten dann auf Teile ihre Macht verzichten müssten und das ist für 99% dieser Menschen nicht möglich.
Also lässt er es sein weiter darüber nachzudenken.

Viele Grüße

Günter
 





Matthias

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Debitismus - Ohne Schulden, kein Geld!
« Antwort #4 am: 25. Januar 2012, 07:57:05 »


3 SAT Kulturzeit - Die Wahrheit über Geld, vom 22.12.2011 ( 8:45 min )

Gespräch vom 22.12.2011:

Geld ist Teil unseres Lebens, unseres Alltags.
Fritz R. Glunk (Die Gazette)

Nun meint fast jeder, Banken verleihen maximal dieses Geld, unsere Einlagen. Falsch. Banken, alle Banken, verleihen etwa das Zehn- bis Vierzigfache unserer Einlagen als Kredite. Aber woher haben sie so viel Geld? Richtig: Sie haben es nicht. Sie verleihen Geld, das sie nicht haben. Sie müssen es erschaffen.

Woraus? Aus den Krediten, die sie gewähren. Zugegeben: Jetzt wirds kompliziert. Das Geld, das sie einem Kreditnehmer geben, ist nämlich genau das Geld (von Zinsen mal abgesehen), das der Kreditnehmer der Bank schuldet. Das Geld entsteht also gleichzeitig (Experten sagen dazu "uno actu", d.h. durch denselben Vorgang) wie der Schuldschein, den der Kreditnehmer unterschreibt. Geld entsteht aus Schulden.


(Für Ungedudige zu Min. 3 springen ...)


3 SAT Kulturzeit - Die Wahrheit über Geld, vom 22.12.2011 ( 8:45 min )



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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #5 am: 11. März 2012, 14:15:26 »
Liebe Mitleser,

wer sich umfassend über unserem jetzigen Geldsystem (das vor langer Zeit nur erschaffen wurde damit die ganz wenigen
Geldeliten die meisten Menschen nur für diese  als Sklaven lebenslang arbeiten müssen)
sich informieren will sollte diese
Internetseite mal studieren:

www.fiat-pecunia.org

Die beste Seite über unserem Geldsystem die ich je gelesen habe.  :)  Habe mal diese Unterseite verlinkt.

http://www.fiat-pecunia.org/geldsystem  

Lieber Rudi, lieber Matthias,

kaut diese Seite mal durch. Ich finde man sollte diese Website  auf der Eingangseite in umbrueche aufnehmen und
als Link einarbeiten.

Viele Grüße von

Günter
« Letzte Änderung: 11. März 2012, 16:49:31 von Eurelios »

Eurelios

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #6 am: 18. März 2012, 15:18:17 »
Liebe Mitleser,

zu Thema Geld noch ein guter Artikel von N-tV.

Schon damals im Juni 2010 sagte  Wirtschaftssoziologe Joseph Huber im Interview

Auszug:

Ist das ein Spiel ohne Ende? Oder wohin führt das?

Die fortgesetzte Überschuldung führt zunächst dazu, dass die Bankengewinne und generell die Vermögenseinkünfte auf Kosten der Arbeitseinkünfte überproportional ansteigen. Was auf der Passivseite als Schulden erscheint, das sind auf der Aktivseite verzinsliche Vermögen, genauer gesagt Geldforderungen. In den Jahrzehnten nach dem Zweiten Weltkrieg lag die Quote der Vermögenseinkommen im Verhältnis zu den Arbeitseinkommen bei unter 20 Prozent des Nationaleinkommens. Jetzt hat sich das in Richtung 30 Prozent verschoben. Die Quote der Arbeitseinkommen ist entsprechend gesunken. Das ist gravierend. Wird es nicht korrigiert, wird dies infolge relativ sinkender Massenkaufkraft die suboptimale Binnenentwicklung der Realwirtschaft weiter verschlechtern, unter anderem in Form einer noch massiveren Nichterwerbstätigkeit und prekären Beschäftigung mit einem hohen Maß an Erwerbseinkommensarmut. Soziale Unruhen und unwägbare politische Umbrüche sind da vorprogrammiert, und zwar dann, wenn der Staat keinen billigen Kredit mehr bekommt und die Zinslasten der öffentlichen Haushalte ein als skandalös empfundenes Ausmaß erreichen.

Wenn man an Griechenland denkt ist diese Antwort ein Spíegel es kam genau so und es wird auch auf andere Länder (halt mit Zeitverzögerung)
übergreifen.

Hier das Ganze:

http://www.n-tv.de/politik/dossier/Das-Ende-der-monetaeren-Fata-Morgana-article917399.html

Grüße von

Günter
« Letzte Änderung: 18. März 2012, 15:19:59 von Eurelios »

Eurelios

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #7 am: 08. April 2012, 17:18:02 »
Liebe Mitleser,

habe noch einen Link zum Geld.

Hier die die Darlegung unserer führenden ``Geldkenner``  ::)


ab Seite 67 wird die Geldschöpfung beschrieben:

http://www.bundesbank.de/download/bildung/geld_sec2/geld2_gesamt.pdf

Man kann die Geldschöpfung auch so erklären:

http://bettercentury.blogspot.de/2011/12/geldschopfung-ein-unvollkommer-prozess.html

Auf Seite 71 des ca 250 Seitenschinken steht folgendes fett hervorgehoben:

Der Gewinn der Bargeldschöpfung
bei der Zentralbank
kommt der Allgemeinheit
zugute.
   ;D

Ach was haben wir für ein schönes und gerechtes Geldsystem.  :'(
« Letzte Änderung: 08. April 2012, 17:25:25 von Eurelios »

Mumken

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John Law
« Antwort #8 am: 10. April 2012, 20:39:52 »
John Law war das fünfte von zwölf Kindern des Innungsmeisters der Goldschmiede von Edinburgh und Geldverleihers William Law. Nach Schulbesuch in seiner Heimatstadt und einem Internat ging er – bald nach dem frühen Tod des Vaters (1688) – nach London.
.............


http://de.wikipedia.org/wiki/John_Law

Zufällig bin ich in der Ausleihe der Stadtbibliothek auf das Buch

Das große Spiel



von Claude Cueni gestoßen und habe es auch in 3 Tagen verschlungen. Er beschreibt in einem Roman das Leben von John Law, welcher mit seiner Einführung von Papiergeld in Frankreich zu seiner Zeit großes Aufsehen erregte. Auch die von ihm geführte Mississippi-Gesellschaft verursachte riesige Turbulenzen am damaligen Aktienmarkt.

Der Roman war Bestseller in der Schweiz, und hat auch mir sehr gut gefallen. Über die berechtigten kleinen Mängel, welche die Buchkritiker so anführen, konnte ich dabei leicht hinwegsehen. 8)

Es lohnt sich diese Buch einmal auszuleihen oder aber eventuell auch zu kaufen. (Preis 8,95€ bei Amazon)

Viel Spaß dabei,

Rudi


Mumken

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #9 am: 11. April 2012, 05:48:06 »
Noch einige Aussagen aus dem Buch "Das große Spiel" von Claude Cueni
Zitat
Geld ist nicht das, was die Leute dafür halten, wenn sie das Metall einer Münze wiegen. Was wäre sonst ein Schuldschein wert? Nichts mehr als das Papier? Es gibt eine Währung die allein auf Vertrauen basiert.

Die Idee einer Bodenbank mit Papiergeldausgabe wird diskutiert. Die Bodenbank ist vorübergehend Besitzerin des Grundstücks. Zur Zeit von John Law sind in England / Schottland einige Versuche unternommen worden, Bodenbanken zu gründen. Diese konnten sich aber nie gegen die von den Goldsmiths ins Leben gerufenen Banken mit Golddeckung durchsetzen.

Zitat
„Wenn König Wilhelm III. Jetons aus Papier ausgeben würde, könnte er glatt die in Umlauf befindliche Geldmenge verdoppeln.“
„Unsere Könige stehen im Ruf, ihre Schulden nicht zu begleichen.“

In dem mangelhaften Vertrauen auf das Rückzahlungsversprechen des Königs ist schließlich die Gründung der Bank von England, mit einer Verpflichtung des Parlaments zur Rückzahlung der Anleihen, zurückzuführen.

Vor dem schottischen Parlament wollte John Law seinen Rettungsplan für die desolate Finanzsituation vorstellen. Hierzu wird im Buch ausgeführt:

Zitat
Seite 235:
„……
Der Unbekannte wollte Geld aus Papier drucken. Und das Parlament sollte garantieren, dass man gegen Vorlage dieser Papierstücke tatsächlich die angegebene Summe in Münzen zurückerstattet bekam. Das war allein nicht so neu. Das Neue an seinem Vorschlag war, das man auch mit Papiergeld bezahlen können sollte, das noch gar nicht existierte. Mit Geld, das nicht da war. Mit Krediten. Mit Papiergeld, das auf einer Leistung basierte, die in Zukunft erst noch erbracht werden musste. So glaubte der anonyme Flugblattverfasser die darbende schottische Wirtschaft wieder in Gang bringen zu können.
……….“

Nach der Durchführung seines Papiergeldexperiments in Frankreich wird festgestellt:

Zitat
„Wir haben die Einnahmen der Zukunft längst ausgegeben.“

Inwieweit dies bereits Erkenntnisse aus der damaligen Zeit waren oder aber diese Weisheiten erst aus der heutigen Sichtweise  hinzugefügt wurden, kann ich nicht beurteilen. Dies ändert jedoch nichts an der Gültigkeit der Aussagen.

..........

Eurelios

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #10 am: 11. April 2012, 19:42:50 »
Lieber Rudi,

hört sich gut an und habe mir das Buch in der Stuttgarter Zentralbücherei vorbestellt.

Detailanzeige  


 Das große Spiel  
Titelzusatz: Roman
Verfasserangaben: Claude Cueni
1. Verfasser: Cueni, Claude
Impressum: München : Heyne, 2006
Umfang: 447 S.
ISBN: 3-453-26529-7

Interessenkreis: Historisches
Annotation

Beschreibung: Die abenteuerliche Lebensgeschichte des Schotten John Law (1671-1729), der als brillanter Mathematiker und Geldtheoretiker die Währung in Banknoten durchsetzte, die die Metalldeckung des Geldes ablöste.

Verwandte Themen  
Systematik: Romane

Zweigstelle Etage/Regalnr. Standort Signatur Status Frist
 
Möhringen  Historisches Cuen Verfügbar
 
Zentralbibliothek 7.OG. Romane Cuen Verfügbar
  
Zuffenhausen  Historisches Cuen Entliehen 27.04.2012

Ich sitze da in der ersten Reihe weil meine Tochter Sinja dort  in der Abteilung Kundenbetreung arbeitet.
Es ist die modernste Bücherei in Europa und wurde letztes Jahr (60 Millionen Baukosten) im Oktober
fertiggestellt.

Die Bibliothek ist so eingerichtet das man den Bücherbestand   und vieles mehr im Internet nachschauen
kann und sogar als Kunde die jeweiligen Medien vorreserviern kann.

Die haben wirklich alles was es an Medien gibt zum Beispiel auch eine Graphothek wo man Bilder ausleihen kann
sogar einen (leider nicht ausleihbar  ;D ) Picasso. Meine Tochter sagte mir das sie schon Mitgliederausweise
von Menschen ausgestellt hat die in Berlin, Hamburg oder Frankfurt ihren Wohnsitz haben.

http://www1.stuttgart.de/stadtbibliothek/

Viele Grüße

Günter
« Letzte Änderung: 11. April 2012, 19:59:02 von Eurelios »

Eurelios

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #11 am: 14. Juni 2012, 20:01:35 »
Liebe Leser,

zum Thema was ist Geld habe ich einen guten Artikel gelesen.

http://exit-online.org/textanz1.php?tabelle=autoren&index=0&posnr=495&backtext1=text1.php

tja Geld ist nicht unbedingt das was der Mensch zum Leben braucht.  :D

Grüße von

Günter

« Letzte Änderung: 14. Juni 2012, 20:03:12 von Eurelios »

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #12 am: 15. Juni 2012, 07:47:13 »
Lieber Günter,

den Artikel von Anselm Jappe habe ich mir mal ausgedruckt und muss sagen; sehr informativ und zum Nachdenken anregend, wenn auch in einigen Punkten unsauber recherchiert.

Im Beitrag wird Argentinien angesprochen, welches 2002 aus dem globalen Wirtschaftssystem ausgebrochen ist und sämtliche Zahlungen an die Gläubiger eingestellt hat. Interessant wäre zu erfahren, wie sich dieses Land im Detail seither entwickelt hat und wie es heute dasteht. Dass, wie im Artikel geschildert die Zirkulation von Waren und Dienstleistungen bei einem Zusammenbruch des Aktienmarktes komplett zum Erliegen kommt, glaube ich eher nicht. Argentinien hat mit dem Aufbau von Regionalwährungen die schlimmsten Auswirkungen abmildern können. Weshalb musste Argentinien überhaupt solch großen Einschnitte in der Wirtschaft hinnehmen?
Weil,
  • die internationalen Geldgeber ihr Kapital soweit möglich bereits im Vorfeld abgezogen haben,
  • die nationalen argentinischen Geldgeber ihr Kapital lieber ins Ausland verbracht haben, um es dort "arbeiten" zu lassen
  • Argentinien in vielen Wirtschaftsbereichen von Einfuhren abhängig war und diese wegen fehlender, international anerkannter Währung ausgefallen sind.

Hier muss ich auch an Obamas Forderung von vor ein paar Jahren nach der Wiedereinführung des Trennbankensystems in Amerika denken. Es sollten wieder Investmentbanken von normalen Sparkassen getrennt werden, d.h. das hoch spekulative Investmentbanking sollt aus der lebenswichtigen Versorgung der Wirtschaft mit Geld zum Austausch von Waren getrennt werden. Hier wäre eine Unterstützung auch von Merkel wünschenswert gewesen und hätte sicher zu einer Reduzierung der jetzigen Gefahren geführt. Aber unter der "Ratsherrenschaft" der Deutschen Bank (Herr der einen Rat gibt ;)) konnte eine Unterstützung Obamas verhindert werden. Dabei wäre eine solche Trennung, welche auch in der BRD in ähnlicher Form existierte, ein hilfreicher erster Schritt zur Entflechtung und zur Minderung der Gefahren, welche von "systemrelevanten Banken" ausgehen.

Soweit vorerst mal zu dem Beitrag.
Ich werde aber andere Punkte noch aufgreifen und hier meine Sermon zu abgeben.

Viele Grüße aus der Eifel von

Rudi

Eurelios

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #13 am: 15. Juni 2012, 13:05:42 »
Lieber Rudi,

Du schreibst:

Dabei wäre eine solche Trennung, welche auch in der BRD in ähnlicher Form existierte, ein hilfreicher erster Schritt zur Entflechtung und zur Minderung der Gefahren, welche von "systemrelevanten Banken" ausgehen.

Bin absolut bei Dir. Das wäre ein erster Schritt gewesen die Gefahren die von unserem derzeitigem Geldsystem einzudämmen.

In vielen Foren wird ja immer gerätselt wann der Tag X (Crash) kommt.

In seinem gestrigen Paukenschlag nimmt Herr Kreutzer zu diesem Thema Stellung.

Er ist mE sehr lesenswert. Zum Schluß schreibt er:

Es gibt kein Patentrezept für den Crash,

denn der kommt wohl nicht als ein punktuelles Ereignis am Tag X über uns, sondern langsam, jeden Tag ein Stück weiter, wie eine unendlich zähe Masse, aber dennoch unaufhaltsam.   Auf dem Weg nach unten hilft es, Schulden abzubauen und übriges Geld in nützliche Anschaffungen zu investieren. Tauschringe, Regionalwährungen und Nachbarschaftshilfe ganz allgemein,werden an Bedeutung gewinnen. Die Strukturen dafür zu legen,ist sicherlich jetzt noch ein günstiger Zeitpunkt. . .

 Soweit meine persönliche Meinung zum Tag X.


Hier der ganze Artikel:

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2012/23.html

Ist zwar ziemlich lang ca 10 Minuten zu lesen aber es lohnt sich wirklich.  ;)

Viele Grüße aus dem Schwobaländle


Günter

Mumken

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Re:Was ist Geld ?
« Antwort #14 am: 16. Juni 2012, 06:53:25 »
Lieber Günter,

Du schreibst:


....................

http://www.egon-w-kreutzer.de/0PaD2012/23.html

Ist zwar ziemlich lang ca 10 Minuten zu lesen aber es lohnt sich wirklich.  ;)

Viele Grüße aus dem Schwobaländle

Günter


Kannst Du mir verraten, wie man den ganzen Text in 10 Minuten lesen kann? Ich habe dafür 50 Minuten benötigt, ohne die Kommentare zu lesen. Bin für jeden Rat dankbar. ;)

Teilweise sind die Ausführungen etwas langatmig und auch nicht unbedingt dem Thema dienlich, wie die Diskussion am Ende über die Vorsilbe "ver-". Insgesamt jedoch eine lesenswerte Meinung welche zu manchen Gedanken anregt und verständlich geschrieben ist.
Seine Darstellung mit dem Drachen, dem entsprechende Opfer gebracht werden müssen um ihn uns gnädig zu stimmen, finde ich sehr gut. Aber hinter dem Drachen verbergen sich doch auch Menschen, oder?

Liebe Grüße

Rudi